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Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von tulpe » Donnerstag, 14.01.16, 12:07

Hallo Ihr Lieben,

ich meinte ja nicht die Moderatoren, sondern die Entzieher!
Da würde ich mir wünsche, dass diese mehr Eigeninitiative geben würden.
Ist manchmal schwer aber es könnte sich la lohnen.
Ich habe das Clonidin bei jedem Entzug eingesetzt. Auch bei Lyrica und Clonidin.
Und ihr kennt mich ja - ich erzähle keinen Unsinn und bin immer vorsichtig mit meinen Ratschlägen.
Habe ja auch öfter mal ganz ausführlich beschrieben wie es anzuwenden ist. Mit Blutdruckmessgerät; nach Uhrzeit und so weiter!
Ich war auf einer Station, die Entzüge und Medikamenteneinstellungen vornimmt. Da hab ich es kennengelernt.
Und im Internet habe ich auch viel dazu gelesen. Ausschließlich als Blutdrucksenker wird es heute nur selten eingesetzt aber in Entzügen, auch Alkoholentzügen, wird es viel eingesetzt.
Aber es kann sich ja jeder auch noch schlau machen.
Bitte nicht böse sein über meine Äußerung. Das war so nicht gemeint. Ich hatte gestern noch einen üblen Tag!!!
Schließlich leistet Ihr hier rein ehrenamtlich das was unsere Ärzte uns nicht geben und die Politik auch nicht, obwohl es so dermaßen nötig ist!!!!

Ganz lieben Gruß
tulpe
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Chronisch Schmerzkrank seit 2006. 2007 Diagnose Depressionen, Agoraphobie und Angststörung.
2010 Medikamente aufgrund eines Benzoentzuges: Lyri*a 100-100-100-100; Seroqu*l 100-100-100-100; Cymbal*a 120-0-0
2011 Seroqu*l reduziert auf 0-0-0-75; Lyri*a reduziert auf 100-0-0-100; Valdoxa*n 0-0-50
Lyric*a zwischendurch für Krankenhausaufenthalte auf 4x100 erhöht
2012 Fentanylpflaster 50mq/h nach einem Jahr anwendung abgesetzt durch Umrechnung auf retadierten Kapseln
2013 2x Morphinentzug von 300mg auf 3x10mg; dafür habe ich das Lyri*a auch mit 4x100mg verwendet und das Seroqu*l zusätzlich als Bedarf
ab 02.02.14 Lyri*a 0-0-0-0 (stolz, stolz, stolz)
400mg intravaginal Progesteron seit 12/2013
B50 Komplex hochdosiert (hilft mir sehr gut)
Schmerzmedikamente bei Bedarf:
Novalgin
Katalodon (nicht mehr wegen Todesfälle)
DoloVisan*o (auch nicht mehr wegen Gefahren)
23.03.14 Seroqu*l 0-0-50mg
31.03.14 Seroqu*l 0-0-37,5mg
04.04.14 Seroqu*l 0-0-25mg
11.05.14 Seroquel 0-0-12,5mg
20.04.14 Seroqu*l 0-0-0 mg
17.07.14 Valdoxan von 50 auf 25mg reduziert
Cymbalt*a:
10.11.14 ca. 48-50mg; 04.12.14 ca. 36mg; 05.01.15 ca. 30mg; zwischendurch auf 0;am 15.03.15 wieder auf 10mg hochdosiert / 07.04.15 auf 12,5mg hochdosiert /14.04.15 auf 15mg hochdosiert
Entzugssymptome: explodierte Haut, Albträume, Rücken-, Kopf-, Zahnschmerzen, extreme Übelkeit, Bauchkrämpfe, Gereitztheit, Unruhe, depressive Momente, Angstmomente, heiße Wellen, Kribbeln in Gliedmaßen, Launisch, Tinnitus und vieles mehr.
18.05.15 Fentanylpflaster 50mq
22.05.15 Fentanylpflaster 37,5mq
22.05.15 Duloxetin von 15mg auf 30mg hochdosiert
29.05.15 Fentanylpflaster weg, Kapseln eindosiert (hat Entzug verursacht)
15.09.16 Truxal von ca. 2 mg auf 0
15.11.16 Clonidin von 37,5 mq auf 0
----------
aktuell:
Morphin 30-30-30 mg retardiert
Cymbalta 60-0-0 mg (von 60mg seit Oktober 14 reduziert, leider wegen starker, chronischer Schmerzen wieder hochdosiert)
Valdoxan 0-0-25 mg
Baldrian 0-0-600 mg
Clonidi*n 0-0-0 mq
Truxal 0-0-0 mg (musste ich im Mai beginnen mit 18,75mg)
Novalgin bei Bedarf bis zu 4x 1000mg tgl.
Ortoto*n im Notfall (max. 3x 2 Stück)
Buscopa*n, Ibuprofe*n (nur, wenn der Ishias durchdreht)
B50 Vitamin Komplex
B12 hochdosiert 5000 mqg täglich,D3 4000 Einheiten tgl.
Cranberol*a 1-3 täglich
Macrogo*l 0 täglich (Abführmittel), Magnesiumcitrat
Schmerztherpie: Nervenblockade am Bauch: Anästhetikum Novocain per Spritze an 2 Nerven 1x pro Woche
Heizkissen ohne Ende (Achtung: alles ab 40°C verursacht Verwachsungen; auch Wärmflaschen am Rücken z.B.)
Tensgerät

Seit Anfang okt. 17 nenne ich CBD Öl
Außerdem habe ich eine Therapie bei Heilpraktiker begonnen: PSE

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von padma » Donnerstag, 14.01.16, 19:03

liebe Tulpe, :)

niemand ist dir böse.
Ich habe dich komplett missverstanden.

Vielleicht magst du einen Extrathread zu deinen Erfahrungen mit Clonidin aufmachen? In "Erfahrungen" oder in "Diskussion" würde das passen.

Ich würde den Austausch hier, dann da rein schieben.
Oder ich könnte es in deinen thread schieben, was dir lieber ist.

Alles ist gut, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 17.05.16, 22:30

Lukas :) hat Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt und berichtet hier ausführlich:
viewtopic.php?p=139956#p139956
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von padma » Dienstag, 14.06.16, 17:45

Stephbis :) Mann hat Seroquel und Risperidon erfolgreich abgesetzt. :party2: :party2: :party2:
hier der thread http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=9916
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Ewunia » Montag, 11.07.16, 19:36

Hallo,

seit dem 04.07.2016 bin ich Taxilan/Perazin-frei. Das "Zeug" habe ich drei Jahre lang geschluckt, nachdem man es mir erstmals in der Klinik gegeben hatte. Ich war auf 100 mg eingestellt. Zuerst ging es mir auch besser, allerdings hielt dieser Zustand aus welchen Gründen auch immer nicht lange an.
Im Juli 2015 habe ich mich dazu entschlossen, Perazin auszuschleichen. Ich habe im ersten Halbjahr größere Reduktionsschritte gamacht und ab dem 04.01.16 alle zwei Wochen 6,25 mg abgesetzt. Größere Entzugserscheinungen sind nicht aufgetreten: hauptsächlich Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, wirre Träume (!) , Müdigkeit und Erschöpfung.
Jetzt geht es mir ganz gut, auch wenn ich mit den Medikamenten noch nicht fertig bin und noch Pregabalin und Quetiapin noch vor mir habe.
Ich möchte allen weiterhin Mut machen, den Weg des Entzugs zu gehen, es lohnt sich.

Eure Ewunia
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Quilonum 900 mg


Diazepam: Reduktion 2013/2014

Quetiapin: Ausgangsdosis 600 mg
16.11.14 550 mg
25.07.17 0 mg
(mit einer langen Pause dazwischen - schreibe ich noch genauer)

Taxil*n: Ausgangsdosis: 100 mg - alle 2 Wochen 6,25 mg-Schritte
13.07.15 87,5 mg
04.07.2016 0 mg

Lyri*a: Ausgangsdosis: 300 mg = 15 ml - 0,1 ml Schritte täglich
25.07.16- 29.01.2017

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Annanas » Montag, 11.07.16, 19:51

Gückwunsch dazu, Ewunia :party2:
step by step gehts vorwärts!

LG von Anna
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen
28.01.2018 30. Red. 1 mg auf 6 mg - wegen starker Beschwerden am 02.02. auf 6,3 mg aufdosiert
______________________________________________________________________________________
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Jamie » Sonntag, 28.08.16, 11:05

Sephoris0 geht es gut, sein Fazit:
Whow, ihr lieben,

ich habe diese Spritzen nie bekommen [Hinweis: gemeint ist Xeplion] - Gott sei dank! Aber ich habe AD´s und Neuroleptika und Benzos bekommen, die ich ja sowas von erfolgreich losgeworden bin. Ich erschrecke immer wieder, wie schlimm Menschen dran sind - war ich ja auch - nach oder mit Einnahme dieser Giftdinger. Auch mich haben diese Mittelchen fast zum Zombie werden lassen. Ich war meine Kreativität los, meine Lebensfreude, meine Gefühls- und Traumwelt, meine Gedanken, meinen Mut. Dafür hatte ich massive Ängste, Suizidgedanken, war gefühllos.
Entgegen der "Sorge" meiner Psychiaterin (die ich das letzte Mal in 11/15 gesehen habe) bin ich mit Ausschleichen der drugs meine "Probleme" auch los. Null Ängste, null Depri, null Zwang, null Suizidgedanken. Dafür bin ich sowas von klar im Kopf - auf Arbeit heißt es, ich habe alles voll im Griff ;-) . Ich bin wieder schick kreativ, habe viele Träume, fühle was dran ist (auch das Bauchgefühl ist wieder da). Ich bin voll da!
Die Ärzte wissen gar nicht, was sie einem verschreiben und wie es wirkt. Sie wissen nichts von Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen. Sie denken nur, dass man dann wieder krank wird.
Mir hatte man eine rezidivierende schwere Depri u.a. diagnostiziert. Nix davon ist wahr. Man hat mir Zwangstörung, Angststörung und Soziale Phobie bescheinigt und gemeint, ich wäre psychopathisch. Problem: Man hat mich gemobbt (6 Jahre lang). Ich bin dann erkrankt und für die mobbenden Chefs "untergetaucht", Krankenscheine erhielten sie, aber nicht mehr. Der eine hatte dann Leute gefragt nach mir, ob sie was wissen. Mir haben Leute gemailt, an meiner Tür geklingelt, mich angerufen, um was zu erfahren. Dann hat mich ein Ehepaar eines Sonntags mal gesehen, wie ich zur Klinik fuhr. Sie sahen nur mich mit Koffer. Ging gleich Meldung an den Chef, der mir prompt eine mail schrieb, ob ich wieder gesund sei. In der Klinik und danach hat man mir Psychose, Verfolgungswahn und so unterstellt. Dabei war es wahr! Ich bleibe dabei, bis in Ewigkeit.
Nur Ärzte und Psychologen und Psychiater glaubten mir das nicht. Drum auch so ne irre Medikation.
Man wird so schnell in eine Schublade gesteckt, sobald die was nicht verstehen.
Lasst euch nicht ins Boxhorn jagen. Nehmt nicht alles, was man euch verabreicht, prüft, ob es wirklich notwendig ist und lest die Beipackzettel. Sucht nach Alternativen und nehmt das Zeug nicht ewig.
Wenn die Psychiaterin wüsste, was sie nicht weiß :-)

Problem ist auch: Die Medien übermitteln permanente Mediakamenten-Dringlichkeit. Werbung ist voll von Medis. Apotheken geben auf bestimmte Rabatte in Aktionen. Deutschland ist voll von Medis. Und die Ärzte sind munter dabei...

Passt auf euch auf!
LG, Sephoris0
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 32&t=11993
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Jamie » Sonntag, 28.08.16, 11:06

Tima (Xeplion) hat auch Positives zu berichten:
Hey liebe Leute! Melde mich mal wieder. Darf berichten, dass ich wieder arbeite und bald eine Weiterbildung beginne. Geht also immer noch aufwärts. Schwimme viel und tanke Sonne. Habe wieder Zukunftpläne und Visionen. Trinke seit paar monaten kein alkohol und konsumiere nie wieder cannabis. Esse schokolade, bananen und trinke kaffee( steigert serotonin ) bin jetzt an der autoprüfung. Hole jetzt alles was ich durch die besch :censored: alkoholexzesse und dem graskonsum in den letzten 8 jahre verpasst habe! Kämpft weiter leute, aber kämpft nicht gegen euch selber! Danke euch.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 39#p154839
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von padma » Mittwoch, 16.11.16, 16:29

Jmai :) hat Chlorprothixen (Truxal) erfolgreich abgesetzt
:party2: :party2: :party2:
Es ist ja nun schon wirklich mehr als 4 Monate her das ich vom Chlorprothixen weg bin, mir geht es unverändert gut (auch wenn ich aktuell sehr eingespannt und gestresst bin). Sicherlich gibt es mal gute und mal schlechte Tage/Nächte, aber bei wem ist das nicht so?

Ich möchte mal behaupten ich bin übern Berg ;)
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 26#p167126
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von magri » Freitag, 16.12.16, 18:16

Hallo,
bin seit 7 Tagen ohne Risperidon mehr. Habe mir zeit genommen und bin von 2 mg schrittwiese ab Juli alle 4 Wochen runter. Das freut einen natürlich
und hat sich gelohnt. Auch die Vorschläge und Zustimmung von Betroffenen. Nun habe ich nur noch meine Amineurin, die ich seit 13 Jahren nehme.
Auch da werde ich demnächst beginnen, zumindest auf meine 100 mg am Tag wieder zu kommen. Hatte ab Ende Juni 150 mg eingenommen und mache
das auch in kleinen Schritten!

Gruß Manne :roll:
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Murmeline » Freitag, 16.12.16, 20:28

Maxi71 hat Zeldox erfolgreich abgesetzt

:party2:
Liebes Forum,

kurz vor Ende des Jahres noch einmal eine kurze Nachricht von mir als erfolgreich abgesetzt habende. Ich bin nun seit 10 Monaten drogenfrei ;-) und es geht mir sehr gut. Fast bin ich wieder die "Alte", möchte ich sagen. Es gab Schwankungen, es gab Höhen und Tiefen in den letzten 10 Monaten, aber es hat sich gelohnt. Ich würde es immer wieder so machen! Genau so konsequent, aber auch genau so langsam, wie hier empfohlen. Das nur als kleine Mutmach-Nachricht für alle, die noch auf dem Weg sind. Habt ein frohes Weihnachtsfest!

Viele Grüße,
Maxi
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Murmeline » Montag, 26.12.16, 9:14

BigBangII geht es 10 Monate nach dem Absetzen von Zyprexa gut.

Es war ein Kaltentzug, was man vermeiden sollte, wir raten wegen des Risikos schwerwiegender und langanhaltende Probleme dringend davon ab :!:
viewtopic.php?t=10901
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 28.12.16, 23:26

Double :) hat Risperidon abgesetzt.

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 03.01.17, 8:33

 ! Nachricht von: Murmeline
Anfrage von Charlymaus bzgl. eines Erfahrungsberichtes für einen Artikel verschoben: viewtopic.php?f=15&t=12589
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 22.02.17, 14:14

Django hat ein Erfolgserlebnis vorzuweisen :party2:
Hallo Leute,

nach langer Zeit mal wieder ein Update :)

Ich werde meine Signatur ein wenig anpassen müssen.

Ich bin nun seit 3 Monaten auf 0 beim NL Serdolect. Keine Anzeichen irgendwelcher negativen Auswirkungen vom Absetzen. Schlaf ist gut. Mein Gedächtnis ein wenig lückenhaft aber das ist auch vielleicht einfach nur normale männliche Verwirrtheit.
Ich glaube ihr dürft mich in die Hall of Fame der Neuroleptika-Absetzer einreihen :D Hoffentlich schenkt das den Lesern ein wenig Mut :)


Beim Venlafaxin bin ich nun bei 32,5 mg angekommen. Ich hatte zunächst von 50 mg auf 37,5 mg reduziert, was mit ziemlicher Sicherheit ein wenig überhastet war. 2 Wochen Verstopfungen und Erkältung war das Ergebnis mit Depersonalisation erleben. Alles wie gesagt nach 2 Wochen abgeklungen.
Nun bin ich ein wenig auf die Bremse gegangen und hab die Mini-Kügelchen Methode gewählt und 5 mg reduziert (entspricht bei mit 18 Kügelchen).
Absetzsymptome waren eher psychischer Art: ich war ziemlich angefressen von allem und jeden am meisten von mir :D Hielt nur ca 2 Tage an.
Positiver Effekt: Ich bekomme immer wieder ein kleinen Anflug alter Emotionen :) Meine Gefühlsebene erweitert sich immer ein wenig; gerade auch im Bezug auf Empathie stelle ich das fest.

Ich hoffe euch geht es auch gut und ihr kommt gut voran :)

Alles Gute
der Max-Django
viewtopic.php?f=35&t=11271&p=180498#p180489
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von SPatriot » Sonntag, 09.04.17, 11:25

Hallo zusammen !

Lange ist's her :)

Ich wollte hier nur kurz melden, dass ich ENDLICH dieses grausige Quetiapin los bin. Genau gesagt bin ich den letzten Schritt vor 4 Wochen gegangen. Ich habe das Quetiapin genau nach Plan alle 5 Wochen um 6,25 mg reduziert. Dazu habe ich mir extra eine Feinwaage gekauft. Sie wird ihren Dienst auch beim Absetzen des Mirtazapins erweisen.
Jedenfalls geht es mir weit weit besser als mit Quetiapin. Jeder Schritt war zunächst einmal unangenehm, da schlaflos und andere kleine Problemchen. Doch das alles hat sich immer schnell gelegt. Der letzte Schritt kam leider - wie immer um diese Jahreszeit - mit meinem Heuschnupfen zusammen. Zuviel Histamin triggert bei mir noch zusätzlich. Aber egal. Ich bin es nach gut 1,5 Jahren endlich los :party2: :party2: .......und es lohnt sich definitiv !! Dieses Medikament hat mir ausschließlich nur schlecht getan. :evil: Eine echte Zumuntung.
Ich möchte jeden, der schon länger Quetiapin einnimmt und das Gefühl hat, davon nicht mehr loszukommen, dazu ermutigen, Geduld zu bewahren und Schritt für Schritt.....egal wie lange es auch dauern mag, zu reduzieren. Dieses Medikament klebt wie Kaugummi am Nervensystem......aber wenn es erstmal raus ist, dankt man sich selbst dafür !

Viele Grüße !
Mario

Edit von padma: Mario´s thread bzgl. Quetiapin ausschleichen ab hier viewtopic.php?p=132684#p132684
Zuletzt geändert von padma am Sonntag, 09.04.17, 19:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit eingefügt
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LinLinaAnnanaspadmaJamiefalbala
- Ende Sept. 2015 - Übertraining - Zusammenbruch - Burnout
- 01.10.2015 - 3 Wochen Klinik
Entlassen mit :
30 Mg Mirtazapin
250 mg Quetiapin

Reduktion :

Mirtazapin:
28.12.2015 : Reduktion auf 15mg. 14 Tage später Angst, völlige Leere, Schlaflosigkeit. Vollkommene Verzweiflung, Gebete und Tränen. Trotzdem bei 15 mg geblieben.

Quetiapin:
Silvester '15 von 250 mg auf 150 mg und dann weiter auf 62,5 mg ! Viel zu schnell !! Januar '16 war insgesamt ein kompletter Alptraum : Suizidabsichten, Schlaflosigkeit, vollständige Verzweiflung, Angst, Wut UND Selbsterkenntnis.
12.02.2016 : 62,5 mg Stabilisierung.

Stand 12.02.2016 : 15 mg Mirtazapin / 62,5 mg Quetiapin

Start der kontrollierten Reduktion :

Quetiapin :

05.03.2016 - Quetiapin 56 mg (leichte Absetzsymptome - Unruhe, weniger Schlaf. Alles aushaltbar)
19.03.2016 - Quetiapin 50 mg (keine Symptome)

- seit Anfang April (Stand 10.04.) heftige Welle (Mehrere Tage schlaflos, Neuro-Wut/Angst, Zaps und Nervenflimmern - Horror!) - vermutlich ein Rebound von der 50%-Redukion (Mirtazapin) während der Jahreswende. Erstmal Reduktionsstop. :cry:

29.05.2016 - Quetiapin 44 mg (Mitte der 2 Woche leichte Symptome : schlechter Schlaf, Emotionslosigkeit, Dumpfheit, innere Unruhe, Nerven fühlen sich an, als würden sie leicht unter Strom stehen - seltsam. Nach 3 Wochen hat sich alles gelegt)
18.06.2016 - Quetiapin 37,5 mg (in der 4 Woche leichte Probleme mit den Nerven und dem Schlaf)
23.07.2016 - Quetiapin 31,25 mg
03.09.2016 - Quetiapin 25,00 mg
12.10.2016 - Quetiapin 18,75 mg
20.11.2016 - Quetiapin 12,50 mg
04.02.2017 - Quetiapin 6,25 mg
14.03.2017 - Quetiapin 0,00 mg
Die Symptome während der Absetzschritte waren immer gleich oder sehr ähnlich und traten prinzipiell sofort ab der ersten Nacht für etwa 2 Tage auf, dann folgte eine ruhigere Zeit über etwa 3 Wochen. In der 4 und 5 Woche kamen dann wieder die immer selben Beschwerden für kurze Zeit. Ich liste das alles mal in der Reihenfolge auf, wie ich es wahr nahm :
- sehr schlechter Schlaf, Kribbeln im Kopf (nur nachts !)
- Vibrieren (nur nachts)
- ab der 4 und 5 Woche immer nur kurze Zeit :
- Neurowut !
- latente Angststörung und Verfremdung
- latente Dumpfheit/Teilnamslosigkeit
- Anflug leichter Depression
- gelegentlich Gedankenspiralen mit Endlosschleifen
- Aggression
-------------------------------------------

Mirtazapin :

25.05.'17 - 14,00 mg (marginale Sympt. in der 2 Woche)
30.06.'17 - 13,00 mg (s.o.)
04.08.'17 - 12,00 mg
23.10.'17 - 11,00 mg
11.12.'17 - 10,00 mg
29.01.'18 - 09,00 mg
19.03.'18 - 08,00 mg

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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von padma » Sonntag, 09.04.17, 19:34

hallo Mario, :)

das ist ja klasse. :D
Herzlichen Glückwunsch. :party2: :party2: :party2:

Danke dir fürs Berichten, das ist so ermutigend
Ich kopiere es noch in deinen thread.

lg padma
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von LinLina » Samstag, 06.05.17, 12:17

Double :-) geht es 6 Monate nach dem Absetzen von Risperidon gut
ein kleines Update 6 Monate nach dem Absetzen. Ich habe nach wie vor keine Symptome. Meine Zustand ist konstant und gut. Das Sozialleben funktioniert. In diesem Sommer bekomme ich meinen Bachelor of Science. :-o Endlich! Dann kann ich auf der Arbeit auch meine neue Planstelle besetzten und das bedeutet: mehr Geld! :party2:

Seit Jahresbeginn treibe ich regelmäßig Sport. Nach einigen Probetrainings im Januar, habe ich mich beim Kickboxen angemeldet und es geschafft mit aller Gewalt 10 Kilogramm weg zu trainieren. :lol: Danke an alle hier, die mir schrieben, ich solle mich gedulden. Ihr hattet vollkommen recht!
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 08.11.17, 14:51

Hallo, Ihr Lieben!

Ich freue mich sehr, dass ich mich heute hier eintragen kann, denn ich bin seit dem 30.09.2017 frei von Lyrica (Pregabalin)! :party2:

Lyrica (200 mg am Tag) wurde mir in der Klinik gegeben, um die Nebenwirkungen von Paroxetin zu deckeln. Von der Ärztin hörte ich nur, dass Lyrica wie Tavor beruhigt, aber nicht abhängig macht. :o

Ich habe diese ganzen Medikamente nie gebraucht, aber naja, das ist eine andere Geschichte.

Sieben Monate nach Beginn der Einnahme war ich bettlägerig, mit starken Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen in den Beinen. Ich war deshalb sogar zwei Tage stationär im Krankenhaus, wo die Ärzte bereits von einer OP sprachen. Sie wollten mir aber zuerst eine Cortisonspritze in die Nervenwurzel geben. Ich habe intuitiv mit Krücken die Flucht ergriffen. :haha: Da der Arzt im Krankenhaus mich gefragt hatte, wie lange ich schon Lyrica nehmen würde, bin ich hellhörig geworden und habe zu Hause Lyrica zügig reduziert, und das war die richtige Entscheidung. Nach zwei Wochen hatte ich kaum Schmerzen. Ich habe diese Nebenwirkungen gemeldet, wie hier empfohlen wird.

Dann habe ich eine Pause gemacht, wieder zügig reduziert und nach einer erneuten Pause, als ich bei 3,5 mg am Tag war, habe ich ganz abgesetzt. Ich habe keine Absetzsymptome gehabt, meine Schlafqualität hat sich richtig verbessert, und ich bin froh, dass ich dieses Gift nicht mehr nehmen muss.

Die einzigen Absetzsymptome, die ich hatte, traten bei der ersten Reduzierung auf, als ich nach Anraten meiner Ärztin eine Reduzierung von 25 mg machte. Im Lauf des Absetzprozesses merkte ich, dass die für mich geeignetste Absetzmethode diejenige war, bei der ich in zwei Schritten 25 mg die Woche reduzierte. Es war sehr schnell, aber ich denke, es war am besten, weil die Nebenwirkungen bei mir so stark waren.

Im Nachhinein denke ich, dass das Wichtigste ist, sich sehr gut zu informieren und sich bei dem Ausschleichen genau zu beobachten, um die Reduzierungsschritte immer wieder anzupassen.

Ich bedanke mich bei Euch allen für Eure wertvolle und liebe Unterstützung. <3

Ich wünsche Euch alles Gute und sende

liebe Grüße :D

Muryell
Zuletzt geändert von Muryell am Donnerstag, 09.11.17, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neuroleptika erfolgreich abgesetzt

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 08.11.17, 15:11

Hallo, Ihr Lieben!

Ich habe vergessen, etwas zu sagen:

Meine Psychiaterin sagte, es wäre kein Problem, wenn ich Lyrica absetzen würde. Wenn ich mich später schlecht fühlen sollte, könnte ich immer wieder das Medikament wieder nehmen. :lol:

:lol:

Liebe Grüße

Muryell
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