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Amisulprid - 50mg- absetzen

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Absetzmann
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Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Absetzmann » Montag, 15.01.18, 12:13

Hallo Allerseits,
ich hoffe Ihr habt vielleicht ein paar Tipps, Einschätzungen und Meinungen zu meiner Situation.

Ich nehme seit etwa einem dreiviertel Jahr Amisulprid und zwar morgens täglich eine halbe Tablette, also 50mg.

Der Grund war als Auslöser eine einmalige Panikattacke, nach der ich erstmal ein Jahr lang mit täglich immerwiederkehrenden Gedanken und zugehörige Ängsten zu kämpfen hatte. Teilweise waren das zusammengesponnene Zwangsgedanken die nicht der Realität entsprechen wo also das Hirn übertreibt, teilweise aber auch ständige Zwangsgedanken und dementsprechend Vorwürfe zu blöden Dingen die man irgendwann mal tatsächlich getan hat, also Fehltritte.
Nachdem dann nunmehr eineinhalb Jahre vergangen waren, hatte ich erst ein paar andere Medikamente wie z.B. Fluanxol, aber mit denen lief es nicht so richtig rund.

Mit Amisulprid geht es mir relativ gut, bis auf die Nebenwirkungen wie Libidoverlust und generell das Gefühl geistig ein wenig eingeschränkt zu sein, gerade komplexere Denkvorgänge auf der Arbeit oder sich Dinge merken fällt mir manchmal schwer.

Aus dem Grund und weil ich mich recht gut fühle dachte ich nun, ich könne das Medikament auch durchaus endlich mal weglassen, was ich zwei Mal nun versucht habe. Das erste Mal hat direkt zu Angst geführt, somit habe ich wieder 50mg eingenommen.

Beim zweiten Mal habe ich jetzt schrittweise von den 50mg auf 25mg reduziert für eine Woche und habe letzten Freitag dann einfach mal keine genommen, genauso Samstag und Sonntag.
Am Sonntagabend hatte ich dann ganz plötzlich Ansätze von einer Panikattacke, Angst, Traurigkeit, teilweise sehr heftig wie ich es eigentlich nur einmal ganz am Anfang vor fast zwei Jahren hatte.
Mein erster Verdacht war, dass diese Symptome wieder aus meiner "Krankheit" heraus kommen, allerdings fand ich es in dieser Form eher ungewöhnlich.

Kann es wirklich sein, dass selbst bei so einer niedrigen Dosis wie ich sie ja nehme, Absetzerscheinungen in dieser Form auftreten können?

Laut meinem Doc hiess es ich kann jederzeit mit der Dosis spielen in diesem niedrigen Level, und solle sie einfach mal weglassen wenn es mir gutgehe und wieder nehmen wenn es wieder mal schlechter sei.
Ist das somit falsch?
Und wenn ja, wie mache ich es besser?

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe.
:-)
Bis 05/2017: Aripiprazol, Fluanxol. - Ärger mit Nebenwirkungen
Ab 05/2017: Amisulprid - 50mg - Direkt gut vertragen, wirksam, Nebenwirkungen vertretbar
10/2017: Amisulprid - 37,5mg - 1. Versuch zur Reduzierung / Absetzung
Ende 10/2017: Amisulprid 1 malig 25mg - direkt an dem Tag starke Ängste / Zwangsgedanken - Zufall?
Ende 10/2017 bis Ende 12/2017: Amisulprid 50mg - mit ursprünglicher Dosis weitergemacht
01.01.2018 bis 06.01.2018: Amisulprid 35 bis ca. 40mg - alles gut
07.01.2018 bis 10.01.2018: Amisulprid ca 25mg - sehr gute Verfassung
11.01.2018: Amisulprid weniger als 20mg - nervös, einige wenige Zwangsgedanken
12.01.2018: kein Amisulprid - nervös, einige Zwangsgedanken, kurzes Gefühl von beginnender Panikattacke
13.01.2018: kein Amisulprid - dafür 0,1g Mikrodosis Mag.Mushrooms - sehr gut gefühlt, abends kurzes Gefühl von beginnender Panikattacke
14.01.2018: kein Amisulprid - tagsüber gut, abends extrem schlecht, traurig, wütend, zitterig, Angst vor Rückfall - Absetzsymptome oder durch Mushrooms?
15.01.2018: Amisulprid - 50mg - vor lauter Angst wieder Ursprungsdosis eingeworfen - nach Angst am Morgen wieder gute Verfassung anschliessend
16.01.2018: Amisulprid - 37,5mg - Nach Anmeldung gestern im Forum hier und Infos, diese Dosis als vorläufigen Standard festgelegt - Bisher gut drauf.
17.01.2018 bis 27.02.2018 so weiter bis Ende Februar, 37,5mg
27.02.2018: 25mg, alles relativ gut
28.02.2018: 25mg, alles relativ gut
01.03.2018: 20mg, alles relativ gut
02.03.2018: 16,5mg , nicht mehr gut, Zwangsgedanken
03.03.2018: 16,5mg , nicht mehr gut, Zwangsgedanken
04.03.2018: 16,5mg , nicht mehr gut, Zwangsgedanken
05.03.2018: 12,5mg , relativ gut
06.03.2018: 12,5 mg, gar nicht gut, heftige Zwangsgedanken
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von padma » Montag, 15.01.18, 17:45

hallo Absetzmann, :)

willkommen im ADFD.

Du hast viel zu schnell reduziert, wir empfehlen Reduktionen von höchstens 10 % der letzten Dosis.
Kann es wirklich sein, dass selbst bei so einer niedrigen Dosis wie ich sie ja nehme, Absetzerscheinungen in dieser Form auftreten können?
Gerade der untere Dosisbereich ist beim Absetzen besonders heikel. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es Absetzsymptome sind. Es gibt Rossnaturen, die das verkraften, aber bei vielen geht es schief.
Laut meinem Doc hiess es ich kann jederzeit mit der Dosis spielen in diesem niedrigen Level, und solle sie einfach mal weglassen wenn es mir gutgehe und wieder nehmen wenn es wieder mal schlechter sei.
Ist das somit falsch?
Es ist immer wieder schockierend, wie wenig viele Ärzte von Psychopharmaka verstehen. :frust: Diese Substanzen werden in den Hirnstoffwechsel eingebaut, das ZNS braucht unbedingt eine gleichmässige Dosis, auf das es sich einstellen kann.

Hier unsere Infos zur Erläuterung und zum risikominimierendem Ausschleichen
viewtopic.php?f=32&t=12884

Hast du heute wieder etwas eingenommen? Wieviel?
Bitte erstelle noch eine Signatur und schreibe auch rein, wie genau du reduziert hast mit Datum.

liebe Grüsse,
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 15.01.18, 17:58

Hallo Absetzmann, :)

Herzlich willkommen hier im Forum.
:hug:
Psychopharmaka sind auch in vermeintlich niedriger Dosierung noch sehr potent, sonst würde nur sie in diesem unteren Dosisbereich ja keine Wirkung zeigen.Gerade im unteren Bereich werden viele Rezeptoren im Gehirn von diesen Stoffen belegt und entsprechend viele beim Absetzen auch wieder frei.
Dein Gehirn hat sich aber leider an diese Stoffe gewöhnt und wenn du sie weglässt, können mehr oder weniger schwere Absetzsymptome auftreten.

Ärzte schieben das dann oft auf die Grunderkrankung und raten dazu, das Mittel weiter zu nehmen. Absetzerscheinungen werden leider oft nicht ernst genommen. Dabei ist es wichtig gegenzusteuern, damit man kein langwieriges Absetzsymptome entwickelt.

Wir hier im Forum raten deshalb zu einem kleinschrittigen Absetzen von 5-10 % der letzten Ausgangsdosis alle vier bis sechs Wochen

Ich lasse dir dazu Mal einen Link da.

viewtopic.php?f=32&t=12884

Vorerst solltest du jetzt auf jeden Fall wieder etwas von dem Amisulpirid Eindosieren, damit du dich stabilisieren kannst und dann später, wenn du eine Weile stabil warst, langsam und vorsichtig absetzen.
Da die bis vor drei Tagen auf 25 mg wärst, würde ich es vorerst mit dieser Dosis versuchen und sie eine Weile halten. Wichtig ist, dass da jetzt erstmal Stabilität reinkommt, aufdosieren kann man später notfalls immer noch.

Wenn nach dem Einlesen noch Fragen auftreten, kannst du die gerne hier in deinem Thread stellen.

Manchmal kann es mit der Antwort etwas dauern, da das Team selbst auch aus Betroffenen besteht, denen es oft nicht so gut geht.

LG Ute

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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Absetzmann » Dienstag, 16.01.18, 6:41

Guten Morgen,
und vielen Dank erstmal für die Infos. Habe alles in die Signatur eingetragen.
Wie zu sehen habe ich Montagmorgen aus lauter Angst erstmal wieder die Ausgangsdosis genommen.
Heute dann eine Dosis die ich gefühlsmäßig vorerst für richtig halte und weiternehme bis ich dann eben doch schrittweise runtergehe. Mal sehen wie es laufen wird.
Viele Grüße
Markus
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von padma » Dienstag, 16.01.18, 12:36

hallo Absetzmann, :)

danke für die Signatur. Du warst definitiv viel zu schnell. :shock:
Die 37,5 mg könnten jetzt passen, schau mal, wie es dir damit geht. Wenn du damit klar kommst, würde ich diese Dosis jetzt mindestens 6 Wochen halten.
dafür 0,1g Mikrodosis Mag.Mushrooms - sehr gut gefühlt, abends kurzes Gefühl von beginnender Panikattacke
Das würde ich solange du ausschleicht und auch eine gewisse Zeit danach nicht nehmen. Wir haben speziell dazu keine Erfahrungen, aber psychoaktiven Substanzen sind solange das ZNS durch den Entzug gereizt ist, riskant.
Ende 10/2017: Amisulprid 1 malig 25mg - direkt an dem Tag starke Ängste / Zwangsgedanken - Zufall?
Absetzsymptome können sehr schnell auftreten, daher war es eher kein Zufall.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Gwen » Dienstag, 16.01.18, 13:04

Hallo Markus,
wie ich in deiner Signatur gesehen habe, hast Du vor 3 Tagen Magic Mushrooms konsumiert. Das solltest Du auf jeden Fall lassen! Keine Substanzen mischen! Das kann üble Symptome geben.
Viele Grüße Gwen
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Absetzmann » Dienstag, 16.01.18, 13:18

Hallo Ihr Beiden,
das mit den Mushrooms war tatsächlich blöd gewählt vom Zeitpunkt her.
Ich habe in den letzten Monaten sehr viel drüber gelesen, so dass ich das ungeduldigerweise endlich testen wollte, weil ich mir davon viel versprochen habe.
Aber besser nun auf jeden Fall mal warten. Zumindest mal bis ich stabil bei einer Dosis bin eine Zeit lang.

Viele Grüße
Markus
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Gwen » Dienstag, 16.01.18, 19:40

Hallo Markus,

ich gab jetzt nicht tiefergehend recherchiert, aber Psilocin scheint mir nicht gerade harmlos. Zumal bei bereits bestehender psychischer Erkrankung würde ich die Finger davon lassen!
Fälle von fortbestehenden Wahrnehmungsstörungen nach Halluzinogengebrauch (Hallucinogen persisting perception disorder, HPPD) sind bekannt. Im Extremfall können Drogenpsychosen ausgelöst werden, wie dies Espiard in einer ausführlichen monokasuistischen Studie aufzeigte.[5]
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Psilocin

Ich weiß, es gibt Experimente verschiedener Psychiatrie damit. Aber die haben die Möglichkeit, genaue Dosen zu verabreichen und die Patienten sind in einem geschützten Umfeld und unter therapeutischer Überwachung.

Viele Grüße Gwen
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Absetzmann » Mittwoch, 17.01.18, 6:19

Guten Morgen Gwen,
danke für die Tipps. Du hast natürlich recht dass das Zeug nicht harmlos ist.
Es geht mir natürlich auch nicht darum dass ich mich zudröhnen will, das heisst die Dosis ist schon so gewählt dass die Risiken minimiert sind und auch keine direkte Wirkung spürbar, da kann man sich an verschiedenen Stellen im Netz schlau machen, Stichwort Mikrodosierung und so.
Aber nichtsdestotrotz ist es zu so einem Zeitpunkt blöd das zu testen, und natürlich setze ich mich mit meiner angeknacksten Psyche einem zusätzlichen Risiko aus, das ist klar. Ich habe da wirklich über Monate viel viel gelesen, sogar mit meinem Psych. drüber gesprochen usw.
Jetzt ist das Thema aber vorerst mal für mich vom Tisch, das ist erst mal besser.

Viele Grüße
Markus
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14.01.2018: kein Amisulprid - tagsüber gut, abends extrem schlecht, traurig, wütend, zitterig, Angst vor Rückfall - Absetzsymptome oder durch Mushrooms?
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28.02.2018: 25mg, alles relativ gut
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02.03.2018: 16,5mg , nicht mehr gut, Zwangsgedanken
03.03.2018: 16,5mg , nicht mehr gut, Zwangsgedanken
04.03.2018: 16,5mg , nicht mehr gut, Zwangsgedanken
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Absetzmann » Mittwoch, 07.03.18, 14:40

So, aktuell bin ich jetzt heute zum ersten Mal ohne Amisulprid.
In den letzten 6 Wochen habe ich konsequent reduziert von 50mg bis auf Heute Null.
Relativ schnell, ist mir klar, aber bis gestern auch ohne Probleme.
Hintergrund ist, dass ich nächste Woche eine zweite Sitzung bei einem Hypnosetherapeuten habe und wir Beide der Meinung sind, dass die Voraussetzungen für eine gute Hypose besser sind wenn mein Hirn nicht mit Neuroleptika blockiert ist.
Seit gestern fühle ich mich allerdings sehr beschissen und zwar den ganzen Tag lang. Zwangsgedanken, depressive Verstimmungen, ich mach mich echt verrückt wegen jeder Kleinigkeit.
Habt ihr vielleicht Tipps? Sollte ich es voller Hoffnung auf Besserung aussitzen bis ich nächste Woche den Hypnosetermin habe, das wäre eigentlich mein Wunsch. Ich habe aber tierisch Angst dass ich mir im Hirn in der einen Woche bis dahin alles wieder kaputt mache was sich in den letzten Monaten durch das Amisulprid gebessert hat, und ich von vorne anfange. :-(
Die Alternative wäre jetzt zu kapitulieren, wieder die Ursprungsdosis einzunehmen und zu sagen okay das wars und es hat eben nicht geklappt. Ich weiss wirklich nicht was besser wäre, es ist einfach unerträglich manchmal vormittags.
Viele Grüße
Markus
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03.03.2018: 16,5mg , nicht mehr gut, Zwangsgedanken
04.03.2018: 16,5mg , nicht mehr gut, Zwangsgedanken
05.03.2018: 12,5mg , relativ gut
06.03.2018: 12,5 mg, gar nicht gut, heftige Zwangsgedanken
07.03.2018: 0mg - schlecht, Zwangsgedanken, Niedergeschlagenheit, depressiv verstimmt.

mücke
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von mücke » Mittwoch, 07.03.18, 15:26

Hi

Kannst du bitte deine Signatur aktualisieren?
Man kann nicht erkennen wie du von 37,5 mg weiter reduziert hast.

Gruß Mücke
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Flummi » Mittwoch, 07.03.18, 15:44

Hallo Markus,
Ich glaub nicht, dass Die hier jemand zur Ursprungsdosis raten würde.
Wie ging es denn nach 37,5 mg weiter? Das würde helfen, damit hier jemand aus dem Team oder ein anderer, der damit Erfahrung hat, einen guten Hinweis auf eine Dosis geben kann, die Dir gut helfen kann, aber Du nicht Wieder Von vorne anfangen musst. Das wäre auch sicher nicht richtig, weil es da immer die Möglichkeit zur paradoxen Reaktion gibt.

Herzliche Grüsse,
Claudia
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Absetzmann » Mittwoch, 07.03.18, 19:28

Hab es aktualisiert.
Wie lange muss ich denn mit den Absetzsymptomen kämpfen, wenn es denn welche sind?
Kann man nicht sagen dass sich das Hirn nach zwei oder drei Tagen an die neue Situation gewöhnt und sich die Stimmung wieder stabilisieren wird?
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Bis 05/2017: Aripiprazol, Fluanxol. - Ärger mit Nebenwirkungen
Ab 05/2017: Amisulprid - 50mg - Direkt gut vertragen, wirksam, Nebenwirkungen vertretbar
10/2017: Amisulprid - 37,5mg - 1. Versuch zur Reduzierung / Absetzung
Ende 10/2017: Amisulprid 1 malig 25mg - direkt an dem Tag starke Ängste / Zwangsgedanken - Zufall?
Ende 10/2017 bis Ende 12/2017: Amisulprid 50mg - mit ursprünglicher Dosis weitergemacht
01.01.2018 bis 06.01.2018: Amisulprid 35 bis ca. 40mg - alles gut
07.01.2018 bis 10.01.2018: Amisulprid ca 25mg - sehr gute Verfassung
11.01.2018: Amisulprid weniger als 20mg - nervös, einige wenige Zwangsgedanken
12.01.2018: kein Amisulprid - nervös, einige Zwangsgedanken, kurzes Gefühl von beginnender Panikattacke
13.01.2018: kein Amisulprid - dafür 0,1g Mikrodosis Mag.Mushrooms - sehr gut gefühlt, abends kurzes Gefühl von beginnender Panikattacke
14.01.2018: kein Amisulprid - tagsüber gut, abends extrem schlecht, traurig, wütend, zitterig, Angst vor Rückfall - Absetzsymptome oder durch Mushrooms?
15.01.2018: Amisulprid - 50mg - vor lauter Angst wieder Ursprungsdosis eingeworfen - nach Angst am Morgen wieder gute Verfassung anschliessend
16.01.2018: Amisulprid - 37,5mg - Nach Anmeldung gestern im Forum hier und Infos, diese Dosis als vorläufigen Standard festgelegt - Bisher gut drauf.
17.01.2018 bis 27.02.2018 so weiter bis Ende Februar, 37,5mg
27.02.2018: 25mg, alles relativ gut
28.02.2018: 25mg, alles relativ gut
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02.03.2018: 16,5mg , nicht mehr gut, Zwangsgedanken
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 08.03.18, 12:49

Hallo :-)

wie lange Absetzsymptome anhalten, ist individuell unterschiedlich, es kann Tage, oder oft einige Wochen dauern oder auch Monate - in manchen Fällen leider auch Jahre :-( Deswegen raten wir dazu langsam vorzugehen und immer nur weiter zu reduzieren wenn man einigermaßen stabil ist (wenn möglich).

Du bist erst gestern auf null gegangen, ich würde an deiner Stelle wohl wieder eindosieren auf mindestens 12,5 mg, eher etwas mehr, und schauen dass du dich stabilisierst und dann einen weiteren vorsichtigen Versuch startest.

Es ist natürlich deine Entscheidung, niemand weiß wie es sich bei dir entwickeln wird.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von mücke » Donnerstag, 08.03.18, 14:28

Hallo Markus

Aus deiner Signatur erkenne ich, dass es dir bei 20 mg noch recht gut ging.
Darum würde ich erstmal 20 mg wieder einnehmen bis zur erneute Stabilität.
Danach langsame Reduktion auf 18mg, 16mg, 14 mg usw, alle 3 Wochen.
Habe Geduld und gehe achtsam mit dir um.

Gruss Mücke
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Re: Amisulprid - 50mg- absetzen

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 08.03.18, 21:37

Hallo absetzman :)
Kann man nicht sagen dass sich das Hirn nach zwei oder drei Tagen an die neue Situation gewöhnt und sich die Stimmung wieder stabilisieren wird?
Leider nein.
Wenn das so wäre, würden wir jedem raten das so taff durchzuziehen, ein paar Tage zu leiden und gut ist.

Fakt ist, dass diese Medikamente umfassende Veränderungen im Gehirn und Nervensystem verursachen, sowohl auf Zellebene als auch auf Transportmolekülebene, als auch auf Transmitterebene, Hormonebene, Stoffwechselebene, Signalübertragungsebene, Rezeptorebene und so weiter.
Dein ganzes Gehirn muss sich im Ruhe umbauen und rück-umbauen; remodellieren.

ich würde wie von den anderen geraten auf eine Dosis zwischen 10-20mg zurückkehren und versuchen mich zu stabilisieren und dann noch mal viiiel langsamer beim Absetzen machen.
Du kannst es dem Gehirn nicht aufzwingen einen Entzug schnell zu verkraften; es hat seinen eigenen Rhythmus - also behandele es und dich pfleglich :group: .

Grüße
Jamie
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