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Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon live-slow » Samstag, 16.09.17, 15:46

hallo melli,
nein in solchen zuständen geht niemand vor die haustür.
fühl dich ganz fest umarmt!
lass dir bei dm baldrian nacht von kneipp mitbringen.
glaube die haben so um die 700 mg.
nimm 1
probiere es aus. du kannst bis zu 4 stück nehmen (auf einmal) mir hilft das.
wenn dir das nichts bringt, nimm deinen bedarf. aber es muss bei bedarf bleiben.
wie hast du letzte nacht geschlafen? die nächte davor?
was bedeutet durchdrehen?
weist du dann noch wie du heist und wann du geburtstag hast?

liebe grüße
:hug: live
ich schleiche olanzapin aus
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nam myoho renge kyo

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon live-slow » Samstag, 16.09.17, 15:54

melli,
eine weitere option wäre ein krümel vena... :cry:

alles alles liebe!
live
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nam myoho renge kyo

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon live-slow » Samstag, 16.09.17, 17:00

hallo melli,
das hier ist auch sehr wichtig!

Nicola hat geschrieben:
Was mir noch auffiel: Du bekommt 25mcg L-Thyroxin. Das ist verflucht wenig. L-Thyroxin zu niedrig dosiert kann Dich in einen mit Schilddrüsen-Hormonen unterversorgte Zustand -also in eine noch schlimmere Schilddrüsenunterfuntkion als vor der L-Thyroxin Einnahme - bringen, der u.a. viele psychische Probleme wie Depression, Ängste etc. mit sich bringt. Mein Tipp wäre es, einen Endokrinologen aufzusuchen und die Schilddrüse mal durchchecken lassen (vor der Blutentnahme keine L-Thyroxin Tab. nehmen!). Mich würde nicht wundern, wenn ein Teil Deiner Probleme durch das zu niedrig angesetzte L-Thyroxin künstlich hervorgerufen wird.


liebe grüße
live slow
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Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Samstag, 16.09.17, 18:15

Hallo ihr Lieben!

Ich habe die Tavor nicht genommen, ich habe mich nicht getraut.
Und 3mg täglich ist ja auch schon sehr viel.
Außerdem, weiß man tatsächlich nicht, ob es überhaupt was gebracht hätte

Liebe Pons,
danke für's Drücken!
Eigentlich bin ich in einem Zustand,
in dem ich nicht rum rennen kann.
Aber ich glaube, hier liegt auch das Problem.
Ich kann die ganze Anspannung nicht abbauen.
Vielleicht muss ich es einfach dann tun, auch wenn ich danach zusammenklappe!?

Liebe live-slow!
Danke für's Umarmen!
Baldrian hab ich schon probiert,
bringt nichts.
Ich schlafe, aber mit viel Aufwachen und Ängsten. Und auch nachts das Gefühl, ich halte es nicht mehr aus.
Um 4 Uhr ist Schluss, dann nur noch komisches "Angstdösen" und um 6:30 Uhr ist es ganz schlimm.

Durchdrehen heißt, durch die Wohnung rennen und Hilfe zu schreien, weil ich es nicht mehr aushalte.

Ich habe im Moment, neben den ganzen anderen Symptomen,
wirklich den ganzen Tag durchgehend ganz schlimme Zustände.
Ich sage z.B. oft "Körperängste" dazu.
Die Angst scheint irgendwo aus dem Körper zu kommen.
Und dann noch das schlimme derealisieren, den ganzen Tag!

Ist es bei mir besonders schlimm, oder bin ich einfach zu schwach???

Ich heule mittlerweile fast den halben Tag...

Ich weiß nicht mehr, wie ich das weiter aushalten soll.

Drückt mir die Daumen!

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Symptome:
Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
Alles leider fast durchgehend.

Eva
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Eva » Samstag, 16.09.17, 18:31

Liebe Melli,

erst einmal: Tapfer, dass Du das Tavor weglassen konntest!

Das Schilddrüsenthema halte ich auch für SEHR wichtig! Übrigens noch so ein Thema, von dem erstaunlich viele Ärzte erstaunlich wenig wissen. Wie oft heißt es, die Werte stimmen, alles okay, und sie stimmen entweder doch nicht alle, weil z. B. die Antikörper nicht mit untersucht wurden, oder es laufen Prozesse ab, die an den Werten nicht abzulesen sind. Meine SD-Werte sind alle noch im formal grünen Bereich, aber im Ultraschall und im Szintigramm zeigten sich Knoten; einer davon ist aktiv und kann unkontrolliert Hormone ausschütten, das kann Überfunktionssymptome auslösen, und wüsste ich es nicht, würde ich denken: Das ist der Entzug. Also: wir sollten es wissen, falls da etwas ist, wir brauchen einfach das "ganze Bild".

Eigentlich bin ich in einem Zustand,
in dem ich nicht rum rennen kann.
Aber ich glaube, hier liegt auch das Problem.
Ich kann die ganze Anspannung nicht abbauen.
Vielleicht muss ich es einfach dann tun, auch wenn ich danach zusammenklappe!?

Ich würde genau das machen, in dem Wissen, es kann eigentlich nur besser werden. Die ganze angestaute Energie - die ist vorhanden, auch wenn man sich schwach und schlapp fühlt - in sich drin behalten, das SCHÜRT geradezu die Angst. Und selbst wenn ich zuhause auf die Knie fallen würde vor Erschöpfung: Es wäre dann wenigtens eine, die nichts mit Tabletten zu tun hat. Nötigenfalls dann einfach eine Weile auf dem Teppich liegenbleiben (vorher z. B. eine warme Decke hinlegen), in Ruhe das Ausgepowertsein fühlen, bis Du wieder aufstehen kannst.

Sehr wahrscheinlich klappst Du aber nicht zusammen, sondern spürst eine gesunde Müdigkeit. Ausprobieren!

:hug: Pons
Zuletzt geändert von Eva am Sonntag, 17.09.17, 13:19, insgesamt 3-mal geändert.
Vorher hier als "Pons" geschrieben.

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Beginn Wasserlösemethode Bromazepam, Start am:
29.08.17 3,7 mg
25.09.17 3,4 mg
09.10.17 3,0 mg
21.10.17 2,7 mg
03.11.17 2,4 mg
15.11.17 2,1 mg
22.11.17 - Seit ein paar Tagen vermehrte körperliche Unruhe, Herzklopfen, Extrasystolen.
01.12.17 - Es wird langsam besser.
05.12.17 1,9 mg
08.12.17 2 x 500 mg L-Tryptophan - aufgrund des Gefühls, die Schlaflosigkeit bringt mich langsam um. :( Habe damit tatsächlich etwas Ruhe gefunden. Diese Ergänzung soll aber nicht zur Regel werden.

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon live-slow » Samstag, 16.09.17, 19:12

hallo melli

du bist mit sicherheit nicht schwach!
du erlebst die hölle auf erden.
es gibt hier einige die genau diesen zustand auch durchleben mussten und es teilweise immer noch müssen.

fakt ist das du deinen zustand akzeptieren musst. du kommst nicht drum herum. und das ist wohl das härteste was es gibt auf der welt.
nur eins, es ist nicht tödlich!
es ist wichtig das dein mann genau so gut informiert ist wie du.
zumindest wäre das spitze!
ich drück dich nochmal!

ja, ich würde sogar darauf hin arbeiten umzukippen. (natürlich nicht wirklich)
aber bleib erst mal drin. auf der stelle laufen z.b.
(wenn es nicht geht. dann geht es nicht)

aber wie pons sagt, bereite gleich vorher für danach z.b. ein getränk vor.
tu es einfach mal

schade das baldrian nichts bringt. :-(
(auch nicht hoch dosiert?)

behandle dich gut!
sei liebevoll zu dir
genau wo dein sympthom sitzt heilt dein zns gerade. es kämpft und du bist der kriegsschauplatz :-(
geh baden, trinke tee, hör musik wenn du es aushältst ist das schon gut!
du bist nicht schwach, aber wenn du durchdrehst, schreie lieber ins kissen.
geh nicht wieder ins kh.

etwas wollte ich dir noch sagen.
du kannst auch deinem doc knallhart sagen das du im protrahierten entzug von venaflaxin bist.
es ein furchtbarer ärztepfusch war es kalt abzusetzen.
du hättest dich genauestens informiert.
sag das du venaflaxin brauchst.
dann frag was er über protrahierten entzug weis.
wenn er nichts weis. sag ihm das er sich erkundigen soll.
ich vermute das er eigentlich schon garnicht mehr weis was er überhaupt mit dir anstellen soll.... eine gute chance das er darauf einsteigt.
hauptsache du bis souverän. deinen zustand darf er trotzdem sehen.

wie stehst du zu deinem hausarzt?

warum hast du vena eigentlich bekommen
du schreibtest was von "nur" panikatacken?

du bist stark!
ich kann es dir nicht abnehmen,
ich kann nur mitleiden und aus meiner erfahrung heraus "helfen"...
und ich bin eigentlich immer am handy...
und hoffe das das eindosieren hilft.
liebe grüße
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nam myoho renge kyo

Lilly71
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Sonntag, 17.09.17, 7:59

Ihr Lieben!

Seit mir nicht böse, wenn ich im Moment nicht auf eure Beiträge eingehen kann. Aber danke dafür.

Es geht mir so schlecht, dass ich heute Nacht beinahe wieder in der Klinik gelandet wäre.

Das Gefühl hört einfach nicht auf.
24 Stunden lang, ein Brennen auf der Haut, "Körperangst", starker innerer Druck, ich drehe durch!
Mein psychischer Zustand schießt gerade weit über den Pegel hinaus.
Ich kann wirklich nicht mehr!

Ich habe das hier im Forum gefunden, unter Neuro Emotionen:
Lesehinweis:
"Während eines Entzugssyndroms - so ist die Theorie - sendet das Gehirn ungleichmäßige/schwankende "Kampf oder Flucht " Signale an die Nebennieren und die Nebennieren reagieren mit der Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol, wie sie es eben tun sollen. - Der normale Tages Cortisol Zyklus kann übertrieben werden, das erkennt man daran, wenn die Leute mit Panik oder Angst aufwachen wegen der morgentlichen Cortisol-Impulsspitze. Allerdings kann es auch Wellen oder Überspannungen von Cortisol während des Tages geben, die kommen und gehen, sie werden als Wellen wahrgenommen, was man Neuro-Angst, Neuro-Melancholie oder Neuro-Panik nennen (diese scheinen aus dem Körper zu kommen statt aus der Gefühlswelt) sowie andere Symptome aufgrund der Unruhe im autonomen Nervensystem wie Herzklopfen, Schwindel und Brain Zapps oder Kribbeln."

Das scheint es bei mir wohl irgendwie zu sein. Nur durchgehend!

Ich bin kurz davor, eine drittel, also 12,5mg Venlafaxin zu nehmen.

In der Hoffnung, auf eine schnelle Wirkung.
Aber das wird böse nach hinten losgehen, oder?

Sollte ich in der geschlossenen landen und die geben mir alles Mögliche.
Wie viel Chance habe ich dann noch auf Heilung?

Oh Gott, ich halte es wirklich nicht mehr aus!

Helft mir bitte!

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
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Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Symptome:
Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon live-slow » Sonntag, 17.09.17, 9:15

guten morgen melli,

deine vermutung ist richtig. genau das hast du.
das wird besser mit der zeit.
bitte teste einen krümel an! wenn du so hoch einsteigst kann es zu einer sehr sehr sehr schlimmen reaktion kommen! das willst du nicht erleben. bitte!
aber bitte versuche einen krümel.
ich kann dich nicht drängen. entscheiden musst du.
wenn es nicht klappt weist du es in 7 bis 10 tagen. manchmal dauert es länger.
es kann auch sein das du langsam höher dosieren musst. dabei sind wir dir dann behilflich, können beraten.

es gibt auch neuro wut,.. viele andere neuro emotionen.
auch diese getriebenheit ist ganz "normal"
ich kenne das auch. nur sehr viel schwächer als bei dir.
es gibt aber viele andere denen es genau so geht wie dir!!

der gegenspieler vom cortisol ist das insulin. bitte versuche etwas süßes zu essen. das hilft den meisten.

wenn du jetzt versuchst einzuschleichen kann es sein das es dir linderung verschafft!
ein versuch ist es wert liebe melli.

meine persönliche meinung ist das wir menschen verlernt haben auf unseren körperinstinkt zu hören,
es hat sich gezeigt das der körper im entzug besonders laut schreit
hunger wird zu neuro angst oder neurowut
zu langes liegen kann zu neurotrauer führen
der wunsch des körpers sich zu waschen kann auch neuroemotionen auslösen.
jedes noch so kleine geräusch kann einen explodieren lassen.
aber das alles heilt wieder!!!
das gehirn ist neuroplastisch ich habe mal gelesen das es 6 - 12 monate braucht um zu regenerieren.
ich will dich nicht verunsichern! aber damit kannst du evtl was anfangen.
wenn du einschleichst besteht die möglichkeit das es dir viel besser geht. dann kannst du so auschleichen wie die meisten hier. das ist dann dagegen ein katzensprung.

ganz liebe grüße von einer live slow die auch grad auf dem zahnfleisch geht...
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nam myoho renge kyo

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon live-slow » Sonntag, 17.09.17, 9:38

hi,
das ist interessant.
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nam myoho renge kyo

Eva
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Eva » Sonntag, 17.09.17, 9:46

Liebe Melli,

dieses Forum sagt uns immer wieder, dass ALLES durcheinander geraten kann, Du hast es selbst ja nochmal zitiert, und so wird es im von Live-slow geposteten Link aufgeführt:
Entzugssymptome bzw. Funktionsstörungen sind dabei nicht nur körperlicher Natur, sondern können sich auch durch kognitiven Beeinträchtigungen (z.B. Vergesslichkeit, Wortfindungs- und/oder Konzentrationsstörungen) oder in psychischen Zuständen (wird unter dem Begriff Neuroemotionen gefasst, (...)) wie z.B. Panikattacken, Ängste, Suizidgedanken, Hoffnungslosigkeit (...)

Also alles erklärbar. Wir müssen es durchstehen, auch wenn es nicht alle gleich schwer trifft.
Zitat Melli: Sollte ich in der geschlossenen landen und die geben mir alles Mögliche.
Wie viel Chance habe ich dann noch auf Heilung?
Oh Gott, ich halte es wirklich nicht mehr aus!

Vielleicht gelingt es Dir ja doch, mit dem Wissen über den Hintergrund auch solcher Panikgedanken ein wenig loszulassen und nicht so sehr in den Widerstand zu gehen, sonst wird alles noch schwerer. - Geh zur Not in die Klinik, aber dann freiwillig, auf eine psychosomatische Station, und zwar eine, in der man nicht sofort wieder mit Medikamenten bei der Hand ist, sondern Dir Schutz vermitteln will und kann.

Herzlich, Pons
Zuletzt geändert von Eva am Sonntag, 17.09.17, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.
Vorher hier als "Pons" geschrieben.

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Beginn Wasserlösemethode Bromazepam, Start am:
29.08.17 3,7 mg
25.09.17 3,4 mg
09.10.17 3,0 mg
21.10.17 2,7 mg
03.11.17 2,4 mg
15.11.17 2,1 mg
22.11.17 - Seit ein paar Tagen vermehrte körperliche Unruhe, Herzklopfen, Extrasystolen.
01.12.17 - Es wird langsam besser.
05.12.17 1,9 mg
08.12.17 2 x 500 mg L-Tryptophan - aufgrund des Gefühls, die Schlaflosigkeit bringt mich langsam um. :( Habe damit tatsächlich etwas Ruhe gefunden. Diese Ergänzung soll aber nicht zur Regel werden.

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon carlotta » Sonntag, 17.09.17, 14:30

Hallo Melli,
hallo Pons,

Klinik ist so eine Sache. Bei ganz schlimmen Zuständen zögert man i. d. R. auch in der Psychosomatik nicht lange mit Medikamenten. Die wissen sich da meist auch nicht anders zu helfen. Aber ich fürchte, dass Du, Melli, davon eher nichts verträgst. Zudem verstehen sie meist nichts von einem Entzugssyndrom, können das nicht einordnen.

Wie hier schon öfter gesagt wurde, ist die einzig sinnvolle "Behandlungsmethode" die vorsichtige Wiedereindosierung. Eine Garantie dafür, dass man sie verträgt und es funktioniert, gibt es auch hier nicht, aber es ist eine reelle Chance.

Nur bitte keine größeren Mengen aus Verzweiflung! Das kann zu üblen paradoxen Reaktionen führen. :!:

Bitte nur einen winzigen Krümel nehmen (in der Kapselhülle!), wie hier schon mehrfach geraten wurde. Eine andere Empfehlung kann man momentan nicht geben diesbezüglich.

Drücke die Daumen, dass es Erleichterung bringt.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

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Beitragvon Lilly71 » Sonntag, 17.09.17, 15:56

Ihr Lieben!

Ich danke euch so sehr, für eure Unterstützung!

Vorallem wenn ihr selbst, wie live-slow gerade auch, auf dem Zahnfleisch daher kommt.
Es tut mir leid, dass es dir gerade auch schlecht geht!

Ich werde mir morgen hoffentlich ein entsprechendes Rezept besorgen können und dann 1mg antesten,
wenn ich mich traue,
da ich auch hier Angst habe.

Heute ging es mir ein ganz klein wenig besser. Aber wirklich nur ein kleines bisschen.
War trotzdem eine Erleichterung.

Leider wird es jetzt wieder sehr unangenehm!

Ich drücke euch!

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Symptome:
Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
Alles leider fast durchgehend.

live-slow
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon live-slow » Sonntag, 17.09.17, 16:35

hi,
du wirst strategien entwickeln wie manche symptome leichter aushaltbar sind.
z.b. das zulassen der vorhänge, kein licht,
starr in eine ecke blicken, die augen nicht bewegen
sich am ganzen körper genüsslich und ausgiebig kratzen,
franzbtanntwein auf die waden, wärmflasche, badewanne, etwas tun was für alle gut ist z.b. mein berühmter geschirrspüler,
augen mit tesa zukleben weil sie nicht zubleiben wollen.... joga, tiefes atmen, werde kreativ

ja, das war ein kleines fenster heute für dich! wenn es dir schlecht geht, nennt man es wellen.
fenster werden mit der zeit größer, wellen weniger. geduld.
joahh ich muss mich wachhalten damit ich heute abend müde bin. ich lieg auf der couch in meiner dunklen gruft und esse den ganzen tag lebkuchen. nicht zu vergessen meine ohropax :rotfl:
bis später

live slow

edit: keine angst
ich schleiche olanzapin aus
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neuling
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon neuling » Sonntag, 17.09.17, 17:11

Hallo Melli,

Kannst du auf sein?
Hast du auch so einen bewegungsdrang?
Ich will nur wieder Ich sein.
Wer versorgt dich ? Glaubt dir deine Familie?
Hast du das Gefühl dein Hirn schaltet bald komplett aus?
Und Herzbeschwerden und sehstörungen und das Gefühl umzufallen?

Geteiltes leid. ....
Halte durch

Mary
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!

Eva
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Eva » Sonntag, 17.09.17, 17:18

Hallo Ihr Lieben! :)

Puh, Melli, ich muss gerade tief durchatmen vor Erleichterung, dass es Dir etwas besser ging. :hug: Das mit dem Arzt kriegst Du hin!

Carlotta schreibt: Klinik ist so eine Sache. Bei ganz schlimmen Zuständen zögert man i. d. R. auch in der Psychosomatik nicht lange mit Medikamenten. Die wissen sich da meist auch nicht anders zu helfen. Aber ich fürchte, dass Du, Melli, davon eher nichts verträgst. Zudem verstehen sie meist nichts von einem Entzugssyndrom, können das nicht einordnen.

Ja, das ist mir bewusst, Carlotta, und ich sehe es ja genauso. Ich meinte es nur für die größte Not, und eben damit Melli nicht auf eine übereifrige Psychiatriestation gerät, falls sie sich vor sich selbst nicht mehr sicher fühlt. Dann lieber dorthin, wo man eben auf Psychomedis verzichtet. So etwas gibt es; eine Bekannte mit einer Angsstörung hat in der Klinik Medikamente abgelehnt, und sie musste sie auch nicht nehmen.

Lieber Grüße, Pons
Vorher hier als "Pons" geschrieben.

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Beginn Wasserlösemethode Bromazepam, Start am:
29.08.17 3,7 mg
25.09.17 3,4 mg
09.10.17 3,0 mg
21.10.17 2,7 mg
03.11.17 2,4 mg
15.11.17 2,1 mg
22.11.17 - Seit ein paar Tagen vermehrte körperliche Unruhe, Herzklopfen, Extrasystolen.
01.12.17 - Es wird langsam besser.
05.12.17 1,9 mg
08.12.17 2 x 500 mg L-Tryptophan - aufgrund des Gefühls, die Schlaflosigkeit bringt mich langsam um. :( Habe damit tatsächlich etwas Ruhe gefunden. Diese Ergänzung soll aber nicht zur Regel werden.

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon carlotta » Sonntag, 17.09.17, 17:45

Hallo Pons,

Pons hat geschrieben:Dann lieber dorthin, wo man eben auf Psychomedis verzichtet. So etwas gibt es; eine Bekannte mit einer Angsstörung hat in der Klinik Medikamente abgelehnt, und sie musste sie auch nicht nehmen.

Ich fürchte, das ist eher die Ausnahme als die Regel. Ich habe andere Erfahrungen, und zwar bezüglich Psychosomatik. Dann müsste man zudem IM VORHINEIN wissen, wie genau in der jeweiligen Klinik verfahren wird. Auf Gut Glück ist das schwierig. Evtl. noch mit wasserdichter Patientenverfügung.

Die Frage ist, wie schwerwiegend der Zustand Deiner Bekannten war, ob er mit Mellis vergleichbar war. Denn ab einem gewissen Grad an Symptomen würden die meisten schulmedizinischen Behandler nicht zögern zu medikamentieren. Schon um nicht rechtlich belangt zu werden.

Man muss das wirklich gut abwägen. Klinik kann auch bedeuten, dass an der aktuellen Medikation wieder geschraubt wird, eine geringfügige Wiedereindosierung gar nicht möglich wäre. Das kann sehr von Nachteil sein für den weiteren Verlauf.

Dass man der Psychiatrie-Einlieferung vorbeugen möchte, Ok; aber dann sollte man wirklich eine gut ausgearbeitete Patientenverfügung vorbereitet haben.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Zuletzt geändert von carlotta am Sonntag, 17.09.17, 17:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Lilly71 » Sonntag, 17.09.17, 17:46

Hallo ihr Lieben!

live-slow
Bei den schlimmen Zuständen, hilft leider auch keine Strategie.
Doch, ich habe etwas Angst, da die letzte Einnahme schon über ein halbes Jahr her ist.
Ich hoffe, du kannst nächste Nacht schlafen!

neuling
Ich stehe auf, lege mich wieder hin, stehe auf usw.
Mein Mann glaubt mir und ist im Moment auch zuhause.
Aber er muss auch wieder arbeiten gehen und wie ich das schaffen soll, weiß ich noch nicht. Das macht mir furchtbar Angst.
Wer versorgt dich?
Ich habe die gleichen Beschwerden und noch mehr. Vorallem bekomme ich diese schlimmen Zustände, die ich kaum noch aushalte.
Aber das hast du ja gelesen, oder?
Halte auch du weiter durch!

Pons
Ja, ich hoffe, daß der Arzt mitspielt.
Obwohl ich, wie gesagt auch Angst habe, nach so langer Zeit.

Danke nochmal an euch!!!

Liebe Grüße
Melli
Grunderkrankung, seit meiner Jugend: schwere Angstörung, Depressionen.

Medikamente außer Antidepressiva:
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

2005 erster Klinikaufenthalt, bis 2015
immer wieder Klinik, mit verschiedenen Medikamenten. Nie Probleme beim Absetzen.

Januar 2015 wieder Klinik, mit 150mg Venlafaxin, welches ausgeschlichen werden sollte.
Sofort nach 0 schlimmste Angstzustände, mit brennender Haut, Todesängste.
Versuch andere Antidepressiva. Ohne Erfolg.
Tavor auf Bedarf.
Versuch Venlafaxin wieder einzuschleichen, vertrug nur noch 37,5mg.

Inzwischen Tavorabhängig, 2mg.
Zu schnell ausgeschlichen. Durchgedreht.
Mit 40mg Diazepam tägl. abgefangen, die ich über Monate tröpfchenweise ausschlich.

Dies ist ein Zeitraum von 2 Jahren,
die ich zum größten Teil in der Klinik verbrachte, da ich extreme Ängste hatte, völlig erschöpft, lange Zeit bettlägerig, depressiv und verzweifelt. Vieles schlug mir aufs Herz, so dass ich eine Herzneurose entwickelte. Erneut Tavorabhängig, 2mg. Und irgendwann Eindosierung Quetiapin 50mg. Weiter Versuche, die 37,5mg Venlafaxin wegzulassen, schlugen fehl.

Dann Januar 2017 wieder Klinik. 
Venlafaxin einfach raus. (Wovon ich heute mit Sicherheit im protrahierten Entzug bin.)
Tavor auf Diazepam umgestellt, zu schnell abgesetzt. Quetiapin erhöht auf 75mg und
200mg Retardkapseln abends.
Jatrosom ( MAO-Hemmer) eindosiert auf 40mg. Schwere Nebenwirkungen, vorallem Blutdruck. Runter auf 20mg. Lithium eindosiert. Nebenwirkungen schlimmer.
Wollte Lithium wieder ausschleichen. Wurde einfach weggelassen. Ich flog aus der Klinik.

In der ersten Nacht sofort die schlimmsten Symptome, vorallem diese schlimmen Zustände (Todesangst, Angstzustände mit Hautbrennen).

Wieder Klinik.
Versuch mit Atosil, Dipiperon auf Bedarf.
Half nichts. Wieder Tavor 2mg.
Umstellung Diazepam, zu wenig, erhöht, ohne Erfolg, keine Wirkung mehr.
Jatrosom ausgeschlichen. Quetiapin abdosiert.
Schlimme Zustände bleiben, trotzdem nach Hause.

Zuhause: Diazepam 9-5-5-5 Tropfen (12mg)
Quetiapin 100mg

Diazepam wirkte paradox, so hat meine Psychiaterin mich nach Wochen zurück auf Tavor umgestellt, (3mg).
Wirkte auch nicht mehr, Versuch zurück zum Diazepam endet verhängnisvoll. Schlimmste Zustände, sofort zurück zu Tavor. Verschlimmerung trotzdem geblieben. Nicht mehr auszuhalten. Wieder Klinik.

7.9.17
Klinik, mit folgenden Medis:
Tavor 1mg-1/2mg-1mg-1/2mg. (3mg)
Quetiapin 100mg, L-Thyroxin 25mg,
Pantozol 40mg, Bisoprolol 1,25mg

Entlassung Klinik am 14.9.17.
Medikation gleich geblieben.

Ab 19.9.17 1mg Venlafaxin
Ab 25.9.17 wieder weggelassen

Am 29.9.17 von 3mg Tavor auf 4mg Tavor.
Ohne Wirkung.

Am 30.9.17 zurück auf 3mg Tavor.
Mittags 3mg Bromazepam Bedarf,
mit etwas Erleichterung am Tag.
Zur Nacht 3mg Bromazepam Bedarf,
ohne Wirkung, dafür Überhang am Morgen.

Ab 3.10.17 12,5mg Venlafaxin
bis 5.10.17, also nur 3 Tage,
wegen Symptomverstärkung.

Seit 6.10.17 erneut Klinik,
ohne zusätzliche Medikamente.

Seit 6.11.17 4x15mg Truxal zusätzlich
ab 9.11.17 3x 15mg Truxal w. Benommenheit.
16.11.17 2x 15mg Truxal
17.11.17 1x 15mg Truxal
18.11.17 Truxal abgesetzt

Momentan also folgenden Medis:
Tavor 3mg, Quetiapin 100mg,
L-Thyroxin 25mg, Pantozol 40mg,
Bisoprolol 1,25mg

Symptome:
Schlimme Angstzustände fast durchgehend, Herzbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme, Depersonalisierung, Derealisierung, Zittern, Schwäche usw.
Alles leider fast durchgehend.

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon Eva » Sonntag, 17.09.17, 17:59

Hi nochmal,

Carlotta,
Ich fürchte, das ist eher die Ausnahme als die Regel. Ich habe andere Erfahrungen, und zwar bezüglich Psychosomatik. Dann müsste man zudem IM VORHINEIN wissen, wie genau in der jeweiligen Klinik verfahren wird. Auf Gut Glück ist das schwierig. Evtl. noch mit wasserdichter Patientenverfügung.
Die Frage ist, wie schwerwiegend der Zustand Deiner Bekannten war, ob er mit Mellis vergleichbar war. Denn ab einem gewissen Grad an Symptomen würden die meisten schulmedizinischen Behandler nicht zögern zu medikamentieren. Schon um nicht rechtlich belangt zu werden.

Ich möchte und kann dies nicht vergleichen. Aber ich sehe es im Grunde ähnlich skeptisch wie Du. Man muss schon die richtige Klinik erwischen. Sind nicht anthroposphisch ausgerichtete Kliniken, was Medikamente angeht, zurückhaltender?

Man muss das wirklich gut abwägen. Klinik kann auch bedeuten, dass an der aktuellen Medikation wieder geschraubt wird, eine geringfügige Wiedereindosierung gar nicht möglich wäre. Das kann sehr von Nachteil sein für den weiteren Verlauf.

Sicher, ich würde Melli auch nicht von mir aus raten, in eine Klinik zu gehen, allerdings ggf. - um es drastisch zu sagen - bevor man sich etwas antut ...

Dass man der Psychiatrie-Einlieferung vorbeugen möchte, Ok; aber dann sollte man wirklich eine gut ausgearbeitete Patientenverfügung vorbereitet haben.

Okay.

Lieber Gruß,
Pons
Vorher hier als "Pons" geschrieben.

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Beginn Wasserlösemethode Bromazepam, Start am:
29.08.17 3,7 mg
25.09.17 3,4 mg
09.10.17 3,0 mg
21.10.17 2,7 mg
03.11.17 2,4 mg
15.11.17 2,1 mg
22.11.17 - Seit ein paar Tagen vermehrte körperliche Unruhe, Herzklopfen, Extrasystolen.
01.12.17 - Es wird langsam besser.
05.12.17 1,9 mg
08.12.17 2 x 500 mg L-Tryptophan - aufgrund des Gefühls, die Schlaflosigkeit bringt mich langsam um. :( Habe damit tatsächlich etwas Ruhe gefunden. Diese Ergänzung soll aber nicht zur Regel werden.

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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon live-slow » Sonntag, 17.09.17, 18:11

hallo.
das mit der patientenverfügung ist sehr gut.
es nennt sich "bochumer willenserklärung" und ist leicht zu ergoogeln.
sie muss mindestens von einem rechtsanwalt abgesegnet sein (besser notariell!)

ich muss das auch noch dringend tun.

die strategieen wirst du lernen! das liegt in der evolution des menschen. sich an neue lebensumstände anzupassen.

danke für die gute nacht wünsche!

und dir wünsche ich das dein zns sich bei wieder eindosierung beruhigt.
ich schicke gebete ins universum!

liebe grüße
live
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Re: Chaos - Venlafaxin - Tavor - Quetiapin - Entzug!

Beitragvon padma » Sonntag, 17.09.17, 18:56

liebe Melli, :)

hier der link zur Bochumer Willenserklärung http://www.psychiatrie-erfahrene-nrw.de ... aerung.pdf

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.09.2017: 0,5 mg


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