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Kaenguru70: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Katharina
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Katharina » Sonntag, 20.05.18, 8:04

Liebe Sarah!

Ich meinte einen Therapeuten nur privat für den Fall dass du nicht mehr Zeit bekommst als 20 Minuten

ich habe gehört das es manchmal der Fall ist
das ein Gespräch nur aus 20 Minuten besteht

deshalb dachte ich zur Not müsste man um privat bitten oder vielleicht zusätzlich zu der Kassenleistung eine private Leistung bitten sollten die Gespräche zu kurz sein wenn es Du 45min erhälst und es Dir genügt ist es ok,

(Ein Suchttherapeut ist mir wichtig als private Zusatzkontrolle)

Alles Liebe, Sarah


ich wünsche Dir so sehr einen angenehmen Tag ohne diese irritierenden Themperatur Empfindungen
sie sind sehr anstrengend,

(ich dachte lange was ist dabei, dann zieh' ich mich eben um.

Es ist der Körper der unter den Themperatur Unterschieden die bei mir sehr schnell aufeinander folgen, in großen Streß gerät.

Ich habe lange nicht verstanden weshalb ich so sehr nervös, oft agressiv reagiere,
'nur' weil mir heiß und kalt im Wechsel ist,

es ist aber mehr denn es ist oft eine aggressive Eiseskälte die oft nicht mit Decken oder Kleidung zu verändern ist

und dazu noch ganz unabhängig von der wirklichen Themperatur, wenn ich dann auch noch sehr müde bin macht mich das rasend zu mal so seltsam dass klingt, ich es oft nicht verändern kann.

Ich habe bemerkt das es bei mir auf massive Verspannungen zurück zu führen ist.

Schaffe ich es noch zu entspannen, verschwinden manchmal diese Kältemissempfindungen die schmerzhaft sein können, gerade nach Anstrengenung, auch innen im Bauchbereich.
Manchmal hilft mir ein Wärme Pflaster.

Es ist ein weiterer Ausnahmezustand, so empfinde ich das
sowie es extreme Symptome oder extreme Gefühle sind:(

🍀

Liebe Grüße, Katharina
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Jofab » Montag, 21.05.18, 10:01

Liebe Sarah

auch von mir ganz liebe Grüsse -
und danke dir noch, dass du so lieb geschrieben hast !

Tut mir leid, dass du solche Symptome hast nach der Reduktion.

Aber bitte reduziere nicht zu schnell. Ich weiss nicht, ob 4 Monate nicht zu kurz angesetzt sind.

Ich würde dir gern mehr schreiben, aber im Moment ist mein Kopf leer.

Wünsche dir, dass dein Tag erträglich ist und du alles schaffst, was du möchtest.

Drück dich ganz fest :hug:
Ilse
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Montag, 21.05.18, 17:45

Hallo ihr Lieben,

mir geht es heute nicht gut, die letzten Tage standen die körperlichen Symptome im Vordergrund, jetzt bin ich eher depressiv und lethargisch.
Bei meinen Depressionen bin ich immer noch eingermaßen schwingungsfähig, ich könnte sie sehr gut verstecken.
Ich hoffe, dass ich hier nochmal jammern darf.
Ich habe ja immer Einiges zu tun und wenn es nur zur Aufrechterhaltung der Situation dient, wie Blumen gießen, Kochen Wäsche.
Mir kommt meine Kraft so wenig vor im Vergleich zur anliegenden Arbeit.
Manchmal ist man ja schon glücklich, wenn man sich ins Bett legen könnte. Das würde mich jetzt sogar noch zusätzlich deprimieren. :cry:

Ich kann bei körperlichen Symptomen den Entzug besser erkennen, bei seelischen nicht, da könnte ja auch die Grunderkrankung im Spiel sein. Aber im Moment müsste es mir von der Situation her so schlecht nicht gehen.

:evil: :frust: :evil:

Es ist anstrengend und ich hoffe, dass es uns allen bald besser geht.

Liebe Katharina und liebe Ilse, danke für eure Nachrichten. Ilse ich habe ja bei dir geschrieben.
Schönen Feiertag
Sarah
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 22.05.18, 7:55

Liebe Sarah,

Versuch doch mal, Finchen eine PN zu schrieben, ob sie mal wieder rein schaut. Manch haben ja auf Mailbenachrichtigung bei PN gestellt und so kriegt sie das vielleicht mit!

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 22.05.18, 8:20

Und Albertine hat es auch geschafft, sich ihrer Ausgangsproblematik zu stellen und den Benzos Ade zu sagen. Sie hat eine Traumatherapie gemacht, sie könntest du auch fragen.
memberlist.php?mode=viewprofile&u=10240

Murmeline
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Samstag, 26.05.18, 12:33

Guten Morgen,

Ich bräuchte bitte mal eine Rückversicherung, dass man sich jetzt im Benzoentzug soooo schlecht fühlen kann/darf.

Es geht um die HITZE:
Ich war schon immer empfindlich, aber jetzt geht gerade gar nichts mehr.
Es fühlt sich wirklich an wie Grippe ohne Erkältungssymptome.
Ich musste mich gestern beim Schuhe kaufen an den Regalen festhalten, sonst wäre ich umgefallen. Es ist kein Drehschwindel , es fühlt sich mehr an, als wenn man zum Boden hingesogen wird.
Ich bin fast zu schwach, um zu laufen. Normale Hausarbeit ist nicht möglich, eigentlich kann ich heute nur in den Keller gehen, dort steht eine Couch, das Wohnzimmer hat schon 25 Grad.
Ich schwitze nicht mehr als sonst, aber die Umgebungstempetatur fühlt sich an wie 35 Grad und mein Gesicht fühlt sich heiss an. Alles verursacht Kopfschmerzen, ich kann mich auf nichts konzentrieren.
Körperlich geht es mir richtig schlecht, so ist kein Alltag mehr möglich, wenn es weiter so heiss bleibt und ich so darauf reagiere.

Ich habe schon fast überlegt aufzudosieren, aber es würde mich sehr desmotivieren und ich komme mit dem Diazepam auch nicht so toll zurecht.
Vielleicht stünden die NW in keinem Verhältnis zu den Entzugssymptomen, ich weiss es nicht.

Für mein Erfolgsgefühl wäre es mir auch wichtig zu wissen, ob man rechnet,
dass 0,25 mg Alprazolam 2,5 mg Diazepam entspricht, oder 5 mg Diazepam.
Ich weiss was in den Tabellen steht, aber wie sind eure Erfahrungswerte.
Ich muss mich motivieren , um durchzuhalten.

Ich habe keinerlei Verlangen nach Medikamenten, mittlerweile muss ich mir abends einen Wecker stellen, aber ich will das dieses Gefühl aufhört. Mir platzt der Kopf.

Ich halte mich nicht in der Sonne auf und gehe schon nicht mehr raus, ich trinke und esse genug.

Kann mich bitte jemand im Laufe des Wochenendes beruhigen? Ich danke euch, dass ihr euch immer so gut um uns kümmert. Ich schreibe auch nur, wenn gar nichts mehr geht, wie jetzt.

Wünsche schönes Wochenende
Liebe Grüsse
Sarah
Zuletzt geändert von LinLina am Samstag, 26.05.18, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Name auf Wunsch geändert
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Eva » Samstag, 26.05.18, 12:51

Hallo Sarah,

ganz sicher wird Hitze im Entzug oft noch schlechter vertragen als sonst. Ich selbst nehme bei starkem Kopfweh im Ausnahmefall auch mal eine Ibuprofen oder ein Apirin ein - das kann aber auch nicht jeder vertragen, deshalb darf ich es Dir nicht empfehlen; man muss es ggf. für sich selbst herausfinden, ob so etwas geht oder eventuell die Sache noch zuspitzt.

Der einzige Trost, den ich habe: Alles wird im Benzoentzug allmählich besser. Nicht ängstigen lassen von den schlimmen Verläufen; zum Glück sind ja nicht alle so, nur die, bei denen es besser läuft, schreiben hier nicht (oder wenig).

Zum Vergleichswert der Benzos kann ich Dir leider nichts sagen.

Liebe Grüße.
Eva
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Samstag, 26.05.18, 13:04

Hallo Eva,

es ängstigt mich gerade sehr, dass es mir körperlich soooo schlecht geht, das bin ich nicht gewohnt.
Als Kind bin ich zweimal ohnmächtig geworden, man hat festgestellt, ich habe bei der Geburt zuwenig Sauerstoff bekommen.
Es hat sich gestern genauso angefühlt, ganz schlimm. Ich bin nicht fähig etwas zu tun und das kann so nicht bleiben.

Ich habe schon fast den Gedanken mich im Krankenhaus durchchecken zu lassen.
Es ist nicht so, dass ich Kopfschmerzen nicht ertrage, bis zu einer gewissen Stärke zur Not täglich, aber dieses Grippegefühl und Angst haben sofort ohnmächtig zu werden geht gar nicht :?
Es sind keine Schmerzen im eigentlichen Sinne, vielleicht eher dass der Kopf immer grösser wird und warm ist :o .

Psychisch bin ich auch gerade völlig erschöpft, es gibt ja im Alltag für mich Einges zu tun.

Ein theoretischer Ausfall :( ist schwer vorstellbar.
Dann müssten die Kinder selber kochen und lernen wie man Wäsche macht. Nee, das geht nicht, ich muss wieder fit werden im Laufe der nächsten Tage. :?

Danke fürs antworten.

Ich hoffe es meldet sich noch jemand mit Erfahrung von schwererem Verlauf.

Lieben Gruss
Sarah
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Samstag, 26.05.18, 13:17

Hallo nochmal,
Vielleicht ist es nicht die Wärme schuld, ich weiss es nicht. Es ist keine Panik oder Angst.
Bei Depressionen habe ich zwar keine Kraft, aber nicht diese Kreislaufprobleme.
:cry: mir ist echt komisch.
Sarah
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Clarissa » Samstag, 26.05.18, 13:35

Hallo Sarah.

Hier meldet sich jemand mit schwerem Verlauf, aber ich glaube, Einzelheiten wären nicht das, was Du gerade lesen möchtest.

Immerhin möchte ich dalassen, daß sämtliche Deiner Symptome leider auf den Benzoentzug und jahrelangen PP-Gebrauch rückführbar sein können.

Ich werte und verurteile nicht, bei mir war es ja nicht anders.

Die Symptome sind teils abstrus und mir nur mit "gereiztem ZNS" erklärbar.

Mir tut jeder ehrlich leid, der das durchmachen muß.

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 26.05.18, 13:43

Hallo Sarah,

du hast schon viel geschafft. Zum Ende hin wird der Entzug oft schwerer und deine Symptome klingen sehr nach Entzug.
Gerade das Hitzegühl ist sehr typisch.

Hast du die Möglichkeit zu Hause oder mal in einer Apotheke deinen Blutdruck checken zu lassen ? Dann wüsstest du zumindest, ob er wirklich im Keller ist oder ob es eher ein Gefühl ist.

Die Hitze triggert ganz sicher zusätzlich. Es ist auch sehr schwierig, wenn man funktionieren muss.
:hug:
LG Ute
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von LinLina » Samstag, 26.05.18, 14:00

Liebe Sarah :-)

ich kann dich beruhigen, es ist völlig normal im Benzoentzug richtig heftige Symptome zu haben, die sich anfühlen als wäre man schwer krank.

Ich selbst hätte während meines Benzo Entzugs mich niemals um Familie kümmern können. Ich war wie schwer krank, habe es gerade so geschafft etwas zu trinken und zu essen an den meisten Tagen. Meist erst Nachmittags aufstehen können, nichts denken oder selbstständig machen können, außer an etwas besseren Tagen oder Momenten.

Ich hatte Zittern, Schwitzen/frieren abwechselnd, Herzrasen wie verrückt, Schwindel, einfach als ob der Körper komplett durchdreht und ich permanent in einer "Stress- und Quäl" maschine drinhänge. Und dazu ein mieses, elendes Gefühl, kaum zu beschreiben. Wenn ich es mal geschafft habe rauszugehen und dabei jemanden getroffen habe, habe ich immer gesagt ich habe die Grippe, sonst wäre mein Zustand schwer zu erklären gewesen, ich habe mich auch so gefühlt wie mit einer schweren Dauergrippe über Monate.

Alle diese Symptome sind nach dem Absetzen bei mir zum glück bald wieder verschwunden - während dessen konnte ich auch meist gar nicht mehr unterscheiden - ist das echt alles Entzug? Ja, war es.

Es muss nicht ganz so heftig werden wie bei mir, ich war zu schnell unterwegs.

Wenn du sagst dass du einigermaßen fit sein "musst", und auch grundsätzlich, ist es ratsam den Entzug so langsam zu machen dass es möglichst nicht zu ganz so heftigen Symptomen kommt, auch in der kleinen Dosierung. Ich würde zumindest versuchen, ob du mit mehr Geduld nicht die schlimmen Symptome verhindern kannst. Es geht ja nicht nur darum auf null zu kommen, sondern dass es dir dann auch möglichst ok geht und die Symptome auch nach null bewältigbar bleiben und sich hoffentlich bald bessern.

Ungeduld und Alltagsfähig bleiben passt leider oft nicht zusammen im Entzug :?

Aber manchmal kann man auch nichts machen, manchmal erwischt einen der Entzug so stark. Ich verstehe dass du "eigentlich" für deine Kinder da sein musst (sie sind doch ich glaube schon recht groß - meine Meinung: sie sollten tatsächlich kochen und Wäsche machen lernen so dass sie es zumindest zeitweise machen können, das wird ihnen später eher zugute kommen).

Ich denke, manchmal ist das eben so, und gehört zum Leben dazu. Ich glaube, es muss keine traumatische Erfahrung für deine Kinder sein, wenn ihr damit offen umgeht und eure Familie insgesamt recht stabil ist. Wenn du eine schwere körperliche Diagnose hättest, z.b. eine schnell fortschreitende MS oder auch nur "einfach" eine schwerere Infektion die Monate dauert bis du wieder fit bist, müsste die Familie ja auch lernen damit umzugehen :? ein Entzug ist eigentlich nichts anderes als eine zeitlich begrenzte, mehr oder weniger schwere körperliche Erkrankung, du bist in dieser Zeit körperlich arg in Mitleidenschaft gezogen und in diesem Fall ist es ja zeitlich begrenzt und du wirst wieder bessere Tage haben.

Du machst etwas ganz wichtiges für dich und letztlich auch für deine Familie indem du die Benzos entziehst. Ein Entzug ist nicht immer, aber oft sehr, sehr schwer. Unglaublich schwer. Das ist uns vielleicht gar nicht so bewusst, was wir da eigentlich großes und wichtiges angehen und leisten :? Das müssen wir uns immer wieder sagen. Für mich zumindest ist der Entzug das schwerste, was ich in meinem Leben gemacht/durchgestanden habe und obwohl ich noch relativ jung bin habe ich doch schon, ich würde sagen mehr schwere Zeiten als einfache erlebt, also wer einen schwereren Entzug geschafft hat, hat in meinen Augen wirklich bewundernswertes und starkes geleistet.

Alles Liebe
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell: 0,01 mg Mein Thread
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Eva
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Eva » Samstag, 26.05.18, 14:05

Hi Sarah,

ich nochmal.

Du hast in wenigen Monaten abgesetzt auf jetzt noch 20 % der Ausgangsdosis. Das klingt nach sehr viel und auch schnell ... vielleicht doch zu viel, zu schnell?

Ganz wenig aufzudosieren bei unerträglichen Symptomen - ich weiß nicht, ob das für Dich infrage kommt, dazu könnten Dir die Erfahrenen vielleicht noch etwas sagen.

Liebe Grüße,
Eva
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von weg » Samstag, 26.05.18, 14:44

hi sarah
LinLina hat geschrieben:
Samstag, 26.05.18, 14:00
Liebe Sarah :-)


Du machst etwas ganz wichtiges für dich und letztlich auch für deine Familie indem du die Benzos entziehst. Ein Entzug ist nicht immer, aber oft sehr, sehr schwer. Unglaublich schwer. Das ist uns vielleicht gar nicht so bewusst, was wir da eigentlich großes und wichtiges angehst und leisten :? Das müssen wir uns immer wieder sagen. Für mich zumindest ist der Entzug das schwerste, was ich in meinem Leben gemacht/durchgestanden habe und obwohl ich noch relativ jung bin habe ich doch schon, ich würde sagen mehr schwere Zeiten als einfache erlebt, also wer einen schwereren Entzug geschafft hat, hat in meinen Augen wirklich bewundernswertes und starkes geleistet.

Alles Liebe
Lina

ich möchte das was lina schreibt kräftig unterstreichen. ich habe in meinem thread geschrieben, dass dieser entzug, den ich jetzt gerade durchstehe - für mich schlimmer ist als meine brustkrebserkrankung. dies sowohl physisch und psychisch. auch einen verstümmelten körper zu haben ist für mich nicht schlimm.

es gibt da unterschiede. als ich krebs hatte / habe darfst du krank sein. es wird heute besser toleiert. ich konnte auch überall darüber sprechen und an meiner glatze und abmagerung sahen das sowieso alle.

PP - entzug muss man verbergen. das allein ist schon eine riesige bürde. das ist psychisch und physisch fast nicht zu verkraften. niemand versteht einem. nicht mal die eigene familie. für mich ist es auch schon schwierig all die symptome selber zu verstehen und zu akzeptieren. (im moment sitze ich bei 30 grad in winterklamotten herum :frust: .

ihr seid ja mehr oder weniger eine gesunde familie. vielleicht schaffst du es über deinen mann, dass die teenis verständnis aufbringen könnten. ich erhoffe mir, dass ihr offen über eure jetzigen aufgaben verhandeln könnt. ich könnte mir denken, wenn du etwas von all deinen aufgaben abgeben könntest, du nicht so stark getriggert würdest und auch nicht über eine dosiserhöhung nachdenken müsstest.

konkret würde das heissen, dass deine kinder die essensmenues erstellen, einkaufen gehen, kochen, aufräumen. auch die wäsche gehört dazu - und das hat dein mann denen zu befehlen und auszuhandeln.

ihr seid alle bald erwachsen und euer haushalt wird mehr und mehr eine wohngemeinschaft. in wohngemeinschaften haben alle mitglieder eine aufgabe (ich habe viel in wohngemeinschaften gelebt). aber dazu schreibe ich dir jetzt nicht mehr weiter.


herzlich
weg
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Samstag, 26.05.18, 15:31

weg hat geschrieben:
Samstag, 26.05.18, 14:44

PP - entzug muss man verbergen. das allein ist schon eine riesige bürde. das ist psychisch und physisch fast nicht zu verkraften. niemand versteht einem. nicht mal die eigene familie. für mich ist es auch schon schwierig all die symptome selber zu verstehen und zu akzeptieren. (im moment sitze ich bei 30 grad in winterklamotten herum :frust: .

herzlich
weg
DAS IST DAS SCHLIMMSTE!!!!!
Verbergen und Aushalten.
Ds verstehen nur Betroffene oder Studierte (manchmal).

Sarah :cry:
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Samstag, 26.05.18, 15:44

Huhu,

Ich danke euch, es war gut beruhigende Worte zu lesen. Ich habe manches davon meiner Familie zum Lesen gegeben.
Wahnsinn, wie schlecht es einem gehen kann und ich habe wirklich auch schon einiges mitgemacht.
Wenn ich liege ist es auszuhalten. Immerhin, aber mehr geht nicht.
Allerdings sollte man dafür schon dankbar sein, schlimmer geht immer.

Nochmal zu meiner Absetzmenge.
Da die Umrechnung von Alprazolam auf Diazepam so unterschiedlich gehändelt wird, habe ich entsprechend mehr oder weniger abgesetzt.
Ausgehend von 0,25-0,375 mg Alprazolam,
was 5 bis 7,25 mg Dia oder 2,5 bis 3,75 Dia sein können. Das ist immerhin ein Unterschied um 50% :o .
Dann wäre ich jetzt auf 0,122 mg Alprazolam oder 0,061 mg.
Plötzlich klingt es nicht mehr nach viel.
Diese Umrechnungsdifferenz fuchst mich.
1:20 wäre schöner.

Ich hoffe euch geht es besser als mir.
LG
Sarah
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Sonntag, 27.05.18, 11:37

Guten Morgen liebe Moderatoren, liebe Jamie,

Mir ist das so unheimlich wichtig, daher nochmal die Frage, wie rechnet man meistens Alprazolam in Diazepam um?

Zur Erklärung, ich habe gestern bei Lina gelesen, dass sie sich nach einiger Zeit des Absetzens ein Foto gemacht hat von den Tabletten die sie abgesetzt hat und daneben lagen die, die sie noch nimmt. Das motiviert.
In diesem Sinne ist es für mich ein Unterschied,
ob 1 mg Alprazolam 20 mg Diazepam sind oder nur 10 mg.
Ashton Maual sagt 1:20. Ich las aber auch schon 1:10.

Habt ihr Rat?

Gestern habe ich mich sehr viel ausgeruht, mal sehen wie es mir heute geht.

Lieben Dank an euch , ihr kümmert euch so nett, obwohl ihr selber so belastet seid.

Schönen Sonntag
Sarah
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von LinLina » Sonntag, 27.05.18, 12:00

Liebe Sarah :-)

erfahrungsgemäß ist es individuell unterschiedlich ob man eher mit 20 oder mit 10 mg Diazepam umrechnet.

Es kommt unter anderem meiner Meinung nach auch auf die Dosishöhe an.

Im niedrigen Dosisbereich wo du ja bist muss man manchmal eher etwas mehr Diazepam nehmen um ausreichend Wirkung zu haben und das Alprazolam zu ersetzen, im hohen Dosisbereich dafür eher nicht so viel weil es einen sonst arg weg dämpft.

Ich würde grob sagen, im unteren Dosisbereich (unter 0,5 mg Alprazolam) eher 1:20 und im oberen Dosisbereich (über 2 mg Alprazolam) eher 1 : 10 und dazwischen etwa 1:15. Aber wie gesagt es ist individuell, oft ist es irgendwas dazwischen.

Das Diazepam wirkt etwas weniger Angstlösend als das Alprazolam, dafür mehr Muskelentspannend und sedierend, es kommt deswegen auch ein bisschen auf Grundproblematik an ob man mehr oder weniger braucht um es zu ersetzen.

Bei Ängsten braucht man meinem Gefühl nach eher etwas mehr Diazepam um eine äquivalente Wirkung zu haben. Aber auch das kann individuell unterschiedlich sein, z.b. kann es auch sein dass der eine das Diazepam schneller verstoffwechselt als der andere und daher unterschiedliche Dosierungen benötigt werden.

Hilft dir das weiter?

Ich denke in deiner Situation mit der kleinen Menge ist die Substitution eher 1:20, also völlig in Ordnung so wie du es gemacht hat.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Kaenguru70 » Sonntag, 27.05.18, 12:07

Liebe Lina,

Ja die Erklärung leuchtet mit ein, dann habe ich also wirklich 75% geschafft.

Jetzt muss ich durchhalten.

Gerade hat mein Sohn mir wieder entgegengesetzt, wie es denn sein könnte, dass ich vielleicht ein ganze Jahr 'krank' sprich entzügig bin. :evil: . Er war sehr frech und das ist hart.

LG
Sarah
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Katharina
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Re: Alprazolam abgesetzt, nun Diazepam ausschleichen, bitte um Begleitung

Beitrag von Katharina » Sonntag, 27.05.18, 13:45

Liebe Sarah !

was heißt verbergen müssen

Verbergen müssen hinterlässt in einem immer ein schlechtes Gefühl
als sei man ein schlechter Mensch
als hätte man versagt

das würde ich nicht zulassen
und wenn ich mir für eine Zeit irgendetwas ausdenken damit die andern Ruhe geben

du bist nicht krank du reduzierst etwas

und wenn dein Sohnemann meint was das denn sei über ein Jahr lang krank zu sein
nenn ihm ihn mal junge Menschen
lebenslang krank.

Ich war mit meinem Teenie vier Tage in Köln
eine große Jammerei,
extrem bockige Zeit
ja, sie war extrem bockig
und mir ging es extrem schlecht: über 30 Grad !!
Ich solle das doch selber tragen ich hätte doch selber einen Rucksack und so weiter

ich war so sauer
ich hab gesagt : “ immer schön beten
hoffe bloß gut das du immer schön gesund bleiben mögest.“

wenn man mich fragt was ist
dann sage ich:
ich habe Medikamente nehmen müssen
ich muss diese Medikamente jetzt reduzieren
das ist schwierig.

Und ich möchte das nicht erläutern ich habe so viel damit um die Ohren
lassen Sie uns bitte über etwas Angenehmes sprechen ist es nicht ein schöner Tag heute oder schauen Sie mal dort ist der Spargel so günstig bloß keine Krankheits Gespräche,Dankeschön.

Sarah, die meisten Kontakte die ich habe sind die in der Nachbarschaft
und selbstverständlich fragen diese
was ist denn die Katharina ?

Und was meinst du wie ich in der Zwischenzeit aussehe ich habe zehn Kilo verloren
bin weiß wie die Wand
Wie ich durch die Gegend schleiche hier
früher war ich flink na und ?

Sie wissen alle Bescheid: ich habe Medikamente nehmen müssen nun muss ich sie reduzieren ich kann sie nicht weglassen und das dauert
das dauert lange es nervt.

Wenn du Pech hast sagt ein Gegenüber:
das kenne ich übrigens auch

Meine andere Nachbarin ihr EnkelSohn ist glaube ich etwas älter er ist fast 20
esCitalopram

nachschauen im Internet !
habe ich gesagt

sonst ist mein gesamter Alltag 24 Stunden nur mit diesem Thema beschäftigt und eventuell auch noch RechtFertigung ?
nein.
Seit 2002 Medikamente und dann darüber reden in unbeschwerten Momenten die ich kaum habe?

Das ist keine Krankheit hier, das ist ein Zustand.
Dieser Zustand lässt einen Krankheits -Symptome haben

richtige Grippeattacken ( ich habe schon Fieber gemessen obwohl ich nie Fieber hab.)

richtigen Husten

richtigen Schnupfen

richtige Kopfschmerzen

richtige Gliederschmerzen

Unter Hitze leider wirklich Kreislaufkollaps
und auf den Sommer verzichten müssen
Sarah, auch das noch ;-((((

ich solange das so ist wie momentan
kann erst ab 17:00 Uhr vor die Türe
besser um 19:00 Uhr

Gottseidank haben die Geschäfte bis 20:00 Uhr auf
ich riskiere es sonst, an irgend einer Ecke auf einem Poller zu sitzen und nicht mehr weiter zu kommen
oder in der Kühlabteilung am Kühlregal zu stehen und ein bisschen warten zu müssen

die andern müssen das begreifen
Klartext.
und dann nie wieder darüber reden

das hat hier bei mir auch nicht geklappt
darauf hin habe ich eine E-Mail verfasst
und in regelmäßigen Abständen versende ich diese
weil ich es leid bin
weil es mich belastet
immer das Gefühl zu erhalten
ich müsste anders sein

ich bin so wie ich bin
vielleicht noch Jahrzehnte
oder in meinem Alter plus der hohen Dosierungen bis an das Ende meines Lebens
Das ist meine Sache .

! und ich will in Ruhe gelassen werden !

Es hat sich niemand ein Urteil zu bilden
kein Arzt
kein Familienmitglied
kein Nachbar
kein niemand

nicht mehr und nicht weniger

auch die Youngsters können googeln

wenn ich mit einem richtig nervig bin, ist es mein strenges Wiederholen: "..du musst mir versprechen Psychopharmaka / Antidepressiva zu googeln beziehungsweise jedes Medikament welches jemals in deine Hände geraten möge."

ich war die Aklererste in meiner Klasse
in der ersten Klasse -
die im Stande war, meiner Mutter einen Kaffee zu kochen ich habe sehr schnell bügeln gelernt
und auch andere Hausaufgaben als sehr junges Kind gemacht und ich war stolz wie Oskar,
Kartoffeln habe ich zuerst abgegossen wie Eier.
Wäsche sortieren
die Waschmaschine zu bestücken
herauszunehmen
aufzuhängen
eh tolle einfache Materialien heute
mit den heutigen Hilfsmitteln sollten die jungen Leute können.

Sie können auch Google play Karten einlösen und Kreditkarten in den Bankomat schieben.


mein Teeny hat gesagt:
ich bügle nie

was hat sie gemacht ?
den Stoß einer ganzen Woche weg gebügelt !

es ist auch Eigenständigkeit für Sie
wenn sie das dann schon mal können

wenn es plötzlich heißt zehn Tage dort Schulaustausch
wissen sie nicht wie sie ein T-Shirt zusammen falten soll
das ist Mist.

gibt ab Sarah

Es gibt immer wieder so schöne Momente in denen es wirklich eine Riesen Freude macht sie zu verwöhnen
so richtig rundum und ganz und gar.

aber die BasisDinge
die müssen drin sein

meines Erachtens mindestens mit zwölf Jahren
sonst ist man ja quasi unmündig:
kein staubsaugen
kein staubwischen
ich glaub es geht los

Ich sehe noch den beleidigten Blick die Teller aus der GeschirrSpülmaschine heraus nehmen zu müssen
ja wo sind wir denn gelandet ?

Selbst die Erdbeeren herzurichten ist zu viel
ich glaub es geht los
Und von dem kleinen Schraubenzieher
auf den ich seit zwei Tagen warte
davon rede ich hier gar nicht erst
sonst platz ich auf der Stelle.

Der Sohn meiner Cousine sagte als er eine Pizza aus dem Keller holen sollte:ich bin doch nicht dein Sklave
die Mutter: wer fährt dich von A nach B zum Sport und zurück ?Schluss das war’s: Bus und Bahn.

:huges:

Herzlich Katharina

Katharina
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