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Pipamperon Entzug

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hotti
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Mittwoch, 08.11.17, 18:53

Hallo,
Okay, habe heute nichts genommen.
Omega3 und Baldrian kann ich aber noch nehmen oder?
Leider muss ich momentan auch morgens zu Koffeinpulver (das von Doppelherz "Energie Start") greifen, da ich in den letzten Tagen ziemlichen Schlafmangel habe (will ja bis Weihnachten weg davon sein, quasi als Neujahrsvorsatz), schlafe ca. 4-5 Stunden und bin punkt 6:30 wach, auch wenn ich länger schlafen könnte, kann dann auch nicht mehr einschlafen und liege im Bett rum - könnte auch ein Zusammenhang mit der instabilen Emotionalität und der null Stressresident und voller Überforderung zu tun haben. Zudem wache ich mehrmals in der Nacht auf.
Sobald ich aufstehe, setzt der Schwindel und die Benommenheit/Wattegefühl ein.

Kaffee vertrage ich magentechnisch nicht und B12 soll ich ja jetzt nicht nehmen, oder nur den B-Komplex nicht?

Hat einer Tipps gegen Schlafmangel? Einschlafen geht bisher ganz gut im normalen Bereich (ich denke mal auf Grund von Sport und eben dem Schlafmangel), nur das Durch und Ausschlafen geht null.
Wenn ich dann wach werde, mache ich mir Gedanken wie ich die ganzen Termine am Tag schaffen soll, wie der Schwindel und weitere Symptome heute wohl sein werden etc bzw die Gedanken warten quasi schon, ich mach selbst 'ne Welle in meinem Kopf bei vielleicht nur 2-3 Terminen, aber dann noch der Haushalt und dann noch der Sport.
Sport soll ja eigentlich ausgleichende Freizeit sein und Haushalt gehört eben bei jedem Menschen dazu, aber ich muss momentan alles "gezwungen" machen und mache quasi aus einer Mücke einen Elefanten.

Baldrian zur Beruhigung scheint nicht mehr zu wirken :bettzeit:

gruß
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Donnerstag, 09.11.17, 13:31

hallo Hotti, :)
Omega3 und Baldrian kann ich aber noch nehmen oder?
Ja, das kannst du nehmen.
kann dann auch nicht mehr einschlafen und liege im Bett rum - könnte auch ein Zusammenhang mit der instabilen Emotionalität und der null Stressresident und voller Überforderung zu tun haben.
Ja, der Zusammenhang ist ziemlich wahrscheinlich. Hier gibts Tipps zum Schlaf viewtopic.php?f=57&t=9278
B12 soll ich ja jetzt nicht nehmen, oder nur den B-Komplex nicht?
Hängt davon ab, ob du tatsächlich einen Mangel hast. Wenn man etwas nehmen möchte, dann am besten keine Komplexmittel, sondern die einzelnen Vit. zunächst auf Verträglichkeit testen.
Sport soll ja eigentlich ausgleichende Freizeit sein
Im Entzug kann Sport auch Symptome verstärken, das muss man individuell schauen.

liebe Grüsse,
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Donnerstag, 09.11.17, 20:38

Hallo,
danke für die Antwort.

Ja es ist halt nur verwunderlich,dass ich immer, jede Nacht, egal ob früher oder später ins Bett, egal ob Baldrian oder nicht, um kurz nach 6 wach werde (kein keine Geräusche die Gründe), eigentlich muss ich dann erst zB um 8 aufstehen und dann kann ich nicht mehr einschlafen, und zack 2 Stunden Schlaf weniger insgesamt.
Oft durch Albträume oder intensive Träume mit bekannten personen, Ex Personen etc, die wühlen mich dann sehr auf und lassen den Schlaf unerholsam werden.

Ich finde aber eher wenig bzgl Albträume/viele intensive Träume und Stressresistenz zum Thema NL Entzugserscheinungen.
Eine tiefenpsychologische Therapie wird mir ja verwehrt,da ich erst einen noch zu frühen Alkoholentzug hatte.

Also B12 lasse ich momentan weg, bin aber sehr müde tagsüber, könnte aber auch ein Entzugssymptom sein.
Daneben habe ich körperlich als Symptome eigentlich nur Pickelschübe im Gesicht, vereinzelt auch entzündet, etwas weniger Appetit und schneller Hunger, bzw kriege nicht so viel "rein" wie früher, und den Schwindel/Benommenheit. Diese Probleme hatte ich aber auch schon vor NL geschwächt, also nicht in dem Ausmaß, könnte also nur eine Verstärkung auf Grund Entzug sein.
Allerdings haut die Psyche - wie gesagt - rein, Träume,bin schnell überfordert, was für andere "Normalos" nichts ist, komme mit Terminen kaum hinterher, 2 Termine fühlen sich an wie 10.
Dieser innere Stress kann natürlich sowas wie Pickel,Schwindel etc auch verstärken, Teufelskreis.
Ich hoffe diese Stressresistenz plus Überforderung ist nur ein Entzugssymptom.

Aus Träume, Schlafmangel, Stress und Überforderung resultiert dann auch demnach eine erhöhte Reizbarkeit.
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 10.11.17, 12:43

Hallo hotti,

bei dir ist viel passiert in den letzten Monaten.
Dein Alkoholentzug ist auch noch nicht lange her und spielt da sicher auch noch mit rein.

Ich denke, du musst jetzt einfach mal zu Ruhe kommen und dein Körper und deine Psyche fordern das ein.
Schwindel ist oft ein Symptom für eine Überforderung des Gehirns, ich kenne das von mir selber.

Die Träume würde ich auf das Absetzen zurückführen, weil ich das auch so kenne. Allerdings ist es natürlich auch so, dass man auch im Traum Erlebnisse verarbeitet. Da man Träume nun mal nicht beeinflussen kann, bleibt dir auch hier nichts anderes übrig, als sie hinzunehmen und zu akzeptieren. Das klappt mit der Zeit, das war bei mir auch so.

LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Freitag, 10.11.17, 20:52

Hallo,
danke für die Antwort.

Ja ich versuche ja das hinnehmen, aber irgendwann will man auch nicht mehr hinnehmen, vorallem wenn keine Lösung gefunden wird, zB bei mir dieser Schwindel/Benommenheit seit 8 Monaten, dann will man handeln bzw was dagegen tun.
Aber gegen Schwindel und Müdigkeit fällt mir nichts ein, wenn ich träume und aufwache, bin ich idR wach und am Tage kann ich nicht schlafen. Nichtmal Koffein hilft, es scheint so als wäre der Körper platt.
Allerdings habe ich laut Messgerät einen "schwachnormalen" Blutdruck von 105 - 70 - 58 Puls. Früher hatte ich immer 130-90 - 70 oder sowas, da könnte auch die Müdigkeit dabei sein.

Ich versuche mir dann einzureden bzw schönzureden, dass der Körper sich gerade erholt und viel arbeitet und das ZNS "repariert", dass dadurch die Müdigkeit kommt.
Gegen Schwindel habe ich schon Vomex und Vertigoheel(Homöopathie) probiert, half aber nichts, daher "hoffe" ich immernoch,dass es was mit dem Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule zu tun hat.

Muss aber auch sagen, dass ich sehr langsam bin, ich trödel auf gut deutsch, brauch quasi ne Stunde für Essen, da ich so langsam esse und wenig und ich immer wieder zwischendurch über NLs nachlese, durch die Gegend träume, nicht vorwärts komme etc, sonst war ich immer eher ein schneller, geordneter Mensch.


Aber leider muss ich auch sagen, dass die Symptome immer Doppelt so stark sind, wenn ich ausgehe, Treffen habe etc, habe wohl schon eine Generalisierte Angststörung entwickelt, aber da müsste ich ja auch wieder Tabletten bzw ADs nehmen oder sind das Neuro-Absetzsymptome?
Denn sobald die Feier,das Treffen etc gerade aktiv stattfindet, ist es besser, nur die Zeit davor ist Horror. Und wenn gar nix ansteht, ist es gar noch weniger stark..
:zombie:

EDIT:
Es gibt allerdings auch schon eine kleine - wenn auch hier etwas unpassend unangenehme - Besserung, die Erektionsstörungen werden besser und wenn ich mal durch Träume oder Toilette wach werde, ab und zu auch schon mit "Morgen/Nachterektion", da war die monate bzw Wochen davor jetzt null.

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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Montag, 13.11.17, 10:54

Hallo,
Heute ist es schlimmer, bin jetzt ja jetzt schon seit einer Woche ohne NL (ich wollte es hier etwas still halten, sonst kommen böse Antworten :D aber ich wollte nicht mehr diese Alpträume und vorallem keine Erektionen auf Grund der Angst von Dauerschäden).

Bin heute super müde aufgewacht, meine Augen wogen gefühlt eine Tonne, trotz 6 bis 7 Stunden Schlaf mit aufwachen, dazu schwere und Schmerzhafte Muskeln im Körper, stark im Rücken und in den Beinen. Gehe zwar joggen aber Muskelkater ist das nicht.
Ist sowas auch ein Entzugssymptom?

Zudem kommt auch weiterhin die Appetitlosigkeit, also ich esse zu wenig, habe demnach auch zu wenig kalorien / Kohlenhydrate Zufuhr.

Das Morgentief ist leider gleich geblieben, ich weiß nicht, vielleicht hat das Pipamperon mir ja dauerhaft eine Depression beschert, wenn es schon als erste NW auf dem Zettel steht..

Habe hier immernoch das AD tianeurax vom Psychiater liegen aber bisher weiterhin nicht getraut zu nehmen.
Für die Gesprächstherapie bin ich auf der Warteliste, kann noch 3-4 Monate dauern und für erneutes aufsuchen und Versuchen nach Therapeuten fehlt mir ehrlich gesagt die Kraft und Motivation nach zig absagen.


Gruß
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 13.11.17, 15:52

Hallo hotti,

[Ich quote="hotti"]bin jetzt ja jetzt schon seit einer Woche ohne NL (ich wollte es hier etwas still halten, sonst kommen böse Antworten [/quote]

Ob und wie du ein Medikament einnimmt oder absetzt ist ganz allein deine Entscheidung.
In der Regel wollen Menschen, die sich hier anmelden, einen Rat und den versuchen wir nach bestem Wissen und Gewissen zu geben.
Das tun wir, um zu helfen und weil wir wissen, wie viel Leid aus dem falschen Absetzen entstehen kann.
Wenn du trotzdem lieber deinen eigenen Weg gehen möchtest, ist das aber natürlich dir selbst überlassen.
hotti hat geschrieben:Bin heute super müde aufgewacht, meine Augen wogen gefühlt eine Tonne, trotz 6 bis 7 Stunden Schlaf mit aufwachen, dazu schwere und Schmerzhafte Muskeln im Körper, stark im Rücken und in den Beinen.
Muskelschmerzen und Verspannungen, sowie bleierne Müdigkei bis hin zur völligen Erschöpfung sind typische Absetzsymptome.
hotti hat geschrieben: Das Morgentief ist leider gleich geblieben, ich weiß nicht, vielleicht hat das Pipamperon mir ja dauerhaft eine Depression beschert, wenn es schon als erste NW auf dem Zettel steht..
Auch zu schnelles Absetzen kann depressive Zustände auslösen.
hotti hat geschrieben: Habe hier immernoch das AD tianeurax vom Psychiater liegen aber bisher weiterhin nicht getraut zu nehmen
Ich würde an deiner Stelle meinem ZNS nach dem, was es in letzter Zeit alles durchstehen musste, auf ganz und gar keinen Fall noch ein weiteres Medikament zumuten.
Aber das musst du natürlich selbst entscheiden.

LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Montag, 13.11.17, 17:36

Hallo,danke für die Antwort.

Ja also eigentlich ist es im Ganzen nicht schlimmer geworden, nur morgens nach dem Aufwachen ist es halt weiterhin am allerschlimmsten, dann wird es bei Beschäftigung gegen Mittag was besser (fahre auch Auto) und gegen Abend zur Ruhe wieder schlechter.
Und ich habe ja nur 3 Monate ein niederpotentes NL genommen (davon nur 1 Woche eine ganze Tablette, 1 Monat eine halbe und der Rest schleichend auf 0), da kann das doch nicht so lange dauern mit den Absetzsymptome. Aus dem Blut raus müsste Pipamperon jetzt seit 4-5 Tagen sein. Es ist aber auf keinen Fall vergleichbar mit dem kalten Entzug, also da fühle ich mich jetzt schon etwas besser.
Und auf der anderen Seite sind auch Erektionsstörung etwas besser geworden und die intensiven Träume weniger. Das nächtlich oft zur Toilette hatte ich nur 2 Nächte, also es scheinen sich bei mir Symptome immer mal wieder abzuwechseln, heute plötzlich Muskelschmerzen, gestern das, morgen wer weiß was.

Ich schiebe das immer auf die psychologische Schiene, da die Symptome wie eben Benommenheit immer stärker werden, wenn irgendwas ansteht, wie eben eine Feier etc., das muss doch dann eine Angststörung sein oder? Kann ja eigentlich nichts körperliches sein..

Schwindel/Benommenheit habe ich aber weiterhin, wie auch schon vor Entzug/NL, 8 Monate jetzt.
Hat da wer Ideen bzgl welcher Arzt noch in Frage käme?
Hatte heute was gelesen bzgl Hörsturz und Nebenhöhlen, A) Hörsturz weil ich neben dem Schwindel auch immer so ein leichtes Rauschen in den Ohren bei Ruhe vernehme (habe keinen Bluthochdruck)und tiefe Geräusche(Zeppelin zB) als sehr laut und dröhnend empfinde und 1x in 1- 2Wochen für 10-20 Sekunden ein Piepen habe. War allerdings bei 2x HNOs, die müssten doch was gesehen haben oder?
B) Nebenhöhlen, da ich schon 3x eine Entzündung hatte in den letzten Jahren, auch mit Antibiotikabehandlung, aber da hatte ich starke punktuelle Schmerzen, ich weiß ja nicht ob es sowas auch ohne Schmerzen gibt. Der Allergologe sah sich das Röntgenbild an und meinte "das ist noch okay"..

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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Mittwoch, 15.11.17, 23:19

Hallo,

ich habe nochmal einen Termin beim Hausarzt, fallen euch noch Dinge / Tests ein,die man machen könnte bzgl Schwindel/Benommenheit,Morgentief etc?
Großes Blutbild ist mit ~300€ leider momentan zu teuer, gibt es einzelne speziell wichtige Werte außer B12?

Habe ja eine leichte Laktoseintoleranz, habe aber auch mal was für Fructoseprobleme gelesen und Benommenheit etc.

Weitere Anregungen sind gern gehört.

Und wie lange können denn jetzt Absetzsymptome dauern?
Habe weiterhin diese Leere/depressive Phasen, die Benommenheit, starke Müdigkeit, nächtlicher Harndrang..

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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Freitag, 17.11.17, 17:59

hallo Hotti, :)

Vit. D wäre vielleicht auch noch gut.
Habe ja eine leichte Laktoseintoleranz, habe aber auch mal was für Fructoseprobleme gelesen und Benommenheit etc.
Das kannst du am besten über Beobachten und Weglassen der verdächtigen Lebensmittel herausfinden.
Und wie lange können denn jetzt Absetzsymptome dauern?
Dazu kann man leider gar nichts sagen. Du hast das NL zwar nicht allzu lange genommen, aber dafür als Entzugsdeckelung. Ich habe den Eindruck, dass es dann länger dauern könnte.

liebe Grüsse,
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Donnerstag, 23.11.17, 19:44

Hallo,
so kurzes Update.

Hausarzt hat wohl auch keine Lust und Nerven mehr, eine erfolglose lange Diagnose schmeckt nicht jedem, mittlerweile schiebt auch er es kurz und schnell auf den Alkoholentzug - auch wenn ich sage dass ich Schwindel und das MRT der Bandscheibe auch schon vor dem Entzug hatte - und hat mir sogar jetzt auch Mirtazapin eventuell als Gegenansatz vom NL Entzug noch angeboten.
Habe so das Gefühl, dass seitdem ich den Alkoholentzug offiziell gemacht und erwähnt habe, 90% der Ärzte direkt darauf springen :D ob die Symptome davor schon waren, das ist dann egal.

Beim Zahnarzt bekomme ich jetzt eine einfache Aufbissschiene von der Kasse, da laut Zahnarzt Verspannungen, Blockaden, Benommenheit etc auch daher kommen können.

Dann war ich bei einer Neurochirurgin, die hat mir nun Manuelle Therapie verschrieben, hatte einmal Physio/Krankengymnastik von einem anderen Orthopäde bekommen (was auch etwas geholfen hat), das ist jetzt wohl was anderes.

Ich mache jetzt einfach Eigendiagnose etc, keine Lust mehr von Arzt zu Arzt.
zB hatte ich ja nächtlichen Harndrang tagelang, und vorgestern auch wieder, habe bestimmt das Doppelte an Getrunkenem wieder raus bekommen, habe dann bei der Apotheke nachgefragt, die haben meinen nüchternen (seit ~7 Stunden) Blutzucker kontrolliert, der war bei 85, alles gut.
Dann sagte Sie ob es familiär Probleme mit der Blase etc geben würde, was stimmte und ich Ja sagte, darauf hin, hat Sie mir ein pfanzliches Mittel empfohlen(was ich erstmal nicht geholt habe da knappe 20€) und gesagt, dass ich mit Blasen-Nieren Tee auch anfangen kann und sowas auch ohne Schmerzen etc sein kann. Merke schon Besserung bzw weniger Drang, plus gibt es ja eventuelle Wassereinlagerungen von der NL Einnahme (Harndrang ist verstärkt, wenn ich liege, könnte also Wasser in den Beinen sein), steht zumindest als NW im Beipackzettel.

Ich mache jetzt nur noch die Manuelle Therapie und dann haben sich die ganzen Termine für mich erledigt (nach fast 1 Jahr).
Versuche zuhause mit Übungen Rücken und HWS zu stärken, versuche immer 2l zu trinken und mich besser zu ernähren.

Bzgl des NL Entzug, bin jetzt seit 18 Tagen ohne Pipamperon, meine Haut hat sich wieder etwas beruhigt, die Übelkeit ist seltener, die intensiven Träume sind seltener geworden, nur Einschlaf und Durchschlafprobleme habe ich noch (manchmal schlafe ich nur ~3 Stunden, dann manchmal aber wieder 8), dagegen versuche ich noch Baldrian.
Die psychischen Probleme wie Reizbarkeit/Stressresistenz und Morgentief/depressive Phasen sind noch da, aber auch schon ein wenig schwächer (schwer einzuschätzen), ich denke einfach mal das wird die Zeit auch machen.

Danke!
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Jamie » Freitag, 24.11.17, 10:13

Hallo hotti, :)

du hast jetzt alles Mögliche abklären lassen und es gibt nur unbefriedigende Ergebnisse.
Zudem bist du als "psycho" durch, seitdem die Ärzte vom Alkoholentzug wissen und sie schieben ferner auch so ziemlich alles darauf, womit sie es sich natürlich einfach machen.
Ich denke schwere Erkrankungen wären schon längst festgestellt worden, deswegen spricht sehr viel für Entzug und Medikamentennebenwirkungen (auch wenn die Ärzte das nich hören wollen :x ).

Das heißt du kannst dich eigentlich zurücklehnen und die Zeit für dich arbeiten lassen, denn es gibt nichts, was diese Prozesse beschleunigen kann und individuelle Maßnahmen zur Symptomlinderung müssen selbst gefunden werden.
Die Blase wird extrem vom Vegetativum gesteuert; es wird sich vermutlich schlichtweg um eine entzugsbedingte (oder medikamentenbedingte) Dysbalance handeln und sie wird daher vermutlich irgendwann auch wieder verschwinden.

Registriere deine Symptome, denk kurz drüber nach, aber bitte mach dir keinen Kopf oder fixiere dich zu sehr darauf. Das ist die beste Art mit Entzug "zu fahren".


Alles Gute, pass gut auf dich auf
Jamie
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hotti
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Freitag, 24.11.17, 17:35

Vielen Dank für die Antwort.

Die Blase und Schlafprobleme sehe ich als kleinere Probleme, die körperlich irgendwann weg gehen,
allerdings habe ich immer weiterhin vor Geburtstagen,Feiern, Probearbeiten (also soziale Aufkommen quasi) versteckte Symptome von Benommenheit, Beklemmung, leichte Übelkeit und verschwommener Sehen, das kann ja langsam kein Zufall mehr sein. Als würden sich Muskeln und Nerven immer wieder da neu verkrampfen.

Manuelle Therapie ist ja schön und gut und kann kurzfristig mal helfen, aber wenn zB durch die Psyche Symptome verstärkt oder Muskel verspannt werden, dann hilft da ja nur eine Psychotherapie oder eben ADs.. Bei Psychotherapien bin ich aber leider auf unendlichen Wartelisten und jetzt im neuen Jahr fange ich wahrscheinlich einen neuen Job an, der weniger Freizeit für ärztliche Termine etc geben wird. Wüsste also da momentan noch nicht, wo ich dann viele Psychotermine unterbringen solle.
Einerseits freue ich mich, andererseits mit den Symptomen nicht.

Allerdings bin ich das letzte mal wirklich schwarz vor Augen umgekippt vor knapp 10 Jahren (zu wenig gegessen plus Radfahren) und Erbrechen(bzgl Übelkeit) vor 13 Monaten bei einem Magendarm Virus, sonst nie, aber trotzdem scheint meine Psyche das zu denken, dass das ja vor allemann in der Öffentlichkeit passieren könnte.
Also irgendwie scheint sich das bei mir als eine Art Angststörung zusammengesponnen zu haben (eventuell eben aus körperlichem Anfangs-Grund bzw ein körperliches Symptom gab den "Stups") und ich reagiere vor Treffen etc halt immer doppelt so schwer.
Das ist halt was, was mich sehr belastet, da ich das gern schon vorher genießen würde, quasi eine Vorfreude und keine "Vorpanik" ; ich weiß schon immer das es mir dann schlecht gehen wird. So wie früher eben, weiß wirklich nicht, was heute anders ist als vor 1-2 Jahren, wo noch alles gut war.
Und das Ganze geht jetzt seit 9 Monaten so, ich komme halt jetzt erst mehr auf die psychologische Ebene, da ich anfangs immer erst das Körperliche abkläre und das auch meist für Wahrscheinlicher halte.

Aber ich wüsste halt nicht,wie ich das selbst behandeln sollte, kann ja nicht wenn ich unterwegs bin meditieren zur Beruhigung oder autogene Übungen machen :D
Versuche schon mal eine Baldrian davor zu nehmen, aber ist wohl zu schwach.
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

hotti
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Samstag, 23.12.17, 14:06

Hallo,

ich mal wieder.
Ich fasse mich kürzer - nehme ja seit dem 6 November kein Pipamperon mehr (per Wassermethode ausgeschlichen) und hatte die Wochen danach eigentlich kaum größere Probleme.
Jetzt seit 1 Woche habe ich wieder verstärkt "vegetative Symptome" - Übelkeit, wenig Appetit, Benommenheit/Schwindel (Den Schwindel habe ich ja seit Monaten, auch schon vor NL, da wurde ja bis auf einen HWS Bandscheibenvorfall nix gefunden).
Ich denke dann bei der Benommenheit auch immer gleich an Kreislauf+Ohnmacht, aber mein Blutdruck ist 128/86, also eigentlich unbegründet und umgekippt bin ich zuletzt vor 10 Jahren.
Blutzuckertest in der Apotheke bei ~6 Stunden Nüchtern besagte 86, also auch eher unwahrscheinliches Diabetes.

Ist jetzt alles nicht super dramatisch wie beim kalten Entzug von 20 auf 0 einmal , aber schon merkbar auffällig, kam relativ plötzlich jetzt wieder.
Die Einschlafprobleme habe ich noch immer, aber das zähle ich nicht mehr dazu. Erektionsprobleme ist auch besser geworden aber noch nicht ganz weg.
Anfängliche Probleme wie die Pickelschübe, morgendliche Angstattacken (Cortisol), Alpträume hat sich alles beruhigt bzw ganz verflüchtigt.
Kann das noch ein Rest vom NL sein bzw kommen? Ist ja mittlerweile schon 1 1/2 Monate her.
Oder eher zu dieser Zeit jetzt ein verschleppter Infekt? War ein paar Tage jetzt etwas erkältet, nehme aber dann immer sofort sowas wie Sinupret, Esberitox etc und dann gehts wieder, aber vielleicht unterdrückt das auch nur einen Infekt.

Frohe Weihnachtstage.
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
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Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
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Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 24.12.17, 6:50

Hallo Hotti,

Dir auch schöne Feiertage!

Nach dem Absetzen zns-aktiver Substanzen kommen viele Betroffene in eine (längere) Übergangszeit mit Symptomen/Funktionsstörungen, auch das Immunsystem ist oft geschwächt und man fängt sich eher etwas ein und braucht nicht selten länger als gewohnt um sich wieder zu erholen. Ich denke, da hängt beides bei Dir zusammen.
Erektionsprobleme ist auch besser geworden aber noch nicht ganz weg. Anfängliche Probleme wie die Pickelschübe, morgendliche Angstattacken (Cortisol), Alpträume hat sich alles beruhigt bzw ganz verflüchtigt.
Das liest sich doch ganz gut, ich wünsche Dir, dass sich auch die anderen Symptome noch positiv entwickeln.

Grüße, Murmeline
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 3):
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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hotti
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 31.12.17, 14:55

Danke für die Antwort.
Zum Jahreswechsel ist der nun seit 10 Monaten anwesende Schwindel/Benommenheit nicht weg, habe ja wie gesagt alle möglichen Untersuchungen durch, das einzige was gefunden wurde waren Laktoseintoleranz(nehme ich ab und zu bei üppigen Mahlzeiten vorher Laktase Tablette) und HWS Bandscheibenvorfall(der wurde allerdings vor einem halben Jahr beim MRT gesehen, der müsste ja auch mal weg sein, habe ja Physio bekommen etc).

Allerdings hatte ich - glaube ich - noch nie einen großen Bluttest/bild, beim Hausarzt wurde halt der gängige kleine Test gemacht und bei dem Alkoholentzug auch der Kleine plus Leber und Schilddrüse.

Wo kann ich so einen Test vom großen Blutbild machen? Würde der wirklich neue Informationen bringen? Einfach beim Hausarzt fragen? Endokrinologe?
Großer Bluttest müsste ja Selbstzahler sein, aber das ist es mir nun wert.

Oder kann man sowas auch in einem Krankenhaus machen bzw anfordern?

Guten Rutsch
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 02.01.18, 19:58

Hallo hotti,

ein bestehender Bandscheibenvorfall geht nicht mehr weg.
Man kann die Symptome behandeln, so man dann welche hat aber die Bandscheibe bleibt, wenn sie einmal vorgefallen ist, draußen.
Selbst unter einer OP kann man sie nicht wieder an ihren Platz schieben, sondern entfernt sie und versteift die Wirbelkörper oder setzt ein Titankörbchen ein.
Das aber nur am Rande. :)

Was versprichst du dir jetzt von einem großen Blutbild ?
Welche Symptome hast du, die damit abgeklärt werden sollen ?

Wenn ich dich richtig verstanden habe, würde in Sachen Schwindel doch schon alles untersucht, oder?

LG Ute
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