schlimmes morgentief

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Muryell
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon Muryell » Dienstag, 19.09.17, 9:34

Hallo!

Du schaffst das. Einen Schritt nach dem anderen. Zuerst die Reise nach Köln. Und dann kannst du schauen, wie es dir geht, ob die ambulante Therapie reicht oder ob du in Klinik möchtest.

Schreibe hier immer, wie es dir geht.

Viele Grüße und gute Reise

Muryell
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f332
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gentest

Beitragvon f332 » Dienstag, 19.09.17, 15:31

wer hat diesen test bereits gemacht?

http://abcb1-test.de/
08-09 2016 sertralin u mirtazapin
10.2016-01-2017 duloxetin und mirtazapin
30.01 2017 abgesetzt für 14 tage
02-2017 rückfall, für 1 monat venlafaxin und mirtazapin
04.2017 dazu noch lamotrigin mirtazapin
06.2017 umstieg auf ixel + mirtazapin
07.2017 umstieg auf cipralex +mirtazapin
09.2017 umstieg duloxeting 60mg + mirtazapin 30mg (5htp probiert, schwree nebenwirkungen serotonin syndrom)
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon padma » Dienstag, 19.09.17, 18:19

hallo f, :)

ich habe deine Frage in deinen thread geschoben.
Ich nehme an, der Hintergrund deiner Frage ist, ob sich durch diesen Test ein "passendes" AD für dich finden liesse.

Dabei wird davon ausgegangen, man müsse nur das passende finden und dann könne mit einem AD eine Depression behandelt werden. Dem ist aber nicht so. AD können keine Depression heilen, da sie nicht die Ursachen angehen.

Sinnvoll ist dieser Test nur, um herauszufinden, ob man ein spezieller Stoffwechseltyp ist, und ob Medikamente, die über ein bestimmtes Gen metabolisiert werden, deswegen zu einer Vergiftung führen können.
Wir haben hier einen thread zum Thema: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... ypisierung

Du hast schon so viele AD durch, alle ohne Erfolg. Dein ZNS ist davon mittlerweile völlig überreizt. Von weiteren Medikamentenexperimenten ist dringend abzuraten.

therapie war letztes
Katathym Imaginativen Therapie.

Das ist ein sehr spezieller Ansatz und sicherlich nicht für jeden geeignet.

umgestellt wurde am 1.9 also am 1.9 kein cipralex mehr und sofort cymbalta.

Das war sehr ungünstig. Du leidest jetzt an Entzugssymptomen von Cipralex. Sind die Suizidgedanken seit der Umstellung aufgetreten oder schlimmer geworden? Sie können sowohl ein Entzugssymptom als auch NW von Cymbalta sein.
Kannst du bitte genau schreiben, was seit der Umstelung an Symptomen aufgetreten ist ?

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon Jamie » Dienstag, 19.09.17, 20:47

Hallo f, hallo padma :)

Sinnvoll ist dieser Test nur, um herauszufinden, ob man ein spezieller Stoffwechseltyp ist, und ob Medikamente, die über ein bestimmtes Gen metabolisiert werden, deswegen zu einer Vergiftung führen können.
Wir haben hier einen thread zum Thema: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... ypisierung


Ich glaube ich muss da etwas korrigieren. Ich habe mir den Test / die website angesehen.
Ich glaube mit Cytochrom Genotypisierung hat es nichts zu tun, sondern mit einer Art Scan, ob man genetisch so codiert ist, dass gewisse Transportwächtermoleküle an der Blut-Hirn-Schranke ein Antidepressivum daran hindern, die Schranke zu überwinden.

Der "Lösungsansatz" ist entsprechend nur kopfschüttelnd zu kommentieren. :x
Die "Lösung" ist dann nämlich, die Dosis des AD zu steigern (falls die Bluthirnschranke gut "bewacht" wird) bzw. eine Augmentation durch Kombination von AD herbeizuführen :o
Nirgendwo, auch in den Arzthinweisen, konnte ich einen Hinweis finden, dass dieser Gentest dabei helfen kann ein "passendes" AD für einen zu finden, was der Werbung auf der Website nach aber so suggeriert wird.
Ich halte das für eine riesige Augenwischerei und auch überhaupt nicht hilfreich.
Wir wissen alle, dass das Verabreichen von AD eine lotterieähnliche Raterei ist und das wird auch so bleiben.

Falls ich die Infos auf der website falsch verstanden habe, bitte ich darum mich zu korrigieren :roll:

LG
Jamie
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon f332 » Mittwoch, 20.09.17, 7:09

also es ist so ich hatte bei ciprelex auch schweres morgentief. durch die umstellung wird es wohl nicht sein, allerdings hat es sich nicht verbessert. probleme sind hauptsäuchlich morgentief, nicht greifbarge gedanken, suizidg, hoffnungslosigkeit etc. (für mich nicht greifbare neg gedanken)
mit dem bluttest hatte ich auf eine neue hoffnung gezhählt, die ich wohl jetzt auch verwerfen kann. ich hatte eine muster angefordert einer auswertung, hier wird ledigtlich auf ca 10 medis empfohlen. das ist mir dann wohl zu ungenau und wird mir nix bringen. wer intresse hat schreibt mich pn an kann kann ich ihm das musterergebnis zu senden, ich möchte es hier nicht veröfftlichen. lg
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Re: Rückfall - Paroxetin oder 5-HTP??? HILFE

Beitragvon f332 » Mittwoch, 20.09.17, 15:04

ich hab duloxetin und 5 htp kombienert, habs überhaupt nicht verdragen, volles serotonin syndrom und 5x mehr suizidal wie sonst, nach 3 h war alles wieder normal
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon Ululu 69 » Mittwoch, 20.09.17, 21:23

Hallo f332,

Ich habe mir erlaubt, deinen Beitrag in deinen eigenen Thread zu verschieben.
Schreib bitte in deinem Thread weiter, sonst wird das alles hier zu unübersichtlich.

Du solltest auf keinen Fall 5htp mit AD kombinieren. Das birgt die Gefahr eines Serotonin Syndroms, bei dem es dir keineswegs nach drei Stunden wieder gut geht.

Ein Serotonin Syndrom ist ein medizinischer Notfall, der im schlimmsten Fall tödlich enden kann.
LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg

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job passt nicht welche rolle spielt es in der depression?

Beitragvon f332 » Freitag, 22.09.17, 8:28

vl habt ihr einen rat für mich, bin depressiv, glaube den falschen job zu haben da ich entweder unter oder überfordert bin, kann mich jedoch vom job nicht lösen weil ich gutes gehalt habe. was ist eure meinung dazu ? kündigen? welche rolle spielt es für meine depression?
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon Muryell » Freitag, 22.09.17, 10:30

Hallo f332,

so viele Faktoren spielen eine wichtige Rolle, dass ich wirklich der Meinung bin, dass eine Psychotherapie dir helfen kann. Ich habe eine lange Therapie gemacht, und sie hat mir richtig geholfen.

Da gibt es keine schnelle Antwort, die man dir geben kann.

Kannst du dir vorstellen, einen Therapeuten zu suchen?

Viele Grüße

Muryell
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon Jamie » Freitag, 22.09.17, 10:42

Hallo f332, :)

bitte schreibe alles Relevante in deinen existierenden Thread und führe diesen fort, denn es gibt Chaos und wird unübersichtlich, wenn User mehrere Fäden gleichzeitig führen. Danke :)

Ich finde deine Frage mega-wichtig. Absolut wichtig, weil vermutlich ein Puzzlestück in deiner Depression.
Wer die falsche Arbeit hat (egal erst mal, was daran jetzt falsch ist), der wird vermutlich irgendwann krank. Wir Menschen sind nicht dafür gemacht diesen seelischen Dauerstress auszuhalten, den es bedeutet, wenn wir einen gewichtigen Teil unseres Lebens (Arbeit) mit etwas verbringen müssen, was uns irgendwie nicht gut tut, belastet, fertig macht, unterfordert, überfordert oder was auch immer.

Die 5 Hauptachsen, die das betreffen kann, und die bei Depressiven oft tangiert sind, sind
- enge Beziehungen (Familie, Freunde)
- Beruf
- Wohnort / Umfeld
- Erlebtes (Vergangenheit)
- Lebensgestaltung (Sinn, work-life-Balance, Hobbies, Freizeit, Spiritualität usw.)

Es gibt natürlich noch mehr, ich habe mir nur die wichtigsten Sachen rausgepickt.

Ich möchte dir kurz von mir berichten, ich habe vor meiner Berentung als pharmazeutische Mitarbeiterin in einer Apotheke gearbeitet.
Die Arbeit an sich hat mir Spaß gemacht und war abwechslungsreich, aber es gab massive Faktoren, die mir trotzdem zusetzten.
Ich hatte einen Chef, den ich vorsichtig formuliert als toxisch bezeichnen möchte. Er lieferte sich mit seiner Mutter, die parallel Seniorchefin der Apotheke war, jeden Tag schreckliche Mutter-Sohn-Kämpfe; seine Anwesenheit macht uns alle krank, er war launisch, unzufrieden und todunglücklich und das bekamen wir Angestellten ab.
Die Arbeit wurde immer mehr, denn die Gesetze verlangen immer mehr Bürokratie in der Apotheke, aber wir waren chronisch unterbesetzt.
Die Kunden waren teilweise sehr nett, aber manche davon auch die Pest. Unzufriedene, arrogante Menschen, die uns persönlich angriffen, wenn wir ein Medikament nicht vorrätig hatten oder es gegen einen Rabattvertragsartikel austauschen mussten.
Das hat mir immer besonders zugesetzt, denn man muss ja sachlich und höflich bleiben, während einen zB eine hysterische Mutter anbrüllt, wegen uns müsste ihr Kind jetzt sterben (oder sonstwas Hahnebüchenes :o )
Ferner die Bezahlung; als Technikerin, die zu den sogenannten Fachkräften gehört, die ja angeblich so dringend gesucht werden, bekam ich am Ende nach Tarif nach einer 40 Std. Woche 1200€ ausgezahlt, was ich empörend finde, weil es in keinem Verhältnis zu der großen Verantwortung steht, die ein pharmazeut. Beruf mit sich bringt und erst recht nicht mit dem Stress, dem wir ausgesetzt sind.

Im Nachhinein gab es viele Gründe, diesen Beruf SO nicht mehr auszuüben, das konnten auch meine sehr netten Kollegen nicht wett machen, die wir gemeinsam versucht haben unseren psychisch angeknacksten Juniorchef einfach nur irgendwie zu ertragen und zu überleben. :oops:

Wenn ich noch mal wieder arbeiten könnte (ich bin aktuell berentet und zu krank dafür), dann hätte ich auf jeden Fall andere Kriterien - ich würde mir eine Apotheke mit netterem Publikum suchen, vor allem aber würde ich auf die geistige Gesundheit meines Chefs achten.
Und nette Kollegen sind für mich sowieso ein Muss, weil ich sehr sensibel bin und Unstimmigkeiten schlecht ertragen kann.
Im Nachhinein habe ich mir mit diesem Job in dieser Apotheke keinen Gefallen getan, aber das Leben ist dazu da zu lernen - und heute würde ich Einiges anders machen.

Viele Grüße
Jamie
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon f332 » Freitag, 22.09.17, 13:38

ich habe eigentlich vieles, aber bin doch nicht zufrieden, ich habe 3 autos, ein motorrad und ein sparbuch.

ich schaffe im mom irgendwie nicht vom job loszulassen, da ich angst habe in zukunft keinen job zu haben oder zu wenig verdienen (ich verdiene derzeit mehr als 2000 netto ...)
08-09 2016 sertralin u mirtazapin
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon f332 » Freitag, 22.09.17, 13:40

trotzdem denke ich viel hat es nicht mit dem beruf zu tun sondern, genetisch

bei mir ist es so: bruder depr suizid, cousine auch, meine oma war auch depressiv
das alles kann kein zufall sein
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon Pons » Freitag, 22.09.17, 13:49

Hallo,

ich habe 3 autos, ein motorrad und ein sparbuch.

Aber macht es Dich glücklich? Nein, nicht wahr? Auch die 2000 Euro im Monat können dies offenbar nicht schaffen.

Also was hättest Du bei einer Kündigung wirklich zu verlieren? Ich will hier nicht klugschnacken, ich weiß, dass so ein Umschaltprozess alle andere als leicht ist, aber wenn ich ich Dich lese, kann ich nicht umhin zu denken, ob es das wert ist ... Und das Freiheitsgefühl, nachdem man einen Befreiungsschritt bewerkstelligt hat, ist nicht zu verachten.

Versteh mich aber bitte recht, ich kann Dir nicht zuraten, Deine Arbeit hinzuwerfen, das darf ich gar nicht, weil Du zu Recht zu mir sagen könntest, hej Pons, du weißt nicht, wie es MIR damit ergeht! Aber an etwas festzuhalten, was einen im Grund unglücklich macht, hat immer nur den Grund, dass wir befürchten, auch das noch zu verlieren. Irgendwie paradox und widersinnig, oder? Man braucht sehr viel Mut, aber Jahre später versteht man oft kaum noch, dass man so festgehangen hat. Ich weiß übrigens, wovon ich rede. :wink:

Zu den angesprochenen Familienschicksalen:

So eine Häufung ist kaum eine genetische Vererbung, sondern hat m. E. nach mehr mit der Familiensituation und mit der Familienatmosphäre zu tun, mit dem "Beispiel". Ob man z. B., wenn Vater und Großvater Alkoholiker waren, selbst auch einer wird, ist ganz unterschiedlich. Es gibt immer wieder Alkoholiker-Familien, in denen das einem passiert, wo aber Geschwister genau den entgegengesetzten Weg gehen, OBWOHL sie denselben Vater/Großvater haben. Da besteht also keine Zwangsläufigkeit, die kann man sich aber "erfolgreich" einreden. Deshalb bitte lieber vorsichtig sein mit solchen Gedanken.

Alles Gute Dir.

LG Pons
Zuletzt geändert von Pons am Freitag, 22.09.17, 14:06, insgesamt 5-mal geändert.
Meine Benzo-Geschichte:
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Beginn Wasserlösemethode Bromazepam, Start am:
29.08.17 3,7 mg
25.09.17 3,4 mg
08.10.17 - voll in der Toleranz, keine erkennbare Wirkung mehr. Befinden soweit gut.
09.10.17 3,0 mg
21.10.17 2,7 mg

Der Mann, der schließlich den Berg abtrug, war derselbe, der zuvor angefangen hatte, kleine Steine wegzuräumen
- aus China -

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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon Benedikt24 » Freitag, 22.09.17, 13:53

Hallo f332,

Depressionen sind so nicht vererbbar. Wohl aber werden Erziehungsmodelle, Beziehungsmodelle einfach von einer Generation zur Nächsten weiter gegeben. Es sei denn man durchbricht das Ganze.

Herzlich Benedikt.

Sorry - Überschneidung mit Pons
2010 - Ende 2011 Aufdosierung auf 200 mg Seroquel (Panik und Wahnvorstellungen - ich nahm mal Seroquel- mal nicht, Vertrauen hatte ich keins)
Nehme seit 2012 Olanzapin (auf Grund einer (Absetz)Psychose) (wurde in Psychatrie eingewiesen) Grund der Psychose: Traumata - noch nicht bearbeitet
Von 2012-2015, 15 mg Olanzapin (40 kg Gewichtszunahme)
2015 Absetzversuch auf 0 (gescheitert nach Arztempfehlung) Absetz- Psychose!
2015 wieder hoch auf 15 mg
Anfang 2016 auf 10 mg (ging gut)
12/2016 5 Tage mit 5 mg Olanzapin (laienhaft zerbrochen!) Große Absetzproblematik Danach auf 10 mg hochdosiert.
Seit Kindertagen diverse Asthmamittel (bis heute), Zaditen, Viani 50/250, Ditec, Salbutamol, Ultibro Breezhaler
Kortisonbehandlung über viele Jahre (Asthma, Morbus Crohn) seit 2008 nicht mehr.
Reduzierung von 10 mg Olanzapin - auf 9 mg (12.1.17)
Seit 20.1.17 schnell fettende Haare; Seit 2.2.17 Zittern in den Finger; 8.2.17 kein Zittern mehr
Reduzierung von 9 mg Olanzapin auf 8 mg (12.2.17)
Reduzierung von 8 mg Olanzapin auf 7 mg (12.3.17)
Seit ca. 3.3.17 massive Darmbeschwerden.
Es wurden am 14.3.17 schlechte Leberwerte, Vitamin D, Folsäure und B12- Mangel festgestellt.
8.4.17 Darmbeschwerden sind verschwunden.
Reduzierung von 7 mg Olanzapin auf 6 (15.4.17)
Nehme ab den 20.4.17, 1 Kapsel Zinkamin-Falk (Zinktabletten) 1x täglich (15 mg)
5.4.17 Einnahme von Mariendistel - Kapseln 500 mg Extrakt (80% Silymarin) 1x täglich. (Kräuterhandel Sankt Anton)
Reduzierung von 6 mg Olanzapin auf 5 mg (15.5.17)
22.6.17 Leberwerte verbessert (durch Olanzapin-Reduktion,Verzicht auf Alkohol und Mariendiestel-Präparat. Zinkamin schadet auch nicht.) Durch Zinkamin keine schnell fettende Haare
Reduzierung von 5 mg auf 4 mg Olanzapin (20.6.17)
Durch Reduzierung fühle ich mich insgesamt aktiver und lebendiger.
Seit Januar 2017, gehe ich 1x monatlich zumTherapeutischen Malen bei einer Kunsttherapeutin. (6h) Durch die Bilder kann ich meine Gefühle zum Ausdruck bringen. Den Gefühlsstau später auflösen und wieder fühlen. (Angst, Verlassenheit, Wut, Demütigung) Die Bilder nehme ich zum Therapeuten mit. Dort werden sie im geschützten Rahmen besprochen und ich durchlebe den dargestellten Ausdruck des Bildes dann bewusst- was vorher unbewusst durch das Malen geschah. So kann ich Verdrängtes wieder aktivieren.Therapie ist anstrengend. 1-2 Tage hat meine Seele dann noch zu tun. Die Arbeit (6 h täglich) stabilisiert mich wieder, holt mich ins Jetzt zurück.
5.7.17 Meine Psychotherapie wurde verlängert. Um 140 h. Insgesamt:300 h von 2014-2022.
Reduktion 4 mg auf 3 mg Olanzapin (25.7.17)
Reduktion 3 mg auf 2,5 mg Olanzapin (25.8.17)
5.9.17 Probleme mit der Wahrnehmung, (Ich - Umgebung) (Schizophrenie) kann es aber aushalten. Bleibe bei 2.5 mg.
Einnahme von Chia-Samen (13.10.) umgemahlen - sehr gut bei Darmproblemen

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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon f332 » Freitag, 22.09.17, 15:15

ja ich denke ich hab hier einen denkfehler drinn, ich wollte immer viel geld haben, mehr als andere haben. deswegen wäre ich eben so enttäuscht, dies jetzt alles hinzuschmeissen, schlechter sein als andere. doch vermutlich könnte ich im notfall 1 jahr krankenstand gehen, danach pension, und hätte in 3 jahren vermutlich immer noch 3 autos im garten stehen,,,,, was natürlich jetzt bei mir noch dazukommt ist, dass mich meine freundin nach 4 jahren verlassen hat, eben wg der derpression "ich bekäme mein leben nicht in den griff"
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon Benedikt24 » Freitag, 22.09.17, 18:17

Hallo f332,

nun, ehrlich bist Du. Das gefällt mir. Haben und Sein. Hier möchte ich Dir Erich Fromm ans Herz legen.

Es könnte sein, dass Du nur in eine Psychosomatik gehst und dann eine ambulante Therapie machst. Evtl. geht die länger als 1 Jahr. Aber es könnte auch sein, dass Du danach die Autos etc. nicht mehr so brauchst. Und dankbar bist .... dass Du .......ein kleines Auto hast. Oder gesund bist.

Eine Depression kann auch ein Neuanfang sein. Eine Erfahrung wie Winter, oder Krieg. Danach blüht alles wieder und es wird alles wieder schöner aufgebaut. Ich denke eine Freundin - welche Dich in der schlechten Phase verlässt - ist es nicht wert. Es soll nicht so sein. Es hätte können sowieso sein, dass DU nach der Therapie evtl. die Freundin verlässt.

Herzlich, Benedikt
2010 - Ende 2011 Aufdosierung auf 200 mg Seroquel (Panik und Wahnvorstellungen - ich nahm mal Seroquel- mal nicht, Vertrauen hatte ich keins)
Nehme seit 2012 Olanzapin (auf Grund einer (Absetz)Psychose) (wurde in Psychatrie eingewiesen) Grund der Psychose: Traumata - noch nicht bearbeitet
Von 2012-2015, 15 mg Olanzapin (40 kg Gewichtszunahme)
2015 Absetzversuch auf 0 (gescheitert nach Arztempfehlung) Absetz- Psychose!
2015 wieder hoch auf 15 mg
Anfang 2016 auf 10 mg (ging gut)
12/2016 5 Tage mit 5 mg Olanzapin (laienhaft zerbrochen!) Große Absetzproblematik Danach auf 10 mg hochdosiert.
Seit Kindertagen diverse Asthmamittel (bis heute), Zaditen, Viani 50/250, Ditec, Salbutamol, Ultibro Breezhaler
Kortisonbehandlung über viele Jahre (Asthma, Morbus Crohn) seit 2008 nicht mehr.
Reduzierung von 10 mg Olanzapin - auf 9 mg (12.1.17)
Seit 20.1.17 schnell fettende Haare; Seit 2.2.17 Zittern in den Finger; 8.2.17 kein Zittern mehr
Reduzierung von 9 mg Olanzapin auf 8 mg (12.2.17)
Reduzierung von 8 mg Olanzapin auf 7 mg (12.3.17)
Seit ca. 3.3.17 massive Darmbeschwerden.
Es wurden am 14.3.17 schlechte Leberwerte, Vitamin D, Folsäure und B12- Mangel festgestellt.
8.4.17 Darmbeschwerden sind verschwunden.
Reduzierung von 7 mg Olanzapin auf 6 (15.4.17)
Nehme ab den 20.4.17, 1 Kapsel Zinkamin-Falk (Zinktabletten) 1x täglich (15 mg)
5.4.17 Einnahme von Mariendistel - Kapseln 500 mg Extrakt (80% Silymarin) 1x täglich. (Kräuterhandel Sankt Anton)
Reduzierung von 6 mg Olanzapin auf 5 mg (15.5.17)
22.6.17 Leberwerte verbessert (durch Olanzapin-Reduktion,Verzicht auf Alkohol und Mariendiestel-Präparat. Zinkamin schadet auch nicht.) Durch Zinkamin keine schnell fettende Haare
Reduzierung von 5 mg auf 4 mg Olanzapin (20.6.17)
Durch Reduzierung fühle ich mich insgesamt aktiver und lebendiger.
Seit Januar 2017, gehe ich 1x monatlich zumTherapeutischen Malen bei einer Kunsttherapeutin. (6h) Durch die Bilder kann ich meine Gefühle zum Ausdruck bringen. Den Gefühlsstau später auflösen und wieder fühlen. (Angst, Verlassenheit, Wut, Demütigung) Die Bilder nehme ich zum Therapeuten mit. Dort werden sie im geschützten Rahmen besprochen und ich durchlebe den dargestellten Ausdruck des Bildes dann bewusst- was vorher unbewusst durch das Malen geschah. So kann ich Verdrängtes wieder aktivieren.Therapie ist anstrengend. 1-2 Tage hat meine Seele dann noch zu tun. Die Arbeit (6 h täglich) stabilisiert mich wieder, holt mich ins Jetzt zurück.
5.7.17 Meine Psychotherapie wurde verlängert. Um 140 h. Insgesamt:300 h von 2014-2022.
Reduktion 4 mg auf 3 mg Olanzapin (25.7.17)
Reduktion 3 mg auf 2,5 mg Olanzapin (25.8.17)
5.9.17 Probleme mit der Wahrnehmung, (Ich - Umgebung) (Schizophrenie) kann es aber aushalten. Bleibe bei 2.5 mg.
Einnahme von Chia-Samen (13.10.) umgemahlen - sehr gut bei Darmproblemen

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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon f332 » Montag, 25.09.17, 9:45

nun gut, es war so, die erste schlimme phase hat sie mitgemacht, seit 8.2016. da es aber immer wieder reglm bergab ging, vor allem ab 1.8.2017,
ist ihr vermutlich zu viel geworden zitat: "ich will nich immer wg deiner erkrankung zurückstecken" das tut richtig weh.
08-09 2016 sertralin u mirtazapin
10.2016-01-2017 duloxetin und mirtazapin
30.01 2017 abgesetzt für 14 tage
02-2017 rückfall, für 1 monat venlafaxin und mirtazapin
04.2017 dazu noch lamotrigin mirtazapin
06.2017 umstieg auf ixel + mirtazapin
07.2017 umstieg auf cipralex +mirtazapin
09.2017 umstieg duloxeting 60mg + mirtazapin 30mg (5htp probiert, schwree nebenwirkungen serotonin syndrom)
Diagnose: Rezidivierende depressive Störung

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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon Lisamarie » Montag, 25.09.17, 10:06

Hallo, das ist echt traurig wenn man aus solchem Grund verlassen wird, gut Wetterfreunde findest du an jeder Ecke, wertvoll der der auch in schlechten Zeiten bei einem bleibt.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen, berufsunfähig.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:

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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon Jamie » Montag, 25.09.17, 10:23

Hi f332,

moin moin :)

ja ich denke ich hab hier einen denkfehler drinn, ich wollte immer viel geld haben, mehr als andere haben. deswegen wäre ich eben so enttäuscht, dies jetzt alles hinzuschmeissen,schlechter sein als andere.


Ich bin kein Therapeut, aber da ist tatsächlich ein Denkfehler drin.
Etwas haben zu wollen ist OK, viel haben zu wollen im Prinzip auch (wobei ich ehrlich gesagt hoffe, dass du deswegen nicht gierig, geizig oder egoistisch bist, denn das gibt es genug in der Welt), aber du bist eben nicht schlechter als andere, wenn du weniger hättest.
Du koppelst deinen Selbstwert und dein Lebensgefühl an deine Besitztümer und dein Konto, das ist ein Fehler. Wenn du alles verlieren würdest, was bliebe denn dann noch von dir übrig?
Aus deiner Warte aus gesehen vermutlich nicht viel, aber ich darf dir versichern, der Wert eines Menschen hat nichts mit dem Kontostand zu tun.

Ich habe beispielsweise nur sehr wenig zum Leben, aber deswegen bin ich doch nicht weniger wert als du?
Unsere Gesellschaft denkt zwar "Haste nix, biste nix", aber das ist eine zutiefst verachtenswerte Einstellung.
Ich glaube, ich habe viel zu bieten, auch wenn mein Konto nicht gefüllt ist.
Ich musste auch lernen, dass ich nicht deswegen ein schlechterer Mensch bin, weil ich nicht arbeiten kann und wenig habe; und ab und an stolpere ich immer noch drüber, aber dieses Spiel mag ich nicht mehr mitspielen. Ich habe dafür andere Qualitäten und Talente.

Grüße
Jamie
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Re: schlimmes morgentief

Beitragvon f332 » Montag, 25.09.17, 10:55

aktuell graut es mir, meinen chef zu sagen, du bist 9 wochen krank, weil du in therapie musst, aber ich habe es nun wirklich nötig, irgendwie will ich das nicht eingestehen, ka wiso. aber es ist richtig, geld macht nicht glücklich, habe im herbst 2 enten gekauft für 30 euro und nun sind sie zu 6t. sie leben am berglsteiner see, geht mal ein in google berglsteiner see. sooft ich kann, gehe ich dort hin, und füttere sie. ist ein seee 50km östlich von innsbruck.
08-09 2016 sertralin u mirtazapin
10.2016-01-2017 duloxetin und mirtazapin
30.01 2017 abgesetzt für 14 tage
02-2017 rückfall, für 1 monat venlafaxin und mirtazapin
04.2017 dazu noch lamotrigin mirtazapin
06.2017 umstieg auf ixel + mirtazapin
07.2017 umstieg auf cipralex +mirtazapin
09.2017 umstieg duloxeting 60mg + mirtazapin 30mg (5htp probiert, schwree nebenwirkungen serotonin syndrom)
Diagnose: Rezidivierende depressive Störung


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