Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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neuling
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Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon neuling » Freitag, 12.08.16, 16:09

Guten Tag,
bin neu hier und brauche dringend Rat. Hatte bis vor ca. 3 Monaten noch nie was mit Psychopharmaka zu tun. Jetzt häng ich mittendrin.

Grund der Einnahmen war, das ich schon länger krank bin und keiner weis was los ist. Dann hab ich eine schlechte Nachricht erhalten und hab mich derart reingesteigert. Richtig in Panik. Konnte gar nicht mehr schlafen. So ging es leider los.

Hab im Krankenhaus Schlaftabletten (glaube Oxacepam) ein paar TAge erhalten (Mitte Mai)

dann Vollnarkose (abends eine Diazepam im KH)

vom Hausarzt Mirtazapin 7,5mg und Zolpidem (1x) Zolpidem ersetzt durch Bromazepan, dies ab Anfang Juni

dann vom Neurologen ab ca. Mitte Juli Mirtazapin 15mg, (dann 3 Tage später auf 30mg) + Olanzapin 2,5mg + Dominal 80mg Tagesdosis

4 Tage später Umstellung : Mirtazapin auf 22,5mg + Olanzapin hab ich abgesetzt (sollte sogar erhöhen!) w/ Herzproblemen + statt Dominal jetzt Dipiperon 40 mg als Schlafmittel

Dominal und Dipiperon lt. Neurologe nur als Schlafmittel ( kann ich selber absetzen)

aktuell nehm ich seit Ende Juli nur noch Mirtazapin 15 mg

Mir geht's total schlecht. Bin schwindlig und benommen. Kann gar nicht klar denken. Schlafen geht mit Mirtazapin so leidlich. Bin sehr unruhig.
Hab mit Hausarzt gesprochen wegen diesem Durcheinander. Meinte ich kann Mirtazapin ja mal auf 30mg erhöhen und evtl. Opipramol dazunehmen.

Neurologe hat Urlaub.

Will nichts mehr ausprobieren. Hab mich zu spät schlau gemacht.

Was könnte ich machen? Nehme aktuell nur noch 15mg Mirtazapin. Hab mal nur 7,5mg genommen, weil ich die auch weg will. Ging nicht gut.

Danke im Voraus

Neuling

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Re: Medikamentencockteil - brauche dringend Rat

Beitragvon padma » Freitag, 12.08.16, 16:50

hallo Neuling, :)

willkommen im ADFD

bin neu hier und brauche dringend Rat. Hatte bis vor ca. 3 Monaten noch nie was mit Psychopharmaka zu tun. Jetzt häng ich mittendrin.

Gut, dass du so schnell zu uns gefunden hast. Wichtig ist jetzt systematisches Vorgehen und keine weiteren Experimente.
Wir werden dich unterstützen, brauchen aber noch mehr Informationen:

Grund der Einnahmen war, das ich schon länger krank bin und keiner weis was los ist.

Wie äussert sich diese Krankheit? Gibt es eine Verdachtsdiagnose?

Dann hab ich eine schlechte Nachricht erhalten und hab mich derart reingesteigert. Richtig in Panik. Konnte gar nicht mehr schlafen

Das kann passieren, dass man aufgrund einer schlechten Nachricht in Panik gerät und nicht mehr schlafen kann. Bis du deswegen in eine Klinik gegangen? Psychatrie?

dann Vollnarkose (abends eine Diazepam im KH)

Wurde also doch was gefunden?

Hast du die ganzen Medikamente zum Schlafen bekommen?

Mir geht's total schlecht. Bin schwindlig und benommen. Kann gar nicht klar denken. Schlafen geht mit Mirtazapin so leidlich. Bin sehr unruhig.

Das ist nach dem ganzen Medikamentenchaos kein Wunder.

Wielange und in welcher Dosis hast du Bromazepam denn genommen? Hattest du Symptome beim Absetzen?

aktuell nehm ich seit Ende Juli nur noch Mirtazapin 15 mg

Hab mit Hausarzt gesprochen wegen diesem Durcheinander. Meinte ich kann Mirtazapin ja mal auf 30mg erhöhen und evtl. Opipramol dazunehmen.

Ich würde jetzt nichts an der Dosis ändern und keinesfalls weitere Medikamente ausprobieren. Dein Nervensystem muss sich erstmal beruhigen.

Könntest du bitte noch eine Signatur mit genauen Angaben deines Medikamentenverlaufs, mit Dosisangaben und Daten erstellen? app.php/rules Punkt 2 c

soviel fürs erste,
liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Absetzverlauf:
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1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Medikamentencockteil - brauche dringend Rat

Beitragvon TeaTime » Freitag, 12.08.16, 16:51

Hallo Neuling,

schön, dass Du Dich hier angemeldet hast, willkommen im Forum.

Die Ratschläge zu Deinen Medikamenten wirst Du noch von anderen bekommen.
Aber der Hinweis, dass Du Psychopharmaka bekommen hast, weil keiner weiß was los ist, ist ja eine tolle Diagnose.

Je nachdem, was das für eine Nachricht war, ist eine etwas heftige Reaktion wohl normal.Vermute ja mal, dass es was mit Deinem anschließenden Krankenhausaufenthalt zu tun hatte.

Mirtazapin und Zolpidem habe ich selber lange genommen, um schlafen zu können.
Bei Mirtazapin ist die sedierende Wirkung allerdings nur bei 7,5mg und 15mg gegeben. Wenn Du höher dosierst/dosieren sollst, wirkt es eher stimmungsaufhellend, die einschlaf-fördernde Wirkung ist dann leider weg.

Die "Aufstockung" auf 22,5 und auf 30mg hatte ich kurzfristig auch, weil sich ein Neurologe in meine Mediaktion eingemischt hat. Vertragen habe ich das Mirtazapin dann nicht mehr. Und bin wieder runter. Allerdings waren das immer nur einige Tage, ich meine 5, pro Erhöhung, deshalb konnte ich wohl auch problemlos, in genau diesen Schritten wieder runterdosieren.
Direkt von 15mg auf 30mg ist schon ein großer Schritt.

Beim Absetzen des Mirtas hatte ich trotz jahrelanger Einnahme, keine Probleme, wobei ich auch nicht in 7,5g Schritten reduziert habe, sondern immer einen Brocken weniger. VORSICHT; DAS SOLLTE MAN NICHT MACHEN !!! Bei den meisten Betroffenen funktioniert das nur, wenn man genauer vorgeht !!!! Bei mir ging es schnell und ohne Probleme, aber das ist eine Ausnahme !!!!

Du hast ja nun einiges Hin-und Her in Deiner Medikation, deshalb solltest Du das sehr langsam angehen, dazu wirst Du hier einige hilfreiche Tipps bekommen.

Vermute, dass Du erst mal auf den 15mg bleiben sollst, bis Du stabil bist, und dann langsam in kleinen 10% Schritten, die auch immer mehrere Wochen gehalten werden, reduzieren sollst.
Wie Du das hinbekommst, wird man Dir hier noch genau schreiben.

Zumindest kann ich Dir sagen, dass Du es hinbekommen wirst, nur ein wenig geduldig sein musst.

Bei solchen Medikamenten muss sich ein gleichmäßiger Spiegel aufbauen, und durch ständige Änderungen wird man meistens große Probleme haben.

Lieben Gruß, und schön, dass Du hier bist,

TeaTime
Zuletzt geändert von TeaTime am Freitag, 12.08.16, 20:39, insgesamt 7-mal geändert.
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"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

TeaTime
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Re: Medikamentencockteil - brauche dringend Rat

Beitragvon TeaTime » Freitag, 12.08.16, 16:52

Padma war schneller ;o)))
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Re: Medikamentencockteil - brauche dringend Rat

Beitragvon neuling » Samstag, 13.08.16, 16:48

Hallo,
hallo padma,

ja, die ganzen Medikamente hab ich zum Schlafen bekommen und zur Beruhigung. Konnte zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht schlafen und war über einige Tage komplett in Panik, da eine schwere Krankheit vermutet wurde. Hänge diesbezüglich immer noch in der Luft.

Die Bromazepam habe ich ca. 2,5 Wochen am Stück genommen, jeweils eine drittel Tablette = 2mg. Diese sollte ich dann einfach weglassen und zunächst durch die Dominal, ein paar Tage später durch Dipiperon ersetzen. Letztere habe ich jeweils nur 4-5 mal genommen.

Ob ich Absetzsymptome vom Bromazepam habe kann ich gar nicht beurteilen, da ja gleich ersetzt wurde.
Habe z.Zt. als Symptome extremen Schwindel und Benommenheit, Gefühl jederzeit umzukippen und bin zittrig und total schwach. Kann aber trotzdem nicht ausruhen.

Nehme jetzt seit ca. 2 Wochen nur noch das Mirtazapin (leider in unterschiedlichen Dosierungen, weil ich runterwollte). Seit einigen Tagen aber konstant 15 mg.

Habe die ganzen Medikamente jeweils nur kurz genommen. Bromazepam leider 2,5 Wochen (lt. Arzt kein Problem in der Dosierung) und das Mirtazapin jetzt schon seit Anf. Juni.

Könnt Ihr mir bitte einen Ratschlag geben, was ich tun kann/soll.
Hängen die Symptome noch mit den verschiedenen Benzos zusammen, besonders dem Bromazepam und dem Oxacepam ( hatte auch noch ganz am Anfang einmal eine Tavor 1mg).

Signatur versuch ich noch zu erstellen.
Danke
neuling
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!

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Re: Medikamentencockteil - brauche dringend Rat

Beitragvon LinLina » Samstag, 13.08.16, 17:16

Hallo Neuling :-)

auch von mir willkommen im Forum.

Das ist ja ein ziemliches Durcheinander :-( zum Glück hast du die Medikamenten nur kurze Zeit genommen, da hast du gute Chancen dass du dich bald wieder stabilisieren kannst und ohne Medikamente zurecht kommst.

Wie lange hast du genau die Benzos genommen (Tavor + Oxazepam + Diazepam + Zolpidem + Bromazepam)? Die Benzos und Zolpidem wirken alle sehr, sehr ähnlich, deswegen ist für die Frage, ob du evtl. schon abhängig warst, vor allem die Gesamtzeit der Benzoeinnahme wichtig.

Wie lange genau nimmst du jetzt keine Benzos mehr?

Du siehst, es ist ganz wichtig genaue Infos über die Medikamenteneinnahme zu haben, möglichst genaue Zeit- und Dosierungsangaben um deine Situation einschätzen zu können.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass dein jetziger Zustand mit vom Absetzen der Benzos kommt, zusammen mit der Irritation durch die ganzen anderen Medikamente, die Narkose und die Aufregung.

Seit wann genau fühlst du dich so zittrig und schwach?

Ich würde am ehesten jetzt alles erstmal so lassen wie es ist, das heißt die 15 mg Mirtazapin weiter nehmen und nichts anderes mehr bis du dich ein wenig beruhigt hast (keine Unterschiedlichen Dosierungen mehr). Danach kannst du langsam anfangen auszuschleichen.

Tendenziell dauert es einige Wochen, bis man sich von dem Durcheinander ein wenig erholt und stabiler fühlt.

Wann bekommst du denn genauere Informationen bezgl. deiner Gesundheit?

Liebe Grüße,
Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Seit 2014 chronische Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle) und OP wegen Tumorverdacht

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
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Seit 3.10.2017: 0,55 mg Mirtazapin / Mein Thread

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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon neuling » Samstag, 13.08.16, 23:08

Hallo Lina,

danke für deine Antwort.
Die Benzos habe ich insgesamt ca. 30 Tage genommen. Oh mein Gott.

Habe jetzt große Sorge das ich deshalb so große Probleme habe. Mein Arzt meinte Bromazepan kann man schon mal länger nehmen.
Musste da bis zum Termin beim Neurologen überbrücken.

Nehme jetzt seit 17.07. keine Benzos mehr ein. Nie wieder.

Bin dauernd schwindlig und benebelt. Habe das Gefühl umzufallen und bin total zittrig. Fühle mich sehr schlecht.
Soll ich den Arzt auf die Benzos ansprechen? Ist es sinnvoll, da noch was zu machen. Oder muss ich da jetzt durch nach 4 Wochen ohne?

Bin ganz schön fertig. Schwerste Zeit .
Danke
neuling
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
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Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon LinLina » Samstag, 13.08.16, 23:55

Hallo Neuling,

das glaube ich, dass es gerade ziemlich schwer ist :hug:

Es könnte sein, dass du nach 30 Tagen schon eine gewisse körperliche Gewöhnung entwickelt hattest. Es ist sehr unterschiedlich, bei manchen passiert das schon nach 2 Wochen, bei anderen erst nach Monaten. Aber da würde ich jetzt nichts mehr machen, und keine Benzos mehr einnehmen, sonst würdest du eher Gefahr laufen eine stärkere Abhängigkeit zu entwickeln.

Wie lange nimmst du nun schon 15 mg Mirtazapin, ohne Dosisveränderung?

Das hin- und her hat sicher noch Auswirkungen. Versuche, möglichst viel Geduld zu haben, und dir gut zu zureden. Gut für dich selbst zu sorgen und viel Stabilität ist jetzt wohl das wichtigste, was du tun kannst damit es möglichst bald besser wird :hug:

Liebe Grüße,
Lina
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Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon Lisamarie » Sonntag, 14.08.16, 10:30

hallo Neuling, ich würde jetzt auch kein Benzo mehr einschleichen, das ganze Medikamentenchaos wirkt bei dir noch nach, du hast sicher ein sehr gereiztes ZNS von den ganzen Medikamenten, ich würde jetzt erstmal nichts an der Mirtazapindosis ändern und abwarten bis es dir besser geht und dann langsam runterdosieren.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen, berufsunfähig.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon neuling » Sonntag, 14.08.16, 11:42

Hallo,
danke für die Antworten. Je mehr ich lese, desto geschockter bin ich.

Kann bitte vielleicht noch jemand Info bezüglich der kurzen Einnahme der NL geben? Hab ich einfach so abgesetzt.
Und auch noch wegen der Benzo.

Mir geht es gar nicht gut und ich weis nicht was ich tun soll.

Danke
neuling
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!

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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon Jamie » Sonntag, 14.08.16, 11:46

Guten Morgen neuling.

Willkommen im Forum :)

Die Benzos habe ich insgesamt ca. 30 Tage genommen. Oh mein Gott.

Habe jetzt große Sorge das ich deshalb so große Probleme habe. Mein Arzt meinte Bromazepan kann man schon mal länger nehmen.
Musste da bis zum Termin beim Neurologen überbrücken.

Nehme jetzt seit 17.07. keine Benzos mehr ein. Nie wieder.

Bin dauernd schwindlig und benebelt. Habe das Gefühl umzufallen und bin total zittrig. Fühle mich sehr schlecht.
Soll ich den Arzt auf die Benzos ansprechen? Ist es sinnvoll, da noch was zu machen. Oder muss ich da jetzt durch nach 4 Wochen ohne?

Bin ganz schön fertig. Schwerste Zeit .


Ich fürchte, du bist bereits abhängig geworden durch die vier Wochen Einnahmezeit.
Dass man Bromazepam "mal länger" nehmen kann, können wir hier nicht bestätigen.
Alle Benzos haben massives Suchtpotential, aber es gibt auch den Faktor X und das ist die individuelle Reaktion des Betroffenen darauf.
Manche Menschen sind schon nach 3 Wochen Einnahme massiv süchtig / abhängig, andere können es sechs oder acht Wochen nehmen und es geht gut und sie können es ziemlich einfach absetzen. Da steckt man nicht drin.

Dieses Dauerbenebelte und Dauerschwindelige interpretiere ich als Entzugssymptome vom Benzo,ebenso das Zittrige. Das sind ganz typische Entzugsschilderungen. Selbstverständlich spielt da auch das ganze andere Medikamentenchaos noch mit rein, sodass man es nicht zu 100% abgrenzen kann, aber vermutlich machst du gerade einen Entzug durch.
Du bist an einer heiklen Wegbiegung - meines Erachtens hast du es gerade noch mit ach und krach geschafft von den Bezons wegzukommen und ich würde dir empfehlen, es nicht wieder einzudosieren, sondern den Entzug durchzustehen und über dich ergehen zu lassen.
Mit 4 Wochen Einnahme stehen die Chancen sehr gut, dass dein Befinden sich in einigen Wochen schon etwas gebessert haben wird und auch über die kommende Zeit bessern wird - vorausgesetzt man findet auch eine akzeptable Lösung für deine anderen Medikamente.
Du brauchst jetzt Geduld und solltest sanft zu dir sein, damit sich dein ZNS beruhigen kann.

Ich drücke dir die Daumen :group: . Bei Fragen, Problemen etc. - melde dich bitte (rechtzeitig!) :)
Grüße
Jamie
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:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon neuling » Sonntag, 14.08.16, 16:48

Hallo nochmal,

brauche dringend Rat.

Habe vergessen das ich im März 16 für ca. 2-3 Wochen Opipramol 25 mg/ TAg genommen habe.
Habe das einfach so abgesetzt, da die Ärztin (war eine andere Neurologin) meinte kann man jederzeit in der Dosierung machen.

Danach war mir oft schwindlig und Muskelschmerzen. Da ich das vor der Einnahme auch schon hatte, dachte ich nicht an die Tabletten als Ursache.

Und dann ab Mai dieses Durcheinander von den Ärzten. Ich war damals so erschöpft, das ich das - zwar sehr widerwillig- so gemacht habe.

Was kann ich den jetzt noch tun und weis jemand wegen den NL einen Rat.
Es ist alles durcheinander und ich hab sehr viele Symptome.

Bitte um Antwort
neuling
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
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Ging nicht.
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4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon LinLina » Sonntag, 14.08.16, 17:04

Hallo neuling,

was jetzt wichtig ist, ist wohl möglichst viel Stabilität und erstmal nichts mehr an deinen Medikamenten ändern. Die kurzzeitige NL-Einnahme und das Opipramol ändern an diesem Ratschlag nichts, das hat sicher zu deinem Durcheinander beigetragen - aber es ist nun mal passiert, und jetzt heißt es viel Geduld haben und bis auf das Mirtazapin in gleichbleibender Dosis wenn möglich nichts mehr einnehmen.

Tipps zum Umgang mit den Symptomen findest du auch hier viewforum.php?f=50

Zu Schlafproblemen viewtopic.php?f=57&t=9278

Liebe Grüße,
Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Seit 2014 chronische Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle) und OP wegen Tumorverdacht

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
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Seit 3.10.2017: 0,55 mg Mirtazapin / Mein Thread

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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon neuling » Dienstag, 16.08.16, 13:53

Hallo,
muss mich nochmal melden.
Habe jetzt einiges gelesen und trau mich nun zu schreiben, das ich sehr viele "komische" Sachen habe.
Der Dauerschwindel ist eher so ein Gefühl des weggetreten sein. Auch kann ich keine 5 Minuten ruhig sitzen, obwohl ich wahnsinnig erschöpft bin.
Habe das Gefühl ins Leere zu laufen und gar nicht richtig da zu sein.
Als ob in meinem Gehirn was falsch geschaltet ist. Auch hab ich Herzprobleme (wie wenn jemand zudrückt und dann loslässt), also nicht Herzrasen.
Habe und hatte noch nie eine Panikattacke. Oh hätt ich doch nie die Opipramol-Tabletten "versuchsweise lt. Neurologe " ausprobiert. Ich hätte diese schrecklichen Tabletten nie gebraucht, sie haben mich nur tief nach unten gezogen. Sollten gegen Schwindel helfen, der ja evtl. psych. sein kann. Ich war mir aber sicher, das er nicht daher kommt. Hab es aber dann nach ein paar Monaten doch versucht. Geholfen hat es gar nicht, nur das ich die schlimmste Zeit meines Lebens seither durchlebe. Und man kann es kaum jemand verständlich machen, ohne das die meinen man ist "verrückt". Den schließlich machen die Tabletten ja nicht abhängig und in so kurzer Zeit schon zweimal nicht, haha.

Danach nicht erkannt, das ich so nicht hätte einfach aufhören dürfen. Die Symptome wurden sozusagen fehlgedeutet von mir und dann auch von den Ärzten. Dann kam die Panik wegen einer anderen vermuteten, schweren Krankheit und ich hab mich so reingesteigert, das ich überhaupt nicht mehr schlafen konnte. Und um wieder zu schlafen bin ich in meiner Not in die Ambulanz gefahren. Siehe zusätzliche Medikamente. Jetzt im nachhinein auch ein großer Fehler.

Kann seit Monaten nichts mehr machen. Bin total hilflos, denn das glaubt mir keiner, das es von den Tabletten kommt. Habs ja bis vor ein paar Tagen selbst nicht im Zusammenhang gesehen. Aber nachdem ich hier viele Fälle gelesen habe, die ähnliche Symptome haben ist mir ein Licht aufgegangen.

Höre öfter: reiss dich zusammen oder geh in eine Klinik, da wird dir geholfen. Aber ich hab ja gar kein psychosomatisches Problem. Was sollen die dort machen ?

Möchte einfach wieder "normal " und klar im Kopf sein.

Über positive Verlaufsberichte würde ich mich freuen, denn momentan schaut es für mich sehr aussichtslos aus. Und das nach so kurzer Zeit.
Befürchte das hat mein Leben zerstört.

War heute bei Neurologin und habe Ihr den gesamten Ablauf geschildert, mit dem Fazit, das Sie meinte dann soll ich das Mirtazapin auch weglassen da ich ja nicht dahinter steh. Und über die NL die von der Ambulanz verschrieben wurden hat Sie den Kopf geschüttelt. Meinte aber, die sind ja schon längst wieder draußen.

Über Nachricht würde ich mich freuen
neuling
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
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Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
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5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
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2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon LinLina » Dienstag, 16.08.16, 14:25

Hallo Neuling,

oje, ja da hast du anscheinend wirklich viele typische Symptome durch das Medikamenten-Durcheinander. Das glaube ich, dass es sehr erschreckend ist wenn man da so völlig unvorbereitet und plötzlich reingerät :hug:

gut, dass du gemerkt hast dass es durch die Medikamente nicht besser, eher schlimmer wurde. Du hast sehr gute Chancen dass es bald wieder etwas besser wird, denn du hast ja zum Glück sehr früh dieses Forum hier gefunden. Manche gehen Jahre durch dieses Chaos, bis mal der Verdacht aufkommt, dass auch die Nebenwirkungen und das Absetzen zu einer verschlechterung geführt haben.

Könntest du nochmal genau nachdenken, wann genau die einzelnen Symptome aufgetreten sind? Besonders in Zusammenhang mit der Mirtazapin - Einnahme und des Benzo-Absetzens?

Umso genauer du den Verlauf der Symptome im Zusammenhang mit der Einnahme und dem Absetzen der einzelnen Medikamente beschreiben kannst, umso besser kann man deine Situation einschätzen.

Wann fing es genau an, mit dieser extremen Unruhe, dem nicht still sitzen können? Man nennt das Akathisie, es ist sehr quälend aber es geht wieder vorbei. wichtig wäre zu wissen, ob es eher durch das Absetzen der Benzos kam, oder durch die Einnahme von Mirtazapin.

Mirtazapin kann, vor allem in höheren Dosierungen, Unruhe auslösen und gleichzeitig schwere Erschöpfung. Bei 15 mg ist das noch nicht so häufig, aber es ist nicht ausgeschlossen, deswegen wäre es sehr wichtig einzuordnen, ob es durch das Medikament ausgelöst wird oder einfach noch Folge des Durcheinanders und des Benzo-Absetzens ist.

Wie ging es dir denn, als du kurz auf 7,5 mg runter gegangen bist? Ist die Unruhe dann stärker oder weniger geworden?

Liebe grüße :hug:
Lina

P.S. kennst du schon unseren Artikel zum gereizten Nervensystem? viewtopic.php?f=19&t=9910

Vielleicht hilft dir das, besser zu verstehen was aktuell mit dir los ist.
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Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon neuling » Dienstag, 16.08.16, 15:43

Hallo Lina,

danke für deine Antwort. Ich kann leider nicht sagen wann die Symptome aufgetreten sind, da ich das Mirtazapin und das Bromazepam ja gleichzeitig eingenommen habe. Das Bromazepam wurde ja dann "ersetzt" durch Dominal bzw. Dipiperon welches ich schnell wieder weggelassen habe. Wurden mir als Schlafmittel das nicht abhängig macht "verkauft".

Bei Reduzierung des Mirta auf 7,5mg für eine Einnahme konnte ich nicht schlafen, deshalb hab ich wieder 15mg genommen. Sollte ja lt. Neurologin eigentlich auf 30mg gehen. Die Erhöhung hab ich einmal gemacht und dann nicht wieder.
Ein heilloses Durcheinander. Hab von Anfang an nicht dahinter gestanden, aber wollte nur noch schlafen.

Aber wenn ich es irgendwie aushalte möchte ich auf keinen Fall mehr aufdosieren. Ist aber sehr schwierig. Bin total am Boden. Wüsste aber auch nicht was.

Habe in deiner Vorstellung gelesen das Du auch 2 verschiedene Mittel ausschleichen musstest. Darf ich fragen wie Du es bei den Benzos geschafft hast? Ich hoffe, ich schaffe das so schnell und gut wie möglich.

Hab allerdings jetzt schon kaum noch Kraft, da ich vorher schon so abgebaut hatte und immer noch im Nacken das da noch was ist.

Dem Artikel nach kann das ja noch ewig dauern. Ich hab aber keine Ärzte die sich darum kümmern.

LG
neuling
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon LinLina » Dienstag, 16.08.16, 16:41

Hallo Neuling :-)

ich verstehe, aber sind die Symptome aufgetreten, als du das Bromazepam und das Mirtazapin angefangen hast einzunehmen, oder als du das Bromazepam abgesetzt hast, oder schon viel früher?

Das wäre wichtig.

Ich denke, das Benzo bist du schon los, oder? Du hast es wirklich nicht lange eingenommen, und brauchst es zum Glück nicht ausschleichen wenn du es jetzt aushalten kannst. Ich würde wirklich versuchen da jetzt stark zu bleiben, und keine Benzos mehr zu nehmen.

Mein Benzo-Entzug war schneller, als hier im Forum empfohlen wird - und es war die meiste Zeit ein gerade so überleben und durchhalten, frag nicht wie :-( das würde ich eher nicht empfehlen. Es muss aber nicht so schrecklich sein, auch das Mirtazapin abzusetzen ist halbwegs aushaltbar wenn man es ganz langsam macht.

Jetzt ist für dich doch sowieso erstmal stabilisieren dran, übers runter dosieren würde ich erst nachdenken wenn die Symptome etwas nachgelassen haben.

Deine Gefühle/Ängste kann ich nachvollziehen, ich war zu Beginn meiner Entzüge auch in einem sehr schlechten Zustand (konnte nicht laufen, schlimme Angstzustände und Unruhe, starke Schmerzen u.a.) aber es ist trotzdem ich jetzt schon 2 Jahre lang ausschleiche nach und nach etwas besser geworden, zum glück. Man muss sich aber die Zeit lassen die man braucht, und unbedingt eine weitere Destabilisierung vermeiden denke ich.

Liebe Grüße
Lina
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Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

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neuling
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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon neuling » Dienstag, 16.08.16, 17:01

DAnke Lina,

fühl mich auch schon seit Wochen - nur noch überleben.
Bin so erschüttert, was da in meinem Körper abgeht. Hab das Gefühl, das bin gar nicht mehr ich.
Dieses Zittern, dieses neben sich stehen, diese Herzprobleme, kann auch wieder schlechter schlafen......
ich hoffe ich halte das aus. Kann mich kaum konzentrieren.

Und vor allem muss ich funktionieren. DAs ist so anstrengend.
Wenn mir jemand vor 5 Monaten erzählt hätte, wie man sich so fühlen kann- ich hätt gedacht der ist verrückt geworden.

Das ist doch der Wahnsinn.
Jeder Tag ein Kampf. Und erst jetzt weis ich woher das alles kommt. Ein Fehler (Opipramol) der alles raubt.

Glaube diese Symptome waren schon vorher da. Aber habe den Eindruck, das sie nach dem Bromazepam schlimmer wurden. Aber erst etwas zeitversetzt. Aber ich hab ja leider auch andere Benzos bekommen. Die muss man ja auch mitzählen, oder?
Können die Organe schaden nehmen?

Meine Güte
bin echt am verzweifeln
neuling
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!

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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon Annanas » Dienstag, 16.08.16, 18:57

Hallo Neuling :) ,
Es tut mir leid, daß es dir so schlecht geht - ich kann dich gut verstehen, es ist dann mehr als mühsam,
sich durch den Tag zu kämpfen.

neuling hat geschrieben:Bin so erschüttert, was da in meinem Körper abgeht. Hab das Gefühl, das bin gar nicht mehr ich.
Dieses Zittern, dieses neben sich stehen, diese Herzprobleme, kann auch wieder schlechter schlafen......
ich hoffe ich halte das aus. Kann mich kaum konzentrieren.

Ich denke wirklich, es ist dem ganzen Medikamentendurcheinander geschuldet - das hat dein
Nervensystem so extrem gereizt, daß es mit diesen Symptomen reagiert.

Ich setze zwar ein anderes Medikament (Venlafaxin) ab, aber in ihren Absetzsymptomen ähneln sich die
Psychopharmaka alle u so kann ich Einiges von dem, was du an Störungen berichtest, auch nachvollziehen.
neuling hat geschrieben:Der Dauerschwindel ist eher so ein Gefühl des weggetreten sein. Auch kann ich keine 5 Minuten ruhig sitzen, obwohl ich wahnsinnig erschöpft bin.
Habe das Gefühl ins Leere zu laufen und gar nicht richtig da zu sein.
Als ob in meinem Gehirn was falsch geschaltet ist. Auch hab ich Herzprobleme (wie wenn jemand zudrückt und dann loslässt), also nicht Herzrasen.

Schwindel tritt öfter auf, auch dieses Herzzusammendrücken kenne ich - bei mir fühlt sich das dann an, als ob die ganzen
Organe im Brustkorb zusammengedrückt werden, diese Sitzunruhe u gleichzeitige Erschöpfung kenne ich auch nur zu gut.
neuling hat geschrieben:Das ist doch der Wahnsinn.
Jeder Tag ein Kampf. Und erst jetzt weis ich woher das alles kommt. Ein Fehler (Opipramol) der alles raubt.

Das wird nicht nur am Opipramol gelegen haben, sondern auch an den anderen Medikamentenein- u ausdosierungen.

Aber die Ursache können wir nicht mehr ändern :cry: wichtig ist jetzt einfach, daß du versuchst, dich auf den 15 mg
Mirta zu stabilisieren u möglichst nichts Anderes mehr an Psychopharmaka zu nehmen.
Wenn deine Symptome verschwunden sind, könntest du dann nach der 5 - 10% Methode, alle 4 - 6 Wochen, die Dosis
verringern. Wir unterstützen dich dabei gern.

Es ist mehr als anstrengend, aber du hast die Medis noch nicht lange genommen - ich hoffe für dich, daß du dadurch schneller von den Symptomen
runterkommst.
neuling hat geschrieben:Können die Organe schaden nehmen?

Wegen der Kürze der Einnahmezeit denke ich, daß du dir da eher keine Gedanken machen mußt.

Wenn ich es richtig gelesen hatte, hängt bei dir noch ein Befund in der Luft??
Ich meine, es wäre ganz wichtig für dich, daß das bald geklärt ist - damit du diese Ängste loswirst - das macht es momentan
wahrscheinlich auch schwerer, die auftretenden Symptome als Absetzsymptome akzeptieren zu können.

Ich schicke dir ein großes Kraftpaket - du bist hier nicht allein!! :group:

Lieben Gruß von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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22.10.2017 25. Red. um 1,3 mg auf 11,7 mg (10%)


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Re: Medikamentencocktail - brauche dringend Rat

Beitragvon Jamie » Dienstag, 16.08.16, 19:11

Hallo neuling,

habe ich das überlesen oder was war denn der Grund für deine Vollnarkose? [oder möchtest du nicht drüber reden?]
Eine Vollnarkose kann massiv Beschwerden triggern... es würde mich nicht wundern, wenn das der "Startschuss" war für all das, was danach kam :( .

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut und schicke dir unsere Mister adfd-superhero vorbei :fly:
Jamie
...........SIGNATUR...............


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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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