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Citalopram ausschleichen & Allgemeines zum Thema AD`s

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Nickname01
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Citalopram ausschleichen & Allgemeines zum Thema AD`s

Beitrag von Nickname01 » Sonntag, 10.06.18, 10:52

Moin zusammen.

ich bin auf dieses tolle Forum gestoßen, weil ich mich als Angehöriger über das Ausschleichen von AD`s informieren wollte. Das ist bei meiner Frau grad Thema und wir haben so unsere Problemchen damit. Ich habe hier im Forum viele Leidenswege gelesen und möchte, für jene die es interessieren sollte (?) , in zweierlei Hinsicht etwas von mir geben. Den Werdegang / Leidensweg meiner Frau sowie meinen unvermeidlichen Senf zum Thema AD`s & die Mediziner.

Es begann vor ca. 2 Jahren mit sich zunehmend verschlechternder seelischer Verfassung meiner Frau. Depressive Verstimmungen mit sich anbahnenden Panikattacken. Es kamen Triggerpunkte (unschöne Vorkommnisse) hinzu und sie suchte sich psychiatrische Hilfe. Die Psychiaterin verschrieb Citalopram 20mg, zur unbeaufsichtigten Einnahme daheim. Ich verurteile diese Vorgehensweise auf`s Schärfste, insbesondere, nachdem ich mich über die Nebenwirkungen und möglichen Erstverschlimmerungen informiert und erlebt habe. Bereits wenige Tage nach der Einnahme (2 oder 3 ) erlebte meine Frau einen Zusammenbruch mit unbeschreiblichen Panikattacken, gepaart mit Suizidgedanken, um der Situation zu entkommen. Sie war in einer Verfassung, die ihr nicht einmal mehr erlaubte aufzustehen oder zu gehen. Da ich unter Flugangst / Klaustrophobie leide habe ich für den Urlaub / für`s Fliegen ne Notpille (Alprazolam / Xanax ) zu Hause und gab ihr eine, sozusagen als Nothilfe / Notwehr, um die Panik zu lindern. Das half in dem Moment sehr gut und sie konnte schlafen. Als sie erwachte ging es ihr halbwegs und wir beschlossen, in die Klinik zu gehen und Hilfe zu suchen. Sie bekam dort Tav.. als Erste-Hilfe-Maßnahme, wurde stationär aufgenommen und damit begann der so vielen hier bekannte Kreislauf. Sie scheint sehr intensiv auf AD`s zu reagieren und die Einstellung / Hochdosierung auf 20Mg Citalopram war ein wochenlanger Leidensweg. Nach knapp 8 Wochen schien sie sich stabilisiert zu haben und wurde mit dem Rat entlassen, eine Verhaltenstherapie zu beginnen.

Und wieder muss ich meinen Senf abgeben! Meine Frau hatte nun mich an ihrer Seite, der sie unterstützen konnte. Wie, bitte schön, soll jemand, der verletzt, empfindlich und verängstigt ist, unter hunderten Therapeuten in der weiteren Umgebung, die auf Monate ausgebucht sind, Hilfe finden ? Ich habe erlebt, wie demoralisierend es ist, zig unempathische bis amüsierte Absagen zu erhalten und konnte nachempfinden, wie verlassen und hilflos man sich fühlen muss. (Das muss sich ungefähr so anfühlen:“ Hier haste Medis. Die sorgen dafür, dass Du wieder halbwegs funktionierst. Das tust Du jetzt. Raus mit Dir in die freie Wildbahn und sieh zu wie Du klar kommst. Es gibt Leute, die Dir helfen können, allerdings haben die alle keine Zeit. Mit Glück in ´nem halben Jahr, oder so. Solltest Du damit nicht klar kommen, komm wieder her. Dann kriegste Tavor und alles ist gut“)Ich verquassle mich grad, weil mir der Kamm schwillt. Sorry.

Weiter im Text:
Meiner Frau ging es so weit besser, wobei sie immer wieder leicht an der Grenze zur Panikattacke entlang schraddelte. Ich konnte sie nur in Maßen unterstützen, da ich beruflich sehr eingebunden bin und finde es toll, wie sie es trotz ihrer teils labilen Verfassung geschafft hat, den Alltag mit 2 Kindern (schon größer aber eben doch Kinder) und Haushalt geregelt zu kriegen. Das mit der Klinik ist jetzt 1 ¼ Jahr her und sie macht sein einem ¾ Jahr eine Verhaltenstherapie, die ihr recht gut tut. Nun hat sie vor ca. 4 oder 5 Wochen beschlossen das Citalopram auszuschleichen, obwohl ihr Psychiater sagte, sie könne das doch eigentlich auch endlos weiter nehmen. (Eigentlich braucht man doch gar keine Psychiater. Man kann sich doch auch direkt an den nächstbesten Pharmareferenten wenden. Kommt wohl auf`s Selbe raus. Kamm schwill…….). Auf seinen Rat hin reduzierte sie die Dosis an jedem 3. Tag um 50%. (Tagesrhythmus in Mg: 20/20/10/20/20/10 usw. ) Die Nummer ging natürlich voll nach hinten los und wie ich hier im Forum lesen durfte, ist diese Form des Ausschleichens zum Scheitern verurteilt. (Wie kann der Psychiater sowas verordnen !!! Peilen die denn gar nix ??? Kamm schon wieder schwill….)

Es kam, wie es wohl kommen musste. Gefühlte Rückfälle, die nicht zwischen Ursprungserkrankung und Entzugserscheinungen zu unterscheiden sind. Herzrasen, Unruhe, aufkommende Panik (Angst vor der Angst), etc. Zum Glück habe ich hier Tipps für das Ausschleichen gefunden und wir werden jetzt die Auflösemethode anwenden, beginnend mit 10% Reduzierung von 20mg auf 18mg, dann 16, dann 14……, nötigenfalls auch langsamer, mg.-weise. Die nächsten Wochen werden aufzeigen, ob und wie das funktioniert. Ich teile die Angst meiner Frau vor dem Ausschleichen, dieses ungute Gefühl, sich diesem Zeug ausgeliefert zu fühlen, den Wunsch, es loszuwerden, gepaart mit der Angst davor, da durch zu müssen und die Angst davor, dass es eine gefühlte Ewigkeit dauern wird.

Vielleicht liest das ja der Eine oder Andere und hat vielleicht noch Tipps oder ein paar aufbauende Worte für uns. Ich habe hier viele Leidenswege gelesen, die gefühlt …… ich finde keine Worte…. So viel schwieriger sind. Dagegen scheint unser Problem vielleicht als Pillepalle. Trotzdem ist es ein Problem und belastet uns sehr. Dass es mich belastet, behalte ich für mich, denn ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, dass ich als optimistischer Eckpfeiler unverrückbar stehe. Da ich aber auch nur ein Mensch mit eigenen Problemen und Ängsten bin, habe ich mich natürlich zwischendurch mal dem Drang hingegeben, darüber zu reden. Das ging von der veränderten emotionalen Beziehung (und dass mich das belastet) bis hin zu Existenzgeschichten bzw. -Ängsten (selbstständig). Das stellte sich dann als kontraproduktive Triggerpunkte heraus, so dass ich es vermeiden muss, solche Themen anzusprechen. Das Aufbringen von Energie für 2, gepaart mit der zwangsweisen Zurücknahme des Selbst und der eigenen Bedürfnisse, kann schon belasten. Gespräche mit ´ner Therapeutin, auf der Suche nach Tipps, stellte sich als genauso angelerntes und weltfremdes BlaBla heraus, wie das der Psychiater. Sollte ein anderer Angehöriger nachempfinden können was ich meine, gern Austausch per PN.

Liebe Grüße und toitoitoi an alle.
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Re: Citalopram ausschleichen & Allgemeines zum Thema AD`s

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 10.06.18, 11:35

Hallo Nickname01,

herzlich willkommen hier im Forum.

So schlimm es ist, die "Geschichte" deiner Frau ist leider sehr typisch. :frust:
Genau so, wie du es beschrieben hast, läuft es bei den meisten, die sich bei Psychiatern u. CO. in gutem Glauben Hilfe suchen.
Schön, dass deine Frau dich hat, der sie unterstützt. Auch das ist nicht selbstverständlich.
Mir ist absolut klar, dass das für dich sehr schwierig und belastend ist, ich sehe das auch selbst bei meinem Mann. Obwohl auch er das nicht vor mir zugibt. Aber ich bin ja auch nicht doof. :whistle:

Deine Frau scheint das Citalopram von Anfang an nicht gut vertragen zu haben. Ich kann euch nur raten, das Absetzen sehr langsam und vorsichtig anzugehen.
Gut, dass ihr wenigstens schon therapeutische Unterstützung gefunden habt, wir wissen, wie schwierig das ist. :evil:

Du kannst dich hier in deinem Thread austauschen, es werden sicher auch noch mehr Antworten kommen und deine/eure Fragen stellen, wenn ihr welche habt.

Du scheinst dich ja schon gut eingelesen zu haben, das halte ich für sehr wichtig. Es bleibt einem nichts anderes übrig als selbst Experte zu werden. Hilfe von außen bekommt man oft leider nicht.

Ich wünsche dir einen guten Austausch hier.

LG Ute
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Re: Citalopram ausschleichen & Allgemeines zum Thema AD`s

Beitrag von Nickname01 » Montag, 11.06.18, 11:50

Hallo Ute,

vielen Dank für den netten Empfang hier :-)
Bisher gab es ja noch keine Rückkopplung zu meinem Thread, allerdings tatsächlich eine ganz liebe PN zum Thema. Würde gern antworten, was aber leider nicht geht, weil ich nicht freigeschaltet bin. Schade.

LG
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Re: Citalopram ausschleichen & Allgemeines zum Thema AD`s

Beitrag von Murmeline » Montag, 11.06.18, 11:53

Moin!

Wir haben seit Tagen so viele Anmeldungen, dass wir mit der Administration nicht hinterher kommen. Jetzt bist du freigeschaltet. Austausch ist vorrangig auch öffentlich gewünscht, damit alle davon profitieren 🙄😉

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Re: Citalopram ausschleichen & Allgemeines zum Thema AD`s

Beitrag von Nickname01 » Dienstag, 12.06.18, 10:13

Hallo Murmeline,

vielen Dank für`s Freischalten. Natürlich sollten Diskussionen öffentlich sein, was ja Sinn des Forums ist. Das sehe ich auch so. Ich schätze jedoch auch das vertrauliche Zwiegespräch.

Werde jetzt mal sowas wie ne Verabschiedung vom Forum schreiben, weil ich hier nicht so gaaaaanz richtig bin. Ich finde das Forum und den Umgang miteinander super. Alle tauschen sich aus und helfen einander durch schwierige Zeiten, sei es durch konkrete Tipps, Beistand oder auch und insbesondere Verständnis. Das ist wirklich klasse.

Da ich selber kein direkt Betroffener sondern Angehöriger bin, kann ich leider nur sehr wenig beitragen. Die Themen, zu denen ich etwas beisteuern könnte, sind in Eurem Forum weniger relevant. Zudem kann ich mich nur rudimentär in die Gefühlswelt des Gesamtthemas reinfühlen. Ich litt viele Jahre an Klaustrophobie, hatte im Flieger und im Fahrstuhl Panikattacken, die mich fürchten ließen die Kontrolle zu verlieren, zu ersticken, komplett auszurasten. Insofern kenne ich zumindest irrationale Ängste, die Angst vor der Angst und das Fühlen von Unwirklichkeit und weiß, dass man das niemandem erklären kann, der es nicht selbst erlebt hat. Das ist, als würde man einem Blinden eine Farbe erklären wollen. Es ist einfach nicht möglich.

Und, obwohl ich unserer Medizin und den dort tätigen Medizinern und Therapeuten viele Vorwürfe zu machen habe, viele Missstände sehe, sehe ich doch auch, dass sie die Erkrankung auch überhaupt nicht im Kern verstehen können, weil sie es nicht fühlen können. es ist ihnen naturgegeben nicht möglich, ohne es selbst erlebt zu haben.

Ich versabble mich schon wieder. Ich hatte zweierlei Ding hier zu finden gehofft. (Hoffentlich kriege ich jetzt hier keinen Shitstorm ab. Bitte nicht !)

1: Mich interessieren die Hintergründe. WARUM ist das alles so ? Dass die Verhaltenstherapeuten Betroffenen nur Wege aufzeigen, wie man mit der Situation und dem Leben am Besten umgehen kann, sozusagen als Hilfe zur Selbsthilfe, greift meines Erachtens zu kurz. Diese und andere Therapeuten sind schon bemüht, tiefer zu buddeln, Ursachen zu finden und streben danach, den Betroffenen zu sich selber zu führen, zu Selbsterkenntnis und Selbstbestimmung. (Das nimmt allerdings auch manchmal Züge an, dass Therapierte als Egomanen aus der Therapie hervorgehen) Und jetzt kommt meine These, für die ich wahrscheinlich gleich gesteinigt werde: Ich kann und will nicht von DER Ursache sprechen, behaupte aber, dass die Nichtannahme einer scheinbar unabänderlichen Situation das Entstehen psychischer Probleme fördert. Will sagen: Jahrelang im gefühlt falschen Job zu sein, Jahre oder Jahrzehnte durch Verflechtung mit einem Partner zusammen zu sein, mit dem man nicht glücklich ist (Gefühl der Ausweglosigkeit), verdrängen von inneren Wahrheiten (sich etwas nicht eingestehen zu wollen), Zurückhaltung und Schweigen zum Zwecke der Konfliktvermeidung, etc. Ich glaube, das sind alles Faktoren, die zu einem seelischen Ungleichgewicht führen und Menschen irgendwann erkranken lassen. Körperlich oder seelisch. Wie gesagt. Ich hatte gehofft, auch solche Diskussionen hier zu finden. Über das "Dahinter".

2: Auch hatte ich gehofft, hier mehr Angehörige anzutreffen und mich auszutauschen. Wenn ein Partner psychische Probleme hat, geht das natürlich auch am Anderen nicht spurlos vorbei und er muss viel Kraft aufbringen. Er hat niemanden mehr an seiner Seite, der ihn mal aufbaut, motiviert, am Ärmel zieht, ihn mitzieht, wenn er mal einen Durchhänger hat oder wenn er sich mal fallen lassen will. Zudem verändert sich der Betroffene durch die Medikamente, wenn auch in mancherlei Hinsicht sehr subtil, nicht benennbar. Das emotionale Verhältnis verändert sich. Der Begriff "veränderte Libido" hört sich z.B. so abgedroschen an, als ginge es nur um "das Eine". Auch hier redet niemand über das "Dahinter". Über die Form der Zweisamkeit, die durch Leidenschaft, Begehren, gemeinsame Lust und Unbeschwertheit die Zweisamkeit bereichert und auch mit ausmacht, weil es zum Leben, zur Lebenslust dazu gehört und beiträgt.

Nun,
Ich werde hier mal weiter fleißig mitlesen, weil ich das ganze Thema spannend finde (und gewissermaßen ja auch Betroffener bin) und wünsche ALLEN hier alles Gute

LG
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Re: Citalopram ausschleichen & Allgemeines zum Thema AD`s

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 12.06.18, 13:57

Hallo!

Nicht jeder findet hier, was er braucht. Der Schwerpunkt hier im Forum sind Absetzsymptomatiken und risikominimierende Strategien fürs reduzieren und Absetzen.. Infos zur Ausrichtung findest du in den Regeln http://www.adfd.org/austausch/app.php/rules und kn diesem Text. http://www.adfd.org/austausch/app.php/rules

Grüße und alles gute, Murmeline
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Re: Citalopram ausschleichen & Allgemeines zum Thema AD`s

Beitrag von padma » Dienstag, 12.06.18, 19:20

hallo Nickname, :)

für deinen Themen ist bei uns schon auch Raum.

Wir haben nur so viele Anfragen, dass wir nur sehr begrenzt zu den von dir angesprochenen Themen kommen.

Schau dich mal im Bereich Diskussion um.

Austausch unter Angehörigen findet bisher nicht so statt, hier hatte es jemand (ist nicht mehr aktiv) schon mal versucht
viewtopic.php?f=8&t=11924, du könntest in dem thread versuchen, ob ein Austausch in Gang kommt.

liebe Grüsse,
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Absetzverlauf:
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6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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Re: Citalopram ausschleichen & Allgemeines zum Thema AD`s

Beitrag von Buetzfeld » Dienstag, 19.06.18, 11:27

Hallo,
ich denke auch, dass dieses hier ein reines Absetzforum ist, welches den Betroffenen helfen soll, Absetzsymptome zu verstehen und im Austausch mit anderen Hoffnung und Mut zu bekommen. Ich habe hier jedenfalls viel gelernt und Dinge verstanden, die mir vorher nicht bekannt waren und die man von keinem Arzt und Mediziner erklärt bekommt.
Gründe und mögliche psychische Ursachenforschung oder tiefenpsychologische Zusammenhänge warum es erst zu Depressionen gekommen ist, würden in diesem Forum zu weit führen. Sie sind auch zu individuell, sodass hier nicht von allgemeinheitlichen Dingen ausgegangen werden kann.
Sicherlich ist es wichtig, dass hier offen über alles gesprochen werden kann, damit jeder davon profitieren kann.
Aber es ist auch gut, dass es die Möglichkeit der PN gibt, um die Anonymität wahren zu können
Denn wenn ich offen detailliert Dinge über mich preisgebe, muss ich damit rechnen, dass mich vielleicht jemand erkennen würde, was ich nicht möchte.
"Nickname"....ich hatte versucht dir über PN vielleicht helfen zu können, deine Frau besser zu verstehen, da ich viele Parallelen zwischen ihr und mir gesehen habe, die ich aber nicht öffentlich machen wollte, aus Gründen der Anonymität. Nachdem ich dir viel und ehrlich aus meiner Privatsphäre erzählt und auch private Fragen an dich gestellt habe, habe ich bis heute vergeblich auf eine Antwort gewartet. Das ist nicht die feine Art.
Stattdessen lese ich hier, dass dieses Forum nichts für dich ist, weil du die Diskussion über psychische Hintergründe vermisst. Gerade dieses habe ich dir ja mit meiner PN angeboten.
Es ist also nicht die feine Art, hier solch eine Show abzuziehen. Beim Studieren des Forums bevor ich mich hier überhaupt angemeldet habe, war mir klar worum es hier auch ging, sodass ich hinterher nichts in Frage stellen musste.
Ich finde dein Verhalten mir gegenüber überhaupt nicht fair und ich schäme mich dafür, dir soviel von mir erzählt zu haben, ohne auch nur eine Antwort bekommen zu haben.
Aber auch das gehört nicht hierher, wie gesagt, tiefenpsychologische Ursachen mit und ohne menschlichen Defiziten sollten in anderen Foren diskutiert werden.
Das Forum hier ist wie es ist und damit absolut .....TOP !
LG an alle, die diese Forum so gestaltet haben !
Buetze
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MurmelinelakeSonne1Jamie
2009 Beginn der Depressionen mit extremen Schwindel, Angstzustände, Hypochondrie, Panikattacken.
Hausarzt: 20mg Citalopram mit extremen Nebenwirkungen (Schwindel, extreme Ängste, Panik) für 8 Wochen
Psychiater20 mg Citalopram 8 Wochen krankgeschrieben
2009 - 2011 kaum Probleme, jedoch Beginn von leichten Taubheitsgefühlen an den Zehen
2011 Absetzen von Citalopram dann im 4 Wochen Rythmus -20mg-15mg-10mg-5mg , danach 3 Monaten keine Probleme
Mitte 2012 nach großer psychischer Belastung wieder extremer Schwindel, Angstzustände, Hypochondrie, Panikattacken. Psychiater20 mg Citalopram 8 Wochen krankgeschrieben
2014 Nach 2 Jahren guten Befinden außer den immer leicht tauben Zehen, 2.Absetzversuch, wie beim ersten Mal. Reduzierung alle 4 Wochen von 20mg-15mg-10mg-5mg.
Mitte 2014 nach 3 Monaten AD-frei wieder Beginn von massivem Schwindel, Panik, Hypochondrie etc. Psychiater20 mg Citalopram 10 Wochen krankgeschrieben. Danach für lange Zeit richtig gut
Mitte 2017 3.Absetzversuch, dieses Mal langsamer, 6 Monate auf 15mg, dann 3 Monate auf 10 mg.
Anfang April 2018 Reduzierung auf 5mg. Seitdem haben die Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Füssen stark zugenommen. Dadurch hypochondrische Befürchtungen und Grübeleien über mögliche andere Ursachen wie Tumor oder MS. Zeitweise stehen jedoch auch unterschiedlich andere Symptome wie Schwindelgefühle im Vordergrund und die Missempfindungen in den Füssen sind im Hintergrund so stark ausgeprägt. Die Symptome sind allerdings auszuhalten und ich kann nach wie vor meinem Job nachgehen.
Am 17.05.18 mit Wasserlösemethode wieder auf 6 mg hochdosiert. Seitdem sind die Missempfindungen mit Brennen in den Füssen extrem verstärkt. Außerdem Antriebslosigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit. Ich schleppe mich durch den Tag und bin extrem unglücklich und hypochondrisch.
seit 24.05.18 plötzlich einsetzende Besserung. Ängste und Panik sind verschwunden, die Dosierung mit 6 mg scheint gegriffen zu haben.
30.05.18 Das Fenster ist leider vorbei, die Missempfindungen in den Zehen, Füßen und Beinen werden wieder schlimmer. Die Ängste und Panik sind wieder da. Ich bin weinerlich und antriebslos, kein Vergleich und genau das Gegenteil von letzte Woche. Ich bin am Boden zerstört.

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