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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Amisulprid absetzen

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Donnerstag, 19.10.17, 12:23

Hallo Ute,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Mit welchen Schwierigkeiten hast Du beim Reduzieren zu kämpfen?
Auch Dir alles Gute!

Viele Grüße Udo
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Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Donnerstag, 19.10.17, 12:45

Hallo Micha,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag!

Du hast schon viel erreicht beim Reduzieren, dazu herzlichen Glückwunsch!

Das ist ja wirklich erfreulich, dass sich dein Diabetes bessert und Du weniger Insulin brauchst. Das macht Dir sicher Mut beim weiteren Reduzieren.
Ermutigend ist auch, dass Dein Partner Dich unterstützt, das ist nicht selbstverständlich. Danke für den Hinweis auf den Angehörigen Thread, momentan ist das noch zu früh für meine Partnerin, aber wenn die Zeit reif ist schon.

Vielen Dank auch fürs Mut machen!

Alles Gute für Dich und Deine Familie!

Viele Grüße Udo
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Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Montag, 04.12.17, 14:07

Hallo,
ich habe eine Frage ans Forum. Wäre eine Umstellung von Amisulprid auf Sulpirid sinnvoll? Sulpirid ist ein schwächer wirksames NL, ich nüsste wohl erstmal deutlich mehr als 100mg nehmen. Aber vielleicht könnte ich später schonender reduzieren? Natürlich müsste mein Arzt einverstanden sein, daran könnte es scheitern.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 04.12.17, 22:13

Hallo Udo, :)

solche Umstellungen sind sehr riskant.
Wenn nicht eine absolute medizinische Notwendigkeit dafür besteht, würde ich es bleiben lassen.
Wir lesen hier so oft, dass solche Wechsel schief gehen, dass ich ein solches Vorgehen nicht empfehlen kann, es sei denn es liegen wirklich ungewöhnliche Umstände vor.

Es ist mir auch nicht ersichtlich, weswegen das Entwöhnen von Sulpirid problemloser / "einfacher" sein sollte als das vom Amisulprid; das ist ein wenig Äpfel mit Birnen vergleichen :roll: .

Möglicherweise ist die neuroleptische Potenz von Sulpirid tatsächlicher schwächer als die von Amisulprid, aber das löst den Umstand ja nicht auf, dass dein Gehirn nach Amisulprid geiert (und davon auch entwöhnt werden muss) und eben nicht vom Sulpirid, zumal da auch ein Wechsel zuvor bereits in die Hose gehen könnte und dich mit einem destabilisierten ZNS zurück lassen könnte, noch ehe du ans Ausschleichen denkst. Also ich würde das nicht tun.

Grüße
Jamie
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Neverthelessw11 » Dienstag, 05.12.17, 9:35

Guten Morgen,

Ich würde mich Jamie anschließen. Ein Medikamentenwechsel ist immer mit einem Risiko für Körper und Psyche verbunden - und damit Spiele ich nur auf die zusätzliche Reizung des eh schon Leid geplagten ZNS an und nicht auf eine mögliche Unverträglichkeit.
Wie ich dich verstehe möchtest du den Wechsel aufgrund der !hypothetischen! Chance, dass der Entzug !möglicherweise! ein !klein wenig! Einfacher wird. Also mir wäre das definitiv ein zu großes Risiko für eine viel zu unklare Chance. Außerdem müsstest du das umdosieren ja auch erstmal machen sprich Medikament A reduzieren und B einschleichen. Auch das könnte schon einen geringfügigen Entzug auslösen. Und wenn du das ZNS-schonend machen willst dauert auch das seine Zeit. Diese Zeit würde ich persönlich lieber darein investieren in aller kleinsten Schritten abzusetzen.

Liebe Grüße,
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Medikamente: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

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Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 25
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Dienstag, 05.12.17, 11:57

Hallo Jamie, hallo Never,
vielen Dank für eure eindeutige Einschätzung! Ich werde bei Amisulprid bleiben und versuchen, ganz langsam weiter zu reduzieren.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 05.12.17, 20:48

Udo hat geschrieben:Hallo,
ich habe eine Frage ans Forum. Wäre eine Umstellung von Amisulprid auf Sulpirid sinnvoll? Sulpirid ist ein schwächer wirksames NL, ich nüsste wohl erstmal deutlich mehr als 100mg nehmen. Aber vielleicht könnte ich später schonender reduzieren? Natürlich müsste mein Arzt einverstanden sein, daran könnte es scheitern.

Viele Grüße Udo
Wäre nur sinnvoll, wenn es Sulpirid in kleineren Dosen gäbe als Amisulprid . Chemisch sind sie eng verwandt. Es gibt aber weder bei Dareichungsform noch bei den Lösungen einen Vorteil.)*

liebe Grüße Arian

)`Um retardiertes Oxycodon abzusetzen wurde ich auf Tilidin umgestellt, ein anderes retardiertes Opioid, das jedoch in kleineren Dosen erhältlich ist. Manchmal macht das Sinn.
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
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Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Dienstag, 05.12.17, 22:41

Hallo Arian,

meine Überlegung war, dass Sulpirid erstmal höher dosiert werden müsste, dann aber in grösseren Schritten reduziert werden könnte. Aber ich weiss natürlich auch nicht, wie ich Sulpirid vertragen würde.

Ein großes Problem ist nach wie vor, meine Frau und den Arzt von einer weiteren Reduzierung zu überzeugen. Wenn ich nicht den Diabetes bekommen hätte, könnte ich die Medikation akzeptieren. Aber so werde ich früher oder später insulinpflichtig. Das ist einfach eine Horrorvorstellung für mich.
Mir ist aber auch bewusst, dass ein weiteres Reduzieren Risiken birgt mit ungewissem Ausgang. Ich frage mich, wie stark mein Vertrauen ist, dass das gut geht. Ich weiss es einfach nicht.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.12.17, 22:58

Hallo Udo, :)

also dann sieh es doch als Langzeitprojekt und setze nur extrem langsam ab.
Ich glaube auf jeden Fall, dass du gesundheitlich davon profitieren könntest; Psychopharmaka greifen in den Stoffwechsel ein und lähmen diesen oft; die Folge sind Übergewicht, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte.
Dein Diabetes könnte ein ungewolltes Mitbringsel des Amisulprids sein :( .

Ich denke wenn du es sehr langsam angehst und sich dann erste Erfolge einstellen und auch dein Umfeld mitbekommt, dass es dir nicht schadet, ändert sich vielleicht die Haltung deiner Frau / deines Arztes.
Letztlich ist es dein Körper, deine Verantwortung und dein Leben!
Auf Insulinspritzen hätte ich persönlich auch keine Lust.. :oops:

Neuroleptika verursachen in der Langzeiteinnahme kognitive Störungen, Gefühlsabflachung, Gehirnschwund und möglicherweise irreversible Schäden in Form von Spätdyskinesien und extrapyramidal-motor. Störungen.
Ich finde es ein wenig egoistisch von deiner Frau, dich weiter diesen Risiken auszusetzen.
Das kann doch auch nicht in ihrem Interesse sein, wenn die Gesundheit so leidet?

Was hältst du denn davon in einem ersten Schritt auf 95mg zu gehen und das für 8 Wochen zu halten und einfach mal zu schauen, wie es sich anfühlt?
Das sind 5% weniger.

Schönen Abend
PS. Ich möchte dich keinesfalls bequatschen abzusetzen, das entscheidest nur du alleine.
Ich wollte nur auch die gesundheitlichen Vorteile nennen, die eine niedrigere Dosis mit sich bringt.
Wir sagen bei Neuroleptika immer, jedes mg weniger ist ein gesundheitlicher Gewinn!
Das Ziel muss ja viellicht auch gar nicht komplette Amisulprid-Freiheit sein, sondern vielleicht einfach erst einmal nur eine niedrigere, aber noch wirksame Dosis (?) (!)

Jamie
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Mittwoch, 06.12.17, 12:33

Hallo Jamie,

danke fürs Mutmachen! Ich habe nächste Woche einen Arzttermin. Mal sehen, wie der Arzt auf meinen Reduzierwunsch reagiert. Ich will auch noch das Gespräch mit meiner Frau suchen. Das wird sicher schwierig, da meine Frau einen langen Klinikaufenthalt in 2013 miterlebt hat. Das steht immer im Hintergrund und schreckt meine Frau natürlich ab. Sie will das nicht wieder erleben, mich so hilflos zu sehen. Ich kann das natürlich verstehen. Ja, es sind so viele Aspekte, die mir durch den Kopf gehen und die es nicht einfach machen, zu einer Entscheidung zu kommen. Im Gegenteil, es lähmt mich zusehends und macht mich fast unfähig zu entscheiden. So lange ich nicht innerlich die Gewissheit habe, dass ein weiteres Reduzieren gelingen kann, werde ich erst mal bei den 100mg bleiben.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Dienstag, 19.12.17, 11:40

Hallo ins Forum,

ich habe mit meiner Frau nochmals gesprochen und sie ist einverstanden, wenn ich ganz langsam weiter reduziere. Auch der Arzt ist einverstanden. Das ist wirklich sehr erfreulich für mich, da ich mir diese Zustimmungen sehr gewünscht habe. Ich werde jetzt wie Jamie es mir vorgeschlagen hat, um 5mg reduzieren, jedoch alle 12 Wochen. Das ist sehr, sehr langsam! Ich brauche für das Ausschleichen, falls es dauerhaft klappt, 5 Jahre! Das ist eine lange Zeit, allerdings besser langsam als zu schnell.

Viele Grüße Udo
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Dienstag, 19.12.17, 14:50

Hallo Udo,

Glückwunsch, dass du die beiden mit im Boot hast!
Deinen Plan extrem langsam auszuschleichen finde ich auch gut, ich wünschte, ich hätte die gleiche Geduld beim Absetzen meiner 200mg Amisulprid. Aber da ich noch Kinder will und die biologische Uhr bei mir tickt, werde ich etwas schneller reduzieren. Morgen ist der nächste Reduktionsschritt bei mir dran. Ich hoffe, du freust dich dann auch so sehr über deine Reduktionsschritte, und ich drücke dir die Daumen, dass sogar dein Diabetes auch wieder besser wird.

Liebe Grüße
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Udo » Mittwoch, 20.12.17, 11:34

Hallo Katja,

vielen Dank fürs Mutmachen! Ich wünsche Dir, dass Du schneller reduzieren kannst und auch dein Kinderwunsch noch in Erfüllung geht.

Viele Grüße Udo
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