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Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

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Towanda1
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Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 27.05.18, 10:44

Hallo,

seit einiger Zeit lese ich hier sehr aufmerksam mit und möchte allen danken, die so ausführlich hier berichten. Aufgrund einiger offener Fragen stelle ich mich nun hier vor:

Die ganze Odyssee begann vor einem Jahr: Ich hatte im Juni 2017 eine Virus-Infektion, hohes Fieber, hohe Entzündungs- und Leberwerte, Bakterien im Urin. Da niemand genau sagen konnte, was es ist, tippte man auf eine Virusgrippe. Wegen meines künstlichen Kniegelenks verordnete der Hausarzt ein Antibiotikum namens Ciprofloxacin. Nach 4 Tagen Einnahme hatte ich meine erste Panikattacke, Herzrasen, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme in 4 Wochen 6 kg. Nach 4 Wochen war der Spuk vorbei und niemand stellte den Zusammenhang mit dem AB her.
Geblieben sind Muskel- und Gelenkschmerzen, immer mal wieder Schwindel und etliche sonstige kleine Zipperlein, die ich als Alterszipperlein abtat.

5 Monate später wie aus heiterem Himmel schlugen die Panikattacken wieder zu, ich stürzte in eine Depression. Wieder Angst, Panik, Schlaf- und Appetitlosigkeit. Ich ging zu meinem Hausarzt, Blutbild und sonstige Untersuchungen alles ohne Befund. 4 Wochen schleppte ich mich so dahin mit 2-3 Stunden Schlaf und wenig bis gar nichts essen, wieder waren 6 kg weg, der HA verschrieb Johanniskraut hochdosiert. Mein Zustand verschlimmerte sich eher noch. Ich bekam Diazepam, keine Besserung, aber am nächsten Tag einen Höllenritt aus Angstattacken und Dämmerschlaf. Der HA wechselte auf Zopiclon, trotzdem konnte ich nur 3-5 Stunden schlafen und der Allgemeinzustand wurde eher schlechter.
Er empfahl zu den Johanniskraut ein AD, Doxepin 50 mg. Da ich inzwischen wußte,wie empfindlich ich reagiere, begann ich mit 25 mg abends. So konnte ich wenigstens 5-6 Stunden schlafen. Nach einer Woche Erhöhung auf 50 mg, die Angstattacken blieben, wurden eher schlimmer. Ich ging wieder zum HA, der erklärte mir sehr abrupt, daß er nun damit überfordert wäre und ich mich an einen Neurologen/Psychiater wenden sollt. Zuhause telefonierte ich in meiner Verzweiflung 10 verschiedene Psychiater ab, Mindestwartezeit 5-8 Wochen auf einen Termin. Da bin ich endgültig zusammengebrochen und rief zum zweiten Mal beim Krisendienst Psychiatrie, den es in Bayern zum Glück gibt, an. Eine wirklich kompetente Dame rief meine Daten vom ersten Anruf auf, redete mit mir, versuchte, mich zu beruhigen, und besorgte mir für den nächsten Tag einen Termin bei einem Psychiater in der Ambulanz.

Der Psychiater war sehr nett und emphatisch, hörte sich meine Geschichte an und bot mir einen Platz in der Tagesklinik an. Gleichzeitig empfahl er eine Umstellung des AD, da in meinem Alter Doxepin wohl nicht wirklich angebracht sei. Das Johanniskraut sollte ich sofort weglassen - ich hatte ja selber die ganze Zeit das Gefühl, daß sich die beiden Mittel nicht vertragen.
Am nächsten Tag, Freitag, lief ich also in der Tagesklinik ein und bekam einen richtigen Schock: 37 Menschen auf einem Haufen, keine Rückzugsmöglichkeit, essen in einem großen Saal, Geräuschkulisse für mich nicht auszuhalten. Über das Wochenende überlegte ich, daß ich die Tagesklinik wieder verlassen werde, aber den Psychiater um Begleitung bei der Medikamentenumstellung zu bitten. Ich war wohl so überzeugend in meiner Argumentation, daß meine Vorschläge alle angenommen wurden.

Am gleichen Tag ließ ich das Doxepin nach 4-wöchentlicher Einnahme weg und begann mit 15 mg Mirtazapin. Inzwischen war auch meine Therapeutin von ihrem langen Weihnachtsurlaub zurück und ich bekam weitere Unterstützung. Die nächsten 4 Wochen waren noch ziemlich schlimm, aber ich konnte wieder essen und auch Schlafen wird zunehmend besser. Lt. Psychiater sollte ich die Dosis in der zweiten Woche auf 30 mg erhöhen, ich ging erstmal auf 18,75 für 2 Wochen, dann auf 22,5. Dabei blieb es bis Mitte Mai, mein Zustand stabilisierte sich immer mehr, die Nebenwirkungen hielten sich in Grenzen.
Die Betreuung hat inzwischen eine niedergelassene Psychiaterin übernommen. Da ich als einzige Nebenwirkung abends sehr stark Kribbelbeine habe, empfahl sie vor 2 Wochen, die Dosis auf 15 mg zu senken. Aus Erfahrung klug ging ich erstmal für eine Woche auf 18,75, dann vor 5 Tagen auf 15 mg. Gestern hatte ich einen schlechten Tag mit Muskel- und Gelenkschmerzen, Durchfall, Stimmungstief. Nach erneutem lesen hier im Forum vermute ich, daß das Absetzerscheinungen sind. Allerdings weiß ich nun auch seit einer Woche, daß meine Depression/Angst/Panik wohl durch das Antibiotikum ausgelöst wurden und die Beschwerden bei einer Vergiftung durch Ciprofloxacin sind den Absetzsymptomen sehr ähnlich und kommen in Schüben.
Ich werde nun einfach abwarten wie sich das ganze weiter entwickelt. Heute geht es mir sehr gut, aber wenn Tage wie gestern sich wiederholen, werde ich wohl wieder ein wenig aufdosieren.

Vielen Dank an alle, die meinen Roman bis hierher gelesen haben!

LG Towanda
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 27.05.18, 10:59

Hallo Towanda,

herzlich willkommen hier im Forum.

Du hast ja einiges durchmachen müssen. Es ist wirklich schlimm, dass man selber quasi Detektivarbeit machen muss, um herauszufinden, was einem fehlt.
:frust:
Für mich hört es sich auch so an, als gehörst du zu den Menschen, die "gefloxt" wurden.
Wir haben hier einen Thread dazu.

viewtopic.php?f=57&t=10157

Es war gut, dass du in Sachen Mirtazapindosierung auf dein Gefühl gehört und von dir aus etwas langsamer vorgegangen bist. Du hast dir damit wahrscheinlich schlimmeres erspart.
Ich lasse dir mal erste Informationen zum Absetzen von Antidepressiva da. Lies dich bitte ein, das ist für das weitere Vorgehen sehr wichtig.

viewtopic.php?f=18&t=12880

Ich denke, du solltest vorerst auf deiner Mirtadosis bleiben und abwarten, ob du dich weiter stabilisieren kannst.

Dies hier ist jetzt dein Thread, stelle bitte alle deine Fragen hier. Du wirst eine Antwort bekommen, auch wenn es manchmal etwas dauern kann. Wir vom Team sind selbst Betroffene.

Wenn du dich für einen Beitrag bedanken möchtest, kannst du das mit dem Daumen hoch Symbol rechts oben im betreffenden Beitrag tun.

Ich wünsche dir einen guten Austausch und einen schönen Sonntag.

LG Ute
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 27.05.18, 11:13

Vielen Dank, Ute, für die schnelle Freischaltung. :) Ich habe hier im Forum schon die letzten Monate schon rauf und runter gelesen und schon viele Informationen gespeichert. Ich finde es toll, wieviel Arbeit ihr hier investiert, um uns allen zu helfen.

Ja, nachdem die Kribbelbeine nach der Reduzierung nachgelassen haben, ist geplant, bis zur vollständigen Stabilisierung die 15 mg beizubehalten. Eine weitere Reduzierung ist erstmal nicht geplant, weil für Gefloxte jede Veränderung sehr dramatisch sein kann. Allerdings weiß die Psychiaterin nicht, daß ich gefloxt bin und meine Wechselzustände evtl. auch davon kommen könnten. Bei meinem letzten Besuch wußte ich das selber noch nicht.

Eine Frage hätte ich schon gleich: Ich habe ja für meine Dosis-Reduzierung die Tabletten (15mg) an der Bruchrille gebrochen und dann mit der Rasierklinge geviertelt. Dabei habe ich gemerkt, daß die Tabletten einen "Überzug" haben, den man abziehen kann - sieht fast aus wie Folie. Ich denke nicht, daß sich das in Wasser auflöst. Wäre es deshalb klug, diese Schicht wegzutun vor dem Auflösen?
Ich werde mal eine Tablette mörsern und dann schaun, was übrig bleibt.

LG Towanda
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 27.05.18, 13:17

Hallo Towanda,

schön, du hast dich schon eingelesen.

Ich setze selbst Mirtazapin mit der Wasserlösmethode ab und das funktioniert sehr gut. Bei mir löst sich die Tablette rückstandslos in Wasser auf.
Da diese "Haut" aber wohl keinen Wirkstoff enthält, sondern nur einen Schutz vor Feuchtigkeit darstellt, wäre es nicht so dramatisch, wenn Flöckchen davon in der Lösung wären


LG Ute
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Jamie » Sonntag, 27.05.18, 15:36

Hallo Towanda, :)

die "Haut" ist ein Film. --> Filmtablette
Er soll die Tablette vor Feuchtigkeit schützen, aber auch die Schluckbarkeit (glatter) erleichtern und vor dem ekligen Geschmack schützen, den der Wirkstoff hat.

Der Film löst sich oft nicht so gut im Wasser und bleibt öfters als Flöckchen auf dem Boden liegen, wenn man es aufzulösen versucht.
Da er aber keine wichtige Funktion hat, ist es nicht schlimm, wenn man ihn nicht zu sich nimmt.

Grüße und willkommen im Forum :)

Jamie
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 27.05.18, 15:46

Vielen Dank, ihr Beiden!
Noch ist es ja nicht so weit, aber nun weiß ich schon mal Bescheid, wenn ich die Wassermethode brauche :) .

LG Towanda
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Olli2018
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Olli2018 » Sonntag, 27.05.18, 18:05

Hallo Towanda

Ich finde das echt heftig, dass du so eine Infektion sogar im Juni bekommen hast. Habe auch in meinem Bekanntenkreis von einer starken Zunahme seltsamer Infektionskrankheiten gehört, die seit der Auflösung der Staatsgrenzen im Jahr 2015 aufgetreten sind.Deine Angst und Panikzustände können vielleicht von dem AB gekommen sein. Es kann aber auch sein, dass es noch eine Folgeerscheinung der Viruserkrankung ist. Ich selber hatte nur ein Erkältungsvirus und habe seitdem starke Probleme.War auch so eine seltsame Erkältung ohne Schnupfen, oder Halsschmerzen, dafür mit viel Bronchialsekret.
Ich hatte schon 2 verschiedene Firmen von Mirtazapin. So eine Beschichtung, welche wie Folie ist, viel mir noch nie auf. Von welchem Hersteller sind deine Mirtazapin denn? Bin auch gerade bei 15 mg. Diese Kribbelbeine kenne ich. Manchmal fing es bei mir im Kopf an und endete dann in den Beinen. Echt nicht vorstellbar, wenn man es nicht selber erlebt hat. Ich bin ständig müde und habe noch andere Nebenwirkungen. Habe die Vermutung, dass ich Mirtazapin irgendwie nicht vertrage. Wünsche Dir eine gute Besserung. Freue mich von dir wieder zu hören

LG Olli
Zuletzt geändert von Ululu 69 am Montag, 28.05.18, 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Der Beitrag wurde nach interner Beratung ausgeblendet.
Ca. 2005: Wegen Antriebsmangel und Depressionen von einem Psychiater ein mir heute nicht mehr bekanntest Antidepressiva verschrieben bekommen. Nur 1 bis wenige Tage genommen. Hatte von dem Medikament ein schreckliches Gefühl bekommen, was alles andere in den Schatten stellte und mich so abschreckte, dass ich lange Zeit kein AD mehr nehmen wollte.

2013-2014: Wegen Depressionen in Behandlung gewesen.
Fluoxetin ?mg so ca 1,5 Jahre genommen. Gut vertragen. Keine schlimmen Nebenwirkungen wahrgenommen. Später wegen Vermutung erhöhter Aggressivität alleine und ohne Probleme relativ schnell abgesetzt.

2014-2018 Johanneskraut, Passionsblume Extrakt, Hopfen , Baldrian

Ca 2015/16 Doxepin ratiopharm 50 mg wegen Unruhe und Panik nach einer Bronchitis. 2 tage nur genommen.

29.03.2018 -30.03.2018 Durch Erkältung mit starkem Bronchialsekret starke Unruhe,Empfindungsstörung Panik und Angst
Opipramol eingenommen.
Vermutlich Unverträglichkeit.Hitze, Herzrasen, und das selbe schreckliche Gefühl, welches ich schon mal damals so 2005 gespürt habe.

16.05.18 Einmal Escitalopram 2,5mg. Noch mal Nebenwirkungen zu meinem schlechten Befinden. Weitere Einnahme schaffe ich noch nicht.

Mirtazapin
31.03.18 = 15 mg
01.04-11.04 = 7,5 mg
12.04-19.04 = 15 mg
20.04-10.05 = 30 mg auf Abend und Morgen verteilt
11.05-13.05 = 22,5 mg verteilt auf Morgens und Abends
14.05-21.05 = 22,5 mg am Abend
21.05 wegen frühen Arztterminam nächsten tag nur 15 mg genommen, um besser Morgens aufzustehen
22.05 =22,5 mg
23.05 -29.05 = 15 mg
30.05 -06.06 = 7,5 mg
07.06- aktuell = 3,75 mg
Wann darf ich mich mal wieder gut fühlen ?

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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 27.05.18, 18:19

Hallo Olli,

ja, das war ein komischer Infekt, nur Fieber, Blase und Leber, kein Schnupfen, kein Halsweh oder sonstige Erkältungsanzeichen. Drüsenfieber, Hepatitis ect. wurde alles getestet und ausgeschlossen.
Mein Problem war, daß ich ein künstliches Kniegelenk habe und somit Bakterien in der Blase wandern und sich dort ansiedeln können. Wäre das nicht gewesen hätte ich das AB wie die ganzen Jahrzehnte vorher, einfach verweigert. Aber so hatte ich Angst, daß dem Gelenk was passiert.

Das Mirtazapin ist von TAD-Pharma - und *vordenKopfklatsch* es steht drauf "Filmtabletten" - wer lesen kann ist klar im Vorteil :P :D

LG Towanda
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von LinLina » Montag, 28.05.18, 7:22

 ! Nachricht von: LinLina
Der Beitrag von Olli wurde erstmal ausgeblendet, bis wir uns im Team beraten haben

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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 28.05.18, 12:39

 ! Nachricht von: Ululu
Nach interner Beratung wurde die Diskussion ausgeblendet.
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Towanda1 » Montag, 28.05.18, 14:22

Hallo Mitlesen

heute ist ein blöder Tag. Nach 4 Stunden Schlaf um 4 Uhr gutgelaunt aufgewacht, gelesen, dann Eintrübung der Stimmung. Der Appetit ist nicht groß, der Kopf leicht belegt und ich fühle mich schlapp. Die Stimmung schwankt von Stunde zu Stunde - mal etwas besser, dann wieder schlechter. Heute ist Tag 7 nach der zweiten Verringerung.

LG Idgie
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Jamie » Montag, 28.05.18, 14:39

Hallo Towanda, :)

planst du denn jetzt langsamer vorzugehen?
2 Reduktionen innerhalb von 7 Tagen sind sehr schnell.

Ich weiß es ist wegen dem Beinekribbeln /RLS, aber ab jetzt sollten wirklich größere Pausen eingelegt werden.
Wenn du zügiger runter willst, dann wähle lieber höhere Dosen als 10%, aber halte die 4-6 Wochen ein.

Das ZNS baut sich erst nachgelagert und zeitverzögert um; deswegen ist es so riskant, wenn man alle 7-10 Tage abdosiert. Man übersieht und übergeht damit mögliche Komplikationen und die schlagen dann irgendwann mit voller Wucht zu.

Komm gut durch den Tag :group:
Jamie
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Towanda1 » Montag, 28.05.18, 15:14

Vielen Dank, Jamie, für den Zuspruch, das tut gut.

Nein, erstmal ist keine weitere Reduktion geplant. Frühestens im nächsten Frühjahr, wenn ich dann stabil bin.
Die Psychiaterin meinte, wegen des RLS könnte man probieren, ob 15 mg nicht reichen. Sie wäre aber von heute auf morgen von 22,5 auf 15 gegangen - ich habe wenigstens einen Zwischenschritt eingeplant. Hätte ich mich mal vorher hier ans Forum erinnert! :whistle: :(

LG Towanda
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Towanda1 » Montag, 28.05.18, 17:34

Ach ja, wenigstens das RLS ist weg, bzw. mit homöopathisch Zincum nicht zu spüren - somit erstmal Zweck erfüllt. 8-)

LG Towanda
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Towanda1 » Dienstag, 29.05.18, 20:28

Ach Leute, ich freu mich so! Ich habe die letzte Nacht sehr gut geschlafen und heute war ein richtig guter Tag! :party2:
Alle Beschwerden von gestern sind heute wie weggeblasen, der erste Besuch bei meiner neuen Hausärztin war sehr positiv und dann habe ich auch noch im Radio ein Digitalradio gewonnen! Solche Tage könnte es ruhig öfter geben.

Ich werde den Tag heute in meinem Gedächtnis abspeichern als Futter für schlechte Tage

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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von Towanda1 » Mittwoch, 13.06.18, 20:54

Ich möchte berichten, daß ich immer noch stabil bin. Es sind nun 3 Wochen seit der Reduzierung von 18,75 auf 15 mg. Ich hoffe, es kommt nicht noch was nach.

Der weitere Plan ist, mich erst mal um das Ciprofloxacin zu kümmern. Meine HP will eine Ausleitung mit homöopathisch potenziertem Cipro machen. Erst wenn ich das gut verdaut habe, werde ich weiter reduzieren.

LG Towanda
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Re: Mirtazapin und Fluorchinolon-geschädigt

Beitrag von padma » Freitag, 15.06.18, 11:29

hallo Towando, :)

schön, dass du stabil bist.

Wenn du eine Ciproausleitung machst, solltest du wirklich eine Absetztpause machen.
Ich drücke dir die Daumen, dass die Ausleitung greift und keine Symptome triggert.

Lass es vorsichtig angehen.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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