Olanzapin ausschleichen

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AAB
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Olanzapin ausschleichen

Beitragvon AAB » Freitag, 25.08.17, 17:51

Hallo liebe Foris,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich gerne euren Rat hätte. Dazu hier vorab einige Hintergrundinfos:
Mein Sohn (inzwischen 22 Jahre alt) hatte Ende April eine Psychose. Er nimmt seit ca. 5 Jahren Cannabis und hat dieses wohl seit Anfang des Jahres in sehr hoher Dosis genommen - mehrere Joints am Tag. Ich wußte das nicht (er wohnt nicht mehr bei uns), aber habe natürlich gesehen, dass er körperlich massiv abgebaut hatte. In der Woche vor der Psychose hat er nach eigenen Aussagen den Konsum drastisch reduziert. Leider waren mein Mann und ich zum Zeitpunkt der Psychose im Urlaub :cry: Noch dazu auf den Kanaren, so dass wir erst am nächsten Tag zurückfliegen konnten. Wir sind erst 2 Tage, bevor seine Freunde ihn ins KH gebracht hatten, geflogen. Mir ist in der Woche davor zwar aufgefallen, dass er gestresst war (kein Wunder, wenn er das Cannabis so reduziert - das wußte ich aber zu dem Zeitpunkt nicht, aber für mich wirkte er "normal", sprich nicht verwirrt.
Ich weiß also leider nicht genau, was letztendlich wirklich vorgefallen ist und mein Sohn kann sich auch nur noch schemenhaft daran erinnern.
Er kam in die geschlossene Psychiatrie und da muss er wohl Blumentöpfe von der Fensterbank gefegt haben. Dann soll er noch einen Pfleger angegangen sein. Man hat ihn ans Bett gefesselt und am nächsten Tag den Richter geholt (Psych KG).
Als ich am Tag nach der Einlieferung abends zu ihm wollte, wollte er mich nicht sehen und hatte wohl auch tief und fest geschlafen. Zu dem Zeitpunkt hatte er mind. 3 verschiedene Medikamente bekommen. Welche genau weiß ich leider nicht.
Den Tag drauf wollte er uns sehen. Es war ein absoluter Schock für uns. Er redete wie ein Wasserfall, ohne Punkt und Komma und wechselte die Themen, das man nicht mehr mitkam. 3 Stunden ging das so. Die Ärztin hat uns nicht wirklich viel sagen können: man müsste gucken...
In den nächsten Tagen besserte sich sein Zustand schnell und er bekam "nur noch" 10 mg Olanzapin und wurde auf die offene Station verlegt.
Zwei Wochen nach Ausbruch der Psychose stand seine Abschlussprüfung für die Ausbildung an. Er wollte die unbedingt machen und ich habe ihm seine Bücher und Laptop zum lernen ins KH gebracht.
Er hat die Prüfung geschrieben und hatte ein gutes Gefühl. Dem war nicht wirklich so. Er ist mit dem schlechtesten Ergebnis durchgekommen, mit dem man noch besteht. Egal: bestanden ist bestanden, aber er war geknickt. Die mündliche Prüfung Anfang Juli hat er dann mit 99 von 100 Punkten bestanden. Ich möchte damit verdeutlichen, dass sich kopftechnisch einiges getan hat in der Zeit von Anfang Mai bis Anfang Juli.

Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Er hat 7 Wochen lang 10 mg Olanzapin genommen. Dann hat eine Psychiaterin/Neurologin auf seinen Wunsch hin die Dosis auf 7,5 mg reduziert. Diese Dosis hat er weitere 7 Wochen genommen. Mit dieser Dosis hat er nur noch geschlafen: 12 Stunden Minimum, am Wochenedne auch gerne länger. 3 Wochen nach der Reduktion hatte er für 3 Tagen starkes Schwitzen, leichten Schwindel und ein kodderiges Gefühl. Ob es daher kam, weiß ich nicht.
Nach diesen 3 Tagen war alles wieder gut, abgesehen vom Schlafbedürfnis. Die Ärztin will aber nicht weiter reduzieren, hatte das neue Rezept schon fertig ausgefüllt da liegen. Ihre Worte waren: ja, dann ist das eben so, dann sind sie eben den Rest ihres Lebens müde. Das kann ja nicht ihr Ernst sein. Er hat sich also beim Hausarzt ein Rezept über 5 mg geholt. Diese nimmt er jetzt seit 3,5 Wochen. Bisher keinerlei Probleme. Er schläft immer noch viel, aber es ist etwas besser geworden.
Ich bin voll bei meinem Sohn, das er von dem Medikament weg muss, aber die weitere Vorgehensweise macht mir Kopfzerbrechen. Er möchte auf 2,5 mg runtergehen. Ich weiß nicht, ob das nicht zu viel ist. Er hat zwar jetzt in sehr kurzer Zeit um 50 % reduziert ohne nennenswerte Probleme, aber mir graust es etwas vor diesem Schritt.
Ich lese hier in den ERfahrungsberichten immer von "krummen" Dosierungen. Wie macht ihr das denn? Teilt ihr tatsächlich die Tabletten? Olanzapin ist da ja jetzt (egal von welchem Hersteller) nicht für geeignet?!?! Wir haben noch 7,5 mg Tabletten, d.h. wir könnten auf 3,75 mg teilen.
Würdet ihr das befürworten? Aber dann kann es ja sein, dass er an einem Tag z.B. 1,5 mg und am nächsten dann 2,25 mg bekommt?!
Oder wäre es möglich zu teilen, weil ja die Halbwertzeit nach 24 Stunden noch nicht erreicht ist?
Ich würde ja auch die Tropfen in Erwägung ziehen, aber meinem Sohn ist das zu umständlich.

Dann wüsste ich gerne, ob es denn "leichter" ist, zu reduzieren, wenn man das Olanzapin noch nicht so lange genommen hat.
Was ich auch sehr positiv finde, ist die Tatsache, dass er nach bestandener Abschlussprüfung übernommen wurde, also einen geregelten Tagesablauf hat. Wir unternehmen auch sehr viel. Er steht sozusagen mitten im Leben. Wir waren vorige Wochen shoppen, im Zoo, auf einer Freiluftveranstaltung und im Kino. Es ist also alles "normal", wenn man vom vielen schlafen und der Gewichtszunahme, die ihm aber gut getan hat (ca. 18 kg in den 17 Wochen) mal absieht.

Puuuuh, das war lang, aber meine Gedanken kreisen seit Monaten um nichts anderes mehr.
Zuletzt geändert von Jamie am Freitag, 25.08.17, 21:39, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Wirkstoffname korrigiert

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Re: Olanazpin ausschleichen

Beitragvon Jamie » Freitag, 25.08.17, 18:47

Hallo AAB,

willkommen im Forum :).

Dein Gefühl trügt dich nicht, spätestens ab den 5mg jetzt muss dein Sohn wirklich sehr viel vorsichtiger vorgehen.
Der Grund dafür liegt in der Potenz der Mittel. Bei SSRI - Antidepressiva wissen wir schon länger, dass die Mittel im unteren Dosisbereich noch extrem potent wirken und darum gerade die niedrigen Dosierungen heikel sid und es ist zu vermuten, dass das auch für andere Psychopharmaka gilt.

Außerdem - zu schnelles Absetzen kann Absetzpsychosen bzw. Supersensitivitätspsychosen auslösen; erst recht, wenn es in der Vorgeschichte eine Psychose gab.
Es ist das A und O für deinen Sohn, dieses Medikament kleinschrittig und geduldig abzusetzen und ferner, jegliche Hände von Cannabis und anderen psychoaktiven Substanzen zu lassen. Jetzt und auch in Zukunft.

Olanzapin kann man entweder in Wasser auflösen, sich damit eine Lösung zubereiten und dann sehr fein abdosieren oder aber wem das mit dem Auflösen nichts ist, der kann sich für ca. 30€ eine Feinwaage (zB auf amaz...) zulegen und die Dosis zurechtbröseln.

Dass die Neurologin / Psychiaterin die Bedenken deines Sohnes und von dir so mirnichts-dirnichts abtut, das ist mal wieder typisch :evil: .
Bei Psychosen heißt es oft, dass man die Medikamente lebenslang schlucken muss. In sehr schweren Fällen mag es für so eine "Empfehlung" vielleicht Gründe geben, aber wir teilen diese Auffassung nicht bzw. sehen das sehr differenziert.

Olanzapin löst bei gesunden Probanden bereits nach einem Jahr Einnahme Gehirnschwund aus - eine Einnahme sollte also akuten Zuständen vorbehalten sein und eben keine Langzeiteinnahme bedeuten, ferner leiden die Betroffenen auch an weiteren typischen Nebenwirkungen wie zB Gefühlsverflachung, sich wie ein Roboter fühlen, Freudlosigkeit, immer müde sein etc.
Nicht zu unterschätzen sind auch Spätschäden, wie sie bei Neuroleptika üblich sind, wie zB Spätdyskinesien und extrapyramidal-motorische-Störungen. Diese sollen bei atypischen NL wie Olanzapin angeblich weniger ausgeprägt sein, aber wir sind davon nicht überzeugt.

Dein Sohn sollte emotional stabil sein und dann das Absetzen angehen; Zeitraum sind mindestens 12 Monate, die einzukalkulieren sind.
Ihr müsst jetzt auch nicht in Panik ausbrechen, dass diese Medikamente ihn dauerhaft schädigen werden - das tun sie nur, wenn man sie nicht absetzt. Dein Sohn ist jung und sein Gehirn ist neuroplastisch, das heißt es kann sich zu einem gewissen Grad selbst heilen.
Jetzt gilt die Devise: jedes Bröckchen weniger ist ein gesundheitlicher Gewinn und bitte nicht überhastet absetzen, sonst droht der nächste Rückfall und die nächste Chemiekeule in der Psychiatrie :(.

Grüße
Jamie
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Re: Olanazpin ausschleichen

Beitragvon padma » Freitag, 25.08.17, 19:14

hallo AAB, :)

willkommen im ADFD.

Es tut mir leid, was deinem Sohn passiert ist.
Es melden sich bei uns immer wieder mal Betroffene, bei denen Cannabis eine Psychose ausgelöst hat. Bei deinem Sohn handelt es sch wohl um eine Entzugspsychose, durch zu schnelles Reduzieren.
Von Neuroleptika ist das bekannt, zu einer Cannabisentzugspsychose habe ich das hier gefunden
https://psychiatrietogo.de/tag/thc/

Die Ärztin will aber nicht weiter reduzieren, hatte das neue Rezept schon fertig ausgefüllt da liegen. Ihre Worte waren: ja, dann ist das eben so, dann sind sie eben den Rest ihres Lebens müde. Das kann ja nicht ihr Ernst sein.

Dann soll sie doch lebenslang Olanzapin nehmen. :frust: :frust: :frust:
Sorry, aber da platzt mir wirklich die Hutschnur.

Entscheidend für deinen Sohn ist absolute Drogenabstinenz, zeitlebens!
Dann sind seine Chancen auf ein psychosefreies Leben sehr gut.

Ich würde jetzt wirklich langsam runter gehen, Reduktionen frühestens alle 4 Wochen. Er hat Olanzapin zwar nicht lange genommen, aber sein ZNS muss ja noch den Cannabisentzug verkraften.

Als nächstes wären 3,75 mg okay. Danach dann möglichst nur in 10 % Schritten.
Hier unsere Absetzinfos viewtopic.php?f=32&t=12884 , auch die da verlinkte Broschüre der DGSP ist sehr empfehlenswert.

Würdet ihr das befürworten? Aber dann kann es ja sein, dass er an einem Tag z.B. 1,5 mg und am nächsten dann 2,25 mg bekommt?!

Nein, bitte keine wechselnden Dosen, das ist extremer Stress für das ZNS!

Oder wäre es möglich zu teilen, weil ja die Halbwertzeit nach 24 Stunden noch nicht erreicht ist?

Olanzapin darfst du teilen, mit der HWZ hat das nichts zu tun.
Schau am besten auch in die thread der anderen Olanzapinbetroffenen rein, du findest sie im Neuroleptikabereich oder über die Suchfunktion.

Dann wüsste ich gerne, ob es denn "leichter" ist, zu reduzieren, wenn man das Olanzapin noch nicht so lange genommen hat.

Die Einnahmedauer ist ein Faktor, der andere ist die Sensibilität des ZNS. Und die scheint bei deinem Sohn hoch zu sein.

Was ich auch sehr positiv finde, ist die Tatsache, dass er nach bestandener Abschlussprüfung übernommen wurde, also einen geregelten Tagesablauf hat.

Ja, das ist sehr postitiv :D . Ich finde es enorm, dass er unter diesen Umständen die Abschlussprüfung geschafft hat.

Mit dem erhöhten Schlafbedarf wird er wohl noch einige Zeit leben müssen. Hauptsache er ist nicht so sediert, dass er gar nicht mehr am Leben teilnehmen kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, zu schauen, wie er es schafft komplett von Cannabis weg zu kommen. Wahrscheinlich gab es ja einen Grund für den starken Konsum. Das müsste herausgefunden und gelöst werden.

liebe Grüsse,
padma

überschnitten mit Jamie :)
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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Re: Olanzapin ausschleichen

Beitragvon AAB » Freitag, 25.08.17, 22:00

Hallo Jamie, hallo padma!

Vielen Dank für eure Antworten.

Nochmal nachgefragt: wir können die 7,5 mg-Tablette teilen und auf 2 Tage verteilen, so dass mein Sohn dann bei 3,75 mg Tagesdosis wäre. Reicht da ein Tablettenteiler? Die Tabletten sind ja doch sehr klein.
Ich habe in der Apotheke gefragt und die sagen, dass sie nicht zum teilen geeignet sind.

Liebe Grüße

padma
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Re: Olanzapin ausschleichen

Beitragvon padma » Samstag, 26.08.17, 14:08

hallo AAB, :)

teilen auch mit Tablettenteiler ist zu ungenau. Olanzapin lässt sich wohl sehr schlecht teilen.
Du kannst probieren, ob die Wasserlösemethode funktioniert.
Ansonsten bleibt noch Zerkrümeln oder Abfeilen und dann mit einer Feinwaage abwiegen.

Die kleinste Grösse sind 2,5 mg. Es gibt auch Schmelztabletten, die sind wahrscheinlich leichter zu bearbeiten.


Ich habe gerade nicht im Kopf, wie es die anderen Olanzapinbetroffenen machen.
Du könntest mal bei Crystalix nachfragen viewtopic.php?f=32&t=13164&p=203088#p203088

liebe Grüsse,
padma
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live-slow
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Re: Olanzapin ausschleichen

Beitragvon live-slow » Mittwoch, 06.09.17, 16:28

hallo,
ich möchte mich auch zu wort melden.

mir ist das selbe wie deinem sohn passiert!
3 MAL
finger weg von jeglichen drogen! für IMMER!
cannabispsychosen heilen SEHR GUT auch ohne neuroleptika!

jetzt ist er aber auf olanzapin, (so wie ich)
das heist er muss langsam ausschleichen!
besorgt euch 5 mg olanzapin schmelztabletten.
lies dir die informationen zur wasserlösemethode durch.
besorge dir in der apotheke eine 60ml spritze und eine 10ml spritze.
er nimmt es noch nicht so lang und hat gute chancen!

beim reduzieren wird das erlebnis psychose wieder als erinnerung deutlich, er muss sich damit auseinandersetzen. am besten im gespräch mit dir.

meine meinung: für mich sind meine psychosen etwas sehr heilendes gewesen, also ist cannabis für mich auch eine heilpflanze!
psychosen sind nichts schlimmes!
auch wenn man schlimme dinge gesehen hat <3
so long....
kannst mir gerne ne pn schreiben falls du dir austausch wünschst.

und bitte nicht so hastig! in der ruhe liegt die kraft
alles liebe für euch
live slow
ich schleiche olanzapin aus
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nam myoho renge kyo

Benedikt24
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Re: Olanzapin ausschleichen

Beitragvon Benedikt24 » Montag, 18.09.17, 3:38

Hallo AAB,

herzlich willkommen im ADFD Forum.

Ich nehme auch seit 2012 Olanzapin. Seit 17 reduziere ich mit einer Feinwaage. (aufmerksam geworden durch dieses Forum hier) Das geht gut.
Ich möchte aber die Aussage von padma unterstützen. Der Grund für den starken Konsum muss gefunden werden. Sonst sucht sich die Sucht andere Bereiche wo sie sich austoben kann. Das kann Arbeit, Anerkennung, Spiel, Aufmerksamkeit, Selbstsucht, Kaufen, Alkohol, Zigaretten, Essen, Sex, Liebe und so weiter sein. Hier sollte psycho-therapeutisch rangegangen werden. (sonst bleibt man Getriebener der Sucht - unbewusst)

Sucht überdeckt und kompensiert. Was soll betäubt werden? Und die Lösung steckt im Wort selbst. Sucht. sucht. Aber was?

Es wäre gut wenn sich Dein Sohn viel bewegt. Denn durch Olanzapin legt man zu. (bei mir 40kg)


Gut das Du bei uns bist.


Herzlich, Benedikt
2010 - Ende 2011 Aufdosierung auf 200 mg Seroquel (Panik und Wahnvorstellungen - ich nahm mal Seroquel- mal nicht, Vertrauen hatte ich keins)
Nehme seit 2012 Olanzapin (auf Grund einer (Absetz)Psychose) (wurde in Psychatrie eingewiesen) Grund der Psychose: Traumata - noch nicht bearbeitet
Von 2012-2015, 15 mg Olanzapin (40 kg Gewichtszunahme)
2015 Absetzversuch auf 0 (gescheitert nach Arztempfehlung) Absetz- Psychose!
2015 wieder hoch auf 15 mg
Anfang 2016 auf 10 mg (ging gut)
12/2016 5 Tage mit 5 mg Olanzapin (laienhaft zerbrochen!) Große Absetzproblematik Danach auf 10 mg hochdosiert.
Seit Kindertagen diverse Asthmamittel (bis heute), Zaditen, Viani 50/250, Ditec, Salbutamol, Ultibro Breezhaler
Kortisonbehandlung über viele Jahre (Asthma, Morbus Crohn) seit 2008 nicht mehr.
Reduzierung von 10 mg Olanzapin - auf 9 mg (12.1.17)
Seit 20.1.17 schnell fettende Haare; Seit 2.2.17 Zittern in den Finger; 8.2.17 kein Zittern mehr
Reduzierung von 9 mg Olanzapin auf 8 mg (12.2.17)
Reduzierung von 8 mg Olanzapin auf 7 mg (12.3.17)
Seit ca. 3.3.17 massive Darmbeschwerden.
Es wurden am 14.3.17 schlechte Leberwerte, Vitamin D, Folsäure und B12- Mangel festgestellt.
8.4.17 Darmbeschwerden sind verschwunden.
Reduzierung von 7 mg Olanzapin auf 6 (15.4.17)
Nehme ab den 20.4.17, 1 Kapsel Zinkamin-Falk (Zinktabletten) 1x täglich (15 mg)
5.4.17 Einnahme von Mariendistel - Kapseln 500 mg Extrakt (80% Silymarin) 1x täglich. (Kräuterhandel Sankt Anton)
Reduzierung von 6 mg Olanzapin auf 5 mg (15.5.17)
22.6.17 Leberwerte verbessert (durch Olanzapin-Reduktion,Verzicht auf Alkohol und Mariendiestel-Präparat. Zinkamin schadet auch nicht.) Durch Zinkamin keine schnell fettende Haare
Reduzierung von 5 mg auf 4 mg Olanzapin (20.6.17)
Durch Reduzierung fühle ich mich insgesamt aktiver und lebendiger.
Seit Januar 2017, gehe ich 1x monatlich zumTherapeutischen Malen bei einer Kunsttherapeutin. (6h) Durch die Bilder kann ich meine Gefühle zum Ausdruck bringen. Den Gefühlsstau später auflösen und wieder fühlen. (Angst, Verlassenheit, Wut, Demütigung) Die Bilder nehme ich zum Therapeuten mit. Dort werden sie im geschützten Rahmen besprochen und ich durchlebe den dargestellten Ausdruck des Bildes dann bewusst- was vorher unbewusst durch das Malen geschah. So kann ich Verdrängtes wieder aktivieren.Therapie ist anstrengend. 1-2 Tage hat meine Seele dann noch zu tun. Die Arbeit (6 h täglich) stabilisiert mich wieder, holt mich ins Jetzt zurück.
5.7.17 Meine Psychotherapie wurde verlängert. Um 140 h. Insgesamt:300 h von 2014-2022.
Reduktion 4 mg auf 3 mg Olanzapin (25.7.17)
Reduktion 3 mg auf 2,5 mg Olanzapin (25.8.17)
5.9.17 Probleme mit der Wahrnehmung, (Ich - Umgebung) (Schizophrenie) kann es aber aushalten. Bleibe bei 2.5 mg.
Einnahme von Chia-Samen (13.10.) umgemahlen - sehr gut bei Darmproblemen


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