Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->


Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Sertralin abgesetzt/jetzt Quetiapin auschleichen

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
Antworten
Unchained
Beiträge: 21
Registriert: Donnerstag, 25.07.13, 1:59
Wohnort: München

Sertralin abgesetzt/jetzt Quetiapin auschleichen

Beitrag von Unchained » Donnerstag, 25.07.13, 2:42

Hallo liebe Leser,

tut mir leid normalerweise stelle ich mich nicht so in einem Forum vor. Das werde ich baldmöglichst nachholen.


Es geht um Folgendes ich nehme seit 12 Jahren schon diverseste Neuroleptika und auch Antidepressiva.
Seit ca 11 Jahren nehme ich Seroquel. Das ich verhältnismässig gut vertrage und weiternehme und darum geht es hier auch nicht.

Das grosse Problem ist das Sertralin, das ich seit ca 2007 täglich 100mg nehme. Das weiss ich leider nicht mehr so genau.
Es ist nur so das ich zu Beginn eigentlich keinerlei Wirkung von dem Zoloft damals verspürt habe.
Ich bekam es weil ich nunmal relativ oft gereizt und genervt war. (Hauptdiagnosen F20.0 F60.31 stolze und trockene Alko seit 8 Jahren nichts davon akut momentan)
Das hat das Problem nicht behoben oder ich war abgelenkt oder was auch immer. In den letzten Jahren bekam ich trotz Sertralin massivste Depressionen.
Wenn ich zu meiner Ärztin (die ich im Übrigen sehr schätze) gehe und das Problem anspreche, was ich schon oft tat. schafft sie es mich so zu bequatschen das ich sofort gleich auf ein neues AD umsteigen kann. Mittlerweise habe mindestens 5-6 durch probiert, alle haben gar nicht gewirkt oder ich wurde davon manisch.
Inzwischen hab ich einfach keine Lust mehr, ich möchte einfach kein AD mehr! :!:

Niemand glaubt mir wenn ich sage das das Sertralin die Depressionen auslöse. Es macht auch wenig Sinn den Arzt zu wechseln nach 12 Jahren Krankheitsgeschichte mit mehreren Ortswechseln, weiss ich wovon ich rede. Sobald meine Diagnose in die Akte aufgenommen wird war es das mit Glaubwürdigkeit. Da ist meine jetzige Ärztin noch die die mich meisten Ernst nimmt von allen.
Die wissen alle nicht sonderlich viel über Absetzen von Psychopharmaka. Von einem Therapeuten hab ich das mal erfahren das die meisten im Studium lernen wie man Medis ansetzt, aber nicht wie man sie absetzt. :censored:

So nun jetzt zu meiner Riesendummheit. Seit zwei Wochen hab ich das Sertralin auf einen Schlag abgesetzt!
von 100mg pro Tag auf Null. Das ist mehr als blöde ich weiss, wenn ich es ohnehin auf eigene Faust absetze hätte ich es auch schrittweise machen können.
War eine Kurzschlussreaktionen nach all den Jahren vergeblichen Kampfes. :frust:
Aber jetzt ist es nunmal so und wenn der erste Schritt schon gemacht ist....
Psychisch geht es mir sogut wie seit der Enstehung der Antike nicht mehr und ich bin dabei kein bischen manisch!
Ich schlafe nur noch 8 Stunden pro Nacht (normalerweise bin ich für mindestens 12 Stunden ausgeknockt mit allen Tabletten)
Schaffe alles was ich mir vornehme komme früh etc.pp

Das problem ist mir ist doch ziemlich schwindlig. Ich befürchte auch keine weiteren psychischen Schwierigkeiten und wenn doch und ich doch wieder mit dem Setra einsetzen muss kann ich das jeder Zeit bei jedem Arzt in Deutschland. Psyche ist da momentan nachrangig.

So und jetzt endlich zu meiner Frage:
Sind beim plötzlichen Absetzen ernstzunehmende physische Schwierigkeiten zu befürchten? Organschäden, Schlaganfälle, brüchige Knochen?
etwas das wirklich irreversibel sein könnte?


Wenn es nur Unanehmlichkeiten, wie Schwindel, leichte körperliche Empfindungsstörungen, leicht gedrückte Stimmung etc. sind, kann ich gut damit leben.

Vielen Dank im Vorraus für eure Antworten

Jamie
Beiträge: 14791
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 17861 Mal
Danksagung erhalten: 23400 Mal

Re: Riesendummheit mit Sertralin absetzen gemacht. Hilfe!

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 25.07.13, 14:53

Hallo unchained,

willkommen im adfd.

Ich muss mich etwas kurz halten, denn ich habe die Sommergrippe und fühle mich nicht so toll, aber das Wichtigste kann ich schnell beantworten. Wenn ich die kommenden Tage mehr Zeit und Kraft habe (ich muss auch noch umziehen!), melde ich mich auch nochmal dazu und andere User werden sicher auch noch antworten.
Unchained hat geschrieben:
So nun jetzt zu meiner Riesendummheit. Seit zwei Wochen hab ich das Sertralin auf einen Schlag abgesetzt!
von 100mg pro Tag auf Null. Das ist mehr als blöde ich weiss, wenn ich es ohnehin auf eigene Faust absetze hätte ich es auch schrittweise machen können.
War eine Kurzschlussreaktionen nach all den Jahren vergeblichen Kampfes. :frust:
Okay, das ist eine Riesendummheit, sorry, aber ich werfe es dir nicht vor.
Erstens verstehe ich deinen Leidensdruck und dann gibt es ja auch immer noch Ärzte, die dir erzählen würden, dass du von einem Tag auf den anderen dein AD weglassen kannst.
Ich möchte dir gerne von mir erzählen.
Bis zum Spätsommer 2006 hatte ich 1 Jahr lang 100mg Sertralin genommen. Mein Zustand wurde immer schlechter und aufgrund von Wirkungslosigkeit setzte ich das Mittel nach den Vorgaben meiner Neurologin ab: 2 Tage 75mg, 2 Tage 50mg, 2 Tage 25mg und dann Null.
Wenige Tage später kam ich in eine psychosomatische Klinik.
Was ich da durchlebte, war ein unfassbarer Horror: komplett schlaflos, Panikattacken, Schwindel, Watte im Kopf, Herzrasen, Bauchschmerzen, Stromstöße im ganzen Körper, Zaps, das Gefühl das Gehirn schwimmt, Unwirklichkeitsgefühle, Weinkrämpfe gefolgt von stummen und stumpfen Dasitzen und vor sich hin starren, brennende Haut, hochgradige Nervosität bei völliger Erschöpfung, Angst, durchzudrehen, Zittern, Schwitzen, Frieren, Muskelzuckungen --> komplette Panik, weil ich nicht mehr wusste, was mit mir und meinem Kopf und meinem Körper los ist. Ich wollte sterben. Ich wusste nicht, was los ist.
Dass das ein massives Absetzsymptom nach einem eigentlich fast Kalten Entzug war, ist mir erst Jahre später klar geworden.

Unchained hat geschrieben:So und jetzt endlich zu meiner Frage:
Sind beim plötzlichen Absetzen ernstzunehmende physische Schwierigkeiten zu befürchten? Organschäden, Schlaganfälle, brüchige Knochen?
etwas das wirklich irreversibel sein könnte?


Wenn es nur Unanehmlichkeiten, wie Schwindel, leichte körperliche Empfindungsstörungen, leicht gedrückte Stimmung etc. sind, kann ich gut damit leben.
Meines Wissens nach nein: keine Organschäden, keine Schlaganfälle, keine brüchigen Knochen.
Aber unter Umständen ein auf Jahre oder Jahrzehnte schwerst irritiertes ZNS, deren Symptomatiken ein Leben zur Hölle machen können. :!:
Du weißt jetzt ja, was auf dich noch zukommen kann, ich habe es oben beschrieben und ich hoffe, dass es dich nicht so schlimm erwischen wird.

Meine dringende Empfehlung wäre wieder einzudosieren, vielleicht 50-75mg und dann korrekt, das heißt über Monate und Jahre, auszuschleichen. Nach Dr. Breggin Reduktion der Dosis alle 4-6 Wochen um 10%.
Eine Wiedereinnahme von modernern AD wie Sertralin (SSRI) ist häufig nur noch bis zu 6 Wochen nach der letzten Einnahme möglich, danach kommt es signifikant vermehrt zu schweren Nebenwirkungen, Komplikationen, Unverträglichkeitsreaktionen oder paradoxen Reaktionen.

Überdenke es gut.
Es kann sein, dass es dir ganz gut geht, weil das Seroquel bei dir wirkt und Absetzsymptome deckelt, aber es ist gut möglich, dass es dir in 2 Wochen grottenschlecht gehen kann. Das ist das fiese an Absetzsymptomen. Sie kommen manchmal erst zeitverzögert nach Wochen; inzwischen wähnt man sich in Sicherheit.

Zusammengefasst: Der sicherste Weg, um eine schwere Beeinträchtigung deines ZNS abzuwenden, wäre das Wiedereindosieren und dann ein korrektes Ausschleichen.

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 2):
carlottaUnchained
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Unchained
Beiträge: 21
Registriert: Donnerstag, 25.07.13, 1:59
Wohnort: München

Re: Riesendummheit mit Sertralin absetzen gemacht. Hilfe!

Beitrag von Unchained » Donnerstag, 25.07.13, 15:26

Danke Dir für Deine Antwort!

Es hilft mir sehr wenn Menschen Ihren Erfahrungsschatz weitergeben.

Das es zwei Wochen bis zwei Monate gut gehen kann und dann der Horror evtl. erst anfängt gibt mir sehr zu denken.

Wenn ich es mir so überlege ist es wahrscheinlich am sinnvollsten mit 50mg wieder einzusetzen. Das wäre wohl in beide Richtungen am besten. Also sprich nebenwirkungen die durch das einsetzten kommen und Nebenwirkungen die durch das Absetzen auftreten.
Jamie1979 hat geschrieben:Erstens verstehe ich deinen Leidensdruck und dann gibt es ja auch immer noch Ärzte, die dir erzählen würden, dass du von einem Tag auf den anderen dein AD weglassen kannst.
Ähm einen solchen Arzt hab ich noch nie erlebt. Ich bin seit meinem 16 Lebensjahr nicht mehr suizid gefährdet oder sonst wie fremdgefährdend gewesen.
Dennoch werde ich grundsätzlich wie eine unmündige Zeitbombe behandelt sobald der Arzt meine Diagnose kennt.
Die pumpen micih grundsätzlich nur voll! Alle Versuche ein wenig zu reduzieren kommen grundsätzlich nur von mir aus. Ich denke das hängt damit zusammen, das die Ärzte sich absichern möchten und nichts riskieren. Bei meiner jetzigen Ärztin bin seit 9 Jahren und sie vertraut mir sehr.

Dies ist nämlich mein erster und einziger Versuch ohne ärztlich Unterstützung ein Medikament zu reduzieren. :!:

Wenn mir aber jemand einen guten Arzt in München empfehlen kann der sich mit Absetzsymptomatik schwerpunktmässig auskennt, bin ich gerne bereit das mit einem Arzt durchzuziehen. Wäre mir auch lieber. Weiss da wer was? Oder gibt es hier eine Liste im Forum?
Jamie1979 hat geschrieben:Aber unter Umständen ein auf Jahre oder Jahrzehnte schwerst irritiertes ZNS, deren Symptomatiken ein Leben zur Hölle machen können.
Nun das hab ich leider schon längst. Ohne das Seroquel schlafe ich 5 Tage nicht bzw. solang bis ich einfach umfalle.

Allerdings hatte ich im Zuge einer Bandscheiben OP ein SSRI Symptom oder QuerReaktion. Mir wurden zusätzlich Muskelrelaxantien und Tramadol verordnet.
Der Entzug war vielleicht sogar der Schlimmste den ich je hatte. Deshalb gibt mir das was Du schreibst schon sehr zu denken.

Naja denn gute Besserung für Deine Sommergrippe, guten Umzug, vielen Dank für Deine Antwort und ich wünsch Dir das Du trotzdem noch was von dem schönen Wetter hast!

Ander meinungen würden mich dennoch interessieren.

Danke
In offizieller psychiatrischer Behandlung seit meinem 11. Lebensjahr. Ca 1992 wegs emotionaler Störung.
1999 Ausbruch der Psychose. Seit 2001 in medikamentöser Behandlung und seitdem auch nicht mehr akut psychotisch.
Letzter stationärer Aufenthalt 2006. Seitdem psychisch stabil mit durchgehender ambulanter Behandlung bei Ärztin und Gesprächstherapeutin
Quetiapin seit 2002 in verschiedenen Dosierungen. Höchst 600mg- Niedrigst 100mg.
Erhaltungsdosis normalerweise 300mg

Grobe Absetzübersicht ohne alle Schwankungen:
2014: 100mg Sertralin ganz ausgeschlichen (Nach etwa 6 Jahren regelmäßiger Einnahme)
2016: 300mg Quetiapin runter auf 250mg
2017: 250mg Quetiapin auf 175mg
2018: 175mg auf aktuell 100mg

Reduktion in den letzten Monaten:
28.02.18 175 mg runter auf 150mg
07.03.18 150mg runter auf 125mg
14.03.18 125mg runter auf 100mg

aktuelle Medikation: 100mg Quetiapin
Bin in Kinderwunschbehandlung

durchprobierte Psychopharmaka(Liste nicht vollständig, waren einfach zuviele)
Valdoxan, Cipramil, Venlafaxin, verschieden Stimmungsausgleicher bzw. Antiepileptika, diverse Tropfen gegen majordepressionen und Tropfen bei generalisierter Angststörung, Zoloft, diverse Hochpotente Neuroleptika als auch mittelstarke und leichte Neuroleptika, Abilify, Perazin, Amisulprid, Zyprexa, Risperdal, Zeldox

plus Bedarfsmedikationen
Tavor, Taxilan, nochwas mit T, andere Benzos
Benötige schon viele Jahre keine Bedarfsmedikation mehr. Zuletzt 2008 etwa.

padma
Team
Beiträge: 14220
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 34845 Mal
Danksagung erhalten: 18333 Mal

Re: Riesendummheit mit Sertralin absetzen gemacht. Hilfe!

Beitrag von padma » Donnerstag, 25.07.13, 18:12

Hallo Unchained, :)

auch von mir herzlich willkommen

Schön, dass du gerade noch rechtzeitig zu uns gefunden hast.
Das wichtigste hat dir Jamie :) ( gute Besserung dir) schon geschrieben. Um schwere Symptome zu vermeiden solltest du sofort Seratalin wieder einnehmen :!:

Ein kalter Entzug ist sehr gefährlich, er kann zu schwersten Symptomen führen. Hier mal eine Liste von Entzugssymptomen. http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html
Wenn ich es mir so überlege ist es wahrscheinlich am sinnvollsten mit 50mg wieder einzusetzen. Das wäre wohl in beide Richtungen am besten. Also sprich nebenwirkungen die durch das einsetzten kommen und Nebenwirkungen die durch das Absetzen auftreten.
Ich bin sehr froh, dass du erwägst das Sertalin wieder einzudosieren. :D 50 mg halte ich für zu wenig. Wenn das Absetzen noch nicht lange zurückliegt und man keine schwere Unverträglichkeiten hat, ist die allgemeine Empfehlung die letzte stabile Dosis wieder einzunehmen. Das sind bei dir 100 mg und dazu würde ich dir auch raten.

Eine Wiedereinnahme ist zwar nicht komplett ohne Risiko, aber nach 2 Wochen ist es unwahrscheinlich, dass du Probleme bekommen wirst. Evtl. wird das Nervensystem etwas Zeit brauchen um sich anzupassen.

Ein kalter Entzug ist ein Schock für das Nervensystem :shock: , davon muss es sch erstmal erholen und das gelingt am besten auf der gewohnten Dosis. Erst wenn dann nach einigen Wochen oder Monaten das ZNS sich wieder stabilisiert hat, kann man langsam nach der 10% Regel abdosieren.

Hier die wichtigsten Informationen:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6456
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=3461

Wenn du, wie du schreibst, sowieso ein empfindliches Nervensystem hast, ist es besonders wichtig sehr langsam auszuschleichen. Wenn ich mir so anschaue, was du alles schon genommen hast, ist es auch wahrscheinlich, dass dein ZNS gereizt ist.

Es gibt nur sehr wenig Ärzte, die sich mit dem Absetzen von ADs auskennen. Glücklicherweise ist eine ärztliche Betreuung auch nicht erforderlich, du brauchst nur die passenden Rezepte. Hier im Forum sind alle wichtigen Informationen zusammen getragen worden, und du bekommst hier jederzeit Unterstützung.

Es ist wirklich ein Glücksfall, dass du eine Ärztin hast, die dir vertraut. :D

Alles Gute,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
carlottaUnchained
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

carlotta
Beiträge: 2726
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 6010 Mal
Danksagung erhalten: 5910 Mal

Re: Riesendummheit mit Sertralin absetzen gemacht. Hilfe!

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 25.07.13, 20:04

Hallo Unchained,

Du hast ja bereits die wesentlichen Infos von Jamie :) und Padma :) bekommen.

Auch meiner Meinung nach solltest Du Sertralin umgehend wieder einnehmen, da Du ansonsten schwerwiegende Absetzsymptome über einen längeren Zeitraum riskierst. :sick:
padma hat geschrieben: 50 mg halte ich für zu wenig. Wenn das Absetzen noch nicht lange zurückliegt und man keine schwere Unverträglichkeiten hat, ist die allgemeine Empfehlung die letzte stabile Dosis wieder einzunehmen. Das sind bei dir 100 mg und dazu würde ich dir auch raten.
Ich halte 50 mg insgesamt auch für zu wenig, denke aber, Du solltest nach bereits zwei Wochen auf null evtl. lieber mit 50 mg einsteigen, um dem ZNS keinen allzu großen Schock zu versetzen. Dabei würde ich einige Tage bleiben. Wenn Du Dich damit nicht stabilisierst, würde ich auf hochdosieren, evtl. erst mal auf 75 mg und - wenn das auch nicht reicht - wieder auf 100 mg.

Es kann bei zwei Wochen auf null nämlich sein, dass eine Wiedereinnahme erst mal ordentlich "reinhaut" (um es mal salopp zu sagen), bevor Dein ZNS wieder zu einem Gleichgewicht findet. Von daher wäre stufenweise vielleicht nicht verkehrt.

Wenn Du dann einige Zeit stabil bist auf einer gleichbleibenden Dosis, kannst Du langsam in 10-Prozent-Schritten (oder noch vorsichtiger, je nachdem) ausschleichen.

Alles Gute und liebe Grüße :group:
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 2):
Unchainedpadma
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

Unchained
Beiträge: 21
Registriert: Donnerstag, 25.07.13, 1:59
Wohnort: München

Re: Riesendummheit mit Sertralin absetzen gemacht. Hilfe!

Beitrag von Unchained » Donnerstag, 25.07.13, 21:40

Hui Buh nochma,

Danke Padma und Carlotta!
Tolle Community so schnelle und informative Antworten. :hug:

Nun also ich hab heute Nachmittag mit 50mg wieder eingesetzt. Bin auch stantepede leicht manisch geworden, aber noch im Rahmen. Erstaunlich wie schnell sich das bemerkbar macht, aber ich weiss inzwischen ganz gut wo meine Grenzen sind und ab wann ich Hilfe brauch.

Ja hochdosieren auf alle Fälle wieder, hatte jetzt aber auch die Überlegung zumindest morgen nochmal nur 50mg einzunehmen und dann nochma zu sehen ob die manie etwas abklingt. Dann werd ich auf 75 hoch und da auch erst ma ne Woche bleiben. Wenn die Symptomatik stabilisiert ist wieder auf 100 hoch für ca 4 Wochen, oder bis meine stabile Depression wieder da ist. :lol:

Danach kann ich dann nochmal einen vernünftigen Versuch starten.

Ich muss nochmal sagen tolles Forum! Dachte ich wüsste inzwischen echt schon alles über Medis, aber allein schon eure Antworten.....
Das man bis zu 6 Wochen wieder einsetzen kann, das viele Symptome erst Wochen später mit gleicher Heftigkeit einsetzen können u.v.m.
Bin echt positiv überrascht.

Es tut echt gut zum ersten ma von vernünftigen Absetzprogrammen zu lesen. Entweder hat man Ärzte die einen sofort ruhig stellen wollen oder Paranoide die einem zu Medikamenten gleich sämtliche Verschwörungstheorien reindrücken. :? :party: :shock:

Gruß und baba
In offizieller psychiatrischer Behandlung seit meinem 11. Lebensjahr. Ca 1992 wegs emotionaler Störung.
1999 Ausbruch der Psychose. Seit 2001 in medikamentöser Behandlung und seitdem auch nicht mehr akut psychotisch.
Letzter stationärer Aufenthalt 2006. Seitdem psychisch stabil mit durchgehender ambulanter Behandlung bei Ärztin und Gesprächstherapeutin
Quetiapin seit 2002 in verschiedenen Dosierungen. Höchst 600mg- Niedrigst 100mg.
Erhaltungsdosis normalerweise 300mg

Grobe Absetzübersicht ohne alle Schwankungen:
2014: 100mg Sertralin ganz ausgeschlichen (Nach etwa 6 Jahren regelmäßiger Einnahme)
2016: 300mg Quetiapin runter auf 250mg
2017: 250mg Quetiapin auf 175mg
2018: 175mg auf aktuell 100mg

Reduktion in den letzten Monaten:
28.02.18 175 mg runter auf 150mg
07.03.18 150mg runter auf 125mg
14.03.18 125mg runter auf 100mg

aktuelle Medikation: 100mg Quetiapin
Bin in Kinderwunschbehandlung

durchprobierte Psychopharmaka(Liste nicht vollständig, waren einfach zuviele)
Valdoxan, Cipramil, Venlafaxin, verschieden Stimmungsausgleicher bzw. Antiepileptika, diverse Tropfen gegen majordepressionen und Tropfen bei generalisierter Angststörung, Zoloft, diverse Hochpotente Neuroleptika als auch mittelstarke und leichte Neuroleptika, Abilify, Perazin, Amisulprid, Zyprexa, Risperdal, Zeldox

plus Bedarfsmedikationen
Tavor, Taxilan, nochwas mit T, andere Benzos
Benötige schon viele Jahre keine Bedarfsmedikation mehr. Zuletzt 2008 etwa.

padma
Team
Beiträge: 14220
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Riesendummheit mit Sertralin absetzen gemacht. Hilfe!

Beitrag von padma » Freitag, 26.07.13, 17:37

Hallo Unchained, :)

danke dir für deine anerkennenden Worte für dieses Forum. :D

Gut, dass du mit der Wiedereinnahme begonnen hast, Bleib besser ein paar Tage auf den 50mg wie Carlotta :) dir empfohlen hat.
Wenn du dich leicht manisch fühlst, solltest du wirklich langsam vorgehen :!:
Langsam an die passende Dosis herantasten.

Viel Erfolg!

Liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Unchained
Beiträge: 21
Registriert: Donnerstag, 25.07.13, 1:59
Wohnort: München

Re: Riesendummheit mit Sertralin absetzen gemacht. Hilfe!

Beitrag von Unchained » Freitag, 26.07.13, 20:43

Höhui,

Die Manie ist heute schon wieder etwas abgeklungen. hab immer noch viel Power, aber das Hirn hebt nicht mehr mit warpantrieb ab.
Werd noch das WE 50 nehmen und dann 75.
Bin jetzt eigentlich ganz beruhigt und zuversichtlich und hab echt Hoffnung, das ich das Zeug mal ernsthaft loswerde auch wenn ich mich noch etwas gedulden muss.

Schönes WE euch allen!
In offizieller psychiatrischer Behandlung seit meinem 11. Lebensjahr. Ca 1992 wegs emotionaler Störung.
1999 Ausbruch der Psychose. Seit 2001 in medikamentöser Behandlung und seitdem auch nicht mehr akut psychotisch.
Letzter stationärer Aufenthalt 2006. Seitdem psychisch stabil mit durchgehender ambulanter Behandlung bei Ärztin und Gesprächstherapeutin
Quetiapin seit 2002 in verschiedenen Dosierungen. Höchst 600mg- Niedrigst 100mg.
Erhaltungsdosis normalerweise 300mg

Grobe Absetzübersicht ohne alle Schwankungen:
2014: 100mg Sertralin ganz ausgeschlichen (Nach etwa 6 Jahren regelmäßiger Einnahme)
2016: 300mg Quetiapin runter auf 250mg
2017: 250mg Quetiapin auf 175mg
2018: 175mg auf aktuell 100mg

Reduktion in den letzten Monaten:
28.02.18 175 mg runter auf 150mg
07.03.18 150mg runter auf 125mg
14.03.18 125mg runter auf 100mg

aktuelle Medikation: 100mg Quetiapin
Bin in Kinderwunschbehandlung

durchprobierte Psychopharmaka(Liste nicht vollständig, waren einfach zuviele)
Valdoxan, Cipramil, Venlafaxin, verschieden Stimmungsausgleicher bzw. Antiepileptika, diverse Tropfen gegen majordepressionen und Tropfen bei generalisierter Angststörung, Zoloft, diverse Hochpotente Neuroleptika als auch mittelstarke und leichte Neuroleptika, Abilify, Perazin, Amisulprid, Zyprexa, Risperdal, Zeldox

plus Bedarfsmedikationen
Tavor, Taxilan, nochwas mit T, andere Benzos
Benötige schon viele Jahre keine Bedarfsmedikation mehr. Zuletzt 2008 etwa.

Unchained
Beiträge: 21
Registriert: Donnerstag, 25.07.13, 1:59
Wohnort: München

Wann ist Quetiapin vollständig aus dem Körper abgebaut?

Beitrag von Unchained » Montag, 23.04.18, 1:35

Hallo ihr lieben,

Wie der Titel schon sagt:
Wann ist Quetiapin vollständig aus dem Körper abgebaut?
Und wann verschwindet diese seltsame Scheindiabetes als Nebenwirkung vom Quetiapin?

Bin ja auch schon lange am Ausschleichen.
Jedenfalls hab ich vom Quetiapin auch eine Art Prädiabetes und wahrscheinlich auch PCO :(
In jedem Fall ist mein Blutzuckerwert schon öfter aufgefallen. Beim Nachtesten konnte aber nie ein Typ 2 festgestellt werden.
Seit ich das Quetiapin nehme hab ich extremen Süsshunger und natürlich auch Gewichtszunahme. War vorher sehr dünn und konnte Süsses nicht mal von weitem ansehen. Da fällt der Unterschied sehr auf.
Manchmal hab ich auch starkes Herzrasen, Schwindel, starkes Zittern nach Zuckerkonsum, deshalb esse ich nur noch sehr wenig Zucker und mache strenge Diät. Bin immer noch leicht übergewichtig und esse meistens nur Grundumsatz. Bin schon froh dass ich das Gewicht so halbwegs halten kann, auch wenn es verdammt anstrengend ist. Sport mache ich sowieso.
Was auch immer das ist, es ist wirklich äußerst merkwürdig und kommt definitv vom Quetiapin. Lasse mich bald auf Insulinresistenz testen.
Momentan bin ich nur noch bei 100mg nach 16 Jahren Einnahme.

Ich weiss dass die Halbwertszeit nur 12 Stunden beträgt, aber hat das normale Quetiapin nicht auch eine Depotwirkung?
Mein Schlaf und die Psyche sind 2-3 Wochen nach jeder Minireduktion wieder ganz normal auf dem Damm, aber wie lange braucht der Körper bis er wieder alles normal verstoffwechselt? Bis das Gewicht runter geht und dieser komische Scheindiabetes wieder weggeht?
Dauert es wirklich nur ein paar Tage? Dann müsste ich ja jetzt schon abgenommen haben und nicht mehr so krass auf Zucker reagieren. Bin in 2 Jahren von 300mg auf 100mg runter.
Bisher ist aber wirklich kein Unterschied feststellbar.

Danke und Gruß
In offizieller psychiatrischer Behandlung seit meinem 11. Lebensjahr. Ca 1992 wegs emotionaler Störung.
1999 Ausbruch der Psychose. Seit 2001 in medikamentöser Behandlung und seitdem auch nicht mehr akut psychotisch.
Letzter stationärer Aufenthalt 2006. Seitdem psychisch stabil mit durchgehender ambulanter Behandlung bei Ärztin und Gesprächstherapeutin
Quetiapin seit 2002 in verschiedenen Dosierungen. Höchst 600mg- Niedrigst 100mg.
Erhaltungsdosis normalerweise 300mg

Grobe Absetzübersicht ohne alle Schwankungen:
2014: 100mg Sertralin ganz ausgeschlichen (Nach etwa 6 Jahren regelmäßiger Einnahme)
2016: 300mg Quetiapin runter auf 250mg
2017: 250mg Quetiapin auf 175mg
2018: 175mg auf aktuell 100mg

Reduktion in den letzten Monaten:
28.02.18 175 mg runter auf 150mg
07.03.18 150mg runter auf 125mg
14.03.18 125mg runter auf 100mg

aktuelle Medikation: 100mg Quetiapin
Bin in Kinderwunschbehandlung

durchprobierte Psychopharmaka(Liste nicht vollständig, waren einfach zuviele)
Valdoxan, Cipramil, Venlafaxin, verschieden Stimmungsausgleicher bzw. Antiepileptika, diverse Tropfen gegen majordepressionen und Tropfen bei generalisierter Angststörung, Zoloft, diverse Hochpotente Neuroleptika als auch mittelstarke und leichte Neuroleptika, Abilify, Perazin, Amisulprid, Zyprexa, Risperdal, Zeldox

plus Bedarfsmedikationen
Tavor, Taxilan, nochwas mit T, andere Benzos
Benötige schon viele Jahre keine Bedarfsmedikation mehr. Zuletzt 2008 etwa.

LinLina
Team
Beiträge: 6055
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 19897 Mal
Danksagung erhalten: 9238 Mal

Re: Sertralin abgesetzt/jetzt Quetiapin auschleichen

Beitrag von LinLina » Montag, 23.04.18, 7:15

Hallo unchained :-)

bitte schreibe hier in deinem thread weiter und mache keine neuen Beiträge auf. Ich habe deinen Thread in Neuroleptika absetzen verschoben und den Titel angepasst.

Liebe Grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag:
Unchained

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,01 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


LinLina
Team
Beiträge: 6055
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 19897 Mal
Danksagung erhalten: 9238 Mal

Re: Sertralin abgesetzt/jetzt Quetiapin auschleichen

Beitrag von LinLina » Montag, 23.04.18, 7:20

Hallo nochmal :-)

hier gibt es einen Thread zum Thema abnehmen. Dort geht es meines wissens nach auch viel um Neuroleptika. Lies dich dort doch mal durch und stelle deine Frage ggf. nochmal dort.

viewtopic.php?f=57&t=12581

Liebe Grüße
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag:
Unchained

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,01 mg Mein Thread
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Gwen
Team
Beiträge: 1658
Registriert: Donnerstag, 12.01.17, 12:31
Hat sich bedankt: 1721 Mal
Danksagung erhalten: 3252 Mal

Re: Riesendummheit mit Sertralin absetzen gemacht. Hilfe!

Beitrag von Gwen » Montag, 23.04.18, 7:25

Hallo unchained,
Unchained hat geschrieben:
Montag, 23.04.18, 1:35
Wann ist Quetiapin vollständig aus dem Körper abgebaut?
Und wann verschwindet diese seltsame Scheindiabetes als Nebenwirkung vom Quetiapin?
Die Frage ist nicht, wann das Quetiapin abgebaut ist, sondern wann Dein Körper sich an die niedrigere Dosis angepasst und seinen Stoffwechsel umgebaut hat. Da Du aktuell noch eine Dosis von 100mg nimmst, wird Dein Körper ja immer noch davon beeinflusst.
Man kann sich unseren Körper als Art Räderwerk vorstellen. Wenn Du an einer Stelle etwas veränderst, dann hat das Auswirkungen auf alle möglichen anderen "Stellen", in diesem Fall auf verschiedenste Botenstoffe in Deinem Körper. Der Körper ist da immer bemüht, ein Gleichgewicht herzustellen. Da sich die Stoffe aber alle gegenseitig beeinflussen, kann das seine Zeit dauern.
Unchained hat geschrieben:
Montag, 23.04.18, 1:35
Ich weiss dass die Halbwertszeit nur 12 Stunden beträgt, aber hat das normale Quetiapin nicht auch eine Depotwirkung?
Und bei den Psychopharmaka ist es eben nicht so, dass sie da nur einmal kurz wirken wie zB eine Kopfschmerztablette, sondern eben zu dauerhaften Veränderungen führen. Die Produktion von Botenstoffen wird verändert, Rezeptoren reagieren darauf und vieles andere mehr. Dies alles wieder zurück zu bauen und neu ins Gleichgewicht zu bekommen ist viel Arbeit und dauert entsprechend. Es kann daher sein, dass Dein Gewicht und der Zuckerspiegel sich erst nach Null irgendwann wieder normalisieren.

Viele Grüße Gwen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Gwen für den Beitrag (Insgesamt 4):
LinLinaJamiepadmaUnchained
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Unchained
Beiträge: 21
Registriert: Donnerstag, 25.07.13, 1:59
Wohnort: München

Re: Sertralin abgesetzt/jetzt Quetiapin auschleichen

Beitrag von Unchained » Dienstag, 22.05.18, 16:01

Hallo,

Lieben Dank @Linlina und @Gwen
Habe befürchtet dass sich das erst einpendelt wenn man wirklich bei Null ist.

Momentan plagt mich leider ein anderes Problem: Depressionen!
Das ist seit ich bei 100mg bin wirklich ziemlich schlimm geworden. Zudem hab ich gerade auch sehr viel zu stemmen. Das kann ich nicht ändern.
ich überlege fast meine Ärztin zu fragen ob sie mir vielleicht ein ganz leichtes AD geben kann, aber habe Angst psychotisch zu werden davon.
Vor der Psychose hatte ich auch schon öfter und lange mit starken Depris zu kämpfen. Bzw. hatte ich immer das Gefühl das die Depris, auch der Auslöser für die Psychose waren.
Kann Quetiapin eigentlich Depris auch auslösen?
Meine Ärztin sagt es ist eigentlich stimmungsaufhellend, aber ich kämpfe die ganzen letzten Jahre trotz Quetiapin schon immer mit Depressionen.
Sie würde mir auch sofort ein AD dazu verschreiben, aber ich weiss nicht ob ich dann vom Regen in die Traufe komme.
Nur die letzten Wochen ist es besonders krass geworden. Vorallem hatte ich in all den Jahren noch nie so wenig Antrieb. Kommt das von der dämpfenden Wirkung oder von den Depris selber?
Im besten Fall hat das Quetiapin einfach gar nicht gegen die Depris gewirkt, aber ich weiss gerade iwie wirklich nicht vor oder zurück? Oder hilft einfach nur ausprobieren? Oder könnte zumindest der Antrieb ganz ohne Quetiapin wieder besser werden? Wenn ich mich beschäftigen kann sind die Depris nämlich auch deutlich besser.... Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht?

Meint ihr es wäre vielleicht sinnvoll auf ein leichtes AD umzusatteln und weiter das Quetiapin auszuschalten?
Das Sertralin hatte ich schon oft während Quetiapin Einnahme, aber fast nie eine Wirkung gespürt.
Bin mir manchmal nicht mehr sicher, ob diese Medikamente ihre positiven Wirkungen überhaupt auf Dauer beibehalten.
Meisten merk ich 2-3 nach der Umstellung einfach gar nichts mehr von der Wirkung die sie angeblich haben sollten.
In offizieller psychiatrischer Behandlung seit meinem 11. Lebensjahr. Ca 1992 wegs emotionaler Störung.
1999 Ausbruch der Psychose. Seit 2001 in medikamentöser Behandlung und seitdem auch nicht mehr akut psychotisch.
Letzter stationärer Aufenthalt 2006. Seitdem psychisch stabil mit durchgehender ambulanter Behandlung bei Ärztin und Gesprächstherapeutin
Quetiapin seit 2002 in verschiedenen Dosierungen. Höchst 600mg- Niedrigst 100mg.
Erhaltungsdosis normalerweise 300mg

Grobe Absetzübersicht ohne alle Schwankungen:
2014: 100mg Sertralin ganz ausgeschlichen (Nach etwa 6 Jahren regelmäßiger Einnahme)
2016: 300mg Quetiapin runter auf 250mg
2017: 250mg Quetiapin auf 175mg
2018: 175mg auf aktuell 100mg

Reduktion in den letzten Monaten:
28.02.18 175 mg runter auf 150mg
07.03.18 150mg runter auf 125mg
14.03.18 125mg runter auf 100mg

aktuelle Medikation: 100mg Quetiapin
Bin in Kinderwunschbehandlung

durchprobierte Psychopharmaka(Liste nicht vollständig, waren einfach zuviele)
Valdoxan, Cipramil, Venlafaxin, verschieden Stimmungsausgleicher bzw. Antiepileptika, diverse Tropfen gegen majordepressionen und Tropfen bei generalisierter Angststörung, Zoloft, diverse Hochpotente Neuroleptika als auch mittelstarke und leichte Neuroleptika, Abilify, Perazin, Amisulprid, Zyprexa, Risperdal, Zeldox

plus Bedarfsmedikationen
Tavor, Taxilan, nochwas mit T, andere Benzos
Benötige schon viele Jahre keine Bedarfsmedikation mehr. Zuletzt 2008 etwa.

padma
Team
Beiträge: 14220
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 34845 Mal
Danksagung erhalten: 18333 Mal

Re: Sertralin abgesetzt/jetzt Quetiapin auschleichen

Beitrag von padma » Dienstag, 22.05.18, 19:19

hallo Unchained, :)
Momentan plagt mich leider ein anderes Problem: Depressionen!
Das ist seit ich bei 100mg bin wirklich ziemlich schlimm geworden.
Dann wird es wohl absetzbedingt sein. Absetzsymptome können sich wie eine Depression anfühlen.
2018: 175mg auf aktuell 100mg
Das ist eine recht drastische Reduktion, innerhalb von 5 Monaten. Im oberen Dosisbereich mag eine schnelles Tempo noch möglich sein, aber jetzt denke ich, ist es einfach zu schnell.

Wie gestaltest du denn die Reduktionen- in welchen Schritten? Könntest du das bitte in deine Signatur etwas ausfühlicher schreiben?
Nur die letzten Wochen ist es besonders krass geworden. Vorallem hatte ich in all den Jahren noch nie so wenig Antrieb. Kommt das von der dämpfenden Wirkung oder von den Depris selber?
Quetiapin wirkt in unterschiedlichen Dosierungen unterschiedlich. So viel ich weiss,im hohen Bereich eher "antipsychotisch", im niedrigeren Bereich kommt die sedierende Wirkung stärker zum Tragen. Das könnte ein Grund dafür sein.
Meint ihr es wäre vielleicht sinnvoll auf ein leichtes AD umzusatteln und weiter das Quetiapin auszuschalten?
Es gibt kein leichtes AD.
Deutlich sinnvoller finde ich, Quetiapin langsamer auszuschleichen. Evtl. sogar zur Stabilisierung nochmals leicht höher zu gehen.
Bin mir manchmal nicht mehr sicher, ob diese Medikamente ihre positiven Wirkungen überhaupt auf Dauer beibehalten.
Meisten merk ich 2-3 nach der Umstellung einfach gar nichts mehr von der Wirkung die sie angeblich haben sollten.
Sie verlieren ihre Wirkung (falls sie überhaupt eine entfalten). Das ZNS arbeitet quasi gegen diesen künstlichen Eingriff in sein System an.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
Ululu 69Unchained
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Unchained
Beiträge: 21
Registriert: Donnerstag, 25.07.13, 1:59
Wohnort: München

Re: Sertralin abgesetzt/jetzt Quetiapin auschleichen

Beitrag von Unchained » Mittwoch, 23.05.18, 15:57

Danke Padma :hug:
Es ist besonders lieb von euch soviel Geduld zu zeigen. Bin auch eine Meisterverdrängerin und will mich am liebsten gar nicht mit dem Ganzen befassen. :?
Hab hier aber gerade endlich mal etwas genauer eingelesen und wieder mehr Hoffnung gefunden, auch wenn es sehr sehr lange dauern wird.
padma hat geschrieben:
Dienstag, 22.05.18, 19:19
2018: 175mg auf aktuell 100mg
Das ist eine recht drastische Reduktion, innerhalb von 5 Monaten. Im oberen Dosisbereich mag eine schnelles Tempo noch möglich sein, aber jetzt denke ich, ist es einfach zu schnell.

Wie gestaltest du denn die Reduktionen- in welchen Schritten? Könntest du das bitte in deine Signatur etwas ausfühlicher schreiben?


Das ist ein bischen die Krux an dem Ganzen. Ich bin in einer Kinderwunschbehandlung und muss die Reduktionen zwischen Behandlungen und Op´s packen.
Die Behandlung kann ich wegs Alter leider auch nicht mehr sehr weit schieben. Entweder dieses Jahr noch, oder gar nicht mehr und ich hab einfach schon zuviele Lebensjahre für nichts weg geworfen. Mir ist bewusst dass das alles nicht ideal ist, aber ich weiss ja dass ich sie jederzeit wieder nehmen kann, wenn es gar nicht geht.
Nach der Geburt werd ich sie sowieso nochmal prophylaktisch eindosieren müssen. Nur die SS möchte ich mit so wenig wie irgendmöglich schaffen. Quetiapin ist offiziell zugelassen für Schwangerschaft, aber da man ja nicht mal weiss was es in meinem Kopf anrichtet, will ich es soweit nur irgendmöglich vorher runterdosiert haben, ohne psychotisch zu werden. Mir ist bewusst das die Hormone auch nicht ohne sind. Während der Behandlung Anfang April war es aber relativ gut und auch danach. Am Schlimmsten waren wirklich die letzten 2 Wochen. Am meisten macht mir wirklich der mangelnde Antrieb und die Vergesslichkeit zu schaffen. Sonst sind die depressiven Phasen eher nur so tagweise.
Gerade warte ich auf eine weitere OP und hab ca 3-4 Monate Pause bevor die eigentliche Kinderwunschbehandlung weitergeht. Den genauen Termin hab ich noch nicht.
Da kann ich mit den Medis noch bischen herum probieren, oder auch eine längere Absetzpause zu machen.

Reduktion in den letzten Monaten:
28.02.18 175 mg runter auf 150mg
07.03.18 150mg runter auf 125mg
14.03.18 125mg runter auf 100mg -> seitdem auf 100mg geblieben.


Welche Auswirkungen die Medis auf die Fruchtbarkeit haben, ist eh nicht erforscht. Habe aber den starken Verdacht dass das PCO vom Quetiapin ist, da ich keinerlei Hormon- Zucker oder massive Gewichtsprobleme habe.
Informationen zu dem Thema sind sowieso extrem dürftig. Meistens endet die Diskussion schon an dem Aufschrei dass ich überhaupt kein Kind bekommen soll.
Meine Ärztin und Thera kennen mich beide seit über 10 Jahren und wissen das besser, aber die Medis und das Absetzen sind gerade das Hauptproblem.
Psychotisch bin ich nachwie vor nicht. Denke das ist auch durch. Provozieren will ich natürlich trotzdem nicht, deshalb kann ich momentan so wie es jetzt ist, auch nicht noch weiter runter.
padma hat geschrieben:
Dienstag, 22.05.18, 19:19
hallo Unchained, :)

Meint ihr es wäre vielleicht sinnvoll auf ein leichtes AD umzusatteln und weiter das Quetiapin auszuschalten?
Es gibt kein leichtes AD.
Deutlich sinnvoller finde ich, Quetiapin langsamer auszuschleichen. Evtl. sogar zur Stabilisierung nochmals leicht höher zu gehen.
Das würde ich am allerliebsten machen, aber hat das einen bleibenden Effekt? Also wenn ich dann in 3-4 Wochen wieder runterdosiere, bin dann ich nicht wieder genauso drauf wie jetzt? Ich wollte noch 1-2 Wochen warten und sehen ob sich zumindest die Depris wieder ein bischen geben und dann erst September/Oktober einen 12,5er Schritt machen.
Es braucht eigentlich immer 2-3 Wochen nach einer Mediänderung, deshalb hab ich lieber 25er oder 12,5er Schritte.

Kennt eigentlich jemand "Rhodiola Rosea"? Das versuche ich seit 2-3 Tagen gerade als vorrübergehende, natürliche sanfte Alternative. Ob es irgendwas bringt kann ich auch noch nicht sagen. Meine stabilen Phasen hab ich auch so immer zwischendrin.

Danke und Gruß
In offizieller psychiatrischer Behandlung seit meinem 11. Lebensjahr. Ca 1992 wegs emotionaler Störung.
1999 Ausbruch der Psychose. Seit 2001 in medikamentöser Behandlung und seitdem auch nicht mehr akut psychotisch.
Letzter stationärer Aufenthalt 2006. Seitdem psychisch stabil mit durchgehender ambulanter Behandlung bei Ärztin und Gesprächstherapeutin
Quetiapin seit 2002 in verschiedenen Dosierungen. Höchst 600mg- Niedrigst 100mg.
Erhaltungsdosis normalerweise 300mg

Grobe Absetzübersicht ohne alle Schwankungen:
2014: 100mg Sertralin ganz ausgeschlichen (Nach etwa 6 Jahren regelmäßiger Einnahme)
2016: 300mg Quetiapin runter auf 250mg
2017: 250mg Quetiapin auf 175mg
2018: 175mg auf aktuell 100mg

Reduktion in den letzten Monaten:
28.02.18 175 mg runter auf 150mg
07.03.18 150mg runter auf 125mg
14.03.18 125mg runter auf 100mg

aktuelle Medikation: 100mg Quetiapin
Bin in Kinderwunschbehandlung

durchprobierte Psychopharmaka(Liste nicht vollständig, waren einfach zuviele)
Valdoxan, Cipramil, Venlafaxin, verschieden Stimmungsausgleicher bzw. Antiepileptika, diverse Tropfen gegen majordepressionen und Tropfen bei generalisierter Angststörung, Zoloft, diverse Hochpotente Neuroleptika als auch mittelstarke und leichte Neuroleptika, Abilify, Perazin, Amisulprid, Zyprexa, Risperdal, Zeldox

plus Bedarfsmedikationen
Tavor, Taxilan, nochwas mit T, andere Benzos
Benötige schon viele Jahre keine Bedarfsmedikation mehr. Zuletzt 2008 etwa.

padma
Team
Beiträge: 14220
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 34845 Mal
Danksagung erhalten: 18333 Mal

Re: Sertralin abgesetzt/jetzt Quetiapin auschleichen

Beitrag von padma » Mittwoch, 23.05.18, 17:36

liebe Unchained, :)

danke für die Info, das verkompliziert naturgemäss den Absetzverlauf.

Dein Kinderwunsch ist wohl sehr ausgeprägt, dass du diese Behandlungen auf dich nimmst. Über die Risiken bzgl. Quetiapin und Schwangerschaft bist du hoffentlich informiert. Es ist eine Gewissensentscheidung, die nur du selbst treffen kannst. Du hast sicherlich gut abgewogen und natürlich respektiere ich deine Entscheidung.

Du hast ja 3 x im Abstand von einer Woche reduziert. Das ist nicht gut, da die Rezeptoren sich so schnell nicht anpassen können. Entzugssymptome können sich anreichern und dann zeitverzögert auftreten.
Während der Behandlung Anfang April war es aber relativ gut und auch danach. Am Schlimmsten waren wirklich die letzten 2 Wochen.
Hormonbehandlungen können auch Depressionen auslösen. Es kann jetzt eine Kombination aus Absetzsymptomen und NW der Hormonbehandlung sein.
Das würde ich am allerliebsten machen, aber hat das einen bleibenden Effekt? Also wenn ich dann in 3-4 Wochen wieder runterdosiere, bin dann ich nicht wieder genauso drauf wie jetzt? Ich wollte noch 1-2 Wochen warten und sehen ob sich zumindest die Depris wieder ein bischen geben und dann erst September/Oktober einen 12,5er Schritt machen.
Eine leichte Aufdosierung ist ja dazu da, dass das ZNS sich besser anpassen kann. Gerade wenn man zu schnell reduziert hat, bewirkt eine leichte Aufdosierung mit anschliessender Stabilisierungsphase oft, dass die nächste Reduktion dann besser verläuft. Garantieren kann man es allerdings nicht.

Du kannst ja noch ein bisschen abwarten, aber wenn es sich nicht bessert, würde ich vor der nächsten OP leicht höher gehen.Da du bereits 2 Monate auf der aktuellen Dosis bist, nicht mehr als 6 mg, evtl. noch weniger.

Weitere Reduktionenn würde ich dann auch höchstens mit 12,5 mg Schritten machen.
Eine Stabilisierungspause nach der OP halte ich auch für sinnvoll.

Könntest du bitte in deine Signatur noch "Hormonbehandlung wegen Kinderwunsch" aufnehmen?
Es ist wichtig um deinen Absetzverlauf begleiten zu können, und man kann sich einfach nicht alles merken (ich zumindest nicht)
Kennt eigentlich jemand "Rhodiola Rosea"?
Die Erfahrungen im Entzug damit sind eher nicht so positiv. Es kann zu verstärkter Unruhe führen. Erfahrungen findest du über die Suchfunktion, Stichwörter Rhodiola und Rosenwurz.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 4):
LinLinaFlummiUlulu 69Unchained
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Unchained
Beiträge: 21
Registriert: Donnerstag, 25.07.13, 1:59
Wohnort: München
Hat sich bedankt: 16 Mal
Danksagung erhalten: 9 Mal

Re: Sertralin abgesetzt/jetzt Quetiapin auschleichen

Beitrag von Unchained » Donnerstag, 24.05.18, 13:37

Hallo,

Danke Dir.
Dann werd ich mir nächste Woche auf jeden Fall 12,5er verschreiben lassen und noch mal ein kleines bischen hoch gehen, wenn es bis dahin nicht besser ist.
Wieviele Monate ich nach der OP habe, bis es weitergeht und wann der Termin ist, erfahre ich erst im Juni. Dann noch in den Urlaub und dann kann ich erst im September wieder versuchen zu reduzieren. Im Oktober wird dann die Behandlung weitergehen, vermutlich.

Hab auch ziemliche Einschlafprobleme. Werde das Rhodiola doch wieder weglassen, trotz sehr niederiger Dosierung von nur 200mg.

Grüße
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Unchained für den Beitrag:
padma
In offizieller psychiatrischer Behandlung seit meinem 11. Lebensjahr. Ca 1992 wegs emotionaler Störung.
1999 Ausbruch der Psychose. Seit 2001 in medikamentöser Behandlung und seitdem auch nicht mehr akut psychotisch.
Letzter stationärer Aufenthalt 2006. Seitdem psychisch stabil mit durchgehender ambulanter Behandlung bei Ärztin und Gesprächstherapeutin
Quetiapin seit 2002 in verschiedenen Dosierungen. Höchst 600mg- Niedrigst 100mg.
Erhaltungsdosis normalerweise 300mg

Grobe Absetzübersicht ohne alle Schwankungen:
2014: 100mg Sertralin ganz ausgeschlichen (Nach etwa 6 Jahren regelmäßiger Einnahme)
2016: 300mg Quetiapin runter auf 250mg
2017: 250mg Quetiapin auf 175mg
2018: 175mg auf aktuell 100mg

Reduktion in den letzten Monaten:
28.02.18 175 mg runter auf 150mg
07.03.18 150mg runter auf 125mg
14.03.18 125mg runter auf 100mg

aktuelle Medikation: 100mg Quetiapin
Bin in Kinderwunschbehandlung

durchprobierte Psychopharmaka(Liste nicht vollständig, waren einfach zuviele)
Valdoxan, Cipramil, Venlafaxin, verschieden Stimmungsausgleicher bzw. Antiepileptika, diverse Tropfen gegen majordepressionen und Tropfen bei generalisierter Angststörung, Zoloft, diverse Hochpotente Neuroleptika als auch mittelstarke und leichte Neuroleptika, Abilify, Perazin, Amisulprid, Zyprexa, Risperdal, Zeldox

plus Bedarfsmedikationen
Tavor, Taxilan, nochwas mit T, andere Benzos
Benötige schon viele Jahre keine Bedarfsmedikation mehr. Zuletzt 2008 etwa.

Antworten