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elfnik: venlafaxin absetzen

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elfnik
Beiträge: 1
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elfnik: venlafaxin absetzen

Beitrag von elfnik » Donnerstag, 14.06.18, 14:08

Hallo Zusammen,

bin neu hier im Forum und hoffe, dass ich im richtigen Thread gelandet bin bzw. dass mein Beitrag hierpassend ist.
Es ist jetzt nicht so, dass ich hier eine Frage hätte, was ja oftmals ein Grund für das Anmelden in einem Forum ist, sondern, dass ich lediglich kurz über persönliche Absetz-/Reduziersymptome bzgl. Venlafaxin berichten möchte. Berichten deshalb, da es mir geholfen hat, lesen zu können, dass ich offensichtlich nicht ganz allein bin, mit den sich beim Reduzieren ergebenden Erscheinungen/Symptomen, sondern, dass teilweise echt hammermäßige Reaktionen den Körper durchschütteln. Evtl. hilft dieser Beitrag dann auch der oder dem Ein und Anderen, wenn er oder sie erkennen kann, dass so ziemlich alles an Reaktionen beim Absetzen/Reduzieren möglich ist, und dass die sonstigen permanenten Nebenwirkungen bei Venlafaxin durchaus nennenswert sein können und sehr unterschiedlich ausfallen. Auf meine "Kranken"- oder Medikamentengeschichte möchte ich gar nicht im Detail eingehen, da ansonsten hier ein Roman entstehen würde, von dem ich mir jedoch überlege, ob ich ihn ggf. dereinst tatsächlich noch schreiben werde, nachdem ich diesbezüglich schon die ein oder andere Anfrage bekam, dies doch bitte zu tun. Hab da momentan einfach keine richtige Lust bzw. Energie zu.

Also hier, nach dieser langen Vorrede, kurz die Auflistung der permanenten Nebenwirkungen, gefolg von den akuten Absetz-/Reduzierers heinungen.

Seit ca. 2 Jahren 225mg Venlafaxin retard.
Nebenwirkungen:
Immer wieder spontane heftige Schweißausbrüche
Kein wirkliches Temperaturempfinden (Verbrennungsgefühle im tiefsten Winter und Erfrierungsgfühle in praller Sonne... mit diversen Zwischenstufen und auch in umgedrehter Version... zumeist aber immer das Gefühl, dass es unendlich heiß ist).
Zeitgefühl nahezu abhanden gekommen.
Ab und an Stromschlaggefühle im ganzen Körper
Schmerzunempfindlichkeit (kann mich verletzen, ohne dass es mir weh tut oder mich irgendwie sonderlich stören würde).
Nicht aus der Ruhe zu bringen, selbst wenn es angebracht wäre.
Starke Schwankungen der Sehkraft bzw. der Fokusiermöglichkeiten.
Extreme Vergess- und Schusseligkeit.
Fehlendes Hungergefühl.
Diverse weitere Dinge, die jedoch eher undramatisch sind.

Möglicherweise sind die dargestellten Symptome nicht nur auf das Venlafaxin zurückzuführen, sondern eine Kombination aus Venlafaxin und persönlicher Begleitumstände... jedoch das auseinanderzuhalten ist mir nur sehr bedingt möglich (müsste ansonsten das Venlafaxin zum Vergleich weglassen, was dann jedoch eine Potenzierung der Nebenwirkungen zur Folge hat... schon erlebt, da hin und wieder die Einnahme vergessen).

Aktuell wird um 37,5 mg reduziert, was ich ca. 2 Wochen lang mehr oder weniger nicht sonderlich dramatisch fand. Dann aber plötzlich das Gefühl gehabt, als wenn ich die Einnahme komplett weggelassen hätte (das Gefühl kenne ich, weswegen ich es entsprechend zuordnen konnte, mich jedoch wunderte und mittelmäßig verzweifelt war, was da abgeht, obwohl ich nur minimalst reduziert habe).

Extremste Schweißausbrüche (Mensch gewordener Niagarafall).
Dauerndes Kribbeln in den Fingern.
Stromschlaggefühle.
Heftigste Kopfschmerzen.
Schwindelanfälle.
Durchfall.
Gefühl, sich ständig übergeben zu können.
Frierattacken.
Nach ca. 2 Tagen Besserung, jedoch megaplatt und gefühlt von ner anderen Welt kommend.

Sicherlich hab ich einige Dinge vergessen, die auch noch gewesen sind. Blöd ist jedoch, dass ich mal wieder ziemlich unverhofft aus dem ohnehin schon etwas chaotischen Leben gerissen wurde, was es extremst schwer für mich macht, meinen Job zu machen und Geld zu verdienen. Am liebsten würde ich alles hinschmeißen, was ich jedoch, aufgrund guter Freunde, ner tollen Therapeutin und meiner Tochter und auch des Zuredens (noch) meines Arbeitgebers nicht mache. Will hier auch nicht rumjamemern, sondern, wie geschrieben, nur darstellen, was ggf. an Nebenwirkungen bei mir auftreten und jenen Mut zu machen, die diese Dinge ebenfalls erleben (ihr seid nicht allein). Ob und wie es weitergeht, weiß ich nicht... bin da aber relativ gelassen, da derzeit mangels Zeitgefühl weder Vergangenheit noch Zukunft eine große emotionale Rolle spielt (was wiederum ebenfalls eine Nebenwirkung sein kann, jedoch laut Psychologe eher untypisch sein soll... naja.. egal... bei mir isses halt so).

So, das war's auch schon.

Wünsche euch allen ganz arg viel Kraft und eine Menge guttuender Menschen (die sind wichtig).

Ganz arg liebe Grüße

Elfnik
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Re: elfnik: venlafaxin absetzen

Beitrag von Gwen » Donnerstag, 14.06.18, 16:36

Hallo elfnik,
herzlich Willkommen hier im Forum!

Bei uns hier hat jeder seinen eigenen Thread, daher hab ich Deinen Beitrag abgetrennt und Dir hiermit Deinen Thread erstellt.

Viele Grüße und einen guten Austausch
Gwen
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Re: elfnik: venlafaxin absetzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 14.06.18, 17:43

hallo Elfnik, :)

auch von mir willkommen.

Danke dir für deinen Erfahrungsbericht.

Was mir auffällt ist, dass du zu schnell reduzierst. 37,5 mg ist keine minimale Reduktion, sondern eine sehr grosse. Wir empfehlen Reduktionen von 10 % der letzten Dosis.

Dass die Reduktion zu gross war, merkst du auch daran, dass du heftige Absetzsymptome hattest. Je weiter man mit der Dosis runter kommt, umso empfindlicher reagiert das ZNS und umso kleiner sollten daher die Reduktionsschritte sein.

Hier sind unsere Basisinfos viewtopic.php?f=18&t=12880

Hast du Retardkapseln mit vielen kleinen Kügelchen? Dann kannst du mit der Kügelchenmethode absetzen.

Für einen weiteren Austausch ist es wichtig, dass du noch eine Signatur erstellst http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 46&t=15035

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
GwenUlulu 69
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
6.05.2018: 0,275 mg :schnecke:


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