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Viele Grüße vom Team

5-HTP

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
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5HTP

Beitragvon Nils1970 » Mittwoch, 06.04.16, 5:07

Guten Morgen zusammen,

hat jemand von euch Erfahrung mit 5HTP?

Nachdem Citalopram bei mir nur die übelsten Nebenwirkungen verursacht und Johanniskraut null Wirkung gezeigt hat, bin ich auf 5HTP gestoßen. Ich nehme das jetzt seit 2 Wochen und fühle mich echt besser.

Im Internet konnte ich lesen, dass das in den 1970/80er Jahren ein gängiges Antidepressiva war, dann 1987 durch die SSRIs abgelöst wurde und quasi in der Versenkung verschwunden ist, derzeit aber wieder auflebt. Es wird auch nicht mehr als Medikament geführt, sondern als Nahrungsergänzungsmittel.

Ich habe mich auch durch einige Foren gelesen, wo meistens positiv darüber berichtet wird.

Deswegen auch meine Frage, ob hier auch jemand Erfahrung mit 5HTP gemacht hat oder gerade macht?

LG Nils
Von 1998-1999 Lorazepam und Oxazepam wegen Angstzuständen und Schlaflosigkeit (ohne nennenswerte Verbesserung der Symptomatik).
Danach bis 2015 Bromazepam wegen derselben Symptome. Deutliche Verbesserung eingetreten. Die Dosis belief sich weitestgehend auf 6-9 mg, bei Extremsituationen wie etwa im Flugzeug bis 18 mg. 2014 Dosisreduzierung auf 3 mg.
Ab 2015 wegen massiver privater und beruflicher Probleme Depressionen bekommen. Deswegen zusätzlich Antideprssiva (hintereinander Laif 900, 5 HTP, Lasea, Citalopram, Mirtagamma). Die ersten 3 ohne Wirkung, die letzten 2 wegen starker Nebenwirkungen wieder abgesetzt.
Umstieg von Bromazepam auf Diazepam 10 mg. Wegen zu starkem hang-over-Effekt wieder zurück zu Bromazepam.
2016 nach 2 epileptischen Anfällen wieder auf Diazepam gesetzt. Nach einem 3/4 Jahr ohne erneuten Anfall abermals zurück zu Bromazepam.
Bei sehr heftigen depressiven Phasen Alkohol und dabei unkontrollierte Einnahme von Bromazepam. Ansonsten derzeit 9-12 mg.

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Re: 5HTP

Beitragvon padma » Mittwoch, 06.04.16, 12:09

hallo Nils, :)

willkommen im ADFD.

hier ein paar Erfahrungen zu 5HTTP
viewtopic.php?f=4&t=5760

viewtopic.php?f=4&t=4375

Über die Suchfunktion findest du noch mehr.

Wenn du weiter positive Erfahrungen damit machst, wäre es schön, wenn du uns weiter berichten würdest (bei negativen gerne auch)

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.09.2017: 0,5 mg


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Re: 5HTP

Beitragvon Nils1970 » Donnerstag, 07.04.16, 2:44

Hallo padma,

erstmal danke für die Antwort und die Links. Ich weiß aber auch nicht, was da gleich wieder welche von "Teufelszeug" reden , von dem man bloß die Finger lassen soll. Ich hatte bis jetzt überhaupt keine Nebenwirkungen. http://www.hormonzentrum-an-der-oper.de ... 5-htp.html

Interessant ist auch der obige Link zu 5HTP.

LG Nils
Von 1998-1999 Lorazepam und Oxazepam wegen Angstzuständen und Schlaflosigkeit (ohne nennenswerte Verbesserung der Symptomatik).
Danach bis 2015 Bromazepam wegen derselben Symptome. Deutliche Verbesserung eingetreten. Die Dosis belief sich weitestgehend auf 6-9 mg, bei Extremsituationen wie etwa im Flugzeug bis 18 mg. 2014 Dosisreduzierung auf 3 mg.
Ab 2015 wegen massiver privater und beruflicher Probleme Depressionen bekommen. Deswegen zusätzlich Antideprssiva (hintereinander Laif 900, 5 HTP, Lasea, Citalopram, Mirtagamma). Die ersten 3 ohne Wirkung, die letzten 2 wegen starker Nebenwirkungen wieder abgesetzt.
Umstieg von Bromazepam auf Diazepam 10 mg. Wegen zu starkem hang-over-Effekt wieder zurück zu Bromazepam.
2016 nach 2 epileptischen Anfällen wieder auf Diazepam gesetzt. Nach einem 3/4 Jahr ohne erneuten Anfall abermals zurück zu Bromazepam.
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Re: 5HTP

Beitragvon Jamie » Donnerstag, 07.04.16, 11:44

Hallo Nils,

Ich weiß aber auch nicht, was da gleich wieder welche von "Teufelszeug" reden , von dem man bloß die Finger lassen soll.


wie meinst du das mit Teufelszeug? Findest du wir sind da zu kritisch? Oder hast du was Anderes gemeint?
Also den Begriff Teufelszeug lesen wir nicht gerne; und wir Moderatoren versuchen ihn zu vermeiden.

Wir raten meistens von 5HTP ab, weil die Leute zeitgleich oft noch AD nehmen und dann ein Serotoninsyndrom entwickeln können, was natürlich eine schwerwiegende Arzneimittelinteraktion ist. Davor muss man explizit warnen!
Dass das ADFD pauschal 5HTP ablehnt, wäre mir nicht bekannt - meistens schreiben wir dazu, dass man es eben ausprobieren soll, ob es hilft.

Also ich habe auch 5HTP genommen und es hat leider null komma null gewirkt, aber ich hatte auch keine Nebenwirkungen.
Weil du ja nach persönlichen Erfahrungen gefragt hast.
Ich habe es genommen in der Hoffnung, dass meine Schlaflosigkeit vielleicht besser wird.

Viele Grüße :)
Jamie
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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: 5HTP

Beitragvon Nils1970 » Donnerstag, 07.04.16, 12:29

Hallo Jamie,

ja, das Wort Teufelszeug habe ich in einem anderen Thread in Bezug auf 5HTP gelesen. Dass man es nicht zusammen mit anderen AD nehmen soll, sollte eigentlich jeder wissen, und zwar alleine schon deswegen, weil man die Einnahme von Medikamenten oder auch anderer Substanzen grundsätzlich mit einem Arzt abspricht. Zumindest ich mache das so.

Auch andere AD wirken nicht bei jedem, ob das nun Citalopram ist oder sonstwas. Das ist halt von Mensch zu Mensch verschieden.

Allerdings habe ich an einigen Stellen gelesen, dass man 5HTP durchaus mit Johanniskraut kombinieren kann, was ich aber nicht mache.

LG Nils
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Ab 2015 wegen massiver privater und beruflicher Probleme Depressionen bekommen. Deswegen zusätzlich Antideprssiva (hintereinander Laif 900, 5 HTP, Lasea, Citalopram, Mirtagamma). Die ersten 3 ohne Wirkung, die letzten 2 wegen starker Nebenwirkungen wieder abgesetzt.
Umstieg von Bromazepam auf Diazepam 10 mg. Wegen zu starkem hang-over-Effekt wieder zurück zu Bromazepam.
2016 nach 2 epileptischen Anfällen wieder auf Diazepam gesetzt. Nach einem 3/4 Jahr ohne erneuten Anfall abermals zurück zu Bromazepam.
Bei sehr heftigen depressiven Phasen Alkohol und dabei unkontrollierte Einnahme von Bromazepam. Ansonsten derzeit 9-12 mg.

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Re: 5HTP

Beitragvon LinLina » Donnerstag, 05.05.16, 13:45

Hallo,

ich habe den Beitrag von odeandiefreude abgetrennt, da die Diskussion nicht mehr nur um 5-HTP geht.

odeandiefreude hat geschrieben:5-HTP als Behandlung für Depressionen, wie gesagt sehe ich eher skeptisch, das vorhandene Studienmaterial ist von der Methodik her wirklich schlecht.


viewtopic.php?f=4&t=11465

lg Lina
Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Mein Medikamentenverlauf :schnecke: :
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Re: 5HTP

Beitragvon padma » Mittwoch, 27.07.16, 11:18

hallo,

Saskiasweg schrieb:

Vorsicht bei der Einnahme von 5HTP. Es wirkt sehr nachteilig auf den Darm. Erzeugt auf Dauer starke Blähungen. Deshalb abgesetzt.

viewtopic.php?p=149747#p149747

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Re: 5HTP

Beitragvon padma » Donnerstag, 04.08.16, 18:05

hallo,
hier noch ein Beitragvon Jamie :) zu 5HTP und AD

Es ist uns schleierhaft, dass es im Netz immer wieder Seiten gibt, wo eine Kombination von 5HTP und SSRI empfohlen wird bzw. als Entzugsbegleitung vorgeschlagen sind.
Fakt ist: SSRI sorgen dafür, dass vermehrt Serotonin im synaptischen Spalt verbleibt; kombiniert man dies mit anderen Stoffen ähnlicher Wirkung (dazu gehört 5 HTP, aber auch Migränemittel wie Triptane oder stärkere Schmerzmittel u.v.m.), dann kann die Serotoninkonzentration auf eine für den Organismus gefährliche Dosis anwachsen und ein Serotoninsyndrom entstehen.

viewtopic.php?p=151154#p151154

Serotoninsyndrom
Substanzen, die in Kombination mit einem SSRI ein Serotonin-Syndrom auslösen können:
Antidepressiva
MAOI Mirtazapin
Echtes Johanniskraut Venlafaxin
Trizyklika
Opioide
Tramadol Pethidin
Codein Morphin
Heroin Fentanyl
ZNS-Stimulantien
Phentermin Diethylpropion
Amphetamin (Speed) MDMA (Ecstasy)
Methylphenidat Sibutramin
Mutterkornalkaloide
LSD
Tropan-Alkaloide
Kokain
5-HT1-Agonisten
Triptane
Andere
Selegilin Tryptophan
Buspiron Lithium
Linezolid Dextromethorphan
nach Rossi, 2005

Gefährlich ist die Kombination von SSRI mit Substanzen, welche die Synthese oder den Abbau von Serotonin beeinflussen, da durch Erhöhung der Serotonin-Konzentration im ZNS das potenziell lebensbedrohliche Serotonin-Syndrom ausgelöst werden kann. Das Risiko ist besonders hoch bei der gleichzeitigen Einnahme von SSRI und MAO-Hemmstoffen. Deshalb muss zwischen beiden Medikationen ein zeitlicher Mindestabstand liegen, dessen Länge sich je nach Wirkstoff unterscheidet (meist zwei Wochen). Bei gleichzeitiger Einnahme dieser Mittel kann es auch zu sehr unangenehmen Lähmungserscheinungen kommen, bei denen der Betroffene zwar bei vollem Bewusstsein ist, sich aber weder sprachlich noch über Körperbewegungen mitteilen kann (Locked-in-Syndrom).

Gleichzeitige Einnahme von SSRI und Triptanen kann nach einem Warnhinweis der FDA ebenfalls zu einem Serotonin-Syndrom führen.[45] Die FDA weist darauf hin, dass an diese mögliche Wechselwirkung unter Umständen nicht gleich gedacht wird, da SSRI und Triptane oft von verschiedenen Ärzten verschrieben bzw. die Migränemittel nur unregelmäßig eingenommen werden.
Zusätzliche Einnahme von L-Tryptophan oder 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) kann durch Verstärkung der Serotoninsynthese ebenfalls zum Serotonin-Syndrom führen. Eine Übersicht über Substanzen, die in Kombination mit einem SSRI ein Serotoninsyndrom auslösen können, gibt die Tabelle.



Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Serotonin ... ahmehemmer

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Re: 5HTP

Beitragvon Esbri » Donnerstag, 01.09.16, 16:59

Als kurzen Erfahrungsbericht: ich hab 5HTP das letztes Jahr für 2 Monate genommen und absolut gar keine Wirkung oder Nebenwirkung bemerkt. Leider kann ich mich nicht mehr an die Dosis erinnern, aber ich hatte damals recherchiert, die Tabletten waren aus der Apotheke und die Dosis war meines Wissen ausreichend.

Liebe Grüße
Panikstörung - seit 1997, Hypochondrie - seit dem Volksschulalter, skin picking disorder - schon immer, Dysthymie - schon immer, depressive Phasen - immer mal wieder, nicht näher definierte Persönlichkeitsstörung - vermutlich auch schon immer, Reizdarm?? - seit Dez.2015

Behandlungsversuche der Panikstörung mit diversen Antidepressiva: Citalopram (ein paar Wochen), Escitalopram (3 Monate), Sertralin (2 1/2 Monate), Fluoxetin (5 Jahre, später einmal 3 Tage), Amitriptylin (2 Wochen), Mirtazapin (4 Tage), alle abgebrochen wegen Wirkungslosigkeit und/oder schweren Nebenwirkungen, keine Abstzproblematik.
paradoxe Reaktion auf Benzodiazepine

Clarissa
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Re: 5HTP

Beitragvon Clarissa » Donnerstag, 01.09.16, 18:40

Hallo,

ich habe das 5HTP auch über ca. 3 Monate eingenommen. Weil es mir von der Psychokinesiologin (neben einem halben Dutzend anderen Sachen!) empfohlen wurde und weil ich mir, ähnlich Jamie, eine Verbesserung der Schlafstörungen davon versprach.

Bewirkt hat das 5HTP bei mir genau NICHTS, zum Glück auch keinerlei NW oder Antriggern.

VG von sleepless.
bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

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Karu
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5-HTP

Beitragvon Karu » Mittwoch, 18.10.17, 11:50

Hi,

gestern während einer Tattoo-Session kamen wir auf Depressionen und ADs zu sprechen. Der Chef des Studios, der gerade am Stuhl nebenan werkelte erzählte, dass er auch mal ADs verschrieben bekam, genauso meine Tätowiererin. Beide haben dann (nach kurzer Zeit von ein paar Wochen) einfach abgesetzt.

Darum geht es aber eigentlich nicht - der Chef erzählte mir dann, dass er sich nach dem Absetzen mit 5-HTP eingedeckt hat und das eine Zeitlang erfolgreich gegen seine (offensichtlich drogeninduzierten) Depressionen nach Feierwochenenden genommen hat und es sehr gut gewirkt hat.

Ich hab jetzt mal ein wenig im Internet geschaut:

http://www.5-htp.nl/stimmungsaufheller/5-htp.htm
https://drugscouts.de/de/lexikon/5-htp
https://www.amazon.de/dp/B00PUPLLEE/ref

Ich hab hier im Forum nix gefunden. Gibt es Erfahrungswerte mit dem Zeugs? Hört sich für mich vielversprechend an, da ich Einschlaf- und Durchschlafprobleme habe und Serotonin bei Depressionen ja auch nicht schaden soll... :D

LG
Karsten
Jahrgang 1974, männlich, Berlin -> Vorstellung

  • 2010: Diagnose einer mittelschweren Depression -> Citalopram... über die Jahre ansteigende Dosierung
  • 2012/13: Umstieg auf Escitalopram bei Erreichen einer Dosis von 35mg Citalopram -> seither wechselnde Dosierungen im Bereich 10-20mg je nach Befinden
  • 06/2017: Abschwächung der Wirkung. Erhöhung von 10mg auf 15mg. Wirkverstärkung bleibt aber aus...
  • 10/2017: Anmeldung bei ADFD.org

Bisher:

  • Start bei 15mg
  • 13.10.17: 13,5mg

Weitere Planung:

  • 10.11.17: 12mg
  • 08.12.17: 10,5mg
  • 05.01.18: 9mg
  • 02.02.18: 7,5mg
  • 02.03.18: 6mg
  • 30.03.18: 5,25mg
  • 27.04.18: 4,5mg
  • 25.05.18: 3,75mg
  • 22.06.18: 3mg
  • 20.07.18: 2,25mg
  • 17.08.18: 1,5mg
  • 14.09.18: 0,75mg
  • 12.10.18: 0mg


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micha68
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Re: 5-HTP

Beitragvon micha68 » Mittwoch, 18.10.17, 12:00

Hallo Karsten,

ich habe hier im Forum schon einiges gelesen zu 5 HTP- meist Warnungen, deshalb klinke ich mich auch kurz ein, weil es einige Warnungen waren, das man damit ein Serotoninsyndrom auslösen kann.

Leider weiss ich nicht mehr genau wo und selbst wenn, ich weiss leider nicht, wie ich hier das verlinken könnte :cry:

Es wird sich bestimmt noch jemand melden, der das alles weiss und kann! Wollte Dich nur "Vorwarnen"- erstmal die Antworten abwarten!

Ganz liebe Grüße und einen schönen Tag!
Micha
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Re: 5-HTP

Beitragvon Jamie » Mittwoch, 18.10.17, 12:03

Hi Karu.

Das Forum ist gut gefüllt mit Infos zu 5HTP.
Suchfunktion.
Auch mal ausschreiben, Hydroxytryptophan. Oder nur Tryptophan.
Sorry für meine knorrige Art, hab Migräne. :o
Wenn du aktuell noch AD nimmst, darfst du es sowieso nicht nehmen.
Das kann ein Serotoninsyndrom auslösen.
Mir persönlich hat 5 HTP leider nix gebracht, hatte null Wirkung.

Grüße, kriegst bestimmt noch Antworten :)
Jamie

Überschnitten mit micha
Zuletzt geändert von Jamie am Mittwoch, 18.10.17, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Ergänzt
...........SIGNATUR...............


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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: 5-HTP

Beitragvon Murmeline » Mittwoch, 18.10.17, 12:26

Hallo Karu :)

17 Seiten zu Suchbegriff 5HTP search.php?keywords=5HTP
22 Seiten zu Tryptophan search.php?keywords=Tryptophan

Jetzt ist stöbern und lesen angesagt!

Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: 5-HTP

Beitragvon Karu » Mittwoch, 18.10.17, 12:29

Aaaaaaah, okay... vielen Dank. Ich hab wohl falsch gesucht!

LG
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  • 06/2017: Abschwächung der Wirkung. Erhöhung von 10mg auf 15mg. Wirkverstärkung bleibt aber aus...
  • 10/2017: Anmeldung bei ADFD.org

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  • Start bei 15mg
  • 13.10.17: 13,5mg

Weitere Planung:

  • 10.11.17: 12mg
  • 08.12.17: 10,5mg
  • 05.01.18: 9mg
  • 02.02.18: 7,5mg
  • 02.03.18: 6mg
  • 30.03.18: 5,25mg
  • 27.04.18: 4,5mg
  • 25.05.18: 3,75mg
  • 22.06.18: 3mg
  • 20.07.18: 2,25mg
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  • 14.09.18: 0,75mg
  • 12.10.18: 0mg


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Re: 5-HTP

Beitragvon Eva » Mittwoch, 18.10.17, 12:42

Hi!

Was ich weiß: dass 5-HTP & Co. nichts Harmloses ist, schon gar nicht für PP-Geschädigte oder Suchtanfällige. Ich für mein Teil musste feststellen, dass man z. B. auch von L-Tryptophan abhängig werden kann. 5-HTP brachte gar nichts, GABA war unheimlich ... Also sind Aminosäuren kein einfaches "Sportler-Eiweiß"! Glauben wir doch auch in dieser Hinsicht nicht alles, was uns das Web erzählen will!

Gruß, Pons
Vorher hier als "Pons" geschrieben.

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Beginn Wasserlösemethode Bromazepam, Start am:
29.08.17 3,7 mg
25.09.17 3,4 mg
09.10.17 3,0 mg
21.10.17 2,7 mg
03.11.17 2,4 mg
15.11.17 2,1 mg
22.11.17 - Seit ein paar Tagen vermehrte körperliche Unruhe, Herzklopfen, Extrasystolen.
01.12.17 - Es wird langsam besser.
05.12.17 1,9 mg
08.12.17 2 x 500 mg L-Tryptophan - aufgrund des Gefühls, die Schlaflosigkeit bringt mich langsam um. :( Habe damit tatsächlich etwas Ruhe gefunden. Diese Ergänzung soll aber nicht zur Regel werden.

Never give up!

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Re: 5-HTP

Beitragvon Markus Huefner » Mittwoch, 25.10.17, 10:01

Es gibt wissenschaftliche Arbeiten zum Thema 5-HTP, Serotonin und wie SSRI-Antidepressiva den Serotoningehalt beeinflussen von Dr. Alexander Römmler, einem Endokrinologen. Er hat in seinem Buch »Hormone – Leitfaden für die Anti-Aging Sprechstunde« und zahlreichen weiteren Publikationen die biologischen Funktionen von Serotonin im menschlichen Körper erklärt.

Zum besseren Verständnis ist es wichtig zu wissen, was Serotonin ist, die Funktionen von Serotonin im menschlichen Körper zu kennen und wie SSRI-Antidepressiva diese beeinflussen.

Dazu habe ich hier einen Beitrag veröffentlicht:

Serotonin-Defizit-Syndrom: Wie moderne Antidepressiva die biologischen Funktionen von Serotonin beeinflussen

Die Langzeiteinnahme von SSRI-Antidepressiva kann zu einem Serotoninmangel führen, der zahlreiche Beschwerden und gesundheitliche Schäden verursachen kann (die man alle unter den Nebenwirkungen im Beipackzettel von SSRI-Antidepressiva aufgelistet wiederfindet), dann spricht man von einem »Serotonin-Defizit-Syndrom«. SSRI-Antidepressiva erhöhen zwar das Serotonin im Gehirn signifikant, wirken bei leichten und mittelschweren Depressionen aber kaum besser als ein »Placebo« (siehe Kirsch-Studie).

Gleichzeitig senken diese Medikamente den Serotoningehalt im restlichen Körper, wie dem zentralen Nervensystem und peripheren System (Gewebe, Blut) teilweise stark. So lassen sich auch fast alle Nebenwirkungen dieser Medikamente erklären sowie die Probleme beim Absetzen. Ein Serotonin-Defizit-Syndrom behandelt man durch die zusätzliche Gabe von 5-HTP, einer Vorstufe von Serotonin, das natürlich in der Griffoniapflanze vorkommt. Es soll den niedrigen Serotoninspiegel wieder ausgleichen. Ist der Serotoninspiegel wieder im Normbereich, beginnt die langsame Reduzierung des Antidepressivum bei weiterer Gabe von 5-HTP. So sollen starke Absetzsymptome verringert werden und der Entzug leichter gelingen.

Ich probiere diese Methode gerade aus, nachdem bei mir durch die Bestimmung des Serotoninspiegels ein Serotonin-Defizit-Syndrom diagnostiziert wurde. Mein Serotoninwert war bei 12,38 ng/ml, das ist fast gar nichts, der Normbereich liegt zwischen 120 und 480 ng/ml, wie das nachfolgendes Diagramm zeigt:

Bild
MW = Mittelwert, SD = Standardabweichung, PS = „peripheres“ System, RB = Referenzbereich,
SSRI = selektive Serotonin-Reuptake-Inhibitoren, V.a. = Verdacht auf, ZNS = zentrales Nervensystem (modifiziert
nach [132]). Quelle: »Hormone – Leitfaden für die Anti-Aging Sprechstunde«, Serotonin-Defizit-Syndrom – eine praxisrelevante Entität von Alexander Römmler


Hinweis: Eine Behandlung mit 5-HTP zum Entzug von SSRI-Antidepressiva sollte nur in Begleitung und unter regelmäßiger Kontrolle des Serotoninspiegels durch einen erfahren Experten erfolgen, da ein zu hoher Serotoninspiegel zu einem lebensgefährlichen Serotoninsyndrom führen kann. Die Gefahr eines Serotoninsyndroms ist aufgrund des weiten Normbereichs eines normalen Serotoninspiegels, der zwischen 120 und 480 ng/ml liegt, allerdings sehr gering und lässt sich anhand eindeutiger Symptome (Schüttelfrost, Schwitzen, hohes Fieber, erhöhte Herzfrequenz) leicht und schnell diagnostizieren, dann kann man das 5-HTP schnell in der Dosis senken oder ganz absetzen. Diese Behandlungsmethode ist den meisten Psychiatern kaum bekannt und gilt daher als umstritten, wohl auch aufgrund von fehlendem Wissen bzw. der Bereitwilligkeit sich damit intensiv auseinanderzusetzen und weiterzubilden.

Einen qualifizierten Arzt findest Du auf der Seite der »Deutsche Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging-Medizin e. V. (GSAAM)«. Der Arzt sollte idealerweise eine Zertifizierung haben (erkennbar an den Symbolen) und Psychiater/Neurologe sein.

GSAAM Arzt-Suche

Ich möchte hier niemanden falsche Hoffnungen machen: Einen solchen Experten mit Zertifizierung zu finden ist schwierig. Das gilt vor allem für die Fachbereiche Psychiatrie und Neurologie. Hinzu kommt, dass die meisten dieser Ärzte nur auf Privatbasis arbeiten und die Behandlungskosten nur von privaten Krankenkassen, nicht aber von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Nachdem ich alles andere erfolglos probiert habe und diese Behandlung schon nach wenigen Wochen zu einer deutlichen Verbesserung meines psychischen Gesundheitszustandes geführt hat, bin ich bereit die Kosten dieser Behandlung selbst zu tragen.

Allerdings hat die Forschung über die Bedeutung der Orthomolekularmedizin und der Endokrinologie bei vielen Erkrankungen enorme Fortschritte erzielt, sodass diese Fachbereiche zukünftig eine immer bedeutendere Rolle bei der Behandlung von Krankheiten spielen werden und es bleibt zu hoffen, dass die gesetzlichen Krankenkassen dieses erkennen werden.

Auch aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, meine Behandlung mit 5-HTP in diesem Online-Tagebuch zu dokumentieren.

Meine Meinung: Den meisten Ärzten und insbesondere Psychiatern fehlt einfach das notwendige Wissen, das sie sich über die Seminare der GSAAM aneignen könnten und auch die Bereitschaft, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Außerdem dürfte jedem klar sein, dass die Pharmaindustrie ALLES tut und tun wird, damit diese Behandlungsmethode bei psychischen Krankheiten niemals als wissenschaftlich anerkannte und nachweisbar erfolgreiche Methode bekannt werden wird.

Man stelle sich vor: Ein natürliches Mittel gegen Depressionen, mit kaum Nebenwirkungen, das wäre der Super-Gau für die Pharmaindustrie. Eine meiner früheren Psychiaterinnen hat mir erzählt, dass die Behandlung mit 5-HTP in den 70er und 80er Jahren sehr bekannt und erfolgreich war, bis die Pharmaindustrie die SSRI-Antidepressiva auf den Markt brachte und 5-HTP als unwirksam und gefährlich propagierte und gleichzeitig ihre SSRI-Antidepressiva als das Wundermittel mit Hilfe von korrupten Psychiatern und Aufsichtsbehörden populär machte und die Serotoninthese (auf der die Wirksamkeit ihrer Medikamente beruht) durch eine gigantische Marketingkampagne in die Köpfe der Ärzte, Universitäten und Wissenschaftlern pflanzte und dort ist sie bis heute tief verankert. Spätestens seit den Studien zum Placeboeffekt von SSR-Antidepressiva bei Depressionen (2009) des Harvard-Professors Irving Kirsch steht fest, dass die Serotoninthese eine gigantische Lüge der Pharmaindustrie ist.

Aktuell nehme ich 600 mg 5-HTP (angefangen habe ich damit im März zunächst mit 50 und dann bis Oktober auf 600 mg erhöht) und 55 mg Paroxetin gleichzeitig. Mein Psychiater möchte die Dosis des Paroxetins alle 4 Wochen um 5 mg senken bei gleichzeitiger weiterer Gabe von 600 mg 5-HTP. Bisher geht das, allerdings spüre ich schon, wie durch die Reduzierung des Paroxetins von 60 mg auf 55 mg nach etwa 4 Tagen die zuvor durch das 5-HTP erzielten Besserungen meiner psychischen Verfassung leicht nachgelassen haben, dies betrifft vor allem den Antrieb, die Konzentration und den Schlaf sowie die Zunahme der Depression.

Ich sehe es jetzt als wissenschaftliches Experiment, daher werde ich darüber auch Tagebuch führen. Wohin mich das führen wird, weiß ich nicht, aber einen Versuch ist es allemal wert und wenn es erfolgreich ist, was ich natürlich hoffe und mir sehr wünsche, dann hilft diese Methode vielleicht auch Anderen beim Absetzen von Antidepressiva und oder der Behandlung von Depressionen und Ängsten.
Mein Name ist Markus Hüfner,

ich bin Autor, Blogger, Webdesigner und Künstler. In meinem Blog https://die-psychopharmaka-falle.de/ schreibe ich über meine Erfahrungen mit der Heilkraft der buddhistischen Psychologie beim Absetzen von Psychopharmaka . Ich gebe wertvolle Tipps und zeige einen erfolgreichen Weg aus der Psychopharmaka-Falle durch das A-B-S-Konzept. Hier erzähle ich meine Entzugsgeschichte.

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Re: 5-HTP

Beitragvon Jamie » Mittwoch, 25.10.17, 11:51

Hallo Markus,

ich spreche jedem Betroffenen zu, alles zu probieren, was er meint, das hilfreich sei, seinen Zustand zum Positiven zu bewegen.
Für mich allerdings lehne ich die Fixierung auf das Serotonin, egal welche Hypothese man verfolgt, vehement ab.
Für mich ist das so, als ob man einem Unfallopfer mit multiplen Verletzungen nur den zertrümmerten Schädel operiert, nicht aber das gebrochene Bein, die aufgeschlitzte Hüfte und die angerissene Milz.

Kennst du nicht die Studie, dass Probanden extrem niedrige Serotoninspiegel haben können und sich sehr gut fühlen / nicht depressiv fühlen und andere mit hohem Serotoninspiegel bezeichnen sich als depressiv und unglücklich? Wenn nein, muss ich mal kramen, ob ich die finde.
Für mich sagt der Serotoninspiegel nichts aus, außer im Falle eines Serotoninsyndroms oder anderer schwerer Erkrankungen (wie zB Gehirntumor).

Trotzdem finde ich es interessant, was du da planst und werde deine Versuche lesend verfolgen

Grüße
Jamie
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Re: 5-HTP

Beitragvon Markus Huefner » Mittwoch, 25.10.17, 16:30

Hallo Jamie,

wichtig für das Verständnis dieses Behandlungsansatzes ist es die biologischen Funktionen von Serotonin zu kennen und zu wissen, was Serotonin ist und wo Serotonin gebildet. Hast Du meinen Beitrag dazu gelesen?

Herzlichen Gruß

Markus
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Re: 5-HTP

Beitragvon christophel » Sonntag, 29.10.17, 17:48

Hallo Jamie, hallo Markus,
das niedriges Serotonin oder hohes Serotonin nicht unbedingt immer mit guten Befinden oder Beschwerden müsste
sich doch entsprechend rumgesprochen haben.
Aus der Forschung weiß mann das durch nachgeschaltete Prozesse die halt durch die gabe von Neurotransmittervorstufen
gegeben werden diese Prozesse in Bewegung kommen.

Muss mal die Unterlagen raussuchen. Bei psychisch Kranken Menschen werden vermindert Nervenwachstumsfaktoren
ausgeschüttet. Es sterben ja auch Nervenzellen ab. Dies ist durch fMrts und ähnliche Bildgebung bestätigt.
Diese Faktoren können allerdings, auch durch kognitive Therapien, Joggen, Serotonin u.a. Ginkgo , Q10
etc wieder hochgefahren werden. Areale werden wieder aktiv und wachsen wie der Hyppocampus.

Gleichzeitig werden chronische hohe Cortisol-Spiegel gesenkt und die HPA-Achse wieder normalisiert.
Daneben haben auch Entzün´dungsparameter eine mitentscheidende Rolle.

Am eigenen Leib musste ich erkennen 2008 das Cipralex 10mg mich nicht vor einer depressiven Phase schütze.
9 Monate supplementierte ich unter NW Rhodiola, 200 bis 600mg. Die Wirkung stellte sich innerhalb von
Stunden ein, der Himmel öffnete sich agiertheit, Depressivität waren weg. Hinterher schlich ich es aus.
Rosenwurz, seine Wirksamkeit ist durch Studien gesichert, kommt durch die Bluthirnschranke, hat
einfluß auf die Neurotransmitterspiegel, senkt schnell Cortisol und wirkt auf weitere Rezeptoren.

Kann ich jedem der depressiv ist und nichts einnimmt nur dringend raten mal auszuprobieren.
Könnte innerhalb von stunden bis Tagen Wunder wirken. Keine Absetzungungserscheinungen bei mir.
Mann sollte nur immer wieder Pausen mit der Einnahme vornehmen.
Ca. Daten
Depressive Episode agierter Form aus heiterem Himmel 2000. Wohl familär etwas bedingt. Meine Mutter hatte depressive Episoden, meine Schwester und mein Neffe Zwangserkrankung.
Nach 4 Wochen des Einschleichens stetig bessere Stimmung, keine NW wieder guter Zustand.
2000 - 2003 Fluctin Abgesetzt durch Vergessen wußte nix von Absetzsymptomen.
2003 - 2010 Cipralex 10mg /2007 und mind. noch einmal wieder gleiches Spiel. Nicht mehr genommen weil es mir
so gut ging, einfach vergessen.
2008 trotz Cipralex Episode nach Infekt
bis 2009 Rosenwurz (Lentaya 200mg 6 Tage, 1-2 aussetzen immer) guter Zustand
seit 2010 immer wieder depressive Schübe nach Infekten meist. Darm ?
ab 2011 Erhöhung Cipralex 15mg seit dem keine depressiven Schübe mehr
aber beginnend mit der letzten Abklingenden Episode zum ersten mal isoliert Angststörung lt.
Beschwerdebild GAS ? (Stimmung gleichmäßig ok, keine Tief kein Hoch , jedoch Gefühl es passiert etwas
jeden Moment, Schwitzen, Unruhe, Muskelschmerzen)
Dann wieder 1 Jahr Ruhe gleiches Bild inzwischen 4 Mal oder mehr. Manchmal Zustand über ein paar Tage,
dann wie jetzt 3-5 Monate, dann wieder alles gut.

O5.11.2017 Reduktion auf ca. 14 mg Tropfen folgen Montag.
06.11.17 13 mg Cipralex > Sonntag erstmalig Zuckungen, leichte Panik, komischer Hinterkopfdruck
1 stündige Welle dann besser
19.11.17 12 mg weil ich dachte es läuft gut, großer Fehler
Seit 24.11.17 etwas schlechter, Schwindel vor allen Dingen
Seit 28.11. wieder 13mg

NEMS werden direkt genommen, teils durch Arzt verschrieben wg. Mitochondriepathie,
Vitamin C 1000mg , Omega 3 EPA/DHA 4:1 min. 2000 MG EPA
Vitamin E, Vitamin D 20.000 ie nach Labor


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