Citalopram Geschädigte

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Manja
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Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Mittwoch, 09.08.17, 14:11

Hallo ihr Lieben,

ich habe einige Zeit mitgelesen, nun stelle ich mich doch mal vor. Ich heiße Manja und bin seit 11 Wochen von Citalopram auf Null. Ich nahm Citalopram schonmal in der Zeit vom 2008 bis 2013. Es gab keinerlei Probleme auch beim Absetzen 2013 nicht. Dann nahm ich es nochmal von März bis August 2014, auch keine Probleme. Ich setzte beide Male sehr schnell ab 20 - 10 innerhalb von zwei Wochen. Es ging mir gut. Ich nahm das Citalopram obwohl ich es nicht gebraucht hätte. Das war mir im Nachhinein klar. Es machte mich sehr relaxed und nichts hebte mich an. Allerdings freudige Ereignisse auch nicht sonderlich. Ich war nicht ich selbst. Ich bin hochsensibel und manchmal tut ein bisschen Dämpfung eben gut.

In 2014 hatte ich eine Beziehung zu einem Mann, der mir das Leben schwer machte. Sechs Wochen nach der Trennung, direkt am 01.01.2015 bekam ich Panikattacken - Drücken am Hals. Ich weinte meiner Ärztin was vor. Sie sagte, nehmen Sie doch die Tabletten wieder. Dieses Mal jedoch war ich skeptisch. Leider leider leider hörte ich nicht auf mein Bauchgefühl.

Ich nahm erstmal wieder 10 mg und erlebte eine Verschlimmerung, was dann aber nach lies. Nach vier Wochen nahm ich 20 mg und wieder ging es mir extrem schlecht. Ich suchte mir Hilfe bei einem Psychiater weil ich das so nicht kannte von Citalopram. Er sagte, man könne auch in kleineren Schritten erhöhen und wenn ich das Medikament doch mal vertrug, vertrage ich es wieder.

In der Nacht vom 31.03. - 01.04.2015 gab es Hagel. Ich habe eine DAchwohnung, schlief direkt unter dem Fenster. Das Fenster war sogar etwas offen, so dass der Schall direkt mein Ohr traf. Am Morgen danach komisches Hören auf dem Ohr, war beim HNO, meinte Hörsturz. Am Nachmittag aber konnte ichwieder normal hören, hatte nur ein Ohrgeräusch. Ich erhöhte in dieser Zeit auch mal wieder das Cita um weitere 2,5 mg auf dann 15 mg. Dann begann die Tortur. Ich hatte nicht nur Tinnitus auf dem geschädigten Ohr, auch andere Ohrgeräusche auf dem anderen Ohr.

Ich konnte nicht schlafen, war fix und alle. Zwischendurch erhöhte ich auf 17,5 in Absprache mit dem Arzt. Schlimmeres blieb fern. Als ich dann zwei Wochen später auf 20 mg erhöhen wollte, ging gar nichts mehr. Es fühlte sich an wie ein Serotonin-Syndrom. Ich rief den Arzt an. Er sagte: zurück auf 17,5. Bei dieser Dosis blieb ich bis Mai 2016. Dann nahm ich Citalopram von einem anderen Hersteller, dachte mir nichts dabei. ABer mir ging es schlecht damit, viel Kopfweh und Sehprobleme. Ich nahm dann wieder das alte Fabrikat und senkte die Dosis wieder auf 15 mg. Mir ging es ganz gut damit.

Ende 2016 wollte ich mit Citalopram aufhören. Sprach mit dem Arzt darüber. Der war total dagegen, schien sich richtig aufzuregen. Ich suchte mir eine andere Psychiaterin, unter deren Aufsicht ich Absetzen wollte.
Ich nahm im Januar 2017 noch 12,5 mg, im Februar 10 mg, im März 7,5 mg, im April 5 mg und im Mai nur noch eine Woche 2,5 mg und dann setzte ich ganz ab. Die 1. Woche war gut, da hatte ich auch noch Urlaub. In der 2. Woche merkte ich starken Frust wieder arbeiten gehen zu müssen, mein Job ist zur Zeit nicht das gelbe vom Ei.

Dann bekam ichwieder dieses Drücken am Hals aber nicht panisch, kaltes Wasser tat mir gut. Dann hatte ich Ängste wegen meiner Augen weil ich seit einiger Zeit so komische Schatten sah. Der Augenarzt sagte, wären Glaskörperbewegungen und ich fragte, ob das auch vom Citalopram kommen kann. Er bestätigte. Vermutlich durch Austrocknung des Glaskörpers. Dann bekam ich Probleme mit den Ohren aber keinen typischen Tinnitus. Es war eher so, dass Geräusche meine Ohren triggerten oder üppiges Essen oder auch Alkohol. HNO meinte, kommt vom Gehirn. Na prima. Es ging dann aber auch wieder besser.

So letzte Woche hatte ich Urlaub, hatte mich total gefreut. Hatte Geburtstag, wollte zu meine Eltern fahren. Tat ich auch. Zwei Tage vorher hatte ich Halsweh beim Schlucken. Am Samstag als ich ankam, fühlte ich mich auch irgendwie krank. Bin dann aber doch noch auf eine Veranstaltung gegangen, wo auch etwas Alkohol getrunken wurde. Am Tag danach spürte ich schon, dass meine Ohren wieder Geräusche machten. Ab Montag dann wurde ich anderer Mensch, eher gesagt ein Häufchen Elend.

Der alte Tinnitus wieder mit Gesellschaft, das andere Ohr rauschen, schlaflosigkeit, innere Unruhe, morgens wie zermatscht, ängstlich. Ich suchte Ablenkung, war im Museum, im Tierpark radfahren. Aber dann wurde ich schwächer. Ich war nur noch noch fertig. Fuhr dann letzten Samstag zurück (Eltern wohnen in S./Brandenburg) nach P. bei München. Dachte, vielleicht schlafe ich besser in meinem Bett. Am Sonntag hatte ich so ein extremes Rauschen und komisches Hören dass ich den Notdienst anrief. Die HNO Ärztin am Telefon konnte mich zunächst beruhigen. Wieder HNO am Montag - Ohren in Ordnung. Am Dienstag ging es mir etwas besser, konnte ich der Nacht zuvor etwas besser schlafen allerdings mit wilden Träumen, aufwachen aus diesen und Hirnrauschen.

Letzte Nacht hatte ich wahnsinnige Kopfschmerzen, dann gab es noch Regen (blödes Dachgeschoß). Das eine Ohrgeräusch ist beim Liegen immer lauter, wird komischerweise zu den Morgenstunden wieder leiser. Tagsüber sind die Geräusche nicht so schlimm. Ab und zu höre ich ein Nebengeräusch so als Nachschall von bestimmten Geräuschen. Ich bin zudem extremst verspannt. Und ich höre ein Klopfen im Kopf so als würde jemand neben mir mit schweren Schritten gehen oder ein LKW in der Ferne vorbei fahren.

Ich habe schon viel gelesen in diesem Forum und hoffe, dass sich alles wieder legt. Ich möchte eigentlich nicht wieder klein eindosieren weil ich ja damals bei der erneuten Einnahme schon so riesige Probleme hatte. Ich hätte das Zeug nie wieder nehmen sollen. :cry:
Ich hätte nie gedacht, dass das so ein Ausmaß nimmt. Könnt ihr mir einfach nur ein paar nette Worte schreiben. Danke. <3
Zuletzt geändert von Jamie am Mittwoch, 09.08.17, 16:22, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt, Städtenamen zu deiner Sicherheit entfernt
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram morgens, im Sommer meist die geringere Dosis
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung
wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Ansetzen keine Probleme
Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram, ich war komischerweise skeptisch und überlegte noch, leider leider leider entschied ich mich gegen mein Bauchgefühl ich dosierte wieder 10 mg ein, mir ging es sehr schlecht danach, dann ging es mir mit 10 mg recht gut und ich dosierte auf 20 mg, wieder ging es mir schlecht, die Panikattacken kamen wieder, suchte mir dann einen Psychiater weil ich die Welt nicht mehr verstand. Sonst hatte es mit Citalopram immer gut funktioniert. Er sagte, ich kann auch in kleineren Dosen hochdosieren, mind. 20 mg sollten es schon sein, weil das die erste wirkungsvolle Dosis ist, war zu dem Zeitpunkt wieder zurück auf 10 mg.ich vertraute ihm und erhöhte in 2,5 mg Schritten
12,5 mg Februar 2015 - Nackenverspannungen
April 2015 Dosierung auf 15 mg nach Ohrenproblem durch Hagel offenes Dachfenster beim Schlafen, dachte hochdosieren hilft - Tinnitus und nicht nur in dem betroffenen Ohr, vier Wochen fast nicht geschlafen
Ab Mai 17,5 mg ängstliches hochdosieren, befinden ging so
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete
Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unruhe, drei Wochen nach null Silymarin genommen, Ohrenklingeln, das man nicht durch übertönen verdrängen konnte, großes Bedürfniss nach Ruhe, ein Morgen heftiges Hirnrauschen, Absetzen Silymarin, nach drei Tagen besser erträglicher aber nicht ganz weg, drei Wochen noch etwas besser, fast wieder normal, nun seit vier Tagen (11Wochen nach 0, 31.7.17) 3 Ohrgeräusche auf dem linken Ohr, Hirnrauschen, Unruhe, Verzweiflung, Schwäche, Kopfdruck, Jucken in Ohren, Ohrenschmerzen morgens und abends, besonders schlimm, Schlafstörungen
Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Anikke » Mittwoch, 09.08.17, 17:24

Liebe Manja,
ojeee das klingt echt unangenehm, diese Ohrgeräusche.
du hast schon recht vorsichtig im Gegensatz dazu was Psychiater sonst so raten abgesetzt, aber wahrscheinlich immer noch zu schnell. sicherlich hast du schon hier gelesen, dass hier immer geraten wird, nur 10% von der jeweiligen Dosis abzusetzen.
vielleicht kannst du probieren, eine ganz geringe Dosis wieder einzudosieren und dann schauen ob eine Besserung eintritt. so könntest du zumindest herausfinden ob deine Symptome absetzerscheinungen sind.
sicher rät dir noch jmd mit mehr Ahnung als ich, wie das genau funktionieren kann.
machst du eine gesprächstherapie oder hast du sonst gute ärztliche untertstützung für die ohrengeschichte?
erst einmal herzlich willkommen hier im forum. Tinnitus ist echt unangenehm..
liebe grüße Anikke
01.03. bis 21.06. täglich 15 mg Mirtazapin
seit 21.06. 2017 täglich ca 11 mg Mirtazapin
seit 06.07.2017 täglich 12 mg Mirtazapin
seit 03.08.2017 täglich 10 mg Mirtazapin
seit 09.09.2017 täglich 9 mg Mirtazapin
seit 08.10.2017 täglich 8 mg Mirtazapin

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Mittwoch, 09.08.17, 19:01

Hallo Anikke,

ich bin in Therapie seit zwei Jahren schon. Eigentlich sind die letzten Stunden bald rum. Während der Einnahme ist es ganz anders also ohne. Ich habe eher das Gefühl, dass ich jetzt die Therapie erst recht bräuchte.

Ich war beim HNO mit den Ohren, habe Hyperakusis, ein überdurchschnittliches sehr empfindliches Gehör. Aber das war schon immer so bei mir. Eine Kortison Behandlung empfiehlt der Arzt in meinem Fall nicht weil es psychisch ist und vor zwei Jahren ging nach einigen Wochen der Tinnitus wieder weg. Darauf hoffe ich dieses Mal auch. In meinem Kopf klopft es, bzw. in den Ohren und ich fühle mich wie bei einer fetten Erkältung, wie zugedröhnt. Ein ekliges Gefühl. Ich hoffe, es wied bald wieder besser. Kann auch von den Verspannungen kommen. Durch den Stress im Gehirn scheint sich mein Nacken zusammenzuziehen.
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram morgens, im Sommer meist die geringere Dosis
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung
wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Ansetzen keine Probleme
Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram, ich war komischerweise skeptisch und überlegte noch, leider leider leider entschied ich mich gegen mein Bauchgefühl ich dosierte wieder 10 mg ein, mir ging es sehr schlecht danach, dann ging es mir mit 10 mg recht gut und ich dosierte auf 20 mg, wieder ging es mir schlecht, die Panikattacken kamen wieder, suchte mir dann einen Psychiater weil ich die Welt nicht mehr verstand. Sonst hatte es mit Citalopram immer gut funktioniert. Er sagte, ich kann auch in kleineren Dosen hochdosieren, mind. 20 mg sollten es schon sein, weil das die erste wirkungsvolle Dosis ist, war zu dem Zeitpunkt wieder zurück auf 10 mg.ich vertraute ihm und erhöhte in 2,5 mg Schritten
12,5 mg Februar 2015 - Nackenverspannungen
April 2015 Dosierung auf 15 mg nach Ohrenproblem durch Hagel offenes Dachfenster beim Schlafen, dachte hochdosieren hilft - Tinnitus und nicht nur in dem betroffenen Ohr, vier Wochen fast nicht geschlafen
Ab Mai 17,5 mg ängstliches hochdosieren, befinden ging so
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete
Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unruhe, drei Wochen nach null Silymarin genommen, Ohrenklingeln, das man nicht durch übertönen verdrängen konnte, großes Bedürfniss nach Ruhe, ein Morgen heftiges Hirnrauschen, Absetzen Silymarin, nach drei Tagen besser erträglicher aber nicht ganz weg, drei Wochen noch etwas besser, fast wieder normal, nun seit vier Tagen (11Wochen nach 0, 31.7.17) 3 Ohrgeräusche auf dem linken Ohr, Hirnrauschen, Unruhe, Verzweiflung, Schwäche, Kopfdruck, Jucken in Ohren, Ohrenschmerzen morgens und abends, besonders schlimm, Schlafstörungen
Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 10.08.17, 10:32

Hallo Manja, :)

du bist also seit etwas mehr als 12 Wochen auf Null mit dem Citalopram, richtig?
Und seit wann ist es nun so schlimm mit den Beschwerden?
SSRI können zeitversetzt Absetzsymptome auslösen, es hört sich bei dir so an.
Zudem hast du recht zügig abgesetzt, das war auch zu schnell und reizt das ZNS.

Man könnte überlegen, ob du eine Wiedereinnahme (1mg für den Anfang) probierst und schaust, ob sich etwas ändert, wobei 3 Monate auf Null schon recht fortgeschritten ist.

Mein Ex-Freund, mit dem ich noch gut befreundet bin, leidet auch unter Hyperakusis und Tinnitus.
Er sagt, das Schlimmste ist Stress, da wird alles schlimmer bei ihm. Das kann ich bestätigen, denn ich bin hochsensibel und auch auf alle Reize sehr empfindlich, ferner leide auch ich phasenweise unter Tinnitus.
Ferner tragen Verspannungen im Hals-Nacken-Kiefer-Bereich teilweise massiv dazu bei, dass sich der Tinnitus verschlechtern kann. Da würde ich auch mal ein Auge drauf werfen, zumal es dir selbst schon aufgefallen ist.

Tinnitus kann, sofern es als Absetzsymptom auftaucht, wieder weggehen, da du es aber auch schon eine ganze Weile begleitend hast, ist eher damit zu rechnen, dass du auch künftig immer wieder mit dem Thema zu tun hast.
Dennoch darf ich dir versichern, dass man lernen kann sich auch damit zu arrangieren.
Mein Ex-Freund hat es, meine Schwester hat es, ich habe es... - und wir alle haben gelernt - über die Jahre - damit irgendwie klar zu kommen.
Es leiden Einige hier im Forum darunter, wir haben einen eigenen Thread dazu, den ich dir gerne verlinke: viewtopic.php?f=57&t=12189

Zur Psychotherapie. Besteht denn die Möglichkeit zu verlängern? Das wäre schon wichtig; du schreibst ja selbst, dass Bedarf da ist. Würde da dein Therapeut kooperieren?

Hast du weitere Fragen?

Viele Grüße und willkommen im Forum :)
Es haben sich in den letzten Tagen wieder sehr viele Neue hier angemeldet; das Team versucht jedem zu antworten, aber das kann manchmal etwas dauern.

Jamie
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Donnerstag, 10.08.17, 16:22

Hallo Jamie,

leichte Absetzsymptome hatte ich schon nach zwei bis drei Wochen. Auch so Klingeln und Zischen im Ohr bei Geräuschen, was dann wieder weniger wurde. War vielleicht eine Welle. Gerade sitze ich beim Arzt weil ich mich krank fühle, Hals gereizt, erhöhte Temperatur, Schwäche usw. Nur die Frage, ist das ein Infekt oder ein Entzugssyndrom. Der Tinnitus ist zur Zeit dafür etwas besser und er ist nicht schuld an meinen Schlafstörungen. Ich fühle mich wie bei Fieber gerade. Habe meine Therapeutin angerufen heute, hab einen Termin für 18 Uhr. In der Woche, wo diese ganzen Symptome auftraten, hatte ich eine für die letzten Jahre ungewöhnlich starke und schmerzhafte Periode. Dann musste mein Papa ins Krankenhaus. Ich nahm es zwar oberbewusst gut an aber unterbewusst wohl nicht. Ich hatte wohl auch etwas zu viel Alkohol noch getrunken in der Woche. Und an dem vorletzten Samstag als ich auch schon infektähnliche Symptome hatte, war ich unterwegs mit meiner Mama und meiner Cousine. Vielleicht hat all das zusammen getriggert und mich zu diesem Häufchen Elend werden lassen. Zudem war mein Freund auf meiner Lieblingsinsel ohne mich
Ferienurlaub mit Sohn. Er kommt heute Nacht erst wieder. Er wird mich nicht wiedererkennen.
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram morgens, im Sommer meist die geringere Dosis
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung
wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Ansetzen keine Probleme
Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram, ich war komischerweise skeptisch und überlegte noch, leider leider leider entschied ich mich gegen mein Bauchgefühl ich dosierte wieder 10 mg ein, mir ging es sehr schlecht danach, dann ging es mir mit 10 mg recht gut und ich dosierte auf 20 mg, wieder ging es mir schlecht, die Panikattacken kamen wieder, suchte mir dann einen Psychiater weil ich die Welt nicht mehr verstand. Sonst hatte es mit Citalopram immer gut funktioniert. Er sagte, ich kann auch in kleineren Dosen hochdosieren, mind. 20 mg sollten es schon sein, weil das die erste wirkungsvolle Dosis ist, war zu dem Zeitpunkt wieder zurück auf 10 mg.ich vertraute ihm und erhöhte in 2,5 mg Schritten
12,5 mg Februar 2015 - Nackenverspannungen
April 2015 Dosierung auf 15 mg nach Ohrenproblem durch Hagel offenes Dachfenster beim Schlafen, dachte hochdosieren hilft - Tinnitus und nicht nur in dem betroffenen Ohr, vier Wochen fast nicht geschlafen
Ab Mai 17,5 mg ängstliches hochdosieren, befinden ging so
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete
Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unruhe, drei Wochen nach null Silymarin genommen, Ohrenklingeln, das man nicht durch übertönen verdrängen konnte, großes Bedürfniss nach Ruhe, ein Morgen heftiges Hirnrauschen, Absetzen Silymarin, nach drei Tagen besser erträglicher aber nicht ganz weg, drei Wochen noch etwas besser, fast wieder normal, nun seit vier Tagen (11Wochen nach 0, 31.7.17) 3 Ohrgeräusche auf dem linken Ohr, Hirnrauschen, Unruhe, Verzweiflung, Schwäche, Kopfdruck, Jucken in Ohren, Ohrenschmerzen morgens und abends, besonders schlimm, Schlafstörungen
Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon padma » Donnerstag, 10.08.17, 18:06

hallo Manja, :)

auch von mir noch willkommen.

Da kommt ja einiges zusammen bei dir. :(
Ich würde davon ausgehen, dass ein Grossteil davon Absetzsymptome sind, alles was du aufzählst ist ganz typisch.
Absetzsymptome können durch Stress getriggert werden, aber z.B. auch durch Alkohol oder einen Infekt. Zudem machen sie sich gerne an den Schwachstellen des Körpers fest.

Du hast Citalopram von Anfang an schlecht vertragen, d.h. dass dein ZNS von Anfang an sehr sensibel auf Citalopram reagiert hat.

Ob eine Wiedereindosierung noch greifen würde ist fraglich, aber ist so ziemlich das einzige, was man versuchen kann. Falls du es versuchen möchtest, dann höchstens 1 mg.

In unseren grundlegenden Infos ist alles erklärt, eine Symptomliste etc. ist verlinkt viewtopic.php?f=18&t=12880

Hilfreich sein könnte Fischöl und Magnesium und viel Ruhe.

Zu Tinnitus haben wir hier einen thread viewtopic.php?f=57&t=12189

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Freitag, 11.08.17, 13:19

Hallo Padma,

ich war gestern noch bei meiner Therapeutin, sie konnte mich etwas trösten und beruhigen. Bin jetzt ne Woche krank geschrieben. Ich konnte die Nacht besser schlafen, habe nur heute wieder mehr Druck auf dem Ohr und fühle mich manchmal wie zugedröhnt. Meine Kaffeemaschine heute früh hörte ich auch intensiver, sie vibrierte fast. Erst habe ich mein Spinningbike wieder aufgestellt und es geputzt. Jetzt fühle ich mich sehr schwach. Die beste Zeit in meinem Leben war immer dann wenn ich regelmäßig Sport machte. Ich habe das die letzten Jahre vernachlässigt und zugegen leider zu regelmäßig Alkohol getrunken zusätzlich zu der Einnahme von Cita. Das spielt bestimmt auch mit rein. Ich würde gern wieder mehr Sport machen, aber ich merke, ich habe zu wenig Kraft. Aber vielleicht habe ich doch nur einen Infekt und es ist in ein paar Tagen wieder besser. Ich bin sensibler als vor der Einnahme von Citalopram. Aber ich werde doch wirklich wieder normal oder.
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram morgens, im Sommer meist die geringere Dosis
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wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Ansetzen keine Probleme
Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram, ich war komischerweise skeptisch und überlegte noch, leider leider leider entschied ich mich gegen mein Bauchgefühl ich dosierte wieder 10 mg ein, mir ging es sehr schlecht danach, dann ging es mir mit 10 mg recht gut und ich dosierte auf 20 mg, wieder ging es mir schlecht, die Panikattacken kamen wieder, suchte mir dann einen Psychiater weil ich die Welt nicht mehr verstand. Sonst hatte es mit Citalopram immer gut funktioniert. Er sagte, ich kann auch in kleineren Dosen hochdosieren, mind. 20 mg sollten es schon sein, weil das die erste wirkungsvolle Dosis ist, war zu dem Zeitpunkt wieder zurück auf 10 mg.ich vertraute ihm und erhöhte in 2,5 mg Schritten
12,5 mg Februar 2015 - Nackenverspannungen
April 2015 Dosierung auf 15 mg nach Ohrenproblem durch Hagel offenes Dachfenster beim Schlafen, dachte hochdosieren hilft - Tinnitus und nicht nur in dem betroffenen Ohr, vier Wochen fast nicht geschlafen
Ab Mai 17,5 mg ängstliches hochdosieren, befinden ging so
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete
Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unruhe, drei Wochen nach null Silymarin genommen, Ohrenklingeln, das man nicht durch übertönen verdrängen konnte, großes Bedürfniss nach Ruhe, ein Morgen heftiges Hirnrauschen, Absetzen Silymarin, nach drei Tagen besser erträglicher aber nicht ganz weg, drei Wochen noch etwas besser, fast wieder normal, nun seit vier Tagen (11Wochen nach 0, 31.7.17) 3 Ohrgeräusche auf dem linken Ohr, Hirnrauschen, Unruhe, Verzweiflung, Schwäche, Kopfdruck, Jucken in Ohren, Ohrenschmerzen morgens und abends, besonders schlimm, Schlafstörungen
Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon padma » Freitag, 11.08.17, 18:42

hallo Manja, :)

gut, dass deine Therapeutin dich etwas trösten konnte und du jetzt krank geschrieben bist.

Hast du es wegen dieser Geräuschüberempfindlichkeit mal mit Kopfhörern versucht? Einige im Forum haben damit gute Erfahrungen search.php?keywords=kopfh%C3%B6rer

Erst habe ich mein Spinningbike wieder aufgestellt und es geputzt. Jetzt fühle ich mich sehr schwach. Die beste Zeit in meinem Leben war immer dann wenn ich regelmäßig Sport machte.

Sport kann im Entzug Absetzsymptome verstärken. Das müsstest du vorsichtig für dich ausprobieren, wenn du wieder etwas kräftiger bist, wieviel du verträgst

und zugegen leider zu regelmäßig Alkohol getrunken zusätzlich zu der Einnahme von Cita. Das spielt bestimmt auch mit rein.

Oh, ja. Alkohol ist ein Wirkverstärker für AD und kann auch Absetzsymptome verstärken. Schaffst du es den Alkohol jetzt komplett weg zu lassen? Das halte ich für wichtig.

Ich bin sensibler als vor der Einnahme von Citalopram.

AD schirmen von Reize ab. Nach dem Absetzen muss sich das erst wieder einspielen. Eine erhöhte Reizempfindlichkeit ist auch ein Absetzsymptom.

Aber ich werde doch wirklich wieder normal oder.

Ja, davon ist auszugehen.

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Freitag, 11.08.17, 19:14

Hallo Padma,

danke für deine lieben Worte und Tipps. Ich habe erst einen Spaziergang gemacht, zunächst dachte ich, ich schaffe es nicht wieder zurück heim aber dann konnte ich sogar noch etwas einkaufen gehen.

Ich lasse den Alkohol bevorzugt weg weil ich den gar nicht mehr vertrage. Ich spüre ihn sofort und das nicht angenehm. Vor zwei Jahren während einer Phase der Raufdosierung war das zunächst auch so.

Ich habe da Parallelen festgestellt zur damaligen Ersteinnahme und Raufdosierung und des jetzigen Absetzens. Drei Monate nach Ersteinnahme ging es mir richtig dreckig einige Wochen lang. Und jetzt drei Monate nach komplett absetzen ist es wieder so. Könnte da ein Schema bestehen?
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram morgens, im Sommer meist die geringere Dosis
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung
wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Ansetzen keine Probleme
Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram, ich war komischerweise skeptisch und überlegte noch, leider leider leider entschied ich mich gegen mein Bauchgefühl ich dosierte wieder 10 mg ein, mir ging es sehr schlecht danach, dann ging es mir mit 10 mg recht gut und ich dosierte auf 20 mg, wieder ging es mir schlecht, die Panikattacken kamen wieder, suchte mir dann einen Psychiater weil ich die Welt nicht mehr verstand. Sonst hatte es mit Citalopram immer gut funktioniert. Er sagte, ich kann auch in kleineren Dosen hochdosieren, mind. 20 mg sollten es schon sein, weil das die erste wirkungsvolle Dosis ist, war zu dem Zeitpunkt wieder zurück auf 10 mg.ich vertraute ihm und erhöhte in 2,5 mg Schritten
12,5 mg Februar 2015 - Nackenverspannungen
April 2015 Dosierung auf 15 mg nach Ohrenproblem durch Hagel offenes Dachfenster beim Schlafen, dachte hochdosieren hilft - Tinnitus und nicht nur in dem betroffenen Ohr, vier Wochen fast nicht geschlafen
Ab Mai 17,5 mg ängstliches hochdosieren, befinden ging so
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete
Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unruhe, drei Wochen nach null Silymarin genommen, Ohrenklingeln, das man nicht durch übertönen verdrängen konnte, großes Bedürfniss nach Ruhe, ein Morgen heftiges Hirnrauschen, Absetzen Silymarin, nach drei Tagen besser erträglicher aber nicht ganz weg, drei Wochen noch etwas besser, fast wieder normal, nun seit vier Tagen (11Wochen nach 0, 31.7.17) 3 Ohrgeräusche auf dem linken Ohr, Hirnrauschen, Unruhe, Verzweiflung, Schwäche, Kopfdruck, Jucken in Ohren, Ohrenschmerzen morgens und abends, besonders schlimm, Schlafstörungen
Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Lisamarie » Freitag, 11.08.17, 19:28

Hallo Manja,

h habe da Parallelen festgestellt zur damaligen Ersteinnahme und Raufdosierung und des jetzigen Absetzens. Drei Monate nach Ersteinnahme ging es mir richtig dreckig einige Wochen lang. Und jetzt drei Monate nach komplett absetzen ist es wieder so. Könnte da ein Schema bestehen?


Ja das kann durchaus ein Schema sein und nennt sich verzögerter Entzug, also das es einem eine Weile nach dem Absetzen halbwegs gut geht und es dann zum Einbruch kommt, ich hab vor vier Jahren einen unwissenden Entzug von drei Medikamenten gemacht , sechs Wochen ging es mir super und dann kam der totale Zusammenbruch bei mir, leider hab ich das damals noch nicht mit den Psychopharmaka absetzen in Verbindung gebracht und bin ein halbes Jahr durch die Hölle gegangen, was bei dir nicht so drastisch sein muss wie bei mir, ich hab ja auch drei Medikamente kalt abgesetzt. Mit meinem heutigen Wissen hätte ich wieder eine Minimenge Eindosiert um es anschließend vernünftig auszuschleichen.

Beobachte deine Beschwerden ob sie schlimmer werden und überleg dir ob du nicht wie Jamie empfohlen hat wieder 1 mg zu nehmen um zu schauen ob du dich damit stabilisieren kannst um es danach langsam auszuschleichen.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen, berufsunfähig.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Samstag, 12.08.17, 9:58

Hallo Petra,

mir geht es meistens morgens schlechter, da brummt es mir im Kopf. Wahrscheinlich weil da auch der Kreislauf am Boden ist. Ich spüre auch längere Zeit ohne Nahrung ganz extrem, da geht mach längerem Hungern der Kreislauf so in den Keller, dass ich total benommen bis und ich bin absolut kraftlos. Ich muss mich zwingen zu essen. Habe keinen Appetit. Schlafen ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Immer nur kurze Phasen mit viel träumen. Nach einem Spaziergang geht es mir meist viel besser, nur muss ich zuvor etwas gegessen haben. Und mein Zyklus ist verdammt kurz geworden. Ich möchte nicht mehr eindosieren, ist bestimmt zu lange her. Was könnte denn bei 1mg schlimmstenfalls passieren wenn der Schuss nach hinten los geht?
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram morgens, im Sommer meist die geringere Dosis
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung
wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Ansetzen keine Probleme
Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram, ich war komischerweise skeptisch und überlegte noch, leider leider leider entschied ich mich gegen mein Bauchgefühl ich dosierte wieder 10 mg ein, mir ging es sehr schlecht danach, dann ging es mir mit 10 mg recht gut und ich dosierte auf 20 mg, wieder ging es mir schlecht, die Panikattacken kamen wieder, suchte mir dann einen Psychiater weil ich die Welt nicht mehr verstand. Sonst hatte es mit Citalopram immer gut funktioniert. Er sagte, ich kann auch in kleineren Dosen hochdosieren, mind. 20 mg sollten es schon sein, weil das die erste wirkungsvolle Dosis ist, war zu dem Zeitpunkt wieder zurück auf 10 mg.ich vertraute ihm und erhöhte in 2,5 mg Schritten
12,5 mg Februar 2015 - Nackenverspannungen
April 2015 Dosierung auf 15 mg nach Ohrenproblem durch Hagel offenes Dachfenster beim Schlafen, dachte hochdosieren hilft - Tinnitus und nicht nur in dem betroffenen Ohr, vier Wochen fast nicht geschlafen
Ab Mai 17,5 mg ängstliches hochdosieren, befinden ging so
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete
Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unruhe, drei Wochen nach null Silymarin genommen, Ohrenklingeln, das man nicht durch übertönen verdrängen konnte, großes Bedürfniss nach Ruhe, ein Morgen heftiges Hirnrauschen, Absetzen Silymarin, nach drei Tagen besser erträglicher aber nicht ganz weg, drei Wochen noch etwas besser, fast wieder normal, nun seit vier Tagen (11Wochen nach 0, 31.7.17) 3 Ohrgeräusche auf dem linken Ohr, Hirnrauschen, Unruhe, Verzweiflung, Schwäche, Kopfdruck, Jucken in Ohren, Ohrenschmerzen morgens und abends, besonders schlimm, Schlafstörungen
Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Lisamarie » Samstag, 12.08.17, 10:15

Hallo Manja, das schlimmste was dir mit 1 mg passieren kann ist das du es nicht mehr verträgst, aber genau deshalb empfehlen wir so Minidosierungen , so kann man das austesten und im schlimmsten Fall direkt wieder absetzen. Aber ebenso besteht die Möglichkeit das du dich mit den 1 mg wieder stabilisieren kannst und es dir besser geht, dem ganzen solltest du dann eine Chance von mindestens 10 Tage geben , bei manchen bessern sich die Absetzprobleme sofort bei anderen dauert es ein paar Tage.
Schick dir mal was zum lesen mit.
viewtopic.php?f=18&t=13205
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen, berufsunfähig.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Undead » Dienstag, 15.08.17, 11:00

Hallo,
mich hat es gestern auch wegen ähnlicher Symptome hier her gebracht. Das mit den Ohrgeräuschen, bzw. empfindlichen Hören war für mich am meisten belastend. Bei mir ging das auch aus heiterem Himmel los, ich hatte einen Entzug im Januar(Tramadol). Hatte da überhaupt keinen Zusammenhang mehr gesehen. Ich bin nur irgendwie froh, dass das anscheinend gar nicht so ungewöhnlich ist. Ich habe dazu dann noch Panikatacken bekommen. Ich geh mal von Triggern aus, die das erst so richtig zeigen, dass man noch nicht fit ist und das Nervensystem noch etwas Ruhe braucht und Heilung.

In meinem eigenen Post bin ich darauf noch nicht so eingegangen, aber ich würde speziell deswegen, gerne meine Erfahrung dazu weitergeben. Vielleicht hilft es uns beiden irgendwie herauszufinden, was los ist :-)
Bei mir war das so schlimm, dass ich schon fast apathisch wurde. Das hat sich in 2 Wochen sehr gesteigert. Mir kam es so vor, als könnte ich den Schall nicht mehr richtig abdämpfen, bzw. mein Ohr kann das nicht. Ich hab klirren von Tellern und Gläsern als so störend empfunden, dass ich zum Schluss nur noch allein essen konnte. Ich war eingeladen bei meinen Eltern, aber musste warten, bis sie fertig waren, dann konnte ich ihn Ruhe essen. Ich hab dann auch stärker PMS bekommen und dazu schlimmes Kopfweh. Das Kopfweh hab ich natürlich selbst getriggert, in dem ich viel zu viel Ibuprofen genommen habe,das hat alles denk ich schlimmer gemacht. Ich bin dann auch zum HA der mir sofort eine Überweisung ins KH gegeben hat. Da hatte ich schon einige Panikatacken, aber nie mit dem Problem der Ohren u. zum Schluss eben Kopfschmerzen. Bevor ich aber ins KH kam, war ich bei 2 HNO Ärzten. Der erste hat schon gemerkt, dass das Trommelfell den Schall tatsächlich nicht so widerspiegelt, was aber minimal war und hat mir etwas pflanzliches verschrieben. In 6 Wochen wieder vorbei schaun^^ Naja, nach einer Woche bin ich zu einem anderen HNO, weil es gar nicht gebracht hatte. Der hat dann aber am Trommelfell nichts mehr bemerkt( was evtl. nur von Verspannungen kam?) und dachte an Hörsturz bzw. beginnend. Dann bekam ich Cortison, und während ich das schreib, gehen mir die Augen auf,weil ich in der Gruppenbeschreibung gelesen hab, dass Cortison triggern kann.... Da wurde das Gefühl, dass ich langsam verrückt werde, ganz übel. Hab es 2 Tage genommen und dann kam eben das mit den Kopfschmerzen und alles wurde schlimmer. Dann ab ins KH, Lumbalpunkion usw. das volle Programm. Da hat man natürlich in erster Linie das Kopfweh beachtet. Erstmal nichts gefunden und ich bekamm eine leichte Cortisonstroßtherapie...War 7 Tage drin, lag wegen der Punktion dann auch flach. Hörnerv wurde auch getestet, zum Schluss MRT(da wurden leichte Kaliberunregelmäßigkeiten gefunden, die ich noch abklär und am Montag Bescheid weiss, tippe oder hoffe aber auf die Verspannungen). Es wurden auch die Nierenaterien geschallt, alles ok. Was dazu seltsam war, dass ich wahnisnnig viel Luft im Bauch hatte.. das hatte ich auch jedes mal, wenn ich die Panikatacken hatte. Evtl. diese Syndrom, was auch in den Absetzerscheinungen beschrieben wurde hier... Würde passen. Hat jetzt aber keinen Arzt bisher interessiert.

Nachdem ich daheim war, wurde es besser, jeden Tag etwas. Das Ohr war fast wieder normal, Schwindel und Derealisierung fast weg. Dann wurde ich krank. Erkältung und hatte wieder ein riesen Problem mit dem Ohr, diesmal mit beiden. Jetzt weiss ich aber, dass ich wohl am Anfang schon eine Erkältung hatte, Leukozyten waren erhöht und man hat sonst nichts gefunden. Also hat das auch nochmal getriggert. Diesmal hatte ich aber Halsschmerzen und konnte es einordnen(bin seit Jahren nicht krank gewesen). Dieses mal konnte ich auch anders damit umgehen. Mittlerweile ist das mit den Ohren fast den ganzen Tag weg. Ich merke es bei Stress noch, oder auch unbewusstem Stress. Ich geh dann viel raus, da geht es komplett weg. Ich hatte auch bei meiner letzten Periode nur noch die üblichen Stimmungsschwankungen :-) aber keine Kopfschmerzen ect. mehr. Hatte schon Angst, dass es mich wieder umhaut, weil der Körper da ja mehr gestresst ist.

Also ich glaube, nachdem man sowas absetzt, kann man nicht gleich damit rechnen, dass alles nach ein paar Monaten super ist. Und so wie es aussieht, können Sachen noch nach Monaten triggern? Ich hatte dann auch wegen Umzug viel Stress, wieder Schlaftabletten genommen...Ich merk aber auch, dass das Ohr aufgeht, wenn ich den Kiefer bewege. Der ist total verspannt, ist das bei dir auch so? Dass auch der Kiefer etwas verspannt ist?

Vielleicht weiss ja noch jemand etwas dazu. Ich bin auch überrascht, dass das erst nach Monaten so passiert. Du schreibst von Hyperakustik...Das würde ja auch passen. Ist das bei dir so, dass du dann permanent keine Lautstärke aushälst, bzw. gewisse Geräusche? Bei mir ist das immer unterschiedlich. Ich dachte zuerst auch, ich werd mir Ohrstöpsel oder sowas holen müssen, aber es gibt Tage, da kann ich sogar laut Musik hören. Und hab vorallem Spass dran. Dann gibt es schon Zeiten, da nervt mich sogar die Lüftung oder das surren vom Kühlschrank. Aber wenn ich mich da nicht reinsteiger, wie am Anfang, scheint sich alles wieder zu entspannen und es ist nicht mehr so schlimm.

Vor einer Woche ca. bin ich heimgekommen, es waren wieder beide Ohren zu, nach einem stressigen Tag und es fühlt sich an, als würde der Kopf etwas entzündet sein(blöd ausgedrückt), dann hab ich mich hingesetzt und versucht zu entspannen, auf einmal hat es im Ohr geploppt und es war offen...Das hat meine Theorie mit den Verspannungen auch bestärkt.

So, ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel geschrieben. Falls es stört oder nicht hilft, einfach löschen bitte :-)
Ich kann leider nur ca. Angaben machen, mein Gedächtnis ist nicht so besonders gut die meiste Zeit:
bis 2009 diverse Antidepressiva, hauptsächlich Fluoxetin
L-Thyroxin: Seit 2015 momentan 88 mcg
Zolpidem: ca. Mai 2015 5-10 mg täglich - März 2017 dann für 2 Monate abgesetzt bis Mitte Mai (gerade am Absetzten, momentane Dosis 5 mg täglich Einmaldosis Nachts)
Tramadol: Zuerst 2012 bis 2014 ca. dann ausgeschlichen
Codein : ca. Mai 2016 - August 2016
Tramadolwiedereinnahme: August 2016 - Mitte Januar 2017 (nach schweren Nebenwirkungen komplett abgesetzt)
Zolpidem abgesetzt: Mitte März 2017
Zolpidemwiedereinnahme: Ende Mai 2017 10 mg Einmaldosis Nachts
Zolpidem ausschleichen: 13. August 5 mg täglich Nachts
Zwischenzeitlich sporadisch Tavor 0,5mg-2,00 mg Seit Mitte August nie wieder, kompett abgesetzt und die Nase voll davon.

21.08.2017
Neuer Plan: Absetzen von Zolpidem, gleichzeitig L-thyroxin auf 75mcg reduzieren
Seit ca. 1 Woche auf 0.5 mg Zolpidem, am 18.08. dummen Fehler gemacht und eine 10 mg genommen. Am nächsten Tag vermehrtes Rauschen im Kopf, starker Schwindel, starke Konzentrationsstörungen, Kiefer extrem verkrampft, Angstzustände aber keine Panikatacke, Augenlidzucken, Lichtempfindlichkeit, Augenbrennen
Nun Seit 19.08. wieder auf 0,5 mg und nun dabei ca. 1 Monat bleiben
Nachts Herzrasen und Panik, Angstzustände aber einschlafen können.
21.08. Absetzsymptome etwas schwächer, Rauschen geringer, Kieferverspannungen hautsächlich rechts, aber nicht mehr so schlimm wie nach 10 mg Ausrutscher, Seit Ausrutscher wieder vermehrtes Kältegefühl/brennen auf dem Kopf(Kopfhaut oben). Übliche Genickschmerzen. Brennen seitlich am Hals-wie entzündet, Leichte Darmverkrampfungen m. leichten Schmerzen, trockener Mund und Augen, gebesserte Konzentrationsstörungen.

Neuester Plan:
25.08.17 Zolpidem auf 0,25 mg reduziert
Abesetzerscheinungen: Druck im Kopf geringer, Lichtempfindlichkeit und Augenbrennen kommen mir auch leichter vor, Genickschmerzen etwas stärker-aber schon einen Tag vor dem Absetzen, Trommelfell rechts scheint sich auch etwas zu entspannen, dadurch, dass der Kiefer/Hals heute auch nicht so verspannt war, aber schon noch schmerzt, Evtl. setzen mir die Nebenwirkungen doch mehr zu vom Zolpidem selbst, als der Entzug an sich ? Werde sehen wie die 2. Nacht mit der geringeren Dosis wird. Gedächtnis immer noch nicht wesentlich besser, aber soweit so gut ^^ Angstzustände sind noch abzusehen, kommt und geht im Rahmen. Rauschen sehe ich dann erst, wenn ich im Bett liege. Kopfhaut fast kein Kältegefühl heute gehabt.

Leider wurde meine letzte Aktualisierung nicht gespeichert... Deshalb nur in Kurzform:
25.08.17-07.08.17 Zolpidem 0,25mg-1,25mg
Gleiche Symptome wie immer, aber alles etwas geringer. Gerade das Rauschen scheint nachzulassen, fast nicht mehr vorhanden.

Seit dem 08.09.2017 auf NULL Zolpidem
Alles scheint immer weniger zu werden. Heute am 2. Tag von null ist mir richtig warm, sonst hab ich immer sehr gefroren. Evtl. wirkt das L-Thyroxin wieder stärker?

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Dienstag, 15.08.17, 16:52

Hallo Undead,

ich war gestern im Biergarten und das nachdem ich den Tag schon unterwegs war. Ich trug da Ohrstöpsel. Anders hätte ich es nicht ausgehalten. Das Gefühl, dass die Ohren zu sind, habe ich auch oft. Ich schlafe zur Zeit schlecht bis gar nicht, merke aber, dass meine Ohren morgens entspannter sind. Was ich noch merke ist, dass in den Morgenstunden die Ohren beim Schlucken mehr knacken. Einige Ohrgeräusche sind sehr viel leiser geworden, zeitweise ganz weg. Ich habe auch einen Druck auf den Ohren, meist auf dem rechten oder so ein juckiges Gefühl. Neuerdings habe ich ein Brummen im rechten Ohr, meist beim Liegen. Ich habe einen sehr verspannten Nacken und Schultern. Das hatte ich schon seit ich Citalopram nahm. Und drei Monate nach Wiedereinnahme von Citalopram hatte ich ähnliche Probleme wie jetzt: Ohrgeräusche, Empfindlichkeit und auch dieses Knacken. Im letzten Winter war ich sehr oft erkältet und hatte da auch immer ein zues rechtes Ohr. Bei schwankt es auch mit der Empfindlichkeit, mal mehr mal weniger. Ich sehne mich nach meiner Stabilität zurück. Jetzt ist jeder Tag eine Überraschung. Gestern war ein guter Tag. Heute nicht so. Trinke seit gestern auch keinen Kaffee mehr weil ich denke, dass er mich unruhiger macht.
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram morgens, im Sommer meist die geringere Dosis
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung
wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Ansetzen keine Probleme
Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram, ich war komischerweise skeptisch und überlegte noch, leider leider leider entschied ich mich gegen mein Bauchgefühl ich dosierte wieder 10 mg ein, mir ging es sehr schlecht danach, dann ging es mir mit 10 mg recht gut und ich dosierte auf 20 mg, wieder ging es mir schlecht, die Panikattacken kamen wieder, suchte mir dann einen Psychiater weil ich die Welt nicht mehr verstand. Sonst hatte es mit Citalopram immer gut funktioniert. Er sagte, ich kann auch in kleineren Dosen hochdosieren, mind. 20 mg sollten es schon sein, weil das die erste wirkungsvolle Dosis ist, war zu dem Zeitpunkt wieder zurück auf 10 mg.ich vertraute ihm und erhöhte in 2,5 mg Schritten
12,5 mg Februar 2015 - Nackenverspannungen
April 2015 Dosierung auf 15 mg nach Ohrenproblem durch Hagel offenes Dachfenster beim Schlafen, dachte hochdosieren hilft - Tinnitus und nicht nur in dem betroffenen Ohr, vier Wochen fast nicht geschlafen
Ab Mai 17,5 mg ängstliches hochdosieren, befinden ging so
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete
Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unruhe, drei Wochen nach null Silymarin genommen, Ohrenklingeln, das man nicht durch übertönen verdrängen konnte, großes Bedürfniss nach Ruhe, ein Morgen heftiges Hirnrauschen, Absetzen Silymarin, nach drei Tagen besser erträglicher aber nicht ganz weg, drei Wochen noch etwas besser, fast wieder normal, nun seit vier Tagen (11Wochen nach 0, 31.7.17) 3 Ohrgeräusche auf dem linken Ohr, Hirnrauschen, Unruhe, Verzweiflung, Schwäche, Kopfdruck, Jucken in Ohren, Ohrenschmerzen morgens und abends, besonders schlimm, Schlafstörungen
Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Undead » Dienstag, 15.08.17, 21:13

Hallo Manja,
jetzt habe ich in meinem Beitrag geantwortet, aber erst deinen hier gelesen und das da etwas vermischt^^ Typisch für mich :-)
Ich kopier dir hier einfach mal meine Antwort rein. Das ist einfacher für mich

Ich hatte am Anfang immer dieses Gefühl des Rauschens, erst später kamen surren bzw. eher fiepen kurzzeitig hinzu. Im Moment merke ich das leichte Rauschen nur noch auf dem linken Ohr, wenn ich drauf lieg eigentlich nur. Also im Bett, wenn alles ganz ruhig ist. Damit könnte ich auch leben. Mir kam es so vor, als hätten meine Ohren sozusagen zugemacht, durch die Empfindlichkeit, bzw. die störenden Geräusche. Jetzt kann ich wieder mehr aushalten, aber war auch schon(kurz bevor ich dann ins KH kam), in der Ecke gesessen und habe alle elektrischen Geräte ausgeschalten bzw. ausgesteckt. Ich dachte ich spinne... Komischerweise ging es dann wieder weg, als ich eine Zolpidem genommen hatte. Darauf hab ich dann schon immer den ganzen Tag gewartet. Bei mir ist auch alles total verspannt und ich verreiss mich oft, wenn man das so nennt? Bekomme einen Muskelkrampf im Halsbereich/Schulter, wenn ich mich zu stark drehe. Da das Zolpidem leicht muskelrelaxs ist, könnte das doch damit zusammenhängen. dass es dann hilft.. Oder überhaupt erst schuld ist...

Das mit den juckenden Ohren kenn ich auch. Deshalb dachte ich schon an eine Allergie. Aber ich konnte es bisher mit nichts in Zusammenhang bringen, weil ich es auch bekam, wenn ich nichts gegessen oder getrunken hatte.. Ich habe mittlerweile eine Unverträglichkeit gegen Sorbit feststellen können, also per H2 Test. Mehr habe ich aber noch nicht testen lassen.

Kaffee habe ich auch in der schlimmsten Zeit reduziert, jetzt kann ich wieder 2 Tassen trinken und mein rechter Arm zittert auch fast gar nicht mehr, das war auch vormittags immer noch stärker.

Ich hab irgendwie so das Gefühl, dass es mir täglich ein klein wenig besser geht. Angst schwingt dennoch mit, aber nicht mehr so schlimm, wie zu anfang. Als ich noch überhaupt nicht wusste, wie mir geschieht.
Ich kann leider nur ca. Angaben machen, mein Gedächtnis ist nicht so besonders gut die meiste Zeit:
bis 2009 diverse Antidepressiva, hauptsächlich Fluoxetin
L-Thyroxin: Seit 2015 momentan 88 mcg
Zolpidem: ca. Mai 2015 5-10 mg täglich - März 2017 dann für 2 Monate abgesetzt bis Mitte Mai (gerade am Absetzten, momentane Dosis 5 mg täglich Einmaldosis Nachts)
Tramadol: Zuerst 2012 bis 2014 ca. dann ausgeschlichen
Codein : ca. Mai 2016 - August 2016
Tramadolwiedereinnahme: August 2016 - Mitte Januar 2017 (nach schweren Nebenwirkungen komplett abgesetzt)
Zolpidem abgesetzt: Mitte März 2017
Zolpidemwiedereinnahme: Ende Mai 2017 10 mg Einmaldosis Nachts
Zolpidem ausschleichen: 13. August 5 mg täglich Nachts
Zwischenzeitlich sporadisch Tavor 0,5mg-2,00 mg Seit Mitte August nie wieder, kompett abgesetzt und die Nase voll davon.

21.08.2017
Neuer Plan: Absetzen von Zolpidem, gleichzeitig L-thyroxin auf 75mcg reduzieren
Seit ca. 1 Woche auf 0.5 mg Zolpidem, am 18.08. dummen Fehler gemacht und eine 10 mg genommen. Am nächsten Tag vermehrtes Rauschen im Kopf, starker Schwindel, starke Konzentrationsstörungen, Kiefer extrem verkrampft, Angstzustände aber keine Panikatacke, Augenlidzucken, Lichtempfindlichkeit, Augenbrennen
Nun Seit 19.08. wieder auf 0,5 mg und nun dabei ca. 1 Monat bleiben
Nachts Herzrasen und Panik, Angstzustände aber einschlafen können.
21.08. Absetzsymptome etwas schwächer, Rauschen geringer, Kieferverspannungen hautsächlich rechts, aber nicht mehr so schlimm wie nach 10 mg Ausrutscher, Seit Ausrutscher wieder vermehrtes Kältegefühl/brennen auf dem Kopf(Kopfhaut oben). Übliche Genickschmerzen. Brennen seitlich am Hals-wie entzündet, Leichte Darmverkrampfungen m. leichten Schmerzen, trockener Mund und Augen, gebesserte Konzentrationsstörungen.

Neuester Plan:
25.08.17 Zolpidem auf 0,25 mg reduziert
Abesetzerscheinungen: Druck im Kopf geringer, Lichtempfindlichkeit und Augenbrennen kommen mir auch leichter vor, Genickschmerzen etwas stärker-aber schon einen Tag vor dem Absetzen, Trommelfell rechts scheint sich auch etwas zu entspannen, dadurch, dass der Kiefer/Hals heute auch nicht so verspannt war, aber schon noch schmerzt, Evtl. setzen mir die Nebenwirkungen doch mehr zu vom Zolpidem selbst, als der Entzug an sich ? Werde sehen wie die 2. Nacht mit der geringeren Dosis wird. Gedächtnis immer noch nicht wesentlich besser, aber soweit so gut ^^ Angstzustände sind noch abzusehen, kommt und geht im Rahmen. Rauschen sehe ich dann erst, wenn ich im Bett liege. Kopfhaut fast kein Kältegefühl heute gehabt.

Leider wurde meine letzte Aktualisierung nicht gespeichert... Deshalb nur in Kurzform:
25.08.17-07.08.17 Zolpidem 0,25mg-1,25mg
Gleiche Symptome wie immer, aber alles etwas geringer. Gerade das Rauschen scheint nachzulassen, fast nicht mehr vorhanden.

Seit dem 08.09.2017 auf NULL Zolpidem
Alles scheint immer weniger zu werden. Heute am 2. Tag von null ist mir richtig warm, sonst hab ich immer sehr gefroren. Evtl. wirkt das L-Thyroxin wieder stärker?

Panik
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Panik » Freitag, 18.08.17, 10:32

Hallo,

ich denke die Ohrprobleme sind ein Absetzsymptom. Ich habe das leider auch ( GsD nur einseitig). Vorher nie Probleme damit gehabt. Googelt doch mal nach Tubenbelüftungsstörung. Evtl. hilft Euch das weiter.

durchhalten
panik
Diagnose: anfangs Anpassungstörung, dann Angst-/Panikstörung jetzt keine Ahnung
08/2011 Antikoagulation Macumar abgelöst durch
25.11.2013 Thrombozytenaggregationshemmer ASS100
13.07.2012 Escitalopram 10mg
08.10.2013 Reduzierung Escitalopram 9mg
20.10 2013 Reduzierung Escitalopram 8,5mg
23.10 2013 Reduzierung Escitalopram 8mg
10.11.2013 Reduzierung Escitalopram 7mg
07.12.2013 Aufdosiert Escitalopram 8mg
15.12.2013 Reduzierung Escitalopram 7,5mg
29.12.2013 Reduzierung Escitalopram 7mg
19.01.2014 Reduzierung Escitalopram 6mg
16.02.2014 Reduzierung Escitalopram 5,5mg
23.02.2014 Aufdosiert Escitalopram 6mg
08.03.2014 Aufdosiert Escitalopram 6,5mg
17.03.2014 Aufdosiert Escitalopram 7mg
30.03.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
25.05.2014 Reduzierung Escitalopram 8mg
07.06.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
20.07.2014 Reduzierung Escitalopram 8mg
15.08.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,25mg
18.08.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
26.10.2014 Reduzierung Escitalopram 7,5mg
31.10.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
14.12.2014 Reduzierung Escitalopram 8,2mg
21.01.2015 Reduzierung Escitalopram 4,0mg
04.04.2015 Reduzierung Escitalopram 3,8mg
30.04.2015 Reduzierung Escitalopram 3,6mg
30.05.2015 Reduzierung Escitalopram 3,2mg
08.06.2015 Reduzierung Escitalopram 3,0mg
05.07.2015 Reduzierung Escitalopram 2,8mg
26.07.2015 Reduzierung Escitalopram 2,6mg
11.08.2015 Reduzierung Escitalopram 2,4mg
19.10.2015 Aufdosiert Escitalopram 2,6mg
21.01.2017 Reduzierung Escitalopram 2,4mg --> hier
26.02.2017 Reduzierung Escitalopram 2,2mg --> oder hier
05.06.2017 Reduzierung Escitalopram 2,0mg --> oder hier Dosis real 2mg

Dez16-Jan17 mal auf Tabletten umgestiegen, großer Fehler :frust: :zombie:

Manja
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Sonntag, 20.08.17, 16:33

Hallo ihr Lieben,

wollte mich mal melden. Mir geht es so la la aber auch nicht extrem schlecht.
Habe wieder etwas mehr Appetit. Leide aber noch unter Schlafstörungen. Wobei ich mir auch hier hoffentlich nicht einbilde, dass meine Schlafphasen etwas länger geworden sind.
Zweimal nahm ich ca. 4 Stunden vor dem Schlafengehen Gingium und ich konnte die Nacht darauf am besten schlafen. Kann das Zufall gewesen sein? Manche, die Gingium nahmen, beklagten als Nebenwirkung Schlafstörungen.

Bei mir ist jeder Tag anders. Mal mehr Unruhe, dann mal mehr Schwäche. So wie heute zum Beispiel. Bin trotzdem radeln gewesen so wie es meine Kraft zuließ. Hat mich psychisch danach etwas stabiler gemacht. Wenn ich im Bett liege, meist zum Ende der Nacht, entwickelt sich ein Brummen bzw. Dröhnen in meinem Kopf, nicht sehr laut aber durch meine Sensibilität doch nervig. Sobald ich die Position wechsle, hört es für ein paar Minuten auf. Kann das von den Nacken Verspannungen kommen?
Klingt irgendwie einleuchtend wenn es denn nach Bewegung kurz verschwindet. Wenn ich aufgestanden bin und mich bewegt habe, ist es weg. Habe Anfang September einen Termin bei Orthopäden. Thaimassage tut gut. Könnte jeden Abend vor dem Schlafengehen eine gebrauchen aber das wird zu teuer. Werde aber mal ein paar Termin auf 18 Uhr legen
Vielleicht hilft es.

Ich bin sicher kein so schwerer Fall wie einige hier aber ich dachte schonmal dran, kleine Dosen eines anderen Antidepressivums einzudosieren. Das Citalopram vertrage ich sicher nicht mehr. Und ich traue mich da nicht mehr ran. Was denkt ihr, ist das ne Alternative?
Zuletzt geändert von Jamie am Sonntag, 20.08.17, 23:02, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram morgens, im Sommer meist die geringere Dosis
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung
wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Ansetzen keine Probleme
Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram, ich war komischerweise skeptisch und überlegte noch, leider leider leider entschied ich mich gegen mein Bauchgefühl ich dosierte wieder 10 mg ein, mir ging es sehr schlecht danach, dann ging es mir mit 10 mg recht gut und ich dosierte auf 20 mg, wieder ging es mir schlecht, die Panikattacken kamen wieder, suchte mir dann einen Psychiater weil ich die Welt nicht mehr verstand. Sonst hatte es mit Citalopram immer gut funktioniert. Er sagte, ich kann auch in kleineren Dosen hochdosieren, mind. 20 mg sollten es schon sein, weil das die erste wirkungsvolle Dosis ist, war zu dem Zeitpunkt wieder zurück auf 10 mg.ich vertraute ihm und erhöhte in 2,5 mg Schritten
12,5 mg Februar 2015 - Nackenverspannungen
April 2015 Dosierung auf 15 mg nach Ohrenproblem durch Hagel offenes Dachfenster beim Schlafen, dachte hochdosieren hilft - Tinnitus und nicht nur in dem betroffenen Ohr, vier Wochen fast nicht geschlafen
Ab Mai 17,5 mg ängstliches hochdosieren, befinden ging so
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete
Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unruhe, drei Wochen nach null Silymarin genommen, Ohrenklingeln, das man nicht durch übertönen verdrängen konnte, großes Bedürfniss nach Ruhe, ein Morgen heftiges Hirnrauschen, Absetzen Silymarin, nach drei Tagen besser erträglicher aber nicht ganz weg, drei Wochen noch etwas besser, fast wieder normal, nun seit vier Tagen (11Wochen nach 0, 31.7.17) 3 Ohrgeräusche auf dem linken Ohr, Hirnrauschen, Unruhe, Verzweiflung, Schwäche, Kopfdruck, Jucken in Ohren, Ohrenschmerzen morgens und abends, besonders schlimm, Schlafstörungen
Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Katharina » Sonntag, 20.08.17, 22:59

Liebe Manja!

Kurz, denn ich habe mir strenge Schlafenszeiten und WLAN aus Zeiten auf erleben müssen.

Ich kenne das mit den Geräusche von Messer u Gabel an den Tellern, zum Wahnsinnig werden.

Ich benutze Oropax singst wache ich beim ersten Regentropfen auf.
Auch habe ich mir im Baumarkt Lärmschutz Kopfhörer gekauft, die sind super, wenn man Zug fahren muss, oder ins KH, besonders zusammen mit Oropax, dann ist Ruhe.

Im Hotel immer dabei, sehen aus wie etwas merkwürdig Overhad Earphones
was mir völlig egal ist.
Auch wenn Handwerker irgendwo arbeiten, habe ich diese Schützer auf.

Oder: Kopfhörer mit binauralen Frequenzen, die gibt es als apps gratis.

Soweit wünsche ich Dir eine gute Nacht und ein herzliches Willkommen!

Gruß
Katharina
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meine Schreibfehler sind Müdigkeit - und Tastatur Eigenwilligkeit, ich bitte um Nachsicht,vielen Dank.

https://youtu.be/nE0ceeBMkQ4

Jamie
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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Jamie » Sonntag, 20.08.17, 23:09

Hallo Manja, :)

also bevor du über ein neues AD nachdenkst, würde ich auf jedem Fall der Spur mit dem Nacken / Genick folgen und mich um meine Wirbelsäule kümmern.
Wirbelsäulenprobleme können einen wahren Symptomblumenstrauß auslösen, allen voran der Atlaswirbel und die Halswirbelsäule.

Ich hatte selbst mal ein HWS-Syndrom (Überstreckung meiner HWS bei einer Not-OP); meine Ohren waren zwar nicht betroffen, dafür konnte ich meinen Kopf und meine Augen nicht bewegen / drehen, ohne dass es mir schwindelig und übel wurde.
Ein HWS Syndrom kann Ohrenschmerzen, Missempfindungen und Ohrengeräusche auslösen:
http://www.chirotherapie.homepage.t-onl ... yndrom.htm

Lass das bitte auf jeden Fall abklären.
Vielleicht wäre eine einmalige finanzielle Investition beim Osteopathen sinnvoll (statt 3 mal Thai Massage) - die können mit wenigen Handgriffen erkennen, ob die HWS einen Knacks hat (das könnten auch versierte Physiotherapeuten und Chiropraktiker) und du hättest bis zu deinem Orthopädentermin vielleicht schon Gewissheit oder zumindest eine heiße Spur (?)

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Citalopram Geschädigte

Beitragvon Manja » Dienstag, 22.08.17, 9:57

Hallo Jamie,

danke für deinen Tipp. Ich habe am Donnerstag einen Termin in einer Osteopathiepraxis und ein Rezept vom Arzt, wo einen Teil der Kosten die KK übernehmen wird.

Ich hatte gestern vier Stunden vor dem Zubettgehen wieder eine Gingium intens 120 mg genommen und ich konnte wieder besser schlafen, besonders anfangs hielt der Schlaf länger an. Danach nicht mehr, wieder wach mit kurzen Schlafphasen. Aber immerhin. Das dritte mal, dass ich mit Gingium besser schlafen konnte. Ich behalte das mal bei. Vielleicht probiert es der ein oder andere Schlafgestöre auch mal aus. Meine Ärtzin meinte, dass Gingium eigentlich keinen Schlaf fördert aber mir scheint es zu helfen. Es wirkt ja nicht nur gegen Tinnius sondern auch gegen depressive Verstimmungen.
Heute bin ich auch besser drauf. Die Unruhe ist erstmal weg. Nur habe ich wahnsinnige Nacken- und Rückenverspannungen. Gestern kam ich von der Arbeit nach Hause und war sehr erschöpft, fand aber auch keine Ruhe bei mir daheim. Bin dann spazieren gegangen. War die beste Idee des Tages. Nur später bekam ich dann wahnsinnige Kopfschmerzen, die vom Nacken ausgingen.

Ich glaube, es wird langsam besser. Die guten Tage kommen öfter und die Nächte auch. Ich spürte recht schnelle eine Veränderung meines Zustandes nach Absetzen von Cita, welche aber gering waren und mich nicht völlig instabil machten. DAnn kam es ganz plötzlich heftiger.

Ich hatte vor 13 Jahren auch eine ähnliche Zeit: Herzinfarktsymptome, Unruhe, Angst, Appetilosigkeit etc. Nahm aber damals keine Psychopharmaka. Nahm eine Antibabypille, eine Dreiphasenpille. Offenbar war die schuld. Da spürte ich eine psychische Veränderung auch schon MOnate vor der ersten Attacke. Die Pille habe ich dann wohl auch nicht vertragen. Hinzu kam der Umstand einer unglücklichen LIebe zu einem Mann.

Meine Ohren sind auch nicht mehr so empfindlich. Vor zwei Wochen noch hörte ich meinen Wasserkocher im ganzen Zimmer vibrieren, genauso wie meine Kaffeemaschine. Ich hoffe, dass das schlimmste vorbei ist.
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram morgens, im Sommer meist die geringere Dosis
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung
wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Ansetzen keine Probleme
Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram, ich war komischerweise skeptisch und überlegte noch, leider leider leider entschied ich mich gegen mein Bauchgefühl ich dosierte wieder 10 mg ein, mir ging es sehr schlecht danach, dann ging es mir mit 10 mg recht gut und ich dosierte auf 20 mg, wieder ging es mir schlecht, die Panikattacken kamen wieder, suchte mir dann einen Psychiater weil ich die Welt nicht mehr verstand. Sonst hatte es mit Citalopram immer gut funktioniert. Er sagte, ich kann auch in kleineren Dosen hochdosieren, mind. 20 mg sollten es schon sein, weil das die erste wirkungsvolle Dosis ist, war zu dem Zeitpunkt wieder zurück auf 10 mg.ich vertraute ihm und erhöhte in 2,5 mg Schritten
12,5 mg Februar 2015 - Nackenverspannungen
April 2015 Dosierung auf 15 mg nach Ohrenproblem durch Hagel offenes Dachfenster beim Schlafen, dachte hochdosieren hilft - Tinnitus und nicht nur in dem betroffenen Ohr, vier Wochen fast nicht geschlafen
Ab Mai 17,5 mg ängstliches hochdosieren, befinden ging so
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete
Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unruhe, drei Wochen nach null Silymarin genommen, Ohrenklingeln, das man nicht durch übertönen verdrängen konnte, großes Bedürfniss nach Ruhe, ein Morgen heftiges Hirnrauschen, Absetzen Silymarin, nach drei Tagen besser erträglicher aber nicht ganz weg, drei Wochen noch etwas besser, fast wieder normal, nun seit vier Tagen (11Wochen nach 0, 31.7.17) 3 Ohrgeräusche auf dem linken Ohr, Hirnrauschen, Unruhe, Verzweiflung, Schwäche, Kopfdruck, Jucken in Ohren, Ohrenschmerzen morgens und abends, besonders schlimm, Schlafstörungen
Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.


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