Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

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-Neo-
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Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon -Neo- » Mittwoch, 06.09.17, 21:24

Hallo zusammen! :)
Ich nehme seit 17Jahre Quetiapin. Mit niedriger Dosis angefangen bis hin zu 1200mg.

In der Psychiatrie hat man versucht Quetiapin von 800mg auf eine niedrigere Dosis zu reduzieren. Ist aber fehl geschlagen. Musste dann wieder auf Ausgangsdosis 800mg erhöht werden. Grund waren Krämpfe und so weiter.

Dann hat mein Arzt veranlasst von 1200mg Quetiapin in 300mg Schritten auf 600mg zu reduzieren. Das hatte zur Folge, das ich wieder ernsthaft krank geworden bin und für ca 1/2 Jahr in die Klapse gehen musste. Die 600mg Dosis wurde beibehalten. Und man hat mich mit Haloperidol zusätzlich behandelt. Als ich die Psychiatrie verlassen konnte wurde ich mit 600mg Quetiapin und 100mg Xeplion eingestellt. Nach 5 Behandlungen mit Xeplion ist man dann auf Trevicta 350mg umgestiegen. Von Trevicta habe ich jetzt die 5. Injektion bekommen. 1 Injektion hält 3 Monate an. Ziel der Psychiatrie war es, dass ich nur noch Trevicta nehme.

Im Februar habe ich angefangen von 600mg Quentiapin Schrittweise Wöchentlich zu reduzieren. Mit ein paar Erhöhungen und wieder Reduzierungen bin ich dann am 23.07.2017 bei 100mg Quentiapin und 350mg Trevicta angekommen. Leider hatte ich zu der Zeit viel Wut und fühlte mich nicht mehr ganz so gut. Das habe ich dann 2 Wochen ausgehalten. Bis ich dann eine falsch verstandene Aussage von einem 2ten Nervenarzt zum Anlass genommen habe wieder auf 600mg zu erhöhen. Als ich die neue Dosis meinem eigentlichem Nervenarzt mitteilte, war er doch sehr über die Erhöhung erstaunt. Er hätte lieber auf 200mg oder 400mg erhöht. Aber da war es schon zu spät, da ich schon 4 Tage die neue Dosis genommen habe. :frust:

Ich will auf Grund der Nebenwirkungen keine 2 Medikamente nehmen.
Trevicta verurschachte bei den ersten 3 Injektionen Atemnot die ersten 2 bis 3 Tage über. Ab der 4 Injektion hat sich mein Körper daran gewöhnt, nur habe ich immer leichte Atemnot beim Treppensteigen. Ist aber auszuhalten. Ausbleibende Ejakulation
Quentiapin verurschacht ein Pfeifen im Ohr und Empfindungsstörungen an Händen, Armen und Beinen. Beim schlafen muss ich mich daher öfters drehen, damit mir die Gliedmaßen nicht einschlafen

Meine Frage ist jetzt, setzte ich wieder auf Quentiapin oder versuche ich noch mal Trevicta als Alleinmedikament??????? Ziel ist eine weit aus niedrigere Dosis, vielleicht auch...
Zuletzt geändert von Jamie am Donnerstag, 07.09.17, 8:51, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Wirkstoff ergänzt, Wirkstoffname korrigiert

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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon Murmeline » Donnerstag, 07.09.17, 13:43

Hallo Neo,

herzlich willkommen im ADFD. Hier findest Du Informationen und gegenseitige Unterstützung, wenn Du Deine Medikamente schrittweise reduzieren möchtest. Bei der alleinigen Frage, ob Du lieber auf das eine oder das Medikament Du setzen solltest, wirst Du keine ausführliche Hilfe finden. Hier eine Info über das Forum (da steht jetzt oft Antidepressiva, aber es gilt natürlich für alle Psychopharmaka): http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=12&t=1811)

Wie in Betroffenengruppen und bei kundigen Fachleuten üblich empfehlen wir ein sehr langsames und schrittweises absetzen. Du kannst dazu hier lesen oder auch in der Brüschüre der Deutschen Gesellschaft für Sozialpsychiatrie Reduzieren und Absetzen von Neuroleptika.

Ich nehme seit 17Jahre Quetiapin. Mit niedriger Dosis angefangen bis hin zu 1200mg.

Das ist lange. Und zeitweise eine wirklich hohe Dosis. Hast Du Diagnosen, die mit Verschiebung der Realitätswahrnehmung, ggf. auch mit Aggressionen zu tun haben?

In der Psychiatrie hat man versucht Quetiapin von 800mg auf eine niedrigere Dosis zu reduzieren. Ist aber fehl geschlagen. Musste dann wieder auf Ausgangsdosis 800mg erhöht werden. Grund waren Krämpfe und so weiter.

Vermutlich wurde in großen Schritten innerhalb kurzer Zeit reduziert. Du könntest es noch einmal ambulant und wesentlich kleinteiliger und langfristiger versuchen.

Das hatte zur Folge, das ich wieder ernsthaft krank geworden bin und für ca 1/2 Jahr in die Klapse gehen musste.

In der Broschüre wirst Du etwas von Supersensivitätspsychosen lesen, die bei zu schnellem Absetzen auftreten können.

Ich will auf Grund der Nebenwirkungen keine 2 Medikamente nehmen.

Das ist verständlich.

Falls Du einen Mumachbericht brauchst. Arianrhod hat von 800mg Quetiapin komplett auf Null abgesetzt: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 51&t=10634 Auch eine Reduktion gegen Null auf eine niedrigere Dosis kann ein Gewinn für Dein Wohlbefinden sein.

Einen guten Austausch wünscht Dir Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

-Neo-
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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon -Neo- » Freitag, 08.09.17, 14:28

Danke für die schnelle Antwort!
Unterdrückung von Gefühlen habe ich in meiner Schulzeit gehabt. Wo ich Quetiapin mit 18 Jahren bekommen habe ist das unterdrückt gewesen. Habe aber immer positiv denken müssen. War aber eine schöne Zeit mit Quetiapin zu Anfang. Mit der Kombination Trevicta spüre ich die genauen Abläufe wieder im Kopf wie früher. Ist auch ungewohnt mit dieser Fähigkeit wieder zu leben. Die Verschiebung der Realitätswahrnehmung ist bei manchen Lebensereignissen immer noch gegeben. Ich fühle mich aber Depressiv nach 17 Jahren Seroquel Behandlung. Kann aber auch am neuen Trevicta liegen!
Ob ich meinen Lebensmut wieder gewinnen kann, wenn ich die Tabletten reduzieren, dass kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Auf jeden muss ich was tun, das ist mein Gefühl. Aggression passt eigentlich gar nicht zu mir. Ich bin ganz klar der Ruhige, Verständnisvolle Typ.
MfG -Neo-

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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon padma » Freitag, 08.09.17, 18:51

hallo Neo, :)

auch von mir willkommen.

Ich fühle mich aber Depressiv nach 17 Jahren Seroquel Behandlung. Kann aber auch am neuen Trevicta liegen!

Alle Neuroleptika haben Depressivität als Nebenwirkung.
Wir haben einige Paliperidonbetroffene hier im Forum, die übereinstimmende über eine Betäubung der Gefühle berichten.
viewtopic.php?f=32&t=13433
viewtopic.php?f=32&t=13239
viewtopic.php?f=32&t=11568
Du kannst die Mitglieder auch direkt in ihrem thread anschreiben.

Ich denke auch, dass es sinnvoll ist, nur ein NL zu nehmen und das so niedrig dosiert wie möglich.

Paliperidon Depotspritzen sind sehr problematisch, da das Depot sehr lange im Körper verbleibt und es keine Möglichkeit gibt, es da wieder heraus zu bekommen.

Letztlich kannst nur du spüren, welches der beiden NL für dich das kleinere Übel ist.

Ausschleichen geht unkomplizierter mit Quetiapin, das spräche dafür, zunächst ganz auf Quetiapin zu gehen und dann dieses sehr langsam soweit wie möglich zu reduzieren.

Du könntest dich auch an den Bund der Psychoseerfahrenen wenden, die bieten eine telefonische Medikamentenberazung von Betroffenen für Betroffene an. http://www.bpe-online.de/

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen


1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon Arianrhod » Samstag, 09.09.17, 20:35

-Neo- hat geschrieben:Danke für die schnelle Antwort!
Unterdrückung von Gefühlen habe ich in meiner Schulzeit gehabt. Wo ich Quetiapin mit 18 Jahren bekommen habe ist das unterdrückt gewesen. Habe aber immer positiv denken müssen. War aber eine schöne Zeit mit Quetiapin zu Anfang. Mit der Kombination Trevicta spüre ich die genauen Abläufe wieder im Kopf wie früher. Ist auch ungewohnt mit dieser Fähigkeit wieder zu leben. Die Verschiebung der Realitätswahrnehmung ist bei manchen Lebensereignissen immer noch gegeben. Ich fühle mich aber Depressiv nach 17 Jahren Seroquel Behandlung. Kann aber auch am neuen Trevicta liegen!
Ob ich meinen Lebensmut wieder gewinnen kann, wenn ich die Tabletten reduzieren, dass kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Auf jeden muss ich was tun, das ist mein Gefühl. Aggression passt eigentlich gar nicht zu mir. Ich bin ganz klar der Ruhige, Verständnisvolle Typ.
MfG -Neo-


Hi Neo,
kannst du noch etwas dazu sagen, weshalb du Quetiapin bekommen hast? Dieses Medikament wird mittlerweile bei so vielen Problemen eingesetzt:
Psychosen, Bipolarität, Depression, Schlafstörungen ......und du warst ja noch ein Teenager.
Ich frage das nicht aus Neugierde, sondern um zu sehen, auf was bei dirgeachtet werden muss.

liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

-Neo-
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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon -Neo- » Dienstag, 12.09.17, 19:12

Lieber Arian,
Ich habe das Medikament bekommen, weil ich unter Schizophrene Psychosen aus dem Schizophrenen Formenkreis leide.
MfG

Benedikt24
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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon Benedikt24 » Samstag, 16.09.17, 16:44

Hallo lieber Neo,

ich möchte Dich recht herzlich bei uns begrüßen. Es ist wunderbar - dass Du hier bei uns bist.

Aggressionen - sind was tolles. Nur raus damit. Bloß danach schauen - dass Du damit umgehen kannst. Nicht jeder kann mit Körperarbeit umgehen.
Also ich leide auch an Schizophrenie und mache eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Diese geht aber bloß - wenn man so bissel Zugang zu seinen Gefühlen wieder hat. Am besten ist da - so wenig wie möglich Zeug nehmen. Nur soviel wie nötig. (muss Dich recht gut dabei fühlen und bis zum nächsten Reduzieren 4-6 Wochen warten) Und da bist Du auf einen guten Weg. Bloß langsam sollte der Weg sein - nicht wie in der Psychiatrie. Das war offenbar zu schnell. Nimm Dir bitte Zeit. Und bringe die notwendige Geduld auf.

Ich habe mal eine Schnecke beobachtet. Ich habe gedacht - Mensch ist die langsam. Die kommt ja nie an. Naja ich habe dann die Lust an ihr verloren.
Ich habe dann im Garten was gemacht. Nach einer Zeit habe ich hingesehen. Mein Gott, hab ich gedacht - die ist aber schnell.

:schnecke:


Herzlich, Benedikt (Achso: Du bist nicht allein - Wir sind Viele :hug: )
2010 - Ende 2011 Aufdosierung auf 200 mg Seroquel (Panik und Wahnvorstellungen - ich nahm mal Seroquel- mal nicht, Vertrauen hatte ich keins)
Nehme seit 2012 Olanzapin (auf Grund einer (Absetz)Psychose) (wurde in Psychatrie eingewiesen) Grund der Psychose: Traumata - noch nicht bearbeitet
Von 2012-2015, 15 mg Olanzapin (40 kg Gewichtszunahme)
2015 Absetzversuch auf 0 (gescheitert nach Arztempfehlung) Absetz- Psychose!
2015 wieder hoch auf 15 mg
Anfang 2016 auf 10 mg (ging gut)
12/2016 5 Tage mit 5 mg Olanzapin (laienhaft zerbrochen!) Große Absetzproblematik Danach auf 10 mg hochdosiert.
Seit Kindertagen diverse Asthmamittel (bis heute), Zaditen, Viani 50/250, Ditec, Salbutamol, Ultibro Breezhaler
Kortisonbehandlung über viele Jahre (Asthma, Morbus Crohn) seit 2008 nicht mehr.
Reduzierung von 10 mg Olanzapin - auf 9 mg (12.1.17)
Seit 20.1.17 schnell fettende Haare; Seit 2.2.17 Zittern in den Finger; 8.2.17 kein Zittern mehr
Reduzierung von 9 mg Olanzapin auf 8 mg (12.2.17)
Reduzierung von 8 mg Olanzapin auf 7 mg (12.3.17)
Seit ca. 3.3.17 massive Darmbeschwerden.
Es wurden am 14.3.17 schlechte Leberwerte, Vitamin D, Folsäure und B12- Mangel festgestellt.
8.4.17 Darmbeschwerden sind verschwunden.
Reduzierung von 7 mg Olanzapin auf 6 (15.4.17)
Nehme ab den 20.4.17, 1 Kapsel Zinkamin-Falk (Zinktabletten) 1x täglich (15 mg)
5.4.17 Einnahme von Mariendistel - Kapseln 500 mg Extrakt (80% Silymarin) 1x täglich. (Kräuterhandel Sankt Anton)
Reduzierung von 6 mg Olanzapin auf 5 mg (15.5.17)
22.6.17 Leberwerte verbessert (durch Olanzapin-Reduktion,Verzicht auf Alkohol und Mariendiestel-Präparat. Zinkamin schadet auch nicht.) Durch Zinkamin keine schnell fettende Haare
Reduzierung von 5 mg auf 4 mg Olanzapin (20.6.17)
Durch Reduzierung fühle ich mich insgesamt aktiver und lebendiger.
Seit Januar 2017, gehe ich 1x monatlich zumTherapeutischen Malen bei einer Kunsttherapeutin. (6h) Durch die Bilder kann ich meine Gefühle zum Ausdruck bringen. Den Gefühlsstau später auflösen und wieder fühlen. (Angst, Verlassenheit, Wut, Demütigung) Die Bilder nehme ich zum Therapeuten mit. Dort werden sie im geschützten Rahmen besprochen und ich durchlebe den dargestellten Ausdruck des Bildes dann bewusst- was vorher unbewusst durch das Malen geschah. So kann ich Verdrängtes wieder aktivieren.Therapie ist anstrengend. 1-2 Tage hat meine Seele dann noch zu tun. Die Arbeit (6 h täglich) stabilisiert mich wieder, holt mich ins Jetzt zurück.
5.7.17 Meine Psychotherapie wurde verlängert. Um 140 h. Insgesamt:300 h von 2014-2022.
Reduktion 4 mg auf 3 mg Olanzapin (25.7.17)
Reduktion 3 mg auf 2,5 mg Olanzapin (25.8.17)
5.9.17 Probleme mit der Wahrnehmung, (Ich - Umgebung) (Schizophrenie) kann es aber aushalten. Bleibe bei 2.5 mg.
Einnahme von Chia-Samen (13.10.) umgemahlen - sehr gut bei Darmproblemen

Arianrhod
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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon Arianrhod » Samstag, 16.09.17, 19:28

-Neo- hat geschrieben:Lieber Arian,
Ich habe das Medikament bekommen, weil ich unter Schizophrene Psychosen aus dem Schizophrenen Formenkreis leide.
MfG


Lieber Neo,
verzeihe dass ich weiterbohre. Schizophrene Psychose ist ja "nur" die Diagnose. Was genau waren deine Symptome, weshalb du ein Neuroleptikum bekommen hast ?


liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon -Neo- » Sonntag, 17.09.17, 17:15

Hallo Arian!
Ich habe damals meine Ausbildung als Elektriker nicht weiter machen können, weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Auch habe ich mich damals oft auf der Arbeit von den Arbeitskollegen schlecht behandelt gefühlt. Ich bin damals sehr schüchtern gewesen und habe mir all die negativen Dinge eingebildet. Auslöser des Ganzen war damals mein jetziger Stammtisch, der mich damals nicht mit aufnehmen wollte. Das hat mich so durcheinander gebracht, das ich krank wurde. Auch habe ich eine Sache gemacht die sehr mutig war, aber von der möchte ich hier nicht reden. Dabei habe ich aber niemanden gefährtet oder in Gefahr gebracht. War nur eine sehr dumme Sache gewesen.
In den Stammtisch bin ich später rein gekommen.
Ich bin im Moment bei 500mg Quetiapin und 350mg Trevicta(Depot Spritze für 3Monate). Aber ich muss jetzt feststellen das das zu viel ist. Ich bin total ruhig gestellt, habe an nichts mehr Lust.
Wenn ich den Weg über Quetiapin gehe, anstatt das "neue" Medikament, dann kann ich doch niedriger Dosieren als wenn ich nur Trevcta nehme oder?

MfG Neo

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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon Murmeline » Montag, 18.09.17, 13:29

-Neo- hat geschrieben:Ich bin im Moment bei 500mg Quetiapin und 350mg Trevicta(Depot Spritze für 3Monate). Aber ich muss jetzt feststellen das das zu viel ist. Ich bin total ruhig gestellt, habe an nichts mehr Lust.
Wenn ich den Weg über Quetiapin gehe, anstatt das "neue" Medikament, dann kann ich doch niedriger Dosieren als wenn ich nur Trevcta nehme oder?


Hallo Neo,

verstehe ich das richtig, dass Du Trevicta (Paliperidon) als Depot zunächst behalten möchtest, aber das Quetiapin nach unten anpassen möchtest? Wie nimmst Du die 500mg bisher ein, es gibt Quetiapin ja nicht in dieser Stärke, soweit ich das hier nachvollziehen kann: http://www.apotheken-umschau.de/Medikam ... -1925.html

Denkst Du, Dein Behandler würde Dich bei einer ambulanten langsamen Reduktion unterstützen? Ggf. kannst Du aus der Broschüre, die ich Dir oben verlinkt habe, Argumente für eine Dosisanpassung und für ein vorsichtiges Vorgehen herausziehen. Es würde helfen, wenn der Arzt Dich auch mit entsprechenden Rezepten unterstützt. Beispielsweise könnte man die 500mg auf 450mg und zweimal 25mg umstellen und dann zunächst einmal 25mg weglassen und wenn das einige Woche gut klappt, dann den nächsten Absetzschritt angehen.

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon Arianrhod » Montag, 18.09.17, 17:13

-Neo- hat geschrieben:Hallo Arian!
Ich habe damals meine Ausbildung als Elektriker nicht weiter machen können, weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Auch habe ich mich damals oft auf der Arbeit von den Arbeitskollegen schlecht behandelt gefühlt. Ich bin damals sehr schüchtern gewesen und habe mir all die negativen Dinge eingebildet. Auslöser des Ganzen war damals mein jetziger Stammtisch, der mich damals nicht mit aufnehmen wollte. Das hat mich so durcheinander gebracht, das ich krank wurde. Auch habe ich eine Sache gemacht die sehr mutig war, aber von der möchte ich hier nicht reden. Dabei habe ich aber niemanden gefährtet oder in Gefahr gebracht. War nur eine sehr dumme Sache gewesen.
In den Stammtisch bin ich später rein gekommen.


Hallo Neo, entschuldigung, dass ich weiterfrage.
Offen gesagt was du berichtest, klingt für mich nicht sehr nach schizophrener Psychose. Du schreibst nichts über Stimmen hören oder einen seltsamen Wahn . Du warst schüchtern, wie wahrscheinlich ist es, dass du tatsächlich gemobbt worden bist?
Dass du überreagiert hast, aber das Negative eben nicht nur Einbildung war?
Arbeitskollegen können nett, sie können aber auch richtig fies sein , und einen sensiblen jungen Mann kann so etwas aus den Latschen hauen, ohne dass er besonders "krank" sein muss. Auch wegen der Ablehnung vom Stammtisch fühltest du dich bestimmt ausgeschlossen .
ich denke schon an die Zeit NACH dem Absetzen. Du möchtest ja keine Wiederholung des ganzen, deshalb ist es gut, damit anzufangen, draufzuschauen, WAS eigentlich passiert ist.

liebe Grüße Arian
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Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

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Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon -Neo- » Dienstag, 19.09.17, 19:27

Hi Arian!
Als ich dann im Krankenhaus kam, da ging es richtig los. Ich hatte immer so einen Beleidigenden Satz im Kopf den ich immer auf und ab dachte. Auch habe ich versuch Gedanken in Schubladen zu packen. Was natürlich nicht geht. Aber damals ging es. Ich denke das meintest du mit Stimmen hören und den Wahn.
MfG Neo

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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon micha68 » Dienstag, 19.09.17, 21:08

Hallo Neo,

auch von mir herzlich Willkommen!

Bei meiner ersten schizoaffektiven Psychose (vor 19 Jahren) aus den schizophrenen Formenkreis (irgendwie so hiess die Diagnose 8-) ), hatte ich das Gefühl die Welt ist ein Spiel- so wie das Spiel "Spiel des Lebens" und habe mich nur noch kaputt gelacht... natürlich nur bis ich dann auch in die Klinik kam und der echte Horror erst anfing...

Ich denke so etwas ähnliches meinst Du mit Gedanken in Schubladen packen- es gibt Dinge die gehen nicht, aber in Deiner Vorstellung gehen sie eben doch! Also eine verschobene Realitätswahrnehmung... da ist Dein Arbeitsplatzmobbing und die nicht Aufnahme in Deinen Stammtisch sicher nicht der alleinige Auslöser, aber so etwas trägt dazu bei das es sich "verfestigt".

Bei mir waren im Nachblick auch die Flucht vor Verantwortung mit ausschlaggebend, aber auch konkrete Auslöser (bin 1 Woche vor der Psychose im 22Stock im Aufzug stecken geblieben und hatte meine erste Panikattacke), dann wenig bis gar kein Schlaf über mehrere Nächte, viel Kaffee, Zigaretten und keine Lebensmittel... alles was man als "besonders Gesund" :whistle: bezeichnet!

Zu Trevicta kann ich gar nicht sagen, weil ich aufgrund meiner Erfahrungen in der akut Psychiatrie Spritzen kategorisch abgelehnt habe. Ich bin nach diversen Medikamenten dann auf Valproinsäure (Stimmungsstabilisator) und Quetiapin (Antipsychotikum) hängen geblieben. Beim Quetiapin habe ich es auch auf 1000mg "geschafft"- das ist jetzt GSD nicht mehr so dosiert. In der hohen Dosis kannst Du Quetiapin nach meiner Erfahrung gut reduzieren- je weniger, umso langsamer umso kleiner die Absetzschritte- wie man eine Depotspritze reduziert, das geht sicher nur mit dem Arzt gemeinsam, weil der einem ja das Zeug spritzt?!? Also etwas unabhängiger beim Absetzen ist man meiner Meinung nach beim Quetiapin- man benötigt "nur" Rezepte für die Tabletten und kann dann über die Wasserlösemethode jede individual Dosis herstellen...

Konkrete Fragen einfach stellen :wink:

Ich wünsche Dir eine für Dich gute Entscheidung! und wünsche Dir alles erdenklich Gute! :)
Micha
Reduktion von Valproinsäure retardiert und Quetiapin (Wasserlösemethode)
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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon Arianrhod » Mittwoch, 20.09.17, 15:57

Hallo Neo,
es tut mir leid, dass du so eine starke seelische Krise hattest. Wie geht es dir jetzt psychisch?
Wahn sind eher völlig schräge Sachen, zum Beispiel, dass jemand glaubt, er sei der zweite Jesus .Stimmen hören sind akustische Halluzinationen. Das ist eigentlich typisch für Schizophrenie, scheinst du aber nicht gehabt zu haben.

micha68 hat geschrieben:Bei mir waren im Nachblick auch die Flucht vor Verantwortung mit ausschlaggebend, aber auch konkrete Auslöser (bin 1 Woche vor der Psychose im 22Stock im Aufzug stecken geblieben und hatte meine erste Panikattacke), dann wenig bis gar kein Schlaf über mehrere Nächte, viel Kaffee, Zigaretten und keine Lebensmittel... alles was man als "besonders Gesund" bezeichnet!


Klar, damit kann man bei sehr vielen Menschen psychotische Symptome auslösen. Das beste ist dann, reiz abzuschirmen, viel zu schlafen, kein Internet, eben wieder runterkommen. Tabletten braucht man imho da nicht umbedingt.
(Professor Aderhold meint sogar, erstmal einige Wochen abwarten, die meisten Leiue werden von selbst wieder normal. Nur wenn jemand auf Psychose hängen bleibt, kann man ein Neuroleptikum ausprobieren).

ich wünsche euch viel Absetzerfolg.
liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

-Neo-
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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon -Neo- » Mittwoch, 20.09.17, 19:29

Hallo Murmeline!
Welches Medikament ich bevorzugen möchte, da bin ich mir absolut UNSICHER. Ich denke das Quentiapin, was ich schon sehr viele Jahre nehme, mich am wenigsten weiter verändern wird. Daher würde ich Quetiapin bevorzugen. Also bin ich beim absetzen von der Depot Spritze Trevicta mehr ich selber, hoffe ich mal. Diese Meinung hat sich nach einem Telefongespräch mit der BPe, einer Psychopharmaka Beratungsstelle, doch gestärkt.

Mein Nervenarzt sagt aber ich solle auf Trevicta setzen. Ich bin mir nicht sicher was ich machen soll.

MfG Neo

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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon padma » Donnerstag, 21.09.17, 13:26

hallo Neo, :)

ich höre bei dir heraus, dass du lieber Trevicta absetzen möchtest, dich dein Neurologe aber verunsichert.

Ich würde da wirklich nach deinem Gefühl gehen und im Zweifelsfalle der Beratung der BPE mehr vertrauen als dem Arzt. Das ist aber mein Ansatz.

Hinzu kommen allerdings die wirklich sehr negativen Erfahrungen die Forenmitglieder mit der Paliperidon Depotspritze gemacht haben.
Psychiater geben gerne Depotspritzen, weil sie so die Einnahme kontrollieren können. Die Betroffenen sind der langen Wirkdauer dann allerdings ausgesetzt, egal was passiert.

Bei Tabletten kannst du viel mehr selbst Verantwortung übernehmen und deine Dosis selbst anpassen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.09.2017: 0,5 mg


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Re: Quetiapin oder Trevicta (Paliperidon)

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 21.09.17, 16:43

Hallo Neo,

ich möchte padma :) gerne noch ergänzen.
Es leider so, dass das Paliperidon depot als Spritze viel länger zu wirken scheint als in der Packungsbeilage / Fachinformation angegeben.
Ein User hier hatte nach der dreifachen Menge der Zeit, nach dem das Depot längst auf Null hätte sein sollen, immer noch nachweislich Paliperidon im Blut; der Neurologe hatte einen Test eingeordnet.

Mich persönlich gruselt es bei dem Gedanken, dass das Medikament so lange wirksam ist und dann auch nicht mit der wissenschaftlich angegebenen Halbwertszeit übereinstimmt, denn das geht zulasten des Patienten und ist nicht vertrauenserweckend.

Grüße
Jamie
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