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Viele Grüße vom Team

5-HTP

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
Eva
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Re: 5-HTP

Beitragvon Eva » Sonntag, 29.10.17, 18:07

Hallo,

ich weiß nicht ...

Rhodiola, 200 bis 600mg. Die Wirkung stellte sich innerhalb von
Stunden ein, der Himmel öffnete sich agiertheit, Depressivität waren weg. Hinterher schlich ich es aus.
Rosenwurz, seine Wirksamkeit ist durch Studien gesichert, kommt durch die Bluthirnschranke, hat
einfluß auf die Neurotransmitterspiegel, senkt schnell Cortisol und wirkt auf weitere Rezeptoren.

Kann ich jedem der depressiv ist und nichts einnimmt nur dringend raten mal auszuprobieren.
Könnte innerhalb von stunden bis Tagen Wunder wirken. Keine Absetzungungserscheinungen bei mir.

Wenn man selbst schon erleben musste, dass man auch von L-Tryptophan abhängig werden kann, stellt sich durchaus ein berechtigtes Misstrauen gegenüber diesen "Wunderstoffen" ein. Ich behandle all das heute mit demselben Respekt wie die PP und kann nur immer wieder zur Vorsicht raten.

Bitte bedenken, dass für die meisten zumindest die Langzeitwirkungen noch nicht erforscht sind. Rosenwurz soll z. B. auch die roten Blutkörperchen vermehren, und das ist keine Kleinigkeit.

Gruß, Pons

Korrektur: Fehler beseitigt.
Zuletzt geändert von Eva am Sonntag, 29.10.17, 18:21, insgesamt 3-mal geändert.
Vorher hier als "Pons" geschrieben.

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Beginn Wasserlösemethode Bromazepam, Start am:
29.08.17 3,7 mg
25.09.17 3,4 mg
09.10.17 3,0 mg
21.10.17 2,7 mg
03.11.17 2,4 mg
15.11.17 2,1 mg
22.11.17 - Seit ein paar Tagen vermehrte körperliche Unruhe, Herzklopfen, Extrasystolen.
01.12.17 - Es wird langsam besser.
05.12.17 1,9 mg
08.12.17 2 x 500 mg L-Tryptophan - aufgrund des Gefühls, die Schlaflosigkeit bringt mich langsam um. :( Habe damit tatsächlich etwas Ruhe gefunden. Diese Ergänzung soll aber nicht zur Regel werden.

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Markus Huefner
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Re: 5-HTP

Beitragvon Markus Huefner » Sonntag, 29.10.17, 18:14

Biologische Funktionen von Serotonin

Um zu verstehen, wie moderne Antidepressiva den Serotoningehalt im menschlichen Körper beeinflussen, ist es wichtig zu wissen,

  • was Serotonin ist
  • wo Serotonin im Körper gebildet wird und
  • welche biologischen Funktionen Serotonin im menschlichen Körper übernimmt.

Dr. Alexander Römmler, Endokrinologe und Anti-Aging-Experte, hat in seinem Buch »Hormone – Leitfaden für die Anti-Aging Sprechstunde« und zahlreichen weiteren Publikationen die biologischen Funktionen von Serotonin im menschlichen Körper erklärt. Serotonin kommt einerseits als Neurotransmitter im Zentralen Nervensystem (ZNS), andererseits als Hormon im peripheren System (PS), also im Körper (im Körpergewebe und Blut) vor und ist dort für zahlreiche klinisch relevante Funktionen zuständig, wie Steuerung der Emotionalität, Schlafregulation (ZNS) oder Wundheilung und Blutgerinnung (PS). Es kann die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden. Daher existieren Produktionsorte, sowohl im zentralen Nervensystem als auch im peripheren System (z.B. im Körpergewebe, Blut), die unabhängig voneinander reguliert werden und einzeln oder gemeinsam gestört sein können.5

Der größte Teil des Serotonins im Körper wird nicht im Gehirn, sondern im Magen-Darm-Trakt gebildet. Das Serotonin ist im Darm für dessen Beweglichkeit zuständig. Es sorgt dafür, dass der Speisebrei weiter transportiert wird. Ist im Darm zu wenig Serotonin vorhanden, kann das zu Blähungen, Verstopfungen und Krämpfen führen (Symptome eines Reizdarms).

Weitere Funktionen im peripheren Bereich sind:

  • Wundheilung
  • Blutgerinnung
  • Leber- und Herzfunktionen

Funktionen im zentralen Nervensystem sind u. a.:

  • die Schlafregulation
  • Schmerzempfinden
  • Steuerung der Emotionalität
    Kognition (Gedächtnis, Konzentration, Erinnerung)
  • Regulation der Körpertemperatur
  • Appetit und Sättigung

Quelle: »Hormone – Leitfaden für die Anti-Aging Sprechstunde«, Serotonin-Defizit-Syndrom – eine praxisrelevante Entität von Alexander Römmler

Bestimmte Ursachen können zu einem Serotoninmangel führen, der zahlreiche Beschwerden und gesundheitliche Schäden verursachen kann, dann spricht man von einem »Serotonin-Defizit-Syndrom«.

Das Serotonin-Defizit-Syndrom

Häufige Ursache für ein »Serotonin-Defizit-Syndrom« kann auch die Einnahme moderner Antidepressiva sein.6 Diese erhöhen zwar das Serotonin im Gehirn signifikant, wirken bei leichten und mittelschweren Depressionen aber kaum besser als ein Placebo (siehe Kirsch-Studie).

Gleichzeitig senken diese Medikamente den Serotoningehalt im restlichen Körper, wie dem zentralen Nervensystem und peripheren System (Gewebe, Blut) teilweise stark.7

Die folgende Abbildung zeigt den Gehalt von Serotonin im Blutspiegel in verschiedenen Personengruppen: gesunde Erwachsene (Säule 1), Patienten mit Depressionen und gleichzeitig niedrigen (Säule 2) oder normalen (Säule 3) Serotoninspiegeln, Patienten unter SSRI‑Antidepressiva (Säule 4)

Bild
Blutspiegel von Serotonin in verschiedenen Personengruppen: gesunde Erwachsene (Säule 1), Patienten mit Depressionen und gleichzeitig niedrigen (Säule 2) oder normalen (Säule 3) Serotoninspiegeln, Patienten unter SSRI‑Antidepressiva (Säule 4).
MW = Mittelwert, SD = Standardabweichung, PS = „peripheres“ System, RB = Referenzbereich,
SSRI = selektive Serotonin-Reuptake-Inhibitoren, V.a. = Verdacht auf, ZNS = zentrales Nervensystem (modifiziert
nach [132]). Quelle: »Hormone – Leitfaden für die Anti-Aging Sprechstunde«, Serotonin-Defizit-Syndrom – eine praxisrelevante Entität von Alexander Römmler


Ein »Serotonin-Defizit-Syndrom« lässt sich anhand bestimmter klinischer Hinweise und einer Bestimmung des Serotoningehalts im Blut diagnostizieren.

Zu den zentralen Symptomen gehören:

  • Störungen der Stimmungslage
    (Depressionen, Ängste, Panikattacken, Aggressivität)
  • Störungen der Ess-/Suchkontrolle
    (Vermindertes Sättigungsgefühl, Vorlieben für Kohlehydrate und Süßigkeiten »Schokoladenattacken«, Alkoholsucht, Nikotinsucht)
  • Störungen der Schlafregulation (Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Ein- und Durchschlafstörungen)
  • Verminderte Schmerztoleranz (Fibromyalgien)
  • Vermindertes Sexualverhalten (Libidoverlust, Erektions- und Ejakulationsstörungen beim Mann)
  • Gedächtnisstörungen, verminderte Konzentration

Zu den peripheren Symptomen gehören:

  • Gastrointestinale Störungen (Blähungen, Verstopfung, Reizdarm, Übelkeit)
  • Gestörte Wundheilung, verminderte Blutgerinnung
  • Leberfunktionsstörungen
  • Herzfunktionsstörungen
  • Insulinresistenz, Diabetes mellitus

Quelle: »Hormone – Leitfaden für die Anti-Aging Sprechstunde«, Serotonin-Defizit-Syndrom – eine praxisrelevante Entität von Alexander Römmler

Zahlreiche dieser Anzeichen und Beschwerden finden sich im Beipackzettel moderner Antidepressiva unter Nebenwirkungen aufgelistet wieder.

Dr. Römmler schreibt dazu:

Ein großer Nachteil selektiver Wiederaufnahmehemmer (SSRI) ist die belegte Erkenntnis, dass abgesehen vielleicht vom synaptischen Spalt (Gehirn) im übrigen zentralen wie peripheren Gewebe der Serotoninmangel nicht beseitigt, ja sogar noch verstärkt werden kann. Angesichts der vielen günstigen Serotonineffekte im Organismus ist das ein bedenklicher Aspekt, der auch für viele der damit verbundenen Nebenwirkungen mit verantwortlich zu machen ist.
8


Ist der Serotoningehalt extrem niedrig oder gar nicht mehr im Blut messbar, liegt fast immer ein durch Medikamente, insbesondere moderne Antidepressiva, verursachter Serotoninmangel vor.9

Quellen: 5., 6., 7., 8., 9. »Anti-Aging News Spezial 01/2010 – Serotonin:Neues« von Alexander Römmler

Behandlung eines Serotonin-Defizit-Syndroms mit 5-HTP

Ein Serotonin-Defizit-Syndrom behandelt man durch die zusätzliche Gabe von 5-HTP, einer Vorstufe von Serotonin, das natürlich in der Griffoniapflanze vorkommt. Es soll den niedrigen Serotoninspiegel wieder ausgleichen. Ist der Serotoninspiegel wieder im Normbereich, beginnt die langsame Reduzierung des Antidepressivum bei weiterer Gabe von 5-HTP. So sollen starke Absetzsymptome verringert werden und der Entzug leichter gelingen.

Hinweis: Eine Behandlung mit 5-HTP zum Entzug von SSRI-Antidepressiva sollte nur in Begleitung und unter regelmäßiger Kontrolle des Serotoninspiegels durch einen erfahren Experten erfolgen, da ein zu hoher Serotoninspiegel zu einem lebensgefährlichen Serotonin-Syndrom führen kann. Die Gefahr durch die gleichzeitige Gabe von 5-HTP ein Serotonin-Syndrom zu bekommen ist aufgrund des weiten Normbereichs eines normalen Serotoninspiegels, der zwischen 120 und 480 liegt, allerdings sehr gering. Diese Behandlungsmethode ist den meisten Psychiatern kaum bekannt und gilt daher als umstritten, wohl auch aufgrund von fehlendem Wissen bzw. der Bereitwilligkeit sich damit intensiv auseinanderzusetzen und weiterzubilden.

Bitte beachte daher auch die Hinweise über Psychopharmaka allgemein und den Haftungsausschluss.

Einen qualifizierten Arzt findest Du auf der Seite der »Deutsche Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging-Medizin e. V. (GSAAM)«. Der Arzt sollte idealerweise eine Zertifizierung haben (erkennbar an den Symbolen) und Psychiater/Neurologe sein.

GSAAM Arzt-Suche

Ich möchte hier niemanden falsche Hoffnungen machen: Einen solchen Experten mit Zertifizierung zu finden ist schwierig. Das gilt vor allem für die Fachbereiche Psychiatrie und Neurologie. Hinzu kommt, dass die meisten dieser Ärzte nur auf Privatbasis arbeiten und die Behandlungskosten nur von privaten Krankenkassen, nicht aber von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Nachdem ich alles andere erfolglos probiert habe und diese Behandlung schon nach wenigen Wochen zu einer deutlichen Verbesserung meines psychischen Gesundheitszustandes geführt hat, bin ich bereit die Kosten dieser Behandlung selbst zu tragen.

Allerdings hat die Forschung über die Bedeutung der Orthomolekularmedizin und der Endokrinologie bei vielen Erkrankungen enorme Fortschritte erzielt, sodass diese Fachbereiche zukünftig eine immer bedeutendere Rolle bei der Behandlung von Krankheiten spielen werden und es bleibt zu hoffen, dass die gesetzlichen Krankenkassen dieses erkennen werden.

Auch aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, meine Behandlung mit 5-HTP in diesem Online-Tagebuch zu dokumentieren.

Dr. Römmler zeigt in seinen Publikationen auch, wie gemessene Serotoninspiegel bewertet werden. Siehe Anhänge.

2010_Roemmler_A._Serotonin_AntiAging-News.pdf
(163.49 KiB) 1-mal heruntergeladen
2010_Roemmler_A._Roemmler_J._ZKM_Ser_5HTP.pdf
(470.13 KiB) 2-mal heruntergeladen
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Re: 5-HTP

Beitragvon christophel » Sonntag, 05.11.17, 11:55

Hallo Pons, da hast du recht alles was Wirkung hat , hat auch Nebenwirkung. Mir ist ein Leben mit Freude aber lieber als chronisch
krank meine Kinder aufwachsen zu sehen. Weißt du eigentlich was für eine Latte Nebenwirkung meine Mutter hat bei ihren
Rheumamitteln ? ohne diese so verhassten Pharmamittel wäre Sie vor Schmerzen durchgedreht und da helfen keine Retterspitzumschläge,
Weidrinde oder Weihrauch mehr. Mit den Mittel nimmt sie fröhlich am Leben wieder teil.

Würdest du lieber, ich rede von Schwerstdepressiven, ich weiß nicht wie viele davon hier wirklich in Foren umherwandern,
nicht auch na allem schauen was dir hilft.
Ketamin bspw. ich kenne 2 Leute, die lebendig begraben waren und seit Ketamin wieder lachen können. Vorher hat nichts geholfen.
Wie würdest du die Behandeln. Baldrian, Neurexan ...schiebt ihr die mit dem Bett in die Gruppentherapie...
Ca. Daten
Depressive Episode agierter Form aus heiterem Himmel 2000. Wohl familär etwas bedingt. Meine Mutter hatte depressive Episoden, meine Schwester und mein Neffe Zwangserkrankung.
Nach 4 Wochen des Einschleichens stetig bessere Stimmung, keine NW wieder guter Zustand.
2000 - 2003 Fluctin Abgesetzt durch Vergessen wußte nix von Absetzsymptomen.
2003 - 2010 Cipralex 10mg /2007 und mind. noch einmal wieder gleiches Spiel. Nicht mehr genommen weil es mir
so gut ging, einfach vergessen.
2008 trotz Cipralex Episode nach Infekt
bis 2009 Rosenwurz (Lentaya 200mg 6 Tage, 1-2 aussetzen immer) guter Zustand
seit 2010 immer wieder depressive Schübe nach Infekten meist. Darm ?
ab 2011 Erhöhung Cipralex 15mg seit dem keine depressiven Schübe mehr
aber beginnend mit der letzten Abklingenden Episode zum ersten mal isoliert Angststörung lt.
Beschwerdebild GAS ? (Stimmung gleichmäßig ok, keine Tief kein Hoch , jedoch Gefühl es passiert etwas
jeden Moment, Schwitzen, Unruhe, Muskelschmerzen)
Dann wieder 1 Jahr Ruhe gleiches Bild inzwischen 4 Mal oder mehr. Manchmal Zustand über ein paar Tage,
dann wie jetzt 3-5 Monate, dann wieder alles gut.

O5.11.2017 Reduktion auf ca. 14 mg Tropfen folgen Montag.
06.11.17 13 mg Cipralex > Sonntag erstmalig Zuckungen, leichte Panik, komischer Hinterkopfdruck
1 stündige Welle dann besser
19.11.17 12 mg weil ich dachte es läuft gut, großer Fehler
Seit 24.11.17 etwas schlechter, Schwindel vor allen Dingen
Seit 28.11. wieder 13mg

NEMS werden direkt genommen, teils durch Arzt verschrieben wg. Mitochondriepathie,
Vitamin C 1000mg , Omega 3 EPA/DHA 4:1 min. 2000 MG EPA
Vitamin E, Vitamin D 20.000 ie nach Labor

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Re: 5-HTP

Beitragvon Eva » Sonntag, 05.11.17, 13:22

Hallo Christophel,

als "Binse" vorweg: Jeder kann grundsätzlich tun, was er möchte. Andererseits wird um Ansichten, Meinungen und Erfahrungen gebeten - und darauf geantwortet nach bestem Wissen und Gewissen, so wie es einem aus der eigenen Haut heraus möglich ist.

Wie würdest du die Behandeln. Baldrian, Neurexan ...schiebt ihr die mit dem Bett in die Gruppentherapie...

Lese ich da Sarkasmus heraus? Unnötig, siehe oben: Tun, was man selbst für richtig hält. Allerdings schreiben wir hier in einem pharmakritischen Forum (dessen Vorbehalte sich - durchaus durch bittere Erfahrung - sogar auf sogenannte harmlose Mittel erstrecken können). Ketamin kannte ich nicht, musste mich erst einmal dazu belesen.

Natürlich haben sowohl Schmerzgeplagte, krankhaft Schlaflose und Menschen mit Depressionen als auch die, die unter schrecklichen Panikzuständen, ängstigenden Halluzinationen und anderen schlimmen, psychischen Attacken leiden, handfeste Gründe, in Medikamenten Hilfe zu suchen. Das würde ich niemals jemandem absprechen. Nur müssen sie eben allzu häufig feststellen, dass über kurz oder lang die Medikamente selbst zum teilweise noch größeren Problem werden. Darum dreht sich das gesamte Forum.

Grüße, Pons
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03.11.17 2,4 mg
15.11.17 2,1 mg
22.11.17 - Seit ein paar Tagen vermehrte körperliche Unruhe, Herzklopfen, Extrasystolen.
01.12.17 - Es wird langsam besser.
05.12.17 1,9 mg
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Re: 5-HTP

Beitragvon Markus Huefner » Sonntag, 05.11.17, 15:17

Hallo Christophel,

ich stimme Pons zu. Es ist aber ein Unterschied, ob man, wie bei Rheuma oder anderen Krankheiten wissenschaftlich nachweisen kann, dass die verordneten Medikamente gegen diese Krankheiten helfen oder, wie im Fall der Psychopharmaka (insbesondere der Antidepressiva) eben nicht. Darum geht es in diesem Forum auch! Wir wollen Ärzte, die Gesellschaft, Betroffene, Lehrbeauftragte an Universitäten darauf aufmerksam machen, dass gerade bzgl. der modernen Antidepressiva bis heute kein wissenschaftlicher Beweis existiert, dass diese Medikamente bei Depressionen wirken, ganz im Gegenteil: Der Harvard Professor Irving Kirsch konnte durch seine Placebostudien zu modernen Antidepressiva 2009 wissenschaftlich nachweisen, dass diese Medikamente zu über 90 % über den Placeboeffekt wirken und da stellt sich angesichts der vielen schlimmen Nebenwirkungen, dem erhöhten Suizidrisiko (bis zu 50 %) und Abhängigkeitspotenzial (um ein Vielfaches höher, als bei Benzodiazepinen (wissenschaftlich nachgewiesen) sowie der Tatsache, dass diese Medikamente aggressiv und gewalttätig machen können, dann schon die Frage, ob man das als Arzt verantworten kann, ein Medikament zu verschreiben, dass nicht wirkt, aber gefährliche Nebenwirkungen hat und Patienten darüber meist im Unklaren zu lassen, obwohl Ärzte zur Aufklärung darüber ihren Patienten gegenüber verpflichtet wären.

Herzlichen Gruß Markus
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Re: 5-HTP

Beitragvon Joseph » Samstag, 25.11.17, 14:04

Markus Huefner hat geschrieben:Es gibt wissenschaftliche Arbeiten zum Thema 5-HTP, Serotonin und wie SSRI-Antidepressiva den Serotoningehalt beeinflussen von Dr. Alexander Römmler, einem Endokrinologen. Er hat in seinem Buch »Hormone – Leitfaden für die Anti-Aging Sprechstunde« und zahlreichen weiteren Publikationen die biologischen Funktionen von Serotonin im menschlichen Körper erklärt.

Gleichzeitig senken diese Medikamente den Serotoningehalt im restlichen Körper, wie dem zentralen Nervensystem und peripheren System (Gewebe, Blut) teilweise stark. So lassen sich auch fast alle Nebenwirkungen dieser Medikamente erklären sowie die Probleme beim Absetzen. Ein Serotonin-Defizit-Syndrom behandelt man durch die zusätzliche Gabe von 5-HTP, einer Vorstufe von Serotonin, das natürlich in der Griffoniapflanze vorkommt. Es soll den niedrigen Serotoninspiegel wieder ausgleichen. Ist der Serotoninspiegel wieder im Normbereich, beginnt die langsame Reduzierung des Antidepressivum bei weiterer Gabe von 5-HTP. So sollen starke Absetzsymptome verringert werden und der Entzug leichter gelingen.

Ich probiere diese Methode gerade aus, nachdem bei mir durch die Bestimmung des Serotoninspiegels ein Serotonin-Defizit-Syndrom diagnostiziert wurde. Mein Serotoninwert war bei 12,38 ng/ml, das ist fast gar nichts, der Normbereich liegt zwischen 120 und 480 ng/ml, wie das nachfolgendes Diagramm zeigt:

Bild
MW = Mittelwert, SD = Standardabweichung, PS = „peripheres“ System, RB = Referenzbereich,
SSRI = selektive Serotonin-Reuptake-Inhibitoren, V.a. = Verdacht auf, ZNS = zentrales Nervensystem (modifiziert
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Hallo Markus,


wie geht es dir?

Es ist richtig, dass SSRI die Serotonin-Konzentrationen absenken. Ich aber etwas erstaunt wie stark der Serotoninwert in der Studie durch SSRI abgesenkt wurde. Wie und an welcher Tageszeit wurde den dein Wert bestimmt?

Persönlich finde ich, dass man (mit Vorbehalt) 5-HTP & L-Tyrosin probieren kann.
Auf jedenfall besser als ein SSRI zu nehmen!

Es kann aber sein das die Plasmaserumkonzentration, geringer ist als diejenige im Gehirn-Liquor. Ich denke nicht, dass es deswegen zu einem Serotonin-Syndrom kommen wird, aber aufgrund des Unterschiedes ist es nicht auszuschliessen.

Bist du Arzt? Du bist ja ziemlich engagiert! :lol:

Freundlicher Gruß
Joseph
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Methylphenidat abgesetzt
Quetiapin (ehem. Schlafstörungen) abgesetzt


Aktuell:


Modafinil
100 - 100 - 0 - 0

(soll keine Empfehlung sein, aber ich persönlich komme damit zurecht)

Melatonin
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Re: 5-HTP

Beitragvon Markus Huefner » Samstag, 25.11.17, 14:26

Hallo Joseph,

mir geht es leider nicht gut, was allerdings nichts mit dem 5-HTP zu tun hat sondern damit, dass ich gerade wieder versuche das Paroxetin (SSRI) abzusetzen, was selbst mit einem Tropfen alle 4 Wochen eine Qual ist. Ich habe das schon früher probiert ohne 5-HTP, da ging es gar nicht. Ich nehme jetzt seit etwa 4 Wochen 800mg 5-HTP (die doppelte Dosis der empfohlenen Maximaldosis), weil mein Serotoninwert fast gar nicht mehr messbar ist und von einem Serotoninsyndrom gibt es keinerlei Anzeichen (die Behandlung läuft seit Februar 2017). Ich bin kein Arzt, allerdings bei einem in Behandlung, der diese Methode vorgeschlagen hat, er ist Psychiater und Orthemolekularmediziner. Ich werde ihm beim nächsten Termin mal persönlich fragen, wie oft es bei einer Behandlung mit 5-HTP zu einem Serotoninsyndrom gekommen ist. Er arbeitet damit schon seit Jahrzehnten und verfügt über große Erfahrung. Meine persönliche Meinung ist: Die Pharmaindustrie hat das Gerücht in die Welt gesetzt, weil es ihr Geschäftsmodell zerstören würde, ein natürliches Mittel mit kaum Nebenwirkungen, für alle frei zugänglich, das können sie nicht erlauben. Die Gefahr eines Serotoninsyndroms ist ja überhaupt erst durch diese Medikamente entstanden. So etwas gab es vorher gar nicht. Wirklich gefährlich finde ich es, wenn man einem Patienten zwei SSRI's gibt, wie es in Psychiatrien oft gemacht wird, nach dem Motto "viel hilft viel", das finde ich verantwortungslos.

Herzlichen Gruß

Markus
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Re: 5-HTP

Beitragvon Joseph » Samstag, 25.11.17, 14:43

christophel hat geschrieben:Hallo Jamie, hallo Markus,


das niedriges Serotonin oder hohes Serotonin nicht unbedingt immer mit guten Befinden oder Beschwerden müsste
sich doch entsprechend rumgesprochen haben.
Aus der Forschung weiß mann das durch nachgeschaltete Prozesse die halt durch die gabe von Neurotransmittervorstufen
gegeben werden diese Prozesse in Bewegung kommen.

Muss mal die Unterlagen raussuchen. Bei psychisch Kranken Menschen werden vermindert Nervenwachstumsfaktoren
ausgeschüttet. Es sterben ja auch Nervenzellen ab. Dies ist durch fMrts und ähnliche Bildgebung bestätigt.
Diese Faktoren können allerdings, auch durch kognitive Therapien, Joggen, Serotonin u.a. Ginkgo , Q10
etc wieder hochgefahren werden. Areale werden wieder aktiv und wachsen wie der Hyppocampus.

Gleichzeitig werden chronische hohe Cortisol-Spiegel gesenkt und die HPA-Achse wieder normalisiert.
Daneben haben auch Entzün´dungsparameter eine mitentscheidende Rolle.
.


Hallo Christophel,


Ich schliesse mich deiner Meinung an. Die Fixierung auf Serotonin ist zu einseitig. Daher habe ich extreme Mühe mit SSRI, weil sie sehr stark (deutlich stärker als Amitriptylin) die Serotonin-Wiederaufnahme hemmen und es keine Studie gibt die einen Hinweis darauf gibt,

dass eine einseitige Serotonin-Wiederaufnahmehemmung einen psychisch angeschlagenen Menschen gesunden kann. Das Risiko/Nutzen-Verhältnis spricht total gegen eine Einnahme.

Amitrptylin habe ich nur erwähnt, weil ich es finde es schon komisch finde, dass der Wirkstoff allen modernen Antidepressiva überlegen ist
(wie Studien gemacht wurden ist ein anderes Thema....), die Serotonin-Wiederaufnahme deutlich schwächer hemmt als ein SSRI, nicht um das Medikament zu empfehlen.

Interessant finde ich deinen Hinweis auf die HPA-Stressachse. Ich denke eher dort liegt der Ansatz.

Auch da kann man mit Neurobiologie argumentieren (z.b. Tianeptin, welches die Stress-Response beeinflusst) aber natürlich auch mit psychosozialen Ansätzen (z.b. traumatische Erfahrungen in der Kindheit). Eine liebevolle Umgebung & Zuwendung ist da ideal. Das würde sicher die HPA-Achse genauso beeinflussen. Sport ist sehr wichtig, wenn man die Kraft dazu hat.

Ironischerweise noch etwas zu Tianeptin. Es ist ein Antidepressivum das 1960 in Frankreich entwickelt wurde und (komischerweise...) erst in den Deutschland nach Ablauf der SSRI-Patente zugelassen wurde.

Tianeptin ist ein Serotonin-Wiederaufnahmeverstärker... also das Gegenteil der SSRI!


Freundlicher Gruß
Joseph
Diagnose: ADHS


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(soll keine Empfehlung sein, aber ich persönlich komme damit zurecht)

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Re: 5-HTP

Beitragvon Joseph » Samstag, 25.11.17, 14:53

Markus Huefner hat geschrieben:Hallo Joseph,

mir geht es leider nicht gut, was allerdings nichts mit dem 5-HTP zu tun hat sondern damit, dass ich gerade wieder versuche das Paroxetin (SSRI) abzusetzen, was selbst mit einem Tropfen alle 4 Wochen eine Qual ist. Ich habe das schon früher probiert ohne 5-HTP, da ging es gar nicht. Ich nehme jetzt seit etwa 4 Wochen 800mg 5-HTP (die doppelte Dosis der empfohlenen Maximaldosis), weil mein Serotoninwert fast gar nicht mehr messbar ist und von einem Serotoninsyndrom gibt es keinerlei Anzeichen (die Behandlung läuft seit Februar 2017).

Ich bin kein Arzt, allerdings bei einem in Behandlung, der diese Methode vorgeschlagen hat, er ist Psychiater und Orthemolekularmediziner. Ich werde ihm beim nächsten Termin mal persönlich fragen, wie oft es bei einer Behandlung mit 5-HTP zu einem Serotoninsyndrom gekommen ist. Er arbeitet damit schon seit Jahrzehnten und verfügt über große Erfahrung. Meine persönliche Meinung ist: Die Pharmaindustrie hat das Gerücht in die Welt gesetzt, weil es ihr Geschäftsmodell zerstören würde, ein natürliches Mittel mit kaum Nebenwirkungen, für alle frei zugänglich, das können sie nicht erlauben. Die Gefahr eines Serotoninsyndroms ist ja überhaupt erst durch diese Medikamente entstanden. So etwas gab es vorher gar nicht. Wirklich gefährlich finde ich es, wenn man einem Patienten zwei SSRI's gibt, wie es in Psychiatrien oft gemacht wird, nach dem Motto "viel hilft viel", das finde ich verantwortungslos.

Herzlichen Gruß

Markus




Hallo Markus,


geht es dir nicht gut wegen den Absetzerscheinungen oder hast du Paroxetin von Anfang an nicht vertragen?

2 SSRI zu kombinieren ist kompletter Unfug, da bin ich absolut deiner Meinung! Auf jedenfall versuch alles zu machen was dir irgendwie gut tun. :)

Freundlicher Gruß
Joseph
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(soll keine Empfehlung sein, aber ich persönlich komme damit zurecht)

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Joseph
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Re: 5-HTP

Beitragvon Joseph » Samstag, 25.11.17, 19:31

christophel hat geschrieben:Würdest du lieber, ich rede von Schwerstdepressiven, ich weiß nicht wie viele davon hier wirklich in Foren umherwandern,
nicht auch na allem schauen was dir hilft.
Ketamin bspw. ich kenne 2 Leute, die lebendig begraben waren und seit Ketamin wieder lachen können. Vorher hat nichts geholfen.
Wie würdest du die Behandeln. Baldrian, Neurexan ...schiebt ihr die mit dem Bett in die Gruppentherapie...



Hallo nochmals,


eigentlich habe ich mich hier nicht angemeldet um über Pharmokotherapie zu diskutieren. Ketamin, wird experimentell an Patienen mit schweren Depressionen gegeben (vermutlich innerhalb einer klinischen Studie). Ich kenne mich da aber zu wenig aus doch um ein Statement darüber abzugeben.

Doch die Vorstellung, dass Schwerstdepressive noch einen SSRI eingepfiffen bekommen... da bin ich sogar offen für neues. Ich würde aber parallel versuchen andere Behandlungsmethoden einzusetzen, denn der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte, die auch wieder aktiviert werden können

(aber die werden sicher nicht von SSRI oder Neuroleptika aktiviert).

Baldrian kann beim Absetzen von SSRI und Antipsychotika durchaus helfen.


Freundlicher Gruß
Joseph
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Re: 5-HTP

Beitragvon Markus Huefner » Sonntag, 26.11.17, 9:58

Hallo Joseph,

als mir Paroxetin 2009 verschrieben wurde, hatte ich keine Beschwerden. 2010 erfolgte mal eine kurzzeitige Umstellung auf Citalopram innerhalb einer Woche, ohne Probleme, ich bin dann nach einigen Wochen wieder zurück auf Paroxetin, weil ich das Gefühl hatte, es würde besser wirken. Der erste Absetzversuch in einer Psychiatrie 2013, der viel zu schnell gemacht wurde, löste die Beschwerden aus. Die erste Reduzierung war von 60 auf 40mg (ich bekam starke Magen-Darm-Krämpfe, Durchfälle, Albträume), was aus heutiger Sicht der Wahnsinn ist. Es wurde dann noch mal eine Umstellung auf Citalopram probiert, weil dies ja schon mal funktioniert hatte und man hoffte, dass das Citalopram dann leichter abzusetzen wäre. Dieses Mal funktionierte es nicht. Dann bin ich wieder zurück auf die 60mg Paroxetin, seit dem habe ich mit ständigen Magen-Darm-Problemen zu tun, Albträume etc. Meiner Meinung nach ist der Entzug umso schwerer, je länger man SSRI's einnimmt. Nach einem knappen Jahr war es für mich noch kein Problem, nach 4 Jahren dann schon. Das ist allerdings nur meine persönliche Erfahrung. Jetzt scheint es nahezu unmöglich, aufgeben werde ich aber nicht.

Herzlichen Gruß

Markus
Mein Name ist Markus Hüfner,

ich bin Autor, Blogger, Webdesigner und Künstler. In meinem Blog https://die-psychopharmaka-falle.de/ schreibe ich über meine Erfahrungen mit der Heilkraft der buddhistischen Psychologie beim Absetzen von Psychopharmaka . Ich gebe wertvolle Tipps und zeige einen erfolgreichen Weg aus der Psychopharmaka-Falle durch das A-B-S-Konzept. Hier erzähle ich meine Entzugsgeschichte.

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