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venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

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venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von thormiri » Samstag, 09.06.18, 23:35

Hallo Alle hier,
ich wende mich an Euch weil wir langsam verzweifeln

Mein Mann hat Depressionen und nimmt seit 12 jahren Venlafaxin 150 mg von seinem Arzt verordnet.Das lief über diesen Zeitraum sehr gut bis mein Mann seinen Arzt gefragt hat diese eventuell abzusetzen. Der Arzt stimmte dem zu es zu versuchen.

Also hat mein Mann wie mit seinem Arzt besprochen die Dosierung wie folgt genommen, von 150 mg auf 112mg für 2 Wochen dann auf 75 mg für 2 Wochen und dann auf 37,5 mg für 2 Wochen. Doch dann ging es ihm plötzlich sehr schlecht und mein mann hat sich dann im Internet schlau gemacht und gelesen das es fatal sei so schnell mit der Dosierung runter zu gehen und das das hochdosieren ebenso erfolgen sollte.

sein Arzt meinte er solle gleich wieder 150mg nehmen doch aus Angst hat er erstmal hochdosiert auf 43,5 mg für 2 wochen und hat  dann auf 75 mg hochdosiert für weitere 2 Wochen, dann auf 112 mg für 3 Wochenund dann wieder auf die gewohnten 150 mg.

In der Zeit traten die gewöhnlichen Nebenwirkungen auf. Das war ca. Anfang Dezember 2017 unter anderem war diese Zeit mit Panikattacken begleitet aus diesem Grund hat er begleitend Tavor 1mg verordnet bekommen. Immer mal wieder waren gute Phasen dabei.

aber nun zu unserem eigentlichen Problem was uns ziemlich Sorge bereitet und keiner wirklich aufklären kann was los ist. Seit Februar begleiten ihn schlimme Phasen die mit Durchfall, Gliederschmerzen, Költeschauer usw. beginnenund dann folgen total innere Leere, er sagt wie auf einer anderen Welt oder als wenn er Drogen genommen hätte, das zieht sich über Tage. dann folgt eine gewisse zeit eine ganz gute Phase wobei er da noch nicht der "Alte" ist.

Sein behandelnder Arzt sagte im letzten Gespräch er würde die Zustände selber hervorrufen und er sollte das Medikament Olanzapin nehmen. Da aber durch einige Informationen im Internet sind wir sehr skeptisch noch mehr an Medikamenten zu nehmen die alles noch mehr durcheinander bringen. Er macht sich über die körperlichen Sachen nicht so viele Sorgen aber über die psychischen da hat er große Angst das das nie wieder verschwindetund er den Rest seines Lebens so verbringen muß. Vielleicht kann einer hier aus Erfahrung ein wenig Ruhe und Vertrauen reinbringen, denn zum Arzt haben wir dies nicht mehr.
Zuletzt geändert von padma am Montag, 11.06.18, 18:24, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze wegen der besseren Lesbarkeit eingefügt
ca. Anfang September 2017 Beginn
150mg auf 112mg Venlafaxin für 2 Wochen
75 mg 2 Wochen
37,5 mg 2 Wochen
totaler Absturz
43,5 mg 2 Wochen
75 mg 2 Wochen
112 mg 3 Wochen
und 150 mg ca. Anfang Dezember

Diane
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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von Diane » Samstag, 09.06.18, 23:53

Hallo und Willkommen,

puh, da hat er echt was durch. Ja, es wurde viel zu schnell reduziert u somit kam der kalte Entzug... Sicherlich mit schlaflose Nächte, Panikattacken, starke innere Unruhe u Stimmungsschwankungen. Eventuell auch Appetittlosigkeit u Gewichtsabnahme?

Ich selbst habe 150mg Venla ausgeschlichen.

Im oberen Bereich gibt es selten Probleme, da Venla bereits mit 37.5mg 80% der Synapsen im Hirn blockiert. Wie du siehst, ist eine höhere Dosierung eigentlich sinnlos.
Also komplett "normal",das er im unteren Bereich die ganzen Probleme bekam.

Nu zu eurem Problem.

Ich denke, das er Venla nicht mehr verträgt. Das ist leider recht oft der Fall, auch das habe ich erlebt. Ich war 4 Wochen auf Null, bekam in der Klinik 37.5mg u bekam starkes Herzrasen, Durst, Schwindel, Durchfall, Zittern, Bluthochdruck, Gangunsicherheit, Übelkeit, Benommenheit uvm. Ich hab das Zeug am nächsten Tag sofort verweigert. Da ich im Forum bereits tätig war, wusste ich, das es eine Unverträglichkeit war.
Ärzte schieben dies dann gern auf die Psyche u verschreiben etwas neues! Leider...
Mir half damals Seroquell (Neuroleptika)... Hier im Forum haben viele berichtet, das es den Entzug deckelte. Ich nahm 25mg, die niedrigste Dosis.

Wenn dein Mann noch Ausschleichen möchte, dann sollt er um 10% reduzieren. Hier im Forum gibts eine genaue Erklärung. Vielleicht kann ein Admin euch diesen Link mitteilen. Ich bin nur mit Handy online;)

Lg
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Ich nahm 2015 150mg Venlafaxin. Dank diesen Forums schlich ich mit Kügelchenmethode aus (7Monate). Bei 0mg angekommen, gings mir 2 Wochen gut, dann trat die Hölle auf Erden ein. Ich hatte zum Schluss zu schnell reduziert. Ich war monatelang bettlägrig, schlimmste Angstzustände, Herzprobleme, 20kg Abnahme was Vitaminmangel mit sich brachte, die ich dank Entzug mit Nahrungsmittelergänzungspäperate nicht beheben konnte, vorallem mein Vitamin D3 war krankhaft niedrig. Ich war kaum noch lebensfähig, mehr Wellen als Fenster.
Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von Gwen » Sonntag, 10.06.18, 8:41

Hallo thormiri,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Die von Dir beschriebenen Symptome können durch das schnelle ab- und aufdosieren des Venlafaxins kommen.
Kannst Du bitte eine Signatur anlegen? Dann kann man genauer sehen, was Dein Mann wann genommen hat und überlegen, wie er jetzt vorgehen könnte. Die Anleitung für die Signatur findest Du hier: viewtopic.php?f=46&t=15035

Unserer Erfahrung hier im Forum nach können neue oder zusätzliche Medikamente die Entzugsbeschwerden nicht verhindern sondern führen dann oft noch zu zusätzlichen Problemen.

Viele Grüße Gwen
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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von Cashi » Sonntag, 10.06.18, 9:09

Hallo von mir und willkommen.. Ich schleichen auch gerade.. Naja seit Oktober 2015 Venlafaxin aus. Seit vielen Jahren nehme ich die Medikamente.. Und mit jedem Absetzen was immer viel zu schnell erfolgte kamen neue und schlimmere Symptome hinzu. Zwischenzeitlich hatte ich deswegen Angst psychotisch zu werden oder eine Schizophrenie zu haben. So schlimm waren meine Zustände und Gedanken. Mit dem Aufdosieren verschwand dieser Zustand wieder. Keiner sagte mir dass es Entzug sein könnte. Ich bin halt wieder krank sagte man mir. Und dann habe ich zum Glück dieses Forum gefunden und mir wurde klar.. Vielleicht bin ich gar nicht mehr so krank.. Vielleicht machen das die Tabletten.. Durchfall habe ich ganz oft. Zur Zeit Sodbrennen Schwitzen usw.. Ansonsten kenne ich alle Symptome die dein Mann hat. Ich denke es kommt vom zu schnellen Absetzen. Ich mache es so wie es hier empfohlen wird. Allerdings keine 10 Prozent sondern ich mach 5 Prozent Schritte. Liebe Grüße Cashi
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1996 erstmals wegen Panikattacken 75 mg Venlafaxin
Wie lange kann ich nicht mehr genau sagen
2000 wegen Panik und generalisierter Angststörung 75 mg Trevilor angefangen ohne einzuschleichen. Massive Nebenwirkungen über 3 Wochen. Dann stabil.
2001 innerhalb zwei Wochen abgesetzt. Erst keine Probleme. Dann Zwangsgedanken Angstzustände Selbstmordgedanken. Gesundheitsängste
2002 wieder aufdosiert auf 75 mg. Viele Nebenwirkungen. Mit 60 mg besser. Gedanken und Angst weg. Alles normal.
2010 langsam Kügelchen reduzieren aber wohl doch zu schnell
August 2010 ganz weg von Trevilor
Januar 2011 Operation. .
März 2011 Panikattacken mit fahrt ins Krankenhaus. Ausschläge. Wirre Angst und Zwangsgedanken. Herzrasen Tags und nachts. Heulen. Angst vor psychose.Flimmern vor Augen. Gefühl wie auf Watte. Kopfschmerzen. ANGST.
Juli 2011 mit Trevilor wieder angefangen. Besserung. Beschwerden weg. Nur paar Nebenwirkungen
Ende 2013 auf 37.5
Zwangsgedanken. Angst vor Psychose. Müdigkeit. Heulen. Flimmern vor Augen. Wirre seltsame Gedanken die Angst machen.
Seit März 2015 wieder auf 75 mg. Besserung aller Beschwerden. Magen Darm Probleme machnmal. Gähnen. Herzklopfen. Herzangst. Aber stabil
1. Oktober ...5 % reduziert d.h. 71,4 mg Venla
seit 09.10.15 verstopfte Nase, Erkaltung, Schwindel ab und zu, rempel ständig gegen Türrahmen, Fressattacken :shock: ist aber auszuhalten
25.11.15...wieder 5 % d.h. 67,8 mg Venla
30.11. Wieder Erkältung
20.01. Wieder 5 % weniger. D.h. 64.5 mg venla
23.01.16 wie der Erkältung, Husten und keine Stimme mehr, gibts das wirklich?
16.03.16. 61.5 mg Venla. Fühle mich oft erschöpft. Muskulatur erschöpft. Manchmal Herzklopfen
Zusätzlich mehme ich seit einem Jahr Vitamin D 20.000 I.E. Woche. Aktueller Blutwert bei 46. Zusätzlich seit 4 Wochen Vitamin B von Dr. Loges. Blutwert im oberen Bereich. Zusätzlich noch Spirulina 20 Stück am Tag seit 3 Wochen
12.05.16..wieder 5 %weniger..d.h. 58.5 mg Venla. unverändert wie oben
25.06.16 wieder 5% weniger. D.h. 55,8 mg Venla. unverändert
..dazu kommt dieser Schwindel und taumelig..wackliger Gang. Gefühl nicht geradeaus laufen zu können. Angst
Seit 21.08.16 auf 53.4 mg Venla...Schwindel, taumelig, Magen-Darm-Probleme.
04.09.16 Panikattacke
seit 05.09.16 Zwangsgedanken, Angst verrückt zu werden, Angst Psychose zu haben, wirre Gedanken, Anst Schizophren zu sein.
09.09.16 Aufdosiert 5 Kügelchen
Auf Anraten Frorum Vitamin B weg gelassen seit 11.09.16, Spirulina seit mehreren Wochen weg
22.11.2016 reduziert auf 51,3 mg
01.12.16 einmal wöchentlich 20.000 I.E Vitamin D, täglich Vitamin B-Loges, Zink
10.12.16 wieder Erkältung
13.12.16 reduziert auf 48,6 mg Trevilor
15.01.17 reduziert auf 46,17 mg Trevilor
12.02.17 reduziert auf 43,50 mg Trevilor
28.02.17 wieder Erkältung mit Bronchitis trotz Einnahme von allem möglichen. .Zink vitamin C usw
13.03.17 reduziert auf 41,40 mg Trevilor
11.04.17 reduziert auf 39 mg Trevilor
01.05.17 reduziert auf 37,5 mg Trevilor. ...Halbzeit :party2:
20.06.17 Blasenentzündung
11.07.17 reduziert um 5 %.
28.08.17 reduziert auf 33.75 mg Trevilor
25.09.17 reduziert auf 31.25 mg Trevilor
10.10.17 Angstzustände Zwangsgedanken derealisation Angst vor Schizophrenie und Psychose
19.10.17 aufdosiert auf 32.5 mg Venlafaxin
17.01.18 aufdosiert auf 33.4 mg Venlafaxin
07.03.18 reduziert auf 32.8 mg Velafaxin
07.04.18 reduziert auf 30 mg Venlafaxin
20.05.18 reduziert auf 28 mg Venlafaxin

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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von padma » Montag, 11.06.18, 18:37

hallo Thormiri, :)

die Symptome, die du beschreibst, hören sich sehr nach einem gereizten Nervensystem, bedingt durch das viel zu schnelle runter- und wieder hoch dosieren an.
Infos dazu und auch unsere anderen Basisinfos findest du hier viewtopic.php?f=18&t=12880
Auch dieser phasenweise Wechsel ist dafür ganz typisch.
Sein behandelnder Arzt sagte im letzten Gespräch er würde die Zustände selber hervorrufen und er sollte das Medikament Olanzapin nehmen.
Dein Mann ruft diese Zustände bestimmt nicht selbst hervor. Olanzapin ist ein höchst umstrittenes Medikament gegen Psychosen. Das ist wohl eine komplette Fehldiagnose dieses Arztes. :frust: Gut, dass er da nicht mehr hingeht.
. Er macht sich über die körperlichen Sachen nicht so viele Sorgen aber über die psychischen da hat er große Angst das das nie wieder verschwindetund er den Rest seines Lebens so verbringen muß.
Die Symptome eines gereizten Nervensystems bleiben nicht dauerhaft bestehen. Allerdings kann es dauern bis sich alles wieder normalisiert.

Denkst du bitte noch an eine Signatur, dann kann man die Situation besser einschätzen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von thormiri » Dienstag, 12.06.18, 16:41

Hallo und vielen Dank für die Antworten,
im Moment begleitet ihn wieder eine schlechtere Phase. Es ging ihm ca drei Wochen ganz gut und er hat auch einiges unternommen. Und in dieser schlechten Phase bekommt er dann wieder große Angst das sich sein Leben nie wieder normalisiert. über Unverträglichkeit macht er sich dann auch Sorgen wobei ich das anders sehe dann hätten die Symptome ja eher auftreten müssen und die hat er erst ca seit Februar. Vielleicht weiß einer von Euch einen Arzt der sich damit intensiver beschäftig.

Liebe Grüsse
ca. Anfang September 2017 Beginn
150mg auf 112mg Venlafaxin für 2 Wochen
75 mg 2 Wochen
37,5 mg 2 Wochen
totaler Absturz
43,5 mg 2 Wochen
75 mg 2 Wochen
112 mg 3 Wochen
und 150 mg ca. Anfang Dezember

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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von padma » Dienstag, 12.06.18, 19:04

hallo Thormiri, :)

dieser Wechsel zwischen guten und schlechten Phasen ist ganz typisch. Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass er gute Phasen hat. Das zeigt, dass sein ZNS dabei ist sich zu stabilisieren.

Ich würde daher jetzt weiter auf der Dosis bleiben.

Es handelt sich nicht um eine Unverträglichkeit, dann ginge es ihm durchgehend schlecht.

Ärzte können da nicht weiter helfen, da man wirklich nur abwarten kann. Und die allerwenigsten erkenne eine solche Symptomatik überhaupt als Folge des AD.

liebe Grüsse,
padma
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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von thormiri » Mittwoch, 13.06.18, 22:29

Hallo padma,

vielen Dank für Deine Antwort.
Gibt es eigentlich Erfahrungswerte wie lange so etwas dauert? Oder vielleicht irgendwelche Tips die man in den schlechten Phasen anwenden kann? Denn die Zeit macht ihm sehr zu schaffen.

Liebe Grüße
ca. Anfang September 2017 Beginn
150mg auf 112mg Venlafaxin für 2 Wochen
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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 14.06.18, 7:58

Hallo thormiri, :)

ich zitiere aus deiner Signatur:
September 2017 Beginn
150mg auf 112mg Venlafaxin für 2 Wochen
75 mg 2 Wochen
37,5 mg 2 Wochen
totaler Absturz
43,5 mg 2 Wochen
75 mg 2 Wochen
112 mg 3 Wochen
und seit dem 150 mg
Wochen sind relativ, je nachdem, wann man sich deine Signatur anschaut, ist es dann entweder Juni oder auch Oktober...
Bitte setze wenigstens vor die letzte Angabe (also die 150mg) in etwa ein Datum.
Ein genaues wäre gut (zb 02.06.18), wenn es dir nicht mehr einfällt, kann man auch schreiben: seit Anfang Juni oder sowas in der Art.
Gibt es eigentlich Erfahrungswerte wie lange so etwas dauert?
Falsch angegangene Entzüge können leider Wochen, Monate und schlimmstenfalls Jahre dauern und sich auch chronifizieren :(
Tut mir leid, ich habe keine besseren Nachrichten für dich.
Dein Freund ist aber gerade dabei sich ein wenig zu stabilisieren; dass bereits auch mal gute Phasen mit dabei sind, ist ein gutes Zeichen.

Schlechte Phasen lassen sich leichter ertragen, wenn man sich sagt, dass das entzugsbedingt ist und das Gehirn sich umbaut und versucht neu zu ordnen und dass nach schlechten Phasen immer auch wieder bessere Momente kommen.
Das ZNS ist damit auf dem Weg sich auch in gewisser Weise selbst zu heilen. Vielen hilft dieses Wissen die Symptome besser zu ertragen. Die Symptome sind kein böser Wille des Gehirns, sondern notwendige Folgen eines Restrukturierungsprozesses und das ZNS will niemanden bestrafen, sondern sucht sein Gleichgewicht.
Oder vielleicht irgendwelche Tips die man in den schlechten Phasen anwenden kann?
Im Entzug ist alles erlaubt, was hilft und vertragen wird.
Dein Freund sollte auf die Suche gehen, was das sein könnte. Das kann zB mal eine schöne Massage beim Masseur sein, die entspannend wirkt, das können Yoga, leichter Sport, meditieren, spazieren, Achtsamkeit.. sein, Hobbies, die man mag usw.
Vielleicht spricht er auch auf sanfte pflanzliche Mittel an, zB Passionsblume, die ausgleichend wirken soll. Wenn eher etwas Beruhigendes gesucht wird, wäre das Hopfen, Baldrian und Melisse.
Bitte kein Johanniskraut, es wirkt ähnlich wie ein SSRI.

Viele Grüße
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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von thormiri » Freitag, 15.06.18, 20:50

Hallo Jamie
vielen Dank für die Worte. Wie meinst du das das es sich chronifizieren könnte? Mein 'Mann hat es dummer Weise gelesen und ist jetzt in voller Panik das sein Leben vorbei ist. Und dabei hatte er heute einen recht guten Tag. Hat über seine Hobbys nachgedacht wo in den schlechten Phasen überhaupt nicht dran zu denken ist.
Ich kann mir nicht vorstellen das das so bleibt, denn so überlebt keiner.

Liebe Grüße
Zuletzt geändert von thormiri am Freitag, 15.06.18, 21:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von Diane » Freitag, 15.06.18, 21:17

Hi..

Darf ich erfragen, welche psychische Erkrankungen er diagnostiziert bekommen hat?

Lg
Ich nahm 2015 150mg Venlafaxin. Dank diesen Forums schlich ich mit Kügelchenmethode aus (7Monate). Bei 0mg angekommen, gings mir 2 Wochen gut, dann trat die Hölle auf Erden ein. Ich hatte zum Schluss zu schnell reduziert. Ich war monatelang bettlägrig, schlimmste Angstzustände, Herzprobleme, 20kg Abnahme was Vitaminmangel mit sich brachte, die ich dank Entzug mit Nahrungsmittelergänzungspäperate nicht beheben konnte, vorallem mein Vitamin D3 war krankhaft niedrig. Ich war kaum noch lebensfähig, mehr Wellen als Fenster.
Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von Gwen » Freitag, 15.06.18, 22:07

Hallo thormiri,
thormiri hat geschrieben:
Freitag, 15.06.18, 20:50
Wie meinst du das das es sich chronifizieren könnte? Mein 'Mann hat es dummer Weise gelesen und ist jetzt in voller Panik das sein Leben vorbei ist.
Entzüge bzw die dadurch hervorgerufene Reizung des ZNS kann im schlimmsten Fall sehr langanhaltend sein. Die Erfahrung aus den Betroffenen-Foren zeigt jedoch, dass sich die Symptome wieder legen. Manchmal dauert es nur leider. Unser Gehirn ist neuroplastisch, dh es ist in der Lage zu anzupassen und zu verändern. Wie schnell diese Prozesse ablaufen, kann man leider nicht vorhersagen. Das Dein Mann gute Phasen hat und auch wieder Interessen zeigt, ist jedoch ein sehr positives Zeichen.

Hier in diesem Thread gibt es zwei Videos, die Entzugssyndrome durch Absetzen von Psychopharmaka, Rekonstruktionsprozesse und Neuroplastitzität erklären: viewtopic.php?f=19&t=9855#p105070
Und hier findest Du einen Artikel zum Thema gereiztes ZNS: viewtopic.php?f=19&t=9910

Viele Grüße Gwen
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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von Jamie » Samstag, 16.06.18, 13:24

Hallo, :)

nein sein Leben ist nicht vorbei! :hug:

Aber es ist jetzt Geduld und Spucke gefragt :schnecke: ; das ZNS heilt nicht linear, sondern in Wellen; das heißt gute und schlechte Phasen wechseln sich ab.

Bitte unbedingt die von Gwen verlinkten Infos lesen; es ist wichtig zu verstehen, was bei AD Einnahme und im Entzug geschieht, um es einordnen zu können.

Die Symptome werden irgendwann weniger werden und es kommen auch irgendwann mehr und mehr gute Tage hinzu.

Alles Gute
Jamie
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Re: venlafaxin absetzen und wieder hochdosieren

Beitrag von thormiri » Montag, 18.06.18, 21:28

Hallo Gwen,
vielen Dank für die beiden Links, jetzt versteht man besser was im "Kopf" und "Körper" passiert.
Das schlimmste ist dann wohl tatsächlich die Zeit, die keiner voraussagen kann und man nicht wirklich helfen kann, denn in den schlechten Phasen überfordert ihn alles. Und das schafft ihn dann zusätzlich.

Liebe Grüße
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