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Liebe ADFDler,

aktuell ist im Forum viel los. Das Team steht gern unterstützend zur Seite, die Teammitglieder können aber derzeit aufgrund der wachsenden Teilnehmerzahl, persönlicher Abwesenheit oder individueller Konstitution oft nicht mehr zeitnah oder sehr ausführlich antworten.

Daher freuen wir uns über alle, die im Sinne der Selbsthilfe andere unterstützen, ihre persönlichen Erfahrungen einbringen und/oder wichtige Infothreads an neue Teilnehmer verlinken.Ein Schwerpunkt des Forums ist die gegeseitige Unterstützung und Begleitung, dazu kann jeder seinen Teil beitragen!

Infothreads:
Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Bitte stöbert, lest quer und nutzt die Suchfunktion.

Viele Grüße vom Team

Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Auch für Antiepileptika (z.B. Lyrica/Pregabalin), Stimmungsstabilisierer und Stimulanzien
padma
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Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon padma » Samstag, 25.04.15, 18:55

hallo zusammen,
hier entsteht ein thread mit Erfolgsgeschichten zu Mutmachen und Feiern :party2: :party2: :party2:

lg padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen


1.09.2017: 0,5 mg


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

pajes
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon pajes » Dienstag, 28.04.15, 16:37

Hallo!
Also trage ich mich mal als Erste hier ein :)
Im Juli 2014 habe ich das Atosil (ca. 12 Tropfen, 6 Jahre genommen wegen Einschlafstörungen) endgültig abgesetzt, davor die Monate immer einen Tropfen pro Monat weggelassen. Das Ganze hat gut geklappt, es gab keine Entzugsprobleme vermutlich durch das langsame Vorgehen.
Seitdem habe ich den Eindruck, schlafe ich tiefer und erholter. Einschlafstörungen habe ich bei starkem Stress immer noch, aber es geht ganz gut soweit. Die schlechten Nächte bleibe ich dann halt wach bis morgens, versuche es mit Baldrian usw..Die Schlafstörungen, weswegen ich das Atosil überhaupt genommen hatte, habe ich so nicht mehr und sind auch nicht mehr zurückgekommen.

Euch auch viel Erfolg beim Absetzen!, liebe Grüße, pajes
Seit 2009 Entzug von 2,0mg Rivotril (Clonazepam), seit dem 9.12.16 auf Null.
2008: ca. 13 Tropfen Atosil zum Einschlafen, ausgeschlichen 2014
Opipramol
Mai 2011: Einschleichen von 150mg Opipramol (beruflicher Streß)
April 2012, schneller Absetzversuch auf 75mg, gescheitert.
24.4. 125 mg, Entzug: anschließend 4 Wochen erkältet
10.05. 100mg
24.05. 75mg, Entzug: 3 Wochen Zyklusstörung, massive Hassgefühle, Depression. Behandlung durch Homöopathie, abwarten
19.07. auf ca. 88,5mg Opipramol
2014: 67,47 mg Opipramol, 59 mg Opipramol
5/2015 Wechsel auf flüssiges Opipramol: Insidon. Wechsel war katastrophal da offizielle Umrechnungsmenge für mich zu niedrig war - also höher dosiert auf 65mg Insidon.
2016 58,24mg Insidon
2017 54,49mg Insidon
Entzugssymtome Rivotril: Ängstlichkeit, Unruhe
Entzugssymptome Opipramol: heftige Muskelschmerzen, Übelkeit, Durchblutungsstörung, Zyklusstörung, neuralgische Schmerzen, Mundentzündungen (alles vorher nie gehabt)
Angst, Unruhe, Depression, Aggressivität, emotionale Taubheit bis ca. 75mg, übermässiges Denken (alles vorher nie in dem Ausmass gehabt)

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon Lisamarie » Dienstag, 28.04.15, 17:50

Hallo pajes, danke für deinen Erfahrungsbericht und klasse das du den Entzug so gut geschafft hast. Herzlichen Glückwunsch zur 0 :party2: :party2: :party2:

Alles liebe wünscht dir Petra

potatoiv
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon potatoiv » Dienstag, 28.04.15, 17:51

GRATULATION!!!!!!!!!!!!!
potatoiv
Trittico zw. 50 und 300 mg vom 12.2.12-26.2.13
Paroxetin zw. 10 und 20 mg vom 23.3.12-23.4.12
Sertralin zw. 25 und 50 mg vom 3.5.12-4.6.12
Effektin zw. 75 und 150 mg vom 30.5.-4.7.12
Seroquel xr zw. 50 und 200 mg vom 10.7.12-30.6.13
Seropram zw. 5 und 30 mg vom 30.7.12-17.9.12
Deanxit nur 2 Tage Horror-NW
Ixel nur 2 Tage Horror-NW
Fluctine zw. 10 und 20 mg vom 18.9.12-1-10.12
Cipralex zw. 5 und 15 mg vom 2.10.12-7.2.13
Abilify nur 1 Woche Horror-NW
Insidon zw. 50 und 150mg vom 2.3.13-3.10.13
Tolvon zw. 15 und 30 mg vom 22.10.13-13.11.13
Mirtazapin 15 mg vom 25.11.13-30.11.13
Edronax 2 mg ein paar Tage Horror-NW
Lamotrigin 25 mg 1 Woche Horror-NW
Lithium 450 mg 8 Wochen extreme Angstzustände
Depakine 600mg 10.4.13-13.5.14
Lyrica 25 mg depressionsverstärken hoch 10
...alles abgesetzt

Zyprexa 3,75 mg ( 1,5 Tablette 2,5 mg)....seit ca. Dez. 2013
Zyprexa 3,125mg (1,25 Tablette 2,5 mg)....17.4.2015-25.4.2015
Zyprexa 3,75 mg weil es mir so schlecht ging
Zyprexa 3,4375 mg....seit 12.5.2015
Zyprexa 2,5 mg....seit 10.6.2015
Zyprexa 1,25 mg... seit 25.10.2015
Zyprexa 1,88 mg...seit 27.10.2015
Zyprexa 2,5 mg... seit 7.11.2015
Zyprexa 1,875mg...seit 24.4.2017
Zyprexa 1,25mg...seit12.6.2017

flickflauder
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon flickflauder » Dienstag, 26.05.15, 9:52

Hallo Alle

Also, auch ich bin nun nach einer sehr langen Ausschleichphase bei Null angelangt (siehe Signatur). Ich bin überzeugt, dass die Devise "langsam aber stetig" goldrichtig war-dies vor allem, weil ich mich während der Ausschleichphase auf mein Studienende. Erstaunlicherweise hat mir die sehr anspruchsvolle und geistig fordernde Abschlusszeit bei der Reduktion geholfen. Das Lernen fiel mir wieder leichter - insebsondere das vernetzte Denken. Während der Prüfungsphase hatte ich ausser der normalen Nervosität keinerlei Beschwerden - keine Panikattacken, kein Übergeben etc.

Womit ich allerdings immer mal wieder zu kämpfen hatte, war ein Wattegefühl im Kopf - eine starke Benommenheit. Aber zum Glück nur jeweils Phasenweise.

Bis jetzt fühle ich mich ohne Q. sehr gut - ich schlafe gut. Bin allerdings tagsüber oft müde-ich vermute aber eher eine allgemeine Erschöpfung nach dieser anstrengenden Zeit.
Mein Plan ist, abe Ende Juni mit der Reduktion von Opipramol fortzufahren.

Ich wünsche Euch allen ganz viel Kraft und Zuversicht - es ist möglich mit Geduld relativ beschwerdefrei zu reduzieren. Was mir geholfen hat, war mein straffer Tagesplan und das grosse Ziel, das Studium gut abzuschliessen.

Beste Grüsse, flickflauder
Frühjahr 2009: Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Motivationsprobleme
Februar-Mai 2010: jeden Tag Übelkeit, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Gewichtsverlust
Juni-Juli 2010: Früherwachen, Konzentrationsverlust, Motivationsprobleme, Erschöpfung, Weinerlichkeit ==> weiterhin Deanxit, kurzzeitig Paroxetin
August-September 2010: Zunahme obiger Symptome und Angstattacken ==> Ende Sept. Eintritt in Tagesklinik==> dort kommt es vor lauter Erschöpfung zum total Zusammenbruch es folgte:
Okt. 2010-Januar 2011: Klinikaufenthalt stationär ==>Medis: Venlafaxin, Remeron, Moclobemid, Temesta, Seroquel ==> Diagnose: mittelgradige Depression, generalisierte Angststörung, Panikstörung
Medikation bei Entlassung im Januar 2011: Temesta (Lorazepam) (am Tag der Entlassung zum letzten Mal bekommen-Entzugsymptome dann zu Hause in voller Wucht, wurde nie aufgeklärt-die Klinik agiert nach dem Motto: nach uns die Sintflut), 15 mg Cipralex, 25 mg Seroquel
März 2011: Cipralex durch Zoloft (70 mg) ersetzt
April 2011: Zoloft abgesetzt (innerhalb 5 Tage)
Seit 17.2.2012: Opipramol 25-25-50; Seroquel 48 mg
3.4.2012: Opipramol " "; Seroquel 47 mg
5.5.2012: Opipramol " "; Seroquel 46 mg
14.5.2012: Opipramol " "; Seroquel 45mg
28.5. 2012: Opipramol " "; Seroquel 44 mg
2.7.2012: Opipramol Tropfen 6 Tr.-5Tr.-50 mg Dragee; Seroquel 44mg
27.8.2012: Opipramol Tropfen 6 Tr.-5Tr.-50 mg Dragee; Seroquel 43mg
18.9.2012: Opipramol Tropfen 6 Tr.-5Tr.-50 mg Dragee; Seroquel 42mg
4.10.2012: Opipramol Tropfen 6 Tr.-5Tr.-50 mg Dragee; Seroquel 40mg
3.12.2012: " "; Seroquel 39mg
20.12.2012: " "; Seroquel 38mg
10.01.2013: " "; Seroquel 37mg
27.01.2013: " "; Seroquel 36mg
==> weiter in 1 mg Schritten
09.12.13: " "; Seroquel 16mg
18.12.13: "-"; Seroquel 15mg
29.12.13: " "; Seroquel 14mg
10.01.14: " "; Seroquel 13mg
Seit 1.5.2015: Seroquel 0mg; Opipramol Tropfen 5-4-50 mg (Dragee) (seit Juli 2014)

padma
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon padma » Donnerstag, 02.07.15, 20:41

hier noch eine Erfolgsgeschichte:

Timo :) hat Palperidon (Xeplion) erfolgreich abgesetzt
viewtopic.php?p=80622#p80622

fruehling
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon fruehling » Donnerstag, 02.07.15, 22:15

Ich werde noch etwas warten bis das Zeug abgebaut ist und hoffe, dass ich bald einen Erfolg preisgeben kann.
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

shy-fx1
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon shy-fx1 » Mittwoch, 22.07.15, 1:01

hallo,

habe das bedürfnis mich hier auch mal zu wort zu melden...habe mich gerade registriert...wie in meinem letzten treat beschrieb, habe ich meine Medikation (6 Jahre Neuroleptika/ die meiste zeit 20-25 mg zyprexa) erfolgreich ausgeschlichen...bin seit fast 2 monaten symptomfrei und fühle mich wirklich sehr gut...geradezu befreit!

das ausschleichen war leichter als gedacht..klar hat man sich mal schlecht gefühlt..war auch mal nervös bzw. aufgedreht...sodass ich manchmal wirklich dachte es geht wieder los...das legte sich aber immer sehr schnell wieder sodass ich dann nach sicherem zeitabstand weiter reduziert habe..habe alle ca. 3 monate immer 2,5 mg abgesetzt...zum schluss 1,25 mg (tablettenteiler)...


die sog negativsymptome...die angeblich zur krankheit gehörten und die ich laut arzt mit ad´s behandeln sollte verschwanden immer mehr und sind nun komplett verscwunden...

mir hat man auch immer gesagt ich bräuchte die medis und ich glaubte das auch! die positivsymptome wurden auch einfach nicht besser..die meds schienen sie nur zu drosseln...ich war jahrelang weggeschossen und krank..schon abgeschrieben..

ich nehme jetzt gar nix mehr und habe schon vor 1 jahr nur noch einen bruchteil von dem genommen, von dem es mir am anfang meiner erkrankung noch 10mal beschissener ging!

wer glaubt oder nicht...erst mit absetzen der meds begann sich mein zustand zu bessern(glaubt mir, das war kein zeitlicher zufall oder ein "umgekehrter" placebo-effekt oder so) und ich wurde (ich sage bewusst) geheilt! ich möchte die meds nicht verteufeln...ich weiss trotz der langen einnahme eigentlich gar nich wie ich zu den meds stehe..wäre ich ohne sie auch wieder geworden? keine ahnung...sie haben mich betäubt,weggedröhnt und das leid so irgendwo ertäglicher gemacht,ja...

passt auf dass ihr nicht (nach "viel hilft viel") zu hohe dosen nehmt..das kann zu kuriosen nebenwirkungen führen, die in diesem dosierungsbereich erst entstehen!

vertraut nicht einfach nur auf die pillen! habt keine angst vor reduktion! vertraut eurem arzt nicht blind! euer arzt ist nicht gott! ihr könnt laaangsam probieren zu reduzieren! mein arzt hat mir versichert ich müssste ewig mindestens 10 mg zyprexa nehmen! es würde auch eh nix mehr werden wie früher! ich glaubte das dann auch irgendwann, ich wusste es beinahe!

als dann alles stagnierte dachte ich ich probiere wenigstens mit ein paar milligramm weniger zu leben. das war der anfang vom ende meiner leidenszeit!

wenn ich immer auf meinen arzt gehört hätte (der es ja auch nur gut meinte) würde ich jetzt noch in ner behindertenwerkstatt hölzer schnitzen und würde immer noch nicht klarkommen!


AUF JEDEN FALL KANN MAN WIEDER WERDEN! AUCH OHNE DIE MEDIS! AUCH MIT DER DIAGNOSE PSYCHOSE! ICH KANN DAS BEZEUGEN! ICH GEHE AUCH WIEDER VOLLZEIT ARBEITEN! GANZ NORMAL!SPIELE WIEDER FUSSBALL, ETC!

NATÜRLICH GIBT ES NIE EINE GARANTIE ABER LASST EUCH BITTE NICHT VERRÜCKT MACHEN!!!!


LG und durchhalten

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon Murmeline » Mittwoch, 22.07.15, 9:09

Hallo Shy,

danke für Deinen Bericht! Es ist immer schön, zu lesen, dass jemand es geschafft hat, die Medikamente langsam auszuschleichen und von seinem Absetzverlauf berichtet.

:party2:

Hattest du letztendlich einen Arzt, der das begleitet hat?

Hier noch der Hinweis auf die Broschüre "Absetzen von NL" der DGSP - auch wenn Du das Absetzen hinter Dir hast, soweit ich mich gerade erinnere, sind da auch Tipps und Hinweise für die Zeit nach den Medikamenten drin: viewtopic.php?f=19&t=8997

Ich würde mich freuen, wenn Du hin und wieder noch ein Update schreibst, wie es Dir geht. Denn auch die weitere Entwicklung ist interessant, kann anderen Mut machen oder aufzeigen, worauf man achten sollte.

Liebe Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon shy-fx1 » Mittwoch, 22.07.15, 20:27

hallo murmeline,

ja es ist für mich auch wirklich unglaublich, dass ich heute wieder ohne medikamente und vor allem "gesund" leben kann.
ich fand während meiner langen, wirklcih heftigen krankheitsphase die mich vom einen auf den anderen tag aus dem leben riss (und ich hätte vorher wirklich gesagt ich wäre gesund/heute weiss ich dass das nicht so war) gerade auch diese ungewissheit der zukunft so unfassbar schwer zu ertragen. hätte mir damals jemand gesagt: "Ok sie haben da eine nervliche veränderung im gehirn...das ist effektiv zu behandeln...ich gebe ihnen dieses medikament...es braucht maximal 2 jahre bis sie wieder vollständig gesund sind..wir kennen das von millionen früheren patienten...hier bekommen sie noch schmerzmittel um die zeit bis dahin zu überstehen"........ dann wäre die ganze situation wesentlich erträglicher!

aber wie ein hund zu leiden...mit der "nicht geringen" wahrscheinlichkeit für immer ein pflegefall zu bleiben ließ mich mit zunehmender zeit immer mehr zweifeln und schließlich resignieren...ich gab mich auf! na gut...


ja mein behandelnder neurologe hat mich bei meinen "dosierungswünschen" eigenltich immer unterstützt...zumal er irgendwann selbst nicht mehr wusste was zu machen ist....(nach jahren ohne verbesserung) ...ich hatte alle 10 wochen einen termin in dem ich mit ihm beprochen habe (ihm gesagt habe das sich reduzieren will)...wie beschrieben war er zum schluss auch skeptisch ob das gut gehen wird...aber "wir" haben es probiert....mit bestmöglichen erfolg! ich habe ca 2 jahre gebraucht um von 25 mg zyprexa auf null zu kommen aber diese zeit ist glaub ich auch notwendig wenn man es so "angenehm" und relativ risikolos haben möchte (aber ich bin kein arzt, ich spreche nur aus meiner erafhrung)


ich werde in zeitlich eher großem abstand nochmal mitteilen wie ich mich fühle...ich möchte aber nochmal betonen dass ich mich wirklich wieder gesund und fit, lebendig und aktiv fühle!


alles gute;)

fruehling
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon fruehling » Mittwoch, 22.07.15, 22:49

hallo Shy,
danke für den tollen Beitrag.
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute. Sehr gut ist, dass du es langsam gemacht hast. Nur so schafft man es wirklich dauerhaft ohne Medikamente. :party2:
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon Freudentraenchen » Donnerstag, 30.07.15, 11:10

Hallo Shy,

vielen, vielen Dank für deinen Bericht. Ich freue mich sehr, dass es dir nun so gut geht! Sehr gut, dass du dir selbst vertrauen konntest und einen langen Atem bewiesen hast!

Ich wünsche dir alles Gute, wenn du wieder berichtest, lese ich es sehr gern.

S.
Diagnose: emotional-instabile Persönlichkeitsstörung und/oder paranoide Schizophrenie
Neuroleptika nehme ich wegen Wahnzuständen.

2010: hohe Dosen von unterschiedlichen Neuroleptika (Zeldox, Risperdal, Clozapin), zum Schluss 30 mg Abilify + 300 mg Amisulprid.
Anfängliche Wahnvorstellungen (vor Einnahme von Neuroleptika) steigerten sich nach plötzlichem Absetzen dieser und ließen sich lange Zeit nicht bessern. Es dauerte über 2,5 Jahre um wieder stabil zu werden.
2014: Nach Stabilisierung alles abgesetzt, falls ich Absetzerscheinungen hatte, habe ich diese nicht als solche eingeordnet
April 2015: Rückfall der Psychose, 8 mg Risperdal
ca. Mitte Juli: Reduktion von 8 mg auf 6 mg.
24.07.15: 3 mg Risperdal, Absetzerscheinungen: Kribbeln im Kopf, Herzklopfen, Kopfweh, Zittern, Dröhnen im Ohr, dass Tage später anhält
28.07.15: Dosis wieder auf 4 erhöht. Nehme kognitive Einbußen wahr, die sich bessern umso länger die Einnahme her ist.
02.08.15: Die starken Nebenwirkungen nicht länger ausgehalten. Reduktion auf 3 mg. Nach zwei Tagen Lichtempfindlichkeit, sich von Reizen (akustisch) schnell gestresst fühlen. Ansonsten alles o.k. Nach ca. einer Woche mäßige psychotische Symptome.
15.08.15: Aufgrund der psychotischen Symptome Erhöhung auf 3,5
(in der Zwischenzeit schwankte die Dosis leicht. Dummerweise habe ich experimentiert... aus Ungeduld. Ich weiß, nicht, überhaupt nicht gut.)
15.11.15: Runterdosiert auf 3,0
7.12.15: Erhöhung auf 3,25
12.12.15: Erhöhung auf 3,5

Meine AD-Geschichte bekomme ich nicht mehr ganz auf die Reihe. Hatte teilweise öfter ausgesetzt (bevor ich wusste wie gefährlich das werden kann).
2007: Fluoxetin (kalt abgesetzt)
Ab 2010: Citalopram (kalt abgesetzt)
Ab März 2015: 50 mg Sertralin

Meistereder
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon Meistereder » Freitag, 30.10.15, 16:58

ich habe als kind ritalin bekommen. habe damals kalt abgesetzt weil ich "wie besessen " war (nicht ich - tische umwerfen und immense unruhe mit aggressiven impulsen)


ich war ein kind. das ritalin hätte ich nie nehmen sollen wenn mein potential nicht beschädigt hätte werden sollen.

weggekommen bin ich davon allemal. und ich habe tiefste empathie für kids die noch härteren stoff aufgebrummt bekommen als ich denn auch für mich war es schon nicht leicht damit klarzukommen. es war sch$$$$.

mir geht es heute "gut" ich bin echt ein Checker (wenn ich in den spiegel sehe denke ich oft was für ein geiler typ). Andererseits habe ich schäden von Ritalin davongetragen die kein Blinder übersehen kann. Abgesetzt wieder besseren wissens (und da es nichts ist im vergleich zu etwa benzos NL's oder AD's - die MUSS mann ausschleichen! - ein klarer glücksfall)


Ohne etwas zu verharmlosen: Ich bin als Kind von Psychopharmaka weggekommen (wiedeaufnahmehemmer dopamin) nach mehrmonatiger täglicher einnahme. Hat mich was den "werdegangf" angeht voll aus der Bahn gebracht und ich hatte schwerste probleme deswegen. Aber schlimmer geht es immer. Ich kenne viele die mehr hatten als ich. Bei mir war es "nur" Ritalin.

LG freunde, me

Arianrhod
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon Arianrhod » Sonntag, 15.11.15, 17:11

Ich habe Neuroleptika erfolgreich seit 2 fast 3 Jahren abgesetzt.
Mit "erfolgreich" meine ich, dass trotz ärztlicher Warnungen keine neue Erkrankung, Rückfall, Schub, Episode oder wie man das immer nennen will, aufgetreten ist.
Außerdem konnte ich von den 60 kg, die ich zugenommen hatte ( davon 11 kg in 2 Wochen!) 40 wieder abnehmen ( ohne Diät und ohne vermehrten Sport).
Ich war lange Zeit Patientin in einer PIA ( Psychiatrische Institutsambulanz), die einem KH angeschlossen ist.
Da mich die dortigen Psychiater nicht unterstützen, suchte ich mir einen neuen Arzt, der erstmal Quetiapin von 800 mg auf 100 reduzierte UND eine Psychotherapeutin, mit der ich aufarbeiten konnte, was eigentlich in meiner Seele abging.
Diese beiden haben mir geholfen, medikamentenfrei zu werden,

Ich sage dazu, ich bin keine Medikamenten- Gegnerin. Aber wenn die Kur schlimmer ist als die Krankheit, wenn eine Medikation nicht das Problem lindert, sondern zum größten Problem wird, dann läuft doch was gewaltig schief, oder?

Jemand hatte ein schönes Bild dafür:
"WEnn auf einer Wiese Unkraut wächst, nützt es dann, die ganze Wiese zu zubetonieren? Klar....das Unkraut ist dann weg...

ich möchte allen Mut machen, sich Hilfe zu suchen ( es gibt sie), zu lesen und zu arbeiten - es lohnt sich.

Diese Klarheit im Kopf, die ich jetzt habe, möchte ich nie wieder missen. :)
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

tulpe
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon tulpe » Mittwoch, 13.01.16, 18:34

Hallo,

ich weiß nicht wo es besser platziert wäer was ich im Folgenden noch mal deutlich erwähnen möchte.
Wenn die Moderatoren meinen, woanders wäre besser, dann bitte verschieben!

Ich habe etliche Entzüge geschafft.
Morphin
Quetiapin (Seroquel)
Pregabalin (Lyrica )

Ich hätte das alles nicht ohne meinen Partner, ohne meine Katzen und ohne die Hilfe meiner verständnisvollen Ärzte!!!

Aber ich hätte es auch nicht geschafft, wenn ich das Clonidin nicht gehabt hätte. Das hat mir im Entzug deutlich geholfen.
Wenn die entzugssymptome stärker wurden, habe ich es fest eindoiert und konnte es dann am Ende leicht ausschleichen.
Allerdings benötigt man einen Arzt, der es verschreibt. Meine Ärztin kannte es nicht, hat es sich aber von mir erkläen lassen, dann hat sie sich schlau gemacht und dann war alles gut.
Aber so sind meine Ärzte: wenn ich es gut erklären kann, dann bekomme ich was ich brauche!

Das also als Tip: Clonidin, Blutdrucksenker, der häufig bei Entzügen eingesetzt wird. Auch von Kliniken mit Suchtstattionen!

Lieben Gruß
tulpe
Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
B50 Komplex hochdosiert (hilft mir sehr gut)
Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
DoloVisan*o (auch nicht mehr wegen Gefahren)
23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
Morphin 30-30-30 mg retardiert
Cymbalta 60-0-0 mg (von 60mg seit Oktober 14 reduziert, leider wegen starker, chronischer Schmerzen wieder hochdosiert)
Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
Novalgin bei Bedarf bis zu 4x 1000mg tgl.
Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
Buscopa*n, Ibuprofe*n (nur, wenn der Ishias durchdreht)
B50 Vitamin Komplex
B12 hochdosiert 2000 bis 3000 mqg täglich
Cranberol*a 1-3 täglich
Macrogo*l 0 täglich (Abführmittel), Magnesiumcitrat
Schmerztherpie: Nervenblockade am Bauch: Anästhetikum Novocain per Spritze an 2 Nerven 1x pro Woche
Heizkissen ohne Ende (Achtung: alles ab 40°C verursacht Verwachsungen; auch Wärmflaschen am Rücken z.B.)
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon fruehling » Mittwoch, 13.01.16, 20:21

Hallo Tulpe,
herzlichen Glückwunsch... tolle Leistung.
Sag mal, macht das Clondin denn abhängig? Meine Mutter nimmt auch noch zusätzlich Blutdrucksenker, die aber nicht so recht wirken. Richtig eingestellt ist sie was das angeht nicht...
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon tulpe » Mittwoch, 13.01.16, 20:56

Hi,

Blutdrucksenker machen auch alle abhängig.
ABER die Stärke der Abhängigkeit ist nur gering.
Ich konnte die Dosierung von 3x täglich innerhalb einer Woche ohne Probleme ausschleichen.
Und das immer, egal wie oft oder wie lange ich es genommen habe.
Also ein geringes Übel im Vergleich zu den anderen :wink:

LG
tulpe
Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
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Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
DoloVisan*o (auch nicht mehr wegen Gefahren)
23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
Morphin 30-30-30 mg retardiert
Cymbalta 60-0-0 mg (von 60mg seit Oktober 14 reduziert, leider wegen starker, chronischer Schmerzen wieder hochdosiert)
Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
Novalgin bei Bedarf bis zu 4x 1000mg tgl.
Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
Buscopa*n, Ibuprofe*n (nur, wenn der Ishias durchdreht)
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B12 hochdosiert 2000 bis 3000 mqg täglich
Cranberol*a 1-3 täglich
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Schmerztherpie: Nervenblockade am Bauch: Anästhetikum Novocain per Spritze an 2 Nerven 1x pro Woche
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon tulpe » Mittwoch, 13.01.16, 21:02

ach Mensch - hab nicht richtig geguckt - Du bist es der Frühling!
Es hilft nicht jeder Blutdrucksenker. Deine Ma scheint einen zu haben, der tatsächlich wegen ihres Blutdruckes eingesetzt wird.
Das Clonidin hat noch andere Eigenschaften, weshalb es zu Entzügen eingesetzt wird.
Es wirkt beruhigend, schmerzlindern, es reduziert natürlich den hohen Puls.
Es wird wirklich oft auch von Entzugsstationen eingesetzt. Ich habe davon schon öfter erzählt aber scheinbar scheint es nicht wirklich ernst genommen zu werden. Es muss natürlich jeder für sich entscheiden was er macht aber das Mittel ist definitiv einen Versuch wert, wenn der Entzug sehr schwer ist!!!!

Ganz lieben Gruß an Dich - Du tougher frühling
Deine tulpe
Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
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2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
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Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
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23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
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Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
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Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
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B12 hochdosiert 2000 bis 3000 mqg täglich
Cranberol*a 1-3 täglich
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon padma » Mittwoch, 13.01.16, 22:00

hallo Tulpe, :)

doch das haben wir schon ernst genommen.
Jamie :) hat das mal recherchiert, Clonidin wird beim Opiatentzug zur Linderung eingesetzt und könnte evtl. auch bei Lyrica notfalls helfen.

herzlichen Glückwunsch zu den geschafften Entzügen, :party2: :party2: :party2: , das ist ja wirklich einiges.
klasse Leistung

lg padma

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitragvon fruehling » Mittwoch, 13.01.16, 22:19

Hallo Tulpe, ja ich bin s... :hug:
Ich werde mich auch mal erkundigen, denn auch den Bluthochdruck bekommt sie nicht wirklich in den Griff.
Ich danke dir...
Lieben Gruß und alles Gute weiterhin.
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12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:


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