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Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 14.12.17, 17:52

Eine kleine Erfolgsmeldung vpn der seit 2014 neuroleptikafreien Arianrhod.
Heute mit meiner Hausärztin über meine Blutwerte gesprochen:

- Blutzuckerspiegel sehr gut.
- Cholesterinwerte ausgezeichnet
( trotz meines Übergewichtes)
- Leberenzyme wieder alle im grünen Bereich
-Nierenfunktion :gut

Es lohnt sich also auch für meinen Körper, keine PP mehr zu nehmen - juhu !!!!

Zur Erinnerung: In meinen PP-Zeiten war ich prädiabetisch, Leber-und Nierenfunktion sehr schlecht, alle Leberenzyme stark erhöht :(

liebe Grüße Arian
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 14.12.17, 20:16

:party2: :party2: :party2:
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Muryell » Freitag, 15.12.17, 11:16

Liebe Arian,

mir kommen die Tränen, wenn ich eine Erfolgsgeschichte lese. Jetzt habe ich auch eine Gänsehaut bekommen.
Ich freue mich sehr für Dich und mit Dir. :party2:

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Seestern » Dienstag, 02.01.18, 22:52

Hallo Zusammen
Am 16.12.2017 habe ich die letzten 25mg Lyrica genommen.... Die erste Nacht war etwas unruhig ansonsten ging es gut..... Paar Tage später kamen Grippe Symptome.... Einen Tag später bekam ich eine Panik Attacke.... Jetzt habe ich immer Mal wieder zittern, etwas unangenehm aber verschwindet immer nach ein paar Minuten..... Aber ich kann sagen, es wird täglich etwas besser...... Ich bin sehr dankbar über die Informationen von adfd, so konnte ich von den Erfahrungen von anderen profitieren...... Alle 4-6 Wochen runter dosieren, das war sehr gut für mich........Ich werde euch in ein paar Wochen informieren, wie es mir geht..... Vielen herzlichen Dank für euch alle.... Ihr seit wunderbar..... Ganz liebe Grüße Seestern
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Im August 2016
in Klinik wegen Bornout und Panikstörung.
Medikament:
Relaxan 3×2, redormin 500 mg , Magnesium 400mg, Krillöl, Multivitamine A-Z, Vitamin B12 und D3 2500 mit K2 200mg.......
Weiter in Psychiatrischen Behandlung bis März 2017 als geheilt entlassen.
Oktober 2016 Pregabalin eingeschlichen bis 300mg.
Absetzverlauf:
31.10.2016 150-0-150
09.12.2016 75-75-75
18.12.2016 75-0-75
02.01.2017 37-37-37
07.01.2017 75-0-75 erhöht wegen Absetzsymptome
20.01.2017 75-75-75 erhöht wegen Angst Symptome und schmerzen im Brustkorb.
27.01.2017 75-50-75
21.02.2017 50-50-75
14.03.2017 50-50-50
22.03.2017 25-50-50
29.03.2017 50-50-50 erhöht wegen starken Spannungs Absetzsymptome
07.04.2017 50-50-75 immer noch Spannungssymptome
20.04.2017 75-75-75 Panikattacken geht mir nicht gut
27.05.2017 75-50-75 geht mir viel besser seit der Reduzierung.
01.07.2017 75-50-50 leichte Schlafstörung, etwas Spannungsschmerzen, schwitzen.
05.08.2017 50-50-50. 1. Nacht etwas Panikstörung, danach gar keine Probleme, es geht mir so gut wie schon Monate nicht mehr....
02.09.2017 50-25-50 erste Nacht etwas unruhig geschlafen, ganz leichte Symptome......
07.10.2017 50-0-50 etwas unruhig am 2. Tag jetzt geht es wieder gut....
04.11.2017 25-0-50 erste Nacht etwas unruhig...
Jetzt geht es wieder gut..,.....
21.11.2017 25-0-25 erste Nacht gut geschlafen, konnte etwas schlecht einschlafen.
2. Nacht etwas unruhig, den Tag durch ging es sehr gut...
28.11.2017 0-0-25 am Tag etwas Spannungssymptome, ziemlich gut geschlafen. Es geht mir immer besser.......
Am 11. Tag Panik Attacke, danach etwas Spannungssymptome am Oberbauch....... psychisch bin ich stabil......
17.12.2017 0-0-0 schlafe etwas unruhig, ansonsten bis jetzt gut......
:party2: :party2: :party2:

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von padma » Mittwoch, 03.01.18, 18:17

hallo Seestern, :)

herzlichen Glückwunsch zur 0 :party2: :party2: :party2:

Ich drücke dir die Daumen, dass die restlichen Symptome jetzt auch bald nachlassen.
Schön, dass du uns in ein paar Wochen erneut berichten wirst.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 03.01.18, 22:00

Hallo Seestern, :)

vielen Dank für das Update und auch für deine freundlichen Worte für das Forum.
Ich wünsche dir, dass es kontinuierlich weiter besser wird und Glückwunsch zur Null! :party2:

Alles Gute für 2018
Jamie
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von padma » Montag, 08.01.18, 17:33

hallo :) ,

Filzblume hat erfolgreich Fluspirilen abgesetzt :party2:
Nun aber wieder eine Sachstandsmeldung. ICH BIN CLEAN! Es wird kein Fluspi mehr gespritzt. Bei 0,3 ml haben wir aufgehört. Das wurde zu fummelig. Auf eine Verdünunng wurde verzichtet, war zu kribbelig.

Ich habe leichte Entzugssymptome, die aber auszuhalten sind. Es ist mir über Tag immer wieder ein wenig übel oder bekomme Unruhe im Körper und ab und zu kommt ein leichter Wattekopf. Das habe ich aber recht gut in den Griff bekommen. Bei Unruhe ziehe ich ich zurück und jetzt kommt der Knaller. Ich habe es für mich entdeckt auch im Winter Zeit auf dem Balkon zu verbringen. Aber nicht nur 5 Minuten - nein, teilweise bis zu zwei Stunden. Und je kälter desto besser.
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von annemika » Samstag, 27.01.18, 16:13

Hallo! :o
Kompliment, dass du abgesetzt hast und tapfer mögliche Entzugssymptome erträgst. Ich bewundere alle, die absetzen, denn ich weiss, wie schwer (wenn nicht sogar unmöglich) es ist.
Ich frage mich auch immer, ob man nicht einfach den letzten Schritt (zum Absetzen) durchzieht, und die Prozedur nicht unnötig in die Länge zieht. Denn das monate- bzw. jahrelange Absetzen ist auch schwer erträglich, da immer irgendwelche Absetzsymptome vorhanden sind und man einfach nicht zur Ruhe kommt. Ich bin inzwischen so ängstlich, dass ich alle Wehwehchen auf den Absetzversuch zurückführe und sofort wieder aufdosiere. Natürlich habe ich auch den Druck bei der Arbeit zu funktionieren. Doch solche Erfolgsgeschichten wie deine, lassen Hoffnung schöpfen. Es ist schlimm, wenn man durch ein Medikament viel kränker wird, als man es je war. Liebe Grüße Annemika
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Ende August 2012: ausgeprägte Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid
Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid
Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome
Juli 2013: 75 mg Sulpirid, erst dann symptomfrei
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Mitte Februar 2014: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später starke depressive Symptome, starke Schwäche
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, 0 mg Sulpirid
Anfang Juni 2014: erneut starke Schwäche, kann nur mehr liegen
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, nervöse Unruhe, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Sulprid 25 mg, weiterhin Absetzsymtpme
14. August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (große Unruhe, Verkrampfung, Atembeschwerden, Herzklopfen etc.).
16. August 2017: Weglassen von Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid (schneide mit dem Messer nach Augenmaß weg, da die Tablette sehr klein ist)
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (Nervosiät, Stimmungsschwankungen)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben)
Weihnachten 2017: wieder aufdosiert auf ca. 35 mg Sulpirid,
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne), ein paar gute Tage anschließend
7.03.2018 Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
15.03.2018 Valproinsäure (Antiepileptikum) 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
15.06.2018 Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, große innere Unruhe durch Reduzieren von Valproinsäure

Flummi
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Flummi » Dienstag, 06.02.18, 10:02

Hallo,
Ich finde nicht nur, weil ich selbst betroffen bin, das Ausschleichen von Neuroleptika gut. Auch, aus einem anderen Grund :

Ich durfte leider auch bei psychopharmaka-kritisch eingestellten Menschen die Erfahrung machen, dass der Gruppe von Neuroleptika-Konsumenten weniger zugestanden wurde, ohne Medikamente auszukommen. Von "uns" wird viel schneller gesagt, wir bräuchten Medikamente.
Ich schätze sehr, dass mir diese Unterteilung hier noch nicht begegnet ist.
Alles Gute Euch weiterhin, die wieder ohne Neuroleptika Leben. Ich bin grad etwas einsam im Ausschleich-Prozess und Les gern Euren Thread.
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 06.02.18, 15:39

Flummi hat geschrieben:
Dienstag, 06.02.18, 10:02
Hallo,
Ich finde nicht nur, weil ich selbst betroffen bin, das Ausschleichen von Neuroleptika gut. Auch, aus einem anderen Grund :

Ich durfte leider auch bei psychopharmaka-kritisch eingestellten Menschen die Erfahrung machen, dass der Gruppe von Neuroleptika-Konsumenten weniger zugestanden wurde, ohne Medikamente auszukommen. Von "uns" wird viel schneller gesagt, wir bräuchten Medikamente.
Ich schätze sehr, dass mir diese Unterteilung hier noch nicht begegnet ist.
Alles Gute Euch weiterhin, die wieder ohne Neuroleptika Leben. Ich bin grad etwas einsam im Ausschleich-Prozess und Les gern Euren Thread.
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Hallo Claudia,

"Ich durfte leider auch bei psychopharmaka-kritisch eingestellten Menschen die Erfahrung machen, dass der Gruppe von Neuroleptika-Konsumenten weniger zugestanden wurde, ohne Medikamente auszukommen. Von "uns" wird viel schneller gesagt, wir bräuchten Medikamente."




diesen Satz hatte ich nicht so genau verstanden; meinst du damit, die Gruppe der Leute, die mit einer Psychose diagnostiziert wurden, im Gegensatz zu den Depressiven?

Mittlerweile gibt es freilich auch viele Menschen mit Depression , die NL bekommen, als sogenanntes "add-on" oder auch alleine wie Quetiapin;
sowie Menschen mit Bipolarität, irgendwelchen Persönlichkeitsstörungen, Traumata -und auch immer häufiger: Mit Schlafstörungen und chronischen Schmerzen
Die Gruppe der Neuroleptika-Konsumenten ist doch sehr inhomogen.

Oder meintest du was ganz anderes?

liebe Grüße Arian
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Flummi » Dienstag, 06.02.18, 17:07

Hallo Arian,

Mir ist dann auch aufgefallen, dass es ja noch mehr Diagnosen gibt als Psychose/Schizophrenie, wo NL angewendet werden. Ich meinte eigentlich die oben genannten Diagnosen.

Liebe Grüsse,
Claudia
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Dienstag, 08.05.18, 13:22

hallo zusammen, :)

Potatoiv :) ist zwar noch nicht ganz auf 0, aber nach ihrem langen, schweren Verlauf ist ihr Beitrag so mutmachend, dass ich ihn hier rein kopiere:


Hallo ihr lieben, auch geplagten Menschen!

Ich bin ja wirklich sehr sehr langsam unterwegs mit meinen letzten Absetzschritten, aber ich habe in den letzten Jahren soviel mitgemacht, so unerträgliche Zustände gehabt durch diese Sch...Psychopharmaka, dass ich einfach gar nicht mehr leiden will und es jetzt sehr sehr langsam mache.
Was soll ich sagen...mein Nervensystem und mein Körper haben sich durch das Ruhegeben, das nichts mehr an Psychopharmaka ausprobieren und wechseln, das sooo extrem langsame Absetzen sehr sehr gut erholen können!
Mir geht es im Vergleich zum BEginn einfach wirklich gut.
Ich habe jetzt vor ca. 2 Wochen von einer halben Zyprexa auf eine Viertel gewechselt und habe diesmal gar keine Absetzsymptome bemerkt- aber ich bin sicher, dass ist deshalb, weil ich eben meinem Körper so lange Zeit zur Regeneration von diesem Müll gegeben habe und auch nur mehr so eine kleine Minidosis nehme...dadurch weniger " vergiftet" werde schon so lange Zeit.
Ich wollte mich nur melden, um anderen Mut zu machen, durchzuhalten- und sei es auch noch so schlimm- ich hatte wirklich jahrelang so gut wie alle furchtbaren Symptome, die man haben kann, weil mich die Ärzte so fies, im ständigen Wechsel mit diesen Medikamenten eigentlich zugrundegerichtet haben....die Gründe für die Einnahme waren nicht so arg, was dann dadurch passiert ist.
Jetzt habe ich wirklich wieder Lebensqualität- ich bin nicht zu hundert Prozent Symptomfrei- leider- manchmal hab ich noch leichte Angstzustände, machmal schlägt noch die Depression ein bisschen zu- aber nichts im Vergleich zu davor....vielleicht ist es auch noch wirklich die Grunderkrankung durch das Fluorchinolon- vielleicht haben sich die jahrelangen Zustände einfach reingefressen....aber ich fühle mich meistens einfach sehr sehr wohl!
Ich geniesse jetzt auch das Ganze viel viel mehr- es ist wie ein zweites Leben- was glaube ich nur Leute verstehen können, die mal so gelitten haben- man wird für alles so dankbar!
Also mir geht es wirklich sehr gut- ich bin sicher, dass ich bald wieder ganz die Alte sein werde- ich kann es spüren....
Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass ich bald auch das letzte Fitzelchen weglassen könnte, ohne allzu grobe Probleme- aber mal schauen- ich werde es wissen, wann es so weit ist!

Bitte haltet alle durch- es gibt wirklich ein Leben danach!!
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Klopfer » Freitag, 08.06.18, 13:58

Hallo ,ich habe über 10 Jahre Sulpirid genommen ,die letzten drei Jahre ,wo ich das Sulpirid noch genommen habe ging es mir immer schlechter und da entschied ich dieses Medikament abzusetzen . Ich war bei drei Psychiater und keiner wollte mir helfen , wollten mir dann immer ein anderes verordnen oder in die Psychiatrie einweisen das habe ich jedoch alles abgelehnt . Nun nehme ich seit 1,5 Jahren nichts mehr und es geht mir fadenweise richtig gut hatte alle Entzugserscheinungen die man sich vorstellen kann über Wochen von Übelkeit über Muskelschmerzen stake Kopfschmerzen , Herzrasen usw . Meine Frage wäre ob ich noch mit Spätfolgen rechnen muss ? Das ist meine größte Angst .
Würde mich über eine Antwort freuen
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Jamie » Freitag, 08.06.18, 14:15

Hallo Klopfer, :)

Glückwunsch, dass du das Sulpirid losgeworden bist, das war sicher nicht leicht :party2: .

Klasse, dass du dich durchboxt hast, wenn auch alleine :sports: - es ist so traurig, dass so viele Ärzte nicht bereit sind einen beim Psychopharmaka-Absetzen zu unterstützen. :oops:

Du hast deiner Gesundheit damit auf jeden Fall etwas Gutes getan; jeder Krümel Neuroleptikum weniger ist ein Mehrwert, da das ja ziemlich heftige Medikamente sind.

Deine Frage nach Spätfolgen kann ich nur teilweise beantworten.
Neuroleptika gehören leider zu den Mitteln, die irreversible Schäden auslösen können, gerade auch in der Langzeiteinnahme - und 10mg sind ehrlich gesagt schon recht lang.
Nun hast du aber Glück insofern, dass Sulpirid nicht zu den hochpotenten NL gehört, das heißt das ist gut für eine Prognose bezüglich Spätschäden.

Die bekannten Schäden bei NL sind Gehirnschwund, extrapyramidal-motorische Störungen sowie Früh- und Spätdyskinesien.

Es heißt nicht, dass du das hast oder kriegen wirst! Es sind mögliche Schäden.

Momentan hört es sich eher nach klassischem Entzug bei dir an (unseres Wissenstands verschwinden alle Symptome eines Entzugs irgendwann bzw. werden besser, auch wenn es Jahre dauern sollte).

Du kannst dich selbst unterstützen, indem du Gehirnjogging betreibst und auch moderater Sport ist sehr gut für die Gehirntätigkeit. Ferner Omega 3 Fettsäuren (Fischöl) - die kann das Gehirn direkt verwerten, da sie Strukturmembranbestandteile enthalten, die das ZNS braucht.
Bitte antesten, ob Sport / Bewegung und Fischöl dir bekommen.

Grüße
Jamie
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Klopfer » Samstag, 09.06.18, 12:33

Vielen Dank Jamie für die Liebe Antwort ,ich bin ein Kämpfer und werde deinen Rat befolgen . Man muss positiv denken nur manchmal ist das halt wirklich nicht so leicht 😏.
Liebe Grüße Klopfer

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