Klick auf das Kreuzchen, wenn Du die Meldung gelesen hast ->


Aktuell:
Umfrage an Langzeit- und Schwerbetroffene im Entzug

Bitte mitmachen, eure Meinung ist uns wichtig


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bleibt, bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lies zunächst die "Erste Hilfe" für Deine Medikamentengruppe: Antidepressiva | Benzodiazepine | Neuroleptika

Euer ADFD Team

Wut, Ängste und Depression

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
Antworten
Blumenwiese
Beiträge: 77
Registriert: Samstag, 21.04.18, 16:33
Hat sich bedankt: 56 Mal
Danksagung erhalten: 85 Mal

Wut, Ängste und Depression

Beitrag von Blumenwiese » Dienstag, 24.04.18, 19:09

Hallo,

Ich wollte mit euch gern teilen, was ich durch meine erste Therapeutin gelernt habe.

Früher hatte ich sehr oft heftige Panikattacken, die kaum auszuhalten waren. Auch meine depressiven Phasen waren schlimmer als heute und auch Selbstverletzungen waren früher ein größeres Problem als heute.

Meine Therapeutin fand damals mit mir zusammen heraus, dass das Grundproblem für meine unaushaltbaren Zustände Wut war. Im Rahmen der Therapie lernte ich mich zu trauen, die Wut zuzulassen, indem ich bei ihr mit einem Teppichklopfer auf ihren Sessel schlagen sollte. Von ihr heraus sollte ich gezielt schlagen und was dabei sagen, was mich wütend macht. Ich stellte dann aber fest, dass es mir selber mehr half, wenn ich einfach nur wild drauf einschlagen konnte, bis ich total ausgepowert war. Ich bastelte mir dann für zu Hause einen mit Schaumstoffüberzogenen Knüppel und schlug damit täglich auf ein großes Kissen ein, auch vorsorglich, selbst wenn ich keine Wut spürte. Nach nur kurzer Zeit hatte ich keine Panikattacken mehr..nur ab und an leichtere Angstzustände.

Ähnlich verhielt es sich mit den Depressionen. Wenn ich täglich meine innere Wut loswerden konnte, wurden die Depressionen weniger.

Dadurch dass Wut zu haben bei mir nie erlaubt war, muss ich mich auch heute immer wieder dazu überwinden sie zuzulassen. Heute habe ich zu Hause einen Boxsack, den ich jeden Tag benutze.

Auch gegen die Ängste und Annspannungszustände vom Mediabsetzen hilft mir das Boxen.

Es hilft aber nur, wenn ich es täglich mache, sonst kommen die Panikattacken zurück.

Bei PTBS aber bitte beachten, dass es Flashbacks auslösen kann. Sobald man merkt, dass man abdriftet und den Bezug zur Realität verliert, sofort aufhören und wieder erden.

Liebe Grüße
Blumenwiese
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Blumenwiese für den Beitrag (Insgesamt 4):
inandoutMurmelineLenaLenaEva
Diagnose u. vorherige Medikation:
► Text zeigen
Quetiapin Retard Verlauf:
► Text zeigen
Aktuell:
Quetiapin Retard 150 mg 0-0-1-0
Quetiapin 12,5 mg (1/2 Tablette) 0-0-1-0
Bedarf: Promethazin 25-50 mg/Tag
*********************************
Sonstige Medikamente:
Levocetirizin 5 mg, Movicol 1-3 Beutel pro Tag, Grazax u. SliTONE Ultra zur Desensibilisierung geg. Pollenallergie, Magnesium 450 mg gegen die Muskelspannung, Omega 3, Cranberry Kapseln, Ibulysin 684 mg auf Bedarf, Salbutamol auf Bedarf

Antworten