Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

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s3bkun
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Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon s3bkun » Dienstag, 12.09.17, 13:19

Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin hier in diesem Forum richtig. Seit nunmehr ca. 8 Jahren nehme ich täglich 20mg Citalopram aufgrund einer Panikstörung. Nachdem es mir jedoch die letzten Monate echt gut ging und ich der Meinung war endlich mal wieder „clean“ zu werden fragte ich meine Ärztin, anfang Juni, wie es mit dem Absetzen aussieht. Sie machte folgenden Plan: von diesen Tag am sollte ich meine morgendliche Dosis von 20mg auf 10mg reduzieren, dies zwei Wochen so handhaben und dann nur noch jeden zweiten Tag eine Tablette von 10mg nehmen.

Also nahm ab dem nächsten Tag nur noch 10mg vom Citalopram. Doch anstelle eines Zeitraums von 2 Wochen hielt ich diese Dosis ca. 4 Wochen aufrecht. Da darauf hin eine für mich stressige Zeit begann nahm ich das Citalorpram nur noch sporadisch. Mal dachte ich am Morgen dran, Mal nicht. Machte mir aber nicht wie sonst einen Kopf darüber dass ich Sie nicht genommen hatte, da ich sie ja eh absetzen wollte und letztendlich fühlte ich mich ja auch gut.

Doch seit vier Wochen ist alles anders. Am 10.08. war ich mit einem Arbeitskollegen auf dem weg zur Baustelle als ich das erste Mal seit langem wieder eine Richtige Panikattacke hatte. Habe versucht mich von dieser nicht aus der Bahn werfen zu lassen aber dennoch hat sich seit dem alles verändert. Ich bekam regelrechte Schweißausbrüche, ein komisches Gefühl im Bauch, Beinen und Armen, Kribbeln im Gesicht und und und. All dad kannte ich in der Kombination nicht.

Also ging ich einige Male zum Arzt. Es wurde ein EKG gemacht, ein kleines, sowie ein großes Blutbild. Jedoch alles ohne irgendwelche Auffälligkeiten. Dies hat mich dann irgendwie noch verrückter gemacht, weil ich es einfach nicht wahrhaben wollte dass ich mit meiner Panik wieder rückfälligwr geworden bin.

Dann kam es mir in den Kopf: Ich habe ja meine Dosis reduziert und teilweise tagelang keine Tablette genommen. Dachte, dass all diese Symptome evtl daher kommen. Von dem Tag an, jetzt ca. zwei Wochen nehme ich morgendlich 10mg Citalopram. Doch eine Besserung ist noch immer nicht zu spüren. Daher meine Frage an euch ob ihr meint dass das alles mit dem Aufs und Abs des Citas zu tun haben könnte. Oder fällt euch zu diesen Symptomen doch evtl noch etwas anderes ein? LG und vielen Dank
Zuletzt geändert von padma am Dienstag, 12.09.17, 13:25, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze wegen der besseren Lesbarkeit eingefügt
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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon Jamie » Dienstag, 12.09.17, 13:47

Hallo sebkun,

willkommen im Forum :)

Ein Teil der Teammitglieder ist krank, ich wollte dich um etwas Geduld bitten, es kann mit Feedback etwas dauern, aber vergessen wird keiner :roll: .

Bitte stöbere doch ein wenig in der Zwischenzeit hier im Forum herum und klicke in den ein- oder anderen Thread - du wirst sehen, wie sich die Themen gleichen und sicher hilfreiche Infos aufschnappen.

Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig


Klar. Definitiv. :)

Grüße
Jamie
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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon Murmeline » Dienstag, 12.09.17, 14:01

Hallo Sebkun,

Du kannst mal in die Fachinformatioenn schauen, den "Beipackzettel" für Ärzte:

Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung häufig auf, besonders wenn die Behandlung plötzlich abgebrochen wird (siehe Abschnitt 4.8). In einer klinischen Studie mit Citalopram zur Vorbeugung eines Rückfalls wurden nach Beendigung der Behandlung bei 40% der Patienten unerwünschte Ereignisse beobachtet im Vergleich zu 20% der Patienten, die weiterhin Citalopram einnahmen.

Das Risiko von Absetzreaktionen kann von mehreren Faktoren abhängen, einschließlich Dauer der Behandlung, Dosis und Geschwindigkeit der Dosisreduktion. Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen (einschließlich Parästhesien), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensive
Träume), Erregtheit oder Angst, Übelkeit und/oder Erbrechen, Zittern und Kopfschmerzen sind die am häufigsten berichteten Reaktionen.

Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend sein. Sie treten normalerweise innerhalb der ersten Tage nach Absetzen der Behandlung auf, aber in sehr seltenen Fällen wurde von solchen Symptomen bei Patienten nach unbeabsichtigtem Auslassen einer Dosis berichtet. Im Allgemeinen bilden sich diese Symptome von selbst zurück und klingen innerhalb von 2 Wochen ab. Bei einigen Personen können sie länger anhalten (2 – 3 Monate oder länger). Es wird daher empfohlen bei einer Beendigung der Behandlung mit Citalopram AL die Dosis über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten schrittweise zu reduzieren, entsprechend den Bedürfnissen des Patienten (siehe Abschnitt 4.2).

http://fachinformation.srz.de/pdf/aliud ... letten.pdf

Acht jahre sind eine lange Zeit - die Tipps zur Reduktionsgeschiwndigkeit seitens der Ärztin sind typisch, aber leider nicht verträglich, wie Du merkst. :x

Bitte lege gleich eine Signatur an. Rechts oben auf deinen Namen, persönlicher Bereich, Profil, Signatur ändern und Ausgangsproblematik eintragen, mit halbwegs genauen Daten dazu, wieviel wann von welchem Medikament genommen und wie reduziert/absgesetzt/wieder ein- und aufdosiert wurde. Die Signatur ist eine Kurzfassung, um sich einen Überblick zu verschaffen, sie ist auch Absetzdokumentation und ohne geht es hier jedenfalls auf Dauer nicht :) app.php/rules#signatur-erstellen Es sind hier ja sehr viele Menschen, die schreiben, man kann sich unmöglich den individuellen Verlauf merken oder immer wieder nachlesen. Dankeschön!

Ich habe ja meine Dosis reduziert und teilweise tagelang keine Tablette genommen. Dachte, dass all diese Symptome evtl daher kommen.

Große Dosisschritte und schwankende Einnahme sind nach Erfahrunsgberichten leider eher mit solchen Symptomen verbudnen als von Anfang an in kleineren Schritten auszuschleichen.

Hier ein informatiber Thread mit weiteren Leseverweisen: viewtopic.php?f=18&t=12880

Von dem Tag an, jetzt ca. zwei Wochen nehme ich morgendlich 10mg Citalopram. Doch eine Besserung ist noch immer nicht zu spüren. Daher meine Frage an euch ob ihr meint dass das alles mit dem Aufs und Abs des Citas zu tun haben könnte. Oder fällt euch zu diesen Symptomen doch evtl noch etwas anderes ein?

Symptome, die in einem Zusammenhang mit dem Absetzen auftreten, ob als bekannte Symptome in verstärkter Intensität oder als neue/zusätzlcihe Symptome in ungewohnten Kombinationen können vorrangig dem Absetzen zugeordnet werden.

Erste Grüße und Willkommen, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon Anikke » Dienstag, 12.09.17, 16:21

hallo sepkun,
herzlich willkommen hier im forum :-)
nach dem was du schreibst, glaube ich schon, dass du hier richtig bist.
die panikanfälle können durch die dosisschwankungen bzw. das abrupte absetzen kommen.
hier wird geraten, alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% der letzten Dosis abzusetzen. außerdem ist es sehr wichtig, dass die Dosis konstant bleibt und nicht schwankt, denn dadurch wird das ZNS sehr gereizt.
zur gewohnten Dosis zurückzukehren bzw. zur regelmäßigen Einnahme war schon mal ein guter schritt.
ich würde noch bei dieser Dosis bleiben und schauen ob sich die Symptome mit der Zeit bessern, und nachdem du dich stabilisiert hast, in kleinen schritten sehr langsam reduzieren.
hast du "Handwerkszeug" im Umgang mit Panikattacken? hast du eine Therapie gemacht bzw machst du eine?
liebe grüße anikke
01.03. bis 21.06. täglich 15 mg Mirtazapin
seit 21.06. 2017 täglich ca 11 mg Mirtazapin
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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon padma » Dienstag, 12.09.17, 17:24

hallo Sepkun, :)

auch von mir willkommen.

Ich bekam regelrechte Schweißausbrüche, ein komisches Gefühl im Bauch, Beinen und Armen, Kribbeln im Gesicht und und und. All dad kannte ich in der Kombination nicht.

Das hört sich sehr nach Absetzsymptomen an.

Von dem Tag an, jetzt ca. zwei Wochen nehme ich morgendlich 10mg Citalopram. Doch eine Besserung ist noch immer nicht zu spüren

Wahrscheinlich wäre es besser gewesen mit etwas weniger als 10 mg wiedereinzudosieren. Da du jetzt bereits seit 2 Wochen wieder 10 mg nimmst, bleib bitte zunächst dabei. Es kann dauern bis du dich wieder stabilisiert hast.

Tipps zum Umgang mit Panikattacken findest du hier: viewtopic.php?f=50&t=11591

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon s3bkun » Donnerstag, 14.09.17, 8:13

Guten Morgen,

recht herzlichen Dank für eure Antworten. Ein wenig beruhigt mich das ja schon dass es wahrscheinlich alles an der Medikation liegt. Doch machen mich all diese Symptome ziemlich fertig.

Gestern bin ich dann nochmals zu meiner Ärztin, da einfach keine geringste Besserung auftritt. Vorab hatte ich auf einem Zettel all meine momentan auftretenden Symptome geschrieben, da ich das Gefühl habe dass wenn ich bei ihr bin vergesse die Hälfte zu erwähnen. Sie laß sich ihn durch, stellte fest dass es die verschiedensten Körperregionen betrifft, schaute sich nochmals meine letzten Blutergebnisse sowie EKG an und sagte dass sie davon aussgeht dass all die Symptome höchstwahrscheinlich psychisch bedingt sind.

Naja wie dem so ist, das kennen die meisten von euch bestimmt auch, einerseits freut man sich dass körperlich alles in Ordnung zu sein scheint, aber dass es die Psyche ist will man trotzdem nicht wahrhaben.

Also sprachen wir nochmals über die Medikation. Er erzählte ihr dass ich seit ein paar Wochen wieder 10mg vom Citalopram nehme, da ich denke und hier im Forum erfahren habe dass das Möglich sein kann dass es daran liegt. Sie ist der Meinung dass ich num wieder auf meine Ausgangsdosis von 20mg erhöhen soll. Leider aber bin ich ein Mensch der totale Angst vor Nebenwirkungen etc. hat und mache mir darüber leider total den Kopf was passiert wenn ich jetzt die 20mg nehme. Was denkt ihr darüber? Und falls 20mg wirklich zu einer Besserung meines Befindens beitragen kann, wie lange dauert es ungefähr bis Man Besserungen spüren kann nach dem erhöhen? Morgen bereits? Oder in 14 Tagen?

Ich weiss, es sind Fragen über Fragen. Aber ich bin derzeit einfach so verunsichert.

Normalerweise kenne ich mich mit Panikattacken aus, doch es fällt mir jedes mal erneut schwer bis unmöglich damit umzugehen. In den letzten acht Jahren, seit dem ich diese Erkrankung habe war ich zwei mal stationär, zwei mal teilstationär in einer Tagesklinik (zuletzt im Jahr 2016) und habe eine ambulante, jedoch damals nicht von Erfolg gekrönten, Therapie gemacht. Leider ist es hier in Essen und Umgebung sehr sehr schwer eine ambulante Therapie zu bekommen.

LG Sebastian
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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon lakeSonne1 » Donnerstag, 14.09.17, 9:35

hallo Sebastian,

auch von mir ein herzliches Willkommen :) !
Ich bin auch so ein Citalopram-"Absetz-Opfer".
Ich nahm jahrelang Citalopram 20mg, es ging mir gut, bis auf die Nebenwirkungen wie Müdigkeit etc..
In Absprache mit dem Doc wollte ich reduzieren. Kurz: ging total in die Hose, weil zu schnell.
Ich hatte üble Symptome.
Ich hab dann wieder aufdosiert, um mich zu stabilisieren.
Dann bin ich in 1mg Schritten runter: Und oh Wunder! Es klappte!
Mein Fazit: Die Ärzte sind beim Verschreiben von ADs ok, aber vom wieder Absetzen haben sie keine Ahnung.
Ich habe Glück, mein Arzt erkennt die Absetzproblematik an, sagt aber auch, daß das bei weitem nicht alle Patienten haben.
Er unterstützt mich jetzt beim langsamen Absetzen, weil er sieht das es klappt.

du bist nicht allein :hug: !
-lake
Diagnose:Angst und Panikattacken Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Thyronajod 50 morgens, Pantoprazol 20mg abends
Erster Misslungener Absetzversuch 2012:
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Neuer Absetzversuch 2016:
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ABDOSIER-PAUSE

2017:
3.9.2016 - 2.3.2017 Stabilisierung auf 15mg
3.3.17, 14mg: es geht weiter mit dem abdosieren. Die längere Pause war gut.
.....Tag 4-7 : Magen und Darm spielt verrückt: Krämpfe, Stiche , Übelkeit etc..
18.4.17 13mg
.....Tag 7: erste Woche auf 13mg ok, nur leichte Beschwerden; bin überrascht und traue dem Frieden nicht
.....Tag 9: Halsschmerzen, Nase läuft; war am nächsten Tag wie von Zauberhand wieder weg
.....Tag10: Gliederschmerzen, Matschbirne
.....Tag10-13: Nacken-, Glieder und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, schlapp, kribbeln an Armen und Beinen
.....Tag12: Zaps im Brustraum, Oberbauch
.....Tag13: zum ersten mal Brainzap
.....Tag 14- 21 Körperliche Symptome werden schwächer
....ca. ab Tag 21: vermehrt psychische Symptome: Niedergeschlagenheit, Depri, ZG, Aggressivität, Panikattacken, Derealisation, Chaos im Kopf.
21.5.17 13mg: endlich symptomfrei, alles super. Ich bleibe auf 13mg jetzt ca 3 Wochen, um mich zu erholen. Dann gehts weiter runter
16.6.17 12,5mg für drei Wochen; So gut wie keine Symptome; Prima!
06.7.17 12,0 mg
.....Tag3-6: heftige Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, schlapp, kribbeln an Armen und Beinen,
Zaps im Brustraum und Oberbauch, brennende gerötete Augen.
.....Tag 9: Drehschwindel beim Aufwachen
.....Tag 10: Brennende gerötete Augen, Extrasystolen, Blähbauch
.....Tag 5-20: Wort/Namensfindungsschwierigkeiten
ab 28.7.17 11,5mg
.....Tag 1-7: alles Super, Symptomfrei.
.....Tag 8: tagsüber Neuro-Aggressionen (nur ein paar Std.) / Nerven liegen blank, abends beim Einschlafen heiße Hände und Füße,Körper läuft auf hochtouren, Hitzewallungen
.....Tag9-14: Übelkeit, kein Appetit, heiße Hände, kribbeln Hände/Füße, Gefühl von Nadelstichen auf der Haut, schlapp, Durchfall
.....Tag 21-30: BodyZaps, Panik/Angst, Neuro-Emos (Aggressivität), Depri, Stimmungschwankungen
.....Tag 30-42: Cortisol-Flushes mit Übelkeit, Panikattacken, Depri, heiße Hände, kribbeln Hände/Füße, Stimmungsschwankungen, Gefühl von Nadelstichen auf der Haut, schlapp
24.9.17, Info: Die lange Symptomdauer ist möglicherweise einem Kallibrierungsfehler der Waage geschuldet.
-> zu viel Abgesetzt, etwa ab 8.August

ab 25.9.17 10,9mg

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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 14.09.17, 10:38

Hallo s3bkun, :)

du musst bitte etwas Geduld mitbringen, ich würde keinesfalls jetzt schon wieder hochgehen auf 20mg.

Die meisten Ärzte haben erschreckend wenig Wissen über Absetzsymptome; deine ganzen Beschwerden sind vermutlich auf das falsche / zu schnelle Absetzen zurückzuführen und "viel hilft viel" ist bei AD falsch.
Es ist überhaupt nicht gesagt, dass 20mg "besser" als 10mg wirken, im Gegenteil.
Es kann auch sein, dass dein ZNS mittlerweile so gereizt ist, dass du die 20mg gar nicht mehr vertragen würdest.
Mache dich mit dem Gedanken vertraut, dass du die Option zum Hochgehen immer noch hast, aber selbst da würde ich dann nicht direkt auf 20mg hochgehen, sondern vielleicht von 10mg auf 12,5mg.

Es ist leider recht individuell, ob und wann eine Wiedereinnahme greift. Manchen geht es bereits Stunden! nach der Wiedereinnahme besser, andere brauchen 2-3 Wochen. Leider kann man das nicht beeinflussen, das ZNS ist diesbezüglich wieder bestechlich noch einzwingbar in seiner Reaktion.

Normalerweise kenne ich mich mit Panikattacken aus, doch es fällt mir jedes mal erneut schwer bis unmöglich damit umzugehen


Vielleicht fällt es leichter, wenn du das Wissen hast, dass ein Großteil davon dem Absetzen geschuldet ist, was wiederum die Angst vor einem "Rückfall" nehmen sollte.
Dein armes ZNS fährt aktuell gerade Achterbahn, mit Akzeptanz und Fürsorge kannst du dir selbst Gutes tun und kommt die nächste Panikattacke, dann lässt sie sich vielleicht etwas leichter ertragen, wenn man sich sagt "OK - das ist mein verstörtes ZNS, es versucht gerade, wieder ins Lot zu kommen und quält mich nicht absichtlich".
Es macht wirklich einen Unterschied, einen solchen Zustand eher "liebevoll" als widerwillig anzunehmen, das wirst du sehen.

Grüße
Jamie
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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon s3bkun » Donnerstag, 14.09.17, 16:11

Danke für deine lieben Worte Jamie,

leider habe ich deinen Post zu spät gelesen und habe bereits heute Nachmittag eine 20mg Tablette genommen, ob es mit dadurch gerade schlechter geht, ich es mir einbilde oder es daran liegt dass ich nochmals für ein paar Stunden geschlafen habe, weiss ich gerade nicht.

Jedoch sind mir diese Dosierungen wie du sie z.B. mit 12,5mg nennst, garnicht bekannt. Habe diese immer nur in 10mg-Schritten kennengelernt und wüsste auch nicht wie ich auf 12,5 mg kommen sollte mit meinen Tabletten
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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 14.09.17, 16:17

Hallo sebkun, :)

du kannst es noch revidieren. Bitte nimm morgen dann erst einmal nur 12,5mg.
Du gehst wirklich zu schnell vor!
Ich verlinke dir die Methoden, wie man auf krumme Dosierungen kommen kann; dazu müsstest du heute noch in eine Apotheke. Geht das?

(Link folgt gleich)--> eingefügt
Wasserlösemethode (zu bevorzugen). Sie ist bei Citalopram anwendbar:
viewtopic.php?f=16&t=10923

Kaufen einer Feinwaage:
viewtopic.php?f=15&t=9608

Grüße
Jamie
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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon s3bkun » Donnerstag, 14.09.17, 16:57

Leider heute und in den nächsten Tagen nicht möglich zur Apotheke zu kommen, da ich im Moment finanziell blank bin. Kann die Tage höchstens meine Mutter fragen.

Habe dennoch noch eine Frage was das hochdosieren anbetrifft: Woran mache ich aus dass die genommenen 20mg zu viel sind? Damals während meines ersten Klinikaufenthalts wurde ich nach zwei Wochen 10mg-Einnahme auf 20mg umgestellt. Ohne irgendwelche Zwischenschritte. Habe es damals, meines Wissens, gut vertragen. Kann sich die Verträglichkeit ändern? Sind die in den Kliniken wirklich so unwissend?

Es soll jetzt nicht heissen dass ich gegen die von dir empfohlene Methode bin, um gottes Willen. Icn echt für jeden Ratschlag dankbar.

LG
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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon live-slow » Freitag, 15.09.17, 0:12

hallo,
ich bin noch nicht so lang hier. aber ich habe schon viel hier gelernt.

und meiner erfahrung nach: ja sie sind unwissend!
wenn sie von absetzsympthomen oder gar von entzugserscheinungen hören glauben die das meißt nicht....!

20mg sind definitiv zu viel!
bitte pump deine mutter an und besorg dir 2 spritzen,
60ml, 5ml und eventuell noch eine 3. mit 1 ml
damit kannst du wunderbar dosieren :-)
wenn die in der apo doof fragen sag einfach du brauchst es zum basteln oder so ;-)

bitte lies dir die informationen durch z.b. erste hilfe ad absetzen
lies ganz viel!
und vertraue dir selbst! du hast auch einen "inneren arzt"!

bitte hab etwas geduld mit den mods, die sind selbst auch betroffen.
dh, warte mit veränderungen deiner dosis bis du meinungen abholen konntest.
bleib erst mal auf 10 mg
keine dosissprünge! dein zentrales nervensysthem kann dir das ganz ganz übel nehmen!
geduld ist gefragt

gute nacht
live slow
ich schleiche olanzapin aus
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nam myoho renge kyo

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Re: Citalopram. Ich hoffe ich bin hier richtig

Beitragvon padma » Samstag, 16.09.17, 13:24

hallo Sebkun, :)

ja die Verträglichkeit kann sich ändern. Erfahrungsgemäss reagiert das ZNS umso sensibler je öfters man ein AD einnimmt. Dosissprünge sowohl nach unten als auch nach oben sind grosser Stress für das ZNS.
Hier ist erklärt, wie sich die AD Einnahme auf das ZNS auswirkt viewtopic.php?f=6&t=8621

Einmalspritzen sind sehr preiswert, gibts ab so um die 50 cents.
Mit einer 10 ml und einer 2 ml Spritze ist es auch gut machbar.

liebe Grüsse,
padma
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