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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Amisulprid absetzen

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claudiaef
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von claudiaef » Sonntag, 03.12.17, 20:33

Hallo tanjaangelina,
ich komm mit abilify sagen wir geht so klar. Ich habe übergewicht und ängste/Depressionen davon bekommen. Für mich ging es eine Zeitlang, aber nur indem ich wieder ein antidepressivum genommen habe. Ich kann das nicht für andere empfehlen, zumal sie bei abilify auch so nw gefunden haben wie hypersexualität und zwangverstärkung, die ich zwar nicht hatte, aber die jetzt gerade an die Öffentlichkeit gekommen sind. Jedes nl hat Nebenwirkungen und bei jedem anders, da jeder Mensch individuell ist, also bekommt auch jeder andere nw.
zumal du dann möglicherweise absetzerscheinungen von amisulprid bekommst und dann noch mit abilify experimentierst und dessen nw zu spüren bekommst. Ich empfehle jedenfalls niemanden, abilify zu nehmen.
Herzlichst,
Claudia
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Diagnose: Depression seit 2011, citalopram 10 mg
Bipolar II seit 2013

Quilonium retard 450 mg(Lithium ): 2-0-2
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Tanjaangelina
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Montag, 04.12.17, 14:19

Ich kann keinen Termin bei meinem Psychiater vor nächster Woche Dienstag bekommen. Wie soll ich nun weiterverfahren?
Seit 2009 CFS Chronisches Erschöpfungssyndrom
Seit 2014 Chronischer Schwindel
Ohne Medikamente nicht aushaltbar.
Seit 2015 mehrere ADs und NL probiert wie Venlafaxin, Cioralex, Paroxetin, Olanzapin, Keppra, Gabapentin, Lyrica, Cymbal ta
Seit April 2017 Amisulprid erst 150 dann 125, 100, 75
Seit August 2017 Amisulprid 50 mg
November 2017 Versuch auf 40 mg zu reduzieren, 1 Woche gemacht, nach 4 Tagen kamen Nebenwirkungen, nach 1 1/2Wochen wieder der Schwindel, schon vor dem Schwindel hab ich aber wieder auf 50 mg erhöht
November 2017: 1 Woche 50 mg
Dezember 2017: 75 mg, da Schwindel mit 50 mg nicht mehr besser wurde
August 2016 kurzzeitig hydrocortison, da cortisol werte im Keller sind. Laut meinem Spezialist sollte ich Kortison weiter nehmen
Seit Januar 2016 Clonazepam 0.125mg abends, bei Bedarf 0.25 mg täglich bis zu 0.5mg an Tagen mit schlimmen Schwindel, im November 2017 konnte ich Clonazepam ganz weglassen, 3 Wochen lang, seit Dezember 2017 wieder angefangen, da Schwindel nicht aushaltbar
Vitamin D Mangel
Chronische Verstopfung, dafür Flohsamen und Macrogol
Neurodermitis
Gallensteinleiden
Somatisierungsstörung
Histaminintoleranz
Neurodermitis

Tanjaangelina
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Montag, 04.12.17, 16:48

Kann ich von 50 auf 75 wieder erhöhen und sehen ob der Schwindel dann wieder besser ist? Würde es das ZNS sehr reizen wenn ich dann ein paar Tage später wieder erniedrigen würde?
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November 2017 Versuch auf 40 mg zu reduzieren, 1 Woche gemacht, nach 4 Tagen kamen Nebenwirkungen, nach 1 1/2Wochen wieder der Schwindel, schon vor dem Schwindel hab ich aber wieder auf 50 mg erhöht
November 2017: 1 Woche 50 mg
Dezember 2017: 75 mg, da Schwindel mit 50 mg nicht mehr besser wurde
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Murmeline » Montag, 04.12.17, 17:13

Hallo Tanja

Den Erfahrungsberichten nach haben sensible Betroffene mit größten Dosisschritten und rasch Aufeinander folgernden Veränderungen in der Dosismenge Probleme, es empfiehlt sich daher aus Vorsichtsmaßnahme generell eher nicht. Du könntest es zunächst mit einer kleinen Dosismenge mehr versuchen. Es gibt Solian als Lösung mit Tropfen, ggf. verschreibt dir dein Arzt das? https://m.apotheken-umschau.de/Medikame ... 49052.html

In deiner Signatur fehlt die Einnahme des Clonszepams, bitte ergänze das, es gehört zu deiner Medikamentengeschichte.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Montag, 04.12.17, 17:40

Danke Murmeline,

Signatur geändert. Ja evtl verschreibt er mir das, ich kann ihn am Mittwoch darauf ansprechen. Ich hab aber Angst dass ich die Lösung evtl nicht so gut vertragen könnte. Bisher hab ich immer ein Stückchen von einer anderen Tablette abgebrochen und dazugenommen, oder eine Ecke abgebrochen zum reduzieren. Könnte ich jetzt vor dem Besuch schon versuchen zu erhöhen? Wenn ja wieviel? So ca. Auf 60 oder wieder auf 75 wo ich schonmal war? Das ist jetzt alles pi mal daumen, ich schätze das nur dass es ca. So viel wären. Ich kriege es aber eigentlich gut hin, dass das Stückchen gleich gross ist.
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Montag, 04.12.17, 18:07

Ich hab seit der Amisulprid einnahme öfters eine komische Handhaltung. Besonders wenn ich das Gefühl hab meinen Körper zu verlieren. Ich versuche dann irgendwie halt zu finden , sei es an meiner Tasche oder eben die Hände komisch zu halten. Sowas kenne ich nie von mir. Meine Freundin hatte das allerdings auch mal, sie sie machte auch komische Bewegungen mit der Hand, sie nahm damals olanzapin oder abilify, ich weiß es nicht mehr genau.das ist sicher eine Nebenwirkung
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Arianrhod » Montag, 04.12.17, 19:09

Hallo Tanjaangelina
Tanjaangelina hat geschrieben:Dieses Gefühl des starken Stroms hab ich auch. Ein Rauschen und Ruckeln dass mich nicht einschlafen lässt. I
Tanjaangelina hat geschrieben: Am schlimmsten ist das Gefühl in jeglicher Art der Ruhe, beim ruhig liegen, sitzen. In Bewegung hab ich es ein wenig weniger. Wenn ich im Bus sitze ist es weg solange er fährt, hält er an, ruckelt bei mir alles im Kopf. Es ist auch eine Art Ruhelosigkeit im Kopf. Es fährt und fährt und hört nur auf wenn man selber sich wild bewegen würde. Ruhe ist nicht zu ertragen. DEr Kopf drückt dabei sehr stark dazu ein richtiges Nervenflattern.
das hört sich an, als hätte ich genau das gleiche gehabt, ich hielt es aber für einen Neuroleptikaschaden :-x

Ich erzähle dir , wie es bei mir war. ich hatte ja mehrere Rückenoperationen und eine Reha, weil ich mich über Schmerzen beklagte, gab ein Arzt mir ( war die Vertretung) in der Rehaklinik Oxycodon 10 mg einmal am Tag. Das kam so in meinen Medikamentenplan bei der Entlassung. ,und meine Hausaäztin hat es munter weiterverschrieben.
Immer nur eine Tablette am Tag. Dennoch ging es mir schlecht, hatte auch ziemlich viele Ängste. Einmal waren die Schmerzen und das Stromgefühl nicht mehr auszuhalten, da habe ich an Pfingsten 2 Tabletten genommen, bin aber am Dienstag gleich zur Ärztin, um darüber zu sprechen.
Du glaubst nicht, was die für einen Terz gemacht hat. Sie sagte mir, ich wäre süchtig und dass sie sofort das Opioid streicht.
Ich weinte etwas weil ich Angst vor den Schmerzen hatte, ging nachhause. Einen Tag später zitterte ich, hatte Schweissausbrüche, mir war schlecht,
ich rief meine Soziotherapeutin an ,und die war früher Krankenschwester und meinte, ich wäre im kalten Entzug - sofort wieder nehmen.
Begleitete mich zu einem anderen Doc, und da bekam ich das Medikament erstmal weiter.
Dann kam ich in die Schmerzlklinik , weil ich die Missempfindungen und all das nicht mehr aushielt. Dort waren sie ganz entsetzt, wie man mir Oxycodon verordnet hatte. Man muss nämlich 2 Tabletten am Tag nehmen, damit der Spiegel gleich bleibt; nur 1 Tablette am Tag verursachte JEDEN Tag bei mir einen kleinen Entzug - daher ging es mir so schlecht.
Also drei Ärzte - und keiner der drei hat das richtig verordnet, daher meine ich, das gehört in die Hand eines Schmerztherapeuten .
Tanjaangelina hat geschrieben:Wer verschreibt Opioide? Hast du sie dann irgendwann ausschleichen können, ging das?
Nach 2 Jahren , das Stromgefühl war komplett weg, die Schmerzen besser, machte ich einen Ausschleichversuch. Mit einem sehr genauen Plan der Schmerztherapeutin zum Ausschleichen. Und es hat sehr gut geklappt.
Ich will nicht sagen, dass es bei jedem so glatt geht, aber verglichen mit einem NL- Entzug war es einfacher - vielleicht aber auch, weil die Schmerztherapeutin gleich ordentlich und langsam ausgeschlichen hat.

In der ganzen Zeit war ich dann in der Schönklinik Neustadt in der Neurologie, und es wurde etwas gefunden. Eine noch leichte, aber eindeutig sichtbare, langsam fortschreitende Polyneuropathie.
d.h. meine Nerven leiten Reize nicht richtig weiter.
obwohl das eine chronische Erkrankung ist, war ich fast froh über die Diagnose, vorher fühlte ich mich wie eine Mischung aus Psycho und Simulant. Jetzt weiss ich, es gibt eine körperliche Ursache.
Kann gar nicht sagen, wie lange diese Erkranking schon besteht, da NL die Symptome deckeln, aber so lange es mir einigermaßen gut geht, soll ich dafür keine Medikamente nehmen.

Es könnte gut sein, dass du irgendwann mal ohne Medis auskommst. Und der Arzt hat in dem Sinne Recht, dass du so viel Medikamente nehmen solltest, um mal eine Weile symptomfrei zu sein. Dann "verlernt "das Gehirn die Symptme eventuell wieder, manche brauchen dafür Monate, andere Jahre, aber es gibt immer Hoffnung darauf.

liebe grüße Arian
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2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Montag, 04.12.17, 20:12

Hallo Arian,

Das freut mich dass du keine Medikamente im Moment brauchst. Also das gleiche wird es bei mir nicht sein denn ich hab keine Schmerzen.

Lg
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 04.12.17, 22:32

Hallo tanjaangelina, :)

dann nimm doch die 50mg in der Darreichungsform, die du kennst (Tabletten) und ergänze nur mit den Tropfen. Ein solches Vorgehen wird zumeist recht gut vertragen.
Ich würde nicht höher als 54- 55mg gehen.
Aufdosieren ist genau so Stress für das ZNS wie zu schnelles Abdosieren.
Es wäre gut, wenn du Solian flüssig bekommen könntest, dann könnte man es so handhaben und schauen, wie es sich auf deinen Schwindel auswirkt.

Viele Grüße
Jamie
Zuletzt geändert von Jamie am Montag, 04.12.17, 22:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: korrigiert
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 04.12.17, 22:33

Hallo, bitte beachte, dass ich mich aus Versehen vertippt habe und die mg korrigiert habe.

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Montag, 04.12.17, 23:23

Hallo Jamie,

Ja das wäre eine möglichkeit. Ich frage mal meinen Arzt danach. Sollte ich bis Mittwoch nichts verändern? Mir ist schwindelig und ich hab angst. Angst davor dass ich wieder in die Psychiatrie muss weil ich den Schwindel nicht aushalte und sie mir da wieder mehr Medikamente geben. Das will ich absolut nicht.
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 04.12.17, 23:36

Hallo :)

Wenn du so panisch bist, dann brösele dir eben etwas dazu, bis du am Mittwoch genau dosieren kannst.
Wir wollen alle nicht, dass du in der Psychiatrie landest, aber kopflos irgendwas aus Panik heraus machen ist eben auch kein guter Ratgeber. Ist viel zu oft schon schief gegangen.
Probiere es nach deinem Gefühl wegen des zusätzlichen Brösels.

Ich drücke die Daumen, dass der Schwindel besser wird :hug:

Jamie
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Dienstag, 05.12.17, 0:15

Jamie,
Danke, so hab ich es gerade gemacht. Mir etwas dazu gebröselt. Ich hab wirklich Angst denn in der Psychiatrie geben sie einem ja noch mehr Medikamente. Da bin ich mit meinen Amisulprid 50 mg bis 75 mg noch gut dran. Der Arzt dort meinte damals als ich auf 100 mg eingestellt wurde das sei für den hohlen Zahn ....schrecklich sind die dort ...Ich will nicht mehr hin...Was soll ich denn machen, wenn es ohne ein Medikament nicht geht? Und wenn ich zuhause nicht umstellen kann? Wenn es mir zu schwindelig ist dafür oder andere Entzugssymtome oder nebenWirkungen kommen? Ich hab ja diese körpergefühlsnebenwirkungen schon vom Amisulprid....Jedes mal beim reduzieren auch....Wie soll ich denn jemals davon wegkommen....
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Mittwoch, 06.12.17, 11:32

Hallo ihr lieben,

Ich komme gerade vom Psychiater. Was der gesagt hat, unglaublich. Ich hab ihm meine NebenWirkungen geschildert und er wusste nicht mal was das ist. Dann meinte er, sofort absetzen. Auf einmal. Ich sagte das gibt doch entzugserscheinungen. Er meint bei dieser Dosis nicht. Dann sagte ich, ich hab auch wieder meinen starken Schwindel, da meinte er, ich könnte alles machen, erhöhen, absetzen oder reduzieren. Ich hätte dafür nicht kommen müssen meint er. Na toll, was ist das denn für eine Aussage. Ausserdem möchte er ein Blutbild, denn seit der Einnahme gab es keins. Dies möchte ich jedoch nicht da ich es hasse Blut abnehmen zu lassen.
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 06.12.17, 11:46

Hallo Tanjaangelina,
Tanjaangelina hat geschrieben:da meinte er, ich könnte alles machen, erhöhen, absetzen oder reduzieren
Bestimmt ist er mit meiner Psychiaterin verwandt. :whistle: :wink:

Leider machen viele hier die Erfahrung, dass ihnen die Ärzte zwar sehr gerne und schnell alles mögliche verschreiben, aber wenn dann Probleme auftauchen weniger hilfreich sind.

Worin ich aber deinem Arzt Recht gebe ist, dass du dir regelmäßig Blut abnehmen lassen musst.
Psychopharmaka können alle möglichen Probleme auch an anderen Organen auslösen, das muss man im Blick behalten.
Meine Hausärztin nimmt halbjährlich Blut ab und schreibt einmal im Jahr ein EKG.
Das gibt ja auch mit Sicherheit, dass ich nicht am Ende noch mit einer Leberzirrhose dastehe.

LG Ute
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Tanjaangelina
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Mittwoch, 06.12.17, 12:21

Hallo ululu69,

Das ist nicht der Arzt der mir die Tabletten verschrieb. Ich bekam sie im KH eingestellt. Er meinte zum umstellen wäre es vielleicht besser wenn ich dorthin wieder gehe. Da ist ein Arzt vor Ort wenn es Probleme gibt. Ich will aber eigentlich nicht wieder in die Klinik .
Seit 2009 CFS Chronisches Erschöpfungssyndrom
Seit 2014 Chronischer Schwindel
Ohne Medikamente nicht aushaltbar.
Seit 2015 mehrere ADs und NL probiert wie Venlafaxin, Cioralex, Paroxetin, Olanzapin, Keppra, Gabapentin, Lyrica, Cymbal ta
Seit April 2017 Amisulprid erst 150 dann 125, 100, 75
Seit August 2017 Amisulprid 50 mg
November 2017 Versuch auf 40 mg zu reduzieren, 1 Woche gemacht, nach 4 Tagen kamen Nebenwirkungen, nach 1 1/2Wochen wieder der Schwindel, schon vor dem Schwindel hab ich aber wieder auf 50 mg erhöht
November 2017: 1 Woche 50 mg
Dezember 2017: 75 mg, da Schwindel mit 50 mg nicht mehr besser wurde
August 2016 kurzzeitig hydrocortison, da cortisol werte im Keller sind. Laut meinem Spezialist sollte ich Kortison weiter nehmen
Seit Januar 2016 Clonazepam 0.125mg abends, bei Bedarf 0.25 mg täglich bis zu 0.5mg an Tagen mit schlimmen Schwindel, im November 2017 konnte ich Clonazepam ganz weglassen, 3 Wochen lang, seit Dezember 2017 wieder angefangen, da Schwindel nicht aushaltbar
Vitamin D Mangel
Chronische Verstopfung, dafür Flohsamen und Macrogol
Neurodermitis
Gallensteinleiden
Somatisierungsstörung
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Tanjaangelina
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Mittwoch, 06.12.17, 16:15

Was ist denn jetzt am besten zu machen? Mir ist den ganzen Tag schwindelig, wie auf Strom, die Nerven flattern und zittern. Warum hilft mir amisulprid plötzlich nicht? Wie soll ich weiter vorgehen? Der Arzt kann ja anscheinend nicht helfen. Er hat ja mir überlassen was ich mache. Nächsten Dienstag hab ich wieder Termin bei ihm. Da hätte er mehr zeit.
Ich hab auch Angst wenn die mich in der Klinik entziehen werden dann deuten sie vielleicht absetzsymptome als neue Symptome und geben mir wieder höhere Dosen von anderem zeug. Das will ich absolut nicht.
Was soll ich denn jetzt machen?
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von claudiaef » Mittwoch, 06.12.17, 16:46

Hallo tanjaangelina,

Ich hatte schon bei anderen amisulprid-absetzern etwas drunter geschrieben, und zwar folgendes:
Amisulprid sagt man nach, ein duales wirkprinzip zu haben. In hohen Mengen wirkt es sedierend, in niedrigen anregend. Möglicherweise kommen Deine Probleme im unteren dosisbereich davon.

unter "amisulprid niedrige dosierung" habe ich etwas gefunden: https://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=301

Ich hatte nämlich unter amisulprid ähnliche Probleme mit dem absetzen. Sobald das unter eine bestimmte Dosis ging, würde ich ziemlich rasch psychotisch.
claudia
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Allupurinol (Menge folgt noch)

Citalopram abgesetzt: Oktober 2017

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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Mittwoch, 06.12.17, 17:09

Hallo claudia,

Nun, ich hatte ja diesen Schwindel und das unruhegefühl schon Jahre vor Medikamenten einnahme. Es kann nicht vom Medikament kommen. 7 Monate ging es mir ja auch auf der kleinen Dosis gut. WiE kann das sein?

Lg
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 06.12.17, 21:15

Hallo tanjaangelina, :)
WiE kann das sein?
es kommt vor, dass Psychopharmaka einfach nicht mehr wirken.
Meistens, aber nicht immer, hat man zuvor etwas an der Dosis geschraubt (oft ist es zu schnelles Absetzen) oder es kamen andere Medikamente dazu, die das fragile System im Gehirn durcheinander gerüttelt haben.
Es könnte sein, dass das bei dir der Fall ist.
Wenn dies so ist, dann muss ich leider hinzufügen, dass man oft überhaupt keine Dosis mehr findet, auf der es sich bessert. Vielleicht mal für zwei drei Tage, wenn man zB aufdosiert, aber oft wird es dann auch wieder schlechter.

Du kannst vielleicht noch mal probieren doch auf 75mg zu gehen und zu schauen, was passiert.
Wenn es nicht befriedigend ist, muss man drüber nachdenken das Präparat entweder weiter zu erhöhen und schlicht zu hoffen, dass sich noch was tut oder man beginnt mit dem Ausschleichen, weil es keinen Sinn mehr macht.

Wenn die Zustände so dann nicht aushaltbar sind, muss über zusätzliche Medikamente bzw. ein Wechsel nachgedacht werden. Wir sehen das zwar kritisch, wissen aber auch, dass es Situationen gibt, wo es für den Patienten notwendig ist.
Aber das ganze ist eben auch eine Wundertüte: wer weiß, vielleicht fängst du dich plötzlich an besser zu fühlen, wenn du ausschleichst?
Ist sehr schwer einzuschätzen, für uns alle hier.

Grüße
Jamie
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