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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Rote-Hand-Brief zu Haldol (Haloperidol)

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
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Rote-Hand-Brief zu Haldol (Haloperidol)

Beitrag von Murmeline » Freitag, 22.12.17, 11:16

Janssen-Cilag informiert, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ein Harmonisierungsverfahren für alle Darreichungsformen von Haldol und Haldol Decanoat Depot durchgeführt hat.

Dadurch haben sich zahlreiche Änderungen in den Fachinformationen zu Indikationen, maximaler Tagesdosis, Dosierung und Art der Verabreichung, Dosierung bei älteren Patienten, Anpassungen bei Gegenanzeigen, Interaktionen, Nebenwirkungen, Hinweisen zu Fertilität, Schwangerschaft u, Stillzeit.

Die wichtigsten Änderungen:

Indikationsänderungen

Folgende Anwendungsgebiete sind weggefallen oder wurden eingeschränkt:

- Erbrechen (HALDOL 1mg Tabletten und HALDOL Tropfen zum Einnehmen) (weggefallen)
- Tic-Erkrankungen bei Kindern ab 3 Jahren (HALDOL 1mg/5mg/10mg Tabletten und HALDOL Tropfen zum Einnehmen) nun erst zugelassen ab 10 Jahren (eingeschränkt)
- akute und chronische schizophrene Syndrome (HALDOL Injektionslösung) (weggefallen)

Quelle und weitere Infos:
https://psylex.de/psychopharmaka/psycho ... dol.html#4
Zuletzt geändert von Jamie am Samstag, 23.12.17, 8:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von Eva » Freitag, 22.12.17, 18:13

Hallo,

Haldol habe ich indirekt - aus der Beobachtung heraus - als wahres Teufelszeug kennenlernen müssen und bin froh über JEDE Einschränkung der Einnahme!

LG Eva
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von LinLina » Freitag, 22.12.17, 18:17

Hallo Eva :-)

Ja, Haldol hat ziemlich heftige Nebenwirkungen, auch dauerhafte. Dass es bisher ab 3 Jahre zugelassen war, finde ich erschreckend.

Liebe Grüße
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Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 komplett abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 27.12.2017: 0.25 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von padma » Freitag, 22.12.17, 18:43

hallo :) ,

ich war ja so ensetzt, als ich herausgefunden hatte, dass sie es meiner 80 jährigen Mutter in einem somatischen Krankenhaus gegeben haben, Indikation dafür war wohl Übelkeit. :frust:

Wie es ihr damit ging, brauche ich wohl nicht zu schreiben.
Ich bin sehr erleichtert, dass das als Indikation nun nicht mehr erlaubt ist

lg padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Absetzverlauf:
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27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von Eva » Freitag, 22.12.17, 18:45

Hallo,

ehrlich aus dem Bauch heraus? Dass es sowas wie Haldol geben kann, ist eine Schande!

Und ich greife selten zu solch starken Worten.

LG Eva
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von claudiaef » Freitag, 22.12.17, 22:19

Hallo,
Hab mich da gefragt, was sie dann in der Notfallaufnahme bei Schizophrenie/psychose machen. Es war ja eigentlich DAS Medikament zur akuten Behandlung. Es war das allererste, was ich bekommen habe. Oder gilt das nur für die Injektion ? Ich habe es damals als Tropfenlösung bekommen.
Liebe Grüsse,
Claudia
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Diagnose: Depression seit 2011, citalopram 10 mg
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von Eva » Freitag, 22.12.17, 22:52

Hallo Claudia,

es gibt auch für Notfälle bestimmt noch andere Möglichkeiten.

Und ncht alle Neuroleptika zeigen solch hammermäßiges Nebenwirkungsprofil wie Haldol.

Grüße, Eva
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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol

Beitrag von Murmeline » Samstag, 23.12.17, 7:48

Hallo Claudia,

Es gilt für die Injektion. Diese darf man erst dann einsetzen, wenn der Patient (stabil) auf die orale Einnahme mit Tabletten/Tropfen eingestellt ist.

https://www.akdae.de/Arzneimittelsicher ... 171221.pdf

Murmeline mit Grüssen
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Rote-Hand-Brief zu Haldol (Haloperidol)

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 23.12.17, 18:05

Hallo,
offen gesagt fand ich die Wirkung von 6mg Haldol nicht so schlimm. Ich wurde nicht müde und es gab keine Gewichtszunahme. Aber Angst hatte ich - vor Spätdyskinesien. Nach drei Monaten musste ich wegen einer heftigen Akathasie Haldol wieder absetzen......
aber WAS genau die gewünschte Wirkung sein soll , konnte ich nicht herausfinden.
claudiaef hat geschrieben:Hallo,
Hab mich da gefragt, was sie dann in der Notfallaufnahme bei Schizophrenie/psychose machen. Es war ja eigentlich DAS Medikament zur akuten Behandlung. Es war das allererste, was ich bekommen habe. Oder gilt das nur für die Injektion ? Ich habe es damals als Tropfenlösung bekommen
es ist auch immer noch das Medikament für Durchgangssyndrom, also Verwirrung nach einer Operation/ Narkose.

liebe Grüße Arian
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2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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