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Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

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Biney84
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Benzo - Wirkung

Beitrag von Biney84 » Donnerstag, 05.10.17, 18:56

Ihr Liebsten, die ihr euch mit Benzo‘s auskennt. Wie wirken diese denn (bei euch)? Darf man „diese“ neben Parox einnehmen!? Ich würde sie auch nur im äußersten Notfall nehmen, wenn mein Mann nicht da ist.
Wie lang brauchen sie zum wirken? Kann man damit noch „normal“ agieren oder liege ich danach flach? Also wie wirken sie eigentlich?
DANKE!!!!!
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Paroxetin abgesetzt 2017/02
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Paroxetin auf 5mg hoch-dosiert 2017/09/10
keine Besserung zu spüren, weiterhin starke Zwangsgedanken und Schlafstörungen 2017/09/19
Umstellung auf "altes" L-Thyroxin am 2017/09/21 - seither etwas ruhiger geworden, dennoch weiterhin Schlafstörungen und Zwangsgedanken, weitere Panikanfälle folgten
Eingeschlichen bis auf 10 mg bis zum 01.11.17 - weniger Schlafprobleme, nur in bestimmten Situationen noch Ängste, aber Gefühlskälte zu spüren.

Muryell
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 05.10.17, 19:09

Hallo, liebe Biney,

ich weiß nicht, ob Du hier eine Antwort auf Deine Frage bekommen wirst. Schau mal unter „Was dieses Forum ist und was es nicht ist“:

„Und jetzt noch wofür dieses Forum nicht gedacht ist:
Um Medikamentenempfehlungen auszutauschen
Um sich über das Leben mit Antidepressiva auszutauschen - also z.B. Diskussionen darüber, wie man am besten mit den zahlreichen Nebenwirkungen "moderner" Antidepressiva klarkommt, ob man die Dosis steigern, ein zusätzliches Medikament oder ein anderes Medikament ausprobieren oder wie man am besten von einem Antidepressivum auf ein anderes umstellt.„

Vielleicht melden sich aber die anderen dazu. Warte mal ab.

Liebe Grüße

Muryell
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HunterAS
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von HunterAS » Donnerstag, 05.10.17, 19:19

Hallo Biney, Hallo Gwen,

ich kann mich Gwen nur anschließen: Es kann einem sehr große Sicherheit geben. Ich weiß zwar nicht, wie es bei Paroxetin/L-Thyroxin aussieht, aber bei meinem Ausschleichen/Entzug hatte ich die ganze Zeit über etwas da und wusste (oder glaubte zu wissen), daß ich damit jederzeit abbrechen kann. Ich war oft genug nur eine Katzentasthaarbreite davon entfernt, etwas zu nehmen - aber allein die Möglichkeit hat mir bislang gereicht. Ich habe vor kurzem einen Artikel gelesen, in dem jemand ausgeführt hat, warum es seiner Meinung nach Menschen bei SM-Spielen leichter fällt, größere Schmerzen auszuhalten - eben weil sie immer die Möglichkeit haben, "Stop" zu sagen. Vielleicht ist da was dran.

Aber: Du wirst selbst am Besten spüren, ob das das Richtige für Dich ist. Wenn Du Bedenken hast - vielleicht kannst Du Deinen Arzt direkt darauf ansprechen? Ansonsten hat carlotta das ja sehr schön zusammen gefasst: "Du entscheidest, was Du nimmst und was nicht." - und das fängt bereits beim Rezept an. :)

Liebe Grüße,

Hunter
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Ursprungsdiagnose vor 6 Jahren: Bandscheibenvorfall - Tramadol hin und wieder genommen und gegen Mai 2016 nicht rechtzeitig abgesetzt, dann bis Juli 2017 durchgängig genommen (auch wegen der pseudo-euphorisierenden Wirkung); gegen Ende 8 Tabl.(50mg)/Tag. Hersteller: Grünenthal (Tropfen), Librapharm (Pulver-Kapseln) - alles unretardiert.

April 2017: Erster Absetzversuch von 400mg auf Null - nach 26 Stunden aufgegeben.

Mai 2017: Zweiter Absetzversuch mit Ausschleichen über zwei Wochen. -> Abbruch mit anschließendem Erhöhen der Dosis innerhalb von 3 Tagen auf 10 Kapseln täglich.

Juli 2017: Termin beim Arzt -> Rezept über: 50 Tabletten Tramadol 50 mg retardiert (einzunehmen 1-0-1) + Mirtazapin 15mg (einzunehmen vorm Schlafengehen)

Der Auschleich-, (Umstell-) & Absetzversuch:
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Gwen
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 05.10.17, 19:22

Hallo Biney, soweit ich mich erinnere, wirkte das Tavor so, dass ich ruhig wurde, die extreme Anspannung nachgelassen hat. Die Panik ging zurück, das Gedankenkreisen. Alles war dann "egaler". Ich hab dann auch geschlafen, weil ich von der Angst so erschöpft war, aber vorher einfach nicht mehr runter kommen konnte.

Ich hab es aber auch nur wenige Male am Anfang der Erkrankung genommen. Weil ich auf keinen Fall abhängig werden wollte. Und weil mir - wie gesagt - auch die Tatsache, dass ich es als Notfallmittel hatte, schon geholfen hat, mich nicht mehr ganz so hilflos der Panik ausgeliefert zu fühlen. Ich habe dann aber auch zeitnah einen Platz in einer Klinik bekommen, wo man mir gut geholfen hat (das Tavor war mir vom Arzt zur Überbrückung in der Wartezeit mitgegeben worden und auch bewusst auf wenige Tabletten beschränkt gewesen).


War dein Arzttermin schon? Was hat denn dein Arzt denn gesagt bzw verordnet?
Liebe Grüße Gwen
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Biney84 » Donnerstag, 05.10.17, 20:00

Liebe Gwen,

mein Termin ist erst am Montag. Die Schwester am Empfang sagte mir heute bereits, dass mein Arzt ein Vermerk in meine Akte schrieb "Bedarfsmedikament". Sie dachte also ich habe bereits eins.

Wenn ich noch eine Frage stellen darf: wie lange wirkt denn so ein Benzo?
Ich habe einfach wenig Hoffnung, dass mein Doc mich gut aufklärt, aber gut, ich kann ja auch die Packungsanleitung studieren, wobei mir dabei ja meist schlecht wird :)
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 05.10.17, 21:16

Hallo Biney, was erwartest Du vom Gespräch mit dem Arzt?
Benzos wirken schnell und machen auch schnell abhängig. Traust Du Dir denn zu, das verantwortungsvoll zu händeln?
Viele Grüße Gwen
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Biney84 » Donnerstag, 05.10.17, 21:27

Liebe Gwen,

ich bin sehr ehrlich zu dir: ich habe eine Schweine-Angst vor Abhängigkeit!!!!
Von meinem Arzt erhoffe mir eine Beratung- du könntest nun a) b) oder c) tun und das häte diese Vor- und Nachteile!
Ich bin gespannt! Ich traue es ihm nicht zu aber es wäre wundervoll eines besseren belehrt zu werden!
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 05.10.17, 21:52

Liebe Biney, welche Möglichkeiten hat der Arzt denn?

Er sieht, dass es Dir schlecht geht und Du massive Ängste hast und wird Dir wahrscheinlich Medikamente verschreiben. Von Absetzproblemen hat er vermutlich keine Ahnung. Er hat gelernt, dass das was Du hast bedeutet, dass die Krankheit wieder da ist. Da kann er Dir - aus seiner Sicht - also vermutlich nur raten, das Paroxetin wieder hoch zu dosieren. Oder Dir Alternativ ein anderes Medikament aufschreiben, weil das Paroxetin ja nicht mehr die Wirkung zeigt. Und Dir gegebenenfalls noch ein Benzo dazu verschreiben.

Viel mehr wird ein Hausarzt da wahrscheinlich nicht tun (können).

Die Frage ist aber, was Du davon willst.
So bitter das ist, wahrscheinlich kann der Arzt Dir Dich da nicht besser (oder sogar vermutlich schlechter) beraten. Die Wahrscheinlichkeit, dass er sich mit dem Absetzen von SSRI und den Folgen auskennt ist gering. Selbst Psychiater und Neurologen haben oft keine Ahnung und setzen dann in wilder Folge Medikamente an und ab und verändern die Dosierungen. Mit fraglicher bis katastrophaler Wirkung.

Was sagt denn dein Gefühl: was würde Dir wirklich helfen? (Mal abgesehen davon, dass dein Mann daheim bliebe) Hast Du das schon Mal mit deinem Mann zusammen überlegt?

Viele Grüße Gwen
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Eva » Donnerstag, 05.10.17, 21:58

Hallo Biney,
die ihr euch mit Benzo‘s auskennt. Wie wirken diese denn (bei euch)? Darf man „diese“ neben Parox einnehmen!? Ich würde sie auch nur im äußersten Notfall nehmen, wenn mein Mann nicht da ist.
Wie lang brauchen sie zum wirken? Kann man damit noch „normal“ agieren oder liege ich danach flach? Also wie wirken sie eigentlich?
DANKE!!!!!
Ich will wirklich nicht unken, aber Dir zusätzlich Benzos bereit zu legen, für den Fall, dass ... Das macht etwas mit uns: Liegen sie da, tritt der "äußerste Notfall" häufig nur zu schnell ein - obwohl es lediglich Ängste sind, die nach Betäubung rufen. Benzos mit anderen Medikamenten zu mischen, ist möglicherweise gefährlich. Ob man nach der Einnahme noch normal agieren kann, kommt auf die Menge an, ich würde damit gerade anfangs sehr vorsichtig sein.

Die Gefahr, sich blitzschnell daran zu gewöhnen und auch noch davon abhängig zu werden, ist auf jeden Fall gegeben.

LG Pons
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 05.10.17, 22:36

Hallo, ich glaube es ist wirklich eine Typsache, wie man mit solchen Medikamenten umgeht.

Manche beruhigt es die zu haben und sie brauchen sie dann gar nicht, andere "verführt" es sie zu nehmen, damit das Elend aufhört (mit den bekannten Konsequenzen). Daher ist es wichtig, für sich zu entscheiden, ob man verantwortlich damit umgehen kann oder Gefahr läuft, in die Sucht zu geraten.
Wenn man sich da nicht sicher ist, würde ich das Zeug nicht im Haus haben wollen!!

Liebe Grüße Gwen
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Biney84 » Donnerstag, 05.10.17, 23:17

Liebe Gwen,

du hast ja Recht! Ich vergesse leider oft, dass auch eine Medizinische Ausbildung nicht allwissend sein kann!
Was mir wirklich helfen kann? Nachts nicht allein sein, aber das ist unumgänglich:( Mehrere Tage....das ist auch so schlimm ;(
Mir fehlt ein „Notfallplan“ :(
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 05.10.17, 23:38

Mir fehlt ein „Notfallplan“ :(
Dann solltest Du an dem Arbeiten!
Was kannst Du tun, wenn Panik kommt? Womit kannst Du Dich ablenken?

* Hörbücher
* Malen
* Stricken
* Gymnastik machen
* Videos gucken
* Musik hören
* Entspannungsübungen
* Mit jemandem Sprechen (Telefonseelsorge, die können das!)
???

Was tut Dir gut? Was tust Du gerne?

Und mach Dir klar: Die Angst bringt Dich nicht um. Das ist alles nur Kopfkino! Und irgendwann ist der Film vorbei. Irgendwann wird's morgen :)
Liebe Grüße Gwen
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Muryell » Freitag, 06.10.17, 9:22

Guten Morgen, liebe Biney.

Hast Du schon mit pflanzlichen Mitteln versucht (Baldrian, Passionsblume, Hopfen, Neurexan, Calmvalera)?

Einige Foris haben gute Erfahrungen damit gemacht. Kannst Du hier bei der Suche eingeben und einige Berichte lesen. Du kannst auch bei „Alternativen zu Psychopharmaka“ lesen. Du findest bestimmt etwas, was Dir hilft.

Liebe Grüße und einen schönen Tag. Genieße die Sonne :D

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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Eva » Freitag, 06.10.17, 9:49

Hallo,

was Ihr schreibt, stimmt natürlich, es ist eine Typfrage, wie man mit Benzos umgeht, aber m. E. nicht weniger eine Frage der Festigung. Ist man noch sehr labil oder fürchtet sich sehr vor einer bestimmten Situation, wie Biney, und besorgt sich dann ein Notfallmedikament, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass man es in der Situation auch einnimmt, zu einem hohen Prozentsatz gegeben.

Ich will das nicht kritisieren, das ist schließlich Bineys Sache, aber man sollte sich nichts vormachen: Es gehört schon eine starke Entschlossenheit dazu, in der akuten Angst davon Abstand zu nehmen, eben eine Festigkeit, die man meist anfangs einfach nicht hat. Nochmal: Natürlich ist es der eigene Entschluss, so oder so. Nur weiß ich eben von mir selbst, wie schnell man am Fliegenfänger Benzo hängt.

Alternative Mittel sind zwar wunderbar geeignet, den Organismus zu beruhigen (z. B. Herzschlag, Zittrigkeit, motorische Unruhe), ob sie jedoch akute Ängste abfangen können, ist fraglich. Da gehts mehr ums Denken / Emotionen, und ohne die innere Entschlossenheit, sich nicht auf die stark abhängig machenden Benzos einzulassen, wird es schwierig sein, zu widerstehen.

LG Pons
Zuletzt geändert von Eva am Freitag, 06.10.17, 13:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von carlotta » Freitag, 06.10.17, 12:40

Hallo Biney,
hallo Ihr,

bei alternativen Mitteln ist es auch sehr individuell, wie man reagiert. Mir haben sie im Entzug häufig viel besser geholfen als Benzos. (Diese hatte ich anfangs in allerhöchster Verzweiflung wenige Male probiert, als ich über Monate fast gar nicht mehr schlafen konnte. Ergebnis: kaum mehr Schlaf, dafür üblen Überhang am Folgetag, an dem ich mich noch mieser fühlte als davor ohne.)

Präparate, die Passionsblume enthalten (auch homöopathisch in Neurexan), haben mir tatsächlich etwas gebracht, mich teilweise auch richtig runtergebracht. Aber wie gesagt, das ist individuell, auch je nachdem auf welchen Stoff man anspricht. Ich würde auch Beruhigungstees aus der Apotheke nicht ausschließen (nur bitte nichts mit Johanniskraut, wirkt ähnlich einem synthetischen AD, kann Entzugssymptome triggern, hat Abhängigkeitspotenzial).

Bei den Benzos ist die Verträglichkeit gerade im Entzug auch unterschiedlich; hängt sicher auch vom Präparat bzw. Wirkstoff ab. Biney, Du hast ja Deine große Angst vor Abhängigkeit bereits bekundet, d. h., Du hast Respekt davor und wärst eher vorsichtig? Eine Möglichkeit wäre noch, sich vom Arzt bspw. nur 3 Tabletten aushändigen zu lassen (oder jemand Zuverlässigen die Packung für Dich verwalten zu lassen), sodass Du wirklich nur einen ganz kleinen Vorrat hast und gar nicht in die Versuchung kommst, mehr zu nehmen.

Ich würde es aber zuerst auch mit alternativen Mitteln probieren und Ablenkung/Beschäftigung, wie Muryell :) und Gwen :) schon vorgeschlagen haben.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
Zuletzt geändert von carlotta am Samstag, 07.10.17, 19:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Biney84 » Freitag, 06.10.17, 13:23

Hallo ihr Lieben,

ich möchte mich ganz herzlich bedanken für all eure Ratschläge und eure Zeit, die ihr für mich opfert.
Heute Nacht hatte ich erneut einen Panikanfall und ich finde, dass ich schon ganz gut damit umgegangen - nun sollte man doch denken (also ich dächte so), dass ich dann doch heute etwas entspannter sein könnte. Nö, ich habe heute schon seit morgens Angst vor der kommenden Nacht. Ich bin so wütend auf mich - was soll das denn? Es macht keinen Sinn!!!! Ich habe es doch geschafft.

Ich habe höllische Angst, dass mir in der Woche etwas passiert - so etwas wie ein Nervenzusammenbruch und mein Kind das bemerkt....oder ich gar nicht mehr hochkomme.

Ich habe mir wahnsinnig zu Herzen genommen was ihr über die Benzo's gesagt habt. Wenn ich die Woche allein bin und der Arzt mir das Med. tatsächlich verschreiben sollte, werde ich meinen Mann bitten die Packung an sich zu nehmen und mir für die Woche lediglich eine "Ration" hier lässt.
Nun haben wir doch einen Weg gefunden wie ich mit ihm auf die Reise gehen könnte. Ich müsste dafür meine Pflegetochter eine Woche aus der Schule nehmen (das ist sicher in der ersten Klasse gar nicht toll) und würde etwas von dem Geld weggeben das ich für meinen Coach spare und ich würde es wieder nicht allein schaffen, aber ich wäre "sicher". Allerdings: im November geht er auch wieder einen Monat und möglicherweise geht es mir ja auch dann noch nicht besser. Ach menno, was tätet ihr denn? Ihr seid sicher mutig.

Morgen Nacht geht es los. Da hat mein Mann Nachtdienst, da kann ich "üben".

----- Er geht im November auch wieder eine Woche und keinen Monat, SORRY -------
Zuletzt geändert von Biney84 am Samstag, 07.10.17, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Eva » Freitag, 06.10.17, 14:05

Beitrag gelöscht.

Pons
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von padma » Samstag, 07.10.17, 19:23

hallo Biney, :)

ich weiss, das ist leicht gesagt, aber könntest du diese Woche allein sein, auch als Übung sehen? Es ist ein relativ überschaubarer Zeitraum und wenn du den überstanden hast, hast du viel geschafft.

Wenn dein Mann im November einen ganzen Monat geht, wäre es schon gut, zuvor schon mal eine Woche geübt zu haben.
Ihr seid sicher mutig.
Je mehr Angst man vor etwas hat,umso mehr Mut braucht man dafür. Wenn du deine Angst angehst, bst du sehr mutig.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
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Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitrag von Biney84 » Samstag, 07.10.17, 19:34

Ihr Lieben,

ihr gebt mir oft so viel Mut, danke padma.
Also heute "übe" ich den ersten Tag, denn mein Mann hat Nachtschicht und ist 14 Stunden weg.
Am Montag entscheiden wir dann, je nachdem was mein Arzt sagt, wie wir die Woche gestalten. Ich glaube, leider, bevor ich die Benzos beginne - fahr ich lieber mit Lars mit! Er sagte, dass er im Moment auch beruhigter wäre und dann gern üben würde, dass er mal 24 Stunden - dann 48 Stunden weg ist usw.
Ich muss üben und mich stellen, ihr habt völlig Recht!

Ich hoffe irgendwann dringt mal zu mir durch, dass ich doch bisher alle Pannikattacken überlegt habe und diese eben auch wieder abebben. Ich habe das Wissen doch. Ich will es schaffen!!! Ich will mein Leben zurück!

Ich mache mir auch viele andere Gedanken - z.B merke ich etwas in meinen Lebensumständen nicht, dass die Anfälle triggert oder ist dies einfach "gelernt"....ich finde nur keine Antwort allein. Ich denke der Coach muss her!

Ich habe mir Neurexan geholt und habe das Gefühl, dass sie mir helfen, ob das nur Placebo ist oder nicht is mir Wurscht ;) Die Baldrian-Dragees halfen nämlich gar nicht.

Habt einen wundervollen Abend
Bine
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keine Besserung zu spüren, weiterhin starke Zwangsgedanken und Schlafstörungen 2017/09/19
Umstellung auf "altes" L-Thyroxin am 2017/09/21 - seither etwas ruhiger geworden, dennoch weiterhin Schlafstörungen und Zwangsgedanken, weitere Panikanfälle folgten
Eingeschlichen bis auf 10 mg bis zum 01.11.17 - weniger Schlafprobleme, nur in bestimmten Situationen noch Ängste, aber Gefühlskälte zu spüren.

Biney84
Beiträge: 49
Registriert: Sonntag, 10.09.17, 19:07

Unterschied ob Parox Einnahme morgens oder Abends?

Beitrag von Biney84 » Sonntag, 08.10.17, 18:03

Ihr Lieben,

sagt einmal, macht es bei Euch irgendeinen Unterschied, ob ihr eure Medi's am Morgen oder Abend einnehmt?
Denkt ihr, dass wenn ich sie statt wie sonst immer am Morgen nehme sie am Abend nehme ich ggf. schlafen könnte oder ist das eher andersherum?

Danke und habt einen schönen Sonntag Abend
Erster bewusster Panikanfall: 2002
Auf Insidon eingestellt --> nicht vertragen
Auf Paroxetin 20 mg eingestellt noch 2002
Paroxetin auf 10mg reduziert 2007
Paroxetin abgesetzt 2017/02
Paroxetin wieder eingeschlichen 2017/09/05 2,5mg nach schwerer Panikattacke und vorausgegangenen Zwangsgedanken
Paroxetin auf 5mg hoch-dosiert 2017/09/10
keine Besserung zu spüren, weiterhin starke Zwangsgedanken und Schlafstörungen 2017/09/19
Umstellung auf "altes" L-Thyroxin am 2017/09/21 - seither etwas ruhiger geworden, dennoch weiterhin Schlafstörungen und Zwangsgedanken, weitere Panikanfälle folgten
Eingeschlichen bis auf 10 mg bis zum 01.11.17 - weniger Schlafprobleme, nur in bestimmten Situationen noch Ängste, aber Gefühlskälte zu spüren.

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