Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon Ululu 69 » Freitag, 08.09.17, 11:15

Hallo hopefulanddesperate,

ich würde an deiner Stelle jetzt erstmal auf den 3,5 mg bleiben. Du verspürst ja schon eine Erleichterung und das kann auch noch besser werden.
3,5 mg sind auf jeden Fall genug, um den Schlaf anzustoßen. Die schlafanstoßende Wirkung von Mirtazapin verstärkt sich nämlich nicht mehr bei höheren Dosen.
Dein Psychiater wird wohl höchstwahrscheinlich wieder mehr Medikamente in höherer Dosierung ansetzen wollen, das kann aber erfahrungsgemäß auch ganz schwer nach hinten los gehen.
Ich drücke dir die Daumen, dass es sich so noch weiter verbessert.

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg

padma
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon padma » Freitag, 08.09.17, 13:54

hallo Hopefullanddesperate, :)

schön, dass die Wiedereindosierung dir hilft. :D

Schätze mal das ich meine Symptome, dann wohl unter Rückfall verbuchen kann.

Das kann man daraus nicht unbedingt ableiten. Dein ZNS ist durch das Medikamentenchaos gereizt und Mirtazapin hat gerade im unteren Dosisbereich eine schlaffördernde Wirkung.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon Manja » Donnerstag, 14.09.17, 14:42

Hallo Hopefulanddesperate,

ich habe gerade deine Geschichte gelesen, die parallel ähnlich zu meiner ist. Ich habe Citalopram auch im Mai abgesetzt und Anfang August kam der Tiefschlag mit Tinnitus, innerer Unruhe, Schlafstörungen. Seit sieben Wochen geht es mir schlecht, mal habe ich gute Tage, mal schlechte. Dass ich nicht besonders schlafen kann, macht mir am meisten zu schaffen. Inzwischen bin ich ziemlich erschöpft. Habe diese Woche auch Mirtazapin von meiner Psychiaterin zum schlafen bekommen, mir aber noch nicht getraut, es zu nehmen. Ich nahm bisher nur Citalopram. Ein Wiedereindosieren verkneife ich mir lieber. Ich nahm das Cita insgesamt drei mal mit Unterbrechungen. Die ersten beiden Mal (2008 - 2013 und 2014) waren Einschleichen, Einnahme und Ausschleichen kein Problem. Aber das dritte Mal, was das Einschleichen schon die Hölle aber auch das wurde dann besser aber dennoch hatte ich das Gefühl, es wirkte nicht mehr so gut wie anfangs. Ich habe seit sieben Wochen auch keine sieben oder acht STunden mehr durchgeschlafen. Manchmal habe ich das Gefühl, ich schlafe ganz gut, auch wenn ich mitten in der Nacht aufwache. Dann schlafe ich mit Unterbrechungen leicht weiter. Aber manche Nacht geht fast gar nichts. Ich fühle mich zur Zeit auch so am Ende. Ich gehe auch arbeiten und manche Tage kann ich mich null konzentrieren, kriege nichts mehr auf die Reihe. Ich glaube, ich brauche mal ne Auszeit. Wir können uns ja gern gegenseitig austauschen wie es uns immer mal wieder so geht wenn du magst.

Liebe Grüße
Manja
März 2008 bis August 2013 10- 20 mg Citalopram morgens, im Sommer meist die geringere Dosis
Absetzen im August 2013 erfolgte zügig und in großen Schritten (10mg), keine Probleme bis auf Juckreiz im Intimbereich nach Eisprung
wegen belastender Beziehung Citalopram wieder genommen von März 2014 bis August 2014, Juckreiz verschwand dann auch wieder, auch hier beim Ansetzen keine Probleme
Januar 2015 nach Beendigung der Beziehung Panikattacken, Ärztin riet zu Wiedereinnahme von Citalopram, ich war komischerweise skeptisch und überlegte noch, leider leider leider entschied ich mich gegen mein Bauchgefühl ich dosierte wieder 10 mg ein, mir ging es sehr schlecht danach, dann ging es mir mit 10 mg recht gut und ich dosierte auf 20 mg, wieder ging es mir schlecht, die Panikattacken kamen wieder, suchte mir dann einen Psychiater weil ich die Welt nicht mehr verstand. Sonst hatte es mit Citalopram immer gut funktioniert. Er sagte, ich kann auch in kleineren Dosen hochdosieren, mind. 20 mg sollten es schon sein, weil das die erste wirkungsvolle Dosis ist, war zu dem Zeitpunkt wieder zurück auf 10 mg.ich vertraute ihm und erhöhte in 2,5 mg Schritten
12,5 mg Februar 2015 - Nackenverspannungen
April 2015 Dosierung auf 15 mg nach Ohrenproblem durch Hagel offenes Dachfenster beim Schlafen, dachte hochdosieren hilft - Tinnitus und nicht nur in dem betroffenen Ohr, vier Wochen fast nicht geschlafen
Ab Mai 17,5 mg ängstliches hochdosieren, befinden ging so
20 mg habe ich nie erreicht weil ich starkes Hirnrauschen hatte und mich total verkorkst gefühlt habe
Blieb bis März 2016 auf 17, mg
anderes Fabrikat nicht vertragen, wieder das ursprüngliche genommen und gleich mal 2,5 mg weniger, ging ganz gut
wollte weiter runter, Psychiater war dagegen, suchte mir eine andere Psychiaterin, die mich beim Absetzen begleitete
Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 12,5 mg
hatte nur komisches Sehen, Schatten beim Augenbewegen,
nach vier Wochen 10 mg - keine Probleme
nach weiteren vier Wochen 7,5 mg - keine Probleme
nach vier Wochen 5 mg - keine Probleme
danach nur noch eine Woche 2,5 mg
mir ging es eine Woche nach 0 gut, hatte noch Urlaub
dann erste Probleme: Frust wieder arbeiten zu gehen (Job macht keinen Spaß), weinerlich, Schwindel, Unruhe, drei Wochen nach null Silymarin genommen, Ohrenklingeln, das man nicht durch übertönen verdrängen konnte, großes Bedürfniss nach Ruhe, ein Morgen heftiges Hirnrauschen, Absetzen Silymarin, nach drei Tagen besser erträglicher aber nicht ganz weg, drei Wochen noch etwas besser, fast wieder normal, nun seit vier Tagen (11Wochen nach 0, 31.7.17) 3 Ohrgeräusche auf dem linken Ohr, Hirnrauschen, Unruhe, Verzweiflung, Schwäche, Kopfdruck, Jucken in Ohren, Ohrenschmerzen morgens und abends, besonders schlimm, Schlafstörungen
Nachtrag 10.09.: Nach einer kleinen Besserung bis auf die Schlafstörungen, wieder mehr Geräusche, Unruhe und Schwäche. Hinzu kommt eine vermehrte depressive Verstimmung und Verzweiflung.

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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon hopefulanddesperate » Dienstag, 26.09.17, 14:02

Hallo an alle,

wollte auch nochmal eine Rückmeldung dalassen, bzw. kommen doch erneut Fragen auf.
War mittlerweile bei meinem Psychiater, der meinte Mirtazapin 3,5 mg sei ganz o.k. und ich könnte auch herumspielen mit der Dosierung und ruhig mal mehr nehmen "trauen".
Bin auch echt am überlegen mir jemand neuen zu suchen, da ich nicht wirlich ein so gutes Gefühl bei ihm habe.

Zum Glück ist meine Unruhe und Panik runtergegangen und ehrlich gesagt möchte ich es jetzt so schnell als möglich wieder loswerden.... leider habe ich mich in meinem Panikzustand ja dazu hinreissen lassen. Jeder sagt jetzt nimm das einfach eine zeitlang, "es gibt noch andere Baustellen" (O-Ton Hausärztin). Das ist ja eh nicht viel... usw. Was würdet ihr mir raten...
Ich weiß das man damit eigentlich nicht herumspielen soll, so wie der Psychiater sagt. Besser es jetzt ein paar Monate zu nehmen? Stabilisieren usw. oder lieber wieder absetzten, was natürlich auch das ZNS reizen kann.

Ich fühle mich jetzt schon voll gefangen in dieser Pharmafalle und will eigentlich nur noch raus. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich in Paniksituationen leider nicht die Stärke habe nichts zu nehmen, bzw. sehr ungeduldig bin und den Zustand nur schwer aushalten kann. Leider.
Ich habe jetzt mit Shiatsu Massagen und speziellen Kundalini Yoga Stunden begonnen. Ich hoffe wirklich das bringt etwas. Bin gerade wieder etwas erkältet, was es natürlich schwerer macht. Hab auch schon mal 2-3 Tage 7,5 mg zu nehmen wie vom Psychiater empfohlen, bin dann aber wieder runter. - Ich weiß auch immer nicht wem ich jetzt glauben soll, es ist sehr schwer, sich der allgemein Meinung entgegenzustellen, besonders wenn es (noch) nicht die eigene Erfahrung ist.

Im Moment habe ich wirklich nur die Schlafanstoßende Wirkung und die Nebenwirkung, das ich zunehme... (ist natürlich auch voll kontraproduktiv - weil ich sehr gern auf meinem momentanen Normalgewicht bleiben möchte). Ich habe auch nochmals an meiner Ernährung etwas geschraubt um den Körper besser zu stabilisieren.

Habe da auch ein Buch zur Hand "Die Wahrheit über die weibliche Depression" von Dr. Kelly Brogan - finde ihre Tipps sehr empfehlenswert. Außerdem habe ich Dr. John Bergman, entdeckt der auch tolle Youtube Videos zum Thema Depression überwinden - durch Lebensgewohnheiten ändern hat. Insbesondere im Bereich Schlaf finde ich seine Videos sehr hilfreich.
Ich freue mich nochmals von euch zu hören.

Vielen Dank und viele Grüße

hopeful and desperate
Zuletzt geändert von Jamie am Dienstag, 26.09.17, 14:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
3 Jahre lang chronische Schlafstörung mit leicht Depressiven Symptomen
Auslöser - Trennung vom Partner und keinerlei Kontakt zur Familie, außer Schwester aber die lebt in Amerika und Substanzmißbrauch
Schilddrüsenunterfunktion festgestellt L-Thyrox 50
Okt 2015 massive Verschlechterung der Symptomatik + Panikzustände
Dez 2015 Burnout und Krankschreibung
Feb. 2016 Escitalopram 20 mg und
Mirtazapin (glaube 10 mg)
Mirtazapin nach ca. 6 Monaten abgesetzt
April 2017 Escitalopram abgesetzt 20-10-5-0 jeweils nach 6 Woche

zurerst gut, dann
Juli 2017 Neubeginn von Durchschlafstörung nach Prüfungsstress, Verletzung am Sprunggelenk und Beziehungsprobleme
ab 01.08.2017 Johanniskraut
02.09. wieder abgesetzt
04.09. 1 mg Escitalopram (Wasserlös Methode)
Escitalopram nicht weiter genommen
05.09. 3,75 mg Mirtazapin eindosiert
08.09. 3,75 mg Mirtazapin

Aktuelle Symptome: Brainfog, Konzentrationsschwäche, Kopfweh, Traurigkeit, weinerlichkeit,

Der Weg ist das Ziel - niemals aufgeben. Danke das ich hier sein darf.
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon Ululu 69 » Dienstag, 26.09.17, 14:35

Hallo hopefulanddesperate,

schön, mal wieder von dir zu hören.

Was du auf keinen Fall tun solltest, mit der Dosis "herumzuprobieren". Das kann dein ZNS extrem reizen und im schlimmsten Fall dazu führen, dass du das Medikament überhaupt nicht mehr verträgst.

Ich denke, du solltest jetzt erstmal zusehen, dass du dich auf den 3.75 mg stabilisiert und dann weiter sehen.

Leider braucht das Absetzen etwas Geduld.

LG Ute
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon hopefulanddesperate » Dienstag, 26.09.17, 15:48

Danke Ute... :) ja jetzt hab ich erstmal wieder eindosiert. Geduld ist nicht meine Stärke. Das muss ich wohl noch lernen. Ich fand deinen Post den du mir geschrieben hast, wo es so ganz übel war übrigens sehr aufbauend, vielen lieben Dank nochmals dafür. Das vergisst man leider in solchen Momenten oft zu erwähnen.

Viele Grüße und alles Gute
hopeanddesperate
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon padma » Mittwoch, 27.09.17, 11:39

hallo Hopeanddesperate, :)

Ich habe jetzt mit Shiatsu Massagen und speziellen Kundalini Yoga Stunden begonnen.

Mit Kundalini wäre ich sehr vorsichtig. Kundalini ist eine sehr starke Energie und m.M.n. sollte man sich damit nicht befassen, wenn man nicht wirklich sehr stabil ist. Im Entzug würde ich davon abraten.

Besser fände ich eine Art Yoga, die mehr erdend ist und das Nervensystem eher beruhigt.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon hopefulanddesperate » Mittwoch, 27.09.17, 22:39

Hallo Padma,
wieso denkst du, dass das negativ sein könnte? Evtl. hilft einem eine starke Energie sich besser zu stabilisieren bzw. rückt das ZNS wieder zurecht. Das war zumindest meine Hoffnung. Habe die Empfehlung aus dem Buch von Dr. Kelly Brogan, sie ist eine der wenigen, bzw. die einzige (?) Psychiaterin in den USA die sich öffentlich gegen PP ausspricht. In ihrer Praxis begleitet sie speziell Frauen beim Absetzten der Medikamente und klärt über Entzug und Absetzsymptome auf, die sie in während ihrer Arbeit kennengelernt hat. Deswegen frage ich, weil die auf diesem Bereich anscheinend ja auch Erfahrungen hat. Und danke dir für deinen Einwand.

Vg hopeanddespu
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 28.09.17, 10:37

Hallo hopef.b.desp, :)

ich habe auch schon an Seminaren zur Erweckung der Kundalini-Energie (Schlange) teilgenommen.
Brogans Buch ist bestimmt super, wir hören immer wieder tolle Sachen darüber, aber ich habe es noch nicht selbst gelesen, um mir ein Bild dazu machen zu können, wie sie über Kundalini spricht.

Fakt ist nur, dass ich damals auch sehr naiv war; Erweckung der Kundalini Energie klang toll auf mich, aber ich hatte mich überhaupt nicht genug belesen / informiert vorher und mir ist auch nicht die spirituelle Dimension dessen bewusst gewesen.

Diese Energie ist - ja man kann es sagen - heilig. Ich wundere mich auch gerade, dass Kelly Brogan so etwas empfiehlt, was doch für viele mehr den Touch des Esoterischen als des Medizinischen hat.
Meines Erachtens braucht man dafür einen breiteren Background an Wissen und Spiritualität, um sich damit zu befassen; ich muss selbstkritisch einsehen, dass ich den selbst nicht hatte.

Ich bin in einer spirituellen Meditationsgruppe engagiert und da habe ich schon Einiges über Kundalini gehört; allem voran das, was mir selbst widerfuhr: Die Leute melden sich zu Kursen an und wissen gar nicht, wie kraftvoll Kundalini-Energie ist und was sie da machen.

Von einer Frau weiß ich, dass sie während ihrer Schwangerschaft an einem solchen Kurs teilnahm und das Kind erst ein Schreikind wurde und später schwer unter ADHS litt; sie hat für sich persönlich nie einen Zusammenhang zwischen der Erweckung der Kundalinienergie (zum falschen Zeitpunkt!) und den Problemen des Kindes gesehen. Dem Kind konnte irgendwann geholfen werden, aber erst, als ihr in einer medialen Sitzung mit ihrem Schutzengel mitgeteilt wurde, und zwar von ihrem Schutzengel, dass die Kundalinienergie der Grund für das übererregte ZNS ihres Kindes ist.

Man muss nicht an Engel oder Esoterik glauben, überhaupt muss man sich jetzt nicht zu dem von mir Geschriebenen positionieren, ich gebe dir nur weiter, was ausnahmslos alle in meiner Meditationsgruppe (und die Leute sind durchaus geerdet und fest im Leben stehend und nicht völlig abgehoben) sagen: Vorsicht mit Kundalini-Energie. Sich gut vorher damit befassen.
Und ich denke, das wollte dir padma :) auch mitteilen.
Aber viell. meldet sie sich noch mal dazu?

Liebe Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon hopefulanddesperate » Donnerstag, 28.09.17, 17:08

Hey Jamie,
Jetzt hatte ich gerade einen längeren Text und versehentlich gelöscht, deswegen kürzer. Mit deiner Erläuterung verstehe ich besser was gemeint ist. Ich werde den Lehrer mal darauf ansprechen, da er mir grosse Hoffnungen gemacht hat. Er kennt auch grössten Teils meine Geschichte. Ja irgendwas zum falschen Zeitpunkt anzutriggern ist wahrscheinlich wirklich nicht so gut. Aber die Frage, die sich nur dann stellt. Wann ist der richtige Zeitpunkt....? Das ist überhaupt eine Frage an euch, wenn man im Entzug ist wann kann man hoffen das es einem wieder besser geht. Monate? Jahre? Ich habe jetzt das Mirtazapin schlafanstossend eindosiert aber den rest der depressiven Symptomatik hab ich noch. Die Unruhe ist weitgehendst weg. Und irgendwas muss ich ja Unternehmen das es besser wird.

Liebe Grüsse
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon padma » Donnerstag, 28.09.17, 19:35

hallo Hopeanddesperate, :)

ich habe es genau so gemeint, wie Jamie :) es erklärt hat.

Wann der richtige Zeitpunkt ist und wann es einem im Entzug besser geht, lässt sich so allgemein nicht sagen. Es kann Monate oder wirklich auch Jahre dauern.

. Und irgendwas muss ich ja Unternehmen das es besser wird.

Ein wichtiger Faktor im Heilungsrozess ist tatsächlich Zeit. Und darüber hinaus ist es ein Ausprobieren, was für dich hilfreich ist. Ich persönlich würde auf sanfte Methoden setzen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon hopefulanddesperate » Montag, 02.10.17, 22:27

Hallo nochmal,
gibt es eigentlich in Deutschland Ärzte, die sich mit Absetzsymptomen auskennen? Oder Psychiater die auch beim richtigen Absetzen unterstützen? Für mich ist das ziemlich übel. Meine Therapeutin hat mich regelrecht zusammengeschissen als ich erwähnt habe, es könnte Entzug sein. Sie mache das seit 20 Jahren und das hätte sie noch nie gehört... Usw. Niemand nimmt einen in der Hinsicht für voll... Ich versuche mich gerade so durchzukämpfen aber es ist echt super schwer. Da ich auch keinerlei Unterstützung von einer Familie habe und mein Freund will von der ganzen Thematik (Depressionen, Medikamente) gleich gar nichts wissen und glaubt mir in dieser Hinsicht auch nicht. Deswegen weiss ich oft selbst nicht was ich glauben soll. Gibt es Leute, die trotz krasser Symptome weiter Arbeiten können?
Und wie übersteht man den Entzug am besten? Wie wird man mit gleichzeitigen Depressionen fertig? Und wie kann man das soziale Umfeld oder Netzwerk aufrecht erhalten?
Danke
Hopefulanddesperate
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Beitragvon padma » Dienstag, 03.10.17, 18:28

hallo Hopefullanddesperate, :)

gibt es eigentlich in Deutschland Ärzte, die sich mit Absetzsymptomen auskennen? Oder Psychiater die auch beim richtigen Absetzen unterstützen? Für mich ist das ziemlich übel. Meine Therapeutin hat mich regelrecht zusammengeschissen als ich erwähnt habe, es könnte Entzug sein. Sie mache das seit 20 Jahren und das hätte sie noch nie gehört..

Du hast eine ganz und gar typische Antwort bekommen. Es gibt Tausende, die unter Entzugssymptome leiden und angeblich haben die meisten Ärzte davon noch nie was gehört. :frust: :frust: :frust:

Wirklich auskennen mit dem Absetzen tut sich kaum ein Arzt. Wir haben eine kleine interne Liste von Ärzten, die der Thematik gegenüber zumindest aufgeschlossener sind. Wenn du mir dein PLZ Bereich per PN schickst, kann ich nachschauen, ob jemand aus deiner Gegend auf der Liste steht.

Gibt es Leute, die trotz krasser Symptome weiter Arbeiten können?

Es gibt einige Betroffene, die weiter arbeiten und sich zwischendurch immer wieder mal krank schreiben lassen. Andere mussten sich Langzeit krankschreiben lassen. viewtopic.php?f=8&t=5638

Und wie übersteht man den Entzug am besten? Wie wird man mit gleichzeitigen Depressionen fertig? Und wie kann man das soziale Umfeld oder Netzwerk aufrecht erhalten?

Da kann mn wohl nur indviduell schauen. Schau mal in die Bereiche "Umgang mit dem Entzug","Alternativer zu Psychopharmaka", "Persönlicher Austausch" und "Diskussion", da gibt es einiges an Anregungen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen


1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon Pons » Dienstag, 03.10.17, 21:00

Hallo,

ich habe vor etlichen Jahren auch eine Erfahrung mit Kundalini gemacht und kann nur betätigen, was Jamie und Padma schon schrieben: große Vorsicht ist angebracht. Da jede dieser Erfahrungen anders zu sein scheint, möchte ich meine eigene nicht im einzelnen schildern, nur so umschreiben, dass sie Sehstörungen ausgelöst hat. Für den Entzug würde ich auch dringend davon abraten.

Gruß, Pons
Zuletzt geändert von Pons am Mittwoch, 04.10.17, 8:11, insgesamt 1-mal geändert.
Meine Benzo-Geschichte:
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Beginn Wasserlösemethode Bromazepam, Start am:
29.08.17 3,7 mg
25.09.17 3,4 mg
08.10.17 - voll in der Toleranz, keine erkennbare Wirkung mehr. Befinden soweit gut.
09.10.17 3,0 mg
21.10.17 2,7 mg

Der Mann, der schließlich den Berg abtrug, war derselbe, der zuvor angefangen hatte, kleine Steine wegzuräumen
- aus China -

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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon hopefulanddesperate » Dienstag, 03.10.17, 22:20

Hallo nochmal,
und noch ne Frage. Habe ja jetzt das Mirtazapin eindosiert, ca. einen. Monat aber merke das ich davon zunehme und voll aggressiv werde. Würde es gerne wieder loswerden und doch ganz ohne Probieren. Geht's das nach dem Einnahme Zeitraum noch wieder wegzulassen oder muss ich Das jetzt schon ausschleichen. Oder würdet ihr mir davon abraten, weil es das ZNS noch mehr durcheinander bringt...
Habe da jetzt schon nen ganz schönen Wurm reingebracht... Kann halt auch schlecht einen Zustand aushalten.
Danke
Und entschuldigt, dass Ich so unsicher oder verwirrt bin, aber es ist alles so schwer, wenn man in der Gesellschaft noch nicht richtig fuss gefasst hat und gleich wieder aussteigen soll oder muss.
Danke
Hopefulanddesperate
3 Jahre lang chronische Schlafstörung mit leicht Depressiven Symptomen
Auslöser - Trennung vom Partner und keinerlei Kontakt zur Familie, außer Schwester aber die lebt in Amerika und Substanzmißbrauch
Schilddrüsenunterfunktion festgestellt L-Thyrox 50
Okt 2015 massive Verschlechterung der Symptomatik + Panikzustände
Dez 2015 Burnout und Krankschreibung
Feb. 2016 Escitalopram 20 mg und
Mirtazapin (glaube 10 mg)
Mirtazapin nach ca. 6 Monaten abgesetzt
April 2017 Escitalopram abgesetzt 20-10-5-0 jeweils nach 6 Woche

zurerst gut, dann
Juli 2017 Neubeginn von Durchschlafstörung nach Prüfungsstress, Verletzung am Sprunggelenk und Beziehungsprobleme
ab 01.08.2017 Johanniskraut
02.09. wieder abgesetzt
04.09. 1 mg Escitalopram (Wasserlös Methode)
Escitalopram nicht weiter genommen
05.09. 3,75 mg Mirtazapin eindosiert
08.09. 3,75 mg Mirtazapin

Aktuelle Symptome: Brainfog, Konzentrationsschwäche, Kopfweh, Traurigkeit, weinerlichkeit,

Der Weg ist das Ziel - niemals aufgeben. Danke das ich hier sein darf.
:schnecke: :)

Gwen
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon Gwen » Mittwoch, 04.10.17, 2:07

Hallo Hopfulanddesperate,

ich würde vermuten, dass Du das Mirtazapin ausschleichen solltest. Wenn Du es weglassen würdest, wärst Du vermutlich wieder am Anfang mit den Schlafstörungen. Aber da bekommst Du bestimmt noch Antwort von jemandem.

Was die Akzeptanz der ganzen Situation mit dem Entzug angeht, hat mein Arzt ähnlich reagiert. Er hat es total abgestritten. Er mrinte, dass es diese Absetzsymptome nicht gäbe. Ich sollte seiner Meinung nach auf jeden Fall zusätzlich Ritalin nehmen und wieder auf die Anfangsdosis hochgehen mit dem Escitalopram. Nach einigem diskutieren sagte er dann irgendwann, dass ich mit dem Escitalopram machen solle wie ich meine, aber das Ritalin auf jeden Fall dazu nehmen. Ich hab mich furchtbar aufgeregt nach diesem Gespräch, weil ich das Gefühl hatte, er wollte einfach nur, dass ich weiter irgendwelche Medikamente nehme. Alles andere war egal. Ich denke so geht's vielen hier mit ihren Ärzten.

Danach bin ich dann nicht mehr hin! Ich hab das Ganze dann meinem Hausarzt erklärt, der leider auch keine Ahnung hat. Aber er ist aufgeschlossen und hat mir zugehört und zugesagt, das Escitalopram weiter zu verschreiben, bis ich durch bin mit dem Absetzen. Ich stehe also "fachlich" auch alleine da. Und muss mit Hilfe des Forums hier selbst entscheiden, wie ich vorgehen will. Aber es gehört natürlich auch schon ein bisschen Mit und Selbstbewusstsein dazu, diese Dinge gegen die allgemeine Meinung durchzusetzen. Sich und anderen klar zu machen, dass Ärzte in diesem Fall nicht wissen, was das Beste ist bzw von der Thematik keine Ahnung haben. Vor allem im psychiatrischen Bereich ist das um so schwerer, da einem da ja auch gerne nachgesagt wird, dass man dich Symptome einbilde oder sich in etwas hineinsteigert. Ich hinterfrage mich und meine Symptome da auch teilweise.

Ich wünsche Dir da gutes Durchhalten. Und dass Du ein Gefühl dafür entwickeln kannst, was hilfreich für Dich sein kann und was Dir eher schadet. Und auch die entsprechende Geduld dazu (ich weiß, das ist oft schwer....)

Liebe Grüße Gwen
Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit der Kindheit (Therapien ab Grundschulalter), teilweise Angst-/ Panikattacken, Verdacht auf ADHS (vermute eher HSP)

Medikamente:
1999 Tavor, Insidon (hat mich total abgeschossen).
Wechsel zu Seroxat bis ca 2005? - damals mit Seroxat-Saft langsam abgesetzt - nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH.

Citalopram nach Rückfall, seit ??, irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg reduziert (problemlos)

2012 schwere postpartale Depression. Dank Beratung von "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Tavor als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg.

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen.
04/2016 6mg. Besser. Jedoch seit Monaten erschöpft und müde - auch nach 10 Stunden Schlaf
17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst
09.04.17 3,5mg Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...
24.04.17 4mg stabiler! Dann Infektion mit EBV - lange Erholungsphase -
12.07.17 3,5mg
01.09.17 3,0mg

Murmeline
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon Murmeline » Mittwoch, 04.10.17, 16:37

Hallo!

gibt es eigentlich in Deutschland Ärzte, die sich mit Absetzsymptomen auskennen? Oder Psychiater die auch beim richtigen Absetzen unterstützen? Für mich ist das ziemlich übel. Meine Therapeutin hat mich regelrecht zusammengeschissen als ich erwähnt habe, es könnte Entzug sein. Sie mache das seit 20 Jahren und das hätte sie noch nie gehört...

Du kannst versuchen, sie mit Literatur/Fachartikeln zu informieren. Leider gibt es auch die Kandidaten, die sich dadurch in ihrer Kompetenz herabgesetzt sehen. :x

Diese Artikel bieten sich an (alle im Forumsbereich Hintergrundinformationen gesammelt, da gibt es noch mehr zu entdecken!):
Arzneimittelbrief, Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva Typ SSRI und SNRI: viewtopic.php?f=6&t=10466
Prof. Klaus Lieb: Entzugssymptome beim Absetzen von Antidepressiva? viewtopic.php?f=6&t=11327
Medizin Transparent: Antidepressiva: Absetzen macht Probleme viewtopic.php?f=6&t=12566
Gesundheitsstadt Berlin: Absetzen von Antidepressiva führt zu Entzugssymptomen viewtopic.php?f=6&t=11955
Neue Studie untersucht die Patientenerfahrungen beim Absetzen von Psychopharmaka viewtopic.php?f=6&t=13459
Artikel Neue Klassifizierung des Entzugs von Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern viewtopic.php?f=6&t=12480

Das Mitrazapin würde ich im Zweifel zügig aber dennoch schrittweise absetzen nach vierwöchigen Einnahme. Ggf. erstmal eine Teildosis weglassen und schauen, ob sich was verbessert oder ob zusätzliche Symptome entstehen.

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon hopefulanddesperate » Mittwoch, 04.10.17, 19:28

Hallo :)
noch ne Frage? Was haltet ihr von 5 HTP. Kann man das für Entzugssymptome verwenden? Also wäre das bei mir z. B. nachdem Absetzen von dem Mirtazapin möglich?

Vielen Dank und
liebe Grüße
hopeanddespu
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Feb. 2016 Escitalopram 20 mg und
Mirtazapin (glaube 10 mg)
Mirtazapin nach ca. 6 Monaten abgesetzt
April 2017 Escitalopram abgesetzt 20-10-5-0 jeweils nach 6 Woche

zurerst gut, dann
Juli 2017 Neubeginn von Durchschlafstörung nach Prüfungsstress, Verletzung am Sprunggelenk und Beziehungsprobleme
ab 01.08.2017 Johanniskraut
02.09. wieder abgesetzt
04.09. 1 mg Escitalopram (Wasserlös Methode)
Escitalopram nicht weiter genommen
05.09. 3,75 mg Mirtazapin eindosiert
08.09. 3,75 mg Mirtazapin

Aktuelle Symptome: Brainfog, Konzentrationsschwäche, Kopfweh, Traurigkeit, weinerlichkeit,

Der Weg ist das Ziel - niemals aufgeben. Danke das ich hier sein darf.
:schnecke: :)

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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon hopefulanddesperate » Mittwoch, 04.10.17, 19:58

@ Murmeline
hab hier auch noch was gefunden, aber wahrscheinlich kennt ihr das schon.

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/D ... on210.html
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/v ... 35594.html

LG
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April 2017 Escitalopram abgesetzt 20-10-5-0 jeweils nach 6 Woche

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04.09. 1 mg Escitalopram (Wasserlös Methode)
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Rosenrot
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Re: Escitalopram abgesetzt - Rückfall - was nun

Beitragvon Rosenrot » Mittwoch, 04.10.17, 20:13

Hallo hopeanddespu, :)

5-HTP wird hier nicht wirklich empfohlen wegen der Gefahr, ein Serotonin Syndrom zu entwickeln.

Das muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden, ob er das riskieren möchte.

Wir hatten hier vor kurzem allerdings jemanden, dem es geholfen hat. Er hat einen Blog: https://die-psychopharmaka-falle.de/ueb ... rch-5-htp/

Vielleicht schreibt dir hier noch jemand, der Erfahrung damit hat.

Liebe Grüsse
Rosenrot
2010 Schlaganfall
2012 - 2016 Escitalopram 10 mg wegen Panikstörung

Januar bis September 2016 Escitalopram 9, 8, 7, 6, 5, 4 mg monatlich (3 Absetzgrippen, die nicht als solche erkannt wurden)

Oktober 2016 von 3 mg auf 0 mg unter Cortison-Einfluss (wegen Colitis Ulcerosa 70 % = Pancolitis)

Februar 2017 Schwindel, vermehrte Spastik im gelähmten Bein, Feuerwehreinsatz, Klinikaufenthalt
Februar/März 2017 Escitalopram 5, 10 mg in Klinik wegen "Grunderkrankung"

März 2017 Escitalopram 9 mg zu Hause
21. März 2017 9,5 mg (Tabletten + Wasserlösemethode mit Tropfen)
15. April 2017 9,0 mg
19. Mai 2017 8,5 mg (Wasserlösemethode mit Tabletten)
28. Juni 2017 8,5 mg (Tabletten + Wasserlösemethode mit Tropfen)
09. Juli 2017 8,25 mg
05. August 2017 8,0 mg
14. Oktober 2017 7,5 mg (Wasserlösemethode mit Tabletten)

seit 2010 Betablocker Metoprololsuccinat
Baldrian

Symptome: Kraftlosigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Spastik, Schwitzen, Tinitus, Nase links verstopft, Ein- und Durchschlafstörungen

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