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Folsäure +Vitamin B12 gegen Negativsymptome

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Katja
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Folsäure +Vitamin B12 gegen Negativsymptome

Beitragvon Katja » Dienstag, 14.11.17, 21:53

Hallo zusammen,

ich bin heute zufällig auf einen Artikel gestoßen, nachdem bei einigen Schizophrenie-Patienten die Einnahme von Folsäure (2mg/Tag) + Vitamin B12 (400 Mikrogramm/Tag) half, die Negativsymptomatik zu lindern.
http://www.mind-and-brain-blog.de/1194/ ... ophrenien/

Jetzt hab ich mal bei Wikipedia gelesen und 2mg Folsäure und 400 Mikrogramm Vitamin B12 scheint mir recht hoch. Beim Drogeriemarkt bekommt man auch nur niedrigere Dosierungen. Über medizinfuchs.de hab ich 5mg Folsäure und überteuerte Vitamin B12 gefunden.

Kennt hier jemand sich mit den Mengen an Vitamin B12 und Folsäure aus? Würdet ihr das ab meiner Stelle ausprobieren mit möglichst vergleichbaren Mengen?

Viele Grüße
Katja
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Re: Folsäure +Vitamin B12 gegen Negativsymptome

Beitragvon LinLina » Mittwoch, 15.11.17, 11:55

Hallo Katja :-)

Ein Problem bei solchen Einzelstudien ist, dass man überhaupt nicht weiß, wie sich die Einnahme dieser hohen Dosis längerfristig auswirkt :?

Die in der Studie angewandte Dosierung ist ja Definitiv eine Über-Dosierung, das wird natürlich auch gemacht um möglichst schnell deutliche Effekte messen zu können.

Du bist ja beim Absetzen/Reduzieren deiner Medikamente, richtig? Da kommt ja noch hinzu, dass Nahrungsergänzungsmittel im Absetzprozess nicht immer vertragen werden.

Ich kann aber verstehen dass du das testen möchtest. Es wäre aber eigentlich sinnvoller, das zu testen wenn du nicht gerade im Reduktionsprozess bist, auch da man eventuelle Effekte, positiv oder negativ sonst kaum zuordnen kann.

Ich glaube, ich würde zumindest erstmal einen Bluttest machen wo du B12 und folsäure bestimmst.

Danach kannst du immer noch überlegen, die beiden Vitamine zu ergänzen. Allerdings würde ich wenn du dich dafür entscheidest erst mit B12 anfangen und mit kleiner Dosis. Bei Verträglichkeit ein wenig steigern, die täglich empfohlene Aufnahmemenge würde ich aber sicherheitshalber nicht groß überschreiten.

Wenn du das B12 verträgst und es in der Norm ist, könntest du die Folsäure probieren, ebenfalls erst mit kleiner Dosis. Soweit ich das gelesen habe meine ich, sollte das B12 immer zuerst aufgefüllt werden, aber ich bin da auch keine Expertin :?

Ob ich das an deiner Stelle aktuell machen würde, weiß ich nicht so genau, da es eben auch Unverträglichkeitsrisiken birgt.

Liebe Grüße
Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
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Re: Folsäure +Vitamin B12 gegen Negativsymptome

Beitragvon Katja » Mittwoch, 15.11.17, 17:06

Hallo Lina,

danke für deine Antwort und Meinung!
Ja, ich bin am Reduzieren, wobei ich bis jetzt noch keine Veränderung durchs Absetzen bemerke. Mein nächster Reduktionsschritt ist auch erst wieder am 29.11. dran, sodass ich mir jetzt, sozusagen als Kompromiss, Depot-Tabletten mit 800 Mikrogramm Folsäure (glaube, das ist auch schon recht hoch, wenn auch bei weitem nicht so viel wie die 2mg aus der Studie) und 25 Mikrogramm Vitamin B12 (statt 400 Mikrogramm in der Studie) von taxofit bei Rossmann geholt habe. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll der therapeutische Effekt in der Studie durch die Folsäure gekommen sein, das Vitamin B12 war nur zur Verstärkung dieser dabei https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr ... ptome.html

Ich werde die Tabletten ganz vorsichtig in den nächsten 2 Wochen antesten und dann berichten - es wäre einfach zu schön, wenn es auch nur minimal gegen die Minussymptome helfen würde!

Liebe Grüße
Katja
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Re: Folsäure +Vitamin B12 gegen Negativsymptome

Beitragvon LinLina » Mittwoch, 15.11.17, 17:25

Hallo Katja :-)

Katja hat geschrieben: Wenn ich es richtig verstanden habe, soll der therapeutische Effekt in der Studie durch die Folsäure gekommen sein, das Vitamin B12 war nur zur Verstärkung dieser dabei https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr ... ptome.html


So wie ich gelesen habe, besteht die Gefahr dass man bei alleiniger hoher Folsäure supplementierung einen B12-mangel nicht bemerkt. Außerdem habe ich gelesen, dass ein bestimmter Stoffwechselweg Probleme machen kann, wenn man viel Folsäure und kaum B12 einnimmt, und man das Grundproblem dadurch verschlimmern kann. Aber das ist wirklich eine Wissenschaft für sich.

Vor der Einnahme einen Bluttest zu machen fände ich sehr sinnvoll, auch für dich um abschätzen zu können ob vielleicht wirklich eine Mangelsituation vorlag, das wäre ja auch eine Möglichkeit für dich zur Kontrolle, wann und wieviel du an NEM ggf. brauchst.

Ich drück dir auch jeden Fall die Daumen, dass du es gut verträgst.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Folsäure +Vitamin B12 gegen Negativsymptome

Beitragvon Katja » Mittwoch, 15.11.17, 17:41

Liebe Lina,
LinLina hat geschrieben:So wie ich gelesen habe, besteht die Gefahr dass man bei alleiniger hoher Folsäure supplementierung einen B12-mangel nicht bemerkt. Außerdem habe ich gelesen, dass ein bestimmter Stoffwechselweg Probleme machen kann, wenn man viel Folsäure und kaum B12 einnimmt, und man das Grundproblem dadurch verschlimmern kann. Aber das ist wirklich eine Wissenschaft für sich.

immerhin ist in den Tabletten ja schon Vitamin B12 und auch nicht so super wenig, also hoffentlich reicht das schon mal.

LinLina hat geschrieben:Vor der Einnahme einen Bluttest zu machen fände ich sehr sinnvoll, auch für dich um abschätzen zu können ob vielleicht wirklich eine Mangelsituation vorlag

Ich werde versuchen möglichst schnell einen Bluttest zu machen.
LinLina hat geschrieben:Ich drück dir auch jeden Fall die Daumen, dass du es gut verträgst.

Danke schön! :)

Liebe Grüße
Katja
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