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Absetzprobleme (Seroquel Prolong / Quetiapin Retard)

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
WittgensteinsNeffe
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Re: Absetzprobleme (Seroquel Prolong / Quetiapin Retard)

Beitrag von WittgensteinsNeffe » Sonntag, 18.02.18, 19:03

So mache ich's.

Früher habe ich immer gesagt, jede Depression geht vorbei. Seit ca. einem Jahr ist das bei mir nicht mehr richtig der Fall. Ich hatte zwar mal ca. 1-2 Monate Ruhe, aber eigentlich ging es mir immer herzlich schlecht.

Ich überlege schon, ein Antidepressivum niedrig einzudosieren. Hat mir zwar bisher in letzter Zeit nicht geholfen, aber wer weiß. Immerhin hatte es mich früher mal in eine Hypomanie katapultiert. Oder vll. Elektrokrampftherapie. Oder Wachtherapie. Oder Koks, keine Ahnung ...

Es ist schwer, diesen Zustand auszuhalten, aber ich will das. Ich will nicht von Quetiapin abhängig sein. Und für 10%-Reduktion alle 6 Wochen fehlt mir die Geduld.
Diagnose: Bipolare Störung Typ II, Panikstörung

Medikamente
2009 - 2013 150 mg Seroquel Prolong (Atypisches Neuroleptikum), Fluoxetin (SSRI) variabel
2013 - Mitte 2017 200mg Seroquel Prolong, Fluoxetin variabel
Anfang 2017 Fluoxetin kalt abgesetzt, keine Probleme damit

Das Absetzen des Fluxoetins erfolgte auf eine Phase, in der ich versucht habe, mich selbst mit hohen Dosen Fluoxetin aus der Depression herauszukatapultieren. Diese hohen Dosen führten zu schweren Unruhezuständen, die dazu geführt haben, dass ich Psychopharmaka insgesamt überdacht habe. Ich war teilweise schlaflos und litt an Bewegungsunruhe und konnte teilweise nicht länger still sitzen oder liegen. Nachdem ich die Antidepressiva abgesetzt habe, sind diese Zustände verschwunden.

Seit September 2017 150 mg Seroquel Prolong + 25mg Seroquel unretardiert
Seit Mitte Oktober 150 mg Seroquel Prolong
Seit 12.10.2017 150 mg Seroquel Prolong + 25mg Seroquel unretardiert (Summe 175mg, Grund der Erhöhung: Absetzprobleme)
Aufgrund von Problemen wieder hoch auf 200 mg
Seit Januar 2018 Lithium (therapeutischer Spiegel inzwischen erreicht)
Seit Anfang Februar 2018 Seroquel Prolong auf 150 mg reduziert

WittgensteinsNeffe
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Re: Absetzprobleme (Seroquel Prolong / Quetiapin Retard)

Beitrag von WittgensteinsNeffe » Montag, 19.02.18, 15:23

Heute ging's mir gut. War seit langer Zeit das erste Mal wieder arbeiten und habe dabei tatsächlich etwas auf die Reihe bekommen.

Jetzt verlockt mich das aber auch wieder dazu, auf 100 mg herunterzugehen, obwohl ich weiß, dass das riskant ist.
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Re: Absetzprobleme (Seroquel Prolong / Quetiapin Retard)

Beitrag von Gwen » Montag, 19.02.18, 17:34

Hallo WittgensteinsNeffe,
ich zitiere Mal nur so die Posts der letzten 3 Tage...

Samstag
padma hat geschrieben:
Samstag, 17.02.18, 18:51
Der Punkt ist, Quetiapin wirklich sehr langsam zu reduzieren.
WittgensteinsNeffe hat geschrieben:
Sonntag, 18.02.18, 19:03
. Ich denke, ich bleibe so lange bei 150, bis ich mich damit halbwegs sicher fühle.
Ja, das ist vernünftig.
Sonntag
WittgensteinsNeffe hat geschrieben:
Sonntag, 18.02.18, 19:03
Ich überlege schon, ein Antidepressivum niedrig einzudosieren. Hat mir zwar bisher in letzter Zeit nicht geholfen, aber wer weiß. Immerhin hatte es mich früher mal in eine Hypomanie katapultiert. Oder vll. Elektrokrampftherapie. Oder Wachtherapie. Oder Koks, keine Ahnung ...
Montag
WittgensteinsNeffe hat geschrieben:
Montag, 19.02.18, 15:23
Jetzt verlockt mich das aber auch wieder dazu, auf 100 mg herunterzugehen, obwohl ich weiß, dass das riskant ist.
:o ....
Viele Grüße Gwen
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Re: Absetzprobleme (Seroquel Prolong / Quetiapin Retard)

Beitrag von WittgensteinsNeffe » Montag, 19.02.18, 18:08

Ja, ich bleibe erst mal bei 150mg, solange mich nicht eine entsprechende impulsive Laune überfällt, der ich nicht widerstehen kann.
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Re: Absetzprobleme (Seroquel Prolong / Quetiapin Retard)

Beitrag von Gwen » Montag, 19.02.18, 18:30

:D :whistle:
Viele Grüße Gwen
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Re: Absetzprobleme (Seroquel Prolong / Quetiapin Retard)

Beitrag von WittgensteinsNeffe » Dienstag, 20.02.18, 8:54

Ich habe mir noch einmal die Studienlage zu Lithium angesehen. Auch da gibt es neurotoxische Effekte und spektakuläre neuroprotektive Effekte zeigen sich hauptsächlich in Tierstudien, die nur begrenzt auf den Menschen zu übertragen sind. Was mir aber an dem Medikament gefällt, ist u. a., dass es überhaupt Langzeitstudien gibt und dass es auch kein finanzielles Interesse geben dürfte, dass diese Studien nennenswert negativ beeinflusst. Zudem scheint es, wenn es auch länger braucht, um anzuschlagen, zu einem günstigeren Langzeitverlauf zu führen, also Patienten mit Lithiummonotherapie zeigen langfristig im Schnitt einen günstigeren Verlauf als Patienten mit Quetiapinmonotherapie. Auch habe ich eine Arbeit gefunden, wo einige Menschen, die eine Lithium-Langzeitbehandlung erfahren haben, auf ihre kognitiven Fähigkeiten hin untersucht wurden. Da war kein großer Unterschied zu gesunden Kontrollen, aber auch nicht zu unbehandelten Bipolaren zu erkennen. Selbst was das verbale Gedächtnis anbelangt, waren in der Studie keine Unterschiede zu erkennen. Insofern gehe ich davon aus, dass Lithium im therapeutischen Bereich in der Regel keine kognitiven Langzeitschäden verursacht. Die Reaktionszeit könnte es beeinflussen, aber auch dass nur minimal. Niere und Schilddrüse kann man kontrollieren. Und weil jede Krankheitsphase neurotoxisch ist, macht auch der Schutz vor Demenz bei affektiven Erkrankungen Sinn. Insofern ist mein Plan weiterhin, das Quetiapin langsam auszuschleichen und zu versuchen, mit Lithium allein klarzukommen. Heute morgen geht's mir auch gut soweit. Ein großer Vorteil von Lithium gegenüber Quetiapin ist auch, dass es nicht so müde macht.
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Re: Absetzprobleme (Seroquel Prolong / Quetiapin Retard)

Beitrag von WittgensteinsNeffe » Donnerstag, 22.02.18, 14:31

Ich frage mich ein bisschen, ob Lithium bei mir überhaupt eine Wirkung hat. Es geht mir wirklich herzlich schlecht. Koffein kann mich nicht mal mehr so herausholen, dass ich Sport machen kann. Ich kann mich nicht konzentrieren, habe an nichts Spaß, habe Sehstörung, manchmal Kopfschmerzen und Suizidgedanken drängen sich auch auf. Klar, das können Absetzerscheinungen sein, es kann was mit der Schilddrüse zu tun haben, aber well f :censored: it. Ich werde meinem Arzt, den ich nächste Woche sehe, meine Befindlichkeit schildern. Keine Ahnung. Ich würde gerne ohne Neuroleptika auskommen, aber ich habe das Gefühl, dass mein Leben mir vollkommen entgleitet und dass mir zumindest früher das Quetiapin geholfen hat. Vielleicht schleiche ich das Lithium aus und versuche auf 300 mg Quetiapin Retard zu gehen. Ich weiß, was ich hier sage ist schön inkonsistent und inkohärent, aber mein Leben entschwindet mir, ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst. Eine biologische Hülle ohne Leben. Ein Körper ohne Inhalt. Ein Körper, dem man vermutlich nicht einmal ansieht, welche absolute Leere in ihm wohnt. Vollkommen leer, ohne jegliche Anschlussfähigkeit nach außen. Ich kann zu niemandem eine Verbindung aufbauen, weil niemand versteht, wie es ist, wenn man über Monate bloß Fleisch ist, sich auf nicht konzentrieren kann, Angst hat, bloß noch vorgibt, am Leben teilzuhaben, während man nur noch aus Hoffnungslosigkeit, Angst und Leere besteht. Und es hätte auch keinen Sinn, zu versuchen, dies mitzuteilen, denn es wäre für beide Seiten nur belastend. Ich will keine Freunde haben, denn ich wäre nicht dazu in der Lage, an etwas teilzuhaben. Sogar meine Beziehung bereitet mir Sorgen. Ich bin ein Klotz, ein behinderter Fehler, inkompatibel mit der Planung eines sinnvollen Lebens. Hoffnungslosigkeit ist das falsche Wort. Denn wer hoffnungslos ist, stellt sich meist noch vor, wie es wäre, wenn es Hoffnung gäbe. Das ist tot in mir. Meine Seele ist tot. Mein Hirn ist ein Wrack. Da ist nichts mehr.


Edit: Na super, das war ja ein nice emotional outbreak. Aber ich denke, ich will doch noch nicht wieder erhöhen. Wenn ich's nicht länger beobachte, fehlen mir die nötigen Erfahrungswerte für später. Erst Schilddrüse abklären, dann Wochen abwarten, ob es vll. eine reine Absetzerscheinung ist, ggf. ein Antidepressivum einspielen. Und das Lithium kann ich frühstens nach sechs Monaten einigermaßen beurteilen.
Zuletzt geändert von Murmeline am Donnerstag, 22.02.18, 16:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Editiert gemäß Regeln
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WittgensteinsNeffe
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Re: Absetzprobleme (Seroquel Prolong / Quetiapin Retard)

Beitrag von WittgensteinsNeffe » Donnerstag, 22.02.18, 18:32

Ich werde das Absetzen abbrechen. Ich habe momentan einiges im Leben, was mir gefällt. Eine wunderbare Freundin. Zwei Jobs. Ein Jobinterview für einen sogar noch besseren Job - da darf ich nicht schwer depressiv auftauchen. Ich bin jung. Ja, vielleicht schädigen mich Neuroleptika in the long run, aber wie hat Keynes so schön gesagt, in the long run, we are all dead. Und ohne Neuroleptika scheine ich schon jetzt quasitot zu sein, während es mit funktioniert hat, sogar teilweise sehr gut. Ich habe einfach eine zu ernsthafte Krankheit und zu starke Probleme, als dass ich mir den Versuch leisten kann. Ich wünsche anderen, dass sie mehr Glück haben.
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Re: Absetzprobleme (Seroquel Prolong / Quetiapin Retard)

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 22.02.18, 19:04

Hallo WittgensteinsNeffe,

ich finde es absolut legitim, dass jeder für sich selbst entscheidet, ob und wann er absetzen will.
Wenn Du momentan den Eindruck hast, dass es gerade der falsche Weg ist, dann solltest Du es erst mal lassen.
So wie Deine Situation sich anhört, wäre es bestimmt gut, erst Mal ein bisschen Stabilität zu erreichen.

Ich drück Dir die Daumen für das Interview!
Viele Grüße Gwen
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LinLinaUlulu 69padma
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