3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

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Fusselchen
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Mittwoch, 06.09.17, 8:46

Danke für deine Antwort Claudi :hug:

Ja, Angst hatte ich auch vorher schon. Also halt diese Angst keinen Schlaf zu finden. Das wurde dann auch zum Selbstläufer weswegen Schlussendlich die AD einnahme begonnen wurde. Aber die Nacht war es eben sehr eklig und unüberwindbar. Naja und heute gehts mir auch eher elend und ich weiß nicht, ob das sich doch wieder legt. Man ist zwar kaputt aber eben unruhig und kann nichts positives abgewinnen. Meins du es lohnt sich tapfer zu bleiben auf 0 und die besseren Tage kommen? Bzw. wieviel Wochen noch einzuplanen sind :(

Das Tagebuch hatte ich eher vermieden weil ich nicht noch bewusst Notiz machen wollte..aber ich werde wohl doch damit anfangen.
Wegen Schlafstörungen und Ängstlichkeit im Bett vom 03.08.17~19.08.17// 10mg Doxepin (in dieser Zeit 2 mal sporadisch 20 g genommen)
20.08.17~24.08.2017//auf 5mg Doxepin reduziert
25.08.17// 0g Doxepin, da Paradoxreaktion
26.08.17// 2,5mg Doxepin, wieder Paradoxreaktion daher ab 27.08.17 auf 0 mg geblieben

Vom 17.08.17~19.08.17// Clomipramin (25mg>12,5mg>6,25mg>0mg)

Claudiiii
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Claudiiii » Mittwoch, 06.09.17, 10:04

Hallo Fusselchen,

Auch Jamie :) hatte erhebliche Schlafprobleme, es wurde aber nach dem Absetzen irgendwann wieder langsam besser, sie hat Möglichkeiten gefunden damit umzugehen und sich mitlerweile gut damit arrangiert, auch wenn es noch nicht gut ist. Ich hoffe, dass ich das richtig wiedergegeben habe und dass es in Ordnung ist, den Erfahrungsbericht hier zu verlinken: viewtopic.php?f=51&t=12478
Mich hat die Geschichte sehr bewegt und ich sehe das "schlafen müssen" nicht mehr so eng.
Vielleicht hilft es dir dich damit ein bisschen besser abzufinden, gibt dir Hoffnung und es ist ein Mutmach-Beispiel. :fly:

Bei deiner Frage, ob ein Durchhalten des Entzugs gut ist, kann ich dir nicht wirklich weiterhelfen. Ich kenne mich mit deinen Medikamenten nicht aus und habe auch so recht wenig Erfahrung, sodass ich dir da keine Ratschläge geben möchte. Auf keinen Fall solltest du wieder mit einer hohen Dosierung einsteigen. Das ist Stress für dein ZNS und macht nichts besser. Mit anderen AD versuchen wollen den Entzug abzufangen wäre genauso schlecht und funktioniert erfahrungsgemäß gar nicht. Eventuell ist es sinnvoll nochmal eine geringe Menge einzunehmen und dann noch langsamer auszuschleichen, wenn du das Medikament noch verträgst. Dazu gibt dir bestimmt ein erfahreneres Mitglied noch einen Rat. :pillowtalk:

Schlechte Tage gehören zum Entzug. Gönn dir was gutes, verkriech dich im Bett oder auf dem Sofa und mach dir einen leckeren Tee. :bettzeit:

Es kommen auch wieder gute Tage,
Claudi
Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)

Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

carlotta
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon carlotta » Mittwoch, 06.09.17, 14:04

Hallo Fusselchen,

wie öfter gesagt, würde ich nach der kurzen Einnahmedauer nicht mehr einsteigen. Dann riskierst Du eine handfeste Abhängigkeit.

Es kann noch einige Wochen ungemütlich werden, das will ich nicht schönreden. Aber die Chancen stehen gut, dass es in absehbarer Zeit aufwärts geht. Zwischenzeitlich musst Du vermutlich aber die Unwägbarkeiten aushalten.

Waren die Nächte vor den Tabletten denn genauso wie diese letzte schlimme Nacht? Auch mehrere hintereinander?

Natürlich kannst Du Dich mit Tabletten sedieren. Man sollte dazu aber wissen, dass sie keinen natürlichen Schlaf bringen, v. a. auf Dauer einschneidende NW haben und i. d. R. auch nicht dauerhaft wirken. Irgendwann kommt man in die Toleranz, dann wird hochdosiert oder gewechselt oder ein weiteres Mittel dazugenommen und man ist mittendrin im Psychpharmaka-Karussell. Aussteigen kann dann verd*mmt schwierig werden. :? Zudem zerstören alle PP auf Dauer den Schlaf erst recht.

Hast Du unterstützend mal was Homöopathisches probiert wie Neurexan oder Calmvalera? (Habe ich gerade nicht präsent.)

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Mittwoch, 06.09.17, 15:19

Hallo liebe Carlotta und danke für deine Antwort.

Meine Nächte vor dem Medikament waren teilweise auch katastrophal, weil ich mir so viel Druck gemacht habe und da auch nervlich angeschlagen mit Angst. Aber halt nur auf die Schlafproblematik. Deshalb wurde dann der Schritt zum AD getätigt. Am Anfang lief es, war aber auf Dauer auch keine tolle Sache. Zugegebener Maßen, machte das AD aber stumpfer bezüglich der Angst und das wiederrum brachte besseren Schlaf. Da gab es dann eine Reihe gute Tage, allerdings nichts wegen der angepriesenen Schlafanstoßenden Wirkung sonder eher die Gelassenheit die es brachte. Aber wie du schon sagst...es würde nur wieder in die selbe Richtung gehen. Auf das Eindosieren reagiere ich paradox und sich zusätzlich ein Schlafmittel aufladen welches resistent macht, bringt es auf Dauer auch nicht. Wie oft liest man auch von den Leuten die sich Schlafzeug geben, dass es mach ein paar Tagen nicht mehr wirkt u__u ...nur leider ist man dann so verzweifelt, dass man doch überlegt sich wieder Medizin zu geben. Vor allen wenn man plötzlich von dieser extremen Unruhe geplagt ist und so schwer nur runter kommen kann.

Ich hatte noch nichts zusätzlich eingenommen, da ich mir moch unsicher war. Und nichts riskieren wollte :( meinst du ein Versuch ist es wert?

Es ist zur Zeit halt alles so komisch und man weiß nicht, ob das je aufhört. Man fühlt sich komplett durch und weiß nicht so recht ob es je wieder besser wird
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25.08.17// 0g Doxepin, da Paradoxreaktion
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon evelinchen » Mittwoch, 06.09.17, 16:27

Hallo Fusselchen ,

ich kann nur von mir schreiben , aber es lohnt sich durchzuhalten. Keine Frage , es wird
schwer und ich war ja in meiner Hilflosigkeit auch drauf und dran AD'S einzunehmen.
Diese vielen Wochen mit Ängsten , Benommenheit , Depressionen , Schwäche und das
Gefühl nie richtig fit zu sein , das schlaucht und man will einfach nur wieder ein normales
Leben.
Einen Versuch ist es allemal wert und mit der Unterstützung des Forums wird es
vielleicht ein bisschen leichter.

Ich drücke dir die Daumen , dass du es ohne Medikamente schaffst.

LG evelinchen
Einnahme Johanniskraut ( Laif 900 )
01.03. - 23.03.2012
07.12. - 26.12.2015
27.02. - 12.03.2016
28.03. - 15.04.2016
11.12. - 17.12.2016
03.01. - 25.01.2017
08.06. - 14.06.2017
28.07. - 22.08.2017
Immer kalt abgesetzt
_____________________
Escitalopram 5mg
23.08. - 24.08.2017
_____________________

seit 2013 Pantoprazol
nach Bedarf
_____________________

Imap
14.06.2017
_____________________

Vitamin B Komplex 1x täglich

Vitamin B12 0,5mg
Vitamin B6 50mg
Vitamin B1 100mg
26.07. -. 05.09.2017

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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Freitag, 08.09.17, 23:23

Hey liebe Leute, ich bin es mal wieder :hug:
Aktuell läuft es durchzogen bei mir. Aber im großen klappt der alltag und morgen gehts erstmal in den urlaub
:) ich habe dennoch eine Frage an euch, vielleicht hat einer von euch eine Antwort. Mal davon abgesehen das mein Kopf ab und an mal wie Matsch ist, hab ich manchmal das Gefühl, dass sich neue Angstgedanken entwickeln. Die man so nicht von sich selber kennt. Kann das sein, dass man während des Absetzens plötzlich andere neue Angstgedanken entwickelt? Verschwinden diese dann auch mit der Zeit wie andere Absetzsymptome? Oder hat man noch eine neue Baustelle an der man arbeiten muss :?
Verwirrt mich nur zur Zeit. Danke für eure Antworten :3 :hug: das Forum ist klasse
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Ululu 69 » Samstag, 09.09.17, 8:26

Hallo und guten Morgen Fusselchen, :)

geht das vielleicht in diese Richtung?

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=9778
Neuroemotionen treten oft auf im Entzug. Kenne ich selber auch.

Ich wünsche dir einen schönen Urlaub.
Erhol dich gut.

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg

carlotta
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon carlotta » Samstag, 09.09.17, 15:55

Hallo Fusselchen,

gerade wenn Du neue Symptome entwickelst, ist das ein mehr als deutliches Zeichen für eine entzugsbedingte Symptomatik. Die werden sich auch wieder mit der Zeit verabschieden.

Bearbeiten im psychotherapeutischen Sinne lassen sich Entzugssymptome ohnehin nicht; sie sind neurophysiologischer Natur, eine körperliche Reaktion auf die medikamenteninduzierten Veränderungen des ZNS (selbst wenn es sich auch um psychische Symptome handelt). Das wäre so, als würde man einen gebrochenen Arm durch Gesprächstherapie zu heilen versuchen. :o

Allerdings kann bspw. auch ein Armbruch, um mal bei dem Bild zu bleiben, durch die Einschränkungen, die er im Alltag auslöst, zu weiteren unangenehmen Gefühlen führen, z. B. Traurigkeit, Niedergeschlagenheit etc. Diese Gefühle sind infolge der Einschränkung quasi auf einer Metaebene entstanden und - wenn man möchte - könnte man diese natürlich therapeutisch behandeln. So kann auch ein PP-Entzug traumatisieren, was man therapeutisch angehen könnte. Allerdings bräuchte man dafür vorzugsweise einen Behandler, der diese Ebenen zu trennen weiß, sprich: auch etwas von PP-Entzug versteht. Und einen solchen zu finden, ist eher das Problem.

Ich habe den Eindruck, dass es sich gar nicht schlecht entwickelt bei Dir. :) Bitte versuch Dich nicht so sehr zu sorgen, wenn noch mal Wellen auftreten, das kann u. U. noch passieren. Auch die Umstellung bezüglich des Urlaubsorts, der mit der Reise verbundene Stress (auch wenn es ein positiver Stress ist) können evtl. Symptome triggern. Muss nicht sein, kann evtl. Nur damit Du im Fall der Fälle keine Panik bekommst.

Ich wünsche Dir in jedem Fall, dass Du Deinen Urlaub ungestört genießen kannst. :)

Liebe Grüße :group:
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Freitag, 22.09.17, 8:01

Hallöchen liebe Leute, ich war länger nicht schreibtechnisch aktiv und möchte mal ein kleines Statusupdatr geben :hug:

Der Urlaub war im großen und ganzen super schön. Es gab nur mal 2 Abende mit ekligen Beklemmungsgefühlen und sporadisch etwas Atemnot (immer im Händelbarenbereich) Das Schlafen lief auch relativ gut. Zwar neige ich jetzt zu Durchschlafstörungen aber ich bekomme mehr Stunden zusammen als zu den negativ Bestzeiten :) ich lerne gerade viel Akzeptanz und positives Denken auf jegliche Thematik Schlaf und Absetzen und versuche mir selbst eine verständnisvolle Freundin zu sein die sich keinen Druck macht und die Sache nimmt wie sie kommt. Es gibt bessere und schlechtere Tage. Aktuell wieder etwas schlechter...ich vermute auch mal getriggert durch die Menstruation. Ich hab leider immernoch diese neuen Angstgedanken die sich paar Tage nach Absetzen urplötzlich eingeschlichen haben (Angst vor dem Übergang von Wach zu Schlaf) aber ich finde trotzdem zur Ruhe und bekomm Schlaf. (Vielleicht gehen diese ja irgendwann auch wieder weg...wie gesagt..noch nie gehabt) Selbst mit Aufwachen finde ich mal schneller mal langsamer wieder zur Ruhe. Das träumen ist wieder verstärkt exeziv und zehrend.Frühs bin ich aktuell sehr abgeschlagen und der Kreislauf lässt zu wünschen übrig. Ab und an schlägt das Herz eklig und der Tinnitus ist mal stärker mal schwächer (doch der Tinnitus juckt mich eh seit jaaahren nicht mehr). Aber, wie ich im Urlaub sah, es gibt positive Tage. Man erkennt dieses Wellen-Fenstermuster. Ich gesteh mir nun die Geduld und Zeit zu die es eben brauch. Doch ich will ganz und gar nicht jammern, ich bin alltagsfähig und und habe schöne Momente <3 ich bin froh das ich weiterhin auf 0 geblieben bin und mir nichts mehr geschmissen hab, egal wie eklig es mir war. Es wird noch dauern aber alles geht in eine positive Richtung Absetzen sowie Schlafen. Tage an denen man zweifelt und traurig ist gehören eben dazu.

Immernoch Schade das einen niemand so recht die Absatzsache glaubt. Dann ist es eben was es ist. Ich weiß ja was sich wie anfühlt. Daher auch so vielen Dank an das Forum und den Bewahren vor neuen Pillen.

Ihr seid Klasse :hug:

Ich hoffe ich kann bald den “geschafft“ Beitrag verfassen
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Dienstag, 26.09.17, 8:02

Hey liebes Forum, ich bin es mal wieder :hug:
Ich würde euch gern eine Frage stellen die mir ein wenig Sorgen bereitet. Wie man aus meinen ersten Beiträgen sieht, plagte mich anfangs ein sehr gestresster Magen. Das ging mit reduzierung des Doxepin los und hielt sich noch etwas hartnäckiger nach 0. Nachdem ich etwas mehr Schlaf bekam war es innerhalb paar Tage weg. Naja jetzt ist er wieder da. Der Schlaf ist durchzogen und noch sehr unruhig von öfter Aufwachen aber ich schlafe. Denk ihr der Nervöse Magen ist einfach ein Absetzsymptom das sich als Welle bemerkbar macht? Oder sollte ich auf kurz oder lang dann doch mal ärztlichen Kontankt suchen um alles abzuklären. Anders als wie beim ersten mal Magen, habe ich jetzt dennoch normal Appetit. Nur neige ich halt schnell zu Sorge und Katastrophierung (wer hätte das gedacht...gerade das ist ja auch guter Nährboden für Schlafprobleme ;) aber ich arbeite daran)

Ansonsten sind meine neuen Mantras: Geduld, Aktzeptanz und viiiiel Mitgefühl für einen selbst

Ich freue mich über eine Antwort :hug: schon mal vieleb lieben Dank <3
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon micha68 » Dienstag, 26.09.17, 9:59

Guten Morgen Fusselchen,

ich befürchte es ist eine Welle... aber es ist ja schon mal gut, das Du normalen Appetit hast.

Was Deinen Magen etwas beruhigen könnte, wären warme Umschläge auf den Oberbauch und ich glaube im Gesundheitsbereich gibt es eine weitere Ideensammlung... Oft hilft auch, wenn man morgens Haferbrei zum Frühstück ist (ich mag den nicht, deshalb würde das bei mir nicht helfen :wink: ). Schwierig ist, zu entscheiden, ob es durch zu viel oder zu wenig Magensäure ausgelöst wird?!? Das kannst Du durch beobachten etwas eingrenzen bzw erahnen... Wenn Du Kaffee oder Zitronenwasser trinkst, wird es dann besser oder schlechter? Wenn Du einen Kräutertee trinkst, was macht dann Dein Bauch?

Und wenn es gar nicht besser wird, würde ich es ärztlich abklären lassen. Aber wie gesagt, erstmal würde ich die diversen Tipps ausprobieren :)

Wünsche Dir einen guten Tag!
Micha
Reduktion von Valproinsäure retardiert und Quetiapin (Wasserlösemethode)
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Ululu 69 » Dienstag, 26.09.17, 12:01

Hallo Fusselchen,

auch ich denke, dass es sich um eine Welle mit Absetzerscheinungen handelt. Ich würde mal hier schauen, ob etwas für dich dabei ist.

viewtopic.php?f=57&t=13501


Fusselchen hat geschrieben:Anders als wie beim ersten mal Magen, habe ich jetzt dennoch normal Appetit.

Wurde damals eine Diagnostik gemacht ?
Wenn ja, und dabei nichts herauskam. würde ich abwarten. Neue Untersuchungen können deine Krankheitsangst noch befeuern.

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Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
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Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
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21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon carlotta » Dienstag, 26.09.17, 16:17

Hallo Fusselchen,

das klingt doch alles sehr gut und aufbauend bei Dir. :) Danke auch für die lieben Worte zum Forum. <3

Ich denke auch, dass die Magenprobleme absetzbedingt sind. Ist ja ein häufiges Entzugssymptom, gerade auch bei TZA. Das kann immer noch mal aufflammen, aber ich es lese bei Dir heraus, dass es auch diesbezüglich schon Besserungen gibt.

Übrigens, nur um Missverständnisse zu vermeiden: Der Link, den Ute :) Dir dankenswerterweise bereitgestellt hat, führt zum PPI-Thread. Dort geht es aber darum, diese schonend loszuwerden und es werden daher Alternativen bei Magenproblemen genannt. Nicht dass Du denkst, wir würden Dir PPI empfehlen. :o

Wenn Du die Sicherheit wegen des Magens unbedingt brauchst, lass es abklären. Wobei dabei natürlich immer das Risiko besteht, dass ein Arzt, der nicht wirklich was findet, sich aber mit AD-Entzug nicht auskennt, aus Hilflosigkeit irgendwas empfiehlt/verordnet (z. B. ein PPI), was dann mehr schadet als nutzt. Im Entzug können zudem vielerlei Medikamente nicht vertragen werden. Oder er schiebt es auf die psychische Schiene. Daher sollte man gut abwägen und achtsam bleiben; invasive Untersuchungen würde ich für den Moment nicht empfehlen.

Ich denke, mit der Zeit legt sich das alles. Du bist doch auch von Deiner Einstellung auf einem Super-Weg. :hug:

Liebe Grüße :group:
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Fusselchen » Mittwoch, 27.09.17, 9:05

Danke für die hilfreichen Beiträge :hug:

Sie beruhigen mich immer und geben Kraft :group:

Ich werde mich mal wieder an Haferbrei herantasten und schauen, wie er mir bekommt. Tatsächlich hatte ich schon mal einen Blick auf den PPI thread gewurfen, war dann aber etwas verwirrt da ich diesbezüglich keine Medi nehme. Ich brauch glaube ich nicht erwähnen, dass ich vor AD Konsum noch nie gestressten Magen hatte bzw generell nie Magenprobleme :wink: das lässt wohl wirklich aufs Absetzen schließen. Ich beobachte es weiter und geb der Sache mal eine gewisse Zeit. Sollte bei evtl. Untersuchungen dann nichts rauskommen weiß ich ja, dass es dann vom Absetzen ist. Einfach so wieder Pillen schlucken werd ich ohne Eigenrecherche sowieso nichts mehr... das war mir ne Lektion :roll:
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Re: 3 Wochen Doxepin-Absatzfrage

Beitragvon Ululu 69 » Mittwoch, 27.09.17, 9:08

Hallo,

Danke Carlotta, dass du so aufmerksam warst, sorry, Fusselchen fürs Verwirrung stiften, da hab ich wohl irgendwie gepennt. :bettzeit: :zombie:

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg


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