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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Amisulprid absetzen

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Tanjaangelina
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Montag, 11.12.17, 21:05

Hab ich gemacht ! Ja gut dann warte ich mal 4 Wochen jetzt so ab.
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Dienstag, 12.12.17, 14:26

Heute morgen war ich bei meinem Psychiater. Ich hab nochmals meine Nebenwirkungen geschildert doch er kennt sie nicht. Er hat mir nahe gelegt, dass ich wieder zurück zur anderen Psychiaterin wechsle, die sich da evtl besser mit diesem Medikament auskennt. Dies ist jedoch erst am 11.Januar möglich. Ich könnte vorher höchstens in die psychiatrische Notaufnahme. Er hätte mir auch eine stationäre Einweisung mitgegeben, dies wollte ich jedoch nicht. Auch ein neues Medikament hätte er mir verschrieben, doch ich bin nicht sicher ob ich wirklich jetzt alleine Zuhause umstellen soll. Ich weiß nun nicht ob ich die Nebenwirkungen einfach versuchen soll zu ignorieren bis 11.Januar oder vorher in die Notaufnahme in die Akutpsychiatrie. Oder einen anderen niedergelassenen Psychiater aufsuchen, ich weiß nicht ob das möglich ist innerhalb eines Quartals zu zwei verschiedenen Psychiatern zu gehen, und ob er dann diese Nebenwirkung kennt, ist fraglich.
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Gwen » Dienstag, 12.12.17, 14:56

Hallo Tanjaangelina,

Du kannst grundsätzlich mehrere Fachärzte aufsuchen in einem Quartal. Die Frage ist nur, wie Du auch schon geschrieben hast, was es Dir bringen wird. Da Du nicht die "typische" psychisch Kranke bist, ist meines Erachtens nicht sicher, dass irgendein Neurologe, der Dich bislang nicht kennt, da was vernünftiges machen wird.

Was ein neues Medikament angeht, bin ich schon skeptisch, da Du das Amisulprid nicht kalt absetzen solltest. Dann weißt Du gar nicht mehr, was Absetzsymptome sind und welches Symptom von einem neuen Medikament kommt.

Ich weiß, das ist Dir jetzt alles keine große Hilfe. Aber ich würde an deiner Stelle erst Mal nicht viel ändern und den Termin bei der Ärztin abwarten, die dich kennt. Über Weihnachten in die Psychiatrie ist übrigens auch nicht so empfehlenswert. Da wird über die Feiertage nicht viel laufen, da dann oft nur eine Mindestbestellwert an Personal dort ist. Standartmäßig werden immer alke Patienten vor den Feiertagen entlassen, die irgendwie nach Hause können.

Liebe Grüße Gwen
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Dienstag, 12.12.17, 15:05

Hallo Gwen,

Ich meinte halt ambulant in diese Akutpsychiatrie und dort mal nachfragen ob sie diese Nebenwirkungen kennen. Nicht stationär dorthin. IcH war mal für 5 Tage in dieser Akutpsychiatrie und es war schrecklich. Der Psychiater heute konnte mir auch nicht sagen ob die Nebenwirkungen gefährlich sein können oder nicht. Klinikaufenthalt will ich eigentlich vermeiden, aber alleine umstellen traue ich mir auch nicht zu.
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Gwen » Dienstag, 12.12.17, 15:15

Hallo Tanjaangelina,

die Frage ist, was die machen selbst wenn sie es schon bei anderen gesehen haben. Im Zweifelsfall wird entweder wild rauf oder runter dosiert oder ein anderes Medikament vorgeschlagen.

Würde es Dich beruhigen, wenn es einem Arzt bekannt wäre?

Viele Grüße Gwen
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Dienstag, 12.12.17, 16:57

Da hast du glaube ich recht Gwen. So richtig würde das nicht helfen, selbst wenn es einem Arzt bekannt wäre. Wenn die mich mit einem anderen Medi heim schicken dann weiß ich ja wieder nicht soll ich es wagen und was hab ich da wieder für Nebenwirkungen. Aber wer kann mir denn da jetzt helfen? Die Ärztin im Januar kann vielleicht auch nichts sicher sagen ob das ein Grund ist umzustellen.
Kann ich denn auch schon jetzt versuchen mit der Dosis etwas runter zu gehen? Meine Periode bleibt schon wieder aus durch das Medi und ich spüre auch wie ich so super fit bin also ständig was machen muss, so muss es gar nicht sein, bei den 100 mg hatte ich so einen Laufdrang, da musste ich spazieren gehen mehrmals am Tag. Das amisulprid hilft mir gegen die Erschöpfung die ich normalerweise hab, nur manchmal zuviel. Ich kann ein Ding nach dem anderen tun, Haushalt, Stadtbummel, Einkaufen ohne auszuruhen. Ich könnte ja ein ganz klein wenig weniger nehmen als die 75 oder ist das schlecht? HAb s ja erst vor 5 Tagen erhöht.
Auch meine geistliche und Belastbarkeit ist viel besser, ich hab auch Angst vor dem umstellen, wElche Nebenwirkungen unter dem anderen Mittel dann auftreten. Ich hatte dem Psychiater Zeldox vorgeschlagen, und er sagt das ist ein gutes Mittel, nur eher wirksam bei Positivsymptomatik und weniger bei Negativ. Oder ich probiere es nochmals mit einem AD, das hat mich halt so schlaflos gemacht.

Lg
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Dienstag, 12.12.17, 19:34

Hallo Tanja,

ich kann dir leider nicht beantworten, ob du wieder mit der Dosis runtergehen kannst, dazu schreibt dir sicherlich bald jemand anderes.
Fühlst du dich denn mit den 75mg jetzt besser als mit den 40 oder 50mg?

Da ich auch 200mg Amisulprid nehme und keine Periode habe, interessiert es mich, auf welcher Dosis du das letzte Mal deine Periode hattest. Hattest du sie bei 40 oder 50mg?
Wie alt bist du denn und willst du auch noch Kinder bekommen? Wenn nicht, wäre es ja nicht so schlimm unfruchtbar zu sein und keine Periode zu haben.

Liebe Grüße
Katja
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Dienstag, 12.12.17, 21:15

Hallo Katja,

Nein, mit 50 mg ging es mir genauso gut wie mit 75. Erst als ich auf 40 reduziert hab, ist irgendwie alles gekippt.
Also ich bekomme meine Periode so alle 6 Wochen spätestens. Ich hoffe jetzt auch bald trotz der Erhöhung. Das letzte Mal hatte ich sie am 3. November als ich auf 50 mg war. Auf 50 mg kam sie regelmäßiger als auf 75 glaub ich. Ich bin 32 und möchte überhaupt keine Kinder mehr, da ich 3 habe. Verhüten muss ich aber trotz der unregelmäßigen Periode sagt der Frauenarzt, denn ein eisprung findet oft trotzdem statt. Wie verhütest du? Also doof ist, dass ich durch die unregelmäßige Periode schlecht die fruchtbaren Tage bestimmen kann, denn ich möchte an den fruchtbaren Tagen ganz verzichten. Hast du auch Libidoverlust und Milch aus den Brüsten? Ich schon. Leider gar keine Lust mehr. Die Nebenwirkungen die ich im thread beschrieben hab hast du aber nicht oder?
Wie lange nimmst du das amisulprid schon? Warst du schon immer auf 200?

LG
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November 2017: 1 Woche 50 mg
Dezember 2017: 75 mg, da Schwindel mit 50 mg nicht mehr besser wurde
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 13.12.17, 13:24

Hallo Tanja,
Tanjaangelina hat geschrieben: Also die Symptome der Missemofindungen in Händen, Armen und Beinen, das Gefühl meinen Körper zu verlieren, das hab ich ohne Medikamente schon gehabt, aber vielleicht 1 Mal im Jahr. Seit den Medikamenten ist es sehr oft da. Beim reduzieren spüre ich es auch. Ich weiß daher nicht was es genau für eine Bedeutung hat. Nebenwirkungen sind es auf jeden Fall. Ich hab auch nach gelesen, das Neuroleptika Derealisation verschlimmern. Mein Psychiater sagte mir mal, dass es sich bei meinen Symptomen um Derealisation handelt.
Arianrhod hatte oben ja geschrieben, dass sie die gleichen Symptome auch beim Absetzen des Amisulprids hatte - ich habe bisher Gott sei Dank keins davon. Ich habe Amisulprid seit Juni 2016 genommen und reduziere seit diesem Sommer, bisher von den ursprünglichen 400mg auf 200mg.
Tanjaangelina hat geschrieben: Weitere Nebenwirkungen der Neuroleptika sind Milch aus der Brust, Gewichtsabnahme, Verlust von sexuellem Verlangen, Verstopfung (unter der ich eh schon seit 10 Jahren stark leide).
Die Periode habe ich seit Sommer 2016 nicht mehr, ich glaube, dass deswegen auch gar kein Eisprung bei mir stattfindet. Verhüten tu ich aber trotzdem mit Kondom. Milchfluss habe ich Gott sei Dank nicht, Gewicht habe ich leider seit letztem Jahr 20kg zugenommen. Ich glaube, Gewichtszunahme ist auch üblicher unter Amisulprid, auf die Gewichtsabnahme hoffe ich durchs Reduzieren. Verstopfung habe ich nicht, dafür aber auch Libidoverlust. Ich bin mir bei letzterem aber unsicher, ob das am Amisulprid liegt. Ich nehme ja immerhin noch zwei weitere Psychopharmaka. Ich leide eher unter Antriebslosigkeit, also dem Gegenteil deines ständig-was-machen-müssens. Ob die Antriebslosigkeit von einem Psychopharmakon kommt - keine Ahnung.

Da sind wir ja ungefähr gleich alt, aber so ein Unterschied: Ich habe noch gar kein Kind. Glückwunsch zu deinen drei. :) Das heißt, du bist eigentlich auch voll als Mutter eingespannt zu Hause? Das ist natürlich schwierig mit all deinen Symptomen.. Hast du einen Mann, der dir mit den Kindern hilft?

Ich glaube übrigens, dass es vor allem wichtig ist, dass du auf einer Dosis jetzt mal konstant bleibst. Ich würde denken, dass du noch ein klein bisschen weniger als 75mg nehmen kannst, weil du erst vor ein paar Tagen erhöht hast, aber dann musst du darauf wirklich mal wenigstens 3-6 Wochen bleiben. Je eher du dich stabilisierst, desto besser, glaube ich. Vielleicht antwortet aber noch jemand Erfahreneres...

Liebe Grüße
Katja

PS: Wegen der Verstopfung: Ich hatte das früher auch einmal, neben Flohsamen haben mir Pflaumensaft und Kaffee geholfen.
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Mittwoch, 13.12.17, 14:15

Hallo Katja,

Natürlich meinte ich Gewichtszunahme hatte ich und keine Abnahme. Aber nur 3 bis 4 Kilo. Ich wiege mich täglich und esse abends nur Lowcarb. Also antriebslosigkeit kenne ich von morgens. Das ist mit dem Amisulprid besser geworden.

Meine 3 Kinder leben nicht bei mir, sondern bei meinen Eltern. Ich konnte sie aufgrund meiner Erschöpfung damals nicht mehr behalten, war alleinerziehend. Hatte sie 9 Jahre lang selbst erzogen.

Ich lese in deiner Signatur, dass du Entscheidungsprobleme hast. Diese hab ich auch. Ich hab überhaupt kein Bauchgefühl und tue mir schon bei kleinsten Entscheidungen schwer wie zb.ob ich heute einkaufen gehe oder morgen. Das wurde aber mit Amisulprid nicht besser.
Du schreibst zoplicon hätte Wechselwirkungen mit Amisulprid? Davon weiß ich nichts, in der Klinik hatten sie mir das immer gegeben.
Vitamin D Mangel hab ich auch, hab aber das Gefühl ich vertrage kein künstliches Vitamin D.
Ja ich werde versuchen mal auf ca. 70 dann zu bleiben für ein paar Wochen.
Danke für die Tipps bei Verstopfung, Pflaumensaft darf ich leider nicht wegen meiner Histaminintoleranz, aber mit den Flohsamen komm ich ganz gut zurecht zur Zeit.

LG
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 13.12.17, 14:51

Hallo Tanja,

3-4 kg ist ja nicht weiter schlimm! Täglich wiegen ist aber auch etwas stressig dann, oder? Ich bin froh, dass mich die App MyTherapy neben der Medikamenteneinnahme auch an 1x wöchentliches Wiegen erinnert. :)

Ja, morgens ist die Antriebslosigkeit am Schlimmsten. Das kommt bei mir wahrscheinlich durchs Olanzapin, glaube ich. Ich muss immer ewig mit mir kämpfen, bis ich aufstehe. :(

Das ist sicher schwer, dass deine Kinder nicht bei dir leben. :( Wohnen deine Eltern wenigstens bei dir in der Nähe?

Das tut mir leid, dass du auch diese Entscheidungsprobleme hast! Meine Mutter meinte dann bei einer Entscheidung neulich zu mir "dann entscheiden die anderen für dich" :( Ja, ist schon komisch, sich so schwer entscheiden zu können. Ich hatte das immer schon ansatzweise, aber so wirklich schlimm, dass ich so gar kein Bauchgefühl habe, ist das erst seit Sommer 2016 geworden.

Die Wechselwirkungen von Amisulprid&Zopiclon hatte ich von https://www.apotheken-umschau.de/Medika ... kungscheck. Da steht auch nichts Genaueres dazu. Ich hatte vor allem Sorge wegen der im Beipackzettel aufgeführten seltenen Nebenwirkung Psychose, aber mein Psychiater hat mich gestern dazu beruhigt. Ich würde es jetzt also nehmen. Hast du es denn gut vertragen?

Blöd, wenn du kein künstliches Vitamin D verträgst - ein ausreichender Spiegel ist wirklich wichtig fürs Immunsystem. Ich habe ja auch MS und da sagt man zum Beispiel, dass ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel davor schützt.

Dann drücke ich dir die Daumen, dass du dich mit 70mg stabilisieren kannst und deine Absetzsymptome wieder etwas besser werden!

Liebe Grüße
Katja
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Mittwoch, 13.12.17, 15:57

Hallo Katja,

Also das tägliche wiegen macht mir nichts aus. Auch für die Tabletten brauche ich keine Erinnerung. Ich glaube, dass bei dir die starke Gewichtszunahme vom Olanzapin kommt. Das ist dafür bekannt. Amisulprid eher geringer.

Ich stehe generell spät auf, aber es ist besser mit Amisulprid. Wenn nur diese Nebenwirkungen nicht wären. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.

Nun es ist okay für mich dass meine Kinder dort wohnen. Ich sehe sie regemässig und es wäre mir zuviel wenn sie bei mir wohnen würden. So weit weg wohnen Sie nicht.

Ich hatte auch schon immer diese Entscheidungsproblematik, aber seit paar Jahren auch verstärkt. Das ist schwierig, ich weiß gar nicht woher das kommt.
Also ich hab Zopiclon vertragen, aber man soll es ja nicht immer nehmen, da es anhängig macht.

Diese Nebenwirkungen sind bei mir ja nicht nur Absetzsymptome sondern immer da. Sie sind sehr störend. Ich kann nicht weiter weg von zu Hause gehen da das schlimmer wird oft draußen und ich dann Panik kriege und nicht weiß wie ich heim kommen soll. Für Taxi hab ich kein Geld. Es hat so irgendwie keine Zukunft mit dem Amisulprid aber andererseits weiß ich nicht ob ein anderes Medi mir solche Vorteile wie Amisulprid gibt oder wiederum andere Nebenwirkungen hat. Alles nicht so einfach.

LG
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 13.12.17, 17:00

Hallo Tanja,

ja, wirklich brauchen tu ich auch keine Erinnerungen für Medikamente&Co, aber es ist eine nette Spielerei die ganzen Medikamente mit der App zu verwalten :)

Ja, wahrscheinlich kam die Gewichtszunahme hauptsächlich durchs Olanzapin, auch wenn ich davon max. 5mg genommen habe. Ich war letztes Jahr auch sehr dünn, sodass ich bei den Heißhungeranfällen, die ich letztes Jahr hatte, auch keine Zurückhaltung geübt habe... Außer dem Olanzapin und vielleicht Amisulprid war noch diese Langeweile in der Psychiatrie am Appetit schuld und der viele Kuchen, den es da gab. Ich verstehe echt nicht, warum es da so oft ungesunde Sachen gibt, wo gesunde Ernährung so wichtig ist und so viele Patienten über Gewichtszunahme unter Psychopharmaka klagen.

Dann ist es ja gut, dass du mit deinen Kindern eine Lösung gefunden hast, die für dich in Ordnung ist.

Und ich dachte, dass die Entscheidungsproblematik bei mir eventuell mit den wenigen Gefühlen zusammenhängt, die ich habe. Aber diese Gefühls- und Interessenlosigkeit hast du ja nicht, oder?

Ja, ich bin bei dem Zopiclon auch wegen der Abhängigkeit vorsichtig. Gestern konnte ich z.B. schlechter einschlafen, aber habe nur eine Baldrian genommen. Überraschenderweise helfen die in letzter Zeit - hätte eigentlich gedacht, dass die kaum Wirkung haben.
Tanjaangelina hat geschrieben: Diese Nebenwirkungen sind bei mir ja nicht nur Absetzsymptome sondern immer da. Sie sind sehr störend. Ich kann nicht weiter weg von zu Hause gehen da das schlimmer wird oft draußen und ich dann Panik kriege und nicht weiß wie ich heim kommen soll. Für Taxi hab ich kein Geld. Es hat so irgendwie keine Zukunft mit dem Amisulprid aber andererseits weiß ich nicht ob ein anderes Medi mir solche Vorteile wie Amisulprid gibt oder wiederum andere Nebenwirkungen hat. Alles nicht so einfach.
Was ich bei deinem Verlauf nicht so ganz verstehe, ist wann diese Nebenwirkungen angefangen haben. Du hast bei dem Amisulprid ja schon sehr bald nach Einnahmebeginn reduziert, oder? Deswegen wusste ich nicht, ob es nun Nebenwirkungen oder Absetzsymptome sind.
Oder hattest du die Nebenwirkungen schon so früh und hast deswegen dann bald reduziert?
Ich glaube dir auf jeden Fall, dass das sehr störend ist, vor allem, wenn du deswegen kaum dein Haus verlässt. :( Aber du hast die letzten Jahre ja wirklich viele Psychopharmaka ausprobiert, vielleicht braucht dein ZNS nun erst mal etwas Stabilität um zur Ruhe zu kommen?

Liebe Grüße
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 13.12.17, 17:10

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ja, wirklich brauchen tu ich auch keine Erinnerungen für Medikamente&Co, aber es ist eine nette Spielerei die ganzen Medikamente mit der App zu verwalten :)
Hallo Katja, weißt Du bei der App, wo und in welcher Form Deine Daten gespeichert werden und wer die auswerten kann? Sind ja doch schließlich sehr sensible Infos, welche Medikamente Du nimmst.
Viele Grüße Gwen
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Tanjaangelina
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Mittwoch, 13.12.17, 17:15

Hallo Katja,

Ja in der Psychiatrie gibt es eh essen was ich nicht vertrage wegen der Histaminintoleranz. Die mussten immer speziell für mich kochen. Mir geht's allgemein in Kliniken schlecht, da ich zu anderen Zeiten esse und schlafe.
Nein also Gefühls, und Interessenlosigkeit hab ich gar nicht, und trotzdem die Entscheidungsproblematik.

Ich hatte das Amisulprid schon am Anfang bald reduziert. Aber nicht wegen den Nebenwirkungen sondern weil ich so wenig wie möglich nehmen wollte. Die Nebenwirkungen fingen schon ziemlich am Anfang an, nach meiner Reduktion auf 75. Davor hatte ich es nicht.
Also reine Absetzsymptome sind es nicht. Ich hab es auch so. Ja ich hab vieles ausprobiert aber nicht lange. Manches nur ein paar Tage. Da kann man ja noch nicht wirklich was sagen, hatte aber die Nebenwirkungen nicht ausgehalten.
Ich hab gerade mit einem Psychiater telefoniert und der meinte das sei eine Art Derealisation und ich müsste dann daß Amisulprid absetzen und ein anderes Neuroleptika nehmen. Ich hab aber Angst vor der Umstellung. Ich hab viele Vorteile durch das amisulprid. Aber so auf Dauer ist es ja auch nicht das wahre mit den Nebenwirkungen. Puhh ich weiß nicht was besser ist.

LG
Tanjaangelina
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Seit April 2017 Amisulprid erst 150 dann 125, 100, 75
Seit August 2017 Amisulprid 50 mg
November 2017 Versuch auf 40 mg zu reduzieren, 1 Woche gemacht, nach 4 Tagen kamen Nebenwirkungen, nach 1 1/2Wochen wieder der Schwindel, schon vor dem Schwindel hab ich aber wieder auf 50 mg erhöht
November 2017: 1 Woche 50 mg
Dezember 2017: 75 mg, da Schwindel mit 50 mg nicht mehr besser wurde
August 2016 kurzzeitig hydrocortison, da cortisol werte im Keller sind. Laut meinem Spezialist sollte ich Kortison weiter nehmen
Seit Januar 2016 Clonazepam 0.125mg abends, bei Bedarf 0.25 mg täglich bis zu 0.5mg an Tagen mit schlimmen Schwindel, im November 2017 konnte ich Clonazepam ganz weglassen, 3 Wochen lang, seit Dezember 2017 wieder angefangen, da Schwindel nicht aushaltbar
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Katja
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 13.12.17, 17:41

Hallo Gwen,
Gwen hat geschrieben:
Off Topic
ja, wirklich brauchen tu ich auch keine Erinnerungen für Medikamente&Co, aber es ist eine nette Spielerei die ganzen Medikamente mit der App zu verwalten :)
Hallo Katja, weißt Du bei der App, wo und in welcher Form Deine Daten gespeichert werden und wer die auswerten kann? Sind ja doch schließlich sehr sensible Infos, welche Medikamente Du nimmst.
Viele Grüße Gwen
du hast schon Recht - es sind sehr sensible Infos, die da personalisiert aber wohl verschlüsselt abgespeichert werden. Ich habe mir mal die Datenschutzbestimmungen von MyTherapy durchgelesen (http://www.smartpatient.eu/legal/MyTher ... ml#part-de) und sie geben anonymisiert die Daten an "Forschungspartner" weiter (oder personalisierte Daten an Mitnutzer, wenn man das selbst freigibt). Mit dem Datenschutz ist das so eine Sache. Ich habe ja auch alle sensiblen Informationen hier öffentlich im Forum und das gefällt mir noch weniger, als die Auswertung meiner anonymisierten Medikamentendaten (inklusive meiner konstant "mittleren" Stimmung) durch "Forschungspartner". Tatsächlich freut es mich aber, wenn meine Medikamentenerfahrung irgendwo anonymisiert analysiert wird. Vielleicht gibt es ja dann irgendwann mal tatsächlich Untersuchungen durch die "Forschungspartner" zu risikominimierendem langsamen Absetzen... :schnecke:

Liebe Grüße
Katja
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 13.12.17, 17:51

Hallo Tanja,

dann hast du ja auch wenigstens einen guten Grund, nicht wieder in eine Klinik zu wollen. Ich drücke uns beiden die Daumen, dass uns das auch wirklich erspart bleibt!
Tanjaangelina hat geschrieben: Ich hab gerade mit einem Psychiater telefoniert und der meinte das sei eine Art Derealisation und ich müsste dann daß Amisulprid absetzen und ein anderes Neuroleptika nehmen. Ich hab aber Angst vor der Umstellung. Ich hab viele Vorteile durch das amisulprid. Aber so auf Dauer ist es ja auch nicht das wahre mit den Nebenwirkungen. Puhh ich weiß nicht was besser ist.
Wenn du auf die Meinung der erfahrenen Betroffenen hier im Forum vertraust, brauchst du dir die Frage nach so einer Umstellung erst mal gar nicht zu stellen: Wenn du weitere Nebenwirkungen/Absetzsymptome vermeiden möchtest, solltest du als Erstes das Amisulprid mit 5-10% alle 4-6 Wochen reduzieren. Dann brauchst du schon ein halbes Jahr, bis du bei deinen ursprünglichen 40mg wieder ankommst. :schnecke: Und dann würde ich erst mal abwarten, wie es dir in einem halben Jahr geht. Dann kannst du weiter schauen, ob du als Langzeitprojekt die 40mg auch noch langsam reduzierst, weil du weiter Derealisationserscheinungen hast, oder ob es dir mit der Dosis doch möglichst gut geht.

Wir müssen viel Geduld haben mit unserer Gesundheit... :hug:

Lieben Gruß
Katja
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Mittwoch, 13.12.17, 18:01

Hallo Katja,

Nun wenn ich alle paar Wochen reduziere und das dauert ein halbes Jahr lang, das bedeutet ja, dass ich mit den Derealisationserleben das ich auch jetzt habe, zur Zeit täglich, ja leben muss? Ich weiß ja nicht sicher ob es wirklich derealisationserleben ist denn zb kralle ich auch die Finger in die Hand also nehme eine komische Stellung der Hand ein, das ist doch nicht derealisation. Ausserdem hab ich ein Gefühl in meinen Beinen wie Prothesen, also fühle es anders. Dann kommt die Panik hoch. Soll ich das wirklich für ein halbes Jahr so lassen? Ich komm ja gar nicht weit aus dem Haus!

Lg
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Dezember 2017: 75 mg, da Schwindel mit 50 mg nicht mehr besser wurde
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Katja » Mittwoch, 13.12.17, 18:43

Hallo Tanja,

wie gesagt, die 5-10% alle 4-6 Wochen sind die Empfehlung hier und das würde das halbe Jahr abwarten bedeuten. :?
Ich reduziere bis jetzt auch schneller, alle 3 Wochen und über 10%, aber ich denke, dass ich im unteren Dosisbereich auch langsamer reduzieren werde. Ich habe bis jetzt halt keine Absetzsymptome und kaum Nebenwirkungen (denke, dass das Meiste von meinen Symptomen doch von meiner Psychose kommt) und darum glaube ich, dass ich noch nicht zu vorsichtig sein muss.
Aber gerade weil du die Derealisationserscheinungen hast, würde ich wohl vorsichtiger reduzieren, auch wenn man dann ganz geduldig sein muss bei deinen Einschräkungen. Du hast aber die Chance, dass dein gereiztes ZNS sich beruhigt, wenn du 3-6 Wochen auf einer Dosis bleibst, und die Derealisationserscheinungen auch mit dem Amisulprid auch wieder besser werden. Du hattest die ja auch früher unter dem Amisulprid nur selten, das spricht doch für ein gereiztes ZNS durch die schnelle Reduktion auf 40mg. Also mach den Fehler des schnellen Reduzierens besser nicht noch einmal, oder?

Du kannst natürlich auch auf deine Ärzte statt das Forum hier hören, die reduzieren dein Amisulprid garantiert schneller, aber damit haben hier Einige im Forum halt wegen des dann gereizten ZNS schlechte Erfahrungen gemacht.

Es muss jeder für sich selbst entscheiden, was am besten für ihn ist.

Liebe Grüße
Katja

PS: Zu deiner Hand und den Beinen kann ich leider auch nicht sagen, was das ist.
PPS: Machst du eigentlich eine Psychotherapie? Vielleicht kann dir eine Therapeutin helfen herauszufinden, welcher Weg für dich der Richtige ist, und mit deiner Panik umzugehen.
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Re: Amisulprid absetzen

Beitrag von Tanjaangelina » Mittwoch, 13.12.17, 20:01

Hallo Katja,

Ja ich werde langsam wwider reduzieren, allerdings hatte ich die Derealisationsstörungen schon oft unter der Einnahme. Manche Tage und Wochen mal nicht aber insgesamt schon öfters. Also ich kann so nicht ein halbes Jahr bleiben. Ob das wieder besser wird, mmh es wurde ja bisher immer schlimmer. Also das bezweifle ich.

Nein zu einer Psychotherapie gehe ich momentan nicht, hab aber viele schon gemacht. Ja das wäre ein Idee, da es aber Nebenwirkungen sind, weiß ich nicht, ob diese helfen könnte.

LG
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