Hinweis: hier klicken zum Schließen dieser Ankündigung ->
Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Absetzsymptome auf Sertralin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
Katja
Beiträge: 154
Registriert: Mittwoch, 17.05.17, 15:02
Hat sich bedankt: 219 Mal
Danksagung erhalten: 252 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Katja » Montag, 08.01.18, 18:39

Hallo Anna,

ein gutes neues Jahr wünsche ich dir auch noch!

Das klingt ja nach viel Anstrengung bei dir, du Arme. :hug:

Ich hatte zufällig eben, bevor ich deinen Sertralin-Thread entdeckt habe, aus eigenem Interesse bei Wiki über die somatoformen Störungen gelesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Somatoforme_Störung
Das klingt doch ein bisschen nach deinen Symptomen?
Bist du denn in einer Psychotherapie? Die könnte dir da sicher mehr dazu sagen. Ein Hausarzt sicher auch.
Leider kenne ich deine vorherigen Posts nicht, daher werden sicher andere noch besser einschätzen können, was für (Absetz-)Symptome du hast.

Liebe Grüße
Katja
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katja für den Beitrag:
Anna10
► Text zeigen

Jamie
Team
Beiträge: 13262
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 15521 Mal
Danksagung erhalten: 19866 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Jamie » Montag, 08.01.18, 18:53

Hallo Anna, :)

auch an dich Grüße zurück und alles Gute für 2018, vor allem stetige Verbesserung der Gesundheit :hug: - das wünsche ich natürlich allen hier.

Ich finde es gut, dass du den 1mg mal einige Wochen Zeit gegeben hast :schnecke: ; die meisten hier sind wahnsinnig ungeduldig und wollen bereits nach 5 Tagen Trends wissen und wie es weitergeht, letztlich kann das aber wirklich nur die Zeit zeigen und man muss Geduld aufbringen.

Ich hatte beim Lesen deines Beitrags intuitiv den gleichen Gedanken, dass man bei dir ggf. etwas aufdosieren könnte.
Ich würde auf 1,5 - 2mg gehen - was dir stimmiger vom Wert her erscheint und dann noch mal schauen.

Wegen deiner Tochter. Das ist bestimmt heftig stressig und ich kann mir gut vorstellen, dass es an dir nagt.
Ich habe (noch) keine eigenen Kinder und vielleicht klingt es daher etwas naiv, aber ich glaube, wenn Kinder vor allem bedingungslose Liebe und Angenommensein spüren, dann können die äußeren Umstände noch so widrig und die Mama noch so fertig sein - ihnen wird es dann an nichts mangeln und sie werden auch gut durch die für euch beide anstrengende Zeit kommen. Love´s the healer! <3

Viele Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 3):
Ululu 69padmaAnna10
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen
____________________________________________________________________________________________


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

LinLina
Team
Beiträge: 5342
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 16398 Mal
Danksagung erhalten: 7942 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von LinLina » Dienstag, 09.01.18, 11:31

Hallo Katja :-)
Katja hat geschrieben: Ich hatte zufällig eben, bevor ich deinen Sertralin-Thread entdeckt habe, aus eigenem Interesse bei Wiki über die somatoformen Störungen gelesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Somatoforme_Störung
Das klingt doch ein bisschen nach deinen Symptomen?
Bist du denn in einer Psychotherapie? Die könnte dir da sicher mehr dazu sagen. Ein Hausarzt sicher auch.
Leider kenne ich deine vorherigen Posts nicht, daher werden sicher andere noch besser einschätzen können, was für (Absetz-)Symptome du hast.
Somatoforme Störung sagt eigentlich gar nichts aus, ist eine Ausschlussdiagnose, das heißt wenn nichts anderes von den Ärzten gefunden wurde, was deren Meinung nach die Symptome erklärt, ist es somatoform.

Nebenwirkungen und Absetzsymptome werden von dem meisten Ärzten nicht oder kaum anerkannt, deswegen ist es wenig hilfreich diesbezüglich einen Arzt zurate zu ziehen. Auch Psychotherapeuten sind damit meist nicht vertraut.

Das wäre genauso wenn Schilddrüsenprobleme oder bestimmte Vergiftungen oder Unverträglichkeiten nicht bekannt wären, dann werden alle Patienten mit diesem Problem als "somatoform", also psychische Probleme, die sich körperlich ausdrücken, diagnostiziert, das war auch früher oft der Fall.

Man sollte meiner Meinung nach sehr vorsichtig damit umgehen, denn ich denke dass da oft sehr viel übersehen wird, und somit keine angemessende Behandlung bekommt, das ist auch mir passiert.

Liebe grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 3):
KatjapadmaAnna10
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 komplett abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 27.12.2017: 0.25 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

padma
Team
Beiträge: 12549
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 30045 Mal
Danksagung erhalten: 15300 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von padma » Mittwoch, 10.01.18, 22:31

hallo Anna, :)
Ein Bekannter gab mir den Tipp, daß Vitamin D helfen könnte... Ist da etwas dran oder reizt das eher noch in einer Wechselwirkung?
Vit D ist ein möglicher Symptomtrigger. Während der Wiedereindosierungsphase würde ich davon abraten, da du sonst nicht weisst, ob die AD Dosis nicht passt, oder Vit D triggert.
Hier die Liste mit möglichen Symptomtriggern http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6442

Wenn ein tatsächlicher Vit D Mangel besteht, kannst du, wenn du dich auf einer Dosis stabilisiert hast, vorsichtig antesten, ob du Vit D verträgst.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
LinLina
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Anna10
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag, 21.11.17, 21:58
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Donnerstag, 11.01.18, 12:37

Hallo Katja, Lina, hallo Jamie, hallo Padma!

Vielen Dank für eure Beiträge. Sorry, daß ich mich etwas verzögert zurückmelde, befinde mich gerade in einer etwas instabilen Phase, hab viel um die Ohren und abends meistens keine Kraft mehr zum Schreiben. Ihr kennt das ja sicher...

Bzgl. der somatoformen Störung schließe ich mich voll und ganz den Gedanken von Lina an, das fällt für mich schon in die Zeit der Erkenntnis verschiedener depressiver Phasen in meiner Geschichte...Mir ist mittlerweile total klar, daß mein momentaner Leidensweg der längeren AD-Einnahme und der wenig kontrollierten und zu schnellen Absetzung zu schulden ist...leider, da ich ansonsten das Gefühl habe, den Großteil meiner persönlichen Probleme mittels Psychotherapie gut bearbeitet zu haben...An dem Punkt im Leben, wo du denkst, jetzt hast du das Schlimmste geschafft, fängt es nochmal so richtig an...diese fiesen Symptomwellen sind echt die Hölle...vor allem, weil sie so gar nicht geradlinig verlaufen, wechselhaft und unklar in den Symptomen und es ist wirklich schwer, sich immer wieder klar vor Augen zu führen, zu verstehen und anzunehmen, daß es sich um eine Absetzproblematik handelt...

Ich habe vorgestern auf Jamies Tipp hin die Dosis auf 1,5 mg Sertralin erhöht und erhoffe mir davon eine weitere Stabilisierung, da die Absetzsymptomatik sich nach 7 Wochen, bei zunächst guter Stabilisierung v.a. was die Panikattacken und Schlafstörungen anbelangt, wieder verschlechtert haben. Nach wie vor keine Panikattacken, was sich schonmal sehr erleichternd anfühlt...aber die Symptome verlagern und verändern sich...Z.Zt. stören mich vor allem Ganzkörperschmerzen, die sich endzündlich anfühlen, (vor ca. zwei Jahren, ich meine ich hätte damals auch eine Dosisreduktion vorgenommen, wurde ärztlicherseits eine Fibromyalgie diagnostiziert...na ja, wenn man nicht mehr weiter weiß...)

Nun, die Dosiserhöhung hab diesemal (noch) nicht den schnellen Erfolg gezeigt, wie bei der ersten Wiedereindosierung vor 7 Wochen...Hatte vorgestern nachmittags migräneartige Schmerzen, so daß ich mir mit einer Diclofenac helfen wollte...ging irgendwann auch einigermaßen...Hab dann selber noch meinen Streßpegel erhöht, da ich noch einiges in meiner Wohnung erledigen wollte, denn es hatte sich kurzfristig Besuch aus der Heimat (Eltern und Geschwister) angekündigt, was sehr selten ist, weil sie so weit entfernt wohnen (300 km). Weil es mir am Abend nicht gut ging, hab ich eine Nachtaktion draus gemach, weil ich ja morgens auch noch arbeiten mußte und dann keine Zeit mehr gewesen wäre...

Kurzum, Besuch war da, ich hab für alle was vom Chinesen zum Essen besorgt...noch während des Essens ging es bei mir los mit einmalig Durchfall, seit letzter Nacht hab ich nun eine häßliche Übelkeit, die ich so bisher nicht kenne...hab mich krankg gemeldet und vegetiere so vor mich hin..bin mir nun unsicher...Magen/Darm? Unverträglichkeit des geschmacksverstärkerlastigen Essens? Absetzsymptome? Weil die BWS wie meistens mit involviert ist, bleibt dann auch wieder die Angst, ob es was am Herzen sein könnte...die blöde Angstspirale ist wieder in Gang...Habt ihr eine Idee? Können diese Zusatzstoffe im Essen evtl. auch antriggern? Erstmal aussitzen und Ruhe bewahren? Oder Dosis wieder runter auf 1 mg? Ich bin dankbar für jeden Tipp, weil ich mich, wie die meisten hier, so alleine und in mir gefangen fühle...obwohl ich schon gelernt habe sehr viel Geduld zu haben...

liebe Grüße
Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Anna10 für den Beitrag:
Katja
Seit ca. 1995 rezidiv. depress. Episoden, Burn-out mit Panikstörung, neben Psychotherapie versch. AD´s im Einsatz (u.a. Fluoxetin, Citalopram, Valdoxan, jedesmal starke Empfindlichkeit beim Einschleichen,
dabei Valdoxan am besten vertragen... Absetzsymptome eher unbewußt
Ende 2010 im Rahmen einer Wochenbettdepression Einstellung auf Sertralin, da es bzgl. Stillen nach verschiedenen Abwägungen Mittel der Wahl...langer und symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung meines Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in einer Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

Nov/17 Scharlachinfektion mit notwendiger Antibiotikaeinnahme...danach psychisch ins schwarze Loch gerutscht und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis :pillowtalk:
Weiteres Vorgehen: Versuch des Wiedereinschleichens mit 1mg über die Wasserlösemethode...zunächst prompte Stabilisierung, nur leichte, moderate Symptome
Nach ca. 5 Wo Verschlechterung der Symptpmatik, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung der Wiedereindosierung auf 1,5 mg
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.

LinLina
Team
Beiträge: 5342
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 16398 Mal
Danksagung erhalten: 7942 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 11.01.18, 13:38

Liebe Anna :-)

kein Problem, du schreibst wenn du die Kraft dazu hast :hug: das machen wir alle so.

Bei dem Stress den du die letzten Tage hattest wundert es mich nicht, dass du mit Symptomen zu kämpfen hast. Ich denke es ist wichtig zu lernen, sich nicht zuviel Druck auszusetzen, auch wenn es sicher schön ist Besuch zu haben <3 Aber vielleicht hätte etwas weniger Vorbereitung auch gereicht?

Da du schreibst, dass die Magen-Darm-Probleme beim Essen losgingen, kann es schon sein dass eine Unverträglichkeit mit rein spielt oder zumindest eine höhere Sensibilität auf Zusatzstoffe.

Da du auch von Migräne und Durchfall schreibst, könnte es hilfreich sein wenn du dich mal mit einer möglichen Histaminintoleranz beschäftigst. Diese kann auch zeitweise und erstmalig im Entzug auftreten, muss natürlich nicht sein, aber es kommt relativ häufig vor.

Übrigens ist Diclofenac bei Histaminintoleranz oft nicht so gut verträglich, aber auch allgemein im Entzug können Schmerzmittel Symptome auslösen bzw. zur Verstärkung beitragen.

Ich würde mal in die Richtung schauen, ob du was damit anfangen kannst. Bei mir hat es etwa ein Jahr gedauert, bis ich herausgefunden habe was mir bekommt und was nicht, aber ich konnte damit wirklich eine deutliche Verbesserung der Symptome erreichen.

Es kann natürlich auch sein, dass allein der Stress und die Dosiserhöhung getriggert hat, und das Essen keinen Einfluss hat.

Ich würde erstmal abwarten, dich möglichst schonend ernähren und viel Ruhe gönnen. Es ist jetzt wirklich schwer zu sagen welchen Anteil die Dosiserhöhung an deinen ganzen Symptomen aktuell hat :?

gute Besserung :hug:

Liebe Grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 4):
Anna10KatjaUlulu 69Jamie
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 komplett abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 27.12.2017: 0.25 mg Mirtazapin

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: / Mein Thread
► Text zeigen


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Anna10
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag, 21.11.17, 21:58

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Donnerstag, 11.01.18, 19:20

Hallo,
bei dieser heute schon den ganzen Tag anhaltenden Übelkeit bin ich geneigt, morgen früh wieder auf die Wiedereinstiegsdosis von 1,0 mg Sertralin zu gehen (nach 3 Tagen 1,5 mg) und abzuwarten, ob sich die Symptome wieder auf einem erträglichen Potenzial einpendeln....ist das zu vertreten? Ich habe nicht das Gefühl, daß es sich um einen Magen/Darm-Infekt handelt...

LG Anna
Seit ca. 1995 rezidiv. depress. Episoden, Burn-out mit Panikstörung, neben Psychotherapie versch. AD´s im Einsatz (u.a. Fluoxetin, Citalopram, Valdoxan, jedesmal starke Empfindlichkeit beim Einschleichen,
dabei Valdoxan am besten vertragen... Absetzsymptome eher unbewußt
Ende 2010 im Rahmen einer Wochenbettdepression Einstellung auf Sertralin, da es bzgl. Stillen nach verschiedenen Abwägungen Mittel der Wahl...langer und symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung meines Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in einer Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

Nov/17 Scharlachinfektion mit notwendiger Antibiotikaeinnahme...danach psychisch ins schwarze Loch gerutscht und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis :pillowtalk:
Weiteres Vorgehen: Versuch des Wiedereinschleichens mit 1mg über die Wasserlösemethode...zunächst prompte Stabilisierung, nur leichte, moderate Symptome
Nach ca. 5 Wo Verschlechterung der Symptpmatik, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung der Wiedereindosierung auf 1,5 mg
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.

carlotta
Beiträge: 2556
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 5213 Mal
Danksagung erhalten: 5384 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 11.01.18, 19:58

Hallo Anna,

d. h., Du bist jetzt seit drei Tagen auf 1,5 mg und hast seitdem die Beschwerden?

Bist Du direkt von 1 mg auf 1,5 mg (der Signatur leider nicht zu entnehmen)? Es kann sein, dass der Schritt zu groß war, war ja eine Aufdosierung um die Hälfte.

Nach nur drei Tagen kannst Du direkt auf die vorherige Dosis zurückgehen.

Bitte dokumentier das in Deiner Signatur, damit Antwortende schnell im Bilde sind und es zu keinen Missverständnissen kommt.

Drücke die Daumen, dass es Dir schnell besser geht. :)

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag:
Anna10
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine"(Monica Cassani)

Anna10
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag, 21.11.17, 21:58

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Donnerstag, 11.01.18, 21:08

Hallo Carlotta,
ich habe vor 7 1/2 Wo mit der Wiedereindosierung 1mg begonnen. Nach zunächst Stabilisierung wurden verschiedene Symptome jetzt seit ca. 2 Wo wieder stärker, nach Rücksprache hier im Forum hab ich mich für die Erhöhung auf 1,5 mg entschieden...viell. hab ich da was falsch verstanden? Jetzt habe ich ziemlich starke Muskelschmerzen, die sich entzündlich anfühlen und seit letzter Nacht ununterbrochen bis jetzt eine hässliche Übelkeit ohne Erbrechen, viell. migräneartig, hab da bisher zum Glück noch nicht so viele Erfahrungen...

Werde morgen auf 1 mg zurück gehen...viellicht beruhigt sich alles wieder...

LG Anna
Seit ca. 1995 rezidiv. depress. Episoden, Burn-out mit Panikstörung, neben Psychotherapie versch. AD´s im Einsatz (u.a. Fluoxetin, Citalopram, Valdoxan, jedesmal starke Empfindlichkeit beim Einschleichen,
dabei Valdoxan am besten vertragen... Absetzsymptome eher unbewußt
Ende 2010 im Rahmen einer Wochenbettdepression Einstellung auf Sertralin, da es bzgl. Stillen nach verschiedenen Abwägungen Mittel der Wahl...langer und symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung meines Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in einer Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

Nov/17 Scharlachinfektion mit notwendiger Antibiotikaeinnahme...danach psychisch ins schwarze Loch gerutscht und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis :pillowtalk:
Weiteres Vorgehen: Versuch des Wiedereinschleichens mit 1mg über die Wasserlösemethode...zunächst prompte Stabilisierung, nur leichte, moderate Symptome
Nach ca. 5 Wo Verschlechterung der Symptpmatik, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung der Wiedereindosierung auf 1,5 mg
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.

carlotta
Beiträge: 2556
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 5213 Mal
Danksagung erhalten: 5384 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 11.01.18, 21:28

Liebe Anna,

habe Deinen Verlauf nicht im Kopf, habe mich allein an Deinem letzten Post und der Signatur orientiert. Weiß auch nicht mit Sicherheit, ob ich bei Dir alles mitgelesen habe.

Ich bin bei der Wiedereindosierung kein Freund solcher Erhöhungen, sie sich im prozentualen Bereich um die 50 Prozent befinden. M. E. ist das zu belastend fürs ZNS. Hätte eher eine Erhöhung um max. 0,25 mg für realistisch gehalten.

Aber gut, es hätte auch funktionieren können.

Ich will damit nur sagen, dass die aktuelle Reaktion nicht automatisch bedeutet, dass Du gar nicht weiter aufdosieren kannst. Ich denke, der Schritt war schlicht für Dein ZNS zu groß, um ihn zu verarbeiten.

Natürlich können unabhängig vom Aufdosieren auch Symptomwellen auftreten, weil bspw. die vorherige Dosis tatsächlich noch nicht alles abfangen konnte. Aber da die Symptome im zeitlichen Zusammenhang plötzlich so heftig wurden, liegt die Vermutung schon nahe, dass Dein Körper mit dieser Erhöhung nicht gut umgehen konnte.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 3):
GwenAnna10Jamie
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine"(Monica Cassani)

Anna10
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag, 21.11.17, 21:58
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Freitag, 12.01.18, 8:30

Guten Morgen Carlotta!

Danke für seine Ausführungen!
Die Nacht war einigermaßen ruhig, Übelkeit so gut wie weg,hab es irgendwann mit Ingwerkauen und Nux Vomika versucht plus früh Schlafen gehen...und ich bin wieder handlungsfähig, gestern ging wirklich gar nichts.

Hab jetzt erstmal wieder auf 1,0 mg runtergesetzt, warte nun erstmal ab und versuche es zu gegebener Zeit mit einer geringeren Steigerung der Aufdosierung, wie du es vorgeschlagen hast!

Liebe Grüße
Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Anna10 für den Beitrag (Insgesamt 2):
carlottaUlulu 69
Seit ca. 1995 rezidiv. depress. Episoden, Burn-out mit Panikstörung, neben Psychotherapie versch. AD´s im Einsatz (u.a. Fluoxetin, Citalopram, Valdoxan, jedesmal starke Empfindlichkeit beim Einschleichen,
dabei Valdoxan am besten vertragen... Absetzsymptome eher unbewußt
Ende 2010 im Rahmen einer Wochenbettdepression Einstellung auf Sertralin, da es bzgl. Stillen nach verschiedenen Abwägungen Mittel der Wahl...langer und symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung meines Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in einer Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

Nov/17 Scharlachinfektion mit notwendiger Antibiotikaeinnahme...danach psychisch ins schwarze Loch gerutscht und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis :pillowtalk:
Weiteres Vorgehen: Versuch des Wiedereinschleichens mit 1mg über die Wasserlösemethode...zunächst prompte Stabilisierung, nur leichte, moderate Symptome
Nach ca. 5 Wo Verschlechterung der Symptpmatik, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung der Wiedereindosierung auf 1,5 mg
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.

Anna10
Beiträge: 18
Registriert: Dienstag, 21.11.17, 21:58

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Anna10 » Samstag, 13.01.18, 5:45

Hallo ihr Lieben,
ich hatte gehofft, daß ich mit der Dosisreduzierung auf wieder 1 mg auch wieder etwas Ruhe bekomme...Leider habe ich mich sehr getäuscht...

Die letzte Nacht war mal wieder die Hölle wie schon lange nicht mehr...Nach einem relativ ruhigen Tag ging es nachmittags frühen Abend los mit Muskelschmerzen/Nackensteifigkeit und unterschwellige Übelkeit...wollte es mir mit meinem Kind vorm Fernseher gemütlich machen (schon mit mehreren Körnerkissen) Bin dann eingebucht und geg. 22 uhr aufgewacht mit einem seltsamen Gefühl, was sich in einer Panikattacke wiederfand....Seit der Stabilisierung vor 8 Wo das erste mal wieder...Hab dabei versucht, mich im Griff zu behalten, damit ich mein Kind noch ins Bett bringen konnte, ohne daß sie etwas davon merkt, denn ich weiß, dass sie sich mit ihren 7 Jahren auch schon Sorgen um mich macht...ist mir auch einigermaßen gelungen, sie hat beim Kuscheln mein Herzrasen wohl vor Müdigkeit nicht wahrgenommen und ist zum Glück schnell eingeschlafen...

Danach ging für mich weiter...starke Unruhe, Herzrasen, retroaternaler Brust/BWS-Druckschmerz, teilweise brennend...Mundtrockenheit und wieder Übelkeit mit Sodbrennen...zeitweise länger anhaltend, später wellenförmig...alles sehr beängstigend...ich hab ernsthaft überlegt, ob ich einen Notarzt kommen lassen muß, weil meine Angst vor einem Infarkt oder einer schlimmen Krankheit wieder so stark geworden ist...Meine Sorge um mein Kind und was mit ihr in einem solchen Falle passiert, hat mich davon abgehalten...

Habe ziemlich schnell ne Bekannte kontaktiert, die in die Problematik etwas eingeweiht ist und sich dann zur mentalen Unterstützung anrufbereit macht...hab zusätzlich noch mit meinem Neffen geschrieben, der mich auch etwas beruhigen konnte...

Trotzdem habe ich mich lange gequält, bis ich für jeweils ca. ne Stunde immer mal wieder eingenickt und dann mit ner leichteren Übelkeitswelle wieder aufgewacht bin...

Jetzt hat es sich etwas beruhigt...Der retrosternalen/BWS Schmerz/Druck ist noch da....Ich vermute, durch die anhaltenden MuskelBeschwerden hat sich der Rücken verzogen und und sie BWS sich ungünstig blockiert...Was verschiedene vegetative Symptome antriggert...

Blöd ist auch, dass solche Nächte, wie ich sie ja zur genüge ähnlich kenne, kaum gleich verlaufen und ich dann sehr verunsichert bin, sie richtig einzuordnen, was sicher auch nochmal antriggert bzw. eine Entspannung nicht gerade fördert...

Nun bin ich etwas verzweifelt und habe höllische Angst vor der nächsten Nacht! Was sollte ich mit den Medis tun? Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht und ein paar Tipps für mich? Kann das alles die AbsetzProblematik sein? Wenn ja, kann ich das vegetative Nervensystem dann überhaupt beeinflussen? (Mein Neffe hat mir den Tipp mit Augenbewegungen gegeben, )

Ich hoffe, ihr kommt heute alle besser in den Tag und das WE als ich und verbleibe erstmal
Mit lieben Grüßen

Anna
Seit ca. 1995 rezidiv. depress. Episoden, Burn-out mit Panikstörung, neben Psychotherapie versch. AD´s im Einsatz (u.a. Fluoxetin, Citalopram, Valdoxan, jedesmal starke Empfindlichkeit beim Einschleichen,
dabei Valdoxan am besten vertragen... Absetzsymptome eher unbewußt
Ende 2010 im Rahmen einer Wochenbettdepression Einstellung auf Sertralin, da es bzgl. Stillen nach verschiedenen Abwägungen Mittel der Wahl...langer und symptomstarker Einschleichprozeß, nach ca. 8 Wochen Besserung meines Zustandes und anschl. 12-wöchige stationäre Therapie in einer Mutter-Kind-Einheit und Stabilisierung. Einnahme des Sertralin 50 mg m.E. ca. 1 Jahr; Begleitsymptome v.a. Muskel-und Gelenkschmerzen.

1 Jahr später(2/2013) Zahn-OP, danach psychischer Absturz mit diversen Symptomen(Depression, Unruhe, Panik, verlorenes Selbstwertgefühl... nach längerem Abwegen wg. noch guten Erfolgserfahrungen wieder auf Sertralin 50 mg eingestellt....extrem lange Einschleichphase über ca. 12 Wochen, dann gute Wirkung auf die Psyche...aber verstärkte körperliche Symptome, v.a. rez. Rücken-, Gelenk- und Muskelprobleme...

Mitte/Ende 2016 allmähliche Reduktion der Dosis auf 25 mg...Psyche gut, aber rückblickend verschiedene Symptome, die ich nicht mit dem Medi in Verbindung gebracht habe...Schlafstörungen, Panikattacken, hypertensive Krisen, Muskel/Gelenkbeschwerden/Blockaden...ärztlicher Blick immer wieder in Richtung Grunderkrankung...meine Wahrnehmung ging weg von einer Depression, mußte etwas anderes sein...8/17 wollte ich wg sehr guter Grundstimmung absetzen, über die Zeit viele Einnahmen vergessen...Psychiater wollte auf Paroxetin 25mg umstellen...

Nach knapp einer Woche Einnahme meine Entscheidung, alle Medis wegzulassen...ab Sept./17 Symptomverschlechterung in Form von starken Rückenbeschwerden mit notwendiger Krankschreibung;

Nov/17 Scharlachinfektion mit notwendiger Antibiotikaeinnahme...danach psychisch ins schwarze Loch gerutscht und über eigene Recherche im AdfD-Forum gelandet :party2: Danke! Jetzt hat das Kind endlich einen Namen und ich erfahre Verständnis :pillowtalk:
Weiteres Vorgehen: Versuch des Wiedereinschleichens mit 1mg über die Wasserlösemethode...zunächst prompte Stabilisierung, nur leichte, moderate Symptome
Nach ca. 5 Wo Verschlechterung der Symptpmatik, v.a. Muskel/Faszien/Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen....besonders Mitte/vor und während Menszyklus.
9.1.17 Erhöhung der Wiedereindosierung auf 1,5 mg
10.1. beginnende Magen/Darm Problematik
11.1. nachts beginnende und den ganzen Tag anhaltende starke Übelkeit ohne Erbrechen
12.1. nachts Besserung aber weiterhin Schmerzen;
wieder auf 1 mg Einnahme zurück gegangen.

carlotta
Beiträge: 2556
Registriert: Dienstag, 17.04.12, 16:10
Hat sich bedankt: 5213 Mal
Danksagung erhalten: 5384 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von carlotta » Samstag, 13.01.18, 9:10

Liebe Anna,

all das, was Du beschreibst, kann entzugsbedingt vorkommen.

Ich befürchte fast, dass die stärkeren Dosisschwankungen (50 Prozent rauf und runter) der letzten Tage diese Welle ausgelöst haben.

Es kann evtl. etwas dauern, bis das ZNS wieder auf Kurs kommt; ich wünsche Dir sehr, dass das bald geschieht.

Es wäre gut, wenn Du Dir jetzt viel Ruhe gönnst.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor carlotta für den Beitrag (Insgesamt 2):
Anna10Jamie
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine"(Monica Cassani)

Ululu 69
Team
Beiträge: 1754
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 4310 Mal
Danksagung erhalten: 3291 Mal

Re: Absetzsymptome auf Sertralin

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 13.01.18, 15:52

Hallo Anna,

Oje, das klingt sehr anstrengend bei dir.
:hug:
Ich sehe es auch wie Carlotta :) , dass die letzten Tage dein ZNS ziemlich durcheinander gebracht haben.

Ich lasse dir mal ein paar Infos zum Umgang mit der Angst da, vielleicht ist etwas hilfreiches für dich dabei.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 50&t=11591

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu 69 für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamiecarlottaAnna10
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg

Antworten