3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

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Fusselchen
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3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Donnerstag, 24.08.17, 21:27

Hallo liebes Forum <3 ,

ich finde es Klasse, was hier für Hilfestellung und Support geleistet wird für alle Leute die hier Ihren Weg zur Null gehen wollen. :group:
Seit ein paar Tagen bin ich stille Leserin gewesen und habe versucht mich der Thematik umfassend anzunhemen, da auch ich gerne absetzen möchte.
Ich weiß, verglichen mit den vielen Leidensgeschichten hier ist meine Anfrage ein Witz doch gerade weil ich noch nicht sehr lange AD's nehme, möchte ich den Absprung wagen.

Seit genau 3 Wochen nehme ich Doxepin wegen Schlafstörungen. Angefangen mit 10 mg. Zwischendrin gab es mal 2 Nächte mit 20 mg (leider aus Unwissenheit da der Arzt meinte"Sie können ruhig auch mal 2 Tabletten nehmen" [....ohne Kommentar]) dann aber weiter mit 10 mg. Seit ein paar Tagen habe ich auf 5 mg reduziert (auch im Unwissen und bevor ich überhaupt vom Ausschleichprozess und Absatzproblematik wusste :? ), die 5mg halte ich seit glaube 4 Tagen. Es ist zu erwähnen das ich zwischen drin 3 Tage Clomipramin genommen habe wegen Angstzuständen am Tage (25mg>12,5mg>6,25mg>0) aber nach dem Entschluss, dass ich es ohne schaffen will habe ich nach den 3 Tagen Schluss gemacht (Keine ahnung ob das nach der kurzen Zeit unter kalten Entzug zählt)... Nun ja ein wenig komisch ist mir ab und an schon. Mir scheint als würde das Herz schneller schlagen und auch so merke ich, dass etwas anders ist. Leider habe ich einen sehr sensieblen Körper und da ich nun um das komplette Thema bescheid weiß, würde ich von euch einen Tipp erhaschen wollen, wie ich die letzten 5 mg Doxepin am Besten abschleiche. Im FAQ steht, dass alles unter 4 Wochen innerhalb einer Woche abgesetzt werden kann, alles ab 4 Wochen bedarf der 10 % Methode oder 25% wenn man meint es läuft. Ich bin mir sehr unsicher ob ich die Woche riskieren oder doch die :schnecke: mache und aller 3 Wochen reduziere...nur dann komme ich halt auf über 4 Wochen einnahmezeit und somit weitere gewöhnung.

Ich habe schon versucht mich aus anderen Threads zu informieren, aber auf Grund meiner kurzen Einnahmezeit konnte ich mir nichts entnehmen..außer das selbst diese geringen Mengen einen nach Absatz umhauen können.

Fühlt euch alle jetzt schon herzlichst gedrückt, und vielleicht hat einer der alten Hasen einen Tipp für mich :3 ich würde mich freuen und bin mir bewusst das mein Anliegen eher Kinderkram ist im Vergleich zu den anderen Geschichten.


Fusselchen *schwirr*
Wegen Schlafstörungen und Ängstlichkeit im Bett vom 03.08.17~19.08.17// 10mg Doxepin (in dieser Zeit 2 mal sporadisch 20 g genommen)
20.08.17~24.08.2017//auf 5mg Doxepin reduziert
25.08.17// 0g Doxepin, da Paradoxreaktion
26.08.17// 2,5mg Doxepin, wieder Paradoxreaktion daher ab 27.08.17 auf 0 mg geblieben

Vom 17.08.17~19.08.17// Clomipramin (25mg>12,5mg>6,25mg>0mg)

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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon LinLina » Donnerstag, 24.08.17, 21:52

Hallo Fusselchen :-)

Willkommen bei uns, und Danke dir für dein Lob :-)

Deine Anfrage ist für mich gar kein Kinderkram, sondern ich freue mich, dass du so früh hierher gefunden hast und nachfragst.

Ich denke, es war sehr gut dass du vor einigen Tagen auf 5 mg gegangen bist. Ich würde es an deiner Stelle mit einem raschen Ausschleichen probieren, wenn du Glück hast funktioniert das jetzt noch ganz gut.

Wenn du nur geringe Symptome hast, versuche doch dich mehr Abzulenken und es nicht allzusehr zu beachten. Ich würde jetzt auf 2,5 mg noch einige tage und es dann ganz absetzen.

Sollte das gar nicht gehen, können wir immer nochmal neu überlegen, aber ich würde wirklich versuchen das Medikament jetzt zügig loszuwerden.

Melde dich gerne zeitnah wieder, wie du vorgehst und wie es dir damit geht, damit wir ggf. nochmal überlegen können.

Liebe Grüße
Lina
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Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Donnerstag, 24.08.17, 22:08

Hey LinLina,

danke für deine schnelle Antwort :3

Lustigerweise hatte ich mir heute früh schon ein paar 2,5mg Zuschnitte des Doxepin angefertigt. Mein Ursprungsplan war auch jetzt von 5mg auf 2,5 mg zu gehen für ein paar Tage und dann 0mg. Gerade wegen dieser magischen 4 Wochengrenze. Genau heute werden es 3 Wochen, da dachte ich..ab heute 2,5mg macht Sinn. Da ich aber nun sehr viele threads gelesen habe und viele über heftigen Absatzsymptomen klagten..und ich auch eher sensiebel auf jeglichen Sch**ß reagiere, überlegte ich schon Zwischenschritte einzuschieben..also 3,75mg und 1,25 mg. Aber damit geb ich meinen Körper nur noch länger Gewöhnungszeit. Darum brauchte ich einfach noch eine andere Meinung. Jetzt bin ich hier *lach*

Dann probiere ich es einfach mit 2,5 mg für ein paar Tage und dann 0. Ich hoffe mein ZNS verzeiht mir. Angst ist kein guter Berater und ich hätte nie gedacht das AD's sowas los treten
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26.08.17// 2,5mg Doxepin, wieder Paradoxreaktion daher ab 27.08.17 auf 0 mg geblieben

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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Freitag, 25.08.17, 8:56

Hey Leute, ich bins nochmal.

Gestern ging ich relativ entspannt zu Bett und nahm die 2,5g Doxepin. Später ging es mir echt nicht gut. Der Kopf spielt ein wenig frei und plötzlich durchfährt mich wie ein Angstblitz. Blöd zu beschreiben. Ich nahm dann nochmal 2,5 mg um auf meine 5 mg zu kommen aber es hielt an..die ganze Nacht, jetzt auch noch. Demzufolge war das Schlafen auch passe. Und nachdem ich ein konstantes Schlafverhalten hatte die letzte Zeit, bin ich nun wieder raus. Fühle mich auch dementsprechend. Ich bin massivst verunsichert ob das nun Entzugssymptome sind vom 10mg aug 5 mg Schritt oder das Doxepin mich einfach nur noch zermürbt. Meine Mutter versteht nicht warum ich überhaupt solche Experimente mache mit dem Zeug da ich die letzten Tage konstanten Schlaf hatte. Natürlich brauch ich nicht erwähnen das die Schlafanstoßende Wirkung längst weg ist. Ich weiß nicht ob ich wieder hochdosiere auf 10 mg oder sogar höher. Ich hätte nicht damit gerechnet das es mich so einnimmt, nachdem ich die letzte Zeit Besserung spührte. Wobei ich so ein Erlebnis schon mal hatte als ich 20 mg genommen hatte.

Es ist nicht leicht, aber falls doch einer einen Tipp hat wäre das super :)
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Lisamarie » Freitag, 25.08.17, 9:09

Hallo Fusselchen, willkommen im ADFD. Ich kann Lina nur zustimmen, nach drei Wochen kannst du sicher schneller absetzen, wenn du heute auf 2,5 mg gehst dann würde ich die drei Tage halten und dann drei Tage auf 1,25 mg und dann raus damit. Es kann sein das es ein paar ungemütliche Tage geben kann.Aber ich denke das du nochmals mit einem blauen Auge davon kommst. Nur Mut.

Lese gerade deinen neuen Eintrag, es ist klar das die Schlafstörung wieder Auftritt wenn du runtergehst. Weißt du warum du Schlafstörungen hast ? Also welche Ursache die haben können ? Machst du Therapie ? Lieber die Schlaflosigkeit an der Wurzel anpacken als AD,s zu nehmen, die voller Nebenwirkungen sind und nicht heilen sondern im besten Fall deckeln. Irgendwann wird auch die Wirkung weggehen und dann steht dir ein qualvolles Ausschleichen bevor, wie du bei uns im Forum lesen kannst. Ich schick dir mal unseren Thread zu Schlafstörungen, darunter leiden einige von uns.

viewtopic.php?f=57&t=9278


Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen, berufsunfähig.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon LinLina » Freitag, 25.08.17, 9:24

Hallo Fusselchen :-)

Fusselchen hat geschrieben:Gestern ging ich relativ entspannt zu Bett und nahm die 2,5g Doxepin. Später ging es mir echt nicht gut. Der Kopf spielt ein wenig frei und plötzlich durchfährt mich wie ein Angstblitz. Blöd zu beschreiben. Ich nahm dann nochmal 2,5 mg um auf meine 5 mg zu kommen aber es hielt an..die ganze Nacht, jetzt auch noch.


Ich vermute, dass du vor allem unter einer Mischung von Erwartungsangst, und eines Rebounds deines Ursprungsproblems leidest. Hast du denn Symptome, die du vorher noch nicht hattest, also vor der Einnahme von Doxepin?

Ich denke, du müsstest dich wirklich entscheiden ob du die Schlaf- und Angstproblematik akut anders aushalten/bewältigen kannst und wirklich möchtest. Ein Medikament zu nehmen kann für Manche erstmal leichter sein, aber ich würde es außer in extremen Fällen nicht empfehlen. Gerade weil du sensibel reagierst, wirst vielleicht auch eher Nebenwirkungen haben und später wird das Absetzen umso schwerer sein.

Ob du das Medikament jetzt lieber weg lässt und die Situation anders bewältigen kannst, kannst letztlich wirklich nur du entscheiden, wir können dir nur Infos über mögliche Risiken der Einnahme und unsere Erfahrungen geben.

Demzufolge war das Schlafen auch passe. Und nachdem ich ein konstantes Schlafverhalten hatte die letzte Zeit, bin ich nun wieder raus. Fühle mich auch dementsprechend.


Das Doxepin kann Schlafanstoßend wirken, gerade am Anfang, es ist nicht verwunderlich dass du nach der Reduktion wieder vermehrt Probleme hast, damit war zu rechnen :-(

Meine Mutter versteht nicht warum ich überhaupt solche Experimente mache mit dem Zeug da ich die letzten Tage konstanten Schlaf hatte.

Darf ich fragen, wie alt du (ungefähr ;-) ) bist? Wohnst du noch zuhause und/oder kümmert sich deine Mutter aktuell um dich?

Natürlich brauch ich nicht erwähnen das die Schlafanstoßende Wirkung längst weg ist.
Weiter oben schreibst du, dass du in letzter Zeit ein konstantes Schlafverhalten hattest - führst du das nicht auf das Medikament zurück, auf was sonst?

Ich weiß nicht ob ich wieder hochdosiere auf 10 mg oder sogar höher. Ich hätte nicht damit gerechnet das es mich so einnimmt, nachdem ich die letzte Zeit Besserung spührte. Wobei ich so ein Erlebnis schon mal hatte als ich 20 mg genommen hatte.


Ich muss dich eindringlich davor warnen, jetzt aus Angst so viel hochzudosieren. Gerade wenn du etwas ähnliches bei 20 mg erlebt hast, spricht das nicht dafür dass eine höhere Dosis dir wirklich helfen würde, du würdest wahrscheinlich dennoch solche Nächte erleben, aber zusätzlich an einer höheren Dosis "festhängen" :-(

Petra :-) hat dir ja schon unseren Thread zu Schlafstörungen gepostet, du kannst auch oben rechts in der Suchfunktion stichworte eingeben und entsprechende Erfahrungen finden.

Liebe Grüße
Lina
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Freitag, 25.08.17, 10:42

Vielen Dank für die schnelle Antwort :)

Naja das ganze Thema ging harmlos los mit einer schlaflosen Nacht und daraus dann ein Teufelskreis aus Panik und Angst. Ohne etwas zu nehmen war ich dann bloß vom Liegen im Bett schon zittrig und panisch und halt sehr übermüdet. Und dann noch viel zu viel gelesen und mehr panisch gemacht. Ich war dann so fertig, dass ich das Doxepin nahm. Womit ich die Anfangszeit gut fuhr...auch wenn der Schlaf anders war. Aber ich wurde dann entspannter und fand zusätzlich gute, mutmachende Texte zu der Thematik in einem anderen Forum mit Aufruf das Medikamente nicht die Wurzel bekämpfen. Ich merkte wie die Angst/Panik weniger wurde..ich konnte es besser bewätigen Auch wenn ich mit dem Doxepin schon Nebenwirkungen hatte. Ich vermute mal mein positiveres Umdenken in Kombi mit der Angstmildernden Wirkung von Doxepin könnten was bewirkt haben. Da ich mich mental sicherer fühlte, wollte ich nun Klarschiff machen mit dem AD. Was auch relativ gut lief aber gestern dann dieses Disaster. Die Angstschübe kamen völlig plötzlich und sowas fühlte ich nicht mal in meiner Zeit vorm AD. Naja und jetzt bin ich weiterhin aufgewühlt.
Ich nächtige aktuell bei meinen Eltern, da die quasi neben an wohnen (ich werde bald 28). Durch die Anfangspanik war ich viel bei meiner Mutter und hab dann auch dort geschlafen, da es diverse positive Schlaferlebnise gab. Meine Mutter nimmt auch AD's allerdings war sie nach 6 Jahren Depressionskampf ohne Medi so am Boden, dass Ihr die AD's ein neues Leben schenkten. Weshalb Sie auch meint, ich solle mit der Menge nicht runter gehen und es weiter nehmen. Das Forum wiederum belehrt mich anderen und auch diese komischen Angstschübe diese Nacht sprechen für eisernes weitermachen.

Einen Termin für die Verhaltenstherapie habe ich bereits. Leider erst Ende Oktober. Aber besser zu spät als nie. Nur leider sind diese Angstschübe eben nicht einfach so wegzuatmen :( Daher nen mein Konflikt. Ich muss auf mich hören, dass weiß ich aber diese Nacht hat mich wider sehr verängstigt. Zu mal es so unberechenbar war und ich nicht weiß ob es weggeht wenn ich eisern bleibe und Absetze...

Hoffe ich konnte deine Fragen beantworten. Vielen Danken für deine Antworten <3

Fusselchen
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Kimeta » Freitag, 25.08.17, 16:28

Hallo Fusselchen,

ich hoffe, dass das von den anderen vorgeschlagene schnelle Abdosieren bei Dir klappt und Dein gestriges Erlebnis ein Einzelfall oder Zufall war.

Falls nicht: Doxepin gibt es auch als Tropfen, damit kannst Du es mit kleineren Schritten versuchen. Es gibt Doxepin mit 2 mg pro Tropfen sowie Aponal, die haben 0,5 mg pro Tropfen.

Aber nach drei Wochen sollte das Abdosieren relativ gut und auch schnell funktionieren, ich drücke Dir jedenfalls alle Daumen.

Viele Grüße
Kimeta
Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
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Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013
Derzeitiger Stand seit 23.10.2017: 2,5 mg

Absetzverlauf:
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Samstag, 26.08.17, 9:29

Hey Kimeta,
danke für den Tipp mit den Tropfen :) ich nehme an die muss ich mir wieder vom Arzt verschreiben lassen?

Ich war diese Nacht mal so frei und habe kein Doxepin genommen...ich weiß das ist im Rahmen der Absatzproblematik nicht gut aber ich musste es einfach testen... siehe an keine krassen Angstschübe. Nur ein wenig Unruhe meinerseits, die ich aber wegbekam. Schlaf bekam ich auch. Zwar nicht im tollen Maße aber viel mehr als die Nacht davor.

Jetzt mag ich das Zeug am liebsten gar nicht mehr nehmen nach diesem Ergebnis aber durch die Absatzsache muss ich mir wohl wieder 2,5 mg gönnen als nächst niedrigere Dosis. Wenns blöd läuft kommen wieder Angstschübe. Wer hätte gedacht das das sone verzwikte Sache wird.
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Sonntag, 27.08.17, 10:57

Ich bin es nochmal liebe Leute :)

Ich möchte euch nochmal eine Frage stellen und würde mich sehr freuen, wenn es einen kleinen Tipp gibt. <3
Die letzten Tage waren sehr komisch bei mir... wie ich bereits sagte reagierte ich Donnerstag wohl paradox auf 5mg doxepin. Mit Angstschüben die sehr eklig waren. Darauf hin das Experiment ohne. Siehe da, keine Angstschübe. Allerdings schon Absetzsymptome. Noch händelbar. Wahrscheinlich auch verstärkt durch das viele Beschäftigen mit der Thematik. Gestern nahm ich des Ausschleichens zu liebe wieder 2.5 mg um das noch 2 tage durchzu ziehen...allerdings wieder angstschübe. Ich weiß nicht ob ich mir das jetzt noch 2 weitere Tage antun soll und dann auf 0 gehe...oder sofort auf 0 gehe. Oder das schon der kalte Entzug ist. Einschleichen bei so einer Reaktion ist wohl auch keine gute Idee...und mit anderen Medikamenten anfangen macht alles wohl noch komplett verrückt. Vielleicht habt ihr einen Tipp für mich und ich komme nochmal davon mit einem blauen Auge :( bzw das es nach 0 dann wieder besser wird auf Grund kurzer Einnahmedauer und der geringen mg zahl und ein Medikament
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Jamie » Sonntag, 27.08.17, 11:09

Hallo Fusselchen, :)

das ist ein wenig Abwägungssache.
Es gibt nicht nur schwarz-weiß in so einer Situation.

Die Frage ist: Hilft die Wiedereinnahme und deckelt andere Symptome und ab und an kommen Angstschübe, die aber zu tolerieren wären, weil es andere positive Effekte gibt, die die Einnahme rechtfertigen?
Oder profitierst du gar nicht und hast zudem noch Angstschübe? Dann wäre es wohl besser es zu lassen.

Wenn Szenario 1 auf dich zutrifft, dann solltest du dir innerlich eine Waage zeichnen und positive und negative Effekte auf die Waagschalen werfen und dann schauen, welche Waagschale überwiegt.
Und dann entscheiden.

Eine Wiedereinnahme ist für das ZNS oft nicht nur positiv, sondern durchaus zweischneidig.
Es ist gar nicht so selten, dass es eine gewisse Hilfe ist, aber sozusagen mit Wehmutstropfen, weil es doch Sachen gibt, die dann blöd sind. Da musst du in dich reinspüren.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon carlotta » Sonntag, 27.08.17, 12:05

Hallo Fusselchen,

so wie Deine Schilderung für mich klingt, solltest Du es weglassen. Zumal jetzt wenige Tage auf 2,5 mg auch nicht mehr viel ausrichten würden; vermutlich würden sie nach dem Dosis-Auf-und-Ab der letzten Tage das ZNS noch mehr belasten.

Es scheint, als ob Du paradox reagierst. Das ist nicht gut.

Um welche Absetzsymptome handelt es sich genau?

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Sonntag, 27.08.17, 12:11

Oh vielen Dank für deine Schnelle Antwort. :)

Die Pro und Kontraliste ist ziemlich ausgewogen da beide Varianten die gleiche Anzahl an Pro's und Kontras hat. Und ich verunsicherter denn je. Man liest die ganze Zeit im Forum und sieht die ganzen negativen Entzugssymptome und hat Angst, das einem alles erwischt und man nicht heil raus kommt. Auch wenn es nur knapp über 3 wochen sind und ein Medikament (wenn man die 3 tage Clomipramin mal übersieht) aber ich denke es ist besser das zeug jetzt los zu werden und die Schlafproblematik veruchen so anzugehen ohne AD. Und hoffen das die Konsequenzen gering ausfallen bzw man schneller wieder übern Damm ist...auch wenn es sich aktuell nicht so aufühlt.

Der erste Tag auf 0 war komisch. Ich schlief zwar ohne Angstschübe aber am Tag hatte ich sehr derbe Gefühlsschwankungen mit Weinerlichkeit. Der Kreislauf ist auch komisch und ein nervöser Magen bzw Apetitlosigkeit. Konnte aber andere Dinge erledigen.

Ich kann mir aktuell keine Sicherheit geben...so notwendig wie das aber ist. Stehen meine chancen trotz der Sensibilität gut? Ein Aufmunterndes Wort wäre super:)

Danke für alles :pillowtalk:
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon carlotta » Sonntag, 27.08.17, 12:15

Hallo Fusselchen,

ich noch mal. Es kann sein, dass Du über einige Wochen ein paar Entzugssymptome erleben wirst, aber die sollten bei der kurzen Einnahmedauer dann auch vergehen.

Hattest Du früher schon mal PP genommen? Wenn nein, stehen die Chancen besonders gut.

Liebe Grüße :group:
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Sonntag, 27.08.17, 13:05

Danke für die erleichternde Antwort Carlotta.

Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie irgendwelche AD's oder PP's oder Schlafmittel genommen. Diese 3 wochen Doxepin und die paar mg Clomipramin auf dieder 3 Tag sind meine ersten Erfahrungen gewesen.

Also am besten jetzt auf 0 mg mit Augen zu und durch?
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26.08.17// 2,5mg Doxepin, wieder Paradoxreaktion daher ab 27.08.17 auf 0 mg geblieben

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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon carlotta » Sonntag, 27.08.17, 13:49

Hallo Fusselchen,

ja, siehe meine vorletzte Antwort.

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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Sonntag, 27.08.17, 15:11

Danke für die Antwort :)
Ich würde dir gerne noch eine Frage stellen wie wird es gehandhabt wenn man gar nicht mehr mit den Symptomen klar kommt? Das selbe Medikament wieder eindosieren mit Paradox reaktion wird keine gute Idee sein. Aber etwas anderes einführen nährt nur wieder den Teufelskreis oder?
Wegen Schlafstörungen und Ängstlichkeit im Bett vom 03.08.17~19.08.17// 10mg Doxepin (in dieser Zeit 2 mal sporadisch 20 g genommen)
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon carlotta » Sonntag, 27.08.17, 16:25

Hallo Fusselchen,

es wird grundsätzlich empfohlen, bei starken unaushaltbaren Entzugssymptomen denselben Wirkstoff wieder anzusetzen, da ein anderer den Entzug nicht richtig abfangen kann. Um paradoxe Reaktionen zu vermeiden/zu minimieren, wird dann eine ganz geringe Dosis angesetzt. Es kann aber passieren, dass auch das nicht funktioniert.

Es wird auf null u. U. nicht ganz symptomfrei ablaufen bei Dir, sei bitte darauf vorbereitet. Ich sage das nicht, um Dir Angst zu machen, sondern damit Du etwaige Symptome in nächster Zeit richtig einschätzen kannst und nicht aus einer Panik heraus gleich wieder was nimmst. Es kann nämlich sehr gut sein, dass der Spuk in wenigen Wochen (oder kürzer) vorbei ist bei der kurzen Einnahme. Und dann wäre es schade, wenn Du alles unnötig verlängerst, indem Du vorschnell wieder etwas einnimmst.

Es gibt noch die Möglichkeit, mit pflanzlichen Mitteln zu arbeiten, bspw. Passionsblume, Melisse, Baldrian, Hopfen. Nur bitte kein Johanniskraut (wirkt ähnlich einem synthetischen AD, sehr problematisch, hat Abhängigkeitspotenzial) sowie Lavendel innerlich (hat evtl. ebenfalls Abhängigkeitspotenzial).

Und gönne Dir in nächster Zeit möglichst viel Ruhe, Dein ZNS wird es Dir danken. Alles andere richtet die Zeit.

Liebe Grüße :group:
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Sonntag, 27.08.17, 16:57

Ich danke dir so sehr für deine schnellen und hilfreichen Antworten <3

Meine letzte Dosis waren nun gestern die mit 2.5mg und heute nun 0 mg. Aber der Tag heute ist nicht soderlich gut. Die innere Unruhe bzw Panik geht schon los. Das beunruhig mich zu tiefst und ich frag mich jetzt schon ob das der richtige Weg war. Mein Körper ist halt sehr sehr sensiebel ..allein auf diverse Sachen wie koffein oder pflanzliches reagiere ich schon. Weshalb ich wohl nur beten kann das in ein paar Wochen der Spuk wirklich vorbei ist und es nicht endlos wird wie in manch anderen Leidenswegen :( viele Punkte sprechen dafür wie die kurze Einnahmezeit. Aber da ich jetzt schon Symptome habe bin ich stark am zweifeln.

Mit der Ruhe ist das so eine Sache...ab Morgen soll ich wieder arbeiten gehen und ich glaub der Job als Kundenservicekraft lässt nicht viel Raum zum erholen. Ich werd wohl nochmal zum Arzt müssen. Oder aber die Arbeit lenkt mich ab..wer weiß.

Du merkst aus mir spricht eine gewisse Verzweiflung wie Sie wohl am Anfang eben vorherrscht. Was für ein ungewisser Weg :(
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon carlotta » Sonntag, 27.08.17, 17:14

Hallo Fusselchen,

helfe gerne, wenn ich kann. :hug: Wenn Du Dich damit wohler fühlst, könntest Du auch noch wenige Tage bspw. auf 1,5 mg gehen. Aber sollte auch das zu paradoxen Reaktionen führen, würde ich es weglassen.

Es wird halt nicht leichter mit dem Absetzen, je länger man es nimmt.

Ehrlich gesagt, wären ein paar Tage Auszeit sicher gerade nicht schlecht, wenn das möglich ist. Daheim ablenken hätte den Vorteil, dass Du Dich mal hinlegen/zurückziehen kannst, wenn's Dir vorübergehend nicht so gut geht.

Aber falls Du zum Arzt gehst, lass Dir kein neues PP andrehen. :wink:

Es wird wieder mit der Zeit. Deine Voraussetzungen sind gut.

Übrigens, bei jemandem, der stark auf Stoffe reagiert (ich übrigens auch), sehe ich PP überhaupt als kontraindiziert an. Geht ja in Richtung Glücksspiel. :o Das sieht man ja schon an Deiner paradoxen Reaktion.

Liebe Grüße :group:
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