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Absetzen von Zolpidem

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Hoernchen
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Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Hoernchen » Montag, 04.06.18, 11:38

Hallo ihr Lieben Mitleidenden, ich bin neu hier.

Ich habe vor ca 4 Wochen 14 Tage lang 5mg Zolpidem eingenommen. Danach ohne ausschleichen abgesetzt und schon starke Entzugserscheinungen gehabt. (Unruhe, kribbeln in den Armen, Appetitlosigkeit) Nach ca. 1 Woche habe ich, da ich nicht mehr einschlafen kann wieder mit den Tabletten angefangen. Möchte Sie aber so schnell wie möglich absetzen. Könnt ihr mir bitte einen Plan zum richtigen absetzen geben. Habe heute nacht ca 2mg genommen und kaum geschlafen. Mit 5 mg schlafe ich ca. 3-4 h.

Ich danke schon im voraus.
Gruß Hörnchen

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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Li-la022 » Montag, 04.06.18, 11:55

Hallo Hörnchen,

Herzlich willkommen im Forum.

Nach 14 Tagen sollte man eigentlich noch keine Entzugsymptome haben... jedoch reagiert eben jedes Nervensystem unterschiedlich.

Nimmst du noch andere Medikamente ein?

Kann es vielleicht sein das es eher Nebenwirkungen als entzugsymptome sind?
Sind die Symptome mit dem 2mg anders geworden?

Liebe Grüße
Lila
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Diagnose Schlafstörungen / Pannikattacken

März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
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Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!


Heute : 18 Wochen opipramol 0 , 17 Wochen ohne Escitalopram


09.05.18 3. Therapiestunde (Verhaltenstherapie)

23.05.18 Aktuelle Symptome :
Inneres zittern hauptsächlich an den Beinen
inneres zittern direkt nach dem aufwachen (in der Nacht oder früh beim erwachen)
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Hoernchen » Montag, 04.06.18, 12:15

Danke für die schnelle Antwort,

ich nehme seit einer Woche nach Säureblocker wegen einer Magenschleimhautentzündung (nach Iboprofeneinnahme) ein und seit gestern ein Antibiotika wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung. Sind denn die Nebenwirkungen ähnlich wie die Entzugssymptome?
Nach den 2mg habe ich am Tag eine höhere Unruhe und der der dumpfe Druck im Kopf ist höher. Das kann aber damit zusammenhängen, dass ich kaum geschlafen habe.
Die Schlafproblematik fing am 19. April nach einer OP an. Seit dem habe ich noch keine Nacht wieder richtig geschlafen. Es kann auch sein dass ich schon eine leichte Depression habe.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Liebe Grüße Hörnchen
Einnahme von Zolpidem vom 1. Mai bis 14. Mai 2018, 5 mg (Schlaf pro Nacht höchstens 4-5h)
Ab 15. Mai Zolpidem auf null abgesetzt.
Entzugserscheinungen, die ersten Nächte nicht geschlafen, dann die nächsten Nächte ca 1-2h geschlafen

Wiedereinnahme von Zolpidem am 31.Mai, 5mg, Schlaf ca. 3-4h
1.Juni 10 mg, Schlaf aber nur 4-5h
2.Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
3. Juni ca 2mg, Schlaf ca. 1h
4.Juni Gang zum Psychologen, 7,5 mg Mirtazipin eingenommen (wenig Schlaf, oft aufgewacht), eimalige Einnahme
5. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
6. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
7. Juni 4 mg, ca. 3h Schlaf
8. Juni 3,5 mg, ca. 3h Schlaf
9.Juni 3mg, ca. 2h Schlaf (extreme Angstatacken in der Nacht)
10.Juni 2 mg
11. Juni 1mg
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von carlotta » Montag, 04.06.18, 12:24

Hallo,

bei Benzodiazepinen und den verwandten Z-Drugs sind 14 Tage durchaus eine kritische Grenze, an der Abhängigkeit entstehen kann. Deswegen sollten diese auch nie länger durchgängig genommen werden.

Auch bei AD kann es durchaus früher als den immer wieder postulierten 4 Wochen zu körperlicher Abhängigkeit kommen, das ist eine Faustregel, individuelle Abweichungen kommen vor.

Hoernchen, lies Dich bitte hier zu den Grundlagen beim Entzug ein und erstell eine Signatur (Infos dazu ebenfalls unter angegebenem Link):
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... bc6b0e73e6

Liebe Grüße und willkommen hier
Carlotta

Edit: Ich sehe gerade Deinen letzten Post. Gerade bei einem bereits gestressten Nervensystem können die von Dir aufgeführten Medikamente zusätzlich Probleme machen, u. U. auch Entzugssymptome verstärken. Was für ein AB nimmst Du?
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Hoernchen » Montag, 04.06.18, 12:30

Hallo ihr lieben, ich nehme Cefurox als AB.
Einnahme von Zolpidem vom 1. Mai bis 14. Mai 2018, 5 mg (Schlaf pro Nacht höchstens 4-5h)
Ab 15. Mai Zolpidem auf null abgesetzt.
Entzugserscheinungen, die ersten Nächte nicht geschlafen, dann die nächsten Nächte ca 1-2h geschlafen

Wiedereinnahme von Zolpidem am 31.Mai, 5mg, Schlaf ca. 3-4h
1.Juni 10 mg, Schlaf aber nur 4-5h
2.Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
3. Juni ca 2mg, Schlaf ca. 1h
4.Juni Gang zum Psychologen, 7,5 mg Mirtazipin eingenommen (wenig Schlaf, oft aufgewacht), eimalige Einnahme
5. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
6. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
7. Juni 4 mg, ca. 3h Schlaf
8. Juni 3,5 mg, ca. 3h Schlaf
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Li-la022 » Montag, 04.06.18, 12:58

Hallo Hörnchen,

Antibiotika kann durch aus Entzugsymptome triggern das heißt verstärken.
Leider kann ich jetzt bei dir nicht genau sagen ob es Entzug oder Nebenwirkungen /Wechselwirkungen sind.

Hab etwas Geduld bitte. Es melden Sich noch Mitglieder die sich gut mit Zolpidem auskennen.

Alles liebe
Lila
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März 2017 - Dezember 2017 Opipramol 100mg verschrieben wegen der Schlafstörung
25.12 - 30.12 Reduzieren von 100mg auf 0mg ( wollte der Arzt)
ab 02.01.18 innere Unruhe, Angst, Nervosität, brennende Haut
11.01.18 wieder eindosieren von 50mg ( wollte der Arzt)
Mitte Januar Kopf MRT
zum 01.02.18 Arztwechsel da mein Hausarzt in Rente ging
03.02.18 inneres vibrieren links neben der Wirbelsäule. das vibrieren zog in die Po-Packe und in den Oberschenkel
12.02.18 neuen Arzt aufgesucht, er meint Symptome sind Psychisch Opipramol sofort auf 0mg ab 13.02.18 Escitalopram 5mg
Symprome: starkes Muskelzucken, innerliches Zittern, Schüttelfrost, Kälteschauer, Apettilosigkeit 10kg in 2 Wochen abgenommen,
16.0218 lt Arzt Escitalopram 10mg Symptome wurde immer schlimmer ab 18.02.18 wieder 5mg und ab 21.02.18 Esctialopram 0mg


Symptome : starke Angst und Panik ( vorallem wenn ich allein sein musste) inneres zittern, muskelzucken, frieren, schüttelfrost, brennende Haut, Mandelentzündung, 2x Notaufnahme o.B.
Blutbild o.B.
Schilddrüse o.B
Vitaminemangel oder Nährstoffmangel liegt nicht vor
Borreliose o.B.
MRT HWS und BWS o.B

Irgendwann sagte mir dann der Chef und die Kollegin meines Hausarztes das ich wohl in einem Entzug stecke. Dieser könnte 6-8 Wochen dauern war die Aussage!


Heute : 18 Wochen opipramol 0 , 17 Wochen ohne Escitalopram


09.05.18 3. Therapiestunde (Verhaltenstherapie)

23.05.18 Aktuelle Symptome :
Inneres zittern hauptsächlich an den Beinen
inneres zittern direkt nach dem aufwachen (in der Nacht oder früh beim erwachen)
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von carlotta » Montag, 04.06.18, 15:58

Hallo Hoernchen,

es wäre wirklich zentral, eine möglichst genaue Signatur anzulegen, in der Du die einzelnen Medikamenteneinnahmen mit Daten dokumentierst (weiterführender Link siehe oben). Ansonsten lässt sich schwerlich etwas zu den Zusammenhängen sagen.

Wenn die von Dir geschilderten Symptome bereits VOR der Einnahme der weiteren Medikamente auftraten, ist der Zusammenhang zum Absetzen relativ eindeutig. Wie was das?

Und seit wann genau nimmst Du das Zolpidem wieder ein?

Das muss man u. a. alles wissen, um valide Aussagen treffen zu können.

Das AB ist zumindest kein Fluorchinolon, die eine ganz eigene Problematik haben. Allerdings können auch andere AB Probleme bereiten und auch Entzugssymptome von anderen Substanzen verstärken.

Liebe Grüße
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Hoernchen » Montag, 04.06.18, 17:06

Hallo ich war gerade bei einer Phsychologin, sie hat mir aufgrund der Schlafprobleme ein Antidepressivum verschrieben: Mirtazipin.

Dieses soll ich mindestens 1/2 Jahr einnehmen. Sollte ich dieses wirklich einnehmen oder lieber Zolpidem nehmen bis es mir wieder besser geht und dann ausschleichen lassen.

Von dem Antidepressivum werde ich ja auch abhängig.

Was kann man besser absetzen Zolpidem oder Mirtazipin. Wer hat da Erfahrungen?

Liebe Grüße Hörnchen
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Wiedereinnahme von Zolpidem am 31.Mai, 5mg, Schlaf ca. 3-4h
1.Juni 10 mg, Schlaf aber nur 4-5h
2.Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
3. Juni ca 2mg, Schlaf ca. 1h
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von lunetta » Montag, 04.06.18, 21:28

Hallo und willkommen!

Ich denke wir müssen erstmal alles aufdröseln bei dir;)

Ja, man kann auch schon nach 2 Wochen von Zolpidem eine Abhängigkeit haben, aber es kann dann sicher noch relativ leicht abgesetzt werden, aber nicht von 5mg auf Null, sondern schrittweise, aber zügig.
Von 5mg auf Null war vielleicht ein zu großer Schritt, und das Wiedereindosieren mit 2 mg eventuell zuwenig.

Die zusätzliche Magensäurehemmergabe und das AB machen wahrscheinlich auch einen Teil der Beschwerden aus - Säurehemmer können Unruhe machen und auch AB können die Schlafqualität mindern.

Der Rat deiner Psych. ist Cholera gegen Pest auszutauschen! Mirtazapin ist ein AD und muß nach 6 Monaten auch wieder langsam ausgeschlichen werden!
Du gewinnst also nichts dadurch.
Ich würde nicht damit beginnen, sondern versuchen ohne zusätzliches Medikament an der Backe, die jetzige Zeit mit schlechterem Schlaf zu überbrücken.

Vielleicht hilft dir ja Schlaftee oder Baldriantropfen über eine gewissen Zeit bis sich alles wieder einpendelt.

Ich selbst bin am Absetzen von Zolpidem UND Mirta, und ich kann dir sagen, dass Mirta nochmal eine andere Hausnummer als Zolpidem ist, und viele hier schlagen sich ganz furchtbar mit Mirta rum.

Ich könnte mir vorstellen dass du kurzfristig mit Zolpidem noch ein wenig höher gehst als 2 mg, vielleicht 3 oder 3,5mg, das ein paar Tage hältst, und dann alle paar Tage 1 mg weniger und dann weg damit.

Dann hast du auch das Ab schon weg und eventuell auch den Säurehemmer, und dann wird es mit dem Schlafen vielleicht auch wieder besser.


Du mußt dir auf jeden Fall Strategien zum besseren Schlafen suchen, denn die Medikamente verhelfen nicht zu besserem Schlaf, sie gaukeln einem das nur für die Zeit der Einnahme vor. Aber JEDES Medikament muß irgendwann mal abgesetzt werden, wenn man es nicht lebenslang einnehmen will, und Z-Drugs machen schnell entzügig, man muß also immer mehr einnehmen um überhaupt noch schlafen zu können - rate mal warum ich das weiß?;)

Und Mirta wirkt zwar in niedrigen Dosierungen schlafanstoßend, aber nicht bei allen Menschen, und es hat eine Menge NW, und manchmal ist man nur latsch und wattig, kann aber trotzdem nicht schlafen, ist aber tagsüber todmüde.
Überleg dir das lieber nochmal!

GLG
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Hoernchen » Dienstag, 05.06.18, 9:42

Liebe Lunetta,

danke für die ausführliche Antwort. Ich habe heute Nacht 7,5 mg Mirtazipin genommen. Mir geht es nicht gut: fühle mich wie aus Gummi, Unruhe und Kribbeln in den Armen.
Nach dem ich deinen Text gelesen habe, denke ich, ich habe einen Fehler gemacht.

Ich schreibe mal meinen Einnahmenverlauf auf:

OP (Bauchspiegelung mit Entnahme Keimzellentumor) am 19.April
Ibuprofeneinnahmeca 1 Woche (zusätzlich Kehlkopfentzündung)
Danach schlimme Magenschleimhautentzündung starkes Sodbrennen in der Nacht
Einnahme von Zolpidem vom 1. Mai bis 14. Mai, 5 mg (Schlaf pro Nacht höchstens 4-5h)
Ab 15. Mai Zolpidem auf null abgesetzt. (Durch Säureblocker Sodbrennen wieder besser, Säureblocker auch abgesetzt)
Entzugserscheinungen, die ersten Nächte nicht geschlafen, dann die nächsten Nächte ca 1-2h geschlafen
wieder starkes Sodbrennen, neue Einnahme von Säureblockern erst ab 28. Mai, Besserung des Sodbrennens erst nach ca 1 Woche
Wiedereinnahme von Zolpidem am 31.Mai, 5mg, Schlaf ca. 3-4h
1.Juni 10 mg (Gedanke: wollte mal 1 Nacht gut schlafen) Schlaf aber nur 4-5h
2.Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
3. Juni ca 2mg, Schlaf ca. 1h
4.Juni Gang zum Psychologen, 7,5 mg Mirtazipin eingenommen (wenig Schlaf, oft aufgewacht)

Seit 3. Juni nehme ich noch Antibiotika aufgrund einer Nasennebenhöhlenentzündung. (6Tage lang)

Mein Plan:
kein Mirtazipin mehr
ab heute wieder 5 mg Zolpidem, 2 Nächte lang
dann aller 2 Nächte 1mg weniger
nach ca 10 Tagen auf null

Ist dass realisierbar? Was denkst du/ihr?

Liebe Grüße Hörnchen
Einnahme von Zolpidem vom 1. Mai bis 14. Mai 2018, 5 mg (Schlaf pro Nacht höchstens 4-5h)
Ab 15. Mai Zolpidem auf null abgesetzt.
Entzugserscheinungen, die ersten Nächte nicht geschlafen, dann die nächsten Nächte ca 1-2h geschlafen

Wiedereinnahme von Zolpidem am 31.Mai, 5mg, Schlaf ca. 3-4h
1.Juni 10 mg, Schlaf aber nur 4-5h
2.Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
3. Juni ca 2mg, Schlaf ca. 1h
4.Juni Gang zum Psychologen, 7,5 mg Mirtazipin eingenommen (wenig Schlaf, oft aufgewacht), eimalige Einnahme
5. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
6. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
7. Juni 4 mg, ca. 3h Schlaf
8. Juni 3,5 mg, ca. 3h Schlaf
9.Juni 3mg, ca. 2h Schlaf (extreme Angstatacken in der Nacht)
10.Juni 2 mg
11. Juni 1mg
12. Juni 0 mg

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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von weg » Dienstag, 05.06.18, 10:14

hi hoernchen -

ich habe wahrscheinlich durch den entzug einen reflux bekommen. meine hausärztin (HA) erklärte mir, dass man den reflux mit einer schräglage im bett behandeln kann. also das ganze bett oben beim kopf höher stellen - mit büchern oder kisten - und so in schräglage schlafen. nach ein bis zwei nächten gewöhnst du dich dran.

es ist so, dass am abend und in der nacht die säureproduktion im magen am höchsten ist und durch die schräglage kann die säure nicht mehr die speiseröhre hochkommen. auf diese art können die entzündungen die durch die säure entstehen heilen. so die aussage von meiner HA.

da bei mir immer ein krebsrisiko besteht habe ich für einen monat einen schwachen säureblocker verordnet.

alles gute für dich und herzlich
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von lunetta » Dienstag, 05.06.18, 10:53

Hallo!

Bitte mach nicht den Fehler, dass du jetzt, nur weil du unbedingt schlafen willst, alles wild durchprobierst - das geht in die Hose!!
Mirta, braucht mind. 2-3 Wochen um überhaupt eine richtige Wirkung zu zeigen, da es sich erst aufspiegelt mit der Zeit.
Die meisten von uns haben auch die ersten Wochen nie eine richtige schlafanstoßende Wirkung verspürt.

Dieses Kribbeln ist eine ganz spezielle NW und kann auch an Armen UND Beinen sein - an den Beinen nennt es sich restless legs syndrom.

Du reizt dein ZNS extrem, wenn du deine Dosis immer wieder änderst, oder mal ein Medikament wegläßt und ein anderes einnimmst.

Um Ruhe ins System zu bringen, hilft nur, sich auf 1 !!! Medikament zu bleiben, und das mit gleichbleibender Dosis für mind. 2 Wochen einzunehmen.

LG!
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.06.18, 11:03

Hallo, :)

die Magenschleimhautentzündung ist sicher durch das Diclofenac ausgelöst worden.
Diclofenac ist ein NSAR und greift die Magenschleimhaut an; oft schon am ersten Tag.
Ich halte es fast für einen Kunstfehler Menschen, die man auf Diclo setzt, nicht auch für 7 oder 14 Tage ein PPI (Magensäurehemmer) zu verordnen.

Da Hörnchen jetzt noch die Gelegenheit hat das Mirtazapin wegzulassen, wenn sie denn möchte, ist ihr Plan nicht schlecht, wie ich finde.

An den Ursachen der Schlafstörungen muss man eh langfristig arbeiten.

Das Zolpidem gehört ausgeschlichen. Man kann es gut auflösen.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob man nicht besser abwartet, bis die Antibiotikaeinnahme beendet ist. ABs können alle möglichen negativen Zustände triggern.

Ferner ist es auffällig, dass auch immer wieder die Magenbeschwerden zurückkehren; möglicherweise ist da auch noch nicht alles ausgeheilt. Ich weise der Vollständigkeit halber auch darauf hin, dass PPI psychiatrische Nebenwirkungen haben können - bitte mal einen Blick in den Beipackzettel werfen.

Viele Grüße
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Hoernchen » Dienstag, 05.06.18, 11:35

Liebe Lunetta,

würdest du mir raten des Zolpidem (und in welcher Dosis) oder lieber das Mirtazipin weiter zu nehmen. Welches kann man besser absetzen und hat am wenigsten Nebenwirkungen? Ich hoffe auf eure Erfahrungen.

Ich hatte schon mal nach einer OP Opipramol gegen die Schlafstörungen genommen. Ist das vielleicht besser?

Liebe Grüße Hörnchen
Einnahme von Zolpidem vom 1. Mai bis 14. Mai 2018, 5 mg (Schlaf pro Nacht höchstens 4-5h)
Ab 15. Mai Zolpidem auf null abgesetzt.
Entzugserscheinungen, die ersten Nächte nicht geschlafen, dann die nächsten Nächte ca 1-2h geschlafen

Wiedereinnahme von Zolpidem am 31.Mai, 5mg, Schlaf ca. 3-4h
1.Juni 10 mg, Schlaf aber nur 4-5h
2.Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
3. Juni ca 2mg, Schlaf ca. 1h
4.Juni Gang zum Psychologen, 7,5 mg Mirtazipin eingenommen (wenig Schlaf, oft aufgewacht), eimalige Einnahme
5. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
6. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
7. Juni 4 mg, ca. 3h Schlaf
8. Juni 3,5 mg, ca. 3h Schlaf
9.Juni 3mg, ca. 2h Schlaf (extreme Angstatacken in der Nacht)
10.Juni 2 mg
11. Juni 1mg
12. Juni 0 mg

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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Hoernchen » Dienstag, 05.06.18, 15:52

Hallo ihr Lieben,
ich bin immer noch am überlegen ob ich Mirtazipin weiter nehmen soll. Ich habe gelesen das das Absetzen sehr schwierig ist. Deshalb denke ich, sollte ich lieber Zolpidem auf 5 mg eindosieren und dann langsam ausschleichen lassen.
Oder soll ich lieber der Psychologin vertrauen und Mirtazipin nehmen. Sie meint das man es gut absetzen kann, soll es aber mindestens 6 Monate nehmen und nach einer Woche von 7,5 mg auf 15 mg hochdosierten.
Ich bin so unschlüssig. Vielleicht komme ich von Zolpidem schneller weg.

Kann mich jemand beraten der Erfahrungen mit Mirtazipin oder Zolpidem gemacht hat. Was das Absetzen anbelangt.

Ich möchte keinen weiteren Fehler machen.

Hier noch mal meinen Einnahmenverlauf:

OP (Bauchspiegelung mit Entnahme Keimzellentumor) am 19.April
Ibuprofeneinnahmeca 1 Woche (zusätzlich Kehlkopfentzündung)
Danach schlimme Magenschleimhautentzündung starkes Sodbrennen in der Nacht
Einnahme von Zolpidem vom 1. Mai bis 14. Mai, 5 mg (Schlaf pro Nacht höchstens 4-5h)
Ab 15. Mai Zolpidem auf null abgesetzt. (Durch Säureblocker Sodbrennen wieder besser, Säureblocker auch abgesetzt)
Entzugserscheinungen, die ersten Nächte nicht geschlafen, dann die nächsten Nächte ca 1-2h geschlafen
wieder starkes Sodbrennen, neue Einnahme von Säureblockern erst ab 28. Mai, Besserung des Sodbrennens erst nach ca 1 Woche
Wiedereinnahme von Zolpidem am 31.Mai, 5mg, Schlaf ca. 3-4h
1.Juni 10 mg (Gedanke: wollte mal 1 Nacht gut schlafen) Schlaf aber nur 4-5h
2.Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
3. Juni ca 2mg, Schlaf ca. 1h
4.Juni Gang zum Psychologen, 7,5 mg Mirtazipin eingenommen (wenig Schlaf, oft aufgewacht)

Seit 3. Juni nehme ich noch Antibiotika aufgrund einer Nasennebenhöhlenentzündung. (6Tage lang)

Mein Plan:
kein Mirtazipin mehr
ab heute wieder 5 mg Zolpidem, 2 Nächte lang
dann aller 2 Nächte 1mg weniger
nach ca 10 Tagen auf null

Ist dass realisierbar? Was denkst du/ihr?

Liebe Grüße Hörnchen
Einnahme von Zolpidem vom 1. Mai bis 14. Mai 2018, 5 mg (Schlaf pro Nacht höchstens 4-5h)
Ab 15. Mai Zolpidem auf null abgesetzt.
Entzugserscheinungen, die ersten Nächte nicht geschlafen, dann die nächsten Nächte ca 1-2h geschlafen

Wiedereinnahme von Zolpidem am 31.Mai, 5mg, Schlaf ca. 3-4h
1.Juni 10 mg, Schlaf aber nur 4-5h
2.Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
3. Juni ca 2mg, Schlaf ca. 1h
4.Juni Gang zum Psychologen, 7,5 mg Mirtazipin eingenommen (wenig Schlaf, oft aufgewacht), eimalige Einnahme
5. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
6. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
7. Juni 4 mg, ca. 3h Schlaf
8. Juni 3,5 mg, ca. 3h Schlaf
9.Juni 3mg, ca. 2h Schlaf (extreme Angstatacken in der Nacht)
10.Juni 2 mg
11. Juni 1mg
12. Juni 0 mg

Jamie
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Jamie » Dienstag, 05.06.18, 16:14

hallo.

Ich habe dir geantwortet.
Hast du das überhaupt realisiert?
Oder ignoriert? ;)

Schöne Grüße

Jetzt kannst du Mirtazapin noch problemlos weglassen, es ist noch nicht in die Gehirnchemie eingebaut und Zolpidem abhängig bist du vermutlich bereits.
Warum also ein zweites Übel zulassen?

Es macht mehr Sinn das Zolpidem in Ruhe auszuschleichen als es mit Mirtazapin zu versuchen, dessen Wirkung Glücksspiel ist.

Jamie
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carlotta
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von carlotta » Dienstag, 05.06.18, 16:33

Hallo Hoernchen,

bitte kopiere Deinen Verlauf, denn Du ja dankenswerterweise mittlerweile aufgelistet hast, in die Signatur, damit er an jedem Deiner Beiträge hängt und alle immer den Überblick haben. Wo Du Infos dazu findest, wie man eine Signatur anlegt, hatte ich Dir schon verlinkt.
Hoernchen hat geschrieben:
Dienstag, 05.06.18, 11:35
würdest du mir raten des Zolpidem (und in welcher Dosis) oder lieber das Mirtazipin weiter zu nehmen. Welches kann man besser absetzen und hat am wenigsten Nebenwirkungen? Ich hoffe auf eure Erfahrungen.
Sowohl Lunetta als auch Jamie sind darauf schon eingegangen (Lunetta in ihrem ersten Beitrag hier).

Es ergibt keinen Sinn, ein Mittel, das abhängig macht und von dem Du bereits abhängig bist (Zolpidem) gegen ein anderes Mittel, das abhängig macht (Mirtazapin) auszutauschen. Es sollte bei Dir darum gehen, das Zolpidem vernünftig auszuschleichen. Das sollte u. U. bei kürzerer Einnahme, wie in Deinem Fall, etwas zügiger gehen. Zwei Tage zwischen den Reduktionen, wie von Dir vorgeschlagen, halte ich allerdings für zu kurz.

Beide, sowohl Zolpidem als auch Mirtazapin, können arge Entzugsprobleme bereiten. Es ist im Grunde individuell, wie schlimm die beim Einzelnen ausfallen. Du wirst hier im Forum zu beiden Substanzen Leidensgeschichten finden. Mirtazapin ist jedenfalls keineswegs harmloser als Zolpidem, viele Betroffene haben sehr lange mit dem Entzug zu kämpfen. Nur leider wissen zahlreiche Behandler nicht, dass es ebenfalls körperlich abhängig machen kann und empfehlen es daher als Ersatz für Benzos oder Z-Drugs. Kein guter Tausch. :?

Mit Opipramol ist es dasselbe. Es kann ebenfalls abhängig machen. Wann hast Du es genommen und wie lange. Bist Du damals problemlos davon losgekommen? Und wie war es mit dem Schlafen nach dem Absetzen?

Übrigens, wenn man einmal ein Psychopharmakon relativ problemlos abgesetzt hat, heißt das nicht, dass es beim nächsten Mal wieder so leicht geht. Häufig ist das Nervensystem durch eine vorherige Einnahme bereits sensibilisiert.

Seit wann hast Du überhaupt Schlafprobleme? Sind die im Zuge der medizinischen Eingriffe/Behandlungen entstanden oder hattest Du die schon länger? (Ich gehe davon aus, dass sie schon vorher Thema waren, sonst hättest Du das Opipramol nicht genommen.) Wie viel hast Du VOR der Einnahme von Zolpidem geschlafen?

Ich weiß, viele Fragen, aber sie nicht nicht unwichtig, um Deine Situation umfassender einschätzen zu können.

Zusammenfassend: Es wäre vernünftig, das Mirtazapin gleich wieder wegzulassen, bevor eine weitere Abhängigkeit entsteht. Das Zolpidem könntest Du - wie oben schon vorgeschlagen wurde - leicht aufdosieren, Dich darauf ein paar Tage versuchen zu stabilisieren und dann vorsichtig abdosieren. Ich fürchte aber, dass evtl. wöchentliche Abstände nötig sind, weniger als vier Tage sollten keinesfalls zwischen den Reduktionen liegen.

Basisinfos zum Absetzen hatte ich Dir oben verlinkt. Hast Du Dich damit schon beschäftigt? Das wäre wichtig.

Liebe Grüße
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine."(Monica Cassani)

lunetta
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von lunetta » Dienstag, 05.06.18, 17:00

Hallo!

ich hatte dir doch schon geschrieben, was du meiner Meinung nach - tun solltest!!!!

Und auch jamie hat dir schon geraten!

Mirta würde ich gar nicht mehr einnehmen, das was dir deine Psychologin darüber gesagt hat, ist- sorry aber das kann nur jemand sagen, der es selbst noch nie genommen hat und noch nie absetzen mußte!! Und dann auch noch bis auf 15 mg hochgehen:((( Mirta wirkt ab 15 mg anregend und antidepressiv und keinesfalls mehr schlafanstoßend! Und das Kribbeln würde auch stärker werden, wenn es jetzt schon bei 7,5 mg da ist!

Und Opipr. ist ja auch nur wieder ein neues Medikament, das dein schon gereiztes ZNS, wieder ins Wanken bringt. Was versprichst du dir von diesen Versuchen?


Zum Absetzen ist KEIN Medikament leicht, aber Mirta ist meiner Meinung nach schlimmer als Zolpidem, und ich setze beides ab.


Ich habe das Gefühl, dass du eher deiner Psych. vertraust, als uns, und unsere Ratschläge gar nicht richtig wahrnimmst....


Ich glaube, in deinem jetzigen Zustand würde dir kein einziges Medikament komplett gute Nächte mit viel Schlaf bringen, da zuviel Unruhe im System ist.
Ich würde jetzt nur Schadensbegrenzung machen, nur maximal Tee oder was Pflanzliches nehmen, aber hauptsächlich, wenig ändern, und nur mal die Magenschleimhaut ausheilen lassen, das AB fertig nehmen, und das Zolpidem weiter einnehmen, wenn es sein muß auch mit 7,5 mg weiter, und dieses dann ganz langsam absetzen.
Wenn auch 5mg reichen würden, wäre das natürlich eine bessere Ausgangssituation.

Jedes weitere, andere Medikament wäre nur ein zusätzliches Problem an der Backe.

LG
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Hoernchen
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von Hoernchen » Dienstag, 05.06.18, 17:59

Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Antworten. Ich werde das AD nicht mehr weiter nehmen und heute wieder 5mg Zolpidem einnehmen und dann versuchen langsam abzusetzen.
Ich werde euch die Ergebnisse berichten. Ich hoffe ich schaffe das Absetzen.

Liebe Grüße Hörnchen
Einnahme von Zolpidem vom 1. Mai bis 14. Mai 2018, 5 mg (Schlaf pro Nacht höchstens 4-5h)
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Wiedereinnahme von Zolpidem am 31.Mai, 5mg, Schlaf ca. 3-4h
1.Juni 10 mg, Schlaf aber nur 4-5h
2.Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
3. Juni ca 2mg, Schlaf ca. 1h
4.Juni Gang zum Psychologen, 7,5 mg Mirtazipin eingenommen (wenig Schlaf, oft aufgewacht), eimalige Einnahme
5. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
6. Juni 5 mg, Schlaf ca. 3-4h
7. Juni 4 mg, ca. 3h Schlaf
8. Juni 3,5 mg, ca. 3h Schlaf
9.Juni 3mg, ca. 2h Schlaf (extreme Angstatacken in der Nacht)
10.Juni 2 mg
11. Juni 1mg
12. Juni 0 mg

lunetta
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Re: Absetzen von Zolpidem

Beitrag von lunetta » Dienstag, 05.06.18, 19:47

Hallo!

Das finde ich sehr vernünftig!

Und du schaffst das ganz sicher!!! Schau, wie sind hier einige, die mehr als 1 Medikament absetzen, und auch in höheren Dosierungen, und wir schlagen uns alle ganz wacker;)
da gehörst du zu den wenigen Glücklichen, die nur Kurzzeiteinnahmen von einem Medikament haben:)

Alles Gute und LG!
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