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Absetzsymptome auf Sertralin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Katja
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Katja » Montag, 08.01.18, 18:39

Hallo Anna,

ein gutes neues Jahr wünsche ich dir auch noch!

Das klingt ja nach viel Anstrengung bei dir, du Arme. :hug:

Ich hatte zufällig eben, bevor ich deinen Sertralin-Thread entdeckt habe, aus eigenem Interesse bei Wiki über die somatoformen Störungen gelesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Somatoforme_Störung
Das klingt doch ein bisschen nach deinen Symptomen?
Bist du denn in einer Psychotherapie? Die könnte dir da sicher mehr dazu sagen. Ein Hausarzt sicher auch.
Leider kenne ich deine vorherigen Posts nicht, daher werden sicher andere noch besser einschätzen können, was für (Absetz-)Symptome du hast.

Liebe Grüße
Katja
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Jamie » Montag, 08.01.18, 18:53

Hallo Anna, :)

auch an dich Grüße zurück und alles Gute für 2018, vor allem stetige Verbesserung der Gesundheit :hug: - das wünsche ich natürlich allen hier.

Ich finde es gut, dass du den 1mg mal einige Wochen Zeit gegeben hast :schnecke: ; die meisten hier sind wahnsinnig ungeduldig und wollen bereits nach 5 Tagen Trends wissen und wie es weitergeht, letztlich kann das aber wirklich nur die Zeit zeigen und man muss Geduld aufbringen.

Ich hatte beim Lesen deines Beitrags intuitiv den gleichen Gedanken, dass man bei dir ggf. etwas aufdosieren könnte.
Ich würde auf 1,5 - 2mg gehen - was dir stimmiger vom Wert her erscheint und dann noch mal schauen.

Wegen deiner Tochter. Das ist bestimmt heftig stressig und ich kann mir gut vorstellen, dass es an dir nagt.
Ich habe (noch) keine eigenen Kinder und vielleicht klingt es daher etwas naiv, aber ich glaube, wenn Kinder vor allem bedingungslose Liebe und Angenommensein spüren, dann können die äußeren Umstände noch so widrig und die Mama noch so fertig sein - ihnen wird es dann an nichts mangeln und sie werden auch gut durch die für euch beide anstrengende Zeit kommen. Love´s the healer! <3

Viele Grüße
Jamie
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von LinLina » Dienstag, 09.01.18, 11:31

Hallo Katja :-)
Katja hat geschrieben: Ich hatte zufällig eben, bevor ich deinen Sertralin-Thread entdeckt habe, aus eigenem Interesse bei Wiki über die somatoformen Störungen gelesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Somatoforme_Störung
Das klingt doch ein bisschen nach deinen Symptomen?
Bist du denn in einer Psychotherapie? Die könnte dir da sicher mehr dazu sagen. Ein Hausarzt sicher auch.
Leider kenne ich deine vorherigen Posts nicht, daher werden sicher andere noch besser einschätzen können, was für (Absetz-)Symptome du hast.
Somatoforme Störung sagt eigentlich gar nichts aus, ist eine Ausschlussdiagnose, das heißt wenn nichts anderes von den Ärzten gefunden wurde, was deren Meinung nach die Symptome erklärt, ist es somatoform.

Nebenwirkungen und Absetzsymptome werden von dem meisten Ärzten nicht oder kaum anerkannt, deswegen ist es wenig hilfreich diesbezüglich einen Arzt zurate zu ziehen. Auch Psychotherapeuten sind damit meist nicht vertraut.

Das wäre genauso wenn Schilddrüsenprobleme oder bestimmte Vergiftungen oder Unverträglichkeiten nicht bekannt wären, dann werden alle Patienten mit diesem Problem als "somatoform", also psychische Probleme, die sich körperlich ausdrücken, diagnostiziert, das war auch früher oft der Fall.

Man sollte meiner Meinung nach sehr vorsichtig damit umgehen, denn ich denke dass da oft sehr viel übersehen wird, und somit keine angemessende Behandlung bekommt, das ist auch mir passiert.

Liebe grüße
Lina
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von padma » Mittwoch, 10.01.18, 22:31

hallo Anna, :)
Ein Bekannter gab mir den Tipp, daß Vitamin D helfen könnte... Ist da etwas dran oder reizt das eher noch in einer Wechselwirkung?
Vit D ist ein möglicher Symptomtrigger. Während der Wiedereindosierungsphase würde ich davon abraten, da du sonst nicht weisst, ob die AD Dosis nicht passt, oder Vit D triggert.
Hier die Liste mit möglichen Symptomtriggern http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6442

Wenn ein tatsächlicher Vit D Mangel besteht, kannst du, wenn du dich auf einer Dosis stabilisiert hast, vorsichtig antesten, ob du Vit D verträgst.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Donnerstag, 11.01.18, 12:37

Hallo Katja, Lina, hallo Jamie, hallo Padma!

Vielen Dank für eure Beiträge. Sorry, daß ich mich etwas verzögert zurückmelde, befinde mich gerade in einer etwas instabilen Phase, hab viel um die Ohren und abends meistens keine Kraft mehr zum Schreiben. Ihr kennt das ja sicher...

Bzgl. der somatoformen Störung schließe ich mich voll und ganz den Gedanken von Lina an, das fällt für mich schon in die Zeit der Erkenntnis verschiedener depressiver Phasen in meiner Geschichte...Mir ist mittlerweile total klar, daß mein momentaner Leidensweg der längeren AD-Einnahme und der wenig kontrollierten und zu schnellen Absetzung zu schulden ist...leider, da ich ansonsten das Gefühl habe, den Großteil meiner persönlichen Probleme mittels Psychotherapie gut bearbeitet zu haben...An dem Punkt im Leben, wo du denkst, jetzt hast du das Schlimmste geschafft, fängt es nochmal so richtig an...diese fiesen Symptomwellen sind echt die Hölle...vor allem, weil sie so gar nicht geradlinig verlaufen, wechselhaft und unklar in den Symptomen und es ist wirklich schwer, sich immer wieder klar vor Augen zu führen, zu verstehen und anzunehmen, daß es sich um eine Absetzproblematik handelt...

Ich habe vorgestern auf Jamies Tipp hin die Dosis auf 1,5 mg Sertralin erhöht und erhoffe mir davon eine weitere Stabilisierung, da die Absetzsymptomatik sich nach 7 Wochen, bei zunächst guter Stabilisierung v.a. was die Panikattacken und Schlafstörungen anbelangt, wieder verschlechtert haben. Nach wie vor keine Panikattacken, was sich schonmal sehr erleichternd anfühlt...aber die Symptome verlagern und verändern sich...Z.Zt. stören mich vor allem Ganzkörperschmerzen, die sich endzündlich anfühlen, (vor ca. zwei Jahren, ich meine ich hätte damals auch eine Dosisreduktion vorgenommen, wurde ärztlicherseits eine Fibromyalgie diagnostiziert...na ja, wenn man nicht mehr weiter weiß...)

Nun, die Dosiserhöhung hab diesemal (noch) nicht den schnellen Erfolg gezeigt, wie bei der ersten Wiedereindosierung vor 7 Wochen...Hatte vorgestern nachmittags migräneartige Schmerzen, so daß ich mir mit einer Diclofenac helfen wollte...ging irgendwann auch einigermaßen...Hab dann selber noch meinen Streßpegel erhöht, da ich noch einiges in meiner Wohnung erledigen wollte, denn es hatte sich kurzfristig Besuch aus der Heimat (Eltern und Geschwister) angekündigt, was sehr selten ist, weil sie so weit entfernt wohnen (300 km). Weil es mir am Abend nicht gut ging, hab ich eine Nachtaktion draus gemach, weil ich ja morgens auch noch arbeiten mußte und dann keine Zeit mehr gewesen wäre...

Kurzum, Besuch war da, ich hab für alle was vom Chinesen zum Essen besorgt...noch während des Essens ging es bei mir los mit einmalig Durchfall, seit letzter Nacht hab ich nun eine häßliche Übelkeit, die ich so bisher nicht kenne...hab mich krankg gemeldet und vegetiere so vor mich hin..bin mir nun unsicher...Magen/Darm? Unverträglichkeit des geschmacksverstärkerlastigen Essens? Absetzsymptome? Weil die BWS wie meistens mit involviert ist, bleibt dann auch wieder die Angst, ob es was am Herzen sein könnte...die blöde Angstspirale ist wieder in Gang...Habt ihr eine Idee? Können diese Zusatzstoffe im Essen evtl. auch antriggern? Erstmal aussitzen und Ruhe bewahren? Oder Dosis wieder runter auf 1 mg? Ich bin dankbar für jeden Tipp, weil ich mich, wie die meisten hier, so alleine und in mir gefangen fühle...obwohl ich schon gelernt habe sehr viel Geduld zu haben...

liebe Grüße
Anna
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Seit ca. 1995 rezidiv. depress. Episoden, Burn-out mit Panikstörung, neben Psychotherapie versch. AD´s im Einsatz (u.a. Fluoxetin, Citalopram, Valdoxan, jedesmal starke Empfindlichkeit beim Einschleichen,
dabei Valdoxan am besten vertragen... Absetzsymptome eher unbewußt
Ende 2010 im Rahmen einer Wochenbettdepression Einstellung auf Sertralin, da es bzgl. Stillen nach verschiedenen Abwägungen Mittel der Wahl...langer und symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung meines Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in einer Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

Nov/17 Scharlachinfektion mit notwendiger Antibiotikaeinnahme...danach psychisch schwarzes Loch und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis
Weiteres Vorgehen: Versuch des Wiedereinschleichens mit 1mg über die Wasserlösemethode...zunächst prompte Stabilisierung, nur leichte, moderate Symptome
Nach ca. 5 Wo Verschlechterung der Symptpmatik, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung der Wiedereindosierung auf 1,5 mg
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.
13.1. Verschlechterung der Symptome, Panikattacke, ganze Nacht Unruhe, stündliches Erwachen mit Herzrasen pp, starkes Gefühl von Wirbelblockaden, endzündlicher Muskelschmerz
14.1. Nach kleiner Wirbelsäulenbehandlung durch einen Bekannten und Übung von Augenbewegungen wieder Beruhigung und ganze Nacht durchgeschlafen, nachmittags nach Genuß von 1/2 Tasse Kaffee und Kindersekt (!) wieder Verschlechterung und sehr unruhige Nacht
15.1. Hausarztbesuch; 1 Wo AU
16.1. Termin beim Chiropraktiker...danach beruhigt sich der Körper wieder, verschiedene kleine wechselnde Symptome in verschiedenen Köperregionen aber aushaltbar
17.1. weiterhin 1,0 mg Sertralin
20.1.Erhöhung der Dosis auf 1,2mg

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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 11.01.18, 13:38

Liebe Anna :-)

kein Problem, du schreibst wenn du die Kraft dazu hast :hug: das machen wir alle so.

Bei dem Stress den du die letzten Tage hattest wundert es mich nicht, dass du mit Symptomen zu kämpfen hast. Ich denke es ist wichtig zu lernen, sich nicht zuviel Druck auszusetzen, auch wenn es sicher schön ist Besuch zu haben <3 Aber vielleicht hätte etwas weniger Vorbereitung auch gereicht?

Da du schreibst, dass die Magen-Darm-Probleme beim Essen losgingen, kann es schon sein dass eine Unverträglichkeit mit rein spielt oder zumindest eine höhere Sensibilität auf Zusatzstoffe.

Da du auch von Migräne und Durchfall schreibst, könnte es hilfreich sein wenn du dich mal mit einer möglichen Histaminintoleranz beschäftigst. Diese kann auch zeitweise und erstmalig im Entzug auftreten, muss natürlich nicht sein, aber es kommt relativ häufig vor.

Übrigens ist Diclofenac bei Histaminintoleranz oft nicht so gut verträglich, aber auch allgemein im Entzug können Schmerzmittel Symptome auslösen bzw. zur Verstärkung beitragen.

Ich würde mal in die Richtung schauen, ob du was damit anfangen kannst. Bei mir hat es etwa ein Jahr gedauert, bis ich herausgefunden habe was mir bekommt und was nicht, aber ich konnte damit wirklich eine deutliche Verbesserung der Symptome erreichen.

Es kann natürlich auch sein, dass allein der Stress und die Dosiserhöhung getriggert hat, und das Essen keinen Einfluss hat.

Ich würde erstmal abwarten, dich möglichst schonend ernähren und viel Ruhe gönnen. Es ist jetzt wirklich schwer zu sagen welchen Anteil die Dosiserhöhung an deinen ganzen Symptomen aktuell hat :?

gute Besserung :hug:

Liebe Grüße
Lina
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Donnerstag, 11.01.18, 19:20

Hallo,
bei dieser heute schon den ganzen Tag anhaltenden Übelkeit bin ich geneigt, morgen früh wieder auf die Wiedereinstiegsdosis von 1,0 mg Sertralin zu gehen (nach 3 Tagen 1,5 mg) und abzuwarten, ob sich die Symptome wieder auf einem erträglichen Potenzial einpendeln....ist das zu vertreten? Ich habe nicht das Gefühl, daß es sich um einen Magen/Darm-Infekt handelt...

LG Anna
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1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

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Nach ca. 5 Wo Verschlechterung der Symptpmatik, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung der Wiedereindosierung auf 1,5 mg
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.
13.1. Verschlechterung der Symptome, Panikattacke, ganze Nacht Unruhe, stündliches Erwachen mit Herzrasen pp, starkes Gefühl von Wirbelblockaden, endzündlicher Muskelschmerz
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 11.01.18, 19:58

Hallo Anna,

d. h., Du bist jetzt seit drei Tagen auf 1,5 mg und hast seitdem die Beschwerden?

Bist Du direkt von 1 mg auf 1,5 mg (der Signatur leider nicht zu entnehmen)? Es kann sein, dass der Schritt zu groß war, war ja eine Aufdosierung um die Hälfte.

Nach nur drei Tagen kannst Du direkt auf die vorherige Dosis zurückgehen.

Bitte dokumentier das in Deiner Signatur, damit Antwortende schnell im Bilde sind und es zu keinen Missverständnissen kommt.

Drücke die Daumen, dass es Dir schnell besser geht. :)

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Donnerstag, 11.01.18, 21:08

Hallo Carlotta,
ich habe vor 7 1/2 Wo mit der Wiedereindosierung 1mg begonnen. Nach zunächst Stabilisierung wurden verschiedene Symptome jetzt seit ca. 2 Wo wieder stärker, nach Rücksprache hier im Forum hab ich mich für die Erhöhung auf 1,5 mg entschieden...viell. hab ich da was falsch verstanden? Jetzt habe ich ziemlich starke Muskelschmerzen, die sich entzündlich anfühlen und seit letzter Nacht ununterbrochen bis jetzt eine hässliche Übelkeit ohne Erbrechen, viell. migräneartig, hab da bisher zum Glück noch nicht so viele Erfahrungen...

Werde morgen auf 1 mg zurück gehen...viellicht beruhigt sich alles wieder...

LG Anna
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Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

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10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
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wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.
13.1. Verschlechterung der Symptome, Panikattacke, ganze Nacht Unruhe, stündliches Erwachen mit Herzrasen pp, starkes Gefühl von Wirbelblockaden, endzündlicher Muskelschmerz
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 11.01.18, 21:28

Liebe Anna,

habe Deinen Verlauf nicht im Kopf, habe mich allein an Deinem letzten Post und der Signatur orientiert. Weiß auch nicht mit Sicherheit, ob ich bei Dir alles mitgelesen habe.

Ich bin bei der Wiedereindosierung kein Freund solcher Erhöhungen, sie sich im prozentualen Bereich um die 50 Prozent befinden. M. E. ist das zu belastend fürs ZNS. Hätte eher eine Erhöhung um max. 0,25 mg für realistisch gehalten.

Aber gut, es hätte auch funktionieren können.

Ich will damit nur sagen, dass die aktuelle Reaktion nicht automatisch bedeutet, dass Du gar nicht weiter aufdosieren kannst. Ich denke, der Schritt war schlicht für Dein ZNS zu groß, um ihn zu verarbeiten.

Natürlich können unabhängig vom Aufdosieren auch Symptomwellen auftreten, weil bspw. die vorherige Dosis tatsächlich noch nicht alles abfangen konnte. Aber da die Symptome im zeitlichen Zusammenhang plötzlich so heftig wurden, liegt die Vermutung schon nahe, dass Dein Körper mit dieser Erhöhung nicht gut umgehen konnte.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Freitag, 12.01.18, 8:30

Guten Morgen Carlotta!

Danke für seine Ausführungen!
Die Nacht war einigermaßen ruhig, Übelkeit so gut wie weg,hab es irgendwann mit Ingwerkauen und Nux Vomika versucht plus früh Schlafen gehen...und ich bin wieder handlungsfähig, gestern ging wirklich gar nichts.

Hab jetzt erstmal wieder auf 1,0 mg runtergesetzt, warte nun erstmal ab und versuche es zu gegebener Zeit mit einer geringeren Steigerung der Aufdosierung, wie du es vorgeschlagen hast!

Liebe Grüße
Anna
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dabei Valdoxan am besten vertragen... Absetzsymptome eher unbewußt
Ende 2010 im Rahmen einer Wochenbettdepression Einstellung auf Sertralin, da es bzgl. Stillen nach verschiedenen Abwägungen Mittel der Wahl...langer und symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung meines Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in einer Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

Nov/17 Scharlachinfektion mit notwendiger Antibiotikaeinnahme...danach psychisch schwarzes Loch und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis
Weiteres Vorgehen: Versuch des Wiedereinschleichens mit 1mg über die Wasserlösemethode...zunächst prompte Stabilisierung, nur leichte, moderate Symptome
Nach ca. 5 Wo Verschlechterung der Symptpmatik, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung der Wiedereindosierung auf 1,5 mg
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.
13.1. Verschlechterung der Symptome, Panikattacke, ganze Nacht Unruhe, stündliches Erwachen mit Herzrasen pp, starkes Gefühl von Wirbelblockaden, endzündlicher Muskelschmerz
14.1. Nach kleiner Wirbelsäulenbehandlung durch einen Bekannten und Übung von Augenbewegungen wieder Beruhigung und ganze Nacht durchgeschlafen, nachmittags nach Genuß von 1/2 Tasse Kaffee und Kindersekt (!) wieder Verschlechterung und sehr unruhige Nacht
15.1. Hausarztbesuch; 1 Wo AU
16.1. Termin beim Chiropraktiker...danach beruhigt sich der Körper wieder, verschiedene kleine wechselnde Symptome in verschiedenen Köperregionen aber aushaltbar
17.1. weiterhin 1,0 mg Sertralin
20.1.Erhöhung der Dosis auf 1,2mg

Anna10
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Samstag, 13.01.18, 5:45

Hallo ihr Lieben,
ich hatte gehofft, daß ich mit der Dosisreduzierung auf wieder 1 mg auch wieder etwas Ruhe bekomme...Leider habe ich mich sehr getäuscht...

Die letzte Nacht war mal wieder die Hölle wie schon lange nicht mehr...Nach einem relativ ruhigen Tag ging es nachmittags frühen Abend los mit Muskelschmerzen/Nackensteifigkeit und unterschwellige Übelkeit...wollte es mir mit meinem Kind vorm Fernseher gemütlich machen (schon mit mehreren Körnerkissen) Bin dann eingebucht und geg. 22 uhr aufgewacht mit einem seltsamen Gefühl, was sich in einer Panikattacke wiederfand....Seit der Stabilisierung vor 8 Wo das erste mal wieder...Hab dabei versucht, mich im Griff zu behalten, damit ich mein Kind noch ins Bett bringen konnte, ohne daß sie etwas davon merkt, denn ich weiß, dass sie sich mit ihren 7 Jahren auch schon Sorgen um mich macht...ist mir auch einigermaßen gelungen, sie hat beim Kuscheln mein Herzrasen wohl vor Müdigkeit nicht wahrgenommen und ist zum Glück schnell eingeschlafen...

Danach ging für mich weiter...starke Unruhe, Herzrasen, retroaternaler Brust/BWS-Druckschmerz, teilweise brennend...Mundtrockenheit und wieder Übelkeit mit Sodbrennen...zeitweise länger anhaltend, später wellenförmig...alles sehr beängstigend...ich hab ernsthaft überlegt, ob ich einen Notarzt kommen lassen muß, weil meine Angst vor einem Infarkt oder einer schlimmen Krankheit wieder so stark geworden ist...Meine Sorge um mein Kind und was mit ihr in einem solchen Falle passiert, hat mich davon abgehalten...

Habe ziemlich schnell ne Bekannte kontaktiert, die in die Problematik etwas eingeweiht ist und sich dann zur mentalen Unterstützung anrufbereit macht...hab zusätzlich noch mit meinem Neffen geschrieben, der mich auch etwas beruhigen konnte...

Trotzdem habe ich mich lange gequält, bis ich für jeweils ca. ne Stunde immer mal wieder eingenickt und dann mit ner leichteren Übelkeitswelle wieder aufgewacht bin...

Jetzt hat es sich etwas beruhigt...Der retrosternalen/BWS Schmerz/Druck ist noch da....Ich vermute, durch die anhaltenden MuskelBeschwerden hat sich der Rücken verzogen und und sie BWS sich ungünstig blockiert...Was verschiedene vegetative Symptome antriggert...

Blöd ist auch, dass solche Nächte, wie ich sie ja zur genüge ähnlich kenne, kaum gleich verlaufen und ich dann sehr verunsichert bin, sie richtig einzuordnen, was sicher auch nochmal antriggert bzw. eine Entspannung nicht gerade fördert...

Nun bin ich etwas verzweifelt und habe höllische Angst vor der nächsten Nacht! Was sollte ich mit den Medis tun? Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und ein paar Tipps für mich? Kann das alles die AbsetzProblematik sein? Wenn ja, kann ich das vegetative Nervensystem dann überhaupt beeinflussen? (Mein Neffe hat mir den Tipp mit Augenbewegungen gegeben, )

Ich hoffe, ihr kommt heute alle besser in den Tag und das WE als ich und verbleibe erstmal
Mit lieben Grüßen

Anna
Seit ca. 1995 rezidiv. depress. Episoden, Burn-out mit Panikstörung, neben Psychotherapie versch. AD´s im Einsatz (u.a. Fluoxetin, Citalopram, Valdoxan, jedesmal starke Empfindlichkeit beim Einschleichen,
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1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

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carlotta
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von carlotta » Samstag, 13.01.18, 9:10

Liebe Anna,

all das, was Du beschreibst, kann entzugsbedingt vorkommen.

Ich befürchte fast, dass die stärkeren Dosisschwankungen (50 Prozent rauf und runter) der letzten Tage diese Welle ausgelöst haben.

Es kann evtl. etwas dauern, bis das ZNS wieder auf Kurs kommt; ich wünsche Dir sehr, dass das bald geschieht.

Es wäre gut, wenn Du Dir jetzt viel Ruhe gönnst.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 13.01.18, 15:52

Hallo Anna,

Oje, das klingt sehr anstrengend bei dir.
:hug:
Ich sehe es auch wie Carlotta :) , dass die letzten Tage dein ZNS ziemlich durcheinander gebracht haben.

Ich lasse dir mal ein paar Infos zum Umgang mit der Angst da, vielleicht ist etwas hilfreiches für dich dabei.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 50&t=11591

LG Ute
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Sonntag, 21.01.18, 14:30

Hallo,
ich habe gerade ein technisches Problem, komme auch nicht in den Thread für die Problemsammlung...deshalb versuche ich es hier.

Ich habe einen Entwurf geschrieben und mehrfach abgespeichert...beim ersten mal kam ich problemlos wieder auf den Entwurf, um ihn bearbeiten zu können...das klappt jetzt nicht mehr...immer wieder erscheint "Entwurf speichern" und ich komme nicht auf die Seite, auf der ich die Änderungen vornehmen und den Entwurf dann als Beitrag absenden kann..

Kann mir jemand helfen? Ist ein relativ großer Text und es wird echt schwer für mich, das Ganze nochmal zu formulieren...

Liebe Grüße

Anna
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1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

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11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Sonntag, 21.01.18, 14:54

Hallo Ihr Lieben,
eine symptomvolle Woche liegt wieder hinter mir, ich habe eure Beiträge mit Dankbarkeit und aufmerksam gelesen und eure Tipps aufgenommen...mich durch weitere diverse Beiträge hier im Forum durchgearbeitet...hilft ungemein gegen das Gefühl, mit der ganzen Problematik alleine da zu stehen und vor lauter innerer Unsicherheit verrückt zu werden.

Ich werde mir immer sicherer, daß meine momentane Geschichte keine hausgemachte sondern eine medikamenteninduzierte ist und viel Kraft und Geduld bedarf...Das Verständnis darüber ist schon ein riesiger Fortschritt, macht es aber nicht unbedingt leichter, wenn man damit für sich alleine bleibt...Das direkte Umfeld ist und bleibt wohl dabei ein großer Knackpunkt...Ich versuche, es nahestehenden Personen in der Hoffnung auf Unterstützung zu erklären...meistens treffe ich auf ungläubige, irritierte Gesichter mit dem " Ja, ja...die hat ja immer ihre Probleme" im Hinterkopf...es ist schon ein heftiger Weg, gerade in Zeiten, wo einem selbst die Kräfte ausgehen, Hilfe und Unterstützung zu finden...Ich habe momentan ca. eine halbe Handvoll Leute und dieses Forum...und das ist ja schonmal was...

Wie gesagt, mein ZNS scheint sich gerade wieder etwas beruhigt zu haben. Die einzelnen unklaren, aneinandergereihten Symptome haben wohl eine Spirale ausgelöst...Panikattacken verspannen meine Muskulatur von innen immer so dermaßen, daß sich Wirbel (v.a. in der BWS) verhaken bzw. so blockieren, daß weitere psycho-vegetativen Symptome folgen, die mir noch mehr Angst machen...ich war am Montag bei meiner Hausärztin, der ich die Problematik schon einmal erklärt hatte und die damals selbst erleichtert schien, daß mein "Kind" nun einen Namen hat...Jetzt wollte ich eigentlich nur einen Check, der mir sagt, die Organe sind in Ordnung, damit mir ein Streßfaktor genommen wird...aber da ging es schon los...ich konnte ihr gerade noch das Blutdruckmessen und einen Urinschnelltest aus dem Kreuz ziehen...RR o.B., Urin mit ein paar Erys, die sie jetzt aber nicht überbewerten wollte...ansonsten konnte ich die Unsicherheit spüren mit prompten Verweis an den Psychiater, der das weitere Vorgehen entscheiden soll...Da ich in solchen körperlichen Zuständen nicht unbedingt in der Lage bin, entsprechende Sachen einzufordern...bin ich mit einer Krankschreibung in der Tasche und hängenden Ohren wieder aus der Praxis gewackelt...um dann zuhause zu überlegen, wie ich weiter vorgehen kann....

Ich hatte mich am Wochenende zuvor lange mit meinem Neffen, der mir unterstützend etwas zur Seite stand, über das Buch von David Servan-Schreiber "Die Neue Medizin der Emotionen" und die darin beschrieben alternativen Maßnahmen unterhalten....TCM, Akkupunktur, Lichttherapie, Augenbewegungen etc...letzteres hatten wir ausprobiert und ich war der Meinung, es hat in den Spitzen der Symptome etwas geholfen...ich konnte jedenfalls etwas besser schlafen...hab dann nach ganzheitlichen Praxen in der Nähe gesucht, meist leider als Privatpraxis...zu teuer für mich und erstmal nur in den Hinterkopf gestellt...Hab mir dann kurzfristig einen Termin bei meinem Chiropraktiker gemacht....noch direkt vor dem Psychiatertermin...und ich konnte die Entlastung ziemlich schnell danach spüren...Ich werde kommenden Dienstag noch eine Sitzung in Anspruch nehmen und dann mal schauen...

Der Termin beim Psychiater, war trotz meiner vorherigen Sorge, ziemlich interessant...der Termin war bei einem neuen, recht jungen Kollegen, da mein eigentlicher Arzt erst im April (!) wieder Kapazitäten hat...Glück im Unglück...der junge Arzt wirkte recht interessiert und gründlich, hat sich viel Zeit genommen...aber er erschien auch recht irritiert und unsicher bzgl. meiner Schilderung und Wahrnehmung des Absetzsyndroms und meines Vorgehens dabei...Bis er verstanden hatte, in welcher kleinen Menge ich gerade eindosiere. "Wie kriegen Sie das denn hin mit der kleinen Menge? Es gibt die Tabletten doch nur in minimal 25 mg...Und ob, die Tabletten in gelöster Form überhaupt Wirkung haben könnten, das sei ja fraglich...Auf meine Erklärung, daß nach dem zu schnellen Absetzen des ADs mit Absturz nach Antibiotikaeinnahme nach 2,5 Monaten dann bei der Wiedereindosierung von 1,0 mg Sertralin schon nach der ersten Einnahme innerhalb einer Zeitspanne von 2-3 Stunden eine frappide Stabilisierung meines Zustandes eingetreten war...das kann eigentlich nicht sein...eher ein psychischer Effekt...aber er blieb unsicher...Trotzdem hat er mich dahingehend verstanden, daß ich von den Medis weg will, weil nach meinen eigenen Beobachtungen und Empfindungen die Symptome nicht auf der Grunderkrankung beruhen, sondern in Verbindung mit den Medis stehen...er hat sich echt Gedanken gemacht, wie er mir helfen könne und dann bin ich, unerwartet, nicht mit einem neuen AD-Rezept sondern mit einem Rezept für Ergotherapie (hier mit Empfehlung für Bio/Neurofeedback) nachhause gegangen...jetzt bin ich recht erwartungsvoll, neugierig und gespannt...

Ich bin sehr froh, daß ich gerade offenbar ein Fenster erwischt habe, natürlich in Sorge vor der nächsten Welle...da ich bestimmte Trigger nicht ausschließen bzw. ganz vermeiden kann...die letzten Tage/Nächte waren wieder von Streß und Unruhe geprägt, da meine Tochter erkrankt ist, sie sehr weinerlich, gereizt und schmerzgeplagt war/ist und natürlich meine volle Aufmerksamkeit und Zuwendung brauchte und mir wenig Schlaf bescherte...Also ein Ausruhen trotz eigener Krankschreibung war nicht wirklich möglich, morgen solls wieder zur Arbeit gehen und gleichzeitig stehen ne Reihe terminlich getaktete Therapie- und Arzttermine an, die mir helfen können, aber wieder wenig Ruhe zulassen...Ich überlege, mit dem Betriebsrat und/oder im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (Ich arbeite als Physiotherapeutin in einer relativ großen Fachklinik) ein Gespräch zu führen, um arbeitstechnisch wg. evtl. krankheitsbedingter Ausfallzeiten für mich etwas Druck rauszunehmen...denn die Angst um den Arbeitsplatz und die erfahrungsgemäß mangelnde Unterstützung durch das Team belasten mich schon auch zusätzlich...

Jetzt hab ich mir ne Menge von der Seele geschrieben..., geht gerade gut, weil kopfmäßig nicht mehr ganz so schwammig und anstrengend...vielleicht kann ich (hoffentlich in absehbarer Zeit) von weiteren Erfolgen in kleinen Schritten berichten...wäre mir natürlich ein großes Bedürfnis!

Übrigens, den Ansatz mit der Histaminintoleranz fand ich sehr interessant und beobachtungswürdig, da ich tatsächlich einige Symptome in Verbindung mit verschiedenen Nahrungsmitteln bringen konnte...Meine Hausärztin wollte darauf nicht eingehen, da sie meinte, das käme zu selten vor (na, ja...) ich solle halt ein bißchen auf die Ernährung achten...Dankeschön! Denkt ihr, daß solch eine Intoleranz nicht nur ansich besteht, sondern speziell durch die Medis angetriggert/ausgelöst werden kann?

Und noch eine Frage zur Wasserlösemethode...Mein neues Rezept ist ein Ersatzpräparat von einer anderen Firma...bisher nahm ich Sertralin-Aurobindo, jetzt Basics...die sind von der Verarbeitung fester, ich meine, sie lösen sich etwas schlechter...kann das auch Auswirkungen bzgl. der Reaktionen des ZNS haben?
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Ululu 69MurmelinepadmaSeventhWave
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Ende 2010 im Rahmen einer Wochenbettdepression Einstellung auf Sertralin, da es bzgl. Stillen nach verschiedenen Abwägungen Mittel der Wahl...langer und symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung meines Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in einer Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

Nov/17 Scharlachinfektion mit notwendiger Antibiotikaeinnahme...danach psychisch schwarzes Loch und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis
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Nach ca. 5 Wo Verschlechterung der Symptpmatik, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung der Wiedereindosierung auf 1,5 mg
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.
13.1. Verschlechterung der Symptome, Panikattacke, ganze Nacht Unruhe, stündliches Erwachen mit Herzrasen pp, starkes Gefühl von Wirbelblockaden, endzündlicher Muskelschmerz
14.1. Nach kleiner Wirbelsäulenbehandlung durch einen Bekannten und Übung von Augenbewegungen wieder Beruhigung und ganze Nacht durchgeschlafen, nachmittags nach Genuß von 1/2 Tasse Kaffee und Kindersekt (!) wieder Verschlechterung und sehr unruhige Nacht
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Sonntag, 21.01.18, 15:01

Hallo und sorry,
ich konnte den vorhergesendeten Beitrag nicht ordentlich abschließen wegen technischer Probleme...Hab ihn jetzt irgendwie geschafft abzusenden, ich wollte nicht, daß mir der gesamte Text verloren geht...

Beende ihn in einem weiteren Beitrag und verbleibe erstmal

mit lieben Grüßen

Anna
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Ende 2010 im Rahmen einer Wochenbettdepression Einstellung auf Sertralin, da es bzgl. Stillen nach verschiedenen Abwägungen Mittel der Wahl...langer und symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung meines Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in einer Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

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Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Murmeline » Montag, 22.01.18, 6:45

Hallo Anna,

Du fragst wegen des Herstellerwechsels. Oft unterscheiden sich die Hilfs- und Füllstoffe. Das
kann dafür verantwortlich sein, dass sich die Tablette anders auflöst. Lass sie doch mal länger stehen und Wasser ggf. lauwarm nehmen.

Individuell reagieren ADFDler auch empfindendlich auf den Wechsel, muss aber nicht sein. Ich würde erstmal optimistisch rangehen, dass es
Unproblematisch klappt. Wenn nicht, kannst du immer
noch reagieren.

Wegen der Arbeit wäre es natürlich entlastend, wenn ein Gespräch Dir etwas mehr Sicherheit geben würde.

Unverträglichkeiten können im Entzug erstmals auftreten, das wird hier immer wieder berichtet und beobachtet. Ein Symptomtagebuch in Verbindung mit dem Essen könnte dir helfen, da Zusammenhänge herauszufinden. Tests sind zumeist nicht aussagekräftig, da kommt dann raus, dass keine Histaminintoleranz besteht und der Betroffene hat trotzdem Symptome...

Grüße, Murmeline
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Anna10
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Mittwoch, 24.01.18, 4:18

Hallo ihr Lieben,
ich bräuchte kurzfristig einen Tipp...Psychovegetativ hatte ich mich gerade gefangen...Jetzt habe ich mir offensichtlich (über mein Kind) ein Scharlachrezidiv eingefangen...Muß später noch fürn Abstrich los...Wenn sich der Verdacht bestätigt, komme ich wohl nicht um ein Antibiotikum herum...

Nach der letzten Einnahme im November war ich dadurch psychisch völlig abgestürzt und bin damals deshalb erst auf die Entzugsproblematik gestoßen...

Jetzt natürlich meine große Angst und Sorge, was es wohl diesmal mit mir macht...Habt ihr wohl einen Tipp, wie ich evtl. schwerere Symptome abfangen kann? Oder sollte ich erstmal abwarten, weil ich diesmal innerlich vorbereitet und mein ZNS mit der Kleindosis von 1,2 mg Sertralin erstmal versorgt ist?

Ich werde das Zeug echt nur mit sehr großem Widerwillen schlucken.

Herzliche Grüße

Anna
Seit ca. 1995 rezidiv. depress. Episoden, Burn-out mit Panikstörung, neben Psychotherapie versch. AD´s im Einsatz (u.a. Fluoxetin, Citalopram, Valdoxan, jedesmal starke Empfindlichkeit beim Einschleichen,
dabei Valdoxan am besten vertragen... Absetzsymptome eher unbewußt
Ende 2010 im Rahmen einer Wochenbettdepression Einstellung auf Sertralin, da es bzgl. Stillen nach verschiedenen Abwägungen Mittel der Wahl...langer und symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung meines Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in einer Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

Nov/17 Scharlachinfektion mit notwendiger Antibiotikaeinnahme...danach psychisch schwarzes Loch und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis
Weiteres Vorgehen: Versuch des Wiedereinschleichens mit 1mg über die Wasserlösemethode...zunächst prompte Stabilisierung, nur leichte, moderate Symptome
Nach ca. 5 Wo Verschlechterung der Symptpmatik, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung der Wiedereindosierung auf 1,5 mg
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.
13.1. Verschlechterung der Symptome, Panikattacke, ganze Nacht Unruhe, stündliches Erwachen mit Herzrasen pp, starkes Gefühl von Wirbelblockaden, endzündlicher Muskelschmerz
14.1. Nach kleiner Wirbelsäulenbehandlung durch einen Bekannten und Übung von Augenbewegungen wieder Beruhigung und ganze Nacht durchgeschlafen, nachmittags nach Genuß von 1/2 Tasse Kaffee und Kindersekt (!) wieder Verschlechterung und sehr unruhige Nacht
15.1. Hausarztbesuch; 1 Wo AU
16.1. Termin beim Chiropraktiker...danach beruhigt sich der Körper wieder, verschiedene kleine wechselnde Symptome in verschiedenen Köperregionen aber aushaltbar
17.1. weiterhin 1,0 mg Sertralin
20.1.Erhöhung der Dosis auf 1,2mg

Britsch
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Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Britsch » Mittwoch, 24.01.18, 9:01

Hallo Anna,
ich hatte eine ähnliche Situation, musste wegen eines Zeckenbisses mit Wanderröte ein Antibiotikum nehmen.
Leider kann man wohl gar nichts tun, um eine Reaktion des ZNS zu verhindern. Aber vielleicht passiert ja auch gar nichts, das ZNS ist im Entzug unberechenbar. Mal verträgt man etwas ohne Probleme, und zwei Tage später wieder nicht - so ergeht es mir jedenfalls.
Ich wünsch Dir von Herzen, dass es gut geht und Du ganz bald wieder gesund bist!
Lieben Gruß,
Brigitte
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LinLinapadmaAnna10
1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.
Seit 20.12.2017 folgende Medikation:
0,6 mg Sertralin Aurobindo mittels Wasserlösemethode
47 mg Metoprolol
3 x 3 Tropfen Alpex CBD-Öl 5 %ig
2 x 2 Kapseln Bullrichs Heilerde
Damit bin ich - bis auf gelegentlichen Reflux und häufiges Frieren - beschwerdefrei.
Am 03.01.2018 hinzugefügt:
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3 K2 Öl
1 x 1 Kapsel Vitamin B12 Adenosylcobalamin 500 ug von Sunday Natural
2 x 1 Kapsel Magnesium Komplex a 950 mg
Von Sunday Natural.
Seit 19.01.2018:
0,75 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
4 Kapseln Darmflora plus select von Dr. Wolz
Alles andere habe ich nach erneuter heftiger Welle abgesetzt.
Medikation seit 30.01.2018:
1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Alle NEM abgesetzt.
Medikation seit 07.02.2018:
1,1 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
Medikation seit ca. Mitte Februar 2018:
1,3 mg Sertralin
47 mg Metoprolol
2 x 6 Tropfen CBD-Öl 5%ig
6 Tropfen Dr. Jacobs Vitamin D3/K2 Öl
500 ug Vitamin B12 Adenosylcobalamin
von Sunday Natural
2x200 mg Magnesium Glycinate Powder
von Vitality

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