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Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

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Lilly71
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Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Sonntag, 03.09.17, 16:08

Liebe AFDFler!

Ich versuche nun schon zum 3x meine Geschichte aufzuschreiben und bekomme es nicht zusammen. Ich könnte heulen! Ich bräuchte so dringend eure Hilfe.
Nun versuche ich es in Kurzform und hoffe, ihr versteht es trotzdem.

Vorweg, ich befand mich von Januar 2015, bis Mai diesen Jahres fast durchgehend in einer Klinik. Und nun geht es mir so schlecht, wie noch nie! Ich bin am Ende, kann nicht mehr, bin völlig verzweifelt!
Ich bin 45 J. alt und leide seit meiner Jugend vorallem unter Angststörungen und Depressionen.
Mein großes Leid aber begann im Januar 2015, da wurde mir das Venlafaxin, welches ich 2 Jahre nahm, zum Schluss 150mg, in der Klinik „ausgeschlichen“, da es nicht mehr wirkte und ich Nebenwirkungen hatte.

Sofort nach 0 bekam ich die schlimmsten Angstzustände meines Lebens, obwohl das Wort für diese „Anfälle“ gar nicht ausreicht. Man versuchte mit Tavor zu deckeln, was kaum half. So wollte man das Venlafaxin wieder einschleichen, ich vertrug gerade mal noch 37,5mg, welche man dann auch drin ließ. Es folgten 2 Jahre Klinik mit dem Versuch vieler anderen Antidepressiva, die ich alle nicht vertrug und einem Tavorentzug, der auch erst schief ging, da sie zu schnell absetzten und dann, weil ich durchdrehte, mit 40mg Diazepam, es waren eigentlich „nur“ 2mg Tavor, langsam tröpfchenweise ausschleichen mussten.
Mehr bekomme ich aus der Zeit leider nicht zusammen, außer, wie es mir ungefähr ging. Ich hatte extreme Ängste, war völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und Verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich auch noch eine Herzneurose entwickelte.
Und so bin ich nun schon im Januar diesen Jahres.

Nachdem ein erneuter Versuch nach Hause zu gehen wieder scheiterte, landete ich diesmal auf einer anderen Station. Ich nahm immernoch die 37,5 mg Venlafaxin, 50mg Quetiapin, welches sie irgendwann eindosiert hatten und leider auch wieder 2mg Tavor. Jetzt sollte es zur Sache gehen, da man ja 2 Jahre nichts erreicht hatte. Ich musste mitmachen, oder gehen.

Das Venlafaxin kam direkt raus, Tavor wurde wieder über Diazepam, aber diesmal schnell, ausgeschlichen. Quetiapin auf 75mg erhöht und abends 200 Retard. Es wurde Jatrosom (ein MAO Hemmer) eindosiert. Von 10mg, jede Woche bis auf 40mg. Mein Blutdruck sank rapide auf 80/50, ich fing an zu derealisieren und zu depersonalisieren. Nun wurde noch Lithium draufgesetzt, was das ganze noch verschlimmerte. Ich zitterte wie verrückt und konnte kaum noch gerade aus gehen.
Erst als eine andere Ärztin anregte, dass man das Jatrosom, zwecks des Blutdruckes ausschleichen muss, wurde reagiert. Aber nur auf 20mg abdosiert. Mir ging es weiterhin miserabel und als ich sagte, ich möchte bitte auch das Lithium auschleichen, wurde es einfach abgesetzt und ich flog aus der Klinik.

Und schon in der ersten Nacht ging es wieder los. Schlimmste Angstzustände, die ich nicht aushielt und so landete ich wieder in der Klinik diesmal geschlossen, da ich am durchdrehen war. Nach langem hin und her und weil nichts half, kein Atosil, kein Dipiperon usw. gab man mir wieder Tavor, was die Sache etwas beruhigte und ich auf die offene konnte.

Hier wollte man mich alle 2 Nächte heimschicken, damit das endlich klappt. Funktionierte natürlich gar nicht. Mir ging es so schlecht. Ich hatte wieder Angstzustände und war überzeugt zu sterben. Ich war agiert, hatte keine Sekunde Ruhe und war gleichzeitig so erschöpft, dass ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Ich depersonalisierte total und stand völlig neben mir.

Nun musste das Tavor ja auch wieder raus und sie stellten mich wieder auf Diazepam um. Allerdings viel zu niedrig (umgerechnet von 2 mg auf ¼ mg) und es schien auch paradox zuwirken, den ich lief 3 Tage Amok und war 3 Nächte wach! Sie setzten es etwas hoch, aber es half nichts.
Es half nun gar nichts mehr! Ich musste die Zustände aushalten. Das Jatrosom setzten sie noch ab, da sie auch nicht glaubten, dass es noch etwas bringt. So habe ich mich entlassen lassen, weil ich keine Hilfe mehr erwartete.

Nun bin ich seit Mai zuhause. Ich kam mit Diazepam in Tropfenform, 9-5-5-5 Tr., Quetiapin 175 mg. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich noch L-Thyroxin 25 mg, Pantozol 40 mg, und Bisoprolol 1,25 mg nehme. Quetiapin nehme ich jetzt nur noch 100mg.
Das Diazepam wirkte überhaupt nicht mehr, bzw. paradox. Ich hatte eine extreme Muskelspannung und es half nicht. So hat meine Psychiaterin mich nach 8 Wochen zurück auf Tavor umgestellt, 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. Und es wirkt überhaupt nicht mehr. Diese Dosis habe ich jetzt seit 2 Wochen.

Zusammengefasst, ich bin jetzt seit Mai zuhause. Es hilft nichts mehr und ich drehe bald durch. Ich habe schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, bin Bettlägerig usw.
Ich führe die stärke der Symptome auf das weglassen des Venlafaxins zurück.

Nun liege ich hier im protrahierten Entzug und habe noch das Tavor und Quetiapin an der Backe. Was soll ich nur tun? Ich kann nicht mehr! Könnt ihr mir einen Rat geben? Einschleichen ist nach über einem halben Jahr, ja wohl nicht mehr drin. Und was mache ich mit dem Rest, der nichts hilft! Ich weiß aber, ich kann ihn nicht einfach weg lassen...
Könnt ihr mir irgendwie helfen? Auch wenn es so chaotisch ist?

Oh Gott, ist das lang geworden! Ich hoffe, ihr verzeiht mir das...

Vielen lieben Dank jedenfalls, schonmal fürs Lesen!!!

Liebe Grüße
Melli
Zuletzt geändert von Jamie am Sonntag, 03.09.17, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Symptome:
Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
Alles leider fast durchgehend.

Ululu 69
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Ululu 69 » Sonntag, 03.09.17, 17:58

Liebe Melli,

Zuerst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Das ist ja wirklich der Horror, was dir in den letzten zwei Jahren so alles angetan wurde.
Mir fehlen da echt die Worte.
Hast du auch mal in irgendeiner Form eine Therapie gemacht? Oder hat man dich nur mit Medikamenten zugeballert?
Von diesem hin und her ist dein Zentrales Nervensystem jetzt extremst gereizt. Wichtig ist jetzt, dass nicht mehr an den Medikamenten herumgeführt wird und du erstmal auf den Dosierungen bleibst, die du im Moment hast, auch wenn du das Gefühl hast,dass sie nicht mehr helfen. Jede weitere Veränderung reizt drin ZNS zusätzlich.
Problematisch ist dabei, dass man davon ausgehen muss, dass du auch Benzoabhhängig bist. Ich denke du hast schon eine hohe Toleranz entwickelt, deswegen hilft es nicht mehr.
Ich kenne mich mit Benzos nicht so aus aber es werden sich noch erfahrenere Mitglieder, auch vom Team, bei dir melden.
Du musst da leider nur etwas Geduld haben, da sie alle selbst betroffen und im Moment alle selbst etwas angeschlagen sind.
Es ist auf jeden Fall gut,dass du jetzt hergefunden hast.

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Sonntag, 03.09.17, 18:51

Liebe Ute!

Herzlichen Dank, fürs Willkomen heißen und deine Antwort.
Ich weiß, daß hier alle selbst betroffen und auch mit sich beschäftigt sind.
Um so großartiger finde ich, was hier jeder einzelne tut!

Ja, das Leiden geht nun schon 2 ½ Jahre und in der Zeit, wurde nur mit Medikamenten versucht.
Auch ich denke, man sollte jetzt nicht weiter an den Medikamenten rumschrauben und ich habe mit Sicherheit eine hohe Toleranz was Benzos betrifft, weshalb ich durch die 3mg Tavor tgl. wohl auch keine Erleichterung mehr erfahre. Auch wird die Umstellung vom Diazepam zurück auf das Tavor nicht so gut gewesen sein.
Mein zentrales Nervensystem ist durch, da gebe ich dir recht. Ich bekomme ständig neue Symptome und die, die schon da sind, werden immer schlimmer. Und das ist das Problem. Ich weiß nicht, wie lange ich noch durchhalte. Ich bin wirklich mehr als hart an der Grenze. Ich habe Angst, daß ich es irgendwann nicht mehr aushalte und dann wieder auf der geschlossenen lande. Was dann passiert möchte ich mir gar nicht ausmalen.
Aber diese ständige „Todesangst“ (ich sage immer, ich habe keine Angst mehr, ich bin nur noch Angst), die Herzbeschwerden (war die letzten Woche mehrmals beim Arzt und in der Notfallpraxis zum EKG, oder der Rettungswagen kam), die Kreislaufbeschwerden, der Schwindel, komische Missempfindungen und „Schmerzen“ überall, das Zittern, Sehstörungen, das Depersonalisieren und das Derealisieren und diese extreme Schwäche, das alles und noch einiges mehr, was mich fast nur ans Bett fesselt, ist für mich bald zuviel. Ich habe fast kein Fünkchen Hoffnung mehr. Ich bestehe nur noch aus Verzweiflung....

Ich weiß, hier gibt es keine Wunderheilung, aber ich musste das nochmal loswerden. Ich hoffe, ihr verzeiht mir meine Verzweiflung momentan...

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

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Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Eva » Sonntag, 03.09.17, 19:52

Liebe Melli,

mich rührt Dein Leid sehr an, deshalb möchte ich Dich gerade einfach nur trösten. Es ist nicht hoffnunglos! Das Wichtigste finde ich, sich immer wieder zu sagen: "Auch die schlimmsten Zustände gehen vorbei", es ist ja immer ein Auf und Ab im Leben, es wird uns auch wieder besser gehen - und sich so selbst zu beruhigen.

Liebe, teilnehmende Grüße,
Pons
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Beginn Wasserlösemethode Bromazepam, Start am:
29.08.17 3,7 mg
25.09.17 3,4 mg
09.10.17 3,0 mg
21.10.17 2,7 mg
03.11.17 2,4 mg
15.11.17 2,1 mg
22.11.17 - Seit ein paar Tagen vermehrte körperliche Unruhe, Herzklopfen, Extrasystolen.
01.12.17 - Es wird langsam besser.
05.12.17 1,9 mg
08.12.17 2 x 500 mg L-Tryptophan - aufgrund des Gefühls, die Schlaflosigkeit bringt mich langsam um. :( Habe damit tatsächlich etwas Ruhe gefunden. Diese Ergänzung soll aber nicht zur Regel werden.

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Ululu 69 » Sonntag, 03.09.17, 20:22

Hallo Melli,

dafür brauchst du dich wirklich nicht zu entschuldigen.
Leider kommen bei uns immer wieder Menschen an, die, so wie du, mit wilden Medikamentenexperimenten, so muss man es wirklich nennen, in Zustände versetzt werden, die sich für sie als absolut unaushaltbar anfühlen.
Leider bist du da kein Einzelfall. Wenn man die Ärzte fragt, sagen sie, es ist die Ursprungskrankheit und verschreiben das nächste Medikament. Damit wird aber die Situation immer weiter verschärft.
Ich weiß, dass dir das im Moment auch nicht wirklich weiter hilft. Ich will damit nur sagen, dass hier Menschen sind, die dich verstehen und das Forum auch dafür da ist, sich einfach mal auszuweinen.
Der größte Hammer ist, dass man dir keinerlei Therapie zukommen lassen hat. Gerade bei Angststörungen erzielt man mit einer kognitiven Verhaltenstherapie oft relativ schnell gute Ergebnisse.
Ich denke, dass Medikamente nicht nachhaltig helfen, brauche ich dir nicht zu sagen.
Leider ist es so, wie du selbst schon erkannt hast, dass man hier auch kein Wundermittel gegen deinen Zustand hat. Im Gegenteil, die Erfahrung zeigt, dass nur Doktor Zeit heilen kann.
Du solltest nur auf jeden Fall alles vermeiden, was dein ZNS weiter reizt. Also vorerst Bitte keine Veränderung mehr bei deinen Medikamenten vornehmen.
Versuch dir Un deinem Gehirn so viel Ruhe wie möglich zu geben.
Die gute Nachricht zum Schluss, dein Gehirn ist in der Lage sich selbst zu heilen, es kann nur leider dauern.

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Ululu 69 » Sonntag, 03.09.17, 20:33

Hallo Melli,
ich lasse dir nochmal einen Link da.
Vielleicht hilft dir ja was davon.
viewtopic.php?f=19&t=7663

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Jamie » Sonntag, 03.09.17, 21:02

Hallo melli,

auch von mir willkommen im Forum :).

Das ist wirklich ein unsägliches Chaos, was man da mit dir medikamentös angestellt hat.
Es tut mir wirklich leid, in welch desaströsem Zustand du bist :( .

Dein Fall ist sehr komplex und einfache Lösungen wird es nicht geben, dennoch ist es nicht hoffnungslos. :hug:

Es wird nur sehr viel Geduld und Spucke brauchen und vor allem ein wenig Detektivarbeit, denn ganz klar ist mir noch nicht, welches Medikament in welchem Ausmaß an deinem schlechten Zustand beteiligt ist.
Mir scheint aber ein Knackpunkt nach wie vor das Venlafaxin zu sein.
Ich vermute ein schweres Absetzsyndrom (das von den Ärzten nicht erkannt wurde) und eine enorme ZNS Reizung durch die vielen Medikamentenwechsel und ein Teil wird sicher auch den Nebenwirkungen der aktuellen Medikation zuzuschreiben sein und der andere Teil deiner Grunderkrankung, die mit diesem Chaos an Medikamenten und deinem emotionalen Ausnahmezustand bislang wohl ganz sicher nicht adäquat psychotherapeutisch behandelt werden konnte.

Ich vermute ferner, wie auch Ululu, eine nicht zu unterschätzende massive Benzoabhängigkeit und Toleranz, was deinen Zustand weiter destabilisiert. Da wird auch noch sehr sehr viel Arbeit nötig sein, womöglich auch noch mal die Umstellung auf ein anderes Präparat und andere Dosierungen. Weil so hoch dosiert ein Benzo zu schlucken, das gar nicht mehr wirkt, das ist einfach nur fatal und irgendwie auch sinnentleert.

Um ganz realistisch zu sein: Es wird Jahre an Heilung dauern, aber die ist möglich! :hug:

Viele Grüße
Jamie
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Montag, 04.09.17, 8:00

Guten Morgen ihr Lieben!

Danke, für eure Antworten!

Liebe Pons,
vielen lieben Dank für deinen Zuspruch!
Ich brauche wirklich Hoffnung, denn ich habe sie fast ganz verloren.

Liebe Ute,
danke für den Link!
Ich habe mal reingeschaut. Manches habe ich schon versucht,
leider ohne Erfolg.

Liebe Jamie!
Danke auch für deine schnelle Antwort!
Auch ich halte das Venlafaxin für den Knackpunkt, denn da fing es, nach dem Absetztversuch, Anfang 2015 an die Hölle zu werden. Und nun wurde der Rest Anfang diesen Jahres ja einfach weggelassen, um die anderen Medikamente (Jatrosom und Lithium) zu testen, was sich ja als falsch erwies.
Wie ich auch Ute schon schrieb, gebe ich euch vollkommen recht, mit der hohen Toleranz, im Bezug auf Benzos und der Abhängigkeit.
Deshalb bleibt mir ja auch im Moment nichts anderes übrig, als die 3mg tgl. zu nehmen, auch wenn sie nichts bringen. Auch hier habe ich eher das Gefühl, sie wirken eher paradox (?).
Ich weiß, du bist kein Arzt, hast aber eine Umstellung angesprochen. Das war auch mein Gedanke. Ich hatte meiner Psychiaterin Clonazepam vorgeschlagen, da ich meine, das hier auch irgendwo schon mal gelesen zu haben. Aber das wollte sie nicht. Sie ging lieber vom Diazepam zurück aufs Tavor. An was hättest du eventuell gedacht? Und wie meintest du das dann auch mit den Dosierungen?

Ich habe morgen wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin und weiß nicht, was dabei rauskommt. Auch sie versucht mir wieder eine Klinik schmackhaft zu machen...

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Symptome:
Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
Alles leider fast durchgehend.

Jamie
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Jamie » Montag, 04.09.17, 9:46

Halli Lilly, :)

tja, das Clonazepam wäre auch mir vorgeschwebt. Wegen der langen Halbwertszeit.
Es gibt noch Oxazepam, ebenfalls längere HWZ, aber das ist ein Diazepamabkömmling, bei dem ich nicht weiß, ob es noch wirken wird.

Man müsste halt mal Klarheit bekommen, ob das Diazepam generell nicht mehr wirkt oder vertragen wird oder ob nur die Dosis nicht hoch genug war. Wenn die Dosis ausreichend hoch wäre und es dir besser ginge, dann könnte man darauf umstellen und dann abdosieren. Aber wir beobachten leider immer wieder, dass Diazepam manchmal einfach nicht mehr vertragen wird bzw. wirkt.
Das müsste ausprobiert werden.

Grüße
Jamie
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Montag, 04.09.17, 10:50

Hallo!

Danke, liebe Jamie!
Natürlich war die Dosis Diazepam mit Sicherheit zu niedrig. Aber ich traue mich, glaube ich, nicht mehr an das Diazepam, weil ich eben nicht weiß, ob es nicht doch paradox wirkt. Es fühlte sich trotzdem irgendwie so an.
Ich werde meine Psychiaterin morgen erneut nach einer Umstellung aufs Clonazepam, oder ein anderes Benzo, in ausreichender Dosis fragen.

Noch etwas anderes. Wie steht/ oder habt ihr das eigentlich durchgestanden. Ich halte es bald nicht mehr aus, kann überhaupt nicht alleine sein, vor lauter Angst, auch vor den Symptomen. Ich sitze hier zitternd, schwindelig und schwach, mit hohem Puls und weiteren Symptomen vor meinem PC.
Mein Mann war jetzt 3 Wochen zuhause. Davor ging es gerade mal noch so, aber es wird ja von Tag zu Tag schlimmer. Nun muss er am Donnerstag wieder arbeiten, es geht nicht anders und ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Ich habe solche Angst!!!
Es gibt auch niemanden, der herkommen könnte und so bin ich dann den ganzen Tag alleine und kann mich noch nicht mal versorgen und ich habe Angst dann durchzudrehen vor Angst, oder dass mir etwas passiert und keiner ist da.
Habt/ hattet ihr alle jemand der da war, oder muss man es dann halt auch alleine schaffen?
Wie soll das gehen? Ich habe wirklich große Angst!
Doch wieder Klinik? Aber davor habe ich noch mehr Angst.
Die letzten beiden Abschnitte/Stationen haben mich richtig traumatisiert!

LG
Melli
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

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2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Symptome:
Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Ululu 69 » Montag, 04.09.17, 11:20

Hallo Melli,

du schreibst, dass du dich an das Diazepam gar nicht mehr ran traust, heißt das, dass du jetzt gar kein Benzo nimmst ?
Dann würde mich dein Zustand nicht wundern, du hast dann ja einen Kaltentzug und der ist bei den hohen Dosen, die du zuletzt genommen hast sehr gefährlich. Du könntest im schlimmsten Fall einen Krampfanfall bekommen.

Pass auf dich auf !

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Montag, 04.09.17, 11:31

Liebe Ute!

Danke, für deine Fürsorge, aber das hast du missverstanden.
Meine Psychiaterin hat mich vom Diazepam wieder zurück aufs Tavor umgestellt.
Davon nehme ich 3 mg tgl. (1-1/2-1-1/2). Aber das scheint nicht zu reichen.

LG
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Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
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Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

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Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
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Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
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Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Murmeline » Montag, 04.09.17, 11:43

Hallo Lilly,

solche Missverständnisse lassen sich eher vermeiden, wenn Du eine Signatur anlegst und diese aktuell hälst.

Das ist quasi auch "Pflicht" hier - ohne geht es jedenfalls auf Dauer nicht. http://adfd.org/austausch/app.php/rules ... -erstellen Ich hoffe, Du findest dafür zeitnah Kraft - schau auch, wie die anderen ihre Sigantur gestaltet haben.

Rechts oben auf deinen Namen, persönlicher Bereich, Profil, Signatur ändern und Ausgangsproblematik eintragen, mit halbwegs genauen Daten dazu, wieviel wann von was genommen und wie reduziert/gewechselt/abgesetzt wurde.

Die Signatur ist eine Kurzfassung, um sich einen Überblick zu verschaffen und sie ist auch Absetzdokumentation. Dankeschön!

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Montag, 04.09.17, 15:20

Hallo Murmeline!

Danke, für deinen Hinweis!
Ich weiß das und es tut mir leid, aber ich bekomme es im Moment einfach nicht hin.
Ich habe den ersten Beitrag schon kaum geschafft
und auch das Antworten ist sehr anstrengend für mich.
Bitte seht mir das nach!
Sobald ich die Kraft und Konzentration dafür habe,
werde ich es versuchen, versprochen!
Bitte, nehmt das nicht als nicht Mitarbeiten wollen auf!
Es tut mir wirklich leid!

Grüße
Melli
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Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
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Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
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7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
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Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
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Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Murmeline » Dienstag, 05.09.17, 9:21

Hallo Melli,

es sind immer wieder neue Mitglieder hier, die erstmal keine Kraft dafür haben. Das ist in Ordnung, aber es kann eben zu Mißverständnissen führen. Es tummeln sich ja täglich viele ADFDler im Forum, und die aktiv Antwortenden können sich zudem nicht jeden Verlauf merken, so dass die Signatur auf jeden Fall eine Hilfe ist.

Mach Dir keinen Kopf, Du wirst das irgendwann nachholen, wenn es Dir möglich ist.

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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Dienstag, 05.09.17, 16:09

Ihr Lieben!

Murmeline, vielen Dank für deine Antwort!

Im Moment geht es bei mir drunter und drüber!
Brauche bitte dringend euren Rat!

Meine Psychiaterin möchte, nach über einem halben Jahr,
das Venlafaxin wieder anfangen, von dem ich wohl den protrahierten Entzug habe.
Ich soll 3 Tage die Hälfte einer 37,5 mg Kapsel nehmen und ab dann eine ganze.

Auch hatten wir vor zwei Wochen von 7-6-7-6 Tropfen Diazepam,
also 26 Tropfen = 13 mg (was ja 1,3 mg Tavor entspricht),
in der Annahme sie wirken paradox,
auf 3 mg Tavor (1-1/2-1-1/2) umgestellt, was gar nichts mehr bewirkte.
Deshalb soll ich nun zurück zum Diazepam auf 4x10 Tropfen,
also 40 Tropfen = 20 mg (was ja 2 mg Tavor entspricht).

Mir geht es sehr, sehr schlecht!!!

Ich habe Angst und kein gutes Gefühl dabei.

Könnt ihr mir einen Rat geben?

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Symptome:
Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
Alles leider fast durchgehend.

Jamie
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Jamie » Dienstag, 05.09.17, 18:46

Hallo Melli,

also dass das Venlafaxin möglicherweise einen Knackpunkt darstellt, das siehst du ja selbst so (ich auch).
Die Idee der Wiedereinnahme ist nicht verkehrt, die Art jedoch sehr.
Es wäre ein Himmelfahrtskommando, gleich eine halbe Kapsel einzunehmen, diese Dosis ist viel zu hoch!
Du musst deinen Körper ganz ganz pfleglich behandeln, sprich nur kleine Mengen wählen.
Ich möchte dich bitten dich mit der Kügelchenmethode vertraut zu machen und dann eine Dosis zu berechnen, die einer Menge von 1mg an Kügelchen entspricht.
Wenn dich der Dreisatz überfordert, übernehmen wir das Rechnen gerne für dich.
viewtopic.php?f=19&t=8897

Erklärung, warum es eine kleine Menge sein sollte: viewtopic.php?f=18&t=13205

Zu dem Diazepam habe ich gerade keine Meinung, ich denke du solltest kleine Mengen antesten, ob du sie noch verträgst. Wenn ja, kann man steigern.
Bitte nicht einfach weglassen, du stürzt sonst in einen massiven Benzoentzug.
Oder wenn es dir nicht geheuer ist, mische dir die Benzos 50% Tavor und 50% Diazepam und verteile es so, wie du es für richtig hältst. (zB 1mg Lorazepam vormittags und 10 mg Diazepam abends oder so).

Ich möchte auch noch etwas (eigentlich ganz Banales) anmerken, was viele nicht bedenken, die sich panisch an ihren Arzt wenden.
Je eindringlicher du dein Leiden schilderst, desto mehr kommen die Ärzte in Zugzwang sofort etwas ändern / tun zu müssen. Nach dem Motto: Je mehr jammern, desto mehr Aktionismus.
Das ist keine Kritik, nur ein Hinweis. Weil was passier dann? Der Arzt hat außer Medikamente keine Einflussmöglichkeit auf deine Beschwerden (bei vorwiegend psychischen Symptomen sowieso) und je massiver du deinen Zustand schilderst, zu desto mehr Medikamenten und höheren Dosierungen wird er greifen! Das ist ein sich selbst aufrecht erhaltender Prozess. Bitte beachte dies in der Interaktion mit deiner Ärztin, denn so kommen eben auch Schnellschüsse und absonderliche Kombinationen zustande.

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Dienstag, 05.09.17, 19:58

Liebe Jamie!

Vielen Dank, für deine schnelle Antwort!

Das mit dem Diazepam wollte ich jetzt doch so machen, also 4 x 10 Tropfen, da das Tavor ja gar nichts mehr brachte. Allerdings bin ich jetzt nach erstmaligen Austauschen heute Abend, doch etwas benommen. Und um 21 Uhr kommt ja noch die Nachtdosis. Aber vielleicht ist etwas benommen besser als keine Wirkung. Und vielleicht pendelt sich das ja wieder ein.

Ja, das Venlafaxin wars. Aber würdest du es auch nach über einem halben Jahr noch versuchen?
Wenn ich das mache, dann halte ich mich an das, was du meinst, mit einer kleinen Dosis.

Danke auch noch, für die Anmerkung, was den Arztbesuch betrifft, da hast du natürlich recht. Ich bin aber gerade in so einem schlechten Zustand, dass ich gar nicht viel sagen musste. Ich saß da, panisch, zitternd, schwach und heulend. Ohne meinen Mann, wäre ich auch gar nicht hin gekommen. Aus dem Bett ins Auto gepackt, Termin und wieder zurück.

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

Medikamente außer Antidepressiva:
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Bisoprolol 1,25mg

2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Symptome:
Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
Alles leider fast durchgehend.

Nicola
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Nicola » Dienstag, 05.09.17, 21:59

Liebe Melli,

es ist wirklich schlimm, was die Ärzte Dir mit diesem Medikamente-Cocktail und dem Dosis-Roulette angetan haben. Dein Bericht treibt mir die Tränen in die Augen. Eigentlich grenzt das an Körpermisshandlung seitens der Ärzte. Ich kann Dir leider keinen Tipp geben, was Du bzgl. Deiner Medis machen musst, dazu bin ich selbst noch viel zu unerfahren. Das Venlafaxin ist das furchtbarste Medikament, was ich je bekommen habe und ich schleiche es aktuell auch aus. Wenn Du Venlafaxin ohne Kügelchen hast, also als ganze Tablette und Hilfe bei kleineren Dosisfindungen brauchst, dann sag' einfach Bescheid. Ich fand die Worte hier http://my-free-mind.at/protrahiertes-en ... nwellness/ sehr treffend, auch die gelisteten Sätze im Kapitel Affirmation, kann man sich als Mantra immer wieder in den Sinn rufen, wenn der Zustand unerträglich wird.
Zu Deinem überreizten ZNS fallen mir zwei Ideen ein:
1) Bei starken Schmerzen gibt es u.a. die Therapie, Patienten in Tiefschlaf, also künstliches Koma zu versetzen. Aus meiner laienhaften Sicht könnte dies auch eine Option für Dich sein, damit das ZNS zur Ruhe kommt. Ich weiss nur nicht, wer Dir soetwas verordnen kann, und ob das überhaupt angezeigt ist.
2) Hypnose. Vielleicht könnte ein erfahrener Hypnotiseur Dich in einen entspannten Zustand bringen.

Was mir noch auffiel: Du bekommt 25mcg L-Thyroxin. Das ist verflucht wenig. L-Thyroxin zu niedrig dosiert kann Dich in einen mit Schilddrüsen-Hormonen unterversorgte Zustand -also in eine noch schlimmere Schilddrüsenunterfuntkion als vor der L-Thyroxin Einnahme - bringen, der u.a. viele psychische Probleme wie Depression, Ängste etc. mit sich bringt. Mein Tipp wäre es, einen Endokrinologen aufzusuchen und die Schilddrüse mal durchchecken lassen (vor der Blutentnahme keine L-Thyroxin Tab. nehmen!). Mich würde nicht wundern, wenn ein Teil Deiner Probleme durch das zu niedrig angesetzte L-Thyroxin künstlich hervorgerufen wird.

Sei lieb gegrüßt,
Nicola
Erkrankung: Tendomyopathie, chron. Kopfschmerzen, HWS-Syndrom, Endometriose, Zustand nach Total-OP (2010), seit Januar 2017 Borreliose mit Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen
aktuelle Medikamente: Oxicodon, Gabapentin, Mirtazapin, Venlafaxin
Nebenwirkungen von Venlafaxin unerträglich daher Ausschleichen von 37,5mg Venlafaxin (feines Mörsern & Leerkapsel)
Hauptproblem: nach 6 Stunden Zustand mit Zittern/Tremor, Frieren, Schüttelfrost, Kalter Schweiss, Tinnitus, Muskelkrampf
ab 12.07.2017: Start Ausschleichen mit Reduktion um 10% der Tablette mit Gewicht von 0,165g auf 0,149g
ab 26.07.2017: weitere Reduktion um 10% (der Anfangsdosis) von 0,149g auf 0,132g (in Summe 80% Venla)
ab 01.08.2017: unerträglich schlimme Kopfschmerzen (trotz Oxicodon) - zu schnell reduziert ?
ab 17.08.2017: weitere Reduktion um 10% (der Anfangsdosis) auf 0,115g (in Summe 70% Venla)
Magen-Darm Probleme mit Übelkeit, Völlegefühl, Erbrechen häufen sich
ab 27.08.2017: weitere Reduktion um 10% (der Anfangsdosis) auf 0,099g (in Summe 60% Venla)
kann Kaffee nicht mehr vertragen. Verzicht auf Süsses um keine weiteren Magen-Darm Probleme zu triggern
ab 02.09.2017: weitere Reduktion um 10% (der Anfangsdosis) auf 0,082g (in Summe 50% Venla)
Symptome bei den Anfälle nach 6 Stunden werden ein klein bißchen weniger. weiterhin Völlegefühl, aufgedunsener Bauch
....weitere Dosisreduktionen, nun schneller (dh. die restlichen 50 % Venla in ca. 4 Wochen). Kompromiss zur Empfehlung der Neurologin "Sie können Venla von heute auf morgen sofort absetzen".
ca. 30.09.2017: 0 Venla. Statt Hurra nun der blanke Magen-Darm Horror.

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Historie: erfolgreiches Absetzen von Pregabalin (Einnahmedauer:ca. 1 Woche)
14.06.2016: abends 75mg Pregabalin, 1x Rantudil retard (sofortiges Absetzen von Saroten nach Vorgabe des Arztes)
15.06. - 21.06.2016: 75mg Pregabalin (1-0-1), Rantudil retard (1-0-1) -> unerträgliche Nebenwirkungen!
22.06.2016: morgens 75mg Pregabalin & Rantudil, abends 25mg Saroten retard - Wunsch nach Absetzen, da Nebenw. von Pregabalin unerträglich
23.06.2016: Pregabalin & Rantudil abrupt abgesetzt, abends Wiedereinnahme von 25mg Saroten retard. Schmerzmittel: Paracetamol comp., völlig am Ende, unerträgliche Schmerzen
24.06.2016: 2x Paracetamol comp., völlig am Ende., kein Saroten, Reduzierte Einnahme von ~ 30mg Pregabalin abends
seit 25.06.2016: ~ 37mg Pregabalin morgens und abends (für 5 Tage)
seit 30.06.2016: ~ 25 mg Pregabalin morgens und abends, ab 4.07.2016: Amitriptylin Nosode D6
am 06.07.2016: ~ 6 mg Pregabalin morgens und abends,
am 07.07.2016: abgesetzt. Nicht-Schlafen Können :cry: Medikamente gegen die Unruhe und Schlaflosigkeit: weiter mit Amitriptylin Nosode D6 & Calmvera und Valeriana Hevert
08.07.2016: ~ 6 mg Pregabalin morgens und abends,weiter mit Amitriptylin Nosode D6, Calmvera, Valeriana Hevert
09.07.2016: Pregabalin abgesetzt, abends 25mg Saroten

Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Mittwoch, 06.09.17, 7:06

Oh Gott, bitte helft mir!

Habe gestern Abend und zur Nacht ja je 10 Tropfen Diazepam genommen, anstatt einer und einer halben Tavor.

Das war die schlimmste Nacht meines Lebens. Erst kurz eingeschlafen. Dann aufgewacht. Todesangst mit brennen auf der Haut, andere hier beschrieben es auch als "Körperangst", oder "Angstbrennen", ist sehr, sehr schlimm und kaum auszuhalten. Übelkeit usw.
Kein Auge mehr zugetan...

Was soll ich nun tun?
Wieder zurück zum Tavor, oder wird sich das vielleicht legen?

Bitte gebt mir einen Rat!

Es wird alles immer schlimmer!
Ich kann bald nicht mehr...

LG
Melli

Nicola, danke für deinen Beitrag, mehr kann ich im Moment leider nicht schreiben.
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Symptome:
Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
Alles leider fast durchgehend.


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