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Brauche Hilfe ....kein zolpidem mehr

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
:schnecke: Bitte lies unsere Forenregeln, bevor Du Dich registrierst.
FrauRabe
Beiträge: 1
Registriert: Montag, 11.09.17, 10:03

Brauche Hilfe ....kein zolpidem mehr

Beitragvon FrauRabe » Montag, 11.09.17, 11:12

Hallo, ich muss mich an Euch wenden, weil ich total verzweifelt bin und nicht mehr weiter weiß.

Meine Vorgeschichte:

Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder- finanziell ging es uns nie gut, mein Mann stritten und streiten uns viel wegen Geld.
Tochter ist 18- Sohn ist 10, hat ADHS(mit Medikation)- ich habe gekämpft gemacht und getan, dass der Bub seinen Platz in der Gesellschaft finden kann- bin sehr stolz, er hat sogar eine Gymnasialempfehlung bekommen(hat aber nichts mit meiner Liebe und Unterstützung zu ihm zu tun- ich liebe meine Kinder)
Beruflich waren die letzten Jahre eine Katastrophe, Zeitarbeit, Minijobs, schlecht bezahlte Jobs usw- Ärger mit dem Mann, Sorgen wegen der Kinder, zerbrochene Freundschaften und Träume- ich habe eine saubere generalisierte Angststörung entwickelt- mit Panikattacken vom Feinsten. Und als wäre der ganze Mist nicht noch schlimm genug, habe ich unglaublich zugenommen(die guten Antidepressiva seien dank!) und mir eine Zolpidemabhängigkeit angeeignet.
So, warum das Zolpidem- Los ging es bei mir vor ca. 4 Jahren. Ich habe nicht mehr geschlafen- wenn ich in die Horizontale Lage gekommen bin, hat mich eine Panikattacke hochgerissen- Nächte um Nächte saß ich wach vor dem PC und Fernseher(und ja, ich habe ALLES was es zum Thema Schlafhygiene und Co. gibt ausprobiert)
Dann bekam ich von meinem Neurologen Zolpidem. 20 Stück im Monat. Und siehe da, ich konnte SCHLAFEN, ich bin erfrischt aufgewacht , konnte wieder arbeiten gehen usw.
Und was ich noch alles bekommen habe von meinen Ärzten:
Opipramol
Citalopram
Praxiten
Tavor
Adumbran
Diazepam
Fluctin
Quetiapin(da tropfte mir wirklich am nächsten Tag der Sabber aus dem Schnabel, so schlimm war das!)
Doxipin
Mirtazipin
Und noch ein paar andere Sachen mehr… habe ich vergessen, alles brav und ordnungsgemäß geschluckt, hat nix gebracht

So, zu meinem Problem- mir reichten die 20 Stück Zolpidem nicht mehr und habe eine Ärztin gefunden, die mir 60 Stück im Monat aufgeschrieben hat. Am Anfang sogar noch 80, aber da habe ich mich runterdosiert. Die Zolpidem waren bzw sind meine Rettungsleine, mein Antidepressivum- ich will am Abend ja nur schlafen . Ich nehme sie nie tagsüber, nur am Abend zum Schlafen- leider mit ein bis zwei Gläschen Wein dazu.

Und jetzt bricht mein Konstrukt zusammen- mein Neurologe ist verstorben, der Neue will mir partout kein Zolpidem mehr verschreiben- Quetiapin ist ja viel besser und Antidepressiva sowieso. Ich habe keine Depressionen!!! Ich habe vielleicht mal eine Verstimmung, aber eine richtige Depression habe ich nicht!

Mein Ärztin ist auch in Rente gegangen, ihre Nachfolgerin, die mir übrigens ein Jahr lang auch meine Ration Zolpidem verschrieben hat(auf Privatrezept im Übrigen) möchte mir meine Medikamente nicht mehr verschreiben. Und ich bin am XXXX.
Ich kann und will nicht in einen klinischen Entzug- nach langem Kampf habe ich einen tollen Job gefunden, gut bezahlt und bin noch in der Probezeit.

So, meine Grundfragen wären also

DARF die Ärztin das einfach? Mich mit blumigen Worten auf 0 redzuieren? Ich weiß, ich habe eine Selbstverantwortung, aber ich sehe mich auch als Süchtige und die Ärztin hat das ja auch unterstützt, da erwarte ich einfach von ihr, dass sie mich weiterhin unterstützt, das Medikament zu reduzieren und nicht mich an die Wand laufen zu lassen, oder sehe ich das falsch?

War auch schon bei einer Ärztin, die Methadon verschreibt, die konnte auch nichts mit mir anfangen

2. Wie schaffe ich es ohne klinischen Entzug zu entgiften? Termin bei einem Neurologen habe ich schon ausgemacht, aber leider erst Ende September!

Vielen Dank für eure Tipps, Zulesen und Ratschlägen

FrauRabe

padma
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Re: Brauche Hilfe ....kein zolpidem mehr

Beitragvon padma » Montag, 11.09.17, 13:23

hallo FrauRabe, :)

willkommen im ADFD.

Deine Situation ist wirklich nicht einfach.

Und mit dem Zolpidem ist jetzt natürlich ein weiteres, sehr grosses Problem.
Kannst du bitte noch schreiben, wieviel mg du jetzt täglich nimmst? Und bitte auch gleich eine Signatur erstellen?

DARF die Ärztin das einfach? Mich mit blumigen Worten auf 0 redzuieren?

Du kannst sie vermutlich nicht zu einer Verschreibung zwingen. Wir erleben das hier immer wieder, dass Ärzte sich von jetzt auf gleich weigern, weiter Rezepte auszustellen. :frust:

2. Wie schaffe ich es ohne klinischen Entzug zu entgiften? Termin bei einem Neurologen habe ich schon ausgemacht, aber leider erst Ende September!

Wir raten sowieso von einem klinischen Entzug ab, da die Kliniken viel zu schnell entziehen und statt den Benzos Antidepressiva oder Neuroleptika geben, oder beides. Aufgrund des viel zu schnellen Entzugs ist die Rückfallquote hoch.

Wir empfehlen langsam ambulant auszuschleichen. Bei Zolpidem ist es oft erforderlich zunächst auf ein Benzo mit langer Halbwertszeit umzusteigen.
Hier unsere Infos zum Einlesen viewtopic.php?f=16&t=12883

Du bräuchtest unbedingt einen Arzt, der dich zumindest soweit unterstützt, dass du lange genug Rezepte bekommst. Das braucht übrigens kein Neurologe sein, es geht auch ein Hausarzt, der dazu bereit ist (Privatrezepte)

Die Zolpidem waren bzw sind meine Rettungsleine, mein Antidepressivum- ich will am Abend ja nur schlafen . Ich nehme sie nie tagsüber, nur am Abend zum Schlafen- leider mit ein bis zwei Gläschen Wein dazu.

Das ist natürlich der Knackpunkt. Um von dem Benzo weg zu kommen, musst du durch eine Phase mit Schlafproblemen durch.
Alkohol ist ein Wirkverstärker, d.h. davon musst du auch weg.

Eine Alternative zu einem Entzug sehe ich nicht, selbst wenn du weiter Zolpidem verschrieben bekommen würdest. Du bist bereits in der Toleranz, deckelst mit der Einnahme wahrscheinlich v.a. die Entzugssymptome.

nach langem Kampf habe ich einen tollen Job gefunden, gut bezahlt und bin noch in der Probezeit.

Den solltest du dir wirklich erhalten. Das ist ja ein wirklicher Schritt aus der ganzen Misere heraus.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen


1.09.2017: 0,5 mg


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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Benedikt24
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Re: Brauche Hilfe ....kein zolpidem mehr

Beitragvon Benedikt24 » Samstag, 16.09.17, 0:08

Hallo Frau Rabe,

herzlich willkommen hier bei uns im Forum. Schön das Du zu uns gefunden hast.

Ich möchte auf 2 Sachen aufmerksam machen. Dein Leben kling sehr anstrengend. Und Du schreibst ja selbst, dass Du kämpfst. Das ist aber sicher kein Dauerzustand. Es wäre wünschenswert - wenn Du vom Gas und vom Anspruch und Druck runterkommst. Arbeit, Geld, Erfolg ist nicht alles im Leben.
Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein.

Als zweites wäre es sicherlich gut - wenn Du gegen Deine Angststörung etwas unternimmst. Psychotherapeutisch arbeiten würde eventuell helfen. Um an die Ursache zu kommen und nicht an den Symptomen rumzudoktern.
Ich freue mich für Dich, dass Du reduzieren willst. Aber es können - die überdeckten Symptome wiederkommen.

Das war es was mir durch den Kopf ging.

Ich wünsch Dir das Allerbeste und sei herzlich gedrückt.

Benedikt
2010 - Ende 2011 Aufdosierung auf 200 mg Seroquel (Panik und Wahnvorstellungen - ich nahm mal Seroquel- mal nicht, Vertrauen hatte ich keins)
Nehme seit 2012 Olanzapin (auf Grund einer (Absetz)Psychose) (wurde in Psychatrie eingewiesen) Grund der Psychose: Traumata - noch nicht bearbeitet
Von 2012-2015, 15 mg Olanzapin (40 kg Gewichtszunahme)
2015 Absetzversuch auf 0 (gescheitert nach Arztempfehlung) Absetz- Psychose!
2015 wieder hoch auf 15 mg
Anfang 2016 auf 10 mg (ging gut)
12/2016 5 Tage mit 5 mg Olanzapin (laienhaft zerbrochen!) Große Absetzproblematik Danach auf 10 mg hochdosiert.
Seit Kindertagen diverse Asthmamittel (bis heute), Zaditen, Viani 50/250, Ditec, Salbutamol, Ultibro Breezhaler
Kortisonbehandlung über viele Jahre (Asthma, Morbus Crohn) seit 2008 nicht mehr.
Reduzierung von 10 mg Olanzapin - auf 9 mg (12.1.17)
Seit 20.1.17 schnell fettende Haare; Seit 2.2.17 Zittern in den Finger; 8.2.17 kein Zittern mehr
Reduzierung von 9 mg Olanzapin auf 8 mg (12.2.17)
Reduzierung von 8 mg Olanzapin auf 7 mg (12.3.17)
Seit ca. 3.3.17 massive Darmbeschwerden.
Es wurden am 14.3.17 schlechte Leberwerte, Vitamin D, Folsäure und B12- Mangel festgestellt.
8.4.17 Darmbeschwerden sind verschwunden.
Reduzierung von 7 mg Olanzapin auf 6 (15.4.17)
Nehme ab den 20.4.17, 1 Kapsel Zinkamin-Falk (Zinktabletten) 1x täglich (15 mg)
5.4.17 Einnahme von Mariendistel - Kapseln 500 mg Extrakt (80% Silymarin) 1x täglich. (Kräuterhandel Sankt Anton)
Reduzierung von 6 mg Olanzapin auf 5 mg (15.5.17)
22.6.17 Leberwerte verbessert (durch Olanzapin-Reduktion,Verzicht auf Alkohol und Mariendiestel-Präparat. Zinkamin schadet auch nicht.) Durch Zinkamin keine schnell fettende Haare
Reduzierung von 5 mg auf 4 mg Olanzapin (20.6.17)
Durch Reduzierung fühle ich mich insgesamt aktiver und lebendiger.
Seit Januar 2017, gehe ich 1x monatlich zumTherapeutischen Malen bei einer Kunsttherapeutin. (6h) Durch die Bilder kann ich meine Gefühle zum Ausdruck bringen. Den Gefühlsstau später auflösen und wieder fühlen. (Angst, Verlassenheit, Wut, Demütigung) Die Bilder nehme ich zum Therapeuten mit. Dort werden sie im geschützten Rahmen besprochen und ich durchlebe den dargestellten Ausdruck des Bildes dann bewusst- was vorher unbewusst durch das Malen geschah. So kann ich Verdrängtes wieder aktivieren.Therapie ist anstrengend. 1-2 Tage hat meine Seele dann noch zu tun. Die Arbeit (6 h täglich) stabilisiert mich wieder, holt mich ins Jetzt zurück.
5.7.17 Meine Psychotherapie wurde verlängert. Um 140 h. Insgesamt:300 h von 2014-2022.
Reduktion 4 mg auf 3 mg Olanzapin (25.7.17)
Reduktion 3 mg auf 2,5 mg Olanzapin (25.8.17)
5.9.17 Probleme mit der Wahrnehmung, (Ich - Umgebung) (Schizophrenie) kann es aber aushalten. Bleibe bei 2.5 mg.
Einnahme von Chia-Samen (13.10.) umgemahlen - sehr gut bei Darmproblemen
Reduktion von 2.5 mg auf 2,25 mg Olanzapin (30.10.17) Probleme mit der Wahrnehmung vorhanden, aber verantwortbar.
Reduktion von 2,25 mg auf 2 mg Olanzapin (1.12.17)


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