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Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

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padma
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von padma » Freitag, 21.04.17, 17:58

von Mauersegler
Hallo,
ich habe es gerade ausprobiert. Das 10mg Clomipramin konnte ich recht gut in Wasser auflösen.
Ich habe mit 1mg begonnen, mal sehen wie es sich in mir benimmt. :)
viewtopic.php?p=188968#p188968

Nala12
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von Nala12 » Samstag, 22.04.17, 23:05

Hallo,

ich löse Citalopram mit der Wasserlösemethode, habe damit ganz neu angefangen.

1. Citalopram 40 mg, Firma/Hersteller: Krewel Meuselbach
2. Tbl wird einmal geteilt (Kerbe) und hat sich nach 10 min im Wasser vollständig aufgelöst. Man kann dabei zusehen, wie die Tbl im Wasser zerfällt.(ohne Mörsern aber mit Umrühren), Kurzzeitwecker auf 10min, dann weiss ich genau, die Tablette hat sich restlos gelöst. Wasser wird milchig, sichtbare Rückstände bleiben nicht übrig.

Ich benutze eine 10ml Spritze.

Wenn ich es ausgetrunken habe, kippe ich nochmal einen Schluck Kaffee hinein, damit auch ja kein Stäubchen übrig bleibt. XD

Ein Käffchen und etwas zu Essen hinterher und der bittere Geschmack ist absolut erträglich.

Mache das morgens bei meiner Küchenroutine.

Drücke allen die Daumen, die auch neu damit anfangen^^
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- depressive Phasen seit der Jugend
- 1996 Hörsturz, seit dem Tinnitus
- 2002 schwere Depression, posttraumat. Belastg.störung: Citalopram 20mg, auf 40mg erhöht, da nicht ausreichenden Effekt
- 1 Psychotherapie, 1 Klinikaufenthalt
- immer stärker werdende Nebenwirkungen durch Citalopram (Konzentrationsprobleme, Gewichtszunahme, Schwitzen, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit)
- volle EU-Rente seit 2014 (Bronchialasthma, Tinnitus, Depression u PTBS)
- ab 2010 mehrere Versuche, das Citalopram auszuschleichen (vermutlich zu schnell, zu naiv heran gegangen), jedes Mal Totalabstürze, aus denen ich nur sehr langsam wieder heraus kam
- seit ca 2005 erhebl. Probs mit PMS (= alle 5 Wochen ca 1 Woche deutliche Verstärkung der Depri-Symptome)
- April 2017 deutliche Verschlechterung des Tinnitus

Ziel: ICH WILL WEG VOM CITALOPRAM!

aktueller Zustand: bis auf die Nw vom Citalopram und den verschlechterten Tinni geht es mir recht gut. Ich habe in den Jahren daran gearbeitet, Dinge zu ändern, die geändert werden mussten und habe nun durch die Rente Zeit und Ruhe. Nun muss nur noch das Citalopram weg!

Ausschleich-Versuch April 2017 nach 15 Jahren Citalopram 40mg
- 05.04. Citalopram 30 mg: Kopfschmerzen!!! Angst, dass der Schritt zu gross ist
- 21.04. aufdosiert auf 35mg mit Wasserloesemethode

Vielen Dank fuer eure Hilfe <3

Elefantenfuss
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von Elefantenfuss » Montag, 24.04.17, 9:50

Start am 21.04.2017 nach 6 Jahren Einnahme
1. Welchen Wirkstoff (in welcher Stärke) setzt ihr nach der Lösemethode ab und welcher Hersteller / welche Firma ist das?
Mirtazapin 45mg, Heumann
2. Wie klappt es? Löst es sich gut? Beobachtungen eurerseits?
Wenn ich die Tablette teile und dann in lauwarmen Wasser auflöse, rühre ich nur kurz um und ca. innerhalb einer halben Std. ist sie wirklich gut und komplett aufgelöst. Mit einer Spritze kann ich super gut dosieren.
3. Anmerkungen / Ergänzungen von euch, falls ihr wollt
Ich habe einen genauen Plan erstellt, so dass ich wirklich immer um 10% reduzieren kann und alle 4 Wochen den nächsten Schritt versuchen werde.
Lässt sich mit einer Spritze wirklich super dosieren. Schmeckt auch nicht schlimm. Wirkt natürlich wesentlich schneller, daher wirklich am besten wirklich nur direkt vor dem Schlafengehen einnehmen.
Bisher fahre ich damit ganz gut. Schlafe sehr schnell ein. Merke natürlich morgens Schwindel, Kopfschmerzen und bin innerlich sehr angespannt. Schlafe aber durch, träume zwar wieder vermehrt, aber bin trotzdem erholt. Stimmung ist etwas gereizter und ein bisschen wie Watte im Kopf. Aber bei Weitem nicht mit bisherigen Absetzversuchen zu vergleichen und aushaltbar, da ich im Alltag nicht wesentlich eingeschränkt bin.
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LinLinapadma
- Seit 2011 Mirtazapin 45 mg. Beginn Absetzen 21.04.2017 mit der Wasserlösemethode 40,5mg.
1. Woche: Bisher nur Schwindel, Kopfschmerzen, morgens innere Unruhe, frühes Erwachen, vermehrtes Träumen, gereizter, schneller wieder "Reizüberflutung", wie Watte im Kopf
2. Woche: Immernoch zum Nachmittag hin starke Kopfschmerzen, Schwindel bei körperlicher Belastung und Unruhe weniger geworden. Gereiztheit weniger, wieder ruhigerer Schlaf. Keine Zunahme von depressiven Symptomatiken.

3. Woche: Deutliche Symptomzunahme, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Stimmungsverschlechterung, unruhiger Schlaf
4. Woche: Regulierung der Symptome, deutlich stabiler, nächsten Absetzschritt noch nicht vorgenommen bei 40,5 mg geblieben.
5. Woche: Keine Symptomzunahme, wieder stabil.
6. Woche 02.06.2017: Nächster Absetzschritt auf 37,5mg in Tablettenform. Morgendliche Maddeligkeit und Müdigkeit, keine weiteren Symptome.
ab 8. Woche Symptomverschlechterung, akustische Halluzinationen, Rückfälle
Juni 2017 bei 37,5 mg geblieben
28.06. stationär
seit 26.06.2017 Risperdal 1mg
seit 04.7. 2mg Risperdal
02.01. - 16.01. stationär, ausschleichen Risperdal
seit Januar 2018 Risperdal abgesetzt
seit 01/18 Seroquel 25mg zur Nacht
seit 01/18 Amisulprid erst 100mg, seit 02/18 200mg
03/18 Amisulprid wieder auf 100mg runter
13.04. Beginn Amisulprid komplett absetzen, Seroquel nur noch selten als Bedarf

- 01/2016 Seroquel 50mg retard 2x am Tag ca. 4 Monate, ohne Probleme abgesetzt und auf 25mg normal zur Nacht umgestiegen, ca. 1 Jahr, ohne Probleme abgesetzt Februar 2017
- 2012 Venlafaxin 250mg ca. 6 Wochen, abgesetzt da überhaupt nicht vertragen.
Zwischendurch ca. 1 Woche Lovamepromathazin, sofort wieder aufgehört.
Über die Jahre immer mal wieder Atosil als Bedarf, seit über 1 Jahr überhaupt nicht mehr.
Tavor bei Klinikaufenthalten nur im Ausnahmefall als Bedarf.


Problem - Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen (Bertold Brecht)

Schniepchen
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von Schniepchen » Donnerstag, 27.04.17, 19:11

Hallo,

ich kann zumindest die Angabe machen, dass man von Opipram (Opipramol) den Film abwaschen kann, ohne dass die Wirkung nachlässt - ist Eigenerfahrung. So wie ich das verstanden habe, müsste man dann nur noch probieren, ob sich die Tablette ganz auflöst. Da bin ich optimistisch, weil die Tablette nach dem Abwaschen immer ein bisschen weich ist.
Vielleicht ja wichtig, wenn es aus irgendwelchen Gründen mit den Tropfen nicht geht (Ausland, unkooperativer Arzt o.ä.).

Viele Grüße
Opipramol (wegen Schlafstörungen):
seit Juni 2010: 75mg (selten und kurz mal mehr)
erster Absetzversuch 2013: 0mg -> erste 2 Wochen gut, aber immer weniger geschlafen, nach 3-4 Wochen ca. 5Std. Schlaf, damit kam ich auf Dauer nicht mehr aus -> wieder 75mg Opipramol

Einnahme- Hintergrund:
Schlafstörungen vor Opipramol nicht so massiv, aber wegen Zusammenhang Schlafstörungen - Infektanfälligkeit war Opipramol damals ein Versuch.
Inzwischen andere Ursachen für Infektanfälligkeit gefunden, die ich folgendermaßen behandele (länger dauernd) ->

Andere Behandlungen und Einflussfaktoren:
Lymphdrainage
Schwermetallausleitung (DMPS)
Darmsanierung
Kräuterbehandlung gg. chronische Infekte
Homöopathische Mittel
Ernährungsumstellung
Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine usw.)
Vielleicht demnächst auch noch Hormone.

Leider durch Situation Krankheit-Arbeit(slosigkeit) verstärkt Stress.

Weitere Mittel zum Schlafen:
Glycin (2-3g), Melatonin (5-10mg)

padma
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von padma » Freitag, 28.04.17, 11:56

hallo Schniepchen, :)

ich würde den Film nicht abwaschen, weil da möglicherweise etwas von der eigentlichen Tablette mit abgewaschen werden könnte.
Versuche mal die gesamte Tablette mit Film in Wasser zu lösen.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von padma » Sonntag, 30.04.17, 23:00

von Hoffnungsschimmer zu Citalopram
Hallo meine Lieben,
Ich hab jetzt etwas recherchiert.
Ihr wisst ja, das ich nicht happy bin mit dem Auflösen der Marke Bluefish.
Also laut Apotheken Umschau sind die Marken Hexal, Sandoz und A1Pharma (die letzten zwei gibts auch in 10mg) ident von den Inhaltsstoffen, also eignen sich gut für die Wasserlösmethode.
Vielleicht hilft jemandem diese Info.
Ich werde die Marke wechseln, den Bluefisch eignet sich echt nicht dafür!

Lg
Hoffnung
viewtopic.php?p=190138#p190138
Ab heute benutze ich die Marke Sandoz und siehe da, die löst sich perfekt auf :D
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Zuletzt geändert von padma am Donnerstag, 04.05.17, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von Lara_86 » Montag, 15.05.17, 14:15

Hallo Ihr Lieben,

ich würde gerne die wasserlösliche Methode probieren.
Leider führt der Link, den ich bisher gefunden habe immer zu einem Fehler.
Könnt ihr mir den link schicken?

wäre super. Danke.

Lara
2006: 20 mg Citalopram
04/2015: 20 mg Citalopram kalt abgesetzt
07/2015: Zusammenbruch
07/2015: 250mg Elontril / 15mg Mirtazapin
09/2015: 7,5mg Mirtazapin
03/2016: 7,5mg Mirtazapin kalt abgesetzt
05/2016: Zusammenbruch
05/2016: 7,5mg Mirtazapin
09/2016: 250 mg Elontril kalt abgesetzt
04/2017: 7,5 mg Mirtazapin kalt abgesetzt
05/2017: Zusammenbruch

14.05.2017: Anmeldung im Forum :group:

Absetzen Mirtazapin: :fly:
14.05.2017: 15 mg
15.05.2017: 7,5 mg
16.05.2017: 3,75 mg
Hinweis: Ich habe hier nur deshalb so schnell reduziert, da ich zu diesem Zeitpunkt bereits 4 Wochen auf 0 war.
06.06.2017: 3,3 mg
04.07.2017: 2,9 mg
26.07.2017: 2,4 mg
22.08.2017: 2.1 mg
16.09.2017: 1,8 mg
10.10.2017: 1,5 mg
05.11.2017: 1,2 mg
03.12.2017: 0,9 mg
27.12.2017: 0,75 mg
20.01.2018: 0,6 mg
05.03.2018: 0,5 mg
27.03.2018: 0,4 mg
21.04.2018: 0,3 mg

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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von LinLina » Montag, 15.05.17, 14:44

Hallo Lara :-)
hier der Link: viewtopic.php?f=16&t=10923

du findest ihn auch im Einführungstext den ich dir in deinem thread verlinkt habe.

Liebe Grüße
Lina

Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,03 mg Mein Thread
► Text zeigen
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Syrose
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von Syrose » Sonntag, 18.06.17, 16:33

Hallo,

ich benutze diese Methode seit März diesen Jahres, ich hatte Citalopram wieder mit 0,25 mg eingeschlichen und es klappt ganz gut. Während ich mir morgens vor der Arbeit das Frühstück vorbereite, lass ich Wasser kochen und in einem Glas lauwarm werden. Dann ziehe ich mir mit einer 12 ml Spritze 60 ml Wasser raus, dieses kommt in ein anderes sauberes Glas. Anschliessend kommt eine 10 mg Citalopram Tabletten rein. Bis diese sich komplett auflöst, bin ich schon fast auf'm Sprung. Mit einer 2 ml Spritze ziehe ich mir meine aktuelle Dosis raus. Der Rest wird verworfen. Ich trinke noch ein wenig Wasser hinterher und gut Ist!

VG
Syrose
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Sommer 2011 erstmals Citalopram aufgrund Panikattacken
Ende 2012 bis Anfang 2013 erfolgreich ausgeschlichen
Dezember 2014 totaler Zusammenbruch im Urlaub (Todesängste, Zittern, kein Schlaf mehr möglich, kein Appetit)Januar 2015 Einnahme von Citalopram 2015: diesmal war das Einschleichen schon problematisch (10 mg dann nach 5 Tagen rauf auf 20 mg) innere Unruhe, ruhig sitzen war nicht möglich (Neurologin: "da müssen Sie jetzt durch")es hat ca. 6 Wochen gedauert, bis ich ansatzweise eine Besserung verspürt habe. April 2015-Juni 2015: Aufenthalt in einer Tagesklinik, ich habe dort ohne Wissen der Ärzte auf 10 mg reduziert, da ich das Medikament absetzen wollte. Danach fingen bei mir das erste Mal Herzklopfen an. Ich war in zig Notfallaufnahmen, die es hier gibt,o.B.
Juli 2015-qualvoller Tod meines Bruders: erneuter Zusammenbruch, Beisetzung in dem Zustand durchgestanden.September 2015: runter auf 5 mg (ca.4 Wochen) dann auf 0 mg: nach 3 Wochen wieder zu den Tabletten gegriffen, da meine Todesängste, Hoffnungslosigkeit mit voller Wucht zurück kamen, wieder Citalopram aufdosiert auf 20 mg und bis Juli 2016 Dosis beibehalten.
Nach 10-tägigem KH-Aufenthalt im Mai 2016 (Verdacht auf Hirnhautentzündung wg.Sensibilitätsstörungen im Gesicht, Hirn-Mrt, Lumbalpunktion,DNA-Test, hohe Cortisongabe intravenös; am Ende meiner Nerven)
Juli 2016 mit Neurologin vereinbart, auszuschleichen. Ihr Rat: 20mg-10 mg; auf meinen Einwand des zu schnellen Absetzens riet sie, noch auf 5 mg zu gehen oder auf Cipralex umzusteigen. Ich blieb bis November auf 10 mg (geschwächstes Immunsystem mit fiebernder Grippe, Gliederschmerzen und ständigen Infekten (kenne ich so von mir überhaupt nicht) Mitte November bin ich auf 5mg runter, dann kamen extreme Unruhe, Ängste, Gereiztheit, Schwindel, Übelkeit und am schlimmsten war damals das Herzstolpern mit Engegefühl und keine-Luft-kriegen in der Brust. HA war schon "genervt" von mir, als ich sagte, ich möchte zum Kardiologen. "Brauchen Sie nicht, Sie sind kerngesund, das ist Ihre Psyche!" Er machte noch ein Langzeit-EKG. Die Beschwerden hielt ich aus, als es mit dem Herzen nicht besser wurde-ich habe so Vieles ausprobiert:Tee, Baldrian, Lasea, Vitamin D3 mit K2, Selen, Vitamin B-Komplex, Magnesium und Kalium- beschloss ich Anfang Januar auf 0 runterzugehen. Nach einigen Tagen wurde das Herzklopfen schwaecher, ich hatte mal Pausen zwischendurch. Schwindel, Übelkeit, Durchschlafprobleme (mit lebhaften Träumen und Aufschrecken in der Nacht) blieben, nahm ich aber in Kauf.
05.03.2017: extreme Kopfschmerzen (nicht zum aushalten)Herzklopfen hat wieder angefangen, Schwindel wieder stärker, Gangunsicherheit, das Bedürfnis immer zu liegen,
licht - und geräuschempfindlich, gereizt
ab 08.03.2017: wieder 0,25 mg Citalopram (3 Tage weiter Kopfschmerzen)
ab 12.03.2017: Kopfschmerzen werden weniger, weiterhin schnell erschöpft, erkältet, gereizt
ab 14.03.2017: immernoch erkältet und erschöpft
ab 25.03.2017: Herzklopfen fängt wieder an
ab 05.04.2017: 0,23 mg; muss etwas schneller ausschleichen, da ich oft und starkes Herzstoplern habe
ab 03.05.2017: 0,22 mg
ab 31.05.2017: 0,20 mg insgesamt wird Herzstolpern weniger
ab 29.06.2017: 0,18 mg - Absetzpause, da Eingriff am Zahn
ab 31.08.2017: 0,17 mg (diese Reduktion war schwieriger)
ab 04.10.2017: 0,15 mg
ab 06.11.2017: 0,13 mg
ab 15.12.2017: 0,12 mg
ab 19.01.2018: 0,10 mg
ab 19.02.2018: 0,083 mg
ab 27.03.2018: 0,075 mg
ab 01.05.2018: 0,0625 mg

Katharina
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von Katharina » Sonntag, 18.06.17, 17:20

Hallo!

Ich reduziere Lorazepam.
Da sich die Tablette nicht gut auflöst,
benutze ich zuerst einen kleinen Mőrser um sie zu zermalmen.
Danach löst sie sich besser in Wasser auf.

Ich gehe mit 10 ml Wasser erst am Mőrserkorpf entlang, damit nichts vom Medikament dort haften bleibt,
danach 10ml Wasser um das Mőrserschälchen auszuspűlen,
alles in ein Glas.

Ich ziehe die nun vermischte Flüssigkeit mehrfach in der Spritze auf und gebe sie wieder in das Glas hinein.

Nun ziehe ich die Menge auf die ich absetzen möchte, verwerfe diese
und trinke den Rest.

Gruß, alles Gute
Katharina
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Blutoranger
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von Blutoranger » Samstag, 29.07.17, 17:30

Hallo Zusammen,

ich benutze die Methode seit ca 2 Jahren bei Cipralex von Ludbeck.
Sie funktioniert hervorragend und mich wundert es jedes mal wie genau sie funktioniert. Habe letztens 0,04 g abgesetzt von 5 g, gelöst in 40 ml wasser und das hat noch funktioniert.

LG
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LinLinapadma
Symptome: Panikattacken
Medikation:
Seit ca. 2008 - 10mg Cipralex, Wirkstoff: Escitalopram täglich
2010 erster Absetzversuch (nicht ausgeschlichen!) - kurz danach wieder abgebrochen
Frühling 2012 zweiter Absetzversuch mit Arzt: Von 10 auf 5mg - 1 Monat lang ausgehalten, dann wieder auf 10mg
Grundsätzlich hab ich mich einerseits viel besser gefühlt (Auch gute Gefühle waren besser) andererseits kamen schlimme Symptome:
Rauschen in den Ohren, Blitze sehen, Stimmen so laut, Angstzustände, Selbstmordwünsche

Seitr 01/2015 Umstieg auf Tropfen. 5mg/5mg Tablette und ich flipp schon aus
04/15 - wieder auf 10mg Tabletten stabilisiert

Anfang 05/2015 - 1 g von Tablette runtergeschliffen aber immer Dosisschwankungen
seit Mitte 05/2015 - 9mg per Wasserlösmethode - nach 2 Wochen wieder Panikattacken, Verzweiflung

Seit 13.06 wieder auf 9,5 g da es mir einfach gar nicht gut geht. Verzweifelt & überfordert
26.06 wieder stabilisiert

per 09.07 auf 9,25 g - mal sehen! EIntrag für mich: Bei Stabilisierung ist alles ok! Keine Verzweiflung, extremen Agressionen etc. es sind einfach diese dummen Tabletten.
per 24.07 erste leichte Absetzerscheinunge, Unruhe etc - per.28.07 auch leicht gereizt etc.. dazwischen aber super phase gehabt/ näöchster Tag schon vollstens gereizt
per 05.08 - noch immer miese tage an denen ich voll gereizt bin. saufe mich auch hin und wieder weg... alles ist so laut und nervt...zwischendrin aber seh rgute phasen
ich versuche den nächsten schritt!
per 09.08 auf 9,00 g
per 23.07 - sehr gereizt. ist schon Beziehungsschädigend - Lust auf Betäubung - Rauchen hop on/hop off
insgesamt extreme müdigkeit
27.08 - totale innere gervtheit - hitze ist sowas ungutes
per. 06.09 wieder besser - stabilierung - diesmal 2 wochen sehr zach!
per Mitte/ Ende Sep super...

per 09.11 versuche ich jetzt einmal einen kleineren schritt:
9,00 - auf 8,875
per 18.11 - tage an denen ich richtig kaputt bin und gereizt, aber auch kreislauf, nicht so schlimm
per 16.12 - gottseidank ist es wieder vorbei

per ca. 20.02 auf 8,8125
nach einer woche genrvtheit und müdigkeit

per ca 23.07.15 langsam auf 0,5/1ml = 8,68
nach ca 10 tagen arg genervt, Panikattacken, Schlafprobleme (Hals geht zu), Unruhe - bei PA Ausbruch aber mit Körperhaltung super gemeister - man merkts halt einfach dass da was Chemisches ist!!! (1 Woche lang)
dann 1-2 tage voll fertig, jetzt genervt

zwischenzeitlich hin und wieder ein bisschen weg...per anfang juli 2017 auf 8,5

ingo251264
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von ingo251264 » Donnerstag, 10.08.17, 8:36

Ich lasse mir die Tabletten in gewünschter Dosis von der Apotheke herstellen.
Zur Zeit habe ich 1,88mg und 3,75mg Tabletten. Damit klappt das reduzieren
sehr gut ist aber sehr langsam!
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Jamie
# zur Zeit 18,75mg Mirtazapin + 150mg Lyrica (Stand Februar 2018)
# von 05/15 -10/15 -> 75mg Mirtazapin seitdem permanente Reduktion in Schritten von 1,87mg Mirtazapin ganz kontinuierlich alle 6 Wochen
# Bedarfsmedikament Zopiclon seit Mai 2015
# Juli 2015 - Einahme Lyrica 150mg pro Tag
# Mai 2015 - Einnahme Mirtazapin 75mg pro Tag
# von Februar 2015 bis Mai 2015 - 150mg Opripramol pro Tag, dann kalt abgesetzt
# Februar 2015 - Tavor (1-2,5mg pro Tag) nach gut 1 Jahr Einnahme kalt abgesetzt, in einer Klinik nach 2 Wochen ausschleichen mit runterdosieren

walfisch
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von walfisch » Freitag, 11.08.17, 12:54

Ich habe heute mit dem Wasserlösen angefangen, nachdem ich vorher eine Feinwaage in Verwendung hatte. Aber gerade bei den kleiner werdenden Dosen und dem variierenden Gewicht der Leerkapseln scheint mir das langsam etwas ungenau.

Ich habe Citalopram 20mg von AL und mache es folgendermaßen:

20mg in 40ml warmes Wasser, das sind dann 0,5mg Wirkstoff in 1ml Wasser.
Warten. Umrühren.
Ich möchte 5,7mg haben, also ziehe ich mit der Spritze 11,4ml heraus.
Dafür verwende ich 2 Spritzen: 10ml und die feiner 2ml.

Das gebe ich in ein Glas, trinke das, spüle kurz mit Wasser nach, fertig. Schmeckt nach nix.
Ich habe es vor einer halben Stunden getrunken und fühle mich jetzt etwas überwältigt irgendwie. Mal sehen, kann auch Zufall sein.
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padma
seit 01/2008: Citalopram bis 40 mg wegen schweren Panikattacken, Agoraphobie, Depressionen, Suizidgedanken

In den folgenden Jahren diverse Dosierungen, Absetzversuche immer gescheitert.
Zwischendurch mal ein halbes Jahr auf 0 gewesen. Dann wurde die Krankheit wieder schlimmer (heute würde ich sagen, es war eher ein spätes Absetzsyndrom wegen sehr schnellem Absetzen, aber das wusste ich damals nicht).

Aus Unwissen und Verzweiflung mehrmals hoch und runter dosiert.

Nach Monaten der Stabilität auf 10mg dann erneut mit Absetzen begonnen.:
ab 26.04.2016: 9mg ,
ab 08.06.2016: 8mg,
ab 27.07.2016: 7,5mg, keine Probleme,
ab 15.08.2016: 7mg – Schwindel, Übelkeit, Panikattacken, starke Angstgefühle, heftige Depression, extreme Neuro-Emotionen,
ab 05.01.2017: 6,3mg – leichter Schwindel, Gedankenrasen, Depression und Ängste, starke Neuro-Emotionen,
ab 18.02. 2017: 5,89mg – Gedankenrasen, hypersensitiv auf alles, 5%-Reduktion scheint aber besser zu gehen
ab 04.05.2017: 5,6mg – das gleiche Spiel wie immer, akute Beschwerden weniger, immer noch anhaltende und wiederkehrende Phasen von Depression und Angst
11.08.2017: 5,7mg – aufdosiert wegen nur mühsamer Stabilisierung und Neuro-Depression/Panik, außerdem Umstieg auf Wasserlösemethode

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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von Murmeline » Freitag, 18.08.17, 11:41

Sigli :)
ich habe ja nun am Dienstag Abend umgestellt von Diazepam-Tabletten auf Valocordin-Tropfen. Die ganzen Symptome wie Unruhe, Schwitzen, Hitze, Herzklopfen, Nackenverspannungen verschwanden sofort.

Ich habe extra ein paar Tage gewartet, um sicher zu gehen.

Ich wollte nochmal darauf eingehen. Ich habe ja die Diazepam-Tabletten seit Anfang des Jahres in Wasser aufgelöst und mir die entsprechende Menge davon genommen. Nicht sofort, aber schon ein paar Wochen später, begann das mit der Unruhe und dem psychischen Unwohlsein. Ich hatte noch daran gedacht, dass ich glaubte, dass diese unangenehmen Symptome endlich weg seien, weil im Jahr davor ich in dieser Hinsicht sehr stabil war. ich war so erleichtert deswegen. Auf jeden Fall wurde die Unruhe mit jeder Woche schlimmer. Und in den letzten Tagen fingen die Unruhe und die Nackenverspannungen direkt eine halbe Stunde nach der morgendlichen Einnahme an und dauerten bis abends an.

Ich habe keine genaue Erklärung, doch ich gehe davon aus, dass das Diazepam in was auch immer im Wasser zerfällt, das meinem Körper und meinem ZNS nicht guttut.

Auf jeden Fall geht es mir wieder gut. Ich möchte jedem abraten, das Diazepam mit der Wasserlösemethode einzunehmen. Das Valocordin schein problemlos zu sein.
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von SeventhWave » Freitag, 25.08.17, 8:13

Guten Morgen,

ich habe jetzt mein Espresso-Tässchen ne Stunde beobachtet ... von rückstandslosem Auflösen kann hier nicht die Rede sein.

Präparat: Citalopram 40mg Mylan Dura -> auf 50 ml Wasser

Die Flocken sind zwar Mini, aber alles im allem ist auch ein Pulver als solches zu erkennen.

Ich gehe schon mit warmen bis heißen Wasser ins Rennen, der Erfolg ist aber nicht so wie mir das durch andere Berichte hier vorstelle. Weiter oben habe ich gelesen, dass es da anscheinend durchaus Unterschiede vom Hersteller gibt.

Macht das evtl. Sinn hier eine Liste zu sammeln?

Schönen Tag ihr Leute

Se7enth

EDIT: Ich hatte bis vor ca. 2 Wochen eine andere Marke (leider nicht notiert was das war)
Vorgeschichte:
► Text zeigen

Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
29.08.17 32,8 mg (-8,9 %)
28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)

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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von LinLina » Freitag, 25.08.17, 8:55

Hallo Seventh :-)

bitte kein heißes Wasser verwenden, es ist nicht sicher wie sich der Wirkstoff dann verhält - ich würde maximal etwa Körpertemperatur wählen.

Es ist meist kein Problem wenn noch Pulver und kleine Flocken zu erkennen sind, das ist normal, es handelt sich ja auch eigentlich um eine sogenannte Suspension (Feststoff in Flüssigkeit verteilt) und nicht um eine Lösung im eigentlichen Sinne. Wichtig ist, dass nach intensivem Rühren die kleinen Feststoffe einige Sekunden verteilt in der Lösung "schweben", in diesem Moment zieht man die Spritze aus der optimalerweise noch bewegten Flüssigkeit auf.

Edit: Ich habe übersehen, hier ist schon der richtige Thread um Erfahrungen zur Wasserlösemethode zu berichten. Die Liste werden wir dann irgendwann erstellen, wenn genug Einträge da sind und Zeit und Kraft da ist, bzw. wenn sich jemand dazu bereiterklärt :D :o

Liebe Grüße
Lina
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von walfisch » Freitag, 25.08.17, 8:58

SeventhWave hat geschrieben:Guten Morgen,

ich habe jetzt mein Espresso-Tässchen ne Stunde beobachtet ... von rückstandslosem Auflösen kann hier nicht die Rede sein.

Präparat: Citalopram 40mg Mylan Dura -> auf 50 ml Wasser

Die Flocken sind zwar Mini, aber alles im allem ist auch ein Pulver als solches zu erkennen.

Moin!

Ich habe Citalopram von AL. Es löst sich nicht so rückstandslos auf, dass das Wasser klar wäre. Es ist eher so milchig und ein bisschen pulvrig. Also man kann die Pulverteilchen schon noch erkennen. Ich rühre das dann mit der Spritze kräftig um.

Bisher klappte das gut, ich habe keine Unregelmäßigkeiten feststellen können.
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von micha68 » Freitag, 25.08.17, 10:20

Ein liebes Hallo an alle :)

Ich benutze die Wasserlösemethode bei Quetiapin 25mg bzw 50mg beides von Actavis- allerdings erst seit 5 Tagen...

Das 25mg löst sich etwas schwieriger (vllt wegen der rosa Hülle?), das 50mg gut. Mit vorher Mörsern klebt vor allem bei der rosa Tab einiges am Mörser, deshalb bin ich auf die 50mg Tab umgestiegen in 50ml Wasser, ziehe 20ml auf (2x10) diese trinke ich, 10ml auf Küchenkrepp und in den Hausmüll, die anderen 20ml für den nächsten Tag in den Kühlschrank.

Die Lösung wird milchig, man sieht noch winzige Pulverteilchen- während dem Aufziehen umrühren klappt gut.

Liebe Grüße
Michaela
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von Murmeline » Montag, 28.08.17, 11:00

Annike :) Mitrazapin
ich setze Mirtazapin mit der wasserlösmethode ab und es widerstrebt mir sehr, des was übrig ist wegzukippen. deshalb bewahre ich meine Reste im Kühlschrank aus. Ich verwende umkehrosmosegefiltertes, also gereinigtes Leitungswasser. das hält sich bei mir im Kühlschrank länger, drei Tage hab ich bisher probiert und es war gar kein Problem.

Padma sagt das Wasser würde verkeimen, ich mache diese Erfahrung nicht, und merke bei meinem Medikament, Mirtazapin keinen unterschied. Da du Tabletten sparen musst erzähle ich dir das, probiere es doch aus. wenn die Lösung nicht muffig riecht bzw. schmeckt dürfte das eig. kein
Problem sein. ich bewahre die Lösung im geschlossenen schraubglas im Kühlschrank.
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Re: Eure Mithilfe ist gefragt: Wer benutzt die Wasserlösemethode?

Beitrag von Flummi » Donnerstag, 21.09.17, 19:56

1. Welchen Wirkstoff (in welcher Stärke) setzt ihr nach der Lösemethode ab und welcher Hersteller / welche Firma ist das?
Aripiprazol (Neuroleptikum), Hersteller: beta
2. Wie klappt es? Löst es sich gut? Beobachtungen eurerseits?
es löst sich gut mit Rückständen, umrühren des Behältnisses, wo es gelöst wird oder aufschütteln der Spritze hilft
3. Anmerkungen / Ergänzungen von euch, falls ihr wollt
wie in der Tropfenform löse ich 1 mg Aripiprazol in 1 ml Wasser. Ich ziehe mit der Spritze 5 ml Wasser auf und fülle es in ein kleines Gefäß. Dann lege ich die Tablette 5 mg hinein, die sich langsam auflöst. Es bleiben kleinere Rückstände, die sich durch Umrühren wieder mit dem Wasser vermischen. Dann ziehe ich eine Spritze mit den entsprechenden ml auf. Wenn es Rückständen in der Spritze gibt, einfach aufschütteln. Das ganze kommt dann zb in den morgendlichen Joghurt.

Eure Claudia
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