Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies Dich dann zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Euer ADFD Team

Pipamperon Entzug

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
hotti
Beiträge: 71
Registriert: Freitag, 22.09.17, 19:37

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Freitag, 29.09.17, 18:23

Naja, den Zusammenhang mit Alkohol,Dopamin und NL habe ich mir jetzt selber zusammengereimt bzw gegoogelt. Bei jahrelangem Alkoholkonsum setzt Alkohol ja Glückshormone(eben Dopamin und Serotonin) frei, weil der Körper es "will oder braucht", bei Absetzen/Entzug fehlt das ja.
Und das NL jetzt - so wie ich es verstanden habe - hemmt ebenso Rezeptoren dieser Stoffe. Was dann in meinen Augen einen klaren Mangel als Endergebnis resultiert.

EDIT: Langsam schwindet die Hoffnung, das es besser wird. heute Samstag - jetzt 7 Tage 10mg Wiedereinnahme,wieder fast zur selben frühen Zeit wach (obwohl ich die Tablette mal später genommen und später zu Bett bin), daher jetzt sehr müde, wieder intensive Träume und leichte Alpträume, wieder sofort nach Augen auf depressive "Heulschübe" (ohne das man wirklich weint),Angst , Kloß, nicht aus dem Bett etc. Ich bin langsam wie ausgesaugt.. Und weiterhin keine Erektionen, was belastet, da die Zeit dieser Nw immer länger wird..
kann man das morgendliche Tief irgendwie bessern? Scheint ja laut Forum was mit Cortisol zu tun zu haben.
Ich gehe 3x die Woche joggen(schüttet ja auch Dopamin aus etc) und versuche gesund zu essen. Aber wie man Cortisol etc angeht, weiß ich nicht.

EDIT2: Kurz gesagt, die zwei eigentlich aktiven starken noch vorhandenen NWs sind Schlafmangel, depressive Tiefs(besonders morgens/vormittags) und die Erektionsstörung. Ich habe allerdings das Gefühl, dass diese nicht mehr besser werden mit Wiedereinnahme und Stabilisierung. daher bin ich am grübeln. Das ich noch eine Woche 10mg nehme, und dann mir was überlege. Mein soziales Dasein leidet (sage viel ab), meine Psyche, meine Physis. Was meint ihr?
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

padma
Team
Beiträge: 13569
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Samstag, 30.09.17, 21:22

hallo Hotti, :)

ich denke, du brauchst noch mehr Geduld, auch wenn es nicht leicht ist. 7 Tage ist wirklich noch nicht lange.
Es ist unter den 10 mg auch nicht schlechter geworden, oder?
Aber wie man Cortisol etc angeht, weiß ich nicht.
Insulin ist der natürliche Gegenspieler. Du kannst morgens was Süsses essen, evtl. hilft das. Ansonsten bleibt auch da nur Geduld.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

hotti
Beiträge: 71
Registriert: Freitag, 22.09.17, 19:37

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 01.10.17, 0:05

Unter 10mg war ich noch nicht, ich bin nach dem Kaltentzug direkt auf 10mg gegangen,vor dem Entzug waren es 20mg. Während dem Entzug hatte ich mehr und stärkere Symptome, ja.

Ich habe vor 10mg noch eine Woche sicher zu nehmen, und immer zu beobachten und dann per Wasserlösemethode alle 1-2 Wochen(je nach Befinden) im 2er Schnitt runterzugehen, also 8-6-4-2-0mg. Das wäre dann immernoch eine Gesamteinnahme mit Reduzierung von 6-8 Wochen.

Denn die Träume, das Morgentief und die nicht vorhandene Erektion (seit Wochen) wird nicht besser. Habe schon kaum mehr Lust zu schlafen, da ich immer zur selben frühen Uhrzeit ohne Wecker mit depressiven Angst/Trauerschüben aufwache(greifen NL auch in den Schlaf Biorhythmus ein?). Das soziale Leben leidet auch, da ich nicht mehr wirklich an Wochenenden weg gehe, da egal wie spät ich schlafen gehe, immer zu dieser frühen Zeit wach bin. Ausschlafen gibts nicht mehr.

Ich überlege sogar schon bei der Suchtklinik bzgl Benzodiazepinen zu fragen, die das vielleicht mindern.
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

Murmeline
Team
Beiträge: 12071
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 13602 Mal
Danksagung erhalten: 11971 Mal

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Murmeline » Montag, 02.10.17, 11:48

Hallo Hotti,
Ich überlege sogar schon bei der Suchtklinik bzgl Benzodiazepinen zu fragen, die das vielleicht mindern.
Das empfehlen wir hier nicht. Das Risiko für körperliche und psychische Abhängigkeit, auch bei kurzzeitiger Einnahme, ist bei Benzodiazepinen relativ hoch. Idealerweise pendeln sich Schläfveränderungen durch Substanzen oder Dosisveränderungen mit der Zeit auch wieder ein. Benzodiazepinen sollten maximal selten und in Notfällen eingesetzt werden.
Habe schon kaum mehr Lust zu schlafen, da ich immer zur selben frühen Uhrzeit ohne Wecker mit depressiven Angst/Trauerschüben aufwache(greifen NL auch in den Schlaf Biorhythmus ein?).
Selbst erlebt habe ich einen Überhang durch Neuroleptika am nächsten Morgen, also dass es eher schwer ist, früh aus dem Bett zu kommen. Quasi das Gegenteil von dem, wie es bei Dir ist.
Ich habe vor 10mg noch eine Woche sicher zu nehmen, und immer zu beobachten und dann per Wasserlösemethode alle 1-2 Wochen(je nach Befinden) im 2er Schnitt runterzugehen, also 8-6-4-2-0mg. Das wäre dann immernoch eine Gesamteinnahme mit Reduzierung von 6-8 Wochen.
Du kannst es probieren, oft ergibt sich der Weg jedoch erst, wenn man je Schritt seine Reaktionen erlebt. Ich verstehe es allerdings, dass man eine kurze Einnahmezeit nach Möglichkeit nicht zu sehr verlängern möchte.

Grüße, Murmeline

PS: Ich mache in den letzten Tagen verstärkt wieder darauf aufmerksam, dass das Forum ein Austauschraum mit einem kommunikativen Miteinander ist, was zum Beispiel auch durch die Verwendung von Begrüßungsrede und Abschiedsfloskeln zeigt. Liest sich einfach netter. Danke fürs Beachten!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiepadma
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

hotti
Beiträge: 71
Registriert: Freitag, 22.09.17, 19:37

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Montag, 02.10.17, 21:16

Ok, danke für die Antwort!
Sorry!
Was meinst du mit je Schritt die Reaktionen? Ich soll also die Reduzierung testen, und schauen/vergleichen wie es wird, und wenn es wieder schlimmer wird, wieder auf 10mg hochgehen?
Bin jetzt seit 10 Tagen wieder bei 10mg abends 1x, habe mir heute aber schon eine 10ml Spritze für die Wassermethode geholt.

Die in meinen Augen stärkeren NWs wie morgendliche depressive Angst/Panikstörung(hält ca 1-2 Stunde an, Schlaf hat sich um 1-2 Stunden reduziert, am Wochenende ausschlafen geht nicht mehr), Träume, nicht aus dem Bett kommen/Antriebslosigkeit und vorallem keine Erektion(zB seit Wochen keine Morgenerektion - vielleicht ein Zusammenhang mit Cortisolausschüttung morgens??) sind weiterhin da und ich habe nicht das Gefühl das diese wirklich gravierend besser werden(im Vergleich zu den letzten 10 Tagen 10mg Einnahme).

Können diese Träume(keine Alpträume, aber sehr detailreich und immer mit bekannten Personen und sehr aufwühlend) und immer früh wach werden auch was mit den NL zu tun haben? Nicht das ich alle Symptome vehement auf die NL schiebe und am Ende ist es das gar nicht. Besonders das automatisch frühe wach werden(auch heute am Feiertag) erscheint mir doch komisch im Zusammenhang mit pipamperon, da diese doch eigentlich schlafffördernd sein sollen oder?
Habe auch mal so ein Schlafaufnahme App starten lassen, während ich früher eher laute Atemzüge hatte, manchmal gar etwas schnarchen, ist jetzt nix, nada, man könnte denken ich atme nicht.

Zudem erfahre ich eine gewissene "emotionale Sensibilität", z.B nach den Träumen oder wenn ich mal wieder Freunde treffe, oder dort war, wo meine Ex oder frühere Freunde oft waren (nach dem Motto früher war alles besser), das ich danach irgendwie etwas traurig/depressiv bin und einen Kloß im Hals habe, als würde ich zB diese Zeit nicht mehr haben oder nicht mehr so sein wie früher oder missen etc obwohl das ja gar nicht so ist. Ganz komisch, was die NLs alles machen..wenn es die denn sein sollten.

Daher versuche ich natürlich reduzieren zu wollen(um auch feststellen zu wollen ob es alles wirklich die NLs sind, oder ob ich nach dem Alkoholentzug plus NL nicht doch eine Depression entwickle), vielleicht versuche ich es ab Mittwoch mal zum Testen mit Spritze auf 7,5 oder 8mg, dann sind es 12 Tage je 10mg, eine Basis-Stabilisierung im Vergleich zum Entzug ist ja klar festzustellen, während dem kalten Entzug(von 20mg auf 0) war ich ja wie ein Zombie und hatte Gewichtsverlust, kein Appetit,Würgereize etc, mein Appetit hat sich ja wieder geregelt und +2kg habe ich auch wieder drauf und die dicken Pickel sind auch weg bzw besser.

Leider bekomme ich jetzt momentan eine Erkältung, was natürlich das Befinden und Vergleichen der Zustände nochmal schwieriger macht und einschränkt.

Ich strebe demnach auch eine Psychotherapie an(zwei Psychiater haben mir direkt nur ADs gegen die NWs geben wollen, aber dann endet das ja nie. ADs will ich nur wenn gar nix mehr besser wird), dies erweist sich allerdings als schwer, viele nehmen keine Neuen auf, die frei sind kommt man nicht gut mit klar oder zeigen kein Interesse oder Hilfe, oder man ist auf langen Wartelisten. Wäre es vielleicht ein Vorteil, wenn ich bei der Suchtklinik anfrage, ob die mir vielleicht ein "Bericht" machen könnten und man damit quasi bessere Karten bei der Psychotherapiesuche hat?

lg

Sorry für die lange Antwort.
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

padma
Team
Beiträge: 13569
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 33111 Mal
Danksagung erhalten: 17191 Mal

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Mittwoch, 04.10.17, 18:30

hallo Hotti, :)
Was meinst du mit je Schritt die Reaktionen? Ich soll also die Reduzierung testen, und schauen/vergleichen wie es wird, und wenn es wieder schlimmer wird, wieder auf 10mg hochgehen?
Murmeline :) meint damit vermutlich, dass du nicht vorab einen kompletten Absetzplan machen kannst, sondern nach jedem Reduktionsschritt anhand der Symptome den Plan anpassen musst.
Wenn ein Schritt sich als zu gross herausstellt, ist es bei starken Symptomen sinnvoll, minimal zu erhöhen (nicht gleich zurück auf 10 mg), und der nächste Schritt sollte dann kleiner ausfallen. Das können wir dann jeweils ggfs. konkret besprechen.
Können diese Träume(keine Alpträume, aber sehr detailreich und immer mit bekannten Personen und sehr aufwühlend) und immer früh wach werden auch was mit den NL zu tun haben?
Diese Art von Träumen sind mir von AD als NW bekannt, bei den NL können sie daher wahrscheinlich auch auftreten.
Besonders das automatisch frühe wach werden(auch heute am Feiertag) erscheint mir doch komisch im Zusammenhang mit pipamperon, da diese doch eigentlich schlafffördernd sein sollen oder?
Alle Psychopharmaka können paradox wirken, bei Pipamperon ist Schlaflosigkeit eine gelegentliche NW.
Zudem erfahre ich eine gewissene "emotionale Sensibilität",
Das ist ein typisches Absetzsymptom. Da könnte deine Alkoholzeit mit ein Grund für sein, dass jetzt danach deine Sensibilität , die zuvor unterdrückt war, wieder kommt. Ist so ein Gedanke von mir.
Daher versuche ich natürlich reduzieren zu wollen(um auch feststellen zu wollen ob es alles wirklich die NLs sind, oder ob ich nach dem Alkoholentzug plus NL nicht doch eine Depression entwickle), vielleicht versuche ich es ab Mittwoch mal zum Testen mit Spritze auf 7,5 oder 8mg, dann sind es 12 Tage je 10mg,
Dosisreduktionen zum Testen sind nicht sinnvoll. Du kannst dann reduzieren, wenn du dich ausreichend stabil fühlst und solltest dann möglichst auf der Dosis bleiben (es sei denn die Absetzsymptome wären zu stark)
eine Basis-Stabilisierung im Vergleich zum Entzug ist ja klar festzustellen, während dem kalten Entzug(von 20mg auf 0) war ich ja wie ein Zombie und hatte Gewichtsverlust, kein Appetit,Würgereize etc, mein Appetit hat sich ja wieder geregelt und +2kg habe ich auch wieder drauf und die dicken Pickel sind auch weg bzw besser.
Das ist schon mal gut zu hören. :D
Wäre es vielleicht ein Vorteil, wenn ich bei der Suchtklinik anfrage, ob die mir vielleicht ein "Bericht" machen könnten und man damit quasi bessere Karten bei der Psychotherapiesuche hat?
Schwer zu sagen. Wenn der Bericht sehr positiv ausfällt, was deine Motivation etc. anbelangt, könnte es von Vorteil sein.
Bietet die Suchtklinik keine Nachbetreuung an oder hilft bei der Suche nach einem Therapeuten?

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
Murmeline
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

hotti
Beiträge: 71
Registriert: Freitag, 22.09.17, 19:37

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Mittwoch, 04.10.17, 18:45

Hallo,danke für die Antwort.

Also die Suchtkliniken bieten danach Tageskliniken oder Langzeittherapien, aber das nicht bei jeder Person und man muss natürlich auch die Zeit dafür haben.
Psychologische Nachbetreuung nur alle 3 Wochen einen kurzen Termin, aber da sehe ich noch nicht wirklich Sinn hinter, da wird wohl nur kurz geguckt wie es einem mit dem Entzug geht etc.

Wenn ich reduziere soll ich auf der Dosis bleiben?

Da ich mich jetzt stabiler fühle, habe ich jetzt die Wasserlösemethode versucht, was bei Pipamperon recht schwer ist. Kaum Auflösung, Bröckchen bleiben, habe es 30 Minuten(!) im lauwarmen Wasser aufgelöst und umgerüht, bis es so gut es ging aufgelöst war und ~37,5ml von 50ml, also 7,5mg Pipamperon ,in ein anderes Glas gespritzt und getrunken.

Oder muss ich 12,5ml mit der Spritze entnehmen (da eventuell Rückstände in der Spritze kleben bleiben könnten) und dann aus dem Meßbecher trinken? Habe es jetzt anders herum gemacht, aus dem Meßbecher mit Spritze 37,5ml in ein anderes Glas gespritzt und das dann getrunken.. im Nachhinein ist 12,5ml entfernen natürlich schneller,aber da habe ich den Moment nicht nachgedacht

Kann man sowas auch "vorbereiten" oder geht dann die Wirkung weg? Also zB einen großen Meßbecher nehmen, eine ganze Tablette auflösen lassen, Frischehaltefolie drüber und dann täglich was entnehmen. Aber da bin ich gerade zu doof für die Rechnung bei 10mg oder volle 40mg Pipamperon und zB 100-200ml Wasser, das ich da auf 7,5mg komme. Vielleicht kann da wer helfen :D

Anders herum habe ich auch probiert die 10mg nochmal mit einem Messer zu halbieren, und dann z.B erst jeden Tag 5mg, wenn es nicht schlimmer wird, so belassen und irgendwann nicht die Dosis direkt reduzieren, sondern die Tage. Also erst jeden Tag nehmen, dann jeden zweiten, jeden dritten etc.
Weil das wäre viel schneller und einfacher als immer die Auflösemethode zu machen (Feinwaage sind Tabletten zu fein/leicht für)

Zudem gehe ich jetzt 2-3x die Woche joggen und nehme jetzt Magnesium und Omega 3 (neben Baldrian abends), da ich jetzt schon mehrfach gelesen habe, dass es gegen Cortisolüberschuss/depressive Verstimmung/Morgentief helfen soll.

EDIT:
Das gibt es nicht, heute am nächsten Morgen wieder stärkere Trauer und Kloß im hals, ich bin nur knappe 3mg runter und will nicht wieder auf 10mg hoch. Ich versuche dann heute 8mg, vielleicht habe ich auch nicht alles mit der Wassermethode an Wirkstoff aufnehmen können bzw durch das häufige ziehen mit der spritze wirkstoff verloren. Das ist das blöde an der Variante, man kann nicht sehen ob man genug hat oder es beurteilen.
Vielleicht ist es bei mir aber auch ein krampfhaftes vergleichen der absetzsymptome und somit ein "reinsteigern".

gruß
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

padma
Team
Beiträge: 13569
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Donnerstag, 05.10.17, 19:00

hallo Hotti, :)

Vielleicht wäre eine Selbsthilfegruppe, z.B. Anonyme Alkoholiker sinnvoll?
Ob du zusätzlich noch therapeutische Unterstützung brauchst, kannst du dann ja sehen.
Da ich mich jetzt stabiler fühle, habe ich jetzt die Wasserlösemethode versucht, was bei Pipamperon recht schwer ist. Kaum Auflösung, Bröckchen bleiben, habe es 30 Minuten(!) im lauwarmen Wasser aufgelöst und umgerüht, bis es so gut es ging aufgelöst war
Bleiben nur kleine Krümelchen/Schwebeteilchen oder richtige Bröckchen? Kleine Krümelchen sind kein Problem. Am besten man erzeugt durch Rühren einen Strudel und hält die Spritze da direkt rein und zieht auf.
Oder muss ich 12,5ml mit der Spritze entnehmen (da eventuell Rückstände in der Spritze kleben bleiben könnten) und dann aus dem Meßbecher trinken? Habe es jetzt anders herum gemacht, aus dem Meßbecher mit Spritze 37,5ml in ein anderes Glas gespritzt und das dann getrunken..
Das geht beides.
Kann man sowas auch "vorbereiten" oder geht dann die Wirkung weg? Also zB einen großen Meßbecher nehmen, eine ganze Tablette auflösen lassen, Frischehaltefolie drüber und dann täglich was entnehmen.
Wir raten dazu, es jeden Tag frisch zuzubereiten, oder die Lösung höchstens 24 Stunden im Kühlschrank aufzubewahren. Dann lässt es sich zwei mal verwenden (Dann ziehst du das auf, was du einnehmen möchtest und lässt den Rest im Glas)
Anders herum habe ich auch probiert die 10mg nochmal mit einem Messer zu halbieren, und dann z.B erst jeden Tag 5mg,
Das ist eine Reduktion um 50% und das ist zu viel. Teilen nach Augenmaas ist zudem sehr ungenau.
und irgendwann nicht die Dosis direkt reduzieren, sondern die Tage. Also erst jeden Tag nehmen, dann jeden zweiten, jeden dritten etc.
Davon ist dringend abzuraten. Das ZNS ist auf eine täglich gleiche Dosis angewiesen. Tageweises Auslassen kann zu heftigen Absetzsymptomen führen.

Pipamperon gibt es auch als Saft, das wäre auch noch eine Möglichkeit http://www.apotheken-umschau.de/Medikam ... 72249.html
Zudem gehe ich jetzt 2-3x die Woche joggen und nehme jetzt Magnesium und Omega 3 (neben Baldrian abends)
Mit dem Joggen musst du schauen, ob dir das gut tut. Es kann im Entzug Symptome verstärken, das ist aber individuell unterschiedlich.
Magnesium und Omega 3 kann sehr hilfreich sein.
Das gibt es nicht, heute am nächsten Morgen wieder stärkere Trauer und Kloß im hals, ich bin nur knappe 3mg runter und will nicht wieder auf 10mg hoch. Ich versuche dann heute 8mg,
Das kann durchaus sein, dass der Schritt zu gross war. Schau mal, wie es mit den 8 mg geht. Wichtig ist bei einer gleichen Dosis zu bleiben und nicht zuviel zu experimentieren. Also bleib dann möglichst bei den 8 mg, es sei denn die Symptome sind zu stark.
, vielleicht habe ich auch nicht alles mit der Wassermethode an Wirkstoff aufnehmen können bzw durch das häufige ziehen mit der spritze wirkstoff verloren.
Eigentlich ist diese Methode ausreichend genau. Was für eine Spritzengrösse verwendest du denn?
Vielleicht ist es bei mir aber auch ein krampfhaftes vergleichen der absetzsymptome und somit ein "reinsteigern".
Das hört sich eher nicht so an, bei dir.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

hotti
Beiträge: 71
Registriert: Freitag, 22.09.17, 19:37

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Donnerstag, 05.10.17, 23:21

Hallo,danke für die Anwort.
Ich verwende eine 12ml grüne Aufsaug-Plastik-Spritze aus der Apotheke, diese üblichen billigen halt.
Es bleiben kleine Bröckchen, die dann iiiirgendwann nach langem Rühren im lauwarmen Leitungswasser verschwinden. Ich mache das so,ich tue 10mg Vierteltablette Pipamperon in den 50ml Meßbecher, zerdrücke im Wasser mit Löffel die Vierteltablette und dann noch größere Bröckchen und dann rühre ich.

Ich versuche kurz vor der Spritze schneller zu rühren und dann 12,5ml abzuziehen, damit ich 37,5ml im Meßbecher habe und diese trinken kann. Rühren, spritzen und trinken kann ich allein nicht gleichzeitig.
Habe heute , wie gesagt, 37,5ml, also 7,5 mg Pipamperon genommen und mit Spritze 12,5 von 50ml entfernt, gestern waren es glaub ich nur 37ml, also 7mg. Mal schauen ob diese kleine Änderung schon was bewirkt, wenn nicht, gehe ich auf 8mg hoch,aber weiter höher nicht. Ich will ja auch mal einen Erfolg sehen.

Tagsüber war es heute okay, nicht perfekt aber das war es auch während 10mg nicht, Appetit habe ich weiterhin,war auch joggen heute. Morgens ist es halt sehr schlimm(Notiz am Rande - wenn ich nur so 5 Stunden Schlaf habe, wenn Arbeit ist und ich nicht schlafen kann, bin ich zwar super müde, habe aber nicht so ein starkes Morgentief. Ist der Cortisol Spiegel nach einer bestimmten Schlafzeit am höchsten? Man hört ja auch sowas wie Schlafmangel Therapie bei Depressionen). Ich muss die nächsten Tage beobachten und gucken wie es wird, vorallem wenn der "Rest" der täglichen 10mg (Halbwertszeit) aus dem Körper ist und die niedrigere Dosis greift - dann kann es natürlich zu einer Erstverschlimmerung der Absetzsymptome kommen, aber ich versuche dann die Dosis weiter zu nehmen, nur wenn es GANZ SCHLIMM wird erhöhen. Ist das okay so?

Bzgl des Pipamperon Saftes frage ich nächste Woche mal beim Kliniktermin nach.

danke
gruß
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

padma
Team
Beiträge: 13569
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 33111 Mal
Danksagung erhalten: 17191 Mal

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Freitag, 06.10.17, 11:47

hallo Hotti, :)

du könntest versuchen die Tablette bevor du sie ins Wasser gibst, zu zermörsern, vielleicht geht das besser.
Du machst soweit alles richtig.

Ist der Cortisol Spiegel nach einer bestimmten Schlafzeit am höchsten?
Cortisol wird cicardian frühmorgens ausgeschüttet und dann im Verlauf des Tages abgebaut. Mit der Schlafdauer hat es, glaube ich, direkt nicht zu tun.
Im Entzug ist das Problem, dass die Cortisonausschüttung besonders stark ist und dass der sowieso schon gestresste Körper/ZNS damit nicht so gut zurecht kommt.
aber ich versuche dann die Dosis weiter zu nehmen, nur wenn es GANZ SCHLIMM wird erhöhen. Ist das okay so?
Ganz schlimm ist relativ. Ich würde sagen, leichtere Entzugssymptome sind aktzeptable, bei stärkeren ist das "Aussitzen" zumeist keine gute Idee.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
JamieMurmeline
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

hotti
Beiträge: 71
Registriert: Freitag, 22.09.17, 19:37

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Freitag, 06.10.17, 21:18

Abend,danke für die Antwort.

Bin nur darauf gekommen, weil man bei Google viel von "Wachtherapie Depression" liest und in einigen Artikeln sowas steht wie "Der Körper produziert Cortisol vor allem in der zweiten Nachthälfte bis in den Vormittag. Schläft man genau zu dieser Zeit, wird möglicherweise zuviel Cortisol gebildet, und die fragile Neurochemie des Gehirns gerät aus dem Lot."
Daher hatte ich mir das irgendwie mit dem kurzen Schlaf und dem sehr frühen Aufstehen heute erklärt.

Bzgl mörsern, habe ich die Befürchtung/Angst,dass zu viel dran kleben bleiben könnte, daher mache ich das jetzt so - lauwarmes Wasser, Vierteltablette rein, mit Löffel im Wasser zerdrücken, kurz kräftig rühren, dann paar Minuten stehen bzw "ziehen" lassen, und dann die kleinen restlichen Bröckchen nochmal wegrühren, dann geht das einigermaßen.

Habe soeben wieder 7,5mg genommen (die ml-Abmessstriche der Spritze hören bei 12ml auf, also die 12,5ml Entnahme muss ich grob per Auge machen, aber dürfte hinhauen, vielleicht 0,1-0,2ml Unterschied).

Die nächsten Tage werden es dann deutlicher zeigen,sobald die 10mgs der letzten 2 Wochen aus dem Körper/Blutkreislauf sind.
Bisher hält sich alles recht gut, keine gravierenden Unterschiede bzw starken/stärkere Entzugssymptome.

EDIT: Bin erst letzte Nacht zwischen 2-3Uhr schlafen gegangen, in der Hoffnung,dann mal an einem Samstag lang ausschlafen zu können wie früher - Pustekuchen. War um Punkt 8 mal wieder automatisch wach, konnte dann aber nochmal ein Stündchen einschlafen, dann wieder wach mit depressiven Schüben, eine gewisse Hoffnungslosig/Sinnlosigkeit und Trauer kommt da vor. Also 6 Stunden Schlaf und bin müde und habe schwere Augen.

Sozialleben leidet weil ich gegen Mitternacht (auch an Wochenenden) super müde werde und dann bei Treffen etc gehe bzw Ausgehen gleich meide etc. Hinterfrage da auch den Sinn von Pipamperon, soll bei Schlafstörungen helfen, macht aber eher super müde vor und nach Schlaf und Ausschlafen geht damit auch nicht. Da kann man auch gleich zu sowas wie Hoggar Night aus der Apotheke greifen und man würde sich den ganzen Mist ersparen :x

Habe jetzt auch mal aus Zufall nach Wochen den Blutdruck gemessen, 110 - 70 - Puls 50, also zwischen niedrig und normal. Hatte ich vorher auch noch nie, während Alkohol und Entzug hatte ich eher mit Hochdruck zu kämpfen. Bei Puls 50 habe ich mich aber etwas erschrocken.
Aber neben Depression und Müdigkeit wird auch niedriger Blutdruck bei Pipamperon gelistet :frust:


gruß
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

hotti
Beiträge: 71
Registriert: Freitag, 22.09.17, 19:37
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Dienstag, 10.10.17, 10:15

Nehme jetzt 6 Tage 7,5mg,
es wurde nicht wirklich besser aber auch nicht wirklich viel schlechter.
Ich habe seit ein paar Tagen wieder vermehrt entzündete Pickel im Gesicht (hemmt natürlich auch die Stimmung bzw Selbstbewusstsein wenn man aussieht wie ein Pustekuchen ; tue schon immer Salbe vom Hautarzt drauf), Müdigkeit, leichte Muskelschmerzen bzw Muskelerschöpfung,eine gewisse "Kater-Übelkeit", also dieses flaue Gefühl (kann auch vielleicht noch mit meinem Alkoholentzug in Zusammenhang sein) und natürlich noch die Morgendepression.

Ich zähle die oben genannten Symptome mal als "leichtere Entzugssymptome" (und keine schweren), ist ja kaum ein Vergleich zum kalten Entzug vor ein paar Wochen. Daher versuche ich meine Dosisreduzierung erstmal beizuhalten und nicht wieder hochzugehen.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor hotti für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiepadma
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

hotti
Beiträge: 71
Registriert: Freitag, 22.09.17, 19:37

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Mittwoch, 11.10.17, 19:55

Sorry für die Doppelposts:

Habe wieder etwas vermehrt diese auf eine Art Emotionslosigkeit/in die Ferne gucken, auf der anderen Art verspüre ich eine gewisse Unruhe und Reizbarkeit (Aggressivität wäre jetzt zu viel gesagt, aber schon in die Richtung ; was eben vorher alles nicht so extrem war), kaum stressresistent, fang auf gut Deutsch schnell an aufzugeben (schon bei nur einigen wenigen Aufgaben,die für andere nix sind), zu motzen und abzulehnen. zB bei diesem ewiglangen Absetzen und erfolglosen Therapeutensuche zu sagen "Keine Lust mehr".

Bei der Klinik bieten Sie nur 12 Wochen Langzeittherapie nach körperlichem Entzug an, da ist man dann 12 Wochen quasi weg, das kann ich mir momentan nicht erlauben.

Die Anonymen Alkoholiker sind mir etwas zu suspekt, bei Psychtherapeuten stehe ich mehrfach auf ewig langen Wartelisten (Problem ist da natürlich auch, dass es nicht zB ein HNO ist,zu dem man eben mal kann, der mal eben das Ohr säubert, ein Psychologe muss ja passen. Es kann natürlich da passieren,dass man nach langem Warten "dran kommt", aber es dann überhaupt nicht passt mit diesem Psychologen und die Wartezeit quasi umsonst war).
Einige Therapeuten lehnen auch gleich ab und einige sagen - wenn sie das Wort "Alkoholentzug" hören - gleich "Oh ne, da kommen ihre Symptome alle bestimmt da her, da müssen Sie erstmal mit der Suchtklinik was ausmachen etc" ; oder schieben es eben gleich aufs NL.

Zusammengefasst - bin momentan wohl auf mich gestellt bzw mit dem Forum hier zusammen, und muss parallel auf Wartelisten hoffen und nebenbei die Pipamperon Dosierung beachten und durchhalten.
Bin ja jetzt seit 7 Tagen bei ~7,5mg, es ist nicht so schlimm wie beim kalten Entzug, aber auch nicht gerade super und man merkt das dem Körper wohl was fehlt - wie eine gewisse Persönlichkeitsveränderung mit den oben genannten Symptomen.
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

hotti
Beiträge: 71
Registriert: Freitag, 22.09.17, 19:37

Morgentief/Sorgen (Cortisol) dauerhaft?

Beitrag von hotti » Mittwoch, 18.10.17, 19:43

Hallo.

Ich habe nochmal eine explizite Frage und will nicht genau wieder auf den Entzug eingehen.

Ich bin mittlerweile bei 5mg Pipamperon(nach 20mg,10mg,7,5mg ; Wassermethode) und schleppe mich ganz gut durch(könnte natürlich besser sein), da die Symptome aber auszuhalten sind, bleibe ich vorsichtig bei den 5mg und werde als nächstes wieder versuchen 1-2mg runterzugehen.

Ich weiß, man sollte es langsamer angehen mit der Reduzierung, aber ich habe nur explizit Fragen zu bestimmten Symptomen.

Dieses tägliche Morgentief, was bis in den Mittag reichen kann, plus das automatische Wach werden sehr früh morgens, kann dies ein "dauerhafter Schaden" bei NL sein, auch wenn ich dann zB bei 0mg Pipamperon angelangt bin? Denn es wird auch trotz Reduzierungen und Hilfen nicht besser.

Zudem wirke ich immer sehr besorgt und angespannt und gestresst (wirkliche Entspannungsphasen habe ich nicht), bin viel schneller als vorher erschöpft - psychisch so wie auch physisch/muskeltechnisch, bin vergesslicher, mach mir um alles Gedanken - was wäre wenn das passieren könnte, wie kann ich das besser machen, wieso ist das jetzt so und nicht so wie bei der Person - ich vergleiche also auch (habe keinen großen Freundeskreis, da vergleiche ich aber auch mit zB "den anderen geht es viel besser" und "denke mich schlecht" und finde keine Motivation. Ich will zB im neuen Jahr nochmal bei 0 anfangen und eine Ausbildung machen, weiß aber momentan null,wie ich das machen soll, ich denke jetzt schon so,dass es nicht klappen wird.

Diese o.g Symptome sind immer da, egal ob 10mg, 7,5mg, 5mg, die sind seit Wochen da. Kurze Entzugssymptome wie Schwitzen,Appetitverlust etc verschwinden ja wieder, aber diese wurden mittlerweile zum Tagesrhythmus, ich denke mir vorm Einschlafen schon immer "puh, und morgen früh wieder dasselbe Dilemma - täglich grüßt das Murmeltier". Und das trotz dieser wirklich geringen Dosis und Pipamperon als niederpotentes schwaches NL.

Dies war vor dem Alkoholentzug + Pipamperon nicht so schlimm,da hatte ich zwar auch Sorgen über eine neue Arbeit/Ausbildung etc, aber das haben wohl nur die mit den härtesten Nerven nicht. Dieses Morgentief,früh wach und negative Gedanken/Sorgen(Zukunftssorgen) hatte ich vorher nicht, ich war eher ein entspannterer Mensch.

Ich nehme schon Omega 3, bin bei 5mg Dosis Pipamperon und esse morgens was Süßes, hilft aber alles nichts gegen Morgentief in Zusammenhang mit Cortisol (das mit Cortisol ist eine Vermutung bzw liest man hier öfter)
Zudem habe ich endlich mal im November ein Erstgespräch bei einer Psychotherapeutin (wie die Wartezeit für eine Therapie dort ist, werde ich allerdings noch erfahren)

Gibt es hier Erfahrungen, ob solche Symptome dauerhaft bleiben können oder wie lang die nach 0mg noch bleiben können? Oder noch weitere Geheimtipps gegen dieses Morgentief und Sorgen machen? Ich hätte lieber körperliche Symptome (z.B Übelkeit etc) als diese ganzen psychischen Symptome.

gruß
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

Moselaner
Beiträge: 116
Registriert: Mittwoch, 12.07.17, 13:28
Wohnort: Mittelmosel
Hat sich bedankt: 92 Mal
Danksagung erhalten: 148 Mal

Re: Morgentief/Sorgen (Cortisol) dauerhaft?

Beitrag von Moselaner » Mittwoch, 18.10.17, 20:21

hallo hotti,
das mit dem morgen tief kenne ich, ich habe gelernt es zu akzeptieren, und ich weiss das es vielen menschen so geht, die noch nie Medikamente genommen haben.
die einen kommen gut aus dem bett, andere sind Morgenmuffel.

manchmal schiebt man einiges auf den eigenen zustand, was vllt ein stück normal ist. heute sage ich zu mir selbst : so ist es halt, akzeptiere es.
mach dir bitte nicht zu viel Gedanken.
und versuch dich abzulenken.
lg m.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Moselaner für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamieMurmelinepadma
Hier die Krankengeschichte
I
► Text zeigen
Seit 01.06.17: 3,75 mg zopiclon
Seit 01.07.17: 1,875 mg Zopiclon
Seit 21.07 17: 1,5 mg Zopiclon
Seit 01.08.17: 1,125 mg Zopiclon
Seit 07.08.17: 0.9375 mg Zopiclon
14.8.17: 0,7 mg Zopiclon
21.8.17: 0,5 mg Zopiclon
28.8.17: 0,25mg Zopiclon
01.09.17: 0,1 mg Zopiclon
04.09.17: 0mg Zopiclon

Hier der Verlauf meines Entzugs:
► Text zeigen

Ululu 69
Team
Beiträge: 2517
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 18.10.17, 20:39

 ! Nachricht von: Ululu 69
Hallo Hotti,

bitte schreibe in deinem Thread weiter, sonst wird das ganze hier zu unübersichtlich.

LG Ute
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Jamie
Beiträge: 14200
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 17059 Mal
Danksagung erhalten: 22026 Mal

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 18.10.17, 21:22

Hallo,

ich sehe das wie Moselaner.
Akzeptanz des Morgentiefs ist der beste Weg damit klarzukommen.
Weder würde ich mich jetzt drauf versteifen, ob das was Depressives zu bedeuten hat noch ob es mit dem Absetzen zusammenhängt. Du tust, was du kannst und Zwang kann man auf den Körper / die Psyche nicht ausüben. Da zieht man immer den Kürzeren.

Ich bin ein schlimmer Morgenmuffel, egal ob Depression oder nicht und es wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern in meinem Leben. Gelegentlich erlebe ich Varianzen (mal besser, mal ganz schlimm), aber das Morgentief ist eine Konstante in meinem Leben, die ich gelernt habe zu akzeptieren.

Ich habe auch mal recherchiert; was gutes Deutschsprachiges lässt sich nicht finden dazu; überall wird behauptet das Morgentief sei Zeichen einer Depression, aber nirgends wird schlüssig erklärt, was die biophysiologischen oder sonstwas Gründe sind, warum es eigentlich morgens bei vielen Depressiven so mies ist; man bekommt nur vage Hinweise von wegen "wegen des schlechten Schlafs" und manche erwähnen auch Cortisol und Serotonin, aber das war es auch schon.

Hier ist eine ausführliche Studie zu Stimmungsschwankungen / low mood in the morning und interessanterweise sind nicht nur Depressive betroffen, sondern Tagesstimmungsschwankungen unterliegen auch Gesunde und das scheint maßgeblich an den circadianen Rhythmus gekoppelt zu sein. Sehr komplex.
Hier eine sehr aussagekräftige Passage daraus:
Days with no DV (Anmerkung: DV = Depressive Variation) or with typical DV (morning low, afternoon/evening high) occurred with similar frequency in both melancholic patients and controls.22 In other words, circadian mood variations vary substantially inter- and intraindividually. Interesting are the attributions: melancholic patients experience spontaneous mood variations as uninfluenceable, whereas healthy controls consider them almost exclusively related to their own activities and/or external circumstances.22
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3181887/

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 3):
MoselanerMurmelinepadma
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Moselaner
Beiträge: 116
Registriert: Mittwoch, 12.07.17, 13:28
Wohnort: Mittelmosel
Hat sich bedankt: 92 Mal
Danksagung erhalten: 148 Mal

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Moselaner » Mittwoch, 18.10.17, 21:33

Hallöchen nochmal,
was mir gut hilft, gegen mein morgen tief, ich versuche immer viel erst mal vom bett aus zu erledigen.
anrufe tätigen
Termine vereinbaren
emails lesen
Internet Aktivitäten nachgehen
Nachrichten hören
irgendwie fällt es mir dann leichter in den tag zu starten.
zum einen ist schon etwas erledigt, zum anderen hat man ein positives gefühl, schon etwas gemacht zu haben.
lg m.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Moselaner für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiepadma
Hier die Krankengeschichte
I
► Text zeigen
Seit 01.06.17: 3,75 mg zopiclon
Seit 01.07.17: 1,875 mg Zopiclon
Seit 21.07 17: 1,5 mg Zopiclon
Seit 01.08.17: 1,125 mg Zopiclon
Seit 07.08.17: 0.9375 mg Zopiclon
14.8.17: 0,7 mg Zopiclon
21.8.17: 0,5 mg Zopiclon
28.8.17: 0,25mg Zopiclon
01.09.17: 0,1 mg Zopiclon
04.09.17: 0mg Zopiclon

Hier der Verlauf meines Entzugs:
► Text zeigen

hotti
Beiträge: 71
Registriert: Freitag, 22.09.17, 19:37

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Mittwoch, 18.10.17, 22:59

Danke für die Antworten.

Aber sowas hatte ich ja vorher nicht, diese intensiven detailreichen aber auch konfusen Träume, das aufwachen mit panik, Angst, Trauer, das ist aehr zermürbend und anstrengend über lange Zeit.

Und wenn ich zB am Handy gucke oder Dinge erledige, dann komme ich leider gar nicht aus dem bett und oft verspätet, da ich dann so gut wie immer google oder hier im Forum schaue, was das sein kann, was man tun kann etc..

Es fällt mir schwer bis unmöglich zu akzeptieren, das es vielleicht für immer sein könnte, nur weil mir die "Ärzte" bei einem einwöchigen stationären Alkoholentzug zum Schlafen und zum Schlafen nach dem Entzug das vermeintlich ungefährliche Pipamperon gegeben haben und ich das bis dato - inklusive Absetzen - schon 10 Wochen nehme(allein 5-6 Wochen davon 20mg). Vorher hatte ich sowas ja nicht, der Schlaf ist kaum noch erholsam, Ausschlafen funktioniert auch nicht mehr. Einzig das Einschlafen geht gut.

Auf Grund der Angst von dauerhaften Schäden/Änderungen will ich auch so schnell wie möglich bei 0 sein.
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
---
Johanniskrauteinnahme seit einigen Monaten (genauer Zeitraum nicht nennbar)

padma
Team
Beiträge: 13569
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 33111 Mal
Danksagung erhalten: 17191 Mal

Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Donnerstag, 19.10.17, 13:31

hallo Hotti, :)
Aber sowas hatte ich ja vorher nicht, diese intensiven detailreichen aber auch konfusen Träume, das aufwachen mit panik, Angst, Trauer, das ist aehr zermürbend und anstrengend über lange Zeit.
Das würde ich als NW bzw. Entzugssymptome einordnen.

Ich denke nicht, dass das für immer so sein wird. Aktzeptieren bedeutet in dem Zusammenhang, anzuerkennen, dass es momentan eben so ist und du vorübergehend damit leben musst.

Da du diese Probleme vor der NL Einnahme nicht hattest, würde ich davon ausgehen, dass sie wieder weg gehen werden.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaJamieUlulu 69
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Antworten