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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Olanzapin absetzen

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Olanzapin absetzen

Beitrag von MksN » Mittwoch, 03.01.18, 8:46

Hi,

das soll mir als Tagebuch dienen, wie ich Olanzapin ausschleiche. Anlass ist der, dass ich keine Pychose habe.
Er wurde als Verstärker für ein AD verschrieben. Beides war das falsche Medikament. Meine eigentliche Diagnose
ist eine generalisierte Angststörung. Dagegen nehme ich nun erfolgreich Pregabalin in einer Mini-Dosis.

Das Olanzapin ist nur noch ein Relikt und ich benötige es nicht mehr. Genommen habe ich es ca. 2.5 Jahre meist in
5mg bis 10mg. Zuletzt über mehre Monate mit 5mg.

Bin auch an den Quell und die Ursache meiner Störung gekommen, so dass ich sehr stabil bin momentan.

Trotz allem rechne ich mit Absetzsymptomen. Ich bin aktuell in der 0mg Phase und merke die Absetzsymptome.
Kopfweh, leichtes Schwitzen, keine Übelkeit, erschöpft und Schlafstörung. Kann nicht mehr schlafen.

Letztes sehe ich so:
Ich akzeptiere es. Dran ändern kann ich nix. Das ist wohl echt so beim Absetzen. Haben ja viele.
Deswegen lenke ich mich in der Zeit ab und vertraue auf meinen Körper. Mein Körper wird sich schon irgendwie
wieder regenieren. Irgendwann holt er sich schon den Schlaf.

Ja. Ich rechne mit 1-2 Monaten Problemen. Werde viel Sport machen. Mich ablenken. Und wenn ich im
Bett liege und nicht schlafen kann, dann stehe ich auf. Macht ja keinen Sinn.

Will hier meinen Prozess dokumentieren und hoffe, dass ich am Ende frei von Olanzapin bin... wie gesagt...
mit wurde es aus einer Fehldiagnose heraus verschrieben.
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 03.01.18, 19:00

hallo MksN, :)

willkommen im ADFD.

Schön, dass du uns hier über deinen Verlauf berichten wirst.

Leider ist es gar nicht so selten, dass Olanzapin oder ein anderes NL gegeben wird, auch wenn gar keine Psychose vorliegt.

Gut, dass du dich entschieden hast, es abzusetzen.
Ich befürchte allerdings, dass du zu schnell vorgegangen bist. Auch wenn ein NL aufgrund einer Fehldiagnose verordnet wurde, baut das Gehirn es in seinen Stoffwechsel ein und es muss daher ausgeschlichen werden.

Wenn man zu schnell abgesetzt hat und stärkere Absetzsymptome auftreten, ist aussitzen wollen zumeist keine gute Idee. Absetzsymptome können deutlich länger als 1 - 2 Monate anhalten. Ich kann jetzt nicht einschätzen, wie schwerwiegend deine Symptome sind.
Hier unsere Absetzinfos: viewtopic.php?f=32&t=12884

Wenn du unsere Unterstützung wünscht, bräuchten wir noch genauere Informationen: Bist du von 5 mg aus direkt auf 0 gegangen? Seit wann genau bist du auf 0?

liebe Grüsse,
padma
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von MksN » Donnerstag, 04.01.18, 15:56

Danke für deine Antwort. Ja es war zu schnell. Da ich angewiesen bin arbeiten zu können, bin ich nun wieder bei 5mg.

Mein Körper hat wohl verlernt zu schlafen. Das ist das schlimmste... habe viel zu dem Thema gelesen. Ist wirklich ein
Hirnschaden entstanden... wenn der Körper was nicht mehr braucht, baut er es ab.

Nur wie bringt man einem Körper wieder bei zu schlafen? Habe gestern echt alles versucht. Achtsamkeitstraining. Meditation.
Alles! Nix hat geholfen. 2 Uhr war ich wach und das wars dann. Danach habe ich 5mg wieder genommen, da ich gelesen habe,
das der Zustand bei zu schnellem Absetzen eher länger braucht und noch mehr Schaden entstanden ist.

Gibt es jemand der wieder gelernt hat zu schlafen? Einnahme bei mir waren so 2-2.5 Jahre. Meiste Zeit zw. 5-10mg.

Bin echt verzweifelt. Habe Angst nie wieder ohne Tabletten schlafen zu können...
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 04.01.18, 17:52

Hallo MksN,

auch von mir noch herzlich willkommen hier im Forum.

Olanzapin ist ein Neuroleptika und muss langsam ausgeschlichen werden, wie Padma :) dir ja schon geschrieben hat, riskierst du ansonsten langanhaltende und heftige Absetzerscheinungen.
Du hast leider viel zu schnell abgesetzt, da die schlaffördernde Wirkung des Medikamentes plötzlich weggefallen ist, hattest du einen Rebound und könntest überhaupt nicht mehr schlafen. Es ist oft schon so, dass der Körper sich den Schlaf irgendwann holt aber leider nicht immer.
Wir haben auch Betroffene im Forum, die unter langanhaltenden und schwerwiegenden Schlafstörungen leiden, die ein normales Leben nicht möglich machen.
Ich möchte dir keine Angst machen, sondern nur aufzeigen, wie wichtig ein langsames Absetzen von Psychopharmaka ist.
Du solltest dich jetzt zuerst auf einer gleichbleibenden Dosis des Olanzapin stabilisieren. Wenn du dann langsam absetzt und deinem Gehirn immer genügend Zeit lässt, sich anzupassen, wirst du sicher auch wieder ohne Medikamente schlafen können.

Padma :) hat dir ja schon hilfreiche Informationen dazu verlinkt.

LG Ute
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von claudiaef » Donnerstag, 04.01.18, 18:26

Hallo,
Auch ich möchte Dich darauf aufmerksam machen, dass Schlafen ein wichtiger Punkt beim Absetzen von Neuroleptika ist. Als ich sie zweimal abgesetzt hab, weil ich so unter den NW gelitten habe und gleichzeitig mir so stark stigmatisiert vorkam, wusste ich nicht, wie man richtig absetzt und bekam Absetzpsychosen. Sie können sehr schlimm sein.
Hier im Forum gibt es genug Erfahrung, um es so glimpflich wie möglich ablaufen zu lassen und es hilft wirklich langsam NL abzusetzen. Ich wache zwar auch nachts auf, schlafe dann aber wieder weiter (bin jetzt bei der Hälfte der Ausgangsmenge).
Alles Gute,
Claudia
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von MksN » Samstag, 06.01.18, 14:21

Schleiche nun langsam wieder ein. 5mg zum einschleichen waren wohl zu viel... kam mir zugedröhnt vor... hätte 12 Stunden schlafen können. Gehe nun auf 2.5mg und steigere wieder langsam, bis ich eine Dosis habe, auf der ich mich wieder stabilieren kann.
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von Katja » Samstag, 06.01.18, 16:45

Hallo MksN,

ich habe von ursprünglich 5mg Olanzapin auf derzeit nachmittags 3,125mg (=1 1/4*2,5mg), werde damit aber leider kaum wach, wenn der Wecker klingelt, und schlafe auch noch über 10 Stunden..

Ich drück dir die Daumen, dass du dich auf einer eher niedrigen Dosis stabilisieren kannst!

Viele Grüße
Katja
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von MksN » Montag, 08.01.18, 16:09

Heute das Gespräch mit meiner Therapeutin gehabt. Sie meint beim Ausschleichen soll ich mich auf mein Gefühl verlassen. Wenn ne Dosis zu niedrig ist einfach wieder etwas höher gehen bis es klappt. Mehr konnte sie nicht an Rat geben.

Seit 2 Tagen bin ich auf 2,5mg. Konnte die zweite Nacht super schlafen. Bin keinmal aufgewacht. War auch nicht erschöpft. Am ersten Tag habe ich sehr unruhig geschalfen... fühlte mich immer "wach" konnte aber gut schlafen... war nicht sehr tief der Schlaf aber trotzdem erholsam. Ich bleibe nun erstmal bei den 2,5mg und dosiere auf, wenn ich merke, dass ich keinen erholsamen Schlaf finde... denn ohne guten Schlaf auf Dauer macht ein Absetzen glaub keinen Sinn. Der sollte nach ein paar Tagen wieder stimmen. Bisher tut er das bei 2,5mg ganz gut. Habe mich auf soweit wieder stabilisiert. Etwas Angst, aber aushaltbar.

Mal schauen was die nächsten Tage bringen.
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von padma » Montag, 08.01.18, 17:38

hallo MksN, :)

das hört sich gut an bei dir.
Ich würde jetzt auch versuchen, ob du dich auf den 2,5 mg weiter stabilisieren kannst.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von MksN » Mittwoch, 10.01.18, 18:21

Also 2.5mg vertrage ich scheinbar ganz gut. Habe bei dieser Menge keine Absetzsymptome. Schlaf ist ganz ok. Kann früh einschlafen.

Stabil bin ich grad noch nicht. Das liegt aber diesmal an der Arbeit und ist ein Thema, das ich in meiner Therapie noch nicht
geklärt habe. Eine erhöhte Dosis würde mit da aber auch nicht helfen... dann bin ich nur zusätzlich zugedröhnt und das Problem
wird wieder verschleiert. Nun spüre ich es und kann damit arbeiten.

Mal schauen wie sich das entwickelt. Bin sehr angespannt, habe recht viel Druck. Bekomme das aber denk ich in den Griff.

Melde mich wenn es wieder was Neues gibt.
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von MksN » Montag, 22.01.18, 19:20

Momentan bin ich immer noch bei 2.5mg. Ich versuche jetzt schon Sport in meinen Alltag einzubauen. Habe immer noch ein schwieriges Thema auf der Arbeit. Das macht das Absetzen grad schwer. Nehme aber nicht zu und den Körper erstmal an 2.5mg gewöhnen ist auch nicht verkehrt.

Ansonsten alles ok. Schlaf ist gut. Komme ganz gut raus morgens, wobei das noch besser sein könnte. Versuche auch Rhytmus in mein Tag zu bekommen. Regelmäßig schon mal schlafen gehen. Ende Februar versuche ich glaub mir dem Reduzieren zu beginnen.
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Re: Olanzapin absetzen

Beitrag von padma » Dienstag, 23.01.18, 17:39

hallo MksN, :)

schön, dass du mit den 2,5 mg zurecht kommst. :D
Ich finde es auch sinnvoll, jetzt erstmal Zeit zu geben damit dein ZNS sich wirklich gut anpassen kann.

Vielleicht gelingt es dir ja auch, zunächst das schwierige Thema auf der Arbeit zu lösen. Das wäre auf jeden Fall von Vorteil, wenn du unbeschwerter in den Absetzprozss gehen könntest.

liebe Grüsse,
padma
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