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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 03.12.17, 14:00

Hallo Biene,

Du schreibst ja selbst, dass du deinen Zustand zumindest zum Teil auf die verschiedenen Medikamente, die du in letzter Zeit an- und abgesetzt hast, zurückführst.
Das sehe ich genauso. Deine Symptome sind ja recht typisch für ein überreiztes Nervensystem.
Ich denke leider, dass das Valdoxan jetzt ein weiterer Szressfaktor für dein Gehirn ist, dass sich ja jetzt auf ein weiteres Medikament einstellen muss, obwohl es schon vorher nicht mehr klar kam.
Ich würde es dir ja wünschen, ich glaube aber ehrlich gesagt nicht, dass du dein Befinden damit verbesserst.

Wenn du das Valdoxan weiter nimmst, denke bitte daran, regelmäßig deine Leberwerte kontrollieren zu lassen, da es lebertoxisch wirkt.

LG Ute
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von TBiene » Montag, 04.12.17, 6:25

Hallo Ute,

danke für deine Antwort. Man klammert sich an jeden Strohhalm, der einem gereicht wird, auch wenns ein Ad ist. Es ist wirklich ein Kampf ums überleben, weil dieses Gedröhne und Piepen im Ohr wirklich unerträglich ist. So soll es ja eigentlich nicht sein..Hätte ich bloß den Ärzten nicht so vertraut :cry: bin richtig verzweifelt
-Mitte Juni 2017 Einlieferung Klinik wg. Panikattacke--> Tavor 1 mg
-Mitte Juni - Mitte August 1mg Tavor, jeweils 0,5 tagsüber und 0,5 am Abend, dazwischen Versuche Trimipramin, Mirtazapin und Escitalopram einzuschleichen. Gescheitert, da Todesvisionen und durchgedreht
-Mitte August Tagesklinikaufenthalt mit 5mg Diazepam zur Nacht, ausgeschlichen mit 40mg Pipamperon zur Nacht statt Diazepam, erst alle 2 Tage, dann 2 Tage die Woche, dann 0 und tagsüber 60 - 80mg Pipamperon
-seit Mitte Oktober 900mg Johanniskraut am Morgen, 30mg Pipamperon über den Tag verteilt nach Bedarf und zum Schlafen 40mg. Johanniskraut zwischenzeitlich abgesetzt.
-seit Mitte/Ende November 30mg Pipamperon über den Tag verteilt bei Bedarf und zum Schlafen 25mg Valdoxan und 20mg Pipamperon, seit 11.12. 10mg Pipamperon
seit 10.1. 8mg Pipamperon am Abend
13.1. Klinikbesuch, weil nicht mehr ausgehalten. Haben angeordnet Pipamperon 20-20-20-40mg, da es doch "geholfen" hat. Habe ich 2 Tage gemacht, war aber ein großer Fehler.
10.2. mittlerweile nur noch abends 40mg Pipamperon und seit 2 Wochen erneut in Klinik, diesmal stationär
seit Feb. 18 Venlafaxin eingeschlichen über 4 Wochen auf 150mg morgens
11.4. 150mg Venlafaxin morgens, Reduzierung Pipamperon abends auf 36mg

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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von Jamie » Montag, 04.12.17, 22:26

Hallo TBiene, :)

ich weiß, dieses Wort klingt hohl, wenn es einem dreckig geht, aber eigentlich geht es hier ums Thema "Akzeptanz".

Du hast ein Amok laufendes ZNS, daher die ganzen Symptome.
Sie sind angsteinflößend und es ist schrecklich, dass täglich noch was Neues dazukommt und ständig ein weiteres neues Wehwehchen auftaucht. Zum Verrücktwerden ist das, das kann ich dir mehr als nachempfinden. Ich habe es ja selbst durch.

Vor allem ist es dann schlimm, wenn man nicht einsortieren kann, woher es kommt und täglich denkt, das ist es jetzt mit dem Leben gewesen, man sei schwer krank etc..
Es gibt aber in all dem Dunkel ein Licht und das leuchtet hell und sagt dir, dass Dein Zustand mit dem Absetzen und dem Medikamenten -Hin und Her zu tun hat und dass das Gehirn dabei ist sich zu reparieren, aber vorher herrscht Chaos und es wird wie an einer Baustelle täglich an einem anderen Fleckchen herumgewerkelt, gebohrt, gegraben, neu justiert, angeschlossen, abgekoppelt etc.
Das verursacht ebenfalls Symptome und dann noch die Nebenwirkungen der Medikamente...

Vielleicht hilft es dir, die dieses Bild innerlich vorzustellen, dass im "Gehirn TBiene" gerade Großbaustelle herrscht :o . (?)

Tinnitus muss absolut ganzheitlich angegangen werden, auch mit Psychoedukation, Entspannungsmethoden, ggf. Selbsthilfrgruppen / Foren etc. In Einzelfällen kann ein sog. Noiser Erleichterung bringen, aber nur bei eher konstanten Tönen.

Kennst du eigentlich unsere ausführliche Absetzsymptomliste? Du wirst sehen, du bist mit deinen Symptomen nicht alleine:
viewtopic.php?f=18&t=12534

Noch etwas.
So lange du klagst und jammerst (was ich hier nicht werte, sondern neutral schreibe), setzt du Ärzte unter Druck dir zu "helfen".
Leider ist die einzige Form der Hilfe, die man oft angeboten bekommt, nur die, wieder den Rezeptblock zu zücken und ein neues AD, NL... etc. aufzuschreiben in der Hoffnung, dass irgendwann mal irgendeins hilft. Man muss sich dessen bewusst sein, weil man so in die Psychopharmakafalle gerät und dabei immer weiter seinem ZNS eins auf die Mütze gibt.
Das findet es nämlich in der Regel wenig toll, alle 10 Tage ein neues Psychopharmakon ausprobieren zu müssen.

Manchmal ist es tatsächlich der bessere Weg, es auszuhalten und zu akzeptieren und dem ZNS Zeit und Raum zur Heilung einzuräumen; das sprichwörtliche Abwarten und Tee trinken :).

Alles Gute für dich
Jamie
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von TBiene » Dienstag, 05.12.17, 6:41

Vielen lieben Dank,Jamie. Deine Worte haben mich wirklich getröstet.

Viele Grüße
Biene
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von Neverthelessw11 » Dienstag, 05.12.17, 9:45

Guten Morgen,

Ich habe zwar keine Idee, wie man dir konkret helfen könnte: aber ein bisschen Trost tut ja vielleicht gut.

Ich habe deinen Thread gelesen und es tut mir sehr leid wie schlecht es dir geht. Meine schlimmsten Medikamementenerfahrung war ebenfalls mit dem Dipiperon und es war grausam. Daher finde ich es gut dass du davon loskommen willst auch wenn das erstmal mit Leid verbunden ist.

Ich wünsche dir daher Kraft, den Entzug weiterhin durchzustehen. Hoffentlich findest du auf absehbare Zeit etwas Besserung, vielleicht hilft dabei auch ein besinnlicherer Jahreswechsel, wo du gut auf dich und deinen Körper achtest und dir ganz ganz viel Gutes tust!

Liebe Grüße,
Never
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Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
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Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 19
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Seit dem 21.03.2018: Experiment mit Vitamin D, 1000 IE am Tag. Keine Triggerwirkung.

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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von TBiene » Dienstag, 19.12.17, 13:47

Hallo zusammen,

wie zu erwarten war, brachte das Valdoxan keine Erleichterung, im Gegenteil. Habe seit Tagen Gehirnbrennen, wie ich es nenne und die Kopf- und Ohrgeräusche sind unerträglich geworden. Laut der Doc können dies auch Nebenwirkungen vom Pipamperon und/oder vom Valdoxan sein. Das Pipamperon vermute ich ja schon lange, aber laut Ärzten ist das natürlich völliger Quatsch :evil: Der tolle neue Plan ist jetzt Valdoxan wegzulassen, die Pipamperon auszuschleichen und stattdessen Zopiclon zu nehmen, da ich anscheinend keine Ads etc. vertrage. Ist das nicht wieder ein neues Problem mit dem ich mich rumquälen müsste?? Es ist doch so schön alles durcheinander..Das Problem ist aber, dass ich ohne Medikation nicht einschlafen kann. Wäre dann das Pipamperon weiterhin besser, da ich das sowieso die ganze Zeit schon intus habe? Was meint ihr? Es ist zum verrückt werden..Die Panikattacken und Depression so schlimm wie sie ist, hätte ich ohne Medikamente wahrscheinlich besser ausgehalten :x
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 19.12.17, 17:05

Hallo Biene,

du nimmst das Pipmaperon ja schon eine ganze Weile, das musst du auf jeden Fall ausschleichen.
Schon der Schritt von 20 auf 10mg war viel zu groß. :o
Wie geht es dir jetzt ?
Schläfst du mit dem Pipmaperon ein wenig ?

Du erwähnst in deiner Signatur auch Johanniskraut. Nimmst du das noch ?
Johanniskraut wirkt ähnlich wie Antidepressiva und kann leider auch ähnliche Probleme machen, vor allem beim Absetzen.

Zopiclon gehört zu den Z Drugs. Es hilft in der Regel gut beim Einschlafen, allerdings wirkt es wie ein Benzo und macht schnell abhängig und ist dann wegen der sehr kurzen Halbwertzeit extrem schwer zu entziehen.
Das kann also auch keine langfristige Lösung sein.

LG Ute
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von TBiene » Dienstag, 19.12.17, 19:35

Hallo Ute,

danke für die Antwort. Das Pipamperon muss weg, das sehe ich genauso. Einen wirklichen Nutzen hatte ich davon auch nie, aber ja...den Göttern in Weiß ja nicht widersprechen. Das Johanniskraut nehme ich nicht mehr, nein. Ich sage immer: Ich überlebe noch, weil wirklich leg lebenswert mit diesen Symptomen ist da gerade gar nichts. Wie wäre es denn am besten die Dosis Pipamperon tagsüber auszuschleichen? Immer gleichmäßig verteilt die 3 Dosen oder erst die Dosis am Abend z.B. reduzieren o.ä.?
Danke und viele Grüße
Biene
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seit 10.1. 8mg Pipamperon am Abend
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von Jamie » Dienstag, 19.12.17, 19:59

Hallo TBiene, :)

prinzipiell ist es egal, wo man mit dem Pipamperon-Reduzieren anfängt.

Wenn man sich tagsüber sediert fühlen sollte, würde es sich aber zB anbieten morgens was wegzulassen.
Menschen, die abends in gewisser Weise noch von einer Beruhigung profitieren könnten, sollten sich für den Anfang auch eher die Morgen- oder Mittagsdosis vorknöpfen.
Wähle also den Zeitpunkt, an dem du am ehesten drauf verzichten kannst :).

Man kann natürlich auch zu jeder Einnahme etwas weglassen; das würde ich aber nur empfehlen, wenn die Dosis unkompliziert herzustellen ist, weil wer hat schon Lust 3mal täglich Dosierungen auf der Feinwaage zu bröseln etc. (?) Ich bin dann da eher für Pragmatismus :roll: .
Mit Tropfen / Lösung würde es allerdings recht rasch gehen.

Wähle die Vorgehensweise, die sich stimmig für dich anfühlt.

Grüße
Jamie
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von TBiene » Samstag, 13.01.18, 2:41

Hallo ihr Lieben,

ich muss mal wieder etwas Dampf ablassen. Mittlerweile geht es mir so schlecht, dass ich nur noch sterben will und das will ich ganz sicher nicht! Mein ganzer Körper brennt wie Nadelstiche, ich habe nun beidseitig Tinnitus, mein Kopf rauscht nur noch und mein gesamter Brustraum brennt! Das hat nichts mehr mit meiner Grunderkrankung zu tun, so eine Panikattacke ist ja ein Klaks dagegen..😣 ich höre nichts mehr auf dem einen Ohr vor lauter Rauschen, das ist ein kompletter Albtraum. Wie ihr immer geschrieben habt mit mehr Medis, desto schlimmer wird alles. Und eigentlich wollte ich nur, dass alles gut wird und jetzt...wie soll man da noch durchhalten?? Daheim wenn ich bin, ist es furchtbar, v.a. wenn ich liege, da brechen alle Symptome über mich herein. Dabei wäre entspannen und ausruhn ja wichtig, aber mich wirklich ausruhen kann ich nicht, das hält ja niemand aus! Ich fand mein Leben immer so lebenswert und dann von einer Sekunde auf die andere..durch eine Panikattacke, die aber bei Weitem nicht so schlimm war wie das, was jetzt abgeht. Ich habe wirklich das Gefühl, ich verbrenne innerlich! Danke fürs „zuhören“, meine Familie kann das alles ja nur bedingt nachvollziehen.. :(((
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von padma » Montag, 15.01.18, 13:56

liebe TBiene, :)

das hört sich sehr schlimm an. :hug:

Hast du schon mal in den Tinnitusthread reingelesen? Da sind auch Erfahrungen/Tipps was beim Umgang damit helfen könnte. viewtopic.php?f=57&t=12189

Du hast vermutlich am 10.1 reduziert, in deiner Signatur fehlt die mg Angabe :? . Könntest du das bitte noch eintragen.

Haben sich seit der Reduktion die Symptome verstärkt?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von Katharina » Dienstag, 16.01.18, 8:11

Liebe TBiene !

Hast Du da Pipamperon in Tropfenform?

Vielleicht ginge es so, langsam und leichter aus zu schleichen?

Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut, halte tapfer durch, es dauert aber es wird wieder besser, ich wünsche Dir eine gute Begleitung!

Liebe Grüße
Katharina
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von TBiene » Freitag, 19.01.18, 8:37

Hallo ihr beiden,

vielen Dank für eure Antworten. Den Pipamperonsaft habe ich mir verschreiben lassen von meiner Ärztin, so sollte es tatsächlich leichter gehen. Meine Ärztin meinte jetzt, ich solle abends zum Schlafen Amitriptilyn nehmen, was auch die ganzen Symptome nehmen soll. Sie sagte selber, dass man bei mir gar nicht mehr weiß, was ist Symptom, Unverträglichkeit und Absetzsymptom. Ahja.. :evil: nach der "langen" Zeit jetzt nochmal ein anderes Ad statt das Valdoxan zu probieren macht doch überhaupt keinen Sinn mehr oder? Das Valdoxan hat natürlich nicht so geholfen, wie ich es mir erhofft habe. Diese Symptome sind für mich fast unaufhaltbar und abends schlafen kann ich ohne irgendeine "Hilfe" nicht, weil sie mich wachhalten. Es ist echt zum verzweifeln..aber irgendwie wird das schon!?


Viele Grüße
Biene
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von Ululu 69 » Freitag, 19.01.18, 14:47

Hallo Biene,

also ich würde in deinem Zustand auf keinen Fall ein weiteres AD nehmen, die Gefahr ist groß, dass dein gereizten Nervensystem damit noch zusätzlich belastet wird und sich die Symptome weiter verschlimmern.

Ich denke, was du brauchst ist Zeit und Ruhe, auch wenn das für dich im Moment sehr schwierig ist.
:hug:

LG Ute
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von TBiene » Freitag, 19.01.18, 15:09

Hallo Ute,

vielen Dank. Ja und dass ist leider das Problem. Durch das ganze Gebrenne und Getute im Kopf und was sonst noch, komme ich nicht wirklich zur Ruhe. Und ein geduldiger Mensch war ich auch nie :? Ich laufe eigentlich den ganzen Tag nur rum an der frischen Luft, da geht es einigermaßen. Aber so wirklich etwas machen, ohne von irgendwelchen Symptomen, Gedanken oder sonstwas „verfolgt“ zu werden, ist echt schwierig. Ich werde standhaft bleiben und versuchen das Pipamperon gaaaanz langsam zu reduzieren.


Viele Grüße
Biene
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-seit Mitte/Ende November 30mg Pipamperon über den Tag verteilt bei Bedarf und zum Schlafen 25mg Valdoxan und 20mg Pipamperon, seit 11.12. 10mg Pipamperon
seit 10.1. 8mg Pipamperon am Abend
13.1. Klinikbesuch, weil nicht mehr ausgehalten. Haben angeordnet Pipamperon 20-20-20-40mg, da es doch "geholfen" hat. Habe ich 2 Tage gemacht, war aber ein großer Fehler.
10.2. mittlerweile nur noch abends 40mg Pipamperon und seit 2 Wochen erneut in Klinik, diesmal stationär
seit Feb. 18 Venlafaxin eingeschlichen über 4 Wochen auf 150mg morgens
11.4. 150mg Venlafaxin morgens, Reduzierung Pipamperon abends auf 36mg

TBiene
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von TBiene » Samstag, 10.02.18, 20:55

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich mal wieder zu Wort. Da ich mittlerweile nicht mehr für meine Sicherheit garantieren konnte, habe ich mich erneut ins Krankenhaus begeben, diesmal stationär. Ich leide extrem an verschiedenen Tinniti (ist das die Mehrzahl) mittlerweile und weiterhin an Rauschen und Fiepen im Kopf zusätzlich. Dazu immer mal wieder an Nadelstichen am ganzen Körper, im Gehirn und weiterhin dem Herzbrennen und Schlieren vor den Augen, als hätte man zu lange in die Sonne gesehen. Ich habe auch irgendwie keinen Zugang zu meinen Gedanken und kann gar nicht sagen, wie ich es schaffe klare Sätze zu formulieren. Auch ist es so, dass Dinge oder Tipps bei mir ankommen, ich sie aber warum auch immer nicht umsetzen kann. Mein Gehirn ist wie leer, ich kann nur mit meiner inneren Stimme (die, die man beim lesen hat z.B.) irgendwie Gedanken in meinem Kopf „produzieren“. Der Arzt in der Klinik legte mir sehr nahe als Medikation Venlafaxin zu nehmen, dass die Symptomatik eingedämmt wird. Aber ist das wirklich der Fall!? Ich traue ja nichts und niemandem mehr, schon gar nicht Aussagen, die Medikamente betreffen, aber mir geht es so schlecht, dass ich mir anders nicht mehr zu helfen weiß, weil ich auch nicht sagen kann, wie lange ich diesen Zustand noch aushalte. Habe schon Pläne geschmiedet, obwohl ich das meinen Freunden und meiner Familie nicht antun will. Es ist alles so diffus und wirr, habe auch jeden Tag Heulkrämpfe und kann gar nicht mehr zuordnen, warum weshalb, ist es wegen der symptomatik oder weil ich nur das Gefühl habe ich kämpfe und kämpfe und eigentlich nur ums Überleben aber nichts wird besser.Wisst ihr Rat? Danke an euch, dieses Forum ist wirklich großartig.
-Mitte Juni 2017 Einlieferung Klinik wg. Panikattacke--> Tavor 1 mg
-Mitte Juni - Mitte August 1mg Tavor, jeweils 0,5 tagsüber und 0,5 am Abend, dazwischen Versuche Trimipramin, Mirtazapin und Escitalopram einzuschleichen. Gescheitert, da Todesvisionen und durchgedreht
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 12.02.18, 7:12

Hallo Biene,

Es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht.

Wenn du so stark suizidal warst, war es absolut richtig und wichtig, eine Klinik aufzusuchen, um dich vor dir selbst zu schützen. Schön, dass du so gut auf dich selbst aufgepasst hast.
Was ich allerdings bezweifle ist, dass dir das Venla hilft. Du hast ja schon einiges ausprobiert und nicht vertragen, ich sehe nicht, warum das bei Venla anders sein sollte.
Aber das ist natürlich deine ganz persönliche Entscheidung.
Bietet dir das Krankenhaus denn auch andere Dinge an, wie Therapien oder Gespräche ?
Pass gut auf dich auf.

LG Ute
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von TBiene » Montag, 12.02.18, 7:28

Liebe Ute,

danke für deine Antwort. Ja, die Klinik ist wirklich sehr gut mit vielen Gesprächs- und Interaktionsgruppen. Mein Arzt pocht sehr darauf, das Venlafaxin zu nehmen, da es genau für meinen Fall geeignet ist, meinte er. Sie wissen von meinen Unverträglichkeiten..Am Dienstag werde ich nochmal ein Gespräch mit dem behandelten Arzt haben und man wird weitersehen. Ich bin eben wirklich leer und kann mich an nichts richtig erfreuen. Zusätzlich noch die sehr belastende Symptomatik und diese Leere im Kopf, so dass ich keinen klaren Gedanken fassen kann. Er meinte mit denn Antidepressivum würde das mit der Zeit verschwinden und ich solle ihm vertrauen. Da ich wirklich Angst um mich habe und nicht mehr lange so weitermachen kann und das aushalten, sitze ich nun „in der Zwickmühle“. Wirklich grausam..

Viele Grüße
Biene
-Mitte Juni 2017 Einlieferung Klinik wg. Panikattacke--> Tavor 1 mg
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13.1. Klinikbesuch, weil nicht mehr ausgehalten. Haben angeordnet Pipamperon 20-20-20-40mg, da es doch "geholfen" hat. Habe ich 2 Tage gemacht, war aber ein großer Fehler.
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von padma » Montag, 12.02.18, 18:02

liebe Biene, :)

das tut mir sehr leid zu hören, dass es dir so schlecht geht. :hug:
Mein Arzt pocht sehr darauf, das Venlafaxin zu nehmen, da es genau für meinen Fall geeignet ist, meinte er.
Sorry, aber diese Aussage ist Blödsinn. Möglicherweise empfinden manche Menschen Venlafaxin vorübergehend als hilfreich, aber man kann nie sagen, dass ein spezielles AD genau für einen "Fall" geeignet sei. Ärzte probieren aus, ob irgendetwas hilft.

Du hast die ausprobierten AD alle nicht vertragen, es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass du Venlafaxin vertragen würdest. Das ZNS wird zudem je mehr man an Psychopharmaka ausprobiert immer sensibler, die Wahrscheinlichkeit etwas zu vertragen nimmt daher ab.

Unseren Erfahrungen hier nach, sind bei einem so gereizten ZNS weitere Medikamentenexperimente kontraproduktiv.

Wenn du es dennoch probieren möchtest, dann würde ich auf eine Minimaldosis von wenigen mg bestehen, wobei sich darauf Klinikärzte i.d.R. nicht einlassen.

liebe Grüsse und alles Gute,
padma
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Re: Pipamperon reduzieren schon möglich?

Beitrag von TBiene » Montag, 12.02.18, 21:54

Liebe Padma,

ich danke dir vielmals für deinen Rat. Er wollte mir sogar Studien mitbringen und sonstwas, damit er mich überzeugen kann. Wie du schon schreibst, glaube ich auch nicht, dass er sich auf wenige mg-Dosen einlässt. Sie haben sich auch nicht darauf eingelassen, das Pipamperon tagsüber langsam auszuschleichen, sondern von einem Tag auf den anderen bekam ich die Dosis tagsüber nicht mehr. Hatte dann wieder extremste Nadelstiche am Körper, was sich teilweise wieder gelegt hat, aber wirklich schlimmer kann es gar nicht mehr kommen. Außer vielleicht/wahrscheinlich durch das neue Ad. Ich denke nur, sie wollen ihrer Pflicht nachkommen, dass ich mir nichts antue. Das Ad soll das Ihrer Meinung nach verhindern. Ich werde alles nochmal überdenken.

Gute Nacht und Grüße
Biene
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