Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

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Anne Murnau
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Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Anne Murnau » Donnerstag, 04.05.17, 20:34

Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.

Aufruf und große Bitte: bitte werdet aktiv -
Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!


Die Bundesregierung plant die Zwangsbehandlung auszuweiten. Dafür soll die Zwangsbehandlung von der Zwangsunterbringung getrennt werden. Man nennt dies "entkoppeln".
Bisher war völlig klar: Nur wer mit richterlicher Genehmigung zwangsweise in der Psychiatrie untergebracht ist (Geschlossene/Geschützte), der darf - nur in diesem Fall - zwangsbehandelt werden. Wer nicht zwangsweise untergebracht ist, der hat - bis jetzt - auch keine Zwangsbehandlung zu befürchten.

Die Gesetzesänderung im Bürgerlichen Gesetzbuch eröffnet die Möglichkeit für mehr Zwangsbehandlungen:
Wer sich freiwillig im Krankenhaus aufhält, der darf zwangsbehandelt werden! Auch wenn er das nicht möchte! Und zwar völlig ohne Unterbringung in der Psychiatrie.
An dieser Stelle kommt man auf den zufällig entdeckten Krebs zu sprechen. Dieser soll nach ärztlichem Dafürhalten sofort behandelt werden. Die Patientin will das aber nicht. In solch einer Konfliktsituation wird regelmäßig an dem Willen und der Einsichtsfähigkeit der Patientin gezweifelt!
Sehr schnell wird eine Betreuung eingerichtet, falls sie nicht schon besteht. In der Regel folgt der Betreuer und der Richter den Entmündigungswünschen der Ärzte. Die erklärte Dr. Martin Zinkler (Chefarzt psychiatr. Klinik Heidenheim) in der Anhörung des Rechtsausschusses am Mittwoch, 29.4.
Niemand käme auf die Idee einen Patienten zu entmündigen/unter Betreuung zu stellen, wenn dieser der Krebstherapie zustimmt. Dann besteht ja kein Grund...

Die mit dem neuen Gesetz bestehenden Möglichkeiten betreffen somatische Krankenhäuser und offene psychiatrische Stationen. Die Ausweitung der Zwangsbehandlung wollen wir nicht hinnehmen!
Daher rufen wir alle Mitglieder und Freunde des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener auf, sich an ihren örtlich zuständigen Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis zu wenden. Im September sind Bundestagswahlen!

Weise Deinen Abgeordneten auf dieses entwürdigende Gesetz hin und frage ihn oder sie, ob er/sie das wirklich möchte. Vielleicht kannst du ihm/ihr von eigenen Erfahrungen erzählen oder hast davon gehört wie es Menschen geht, die eine Zwangsbehandlung erlitten haben.

Ein Anschreiben kann handschriftlich oder per Computer oder per E-Mail verfasst werden. Wichtig ist es, um einen Gesprächstermin zu bitten und diesen Termin innerhalb von wenigen Wochen telefonisch einzufordern.

Gerne unterstützen wir in unseren Telefonzeiten auf Bundes- und Landesebene bei offenen Fragen; z.B. wer der Bundestagskandidat in deinem Wahlkreis ist. Auch können wir gerne ausführliche Informationen schicken. Diese findest Du auch hier:

Montag: 10-13 h  0234 - 68 70 5552,
14:30 h -17:00 h / 19:00 h - 21:30 h  02 12 - 53 641

Dienstag: 10-13 h & 14-17 h  0234 - 640 51 02

Mittwoch: 14-19 h  0221 - 964 76 875
11-14 h  0234 - 640 51 02
Donnerstag: 10-13 h  0234 - 68 70 5552

Vielen Dank für Eure Mitarbeit! Zusammen sind wir stark und haben eine Chance gegen den neuen §1906a!

Herzliche Grüße,

Der geschäftsführende Vorstand des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener
Martin Lindheimer Ruth Fricke Jurand Daszowski Karla Keiner
Vicky Pullen Mirko Ološtiak-Brahms Matthias Seibt

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1 ... indern.htm
https://www.change.org/p/rechtsausschus ... ig-bleiben
https://www.bundestag.de/ausschuesse18/ ... gen/502656
https://www.bundestag.de/abgeordnete18/
http://www.bpe-online.de/

BPE e.V.
Geschäftsstelle
Anne Murnau
Wittener Str. 87
44789 Bochum
Telefon: 0234/917907-31
Telefax: 0234/917907-32

Facebook: facebook.de/derBPE
Twitter: @bpe_online
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Pulsatilla
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Pulsatilla » Samstag, 03.06.17, 20:31

Hallo liebes team!

Danke für diese info!

Diese bestätigt nicht nur das, was ich letztens schon läuten hörte: vermehrte zwangsbehandlung in zukunft;

Sondern auch, wie schnell man unter betreung gestellt werden kann. Und das man mit dieser immer noch entmündigt ist und entgegen des eigenen Willen zu irgendwas gezwungen wird. (Wird ja dementiert! Der betreuer setzt ja heutzutage angeblich nur den Willen des betreuten durch).

Als autistin lebe ich seit Jahren mit der angst, dass ich unter Betreuung gestellt werde. Zuerst fing es relativ harmlos an, hatte ja keine Ahnung anfangs, was das alles bedeutet. Ich hatte lediglich eine assitenz im Alltag beantragt für ein paar stunden die woche nach der Wiedereingliederungshilfe behinderte. Wurde abgelehnt, "solle mir gerichtlichen betreuer bestellen".

Seitdem wird mir immer wieder von allen möglichen beratungs stellen angeboten, wenn ich hilfe brauche (zuletzt, weil die Sprechstunden drachen meines Arztes mir keinen Termin geben wollten):

"ob ich nicht schon mal über Betreuung nachgedacht hätte. Das sei doch auf lange Sicht besser".

Mich erschüttert hier zweierlei:

A) WIE leichtfertig sowas angeboten wird, auch bei sogar hochintelligenten menschen.

B) für wie normal das erachtet wird, dass jemand über den Kopf eines anderen entscheidet.

Und eigtlich C) nur weil jemand ein paar kleinere hilfen im Alltag benötigt, ihm auch heutzutage noch kaum andersartige hilfen angeboten werden. (Nur mit jahrelangem gerichtlichen kampf; der auch nach hinten los gehen kann).

In meinem Falle wären es zb in Regel nur ein paar Telefonate. Weil ich das selbst nicht kann und zb Arztermine auch heutzutage in Regel nicht per Sms oder Email zu erhalten sind. Sowie das einkürzen offizieller anschreiben und briefe + ab und an begleitung.



Wenn das wahr ist, dass sogar krebs kranke (oder sonstige) nunmehr zur Therapie gezwungen werden sollen, dann fällt mir dazu wirklich alles aus dem gesicht.

Dankeschön für den Aufruf!

Lieb gruss Pulsatilla
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Arianrhod
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Arianrhod » Sonntag, 04.06.17, 18:06

Anne Murnau hat geschrieben:An dieser Stelle kommt man auf den zufällig entdeckten Krebs zu sprechen. Dieser soll nach ärztlichem Dafürhalten sofort behandelt werden. Die Patientin will das aber nicht. In solch einer Konfliktsituation wird regelmäßig an dem Willen und der Einsichtsfähigkeit der Patientin gezweifelt!
Sehr schnell wird eine Betreuung eingerichtet, falls sie nicht schon besteht. In der Regel folgt der Betreuer und der Richter den Entmündigungswünschen der Ärzte. Die erklärte Dr. Martin Zinkler (Chefarzt psychiatr. Klinik Heidenheim) in der Anhörung des Rechtsausschusses am Mittwoch, 29.4.
Niemand käme auf die Idee einen Patienten zu entmündigen/unter Betreuung zu stellen, wenn dieser der Krebstherapie zustimmt. Dann besteht ja kein Grund...


Vorallendingen ist das Ablehnen einer Krebstherapie aus irgendwelchen religiösen Gründen, zum Beispiel einer Sektenzugehörigkeit, überhaupt kein Problem:


Herr Danilo nimmt das Formular bedächtig in die Hand, lächelt, und schüttelt den Kopf. „Nein!‟, sagt er.
„Er entscheidet, wann es Zeit ist, zu gehen!‟
Sarah zuckt zusammen. „Wie meinen Sie das?‟
„Sie werden mir keine Bluttransfusionen verabreichen!‟
„Äh ... warum nicht?‟
„Weil es nicht richtig ist. Weil es so geschrieben steht.‟
„Aber Sie haben eine Menge Blut verloren. Das muss ersetzt werden!‟
„Und wenn nicht?‟
„Sie könnten sterben!‟
Herr Danilo lächelt erneut. „Er allein entscheidet, wann es Zeit ist, zu gehen!‟, sagt er und deutet mit dem Zeigefinger nach oben.
Sarah schaut auf das Formular.
„Das heißt ... Sie verweigern die Transfusion?‟
Herr Danilo nimmt den Kugelschreiber in die Hand. „Ich unterschreibe Ihnen gerne, dass Sie mich nach allen Regeln der Kunst ausführlich aufgeklärt haben und ich auf eigene Verantwortung dagegen entscheide.‟
Er tut das offenbar nicht zum ersten Mal. Sarah nickt ihm freundlich zu, verlässt rasch das Zimmer und kommt in die Stationsküche.....
„Was machen wir jetzt?‟, fragt sie.
„Die Blutkonserven abbestellen!‟, sagt Kalle.




http://news.doccheck.com/de/blog/post/6 ... 21(Freitag)-2017-05-26&user=4075d63ec602c5eb8960a4200d5f368f&n=4040&d=28&chk=ebcd6bb762fb75a3c6ca86e25f884f4b&nl=4040&block=26171


schon merkwürdig dieses Messen mit zweierlei Maß.

liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

carlotta
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon carlotta » Freitag, 23.06.17, 17:59

Hallo in die Runde,

jetzt hat der Bundestag die sogenannte "Gesetzeslücke" bei Zwangsbehandlungen geschlossen. Ist qua Gesetz in jeder stationären Einrichtung möglich, wenn sinngemäß die "nötige Krankheitseinsicht" bzw. die "Einsicht in eine notwendige Behandlung" fehlt. :frust: :vomit:

Da fehlen einem die Worte!

Hier ein kurzer Artikel dazu:
http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirt ... ossen.html

Aufgebrachte Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

Arianrhod
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Arianrhod » Sonntag, 25.06.17, 18:35

Orwell lässt grüßen.

Wer das Buch 1984 gelesen hat, weiß, dass in "Neusprech" Krieg Frieden bedeutet. So ähnlioch ist wohl hier der "Neusprech" zu sehen: "Selbst­bestimmungs­recht von Betreuten soll gestärkt werden" und "Schließen einer Schutzlücke"
23.38 bei sehr magerer Anwesenheit wurde von SPD und CDU gegen die Stimmen der Linken und mit Enthaltung der Grünen das neue Gesetz innerhalb zwei Minuten durchgepeitscht.
https://www.bundestag.de/dokumente/text ... ter/509802
(Video!)
http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/18/18240.pdf (ab S. 213 pdf die Protokolle des Bundestages)

Die Patientin, um die es ursprünglich ging, tut mir von Herzen leid. Das war wohl eine schon ältere Dame mit Demenz , bereits so schwach, dass sie alleine das KH nicht mehr verlassen konnte. Sie stand nicht unter Betreuung und war auch nicht psychotisch, aber erschöpft und lebensmüde, das war sie schon. Dann wird ein Brustkrebs entdeckt und als diese Frau Brustabnahme , Lymphknotenentnahme und Chemo ablehnt - fällt den Ärzten ein, dass ja auch noch irgendwo die Diagnose einer schizoaffektiven Erkrankung existiert - und die Frau wird zwangsbehandelt.

Auf jeden Fall ein Grund für Psychisch Diagnostizierte jetzt auch normale Krankenhäuser zu meiden - denn man weiß ja nie. Zwangs- OPs und Medikation stehen vor der Tür . Das dann in einem anderen Artikel die Nachricht erscheint, Schizophrene hätten eine zehn Jahre niedrigere Lebenserwartung, das ist an Zynismus nicht zu überbieten. :frust:

traurige Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Pulsatilla
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Pulsatilla » Samstag, 01.07.17, 10:34

Hallo ihr lieben,

Alles aus gesicht fällt mir.. .

DAS ist nämlich genau DER Grund, warum ich seit Jahren auch bei starken beschwerden den Gang in ein Krankenhaus vermeide! ...letztes jahr auch mit abartigen schmerzen und lähmungen im Bein nicht... .Zu oft ist mir innerhalb von tlw wenigen Minuten echt haarsträubendes diagnostiziert worden. Und daher zu gross die angst, trotz vorliegender körperlicher beschwerden dann in psychiatrie eingewiesen zu werden.. .Und ohne Hilfe auch nimmer rauskomme.. .

GENAU diese ängste werden einem dann aber auch noch als "vorliegendes psychisches syndrom" verdreht. ... .Und wenn es jetzt sogar schon ohne psychiatrie geht?.. .grundgütiger. .. .

Interssanterweise sind psychiatrien ohnehin voll von menschen (und eh hauptsächlich FRAUEN), die erkrankungen der schilddrüse oder zb borreliose haben.. . (Hab ich beides)... Und vermutlich noch mit zig anderen ebenfalls körperlichen erkrankungen.

Möchte auch ganz doll in frage stellen, ob die Dame wirklich dement war oder nur durch Krankheit und alter geschwächt... .Denn zu oft ist selbst MIR, (eher hoch- als normal intelligent und völlig im klar im kopf!) unterstellt worden:

"Könne gar nicht für mich selbst entscheiden und sei nicht in der lage, sowas überhaupt beurteilen zu können".. .(wobei "sowas" dann zb die Dinge waren, die ICH vorschlug, dass sie meine sogenannte "Integration in die Gesellschaft" verbessern. Dies war zb der für JEDEN autisten notwendige Computer und Internet, um mit anderen kommunizieren zu können und mittlw eigentlich auch allgmein anerkannt ist! Nennt sich "kommunikations-hilfen")

Ich hab auch oft genug erlebt, dass mir unterstellt wurde, dass ich ja "ohnehin psychisch krank sei". Autismus ist KEINE psychische erkrankung, sondern angeborene neurologische fehlvernetzung im Gehirn.

Ebenso oft erlebt, dass dann eben flugs innerhalb von Minuten (wenn es grad für diejenigen vorteilhaft war) entgegen der vorliegenden Symptome und ENTGEGEN des mittlw vorliegenden autismus gutachten eine psychische Erkrankung diagnostiziert wurde, die zusammen mit autismus nicht mal möglich IST. Dies obwohl das Autismus gutachten von DEM anerkanntem Spezialisten in Deutschland schlechthin stammt.

Anderseits bin ich natürlich "hochintelligent" usw, und "komme auch ohne therapie aus" wenn es grade dazu dient, berechtigte ansprüche an eine solche abzuwehren.

Von daher würde ich mittlw eigtl fast JEDE diagnose anzweifeln, die zum durchsetzen solch dubioser zwangsbehandlungen dient. Interssanterweise dienen diese auch entweder NUR, um berechtigte ansprüche abzuwehren, zb eine Alltags Assitenz; auf der anderen Seite aber um wesentlich teurere massnahmen wie Unterbringung im Heim, Psychiatrie oder eben diese Behandlung zu rechtfertigen.


Ja Orwell lässt grüßen und gespannt bin, WAS da noch ALLES kommt. Zb versucht ja auch das Alg 2 Amt, (oder auch hartz 4 genannt), in das JEDER rutscht, der länger als 1 jahr arbeitslos ist, (somit auch alle behinderte, für die de facto gar keine Arbeitsstellen vorhanden sind),

Schon seit Jahren, Menschen zwangsbehandeln zu lassen!.. .wobei sie sich natürlich hauptsächlich auf psychisch kranke und behinderte Menschen stürzen und einfach das Geld gestrichen haben, willigt man nicht ein.

Bislang war das entgegen des Gesetzes. Und wer sich weigerte, bislang wenigstens Recht vor Gericht bekam!.. (wer die kraft und vor allem das WISSEN zum klagen hatte).. . Gespannt bin, ob sich da nun nicht auch ändert.


Hatte erst vor 2 tagen eine unangemeldete Ärztin des Landkreises wg Hartz 4 Bezug vor mir sitzen. Als ich sie nach der Schweigepflicht fragte, wurde sie ganz komisch: "entweder ich hätte was zu verbergen, oder nicht"... .und: "schliesschlich hätte ich Mitwirkungspflichten, wenn ich Sozialleistungen beziehe".. .

Dazu muss ich sagen, dass das Amt schon 2014 von mir verlangte: " dass ich sämtliche ärtzte, Kliniken etc in denen ich jemals war, pauschal von den Schweigepflichten zu entbinden habe; anderenfalls würde mir das Geld !wegen fehlender mitwirkung! komplett gestrichen werden."

DAS fand das Amt völlig normal, "weil man schliesschlich Geld von denen bekommt", obwohl es gegen den DATENSCHUTZ verstösst und die das gar nicht dürfen. ..

Normalerweise wird einem auch VOR so einer Untersuchung ein Schriftstück vorgelegt, ob ich diese Ärtztin vom Amt nun ganz, tlw oder völlig von der Schweigepflicht gegenüber dem Hartz 4 Amt entbinde.

Fehlte natürlich auch wieder mal völlig und als ich sie danach fragte, wurde sie wie gesagt SEHR komisch. Siehe oben.

Nein, ich habe NICHTS zu verbergen.. .Aber mittlw eine heiden angst, was jemand da innerhalb von Minuten über mich urteilt und die folgenden Rückschlüsse und Konsequenzen für ganz völlig selbstverständlich und normal hält.. .. .Und auch für selbstverständlich hält, einfach und ungefragt intimste Dinge von mir an einen Mitarbeiter des Hartz 4 Amtes weiter zu geben..

... .Unter anderem pochte diese ärtztin auch darauf, wissen zu wollen, "welche medikamente ich nehme" UND: "ob ich nicht vielleicht welche verordnet bekommen habe, die ich NICHT nehmen wolle"; ... vor allem letzteres interessierte sie besonderns

UND: ob ich eine Therapie mache.. . Wobei ihr dann schlussendlich auch völlig egal war, dass ich eine autismus spezifische therapie vom landkreis entgegen der ausdrücklichen Empfehlung des Autismus Gutachtens gar nicht bewilligt bekommen habe (siehe oben), "hätte ja eine von der krankenkasse bezahlte machen können". (Die in meinem Fall aber kontra indiziert wäre)... Und für sie NUR zählte: "mache KEINE".. ..

Nach eigenen Aussagen war sie aber angeblich NUR da, um meine momentane Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Arbeitsunfähig bin ich aber zur Zeit wegen der Borreliose; nicht wegen Autismus. Das Amt vermischt das ohnehin hartnäckig seit krankheitsbeginn August 2016.
WOZU braucht sie dann solche Aussagen? Angeblich will sie auch gar kein gutachten erstellen und es ginge NUR um die aussage, ob ich immo arbeitsfähig bin oder nicht.. .
(Und einem einfachem Angestellten des Amtes geht all sowas dreimal nix an... ). Es fand auch keine körperliche Untersuchung statt und die Unterlagen über Borreliose hatte ich nicht vorliegen. (Interessierte sie aber auch nicht gross).

Dennoch bin ich ihrer Meinung nach jetzt minimum 1 jahr lang Au und keine Ahnung, wie sie das begründen will. Für mich bedeutet es aber zu fast 100% zumindest die Streichung meiner finanziellen Lebensgrundlage Hartz 4; wenn nicht noch mehr.


Das mag jetzt alles etwas abschweifend klingen. Ist es aber meines Erachtens nicht. Das mit mir ist ja nur Beispiel, wie sowas abläuft und passiert täglich tausendfach. Unser Staat bildet sich ein, alles und jeden therapieren zu dürfen und sich in alles und jedes einzumischen und ALLES von einem wissen zu dürfen.

Zum Beispiel unter dem Deckmantel: "schliesschlich bekomme man ja Sozialleistungen".. .

Gegenfrage, (die kaum einer stellt, weil wir ALLE durch die Medien ala Orwell gehirn gewaschen sind): wenn es zb für uns behinderte gar keine Arbeitsstellen GIBT, wovon sollen wir denn dann bitteschön sonst leben? Sollen wir uns in Luft auflösen?? Sterben? Auf der Strasse leben?.. .Und WARUM bekommen wir "ein Almosen", Sozialleistungen und nicht ein generelles monatliches Einkommen? Und mit WELCHER rechtfertigung MUSS ich dann wirklich alle intime Dinge Preis geben an wirklich JEDEN?.. .angefangen bei der regelmässigen Konto Überwachung und bishin zu meiner Verdauung.. ..

Denn zb auch die gut qualifierten asperger autisten, (mit abgeschlossenem Studium dann), sind zu 80% arbeitlos, weil es sowohl an staatlichen Hilfen mangelt (begleitende Arbeits Assistenz), als auch geeignete Arbeitsstellen.

Dazu passt auch, dass der Erfinder der vorrangigen therapie für autistische Kinder, (das sogenannte ABA ), davon ausgeht: "das Autisten gar keine Menschen sind und zu solchen erst mittels Therapie geformt werden müssen".. .Diese stellt aber Dressur dar, die bei Tieren in der Form nicht erlaubt ist!!
.Sowie der neureren Forschung, Autismus schon im Mutterleib feststellen zu können, um diese bis zum etwa 6-7 Schwangerschaftsmonat noch abtreiben zu können... .(Babys werden dann ohne versorgung liegen gelassen).. .



Letzlich geht es doch bei all dem NUR darum, dass der Staat sich einbildet, beurteilen zu dürfen, was wertiges leben ist und was nicht. Und sich einbildet, Menschen auch mit Gewalt an dieses Bild anzupassen. Statt die Lebens- und Arbeitsbedingungen an uns anzupassen. Und vor allem werden Grundrechte schleichend immer mehr beschnitten.


Ohne weiteren worte und mit grenzenloser angst. Denn bin eine von denen, die keinerlei unterstützung von Aussen haben.. .


Lieb gruss Pulsatilla



Ps: eigtl müsste doch jedem schon die Ohren klingeln, dass hauptsächlich Frauen in Psychiatrie sitzen. Wie kann es sein, dass angeblich Frauen so anfällig für angebliche psychische Erkrankungen sein sollen?.. .
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Pulsatilla » Montag, 03.07.17, 13:43

Kurz ps:

Eigtlich sollte es geheißen haben: WIE kann es sein, dass hauptsächlich Frauen in Psychiatrien "einsitzen";
hauptsächlich Frauen an angeblichen psychischen Erkrankungen "leiden"
und hauptsächlich Frauen der zwangsbehandlung und zwangskorrektur des Staates "bedürfen"?
Und warum klingelt es da nicht sofort jedem in den Ohren?

Mir fehlen immo konkrete daten. Aber liegt Verhältnis nicht bei fast 80% Frauen zu 20% Männer?

Lieb gruss Pulsatilla
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padma
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon padma » Donnerstag, 17.08.17, 11:03

 ! Nachricht von: padma
liebe Pulsatilla :) ,

ich habe deine Beiträge zu Zwangsbetreuung abgetrennt und einen extra thread dazu eröffnet
viewtopic.php?f=15&t=13531

lg padma

Arianrhod
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Arianrhod » Donnerstag, 17.08.17, 17:33

Pulsatilla hat geschrieben:Kurz ps:

Eigtlich sollte es geheißen haben: WIE kann es sein, dass hauptsächlich Frauen in Psychiatrien "einsitzen";
hauptsächlich Frauen an angeblichen psychischen Erkrankungen "leiden"
und hauptsächlich Frauen der zwangsbehandlung und zwangskorrektur des Staates "bedürfen"?
Und warum klingelt es da nicht sofort jedem in den Ohren?

Mir fehlen immo konkrete daten. Aber liegt Verhältnis nicht bei fast 80% Frauen zu 20% Männer?

Lieb gruss Pulsatilla


Aus eigener Beobachtung kann ich das nicht bestätigen. Im Gegenteil - auf den Stationen der geschlossenen Psychiatrie waren wir Frauen immer eine Minderheit, manchmal nur zu zweit oder zu dritt.
Aber unabhängig meiner persönlichen Erfahrung ist das Verhältnis wohl ausgeglichen:
Alter und Geschlecht: Ein Häufigkeitsgipfel findet sich in den mittleren Altersgruppen zwischen 30 und 40 Jahren und ein weiterer Anstieg bei den über Siebzigjährigen. Männer überwiegen insgesamt mit 58 Prozent geringfügig, in der mittleren Altersgruppe stark, wohingegen bei den alten Menschen deutlich die Frauen überrepräsentiert sind.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/43846 ... -nehmen-zu

liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

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Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Pulsatilla
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Pulsatilla » Donnerstag, 17.08.17, 19:41

Danke arianrhod,

Ich hatte bislang immer nur gelesen, es sei anders. Zb hier, wobei aber keine konkreten Zahlen genannt werden. Nur, dass "viel mehr Frauen als Männer von psychischen Erkrankungen betroffen sind":
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2055

Und hier, das 70% aller psychopharmaka Frauen verschrieben werden:
http://www.antipsychiatrieverlag.de/art ... frauen.htm

Ich war mal in einer psychosomatik, da war es tatsächlich so. Vielleicht 8-10 männer auf cirka 100 leute. So dass ich das auch nicht weiter hinterfragt habe. Gut zu wissen, dass das nicht generell stimmt! Das ihr Frauen sogar so sehr in minderzahl wart, verwundert mich nun doch etwas.

Oder bezieht sich die Statistik im Ärzteblatt nur auf Zwangseinweisungen und da ist es evtl. grad anders herum?

Lieb gruss <3
Pulsatilla
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Kaulquappe 411
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Kaulquappe 411 » Freitag, 18.08.17, 11:53

Hallo,

wenn ich das lese, wird mir auch Angst und Bange.
Noch ein Grund mehr, mit meiner Hausärztin zusammen eine hieb- und stichfeste Patientenverfügung zu erstellen und zu hoffen, dass sich die Ärzteschaft daran hält, wenn es mal soweit sein sollte.

Wenn ich daran denke, wie sehr mir die Maßnahmen von Ärzten geschadet hat, und man mir meine Einschätzung nicht geglaubrt hat, sich aber als richtig erwiesen hat, weil ich mich ja am besten kenne, könnt ich schreinen, weinen, trampeln, kotzen! :evil: :evil:

Nie wieder will ich in dieser schlimmen Mühle landen wollen! NIE WIEDER! :evil:

Quäppchen
Diagnosen: PTBS, Depression, Sozialphobie, Agoraphobie, Oralophobie, Migräne, craniomadibuläre Dysfunktion, vermutlich Autoimmunthyreoiditis
Erfahrungen mit Ximovan ( Paradoxe Reaktion), Melperon (drastische Alpträume), Taxilan (total abgeschossen) Fluoxetin (Depersonalisation), Lorazepam, Opipramol, Promethazin, Escitalopram, Cipralex, Valdoxan, Amitriptyllin.
Genannte Mittel nur kurze Zeit genommen und kalt abgesetzt, da angeblich keine Probleme nach so kurzer Einnahmedauer, hahaha!
2010 Venlafaxin 150 mg eingeschlichen, Kurzeitige Besserung der Stimmung bzw. Antriebs, jedoch Verstäkung der inneren Unruhe.
Hinzu kam Amisulprid 50mg, half sehr gut gegen Angst, jedoch horrende Nebenwirkungen (30 kg zugenommen, Kopfschmerzen, Diabetes, Hormonstörungen), daher kaltes Absetzen, weil angeblich unproblematisch. Nach 2 Tagen massive Suizidgedanken und Ängste, wieder auf 50 mg für 1 Jahr.
Sommer 2014 wegen Schlafstörungen 12 Tropfen Trimipramin, kaum Besserung, starker Nachhang, Depersonalisierung, Muskelsteifigkeit, Kurzatmigkeit, Nachlassen der körperlichen Belastbarkeit, eigenmächtiges kaltes Absetzen, daher wochenlang starke Schlafstörungen.
Amisulprid 50 mg Ende November 2014 eigenmächtig abgesetzt. Pro Woche 12, 5 mg weniger, keine Absetzsymptome
Venlafaxin 150 mg seit Mitte Dezember 2014 am Absetzen, innerhalb von 2 Wochen auf 37,5 mg mit starker Absetzsymptomatik,( Brainzaps, Weinerlichkeit, Verzweiflung, aggressive Ausbrüche, Bauchschmerzen, Durchfall, Sehstörungen)
11.1. auf 75 mg, da Absetzsymptome zu stark, nehmen im Verlauf des Sommers ab, Schneckenclubmitglied :schnecke:
Sept. 2015 Diagnose Autoimmunthyreoiditis, Einschleichen von Hormonen wegen unerträglichen Nebenwirkungen misslungen.
Regelmäßige Einnahme von Vitamin D, Leinöl, Basentee und versch. homöopath. Globuli bekommen mir sehr gut!!!

31. Oktober 2016 Fortsetzen vom Absetzen Venlafaxin 75 mg mittels Mikrotapering ( pro Kapsel ein Gewicht von 0,306 g)
Meine Absetzsymptome bei jedem Schritt, mal mehr, mal weniger: Weinerlichkeit, Pseudodepri, Pseudoschnupfen, Muskelschmerzen in den Beinen, Verspannungen Nacken und Kiefer, Brainzaps, Geräuschempfindlichkeit, leichte Übelkeit, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Juckreiz, Hör- und Sehprobleme
4.11.: Kapselgewicht 0,304 g
7.11.: Kapselgewicht 0,302 g
10.11.: Kapselgewicht 0,300 g, Absetzsymptome zu stark, kurz hochdosiert, besser!
28.11.: Kapselgewicht 0,298 g
9.12.: KG 0,295 g
am 1.1. 2017 bei KG 0,292 g angekommen
17.01.2017 KG 0,290g
15.02.2017 KG 0,286 g
01.03.2017 KG 0,284 g
seit 24.04. 2017 KG 0,280 g
02.05.2017 KG 0,278 g
16.05. 2017 KG 0,276 g
mittlerweile bei KG 0,273 g
nun bei KG 0,270 g
mittlerweile bei KG 0,264 g mit Zwischenschritten

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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Arianrhod » Freitag, 18.08.17, 14:37

Pulsatilla hat geschrieben:Ich war mal in einer psychosomatik, da war es tatsächlich so. Vielleicht 8-10 männer auf cirka 100 leute. So dass ich das auch nicht weiter hinterfragt habe. Gut zu wissen, dass das nicht generell stimmt! Das ihr Frauen sogar so sehr in minderzahl wart, verwundert mich nun doch etwas.

Oder bezieht sich die Statistik im Ärzteblatt nur auf Zwangseinweisungen und da ist es evtl. grad anders herum?

Lieb gruss <3
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Ich glaube letzteres - ja. Frauen sind öfter depressiv , haben eine Angststörung oder Borderline ; bei bipolarer Erkrankung und Psychosen ist das Verhältnis fifty: fifty. Antidepressiva und Benzos wird ambulant mehr Frauen verschrieben , Neuroleptika ist gleich.
Zwangseingewiesen kann man bei Eigen- und Fremdgefährdung werden; idie Fremdgefährdung liegt bei Männern höher. In der Forensik gibt es wesentlich mehr Männer als Frauen.

Um es in einem Satz zusammen zu fassen, die "weiche" Psychiatrie, Ambulanz, Psychosomatik etc. hat einen größeren Frauenanteil, die "harte" Psychiatrie : Geschlossene, Forensik mehr Männer.

Quelle

liebe Grüße Arianrhod
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Pulsatilla
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Pulsatilla » Freitag, 18.08.17, 18:20

Liebe Arianrhod

Danke für die lange erklärung! Ja das wäre auch meine frage gewesen, die nach der Fremdgefährdung. Und evtl in kombination mit Sucht. (wobei hier jetzt alkehol, crystal meth, kokain etc gemeint ist).

Naja, ich hab's ja sogar geschafft, eine Erkrankung zu haben, wo Frauen in Minderzahl sind. So sehr, dass ich in Antworten immer als "Herr xy" tituliert werde .. .. :wink:

Liebe Kaulquappe

Ja mir wird auch Angst, obwohl ich gottlob bislang nicht drin war. Aber unglaubliche Angst davor habe. Panische!
Das mit den falschen und sogar gemeinen Gutachten, 1x nur aus dem Grunde, um Geld für eine Assistenz zu sparen, kenne ich auch nur zu gut.. .Und das schürt noch mehr Angst.. .

Magst erzählen, bzw in Deinem Thread erzählt? Oder belastet es Dich zu sehr, davon zu reden.. ...

Drück Dich ganz lieb gruss :hug:

Pulsatilla
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Oxonium
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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon Oxonium » Mittwoch, 23.08.17, 19:03

Ihr Lieben,

ich kann Euch versichern, dass absolut niemand zu einer Krebstherapie gezwungen wird. Auch nicht in Zukunft.
Das ist totaler Quatsch. Kein Ethikrat würde das jemals erlauben.
Und ich weiß das von Berufs wegen.
Wir würden mit Berufsverbot belegt, käme do. etwas and Licht.
Gruß, C.
07/2015: Diagnose Major Depression. Klinikeinweisung u. Beginn mit Mirtazapin 30 mg + 15 mg Diazepam. Es folgen 8 Monate stationäre Behandlung.

Mirtazapin zeigte sich nach drei Monaten Behandlung wirkungslos. Dafür erhebliche NW: Quälende Akathisie, Restless Legs, innere Unruhe, starke Schlafstörung.
In zwei Schritten (zu je einer Woche) erfolgt Reduktion
auf 15 mg. NW lassen nach.

Im Verlauf Erfahrungen mit Quetiapin, Promethazin,
Trimipramin.

Nach missglücktem Diazepam-Absetzversuch erfolgt
eine Sedierung mit Lorazepam 4 mg/Tag.

11/2015: Einstellung auf Lithium, Spiegel 0,6
12/2016: Einstellung auf Escitalopram 20 mg

Schilddrüsenunterfunktion vier Wochen nach Beginn der Lithiumtherapie. Substitution mit L-Thyroxin.
Damit einhergehend deutliche Besserung des Befindens.

Anfang März 2016 darf ich nach Hause gehen.
Lorazepam wird zu Hause fertig ausgeschlichen.
03/2016: Nach 7 Monaten keine Benzos mehr :party2:

14.09.2016: Reduktion Mirtazapin um 3,75 mg auf 11,25 mg.
Nach einer Woche beginnen Beklemmungen, Derealisationsgefühle, leichte Depressivität, Schwindel.
Alles hört nach 1-2 Wochen auf. War auszuhalten.

20.11.2016: Weiter geht's! :fly: Reduktion um 2 mg auf 9,25 mg mit Wasserlösemethode.

22.11.2016: Wieder auf 11,25 mg erhöht - bin viel zu wach und angeschoben durch Cipralex ...oder zu viel L-Thyroxin ?

04.12.2016: Zweiter Versuch - 10 mg Mirtazapin mit Feinwaage. Nur leichte Symptome (grübeln, hitzewallungen, zittern) für 2-3 Tage.

28.12.2016: Runter auf 9 mg.
30.12. 2016: Wieder hoch auf 10 mg wegen Stress

15.01.2017: Runter auf 9 mg
Zehn Tage lang Beklemmungen und Depris. Probleme sind soooo groß. Schwindel,
Tinnitus ist lauter. Dann ist alles wieder prima.

9.4. 2017: Runter auf 7,5 mg
Yeah! Auch nach vier Wochen noch keine Absetzsymptome :D
Letztes Viertel erreicht!

01.05. Lithium reduziert auf 900 mg/d (Letzer Spiegel
davor bei 0,7)
Hurra! Ich kann wieder klar denken. Diese Dosis
halte ich jetzt drei Monate.

19.08. Wieder weiter mit Mirtazapin. Seit gestern 6,5 mg. Keine Beschwerden. Es geht mir super. Und ich schlaafe auch drei Wochen später noch wie ein Murmeltier.

05.09. Weiter mit Lithium. Runter auf 775 mg/d.
War ein bis zwei Tage etwas schreckhaft.
Aber es geht mir prima.

22.9. Mir geht es immer noch richtig gut.






Aktuelle Medikation:

Quilonum retard 1-0-0,5
Escitalopram 20 mg 1-0-0
Mirtazapin 5,8 mg 0-0-1
L-Thyroxin 100 - 25 - 0

Zur Ergänzung: Vitamin B-Komplex mit hohem B1- und B6-Anteil, Omega-3-Kapseln, Vit D3 1000 IE und Magnesium 400 mg.

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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon padma » Donnerstag, 24.08.17, 13:49

hallo C.

leider ist das kein Quatsch, Zwangsbehandlungen sind nach der neuen Gesetzlage auch in somatischen Krankenhäuser möglich

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.09.2017: 0,5 mg


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Zwangsbehandlungen auf der Offenen und im "normalen" Krankenhaus verhindern!

Beitragvon micha68 » Donnerstag, 31.08.17, 21:15

Hallo C.,

oder man macht es subtiler... einer Bekannten von mir wurde gesagt (sie hat Krebs), wenn sie sich nicht schulmedizinisch behandeln lässt, wird die Krankenkasse auch keine naturheilkundlichen Therapien bezahlen...

Oder meiner Großtante wollte man mit 90J einen Herzkatheter legen, obwohl sie mehrfach sagte, sie wolle das nicht (sie wollte keinerlei Lebensverlängernde Massnahmen, weil sie seit vielen Jahren schon sehr am Leiden war)- daraufhin sagte die Ärztin sie sei Dement- meine Tante war aber bei klarem Verstand nur der Körper spielte eben seit vielen Jahren "verrückt" und sie litt permanent unter Schmerzen (trotz Opiat-Pflaster) und GsD war meine Mutter dabei, die eine notariell beurkundete Vollmacht besitzt und meine Tante hatte eine notarielle Patientenverfügung... Nach Vorlage der Dokumente und unter Androhung den Anwalt einzuschalten, durfte meine Tante dann auf eigene Verantwortung das KH wieder verlassen...

Meine eigene Geschichte mit Zwangsbehandlung möchte ich hier jetzt nicht schildern, aber es gab sie schon vor dem neuen Gesetz! Jetzt sind sie auch noch legitimiert! :frust: :evil:

Im neuen Gesetz steht es genau so, wie Palma es schreibt: Zwangsbehandlungen sind möglich!

Lieben Gruß und schön, dass Du so etwas nicht unterstützt! :)
Micha
Reduktion von Valproinsäure retardiert und Quetiapin (Wasserlösemethode)
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