Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies Dich dann zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Euer ADFD Team

Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
f332

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von f332 » Dienstag, 27.03.18, 13:02

hallo, ich selbe hatte bereits 5.3 ketamin therapie, und werde am 10.4 wieder in freiburg sein für ketamin.
mir hat es geholfen allerdings hält es meist nur 3 wochen.

padma
Team
Beiträge: 13493
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 32904 Mal
Danksagung erhalten: 17066 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von padma » Dienstag, 27.03.18, 18:29

hallo Julie, :)

es tut mir sehr leid, dass es dir so sehr schlecht geht. :hug:

Bei einem so komett überreizten ZNS hilft leider wirklich nur die Zeit. Weitere Eingriffe verschlimmern erfahrungsgemäss die Situation.
Von Ketamin würde ich dir dringend abraten, es ist kaum erprobt und niemand weiss, was es im Gehirn anrichten kann.
Das ist nicht in Worte zu fassen und Ärzte verstehen es auch nicht, ich musste mir schon sagen lassen "Sie veranstalten Theater" und "Medikamente sind ein Segen" und vieles vieles Schreckliches mehr.
Es ist leider so, dass viele Ärzte sich mit der Problematik nicht auskennen. Wir wissen hier, dass du dich nicht anstellst. Es gibt viele andere, die das gleiche durchmachen, wie du.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
GwenUlulu 69Kaenguru70
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

jueliekrie
Beiträge: 24
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Dienstag, 27.03.18, 18:39

Hallo Gioia,
danke für deine Nachricht. Ich kannte den Artikel von Dr. Breggings, schon mehrfach gelesen, trotzdem danke.

Es ist so: das Antikonvulsivum war zweimal eine Entscheidung aus der Verzweiflung heraus (siehe auch meine Signatur): es hat mich insgesamt dreimal in meiner Psychopharmaka-Karriere vor nicht enden wollenden Entzugssymptomen und Suizidalität gerettet, wo alle anderen Medikamente, sprich AD, versagt haben, auch war es nur dadurch möglich, von der nach wochen- bzw. monatelanger Einnahme von Tavor wieder loszukommen. Deshalb habe ich im Februar wieder begonnen, es einzuschleichen, nur hat es leider in der Dosis von 50 mg (hat in der Vergangenheit geholfen) diesmal nur drei oder vier Tage gewirkt, und jetzt spüre ich plötzlich nichts mehr von der Wirkung (seit 5 oder 6 Tagen nicht mehr, vielleicht durch die Einnahme von Eisen oder diesem Experiment, für 3 Tage Mirtazapin von 30 auf 45 mg erhöht und wieder gesenkt zu haben, keine Ahnung).

All die anderen Medikamente sind Relikte aus den Aufenthalten in der Psychiatrie: jeder Reduktions- oder Absetzversuch endete wieder in der Psychiatrie inkl. Hochsetzen. Deshalb bin ich so verzweifelt. Ich weiß, dass ich unheimlich viel nehme, deshalb bin ich ja so verzweifelt - wie soll ich jemals davon loskommen?

Reduzieren kommt gerade nicht in Frage: ich habe Suizidgedanken, so schlimm sind die Symptome, und deshalb nehme ich ja auch Tavor. Deshalb war meine Überlegung, das Lamotrigin noch weiter hochzustehen, damit sich die Lage endlich entspannt - denn es ist so nicht mehr aushaltbar und ich muss dringend von Tavor weg und die AD zu erhöhen (Escitalopram oder Mirtazapin) erscheint mir gefährlicher und folgenschwerer zu sein als Lamotrigin...

Ich muss irgend was machen, es ist nicht aushaltbar, und kein Arzt wird mir weiter Tavor verschreiben und ich hab nicht mehr viele und aktuell auch keinen Psychiater mehr, nur als Anlaufstelle die Ambulanz hier, und die verschreiben das nicht. Mittelfristig werde ich wieder weiter ausschleichen, das weiß ich, ich werde erstmal keine Ruhe geben, bis ich auf 1 - 2 Psychopharmaka bin (statt aktuell 5!).

Nur wie ich das schaffen soll, wo ich hypersensibel auf jede kleinste Veränderung reagiere, weiß ich nicht, deshalb meine Gefühle von Ohnmacht und Verzweiflung, zusätzlich zur ganzen Bandbreite von Entzugssymptomen, Depression, Angst und Panik. Was soll ich tun? Mir ist bewusst, dass dies kein Forum FÜR Medikamente und für Empfehlungen von Psychopharmaka ist, aber wenn ich jetzt nicht handele, dann lande ich möglicherweise bald auf der Geschlossenen bzw. zumindest wieder in der Psychiatrie.

Bitte helft mir, ich brauche Hilfe und Zuspruch und weiß nicht mehr weiter, und Eure Meinung ist mir inzwischen wichtiger als die von Psychiatern... Danke.

Verzweifelte Grüße, Juelie
Zuletzt geändert von Gwen am Dienstag, 27.03.18, 19:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

jueliekrie
Beiträge: 24
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Dienstag, 27.03.18, 18:40

Danke, padma
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

gioia
Beiträge: 102
Registriert: Montag, 11.12.17, 13:56

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Dienstag, 27.03.18, 21:57

Hallo Juelie

Könntest du nicht doch versuchen einen Arzt zu finden, der dir Tavor weiter verschreibt....weil einen Art Rettungsanker für den Notfall zu haben jetzt, ist doch, meine ich wichtig!
Wenn du deine derzeitige Lage beschreibst, sollte es vielleicht doch möglich sein, vielleicht auch der Hausarzt, dass er dir das erst mal noch verschreibt?

Liebe. Grüße und baldige Besserung!! :hug:
Gioia
Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, Nachtschweiß über Monate
2018: Auswirkung bis heute

jueliekrie
Beiträge: 24
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Mittwoch, 28.03.18, 9:17

Hallo und danke für die Antwort.
Theoretisch ist das wohl möglich mit dem Tavor-Rezept, aber praktisch zeigt meine Erfahrung, dass dieser Zustand in der Vergangenheit nie von selbst wieder aufgehört hat, selbst nach Monaten nicht, nur eben durch irgendwas an Augmentation wie z. B. Lamotrigin oder Lithium (letzteres geht nicht wegen meiner Psoriasis).

Das Problem ist des weiteren: ich spüre, dass es bergab geht statt stetig oder aufwärts, d. h. ich brauchte wieder mehr Tavor, um aus den Zuständen heraus zu kommen, und vielleicht würde ich noch ein Rezept kriegen, aber dann eben kein weiteres mehr, und ich hab inzwischen mega große Angst, davon auch noch abhängig zu werden bzw. schon zu sein.
Der Horror geht weiter, heute morgen wieder wie in den vergangenen Tagen schon mit Panik aufgewacht, unerträgliche Zustände und Gedanken, alles bricht zusammen und ich schaffe nur noch mit Mühe und Tavor den Tag, ks Schlaf, kaum Hunger, ständiges Gedankenrasen und Grübeln, Weinkrämpfe, Verzweiflung, Angst, Depression, Todessehnsucht, ich stelle die Beziehung zu meinem Partner und meine ganze Vergangenheit in Frage, bin ich vielleicht doch richtig schwer psychisch krank und sind das vielleicht doch gar keine Entzugssymptome sondern mein Innenleben, habe Panik vor dem Tod meiner Eltern,
Was ich einfach nicht begreife: ich hab die Wirkung von Lamotrigin eindeutig gespürt letzte Woche für 3 - 4 Tage, und dann ist alles wieder zusammengebrochen, und das war vorher nie so. Also suche ich verzweifelt nach dem Auslöser, um handeln zu können: 1.) Hat die Eiseneinnahme die Symptome zurückgetriggert? Hab ich ja dann sofort wieder weggelassen. 2.) Ist es Tavorabhängigkeit? Nehme das ja seit Mitte Januar täglich, jetzt allerdings nur noch 0,5 mg morgens seit letzten Montag, vorher 1 - 2 mg täglich, eigentlich bräuchte ich jetzt wieder mehr. 3.) Ist das Mirtazapin schuld? Hatte 3 Tage lang (weiß nicht mehr genau wann, letzte bzw. vorletzte Woche) zusätzliche 15 mg genommen und dann wieder weggelassen?
Ich rätsele und grübele und finde die Ursache nicht und weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich bin so unglaublich verzweifelt und hoffnungslos, meine Körpertherapeutin rät, stationär zu gehen, aber das will ich nicht, nie mehr, d. h. eigentlich will ich nur einfach diese Zustände nicht mehr und nie mehr haben. Und dann kommen wieder die Gedanken: ich nehme so eine Masse von Tabletten, wie soll ich davon jemals wieder herunterkommen? Hab schon den Gedanken, alles abrupt abzusetzen, weil alles andere so quälend ist bzw. sein wird, das mache ich natürlich nicht, aber es fühlt sich gerade an, als würde ich ÜBERHAUPT gar nichts nehmen, so schlimm sind die Symptome.
Soll ich Mirtazapin hochsetzen von 30 auf 45 mg? Soll ich Lamotrigin hochsetzen von 50 auf 75 mg? Soll ich irgendwas runtersetzen? Ich stehe jeden Morgen und jeden Abend verzweifelt vor den Tabletten und hasse sie und grübele, was ich jetzt nehme und was nicht und was hoch oder doch nicht oder so lassen oder verändern oder oder oder.

Ich flehe zu Gott, dass er mich erlöst von diesen Qualen, und es kommt nichts und ich fühle mich mutterseelenallein und so verzweifelt verzweifelt verzweifelt und möchte die Zeit zurückdrehen zu dem Punkt vor Einnahme der ersten Psychopharmaka oder zu dem Punkt der ersten Einnahme, damals 40 mg Fluoxetin und 400 mg Quetiapin, ich war symptomfrei, bis ich das erste Mal runter- bzw. abgesetzt habe, hätte ich das doch damals so gelassen, dann wäre all das Leid nicht geschehen, hätte hätte wäre wäre was wäre gewesen wenn, das wird alles schon irreal und krank in meinem Kopf. Ich kann nicht mehr. Bitte schreibt mir. Danke.

Herzliche Grüße, Juelie
Zuletzt geändert von Ululu 69 am Mittwoch, 28.03.18, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt

jueliekrie
Beiträge: 24
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Mittwoch, 28.03.18, 9:20

Ich brauche so dringend ein Fenster, damit ich wieder Hoffnung schöpfen kann, alle guten Zeiten meines Lebens sind wie weggewischt, und es fühlt sich an, als sei all das Gute unwiederbringlich und für immer verloren und vorbei.
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

Jamie
Beiträge: 14143
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 16963 Mal
Danksagung erhalten: 21872 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 28.03.18, 11:28

Hallo juelie,

tut mir leid, wie elend es dir geht. Das liest sich schlimm :(.

Es ist leider so: Je mehr Psychopharmaka man im Laufe seines Lebens nimmt und das in wechselnden Dosen, ansetzen, absetzen, weglassen, Neues dazu etc., desto irritierter ist das ZNS irgendwann. Bei vielen hier im Forum ist es so, dass das ZNS das wirklich eine ganz Zeit lang toleriert und nicht aufmuckt, aber oft kommt dann so ein Tag X, da geht all das, was man früher immer gemacht hat, nicht mehr.

Ehrlich gesagt klingt das bei dem Lamotrigin so bei dir.
Es ist dann auch so, dass der Körper irgendwann Gegenkompensationsmechanismen einrichtet gegen all das, was ihm von Außen zugeführt wird und dann kommen die Menschen, auch bei AD, in eine Toleranz, wo die frühere Dosis nicht mehr wirkt und man immer weiter hochgehen muss; bis hin zum völligen Wirkverlust (leider), dem sog, poop out.
Deshalb war meine Überlegung, das Lamotrigin noch weiter hochzustehen, damit sich die Lage endlich entspannt - denn es ist so nicht mehr aushaltbar und ich muss dringend von Tavor weg und die AD zu erhöhen (Escitalopram oder Mirtazapin) erscheint mir gefährlicher und folgenschwerer zu sein als Lamotrigin...
Das scheint mir aktuell auch der einzige Hebel (Lamotrigin), an dem ich etwas ändern würde.
Zumal es auch das Mittel ist, an dem du in letzter Zeit etwas verändert hast. Ich würde es mit einer Erhöhung probieren, ob sich da dein Zustand etwas stabilisiert.

Machst du eigentlich Therapie?
Es ist doch erschreckend, wie viel Medikamente du nimmst, die alle immer so viel Hilfe und Erfolg versprechen, und in welcher misslichen Lage du steckst. Sollte man den Versprechungen der Industrie glauben, müsstest du doch eigentlich putzmunter und happy sein :( ....
Psychopharmaka heilen nie, sie können ausschließlich Symptome deckeln.
Deswegen auch die Frage nach Therapie.

Mitfühlende Grüße :group:
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 3):
Ululu 69padmaEva
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

jueliekrie
Beiträge: 24
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Freitag, 30.03.18, 20:33

Hallo Jamie, vielen Dank für deine Nachricht. Die Symptome haben begonnen im Januar nach Reduktion von Escitalopram (innerhalb von 6 Monaten von 10 mg auf etwas (minimal, ungenaue Krümelmethode) unter 5 mg, bin dann im Januar sofort wieder auf 5 mg hochgegangen, ohne dass es sich gebessert hat. Dann erst nach ca. 3 Wochen ohne Besserung (vorher hat das "Aufkrümeln" immer gewirkt innerhalb von wenigen Tagen) hab ich das Lamotrigin wieder eindosiert ganz langsam von 0 auf 50 mg (das hatte mir im letzten Jahr nach 4 Monaten Krise mit 50 mg geholfen). Eine Einzeltherapie mache ich gerade nicht, hab schon ein paar hinter mir, hab zuletzt Körpertherapie und Gesprächsgruppentherapie gemacht, das hat gar nichts gebracht. Bin gerade überfordert jemanden zu suchen und auch gerade gar nicht in der Lage zu einer Therapie, es sind nur Symptome da und ich bin gerade viel zu instabil für eine Therapie. Seit heute habe ich wohl noch eine Vereiterung im Oberkiefer mit starken Schmerzen, muss mich jetzt erstmal darum kümmern und weiß nicht wie. Meine Situation mit den vielen Medikamenten belastet mich unglaublich, es fühlt sich einfach nur noch hoffnungslos an und ich sehe keinen Ausweg. Weiß gar nicht, was ich noch schreiben soll, nichts drückt mehr meine Verzweiflung aus und es gibt irgendwie keine Hilfe. Danke dir sehr für deine Anteilnahme. Liebe Grüße, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

padma
Team
Beiträge: 13493
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 32904 Mal
Danksagung erhalten: 17066 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von padma » Freitag, 06.04.18, 11:01

liebe Julie, :)

es hört sich bei dir wirklich sehr schlimm an. :hug:

Vielleicht kannst du gerade nicht wirklich was daran ändern. Auf diese medikamenteninduzierte Zustände kann man kaum Einfluss nehmen.

Oft bleibt nur aushalten, Tag für Tag, oder auch Stunde für Stunde.
Es sind viele Betroffene hier, die das gleiche durchgemacht haben oder durchmachen wie du.
Die gute Nachricht ist, dass sich auch diese schweren Zustände wieder bessern. Leider braucht es seine Zeit.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaJamieFrieda-Marie
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
8.03.2018: 0,35 mg :schnecke:


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

jueliekrie
Beiträge: 24
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Montag, 16.04.18, 19:10

Hallo, hab mich länger nicht gemeldet, weil es sich bei mir alles noch zugespitzt hat. Ich bin hochgradig suizidal und kurz davor, mich selbst in sie Geschlossen einzuweisen, weil mein Leben in Gefahr ist. Habe Mirtazapin von 30 auf 45 mg erhöht, das ist seit sechs Tagen, greift nicht, ich glaube ich reagiere paradox. Bin mittlerweile auf 2 Tavor pro Tag, trinke Wein, wenn ich eine Tavor sparen will, denn ich hab nicht mehr viele. Die Symptome sind der blanke Horror. Ich wache morgens auf und habe in der 1. Sekunde bereits Panik und Herzrasen und Suizidgedanken. Ohne Tavor geht dann nichts mehr. Bin neben Tavor auf 5 mg Escitalopram, 45 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 50 mg Lamotrigin. Mein komplettes Nervensystem dreht gerade durch, es geht nichts mehr, kann nicht mehr schlafen und nicht mehr essen und es ist nur noch die Hölle. Ich recherchiere zwanghaft stundenlang im Internet nach Medikamenten und Kliniken und Ärzten, auf der Suche nach einer Lösung, bringt gar nichts und ich muss es trotzdem tun. Es ist ohne Tavor keine Sekunde des Tages aushaltbar, ich bin total ambivalent, zerrissen, tue lauter unterschiedliche Dinge aus Verzweiflung, und in meinem Kopf sind Zustände, die sich nicht in Worte fassen lassen. Ich brauch Hilfe. Bitte. Ich kann nicht mehr hören, dass es NICHTS gibt, um dieses Leid zu mindern, es MUSS etwas geben, außer Tavor, es muss einfach, sonst stirbt man doch, es gibt doch gegen jede verdammte Krankheit ein Medikament, es muss doch hierfür etwas geben, das kann doch nicht sein. Ich bin so verzweifelt wie noch nie in meinem Leben, ich bin am Ende, nichts geht mehr. Kann Lyrica eine Hilfe sein? Ganz ehrlich, ich nehme so viele Medikamente und reagiere hypersensibel auf jede kleine Veränderung, so dass es niemals möglich sein wird davon loszukommen. Deshalb bin ich echt versucht, mich einzuweisen und dann alles kalt absetzen zu lassen, schlimmer kann es doch fast nicht mehr kommen. Und dann sollen die Ärzte EIN Medikament finden, was dann hilft. Das kann doch alles gar nicht sein. Was soll ich denn jetzt tun? Ich habe gebetet, gefleht, gebettelt bei Gott, dass er mir hilft, und es wird einfach immer schlimmer. Wenn meine Eltern nicht wären, hätte ich mich schon umgebracht, aber ich kann Ihnen das nicht antun. In der ganzen Misere hat sich vor einer Woche mein Partner von mir getrennt. Bitte helft mir, ich kann nicht mehr, ich bin komplett kaputt, ich kann einfach nicht mehr. Bitte. Total verzweifelte Grüße, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

gioia
Beiträge: 102
Registriert: Montag, 11.12.17, 13:56
Hat sich bedankt: 175 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Montag, 16.04.18, 20:34

Hallo Julie :hug:

Es tut mir leid dass es dir so schlecht geht!!!
Du schreibst, es muss doch irgendein Medikament geben, das hilft....ich denk nur dass dein ZNS ziemlich am durchdrehen ist und jedes weitere Medikament eher noch mehr schaden anrichten kann, weil dein ZNS dann damit auch noch zurecht kommen muss.

Wenn du das Gefühl hast du musst dich schützen in einer Klinik, am besten vielleicht eine wo nicht wieder neue Medikamente angesetzt werden. Eine psychosomatische Klinik??

Ich persönlich habe mit Lyrika die Hölle auf Erden erlebt....es ist nicht gut erforscht und in Amerika gegen Ängste nicht mal zugelassen!!

Setze bitte nicht zu sehr darauf dass dich Psychopharmaka hier rausbringen. Wenn, dann denk ich, geht der weg nur über kontrolliertes absetzen.
Ich weiß, das klingt schrecklich lang, aber neue Medikamente machen alles meist noch schlimmer!

Das mit dem Wein find ich gar nicht gut. Kannst du dir nicht mehr Tavor verschreiben lassen?

:hug: Gioia
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor gioia für den Beitrag:
padma
Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, Nachtschweiß über Monate
2018: Auswirkung bis heute

jueliekrie
Beiträge: 24
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Montag, 16.04.18, 22:06

Hallo Gioia, danke für deine Antwort und die lieben Worte. Noch mehr Tavor? Was genau war die Hölle mit Lyrica? Ich hab gedacht, evtl damit von Tavor loszukommen und dass es als Antikonvulsivum ähnlich wirkt wie Lamotrigin, das mir schon mal geholfen hat, das ich aber jetzt nicht noch höher setzen will, weil ich davon so massiv Haare verliere. Vielleicht war mein Einbruch nach den 3 Tagen der Besserung durch Lamotrigin Mitte März bedingt dadurch, dass ich vorher mal kurz Mirtazapin furb3 Tage von 30 auf 45 hochgesetzt hab und dann wieder zurück. Oder die Symptome sind jetzt durch Abhängigkeit von Tavor. Meine ganzen Verzweiflungstaten und das rauf runter (ich bin total entscheidungsunfähig, denke jeden Tag was anderes) haben glaub ich alles noch verschlimmert. Kennt irgend jemand einen Arzt in nrw bzw. Raum Köln, der Cannabinoid verschreibt?
Oh Gott, das muss doch mal aufhören, das hält man einfach nicht aus. Jetzt grad geht es mir durch Tavor besser, aber ich hab so große Panik vor dem Aufwachen, weil ich genau weiß, dass dann die Panik und die Zustände wieder da sind. Gibt es denn wirklich keine andere Hilfe außer Tavor? Es ist so furchtbar und die Hölle auf Erden. Danke Gioia. Liebe Grüße, Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

jueliekrie
Beiträge: 24
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Dienstag, 17.04.18, 7:35

Hallo, die Erhöhung von Mirtazapin von 30 auf 45 greift nicht, 8 Tage versucht. Kann ich das wieder zurück setzen auf 30? Oder macht es das jetzt noch schlimmer? Oh Gott ich kann nicht mehr, das ist so schlimm dass ich nicht mehr leben will. Ich glaub ich bin jetzt auch noch tavorabhängig. Bitte helft mir. Danke...
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

Kaenguru70
Beiträge: 44
Registriert: Donnerstag, 05.04.18, 17:58
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 35 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Kaenguru70 » Dienstag, 17.04.18, 9:32

Guten Morgen,

es tut mir in der Seele weh zu lesen, was du alles durchmachst und wie schlecht es dir geht.
Aber bitte halte durch, auch wenn du gerade suizidal bist, es kommen wieder bessere Zeiten. Glaube mir, ich bin selber betroffen und denke dass du mir dann eher vertraust.

Kurz zu mir, damit du verstehst, warum ich dir Hoffnung machen möchte.
In meiner Familie sind viele viele Menschen depressiv, eine Disposition zur Depressionsneigung bei manchen Menschen auf Grund ihrer genetischen Ausstattung ist glaube ich unbestritten umd mittlerweile anerkannt. Für mich heisst das, dass man da eine Schwäche hat , wie andere vielleicht zu Magengeschwüren neigen wenn sie Stress haben. Ich selber habe seit 24 Jahren eine depressive Erkrankung.
Ich weiss wie du dich fühlst.

Anscheinend glauben viele Ärzte, dass Antidepressiva sofort greifen müssen.
Aus meiner Erfahrung ist dem nicht so, bei mir wurde es genau nach 3 Wochen besser. Bis dahin lag ich bei meiner Mutter zu Hause im Bett und habe mich mit Tavor über Wasser gehalten. Ich hatte bis dahin keinerlei Erfahrung mit Medikamenten und habe mir die Verbesserung garantiert nicht eingebildet.
Das Tavor habe ich dann ganz schnell abgesetzt und dann habe ich ein halbes Jahr im Studium pausiert und mich erstmal erholt von 5 Monaten Depressionen, Angst usw. Ich war wirklich schwer suizidal, aber ich habe es mit eisernem Willen und der Familie geschafft.

Ich komme aus dem naturwissenschaftlichen Bereich und kenne mich ein bisschen aus mit ZNS, den Rezeptoren usw. Was aber genau im Gehirn bei einer Depression passiert, weiss man noch nicht und was genau einem Menschen hilft ist auch unklar.
Dr Florian Holsboer forscht auf diesem Gebiet der personalisierten Medikamentengabe und ich hoffe immrr, dass es mal etwas gibt, was WIRKLICH hilft.

Lamotrigin nehme ich auch, es ist zwar ein Antikonvulsiva, aber dient der Stimmungsstabilisierung. Ich denke es ist bei dir richtig und würde es wie auch Jamie sagt erhöhen. Der Haarausfall ist sicherlich beängstigend, aber im Vergleich zu deinem jetzigen Zustand bestimmt zu ertragen. Sie werden nachwachsen, wenn du irgendwann stabilisiert bist und es evtl reduzieren kannst.

Was mich erschreckt und ich persönlich für falsch halte ist dieses schnelle Medikamentenwechseln, aufdosieren und abdosieren. Ich würde dem ZNS Zeit geben sich zu beruhigen und auf die Medikamente zu reagieren. Es gibt eine Blut-Hirn Schranke, die diese Medikamente überwinden müssen.
Neurotransmitter müssen gebildet werden, der Körper braucht dazu gute Lebensmittel.
Ein Serotonin Wiederaufnahme Hemmer bedeutet, dass das Serotonin länger zwischen den Nervenzellen die Signalübertragung aufrecht erhält. Der Körper bildet eigenes Serotonin, was wirken muss. Das Medikament verlängert nur die Wirkzeit.
Es steht in der Literatur, dass die SSRI etwas besser wirken als Placebo, aber es gibt wohl einige Menschen, die wirklich sehr davon profitieren.
Aber der Körper braucht Zeit, er ist keine
Maschine. Er muss die eigentliche Arbeit selber schaffen.
Ich kann dir nicht sagen, welches AD bei dir sinnvoll ist, aber wechsel bitte nicht ständig die Medikamente.

Zur Verhinderung schlimmerer Suizidalität könnte es sinnvoll sein, dass du dich mit einer festen Menge Tavor stabilisierst. Und dann musst du den Zustand versuchen auszuhalten und Ruhe bewahren, bis dein Körper wieder in ein Gleichgewicht findet. Bei Depressionen gibt es keine Wunder, sondern man braucht Geduld.

Falls mir noch etwas einfällt schreibe ich es dir, für Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung.
Ich bin kein Arzt, nur Betroffene mit etwas Kenntnis der Hirnchemie und vielem angelesenen Wissen.

Ich habe auch schon Paroxetin, Mirtazapin und Trevilor versucht. Wunder gibt es nicht, bei vielen kommt es zu einer Verbesserung durch die Medikamente und das braucht seine Zeit.
Dazu sollte man dann vielleicht auch Therapie machen, aber dafür braucht es erstmal Stabilität.

Ich drück dich und du behalte die Hoffnung, auch wenn ich weiß, dass man das in so einem Loch nicht mehr glauben kann. Es wird wieder besser.

Liebe Grüsse Sarah
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaenguru70 für den Beitrag (Insgesamt 2):
ClariceEva
► Text zeigen

Kaenguru70
Beiträge: 44
Registriert: Donnerstag, 05.04.18, 17:58
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 35 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Kaenguru70 » Dienstag, 17.04.18, 9:51

Hallo,
Was mir noch einfällt,
Bitte keinen Alkohol, verschlimmert Depressionen und Ängste.

Du hast einen schmerzlichen Verlust erlitten und deinen Partner verloren, so etwas kann kein Medikament auffangen, deine Seele braucht Zeit, das zu verarbeiten.

Komm bitte nicht auf die Idee jetzt alles kalt abzusetzen, das ist das allerschlimmste was du tun kannst.

'Falls' nochmal ein Medikamentenwechsel angesagt sein sollte, es gibt Meinungen, dass die alten Trizyklika besser wirken als die neueren SSRI. Man soll ja dann schonmal die Substanzklasse wechseln.

Tavor würde ich regelmäßig nehmen, also eine konstante Dosis jeden Tag. Ob du es jetzt ein paar Wochen länger nimmst ist bestimmt jetzt nicht mehr verschlimmernd, um das Absetzen kümmer dich, wenn du dich erholt hast und dann bitte laaaangsam.

Wenn du zu stark suizidal bist gehe in ein gutes Krankenhaus, um dich selber zu schützen. Du schreibst aber auch von deinen Eltern, vielleicht können sie dir auch den nötigen Halt geben da jetzt durchzukommen. Das liegt in deiner Verantwortung.

Alles alles Gute.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kaenguru70 für den Beitrag:
Eva
► Text zeigen

gioia
Beiträge: 102
Registriert: Montag, 11.12.17, 13:56
Hat sich bedankt: 175 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Dienstag, 17.04.18, 11:15

Hallo Julie :hug:

Dieses schnellen Sprünge rauf runter mit einem SSRI oder SNRI sind sicher nicht gut.

ich habe auch Escitalopram und MIrtazapin gekriegt, war aber eigentlich nicht depressiv sondern massiv überarbeitet und hatte Schlafstörungen. Mich haben diese Medikamente fast umgebracht. Mein einziger rettungsanker in der Zeit war ein Benzo.

Wegen Lyrika/Pregabalin hab ich auch im extra Thread dazu geschrieben, wie ,toll' das war damit.

viewtopic.php?f=6&t=7964

Für mich persönlich waren SSRI und SNRI, als auch Lyrika ein Untergang, während das Benzo mich als einziges Medikament mich über Wasser gehalten hat. Aber natürlich reagiert auch jeder auf Benzos anders. Ich hatte davon nie negative NW.

Liebe Julie wenn du das Gefühl hast auf etwas paradox zu reagieren, wäre es gut, es vorsichtig aber zügig runterzudosieren.
Psychiater in KH können auch nicht in deinen Kopf schauen und wissen, wie es gerade deinem Serotonin, dopamin, noradrenalinspiegel etc. geht.....sie können auch nur herumraten.....was umso gefährlicher wird je gereizter dein ZNS schon ist.

Du schreibst in deiner Signatur massive NW TROTZ vieler Medikamente......liebe Julie, ich seh das so...massive NW WEGEN vieler Medikamente.

Vielleicht können dich deine Eltern durch diese sicher harte Zeit des Absetzens durchbegleiten?

Alles Gute :hug:
Gioia
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor gioia für den Beitrag (Insgesamt 3):
padmaClariceEva
Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, Nachtschweiß über Monate
2018: Auswirkung bis heute

jueliekrie
Beiträge: 24
Registriert: Samstag, 26.11.16, 10:24

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von jueliekrie » Dienstag, 17.04.18, 16:59

Hallo und danke und Hilfe. War grad in der Ambulanz und die haben Escitalopram 5 mg abgesetzt ab sofort und Mirtazapin auf 60 mg erhöht. Was soll ich davon halten??? Danke vorab. Ich kann niemandem mehr vertrauen und in meinem Kopf gibt es nur noch Grübeleien über Medikamente, was, wieviel, hoch, runter, es hört nicht auf!! Ich drehe echt durch, war gestern und heute bei insgesamt drei verschiedenen Ärzten, es ist alles nur noch Horror... Bitte helft mir. Gruß Juelie
Diagnosen: Persönlichkeitsstörungen, Ängste, schwere Depressionen
2005: Erstmals Psychiatrie 4 Monate wegen Ängsten und Depressionen, 40 mg Fluctin, 400 mg Quetiapin, stabil entlassen
2006: Reduktion, Psychiatrie, Medikation wie oben, zusätzlich Carbamazepin, stabil entlassen
2006: Carbamazepin abgesetzt, ok
2009: Reduktion, Psychiatrie, Fluctin greift nicht mehr nach Aufdosierung auf 60 mg, Umstellung auf 150 mg Trevilor und Lithium, stabil entlassen
2009: Lithium abgesetzt wegen heftigem Haarausfall und heftiger Psoriasis, ok
2012: Reduktion Trevilor auf 75 mg, Psychiatrie, Umstellung auf Cymbalta, greift nur mäßig, Umstellung auf Escitalopram 20 mg, greift nicht, zusätzlich 200 mg Lamotrigin, stabil entlassen
2012: Lamotrigin abgesetzt wegen Haarausfall, Psychiatrie, stabil entlassen, Medikation 20 mg Escitalopram und 200 mg Quetiapin
2013 - 2015: langsame Reduktion auf 10 mg Escitalopram und 100 mg Quetiapin, ok
2016: Absetzen von Escitalopram von 10 mg auf 0 mg in 6 Wochen, Psychiatrie, Escitalopram von 0 mg auf 20 mg, greift nicht mehr, Umstellung auf 30 mg Mirtazapin und Absetzen von Escitalopram von 20 mg auf 0 mg innerhalb von 4 Tagen in Psychiatrie (!!!), Erhöhung von Quetiapin von 100 mg auf 400 mg, nichts greift, zusätzlich Tavor 2 mg über 4 Monate lang, irgendwann Lamotrigin 50 mg dazu, ok
2017: Absetzen von Tavor, ok, Absetzen von Lamotrigin von 50 mg auf 0 mg wegen Haarausfalls, ok
2017 - 2018: Reduktion von Escitalopram von 10 mg auf 5 mg innerhalb von 6 Monaten, erst ok, dann plötzlich Krise, wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohe Einnahme von Vitamin D
2018: Erhöhung von Escitalopram von 5 mg auf 10 mg, greift nicht mehr, zurück auf 5 mg
2018: Eindosierung von Lamotrigin von 0 mg auf 50 mg aus Verzweiflung
Ich weiß das alles leider nicht mehr so genau, deshalb sind alles ungefähre Angaben... Fast alle Reduktions- und Absetztversuche habe ich selbstständig unternommen... Bei jeder Reduktion waren die Entzugserscheinungen so heftig und schwer, dass bei jeder Krise ab 2006 Tavor zum Einsatz kam (0,5 - 2 mg pro Tag) teilweise wochenlang bzw. monatelang, Absetzen jeweils ohne Probleme
Aktuelle Medikation: 30 mg Mirtazapin, 300 mg Quetiapin, 5 mg Escitalopram, 50 mg Lamotrigin, 0,5 - 1,5 mg Tavor, absurd: Suizidgedanken durch Heftigkeit der Symptome trotz dieser Masse an Medikamenten, massiver Haarausfall, schmerzende Neuralgie von ein paar Zähne rechts oben

Gwen
Team
Beiträge: 1328
Registriert: Donnerstag, 12.01.17, 12:31
Hat sich bedankt: 1336 Mal
Danksagung erhalten: 2735 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von Gwen » Dienstag, 17.04.18, 17:30

Hallo Jueli,

wenn Du Suizidgefährdet bist, solltest Du Dich in einen geschützten Rahmen, am Besten in eine Klinik begeben.
Hast Du das bei Deinem Ambulanztermin angesprochen?

Viele Grüße Gwen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Gwen für den Beitrag (Insgesamt 4):
gioiaUlulu 69padmaSunshine71
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

gioia
Beiträge: 102
Registriert: Montag, 11.12.17, 13:56
Hat sich bedankt: 175 Mal
Danksagung erhalten: 227 Mal

Re: Escitalopram u.a. / keine Stabilität mehr

Beitrag von gioia » Dienstag, 17.04.18, 18:16

Hallo Julie

Ich denke nicht dass das einen Sinn hat von einem zum andern zu rennen. Fragst du drei Psychiater kriegst du drei verschiedene Einschätzungen und vor allem Dosierungen.

Das Escitalopram sofort abzusetzen ist schon Stress genug für dein ZNS im Moment. Dann noch das MIrtazapin auf 60 raufzusetzen die nächste Herausforderung für dein Gehirn.
Es wird leider keine schnelle Lösung dafür geben, indem du an den Dosierungen herumschraubst.

Du hast selbst gesagt, dass du hier schon viel gelesen hast. Dann weißt du ja, was hier empfohlen wird, oder?

Alles Gute!! :hug:
Gioia
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor gioia für den Beitrag (Insgesamt 3):
Ululu 69padmaSunshine71
Burnout, Schlafstörung Sommer 2016

2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, Nachtschweiß über Monate
2018: Auswirkung bis heute

Antworten