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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

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Pipamperon Entzug

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hotti
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Montag, 23.10.17, 15:14

Hallo,

Bei mir machte eine Nuklearmedizinerin ein Ultraschall der Schilddrüse (SD), da war nichts zu sehen, und extra Blutabnahme für die Werte TSH, fT3 und fT4 und rief mich ein paar Tage später an und sagte, dass die Werte i.O bzw alle OK sind, das wars.
Über Hashimoto fiel kein Wort. Würde man das bei einem Ultraschall und Blutwerten erkennen? einen Antikörpertest kenne ich nicht, was ist das?

Ich denke nicht das ich schon wieder eine Überweisung für den Nuklearmediziner oder Endokrinologe vom Hausarzt kriege, da dies noch nicht so lang her ist :whistle:

EDIT: Hatte sogar auch schon ein 30 minütiges EEG am Kopp, auch ohne Auffälligkeiten. Ich erwähne das, da ich bei Google bzgl Hashimoto auch öfter EEG lese.
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
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Eva
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Eva » Montag, 23.10.17, 15:39

Hallo,

eigentlich macht der Nuklearmediziner eine radiologische Untersuchung = Szintigrafie (oder Szintigramm) - daraus kann er z. B. eine Entzündung erkennen, die auch auf Hashimoto hindeuten könnte. Ultraschall bietet praktisch nur einen ersten Eindruck und wird auch vom Hausarzt vorgenommen, der einen dann zum Radiologen weiterschickt, wenn er z. B. Knoten oder eine Vergrößerung oder Verkleinerung sieht. Ein höherer Wert für Antikörper weist häufig auf Hashimoto hin; dabei handelt es sich um eine autoagressive Erkrankung der Schilddrüse, bei der sie sich allmählich selbst zerstört - was aber aber mit SD-Hormonen ausgeglichen werden kann.

Die genannten Werte sagen leider nicht immer zuverlässig aus, dass die SD gesund ist. Es gibt eine Spannbreite der Normwerte, innerhalb derer die Werte liegen sollten, aber wenn man am unteren oder oberen Rand entlang schrammt, kann trotz der Werte "im Rahmen" eine (latente) Über- oder Unterfunktion vorliegen. Unentdeckte SD-Erkrankungen gibts recht oft. Ist auch für Ärzte ein kompliziertes Gebiet.

Gruß, Pons
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Montag, 23.10.17, 17:25

hallo Hotti, :)

auch sogenannte niederpotente NL sind keinesfalls schwache NL, sie machen beim Absetzen wohl sogar verstärkt vegetative Symptome (also z.B. Schwindel) http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 30#p131830

Wenn deine Schilddrüse von einem Nuklearmediziner untersucht wurde, würde ich zunächst mal davon ausgehen, dass soweit alles in Ordnung ist. Vermutlich hat er die Antikörper mit untersucht (die zeigen,ob eine Autoimmunerkrankung wie z.B. Hashimoto vorliegt) das gehört zu der Untersuchung mit dazu.
Wenn du unsicher bist, kannst du ja nachfragen, bzw. den Bericht bei deinem Hausarzt anfordern.

Ich würde deine Symptome als typische Absetzsymptome einordnen.

liebe Grüsse,
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Montag, 23.10.17, 19:05

Hallo,danke für die Antworten.

Also mein Hausarzt kennt mich schon länger und ist auch recht erfahren, ich würde mich wundern,wenn er da Unstimmigkeiten bei der Schilddrüse sieht und nicht mitteilen würde. Habe auch nochmal bei der Nuklearmedizinerin separat angerufen, diese sagte auch OK.
Aber ich werde nochmal zum Hausarzt gehen und einen schriftlichen Bericht am Empfang fordern, vielleicht kann dann ja hier wer was anfangen mit den Werten.
Aber ich wüsste nicht wie ich dann weiter vorgehen sollte, wenn ich dann zB sagen würde "aber die Werte schrammen ja fast an den Normwerten vorbei", glaube ich nicht das ein Facharzt dann sagt "Ouh Herr Patient, wenn Sie das so sagen, das habe ich gar nicht so wahrgenommen, ne ja dann bekommen Sie was", oder :D

Oh okay, das mit den niederpotenten NLs wusste ich gar nicht. Das haben die Ärzte dann auch "schön geredet", diese meinten gerade bei niederpotenten besteht ein geringes Risiko :frust:
Naja ich muss da jetzt so oder so durch, höher will ich ungern wieder gehen mit der Dosierung, "lustig" bzw spannend wird es ja dann erst wenn der Körper nix mehr an Pipamperon kriegt (habe ich ja bei dem nicht bewussten kalten Entzug von 20mg auf 0 erlebt), da freue ich mich jetzt schon drauf :zombie:

Nochmal was zu einem anderen Symptom - Wenn man nicht abgelenkt oder groß beschäftigt ist und abends etwas zu Ruhe kommt, kommen so Panik/Angst/Unruheschübe, das die Brust etwas zugeschnürt wird mit Kloß im Hals, kann man da was gegen machen? Baldrian scheint bei mir nicht mehr zu wirken. Tiefer und langsamer versuche ich zu atmen, aber hilft nur bedingt und ist auch nicht so leicht.

Hat hier denn wer Erfahrungen wie lange Reduzier/Absetzsymptome bei niederpotenten NLs(Einnahme bis dato 11 Wochen) andauern können, ohne das man durch zB Dosiserhöhung eingreifen muss? Denn falls ich mal bei 0 ankomme, will ich auf keinen Fall wieder eine Einnahme beginnen

gruß
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Dienstag, 24.10.17, 10:13

Hallo sorry das ich mich nochmals doppelt melde, aber jetzt seit der Reduzierung geht morgen bis mittags kaum noch was. Ich habe Albträume und intensive negative Träume, zB aktuell das die letzten Freunde einen noch hintergehen, diese Träume sind so detailreich wie ein Film und folgen mir noch in den Tag.
Zudem wache ich mit schweren Muskeln, müde, unausgeruht und mit Angst auf, so als hätte ich mich gar nicht erholt, sondern würde im Schlaf nur da liegen. Und komme nicht aus dem Bett.

Jetzt überlege ich doch wieder hochzugehen (auch wenn ich das als Niederlage sehe), muss ich da wieder auf die letzte Dosierung zurück oder kann ich nur +0,5-1mg versuchen? (Ja ich weiß der letzte dosier Schritt war etwas viel).

Zudem habe ich eine Hausstauballergie (nach dem Aufstehen verstopfte Nase und Halskratzen), und nutze Encasing für Matratze und Kissen, Milbenspray und Kortisonnasenspray. Kann eine Allergie NWs oder Entzugssymptome verstärken?
HNO will eine Desensibilisierung mit Tabletten machen, ich weiß allerdings jetzt nicht ob das so gut wäre in Kombination mit dem NL Entzug/Absetzen.
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 24.10.17, 16:05

Hallo hotti,

Die lebhaften und negativ behafteten Träume sind leider sehr typisch für den NL Entzug. Ich kenne das selber nur zu gut und auch wenn du dir das vielleicht nicht vorstellen kannst, ich habe mich daran gewöhnt, dass diese Träume mal mehr und mal weniger auftauchen.

Cortison wird während des Absetzen häufig sehr schlecht vertragen und triggert sehr häufig heftig.
Auch die Allergie selbst belastet den Organismus zusätzlich. Bei einer Hausstaub Allergie wirst du den Allergenen aber wohl niemals komplett aus dem Weg gehen können.
Wie lange Absetzerscheinungen andauern, kann dir leider niemand beantworten, das ist individuell sehr verschieden.
Meist kann man die Symptome abmildern, indem man behutsam vorgeht. Du bist in meinen Augen viel zu schnell und in zu großen Sprüngen unterwegs.
Wenn du jetzt wieder 1mg aufdosiert würde ich auf jeden Fall für mindestens vier, besser sechs Wochen auf dieser Dosis bleiben.
Dein ZNS ist durch den vorangegangenen Alkoholentzug und das hin und her mit dem Pipamperon extrem belastet worden.
Es ist daher leider nicht ungewöhnlich, wenn du jetzt sehr sensibel reagierst.
Ich würde an deiner Stelle erst dann wieder reduzieren, wenn du dich wirklich stabilisiert hast. Alles andere kann den Ansetzprozess sehr in die Länge ziehen und extrem unangenehm werden lassen.

Pass gut auf dich auf.

LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Jamie » Dienstag, 24.10.17, 16:49

Hallo hotti :),

nur kurz dazu:
HNO will eine Desensibilisierung mit Tabletten machen, ich weiß allerdings jetzt nicht ob das so gut wäre in Kombination mit dem NL Entzug/Absetzen.
Auf gar keinen Fall.
Das wird dir den Rest geben.
Die Desensibilisierung fordert das Immunsystem extrem heraus und dein Körper ist derart mit dem Absetzen beschäftigt (um nicht zu sagen überfordert) - das würde vermutlich in die Hose gehen.

Es wäre ein Projekt für die Zukunft.

Wenn es so nicht geht, dann solltest du wieder einen Tick aufdosieren. Sich derart zu quälen ist kontraproduktiv. Es ist kein Rückschlag (auch wenn es sich so anfühlt, ich weiß :roll: ), es ist ein Umweg.
Aber was will man machen, wenn es einen so umhaut?

Grüße
Jamie
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Dienstag, 24.10.17, 18:17

Okay, dann werde ich dem HNO das so sagen.
Denn ich habe Anfang November einen Termin ( alle 3 Monate), wo er guckt, ob und wie sich die Schleimhäute etc verändert haben (um natürlich sowas wie Asthma etc vorzubeugen, wenn es schlimmer wird).

Ja ich weiß leider, dass ich viel zu schnell unterwegs bin, aber man gab mir in meinen Augen zu leichtfertig und unrecht ein NL, da ich nie vorher in Psychologischer Behandlung war, nie ADs etc genommen habe in meinem Leben, geschweige denn Schizophrenie etc hatte und anfangs unwissentlich der Folgen wochenlang 20mg genommen habe, ich habe einfach nur den Fehler gemacht und gesagt "ohne Alkohol kann ich kaum einschlafen".
Daher will ich das abhaken und versuche mir zu sagen "Das sind keine Rückfalle, das sind normale absetzerscheinungen".
Und morgens ist es halt am schlimmsten ohne Sicht auf Besserung. Jeden Morgen werde ich durch träume wach, Google am Handy in Angst und Panik über NL und schreibe dann auch oft hier um die Zeit. Plus kriege ich auch über andere Dinge Panik. Die Müdigkeit kommt wohl daher dass der Schlaf nicht erholsam ist. Das geht jetzt seit Wochen so und ist wie täglich grüßt das Murmeltier..

Soll ich jetzt dann doch 0,5mg hochgehen?
das Problem ist das Einschätzen einer Stabilität, es war ja nicht so,dass es bei höherer Dosis "weg" war und ich mich gut fühlte. Außer vielleicht bei 40 oder 20mg anfangs aber da will ich ja nicht hin)

Bzgl Schilddrüsenwerte, mein Hausarzt ist noch im Urlaub.
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 25.10.17, 10:54

Hallo Hotti!
Jeden Morgen werde ich durch träume wach, Google am Handy in Angst und Panik über NL
Kannst Du das irgendwie durchbrechen? Das tut Dir emotional bestimmt nicht gut. Besser zügig aufzustehen, einen Tee zubereiten oder sowas?
Die Müdigkeit kommt wohl daher dass der Schlaf nicht erholsam ist. Das geht jetzt seit Wochen so und ist wie täglich grüßt das Murmeltier..
Das kennen hier viele, ich aktuell aus anderen Gründen auch. Letztendlich kann man es manchmal nicht umgehen und Körper und Geist sind auch oft stärker, als man denkt. Man hält sowas schon eine Weile aus, auch wenn es anstrengend ist. Kannst Du tagsüber etwas ruhen beispielsweise bei einem Hörspiel und Augen zu? Auch so kann sich Körper/Geist etwas regenerieren.
Soll ich jetzt dann doch 0,5mg hochgehen? das Problem ist das Einschätzen einer Stabilität, es war ja nicht so,dass es bei höherer Dosis "weg" war und ich mich gut fühlte. Außer vielleicht bei 40 oder 20mg anfangs aber da will ich ja nicht hin)
So hoch sollst Du ja auch nicht wieder landen. ich denke, 0,5 ist zwar nicht viel, kann aber einen Unterschied machen. Du musst Dich entscheiden, ob Du es ausprobierst. Im Idealfall bringt es etwas mehr Ruhe rein, was auch gut ist, um Kraft zu tanken für den weiteren Prozess.

Eine gute Entwicklung wünscht Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Mittwoch, 25.10.17, 12:22

Dankesehr.
Ich versuche etwas Muskelentspannung und autogenes Training, aber oft fehlt mir die Zeit ( was jetzt nicht unbedingt schlecht ist da Ablenkung auch ganz gut ist).
Ich hoffe immer schnell aus dem Bett zu kommen, bisher vergebens, aber dann ist leider die Müdigkeit noch so stark und ich handle aus Angst und panik(indem ich zB google und in gedankenströmen bin,zB über die Träume etc).
Gegen Mittag bessert sich ja alles etwas, der Morgen ist eben das schlimmste. Vielleicht sollte ich das pipamperon mal erst kurz vor Mitternacht nehmen oder so.

Können Sehstörungen bzw vermehrte Sehschwäche eigentlich auch beim Entzug auftreten? Ich setze immer schnell Brille oder Linsen auf/ein, da ich mich durch den klareren Blick dann immer etwas wohler oder sicherer fühle.
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Mittwoch, 25.10.17, 17:46

hallo Hotti, :)
Daher will ich das abhaken und versuche mir zu sagen "Das sind keine Rückfalle, das sind normale absetzerscheinungen".
Ja, genau, so ist es.
Gegen Mittag bessert sich ja alles etwas, der Morgen ist eben das schlimmste. Vielleicht sollte ich das pipamperon mal erst kurz vor Mitternacht nehmen oder so.
Dass es morgens am schlimmsten ist, ist im Entzug ganz typisch. Es liegt mit daran, dass frühmorgens der Körper Cortisol ausschüttet und das verstärkt die Entzugssymptome. Daher ist es fraglich, ob eine Verschiebung der Einnahmezeit was bringen würde. Hilfreich kann sein, etwas Süsses zu essen, da Insulin der Gegenspieler zu Cortisol ist.
Können Sehstörungen bzw vermehrte Sehschwäche eigentlich auch beim Entzug auftreten?
Ja, das ist ein typisches Entzugssymptom.

Viel Erfolg mit der leichten Aufdosierung.

liebe Grüsse,
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Donnerstag, 26.10.17, 1:02

Danke für die Antwort.

Es ist wie eine ungewollte Sucht, jeden Morgen durchlebe ich dasselbe, und jeden Morgen google ich aus Angst und Panik nach Neuroleptika und hier im Forum, und lese auch oft dieselben Beiträge, bin aber noch nie zu einer wirklich neuen Erkenntnis gekommen bzw ändert ja nichts. Es ist als müsste meine Psyche das machen.

Ich schlafe auch mittlerweile schlechter ein(waa ja die Wirkung von pipamperon ist), vielleicht ist die Dosis mittlerweile so gering, dass die Wirkung weniger wird und das ZNS weniger zugedröhnt ist.
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Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
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Seit 6.11 0mg - Schwindel,Pickel, Müdigkeit, null Stressresistent/schnelle Überforderung, leichte Reizbarkeit
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 26.10.17, 12:38

Hallo hotti, :)

hast du denn inzwischen etwas aufdosiert ?

Wenn ja, ergänze doch bitte noch deine Signatur. :)
hotti hat geschrieben:Ich schlafe auch mittlerweile schlechter ein(waa ja die Wirkung von pipamperon ist), vielleicht ist die Dosis mittlerweile so gering, dass die Wirkung weniger wird und das ZNS weniger zugedröhnt ist.
Ja, das dürfte zusammenhängen. Mir geht das auch immer eine Weile so, wenn ich mein NL reduziere. :hug:

Ich hätte noch eine Bitte, vielleicht ist es dir schon aufgefallen, hier im Forum gibt es eine gewisse "Nettiquette". Wir beginnen unsere Beiträge gerne mit einem Gruß und beenden sie auch so. Das liest sich viel netter und klingt nicht so nach Kasernenhof. :D

LG Ute
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Donnerstag, 26.10.17, 16:38

Hallo,
sorry ich vergesse das immer, da ich meist morgens in den "Akutphasen" schreibe, sorry :whistle:

Nein, ich traue mich noch die 2,5mg weiter zu nehmen, bin jetzt bei 4 Tagen Einnahme und will gucken, ob sich das ZNS da auch stabilisieren kann.
Werde ich noch in die Signatur schreiben.

Gehören eine nicht vorhandene Stressabwehr und erhöhte Reizbarkeit auch dazu?
Bin schnell genervt und bei 2-3x Terminen schon gefühlt überfordert mit allem, vorallem wenn etwas nicht klappt.

gruß
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Donnerstag, 26.10.17, 18:43

hallo Hotti, :)
Gehören eine nicht vorhandene Stressabwehr und erhöhte Reizbarkeit auch dazu?
Ja, das ist sehr typisch.
Soweit möglich ist es gut, den Stress zu reduzieren. Das ZNS ist ja bereits durch den Entzug sehr belastet.
Entspannungsverfahren können auch hilfreich sein.
und jeden Morgen google ich aus Angst und Panik nach Neuroleptika und hier im Forum, und lese auch oft dieselben Beiträge, bin aber noch nie zu einer wirklich neuen Erkenntnis gekommen bzw ändert ja nichts. Es ist als müsste meine Psyche das machen.
Vielleicht kannst du dir dann die mutmachenden Beiträge raussuchen.

liebe Grüsse,
padma
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hotti
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Donnerstag, 26.10.17, 22:30

Hallo,
ja danke,werd ich machen.

Ich bin ja jetzt wohl zu schnell runtergegangen,das dürfte ja hier im Forum klar sein.
Was ist wenn ich jetzt die niedrige Dosis für einige Wochen halte/nehme? Kann sich dann ein ZNS damit auch wieder stabilisieren oder muss/sollte man mit der Dosis hochgehen?
Denn leider verstärken sich alle Symptome (wie Beklemmungsgefühl, Übelkeit, Schwindel/Kreislauf, Angst der Ohnmacht) wenn irgendwas "Soziales" ansteht. Und jetzt ab Mitte November sind zB einige Geburtstage, wo ich nicht immer absagen kann(habe ich schon oft genug jetzt).
Aber vor den anstehenden Dingen kurzfristig eine erhöhte Dosierung zu nehmen, ist ja auch Quatsch, oder?
Es ist also so,dass ich auf Grund der NL Symptome/Entzug - denke ich zumindest- Angst bekomme,dass es mir dann ganz schlecht da gehen wird, ich zB umkippen könnte(was noch nicht passiert ist) oder erbrechen könnte etc, und verstärkt schon was wie soziale Phobien/Ängste etc entwickle..

gruß
Anfang August Alkoholentzug 7 Tage
Dort 4x Tage Benzodiazepin und Vitamintabletten und 40mg Pipamperon vorm Schlafen für 7 Tage
Danach für zuhause je 1x20mg abends
5 Wochen später abrupt von 20mg auf 0mg auf Grund von Erektionsstörung und Stimmungslöchern
5 Tage 0mg "kalter Entzug" -> stärker werdene Depression, Stimmungstief, antriebslos, motivationslos, Angst/Trauer (besonders morgens, im Bett liegen bleiben), Kloß im Hals, Gewichtsverlust, wenig Appetit, Würgereiz, weiterhin keine Erektion
Seit 23.9 wieder abendliche Einnahme von 1x10mg - Besserung
Seit 4.10 abendliche Einnahme von ~7,5mg (Ziel alle ~2 Wochen je nach Symptomatik 2,5mg runterzugehen)
Seit 14.10. abendliche Einnahme von 5mg
Seit 22.10 2.5mg - Schwindel, Potenz, psychische Probleme/Symptome
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Freitag, 27.10.17, 11:52

hallo Hotti, :)
Was ist wenn ich jetzt die niedrige Dosis für einige Wochen halte/nehme? Kann sich dann ein ZNS damit auch wieder stabilisieren oder muss/sollte man mit der Dosis hochgehen?
Wenn der Schritt für das ZNS nur etwas zu gross war, also nur milde Absetzsymptome auftreten, kann es funktionieren, dass sich beim Halten der Dosis das ZNS sich stabilisieren kann.

Wenn jedoch die Symptome stark sind oder gar zunehmen, empfiehlt es sich etwas höher zu gehen. Oft genügt ein Zwischenschritt, also nicht komplett zurück auf die alte Dosis.
Aber vor den anstehenden Dingen kurzfristig eine erhöhte Dosierung zu nehmen, ist ja auch Quatsch, oder?
Das wäre ganz verkehrt, damit würdest du dein ZNS enorm reizen.
Wenn du mit der aktuellen Dosis nicht zurecht kommst, wäre es wirklich besser etwas höher zu gehen. Vielleicht auf 3,5 mg.

Könntest du bitte in deiner Signatur noch eintragen, wann du auf 2,5 mg gegangen bist?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Freitag, 27.10.17, 17:39

Hallo, danke für die Antwort.
Die körperlichen Symptome halten sich momentan in Grenzen ( bis auf Schwindel, Morgentief und Potenz/Orgasmusstörung, was für mich eigentlich ein guter Grund ist NICHT wieder hochzugehen. ich hoffe die gehen bei 0mg wieder weg, langsam könnte kann man denken das wird chronisch).
Außer eben vor sozialen Treffen etc, da werden Schwindel und Co mehr(aber das deutet ja eher auf Psyche hin oder?)

Zu dem Schwindel muss man aber auch sagen, dass ich da vorher schon probleme hatte (Bandscheiben in der Halswirbel, Verspannungen). Ein Osteopath sagte durch Angst,Stress etc können Verspannungen unbewusst immer präsenter werden.
Potenzstörung/Orgasmus ist neu.


Allerdings überwiegen momentan etwas die psychischen Symptome, ich fühle mich leer, nicht motiviert, Drang liegen zu bleiben, und bin eben schnell überfordert, zu viel für mich,überreizt etc, für mich ist alles ein großes Hindernis, mach mit viel Stress und Anspannung Aufgaben und Dinge(auch kleinere Dinge im Haushalt oder ganz banales wenn ich ZB vergessen habe die Zähne putzen oder das zu machen, da reagiere ich mit Frust und Stress), wo ich früher nicht solche Probleme hatte, bin quasi ständig unter Strom aber auch gleichzeitig motivationslos und Unglücklich/ "depressiv", ganz komisch(vielleicht auch zusammenhängend mit physischen Symptomen wie die Potenz und Schwindel). Zudem ziehe ich auch mehr zurück und halte weniger Soziales aufrecht.
Ich versuche quasi Dinge abzuhaken,nicht mehr richtig zu durchleben/zu genießen, aber ich mache die Aufgaben, lasse nichts flöten oder links liegen, auch wenn der Weg dahin schwer ist

Also einerseits würde ich vielleicht für die psychischen Symptome 0,5-1mg wieder hochgehen, allerdings auf Grund der physischen Probleme nicht, damit das nicht dauerhaft wird und ich nicht zu lang einnehme.
Dennn sehr starke Entzugssymptome , wie einmal bei dem kalten Entzug, wie würgen, Appetitverlust, Muskelschmerzen, große Pickel/Pusteln, habe ich bis dato nicht. Kann auch ganz gut essen.
(Übelkeit ab und zu und leichtes würgen eben nur vor Treffen etc).
Daher bin ich im Zwiespalt und weiss nicht wirklich welche Entscheidung richtig ist.
Denn ich habe ja im Forum hier gelesen, dass man bei NLs vielleicht nicht so lange ausschleichen sollte wie ADs.

Und ob der Alkoholentzug da auch eine Rolle noch spielt.

Habe am donnerstag ein Erstgespräch bei einer Psychotherapeutin, weiß allerdings nicht ob das momentan in der Situation helfen kann..

Es ist quasi Psyche (Dosissteigerung) versus Körper (Dosisreduzierung)

Gruß
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von padma » Samstag, 28.10.17, 19:35

hallo Hotti, :)
Außer eben vor sozialen Treffen etc, da werden Schwindel und Co mehr(aber das deutet ja eher auf Psyche hin oder?)
Nicht zwangsläufig. Soziale Treffen sind, wenn es einem nicht gut geht, Stress und Stress verstärkt Entzugssymptome.
Zu dem Schwindel muss man aber auch sagen, dass ich da vorher schon probleme hatte (Bandscheiben in der Halswirbel, Verspannungen). Ein Osteopath sagte durch Angst,Stress etc können Verspannungen unbewusst immer präsenter werden.
Das verstärkt und bedingt sich wohl alles gegenseitig. Probleme in der HWS können Angst auslösen, Angst erhöht die Muskelspannung, Absetzen ebenfalls.
Potenzstörung/Orgasmus ist neu.
Das ist sicherlich medikamenteninduziert.
Also einerseits würde ich vielleicht für die psychischen Symptome 0,5-1mg wieder hochgehen, allerdings auf Grund der physischen Probleme nicht, damit das nicht dauerhaft wird und ich nicht zu lang einnehme.
Das ist wirklich schwer abzuwägen.
Denn ich habe ja im Forum hier gelesen, dass man bei NLs vielleicht nicht so lange ausschleichen sollte wie ADs.
So allgemein kann man das nicht sagen. Aber da du es ja noch nicht lange nimmst, wäre es natürlich schön, wenn du es zügiger los werden könntest.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Pipamperon Entzug

Beitrag von hotti » Sonntag, 29.10.17, 0:50

Hallo,danke für die Antwort.

Ja ich werde es mal abwägen müssen, leicht ist es wirklich nicht. Heute habe ich aber weiterhin 2.5mg genommen.

Was eben sehr anstrengend für Körper und Psyche ist, sind die täglichen Träume bzw Albträume.
Albträume jetzt nicht in dem Sinne, dass ein Monster einen jagt und man nass geschwitzt aufwacht, sondern intensive, detailreiche Träume über Ängste,Verluste, die nicht passiert sind(familiär etc), und das täglich. Und es ist jetzt nicht etwas, was vom Tag "aufgeschnappt und verarbeitet wird", es ist willkürlich, aber eben mit bei mir reellen Personen, hatte sogar schon zweimal denselben Traum.
Das verstärkt dann halt das Morgentief und die Angst/Panik, man denkt, der Traum bleibt für immer haften, 2 Stunden später ist alles weg.
Ich versuche das weiterhin auf das NL zu schieben bzw auf das Absetzen.

EDIT: heute wieder eine schlimme Nacht, 3-4 Stunden durch geschlafen, dann stündlich fast immer um genau die selbe Uhrzeit durch Träume von alleine wach geworden, dazu wieder fettige Haut und Pickel und bin gerädert und müde jetzt.
Ich habe so das Gefühl dass mein ZNS so empfindlich ist, dass auch ein langsamer schleichender Entzug nicht problemlos verläuft, und diese Schlafprobleme sind halt seit dem kalten Entzug, egal ob bei 10mg, 7,5 etc, und ich will bis Weihnachten wieder "normaler" sein.
Daher überlege ich wieder zur Klinik zu gehen, einen kalten Entzug zu planen und für die zeit eventuell ein Benzodiazepin zu bekommen damit die Entzug Symptome nicht so stark sind( nicht für Wochen oder Monate) sondern für maximal 2 Wochen (bzgl Abhängigkeit). Denn die 4 Tage mit Benzodiazepin während des entzuges war ich komplett symptomfrei, egal ob Schwindel, Übelkeit etc
Ich weiß das hört man hier nicht gern, aber irgendwie muss ich auch über solche Wege nachdenken.
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