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Euer ADFD Team

Gefühlsverflachung Abilify

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
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Bachplaetschern
Beiträge: 29
Registriert: Dienstag, 09.01.18, 18:00

Gefühlsverflachung Abilify

Beitrag von Bachplaetschern » Dienstag, 16.01.18, 20:56

Hallo ihr,


sagt mal, ich habe einen nahen Angehörigen der Abilify nimmt, da er eine Psychose hatte vor längerer Zeit.

Es kommt mir irgendwie so vor, als könnte ich eigentlich gar keine Emotionen bei ihm fühlen. So ähnlich wie als wäre da auf der emotionalen Ebene eine Glasplatte zwischen uns. Er meinte auch, dass er schon vor der Psychose eher nicht ganz so emotional war, aber dass sich seit dem die Gefühle noch stärker verflacht haben.

Mich verunsichert das total bzw. belastet mich auch ziemlich arg. Da ich ihn halt oft nicht so einschätzen kann. :(

Habt ihr von solchen Nebenwirkungen schon mal gehört bzw. habt ihr einen Rat wie man da am besten mit umgehen kann?


Viele Grüße

Bachplaetschern
Meine Diagnosen: Depression, frühkindliches Bindungstrauma, Traumafolgestörung, Tinnitus

Symptomatik: geringe Belastbarkeit, geringe Stresstoleranz (bin ziemlich schnell gestresst), Reizüberflutung (visuell und akustisch), teilweise schlechte Stimmung, negativisitische Gedanken + Hoffnungslosigkeit, Anspannung (vorallem wenn ich allein bin), manchmal emotional instabil (fühle mich dann meistens sehr vulnerabel)



Mediktion aktuell: morgens:112,5 mg Velafaxin, 150mg Elotril, 5 Tr. Escitalopram / abends: 100mg Seroquel retard + 25mg Seroquel unretardiert (Bedarfsweise)

Aktuelle Reduktion:

Seit 13.4.18 Venlafaxin 100mg


Dezember 2017 kurzzeitig versucht Venlafaxin auszuschleichen. Es war mir dann allerdings wichtiger, anzufangen, das Seroquel zu reduzieren, da ich ausprobieren möchte, ob sich meine Belastbarkeit dadurch verbessert.

2012: 450mg Seroquel retard, 60mg Duloxetin, Mirtazapin, Valdoxan (über die Jahre reduziert bzw. abgesetzt)

Seit 2016 : 150mg Seroquel retard, 7 Tr. Escitalopram (dadurch starke Unruhe, deshalb abgesetzt)

2017: Umstellung auf 112,5 mg Venlafaxin, für 2-3 Monate 200mg Seroquel retard, danach wieder auf Ursprungsdosis 150mg Seroquel retard

2018: Eindosierung Elotril 150mg, 5 Tr. Escitalopram (wegen Venlafaxin Absetzwunsch)



Vergangene REDUKTION:

8.1.18- 11.1.18 : 100mg Seroquel retard+ 50mg unretardiert
12.1.18-29.1.18: 100mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
30.1.18-03.2.18: 150mg Seroquel retard+ 25mg Seroquel unretardiert
04.02.18- ? : 100mg Seroquel retard+ 50mg Seroquel unretadiert

Im Feburar Absetzversuch abgebrochen.

Weitere Reduktion im :schnecke: Tempo.


Im Bedarf habe ich Promethazin, theoretisch auch Tavor. ( Nehme aber absolut selten Bedarf)

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Sonstige Einnahmen:

Seit ca. November 2017 : Vitamin D Tropfen hochdosiert (5000 i. E.)
Alle paar Tage: 400mg Magnesiumcitrat

22.1.18-26.1.18 : 800mg Rhodiola Rosea (hat zu mehr Schlafstörung geführt, deshalb reduziert)
seit 27.1.18 : 400mg Rhodiola Rosea


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Vielen Dank für euer Interesse! :)

Ich freue mich sehr, hier mit euch Erfahrungen uvm. auszutauschen! :pillowtalk:

Flummi
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Re: Gefühlsverflachung Abilify

Beitrag von Flummi » Dienstag, 16.01.18, 21:48

Hallo,
Ich nehm Abilify und ich hatte zwar keine Gefühlsverflachung, das es mich gestört hätte, aber durch die Reduktion spüre ich insgesamt mehr und fühl mich im negativen Sinn nicht mehr so komplett abgedichtet. Die Gefühlsverflachung kann mit einer langsamen Reduktion wieder besser werden. Am besten viel langsamer, als Ärzte bei Reduktionen vorgehen.
Hat Dein Bekannter die Möglichkeit, sich hier im Forum zu informieren?

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Gefühlsverflachung Abilify

Beitrag von Gwen » Mittwoch, 17.01.18, 8:58

Hallo Bachplaetschern,

diese Gefühlsabfallchung ist gewünschter Effekt bei Neuroleptika, da sie helfen sollen, die Patienten vor zu heftigen Emotionen zu schützen.
Bei Neuroleptika tritt tendenziell eine Senkung des psychischen Energieniveaus auf mit der Folge von Apathie, gefühlsmäßiger Stumpfheit, emotionaler Panzerung und Einfrierung des Gefühlslebens. Die Persönlichkeit der Behandelten ändert sich.
http://www.antipsychiatrieverlag.de/art ... anlass.htm

Bei vielen die sich hier abmelden, ist das auch ein Grund absetzen zu wollen.

Viele liebe Grüße Gwen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Gwen für den Beitrag (Insgesamt 2):
Flummipadma
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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