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Liebe ADFDler,

seit alle technischen Probleme behoben sind, hat das Forum wieder täglich Neuanmeldungen. Das Team steht gern unterstützend zur Seite, kann aber aufgrund der wachsenden Teilnehmerzahl oft nicht mehr zeitnah antworten.

Daher freuen wir uns über alle, die im Sinne der Selbsthilfe andere unterstützen, sie zum Beispiel auf relevante Infothreads aufmerksam machen oder die mit ihren persönlichen Erfahrungen in den Austausch untereinander gehen. Ein Schwerpunkt des Forums ist die gegeseitige Unterstützung und Begleitung, dazu kann jeder seinen Teil beitragen!

Falls noch nicht geschehen, lest euch bitte die wichtigsten Absetz-Informationen gründlich durch und verlinkt sie gerne auch an neue Teilnehmer:

Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Viele Grüße vom Team

Neuro-Emotionen beim Absetzen

padma
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon padma » Freitag, 04.11.16, 13:57

hallo Roxy, :)

prinzipiell sehe ich das wie Lina. :)

Dennoch ist es sicherlich sinnvoll, wenn man in einer solchen Verfassung ist oder eine solche sich ankündigt, umsichtig zu sein und z.B. dann nicht Auto zu fahren. Und nirgends hinzu gehen, wo man zusätzlich starken Reizen ausgesetzt ist.

liebe Grüsse,
padma

Katharina
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon Katharina » Freitag, 04.11.16, 21:41

Vorsicht Scherz:

( Lina...., :Herz:

... wenn aus mir eine jähzornige Katharina werden würde, dann "... hätte ich mein Ziel erreicht ...".

Eine Spiegeltüre habe ich hier......und einen uralten italienischen Hammer.....).

Das wäre das positivste in meiner ganzen Escitalopram Karriere das jemand wie ich mal ausrastet )

Besser Scherz Ende.

Lolol Katharina
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______________________________
Aktuell 10.7.17

Lorazepam 1mg 1 - 1 - 2
Atarax 25mg 1 - 0 - 1/2
Zolpidem 10mg 0 - 0 - 1

L- Thyroxin alternierend 100mg und 125mg



meine Schreibfehler sind Müdigkeit - und Tastatur Eigenwilligkeit, ich bitte um Nachsicht,vielen Dank.

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon Melkigi » Samstag, 05.11.16, 10:03

Hi, ich habe mich mit einem heißen Bad herumtergefahren das hat mir geholfen, ich war total entspannt danach, vorgestern war ich zur Taimassage das hat mir sehr gut getan, ich bin mit einem lächeln dort raus. War wie neu geboren. Ich versuche viel zu entspannen, wie mir hier geraten wurde.

Lg mel
Ich litt ca 2 Jahre unter starken Rückenschmerzen, Nacken- und Kopfschmerzen. Dachte erst an Verspannungen und Migräne die mich des öfteren plagen. Ich wurde mit den üblichen Mitteln behandelt, Ibuprofen, Diclofenac und Cortison. All das half nichts, unter Cortison fühlte ich mich zwar super aber nach absetzen schnell wieder schlechter, im Oktober 2015 hielt ich die Schmerzen nicht mehr aus, viele Therapien folgten, Krankengymnastik, Spritzen und hochdosiert Cortison. Und mein Arzt meinte ich hätte eine Nerventzündung und da bekam ich zum ersten Mal Pregabalin 50 mg einmal täglich, gesteigert auf 3x täglich, den Zeitraum weiss ich nicht mehr genau, nach ca 4 Wochen habe ich einfach abgesetzt wegen der Nebenwirkungen, alle sagten meine Persönlichkeit hat sich verändert, ich war sehr aggressiv. Schell auf 180, die Schmerzen waren aber besser, und nach dem Absetzen ging es wieder los, Schmerzen wieder da,ich fühlte mich seltsam , wusste nicht das ich eigl. langsam absetzen muss, hat mir keiner gesagt. Ich ging dann zum Orthopäden, der dann endlich ein Röntgenbild und ein MRT veranlasst hat. Und bähm ein Bandscheibenvorfall hws, der Nerv total eingedrückt, bekam weiter cortisoninfusin und sollte Tilidin nehmen, hab ich nicht vertragen. Am ersten Tag super, totale Euphorie und am 2 Tag Übelkeit und total depressive, dann auf Tramal umgestiegen und genau das gleiche erlebt, abgesetzt, im Februar 2016 zum Neurochirurgie überwiesen worden, eine OP wurde mir empfohlen,
Am 28.02.16 wurde ich dann operiert und eine Bandscheibenprothese wurde mir eingesetzt und Knochen der den Spinalkanal eingeengt hat weggefräst.
Danach bekam ich wieder Pregabalin 3x 50mg täglich da der Nerv so lange gequetscht war, sollte er damit erst mal beruhigt werden, Schmerzen besser, aber meine Persönlichkeit hat sich wieder verändert.

- [ ] Nebenwirkungen:
- [ ] Kopfschmerzen
- [ ] Beinschmerzen
- [ ] Schwellung der Gelenke
- [ ] Psyche verändert
- [ ] Aggressiv
- [ ] Konnte keine Menschenmengen vertragen
- [ ] Antriebslos
- [ ] Gewicht zugenommen ,immer Hunger
- [ ] Im Internet schlau gemacht über Pregabalin, dann hab ich selbständig wie folgt runterdosier:
1. Ab ca01.03.16 3x täglich 50mg
2. Ab Juni 2016 2x täglich 50 mg
3. Ab Juli 2016 1x täglich 50 mg
4. Ab 07.10.16 1x täglich 25 mg ( auf Wunsch bei meinem Arzt angefordert)sollte es 14 Tage nehmen und dann ganz weglassen.
Wie es mir nun erging ohne Pregabalin:
1. Tag: noch keine Veränderung erkennbar
2. Tag: leichte Übelkeit, Kraftlosigkeit, geschwollener Magen( dacht an eine Magen/Darminfektion oä)
3. Es wurde immer schlimmer, vomex gegen Übelkeit genommen, starke Magenkrämpfe, ganzer Körper tat weh.
4. -9. Tag ging mir immer schlechter
Am 30.10.16 dieses geniale Forum entdeckt und endlich brauchbare Hilfe bekommen, mir wurde geraten mit der letzten Dosis wieder einzusteigen, 25mg 1x täglich.
Der Wiedereinstieg , Pregabalin 25mg täglich
1. Tag, 31.10.16 kaum zu fassen alle Beschwerden weg nach ca einer Stunde
2. Tag, 01.11.16 keine Entzugserscheinungen mehr. Allerdings die Nebenwirkungen sind auch zurück aber nicht so stark, ich kann wieder essen. Fühle mich super, nicht mehr weinerlich.
3. tag. 02.11.16 leider wieder, schlechter alle Emotionen nacheinander, besonders Übelkeit und Magenschmerzen, Magen dick wie Handball. Heute abend geht es mir besser, morgens und mittags ist es am schlimmsten.

Jessica_83
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon Jessica_83 » Dienstag, 07.03.17, 22:19

Ich versende auch schonmal Neuroemotionen bzw. Neuropanik. Ich werde dann relativ anfällig auf Reize und dergleichen.

live-slow
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon live-slow » Dienstag, 21.03.17, 16:49

endlich ein name für das kind!
vielen dank!
1.psychose mit 14
- 4 tage risperdal 1mg
keine weitere medikation
13 jahre nl frei und psychose frei

2. psychose nov. 14
- 10mg olanzapin 4 tage
einmalige gabe von abilify 10mg nicht vertragen
- 7,5mg olanzapin
entlassung aus geschlossener
15.12.14 begonnen mit "langsamer" reduktion (viel zu schnell)
01.02.15: 0mg olanzapin -> heftiger entzug. u.a. 9 tage wach, reizüberflutung, depressiv, heulanfälle, gereiztheit, unechte psychotische schübe (klar abgrenzbar)
über monate hinweg. stete abnahme der sympthome
trotzdem nie wieder so schnell absetzen!

alles im alleingang!

nl frei bis mitte okt.15 dabei 8kg abgenommen

3.psychose geschlossene von mitte okt. bis mitte nov.15
- 10 mg olanzapin 4 tage
- fixierung, haldol (einmalig)
- 7,5 mg olanzapin
entlassung mit 7,5mg olanzapin

nl dosis beibehalten

03.16 auf 5mg olanzapin reduziert (langsam)

juli 16 schubähnliche zustände
- 10mg olanzapin 3 wochen (keine psychose)
- 7,5mg olanzapin
- 5mg olanzapin
(arzt sagte ich könne eigenverantwortlich erhöhen/verringern wie ich das für richtig halte.) er hält mich für kompetent genug.) sehr nett, aber ohne wissen??

hormon ersatztherapie wegen !schlimmer! pms
- 8 tage vor meiner menstruation tägl. 2 pumphübe estradiol gel (meine rettung!)
- 6 tage vor meiner menstruation tägl 2 pumphübe
estradiol gel (reduziert)

01.11.16 olanzapin erhöht (angst vor winterdepression)
- 7,5mg olanzapin

01.02.17 abwechselnd 1 tag 7,5mg; nächster tag 3,75

01.03.17 3,75mg olanzapin -> starke absetzsympthome
weinerlich keit/unfähigkeit tränen "zu lassen", schlaflosigkeit (2800mg Baldrian) hilft!
kommunikation wieder freudiger, allerdings schnell ausgelaugt, reizbar, niesen, augenbrennen, kribbelgefühl in den extremitäten volgl. bewegungsdrang, durchfall, kopfschmerz, herzrasen, innere unruhe, könnte berge versetzen! voller elan! aufgeputscht! glücklicher aber sprunghaft...

ADFD gefunden! welch ein wissensschatz! sehr froh endlich nicht mehr allein! :pillowtalk:

20.03.17:
5,55 mg olanzapin wieder aufdosiert (da viel zu schnell abdosiert und zu krasse absetzsympthome)
18.04.17: 5mg olanzapin, ohne symptome <3
07.06.17: 4,5 mg olanzapin, durchfall, adrenalin schübe
07.07.17: 4,05 mg olanzapin. traurig, kein selbstwert, hässlich, dumm... einfach wertlos... und natürlich durchfall... :zombie:
09.08.17: 3,6 mg olanzapin

JayBlue
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon JayBlue » Sonntag, 09.04.17, 16:17

Hallo,

ich habe nicht alles in dem Thread gelesen aber den Artikel von beyondmeds.com. Sie schreibt dort, dass die Nebennieren zu viel Cortisol aussenden, was den Stresslevel des Körpers erhöht. Das wäre wohl eine logische Erklärung, warum man so reagiert wie man reagiert beim Entzug. Allerdings gibt es dazu keine Studien, oder? Ich denke, es ist plausibel geschrieben, aber es ist eben nur eine Theorie von einer Nichtmedizinerin, so wie ich das bis jetzt verstanden habe. Das mit dem Cortisol-Gehalt müsste sich doch messen lassen, oder? Den kann man heute ja glaube ich schon am Ohrläppchen messen (oder war das was anderes :D :D ). Wenn ja müsste bei allen im Entzug ja der Cortisol-Wert stark erhöht sei und die Nebenniere müsste eben ziemlich viel "arbeiten". Hat das schon mal jemand messen lassen bei sich? Ich weiß nicht, ob es da Langzeitmessgen gibt. Bei Sportlern wird das ja denke ich auch regelmäßig gemacht.

Viele Grüße

Jay :-)
Mein Absetzthread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=11981
In der Vergangenheit viele unterschiedliche AD's und NL genommen (kann leider nicht mehr alle aufzählen).
Derzeit (2016):
* Vor 16.07.16: Cymbalta 30mg (ca. 6 Jahre). Diagnose war damals Zwangsstörung/Angststörung, Depression.
* Seit 16.07.16 Cymbalta (30mg) -> alternierend alle 2 Tage auf Anraten des Arztes.
* In der Zwischenzeit mehrere Versuche. War auf bis zu 15mg runter und hatte heftige Symptome während des Urlaubs. Wieder hoch dosiert auf 30mg 1x täglich. Gewechselt auf Duloxetin von ALUID Pharma.
* 22.11.16: 18mg.
* 17.12.16: 15mg.
* 10.02.17: 13mg.
* 13.03.17: 12mg.
* 14.03.17: Wieder hoch auf 13mg da zu starke Symptome. Umstellung auf Kügelchenmethode da Feinwaage zu ungenau.
* 14.03.17: 13mg (52 K.).
* 22.03.17: 12,5mg (50 K.).
* 15.05.17: 12mg (48 K.)
* 11.06.17: 11,5mg (46 K.)..

gelblack
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon gelblack » Montag, 05.06.17, 17:33

Liebe Foris

War gerade bei James Heaney unterwegs und habe ein Statement von Altostrata entdeckt bezüglich dem Zusammenhang Cortisol mit Serotonin. Vielleicht auch eine Antwort auf den Beitrag von jayblue.

Altostrata says:
Many unpleasant emotions, such as anger, are felt intensely in withdrawal because the regulating system has been disabled by withdrawal and downregulation of serotonin receptors. This enables an abnormally high release of cortisol, which exacerbates anxiety, fear, anger, and depression.
Some people are overcome by these neurologically induced emotions and do things that are rash or dangerous, feeling they literally have lost their minds or have brain damage.
You may be interested in visiting http://survivingantidepressants.org, a peer support site, for more detailed information about tapering, antidepressant withdrawal syndrome, and withdrawal symptoms.
https://npanth.wordpress.com/2012/07/02 ... ithdrawal/


Übersetzung:

Altostrata sagt:
Juli 2, 2012
Viele unangenehme Emotionen, wie Wut, werden im Entzug intensiv empfunden, weil das Regulatorische System durch den Entzug beeinträchtigt ist und somit auch die Serotonin Rezeptoren runtergefahren sind. Das erlaubt eine abnormal hohe Ausschüttung von Cortisol und verschlimmert somit Angst, Wut und Depression.
Einige Leute werden von diesen neurologisch ausgelösten Gefühlen überwältigt und tuen unüberlegte oder gefährliche Dinge … fühlen sich, als ob sie wörtlich den Verstand verloren hätten oder ein Schaden im Gehirn vorliegt.

Vielleicht hast du Interesse daran unsere Website zu besuchen … siehe Text oben

Eigene Sicht:
Die Quintessenz dieses kurzen Textes ist für mich das Verstehen des Zusammenspiels von Cortisol mit Serotonin. Die durch das Antidepressiva verursachte Runterregulierung der Serotonin Rezeptoren stehen diese beim Absetzen nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung. Das Gehirn muss sich an das reduzierte Serotonin Angebot anpassen und bildlich gesprochen wieder wachsen. In dieser Zeit des Absetzens entsteht eine Serotonin Unterversorgung und somit ein Cortisol Überschuss, der Neuroemotionen fördert.
Neben all den anderen Effekten, wie beispielsweise Schlafstörungen, etc. … und liefert somit den Grund der immer wieder erneut auftretenden Absetzsymptome nach einem Reduktionsschritt.

Alles Gute!!
Gelblack
Zuletzt geändert von padma am Dienstag, 13.06.17, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Quelle eingefügt
Anpassungsstörung durch Rechtsstreitigkeiten mit Aufnahme Krisenintervention in 05.2012
Tavor, Neuroleptika und eindosieren von Venlafaxin während Klinikaufenthalts
Absetzen von Tavor während Klinikaufenthalts
Entlassung mit Venlaflaxin und Olanzapin
- Ausschleichen Olanzapin da. Ende 2013 unter ärztlicher Aufsicht
- Reduktion Venla von 75mg auf 37,5mg unter ärztlicher Aufsicht
- Reduktion Venla Januar 2015 von 37,5mg auf 18,5mg nach Rücksprache mit Arzthelferin
- ca. 3 Wo später Februar 2015 Reduktion auf "0" / Kalt abgesetzt

Ca. 6 Wochen keine Probleme / dann Absetzsymptome in unterschiedlicher Ausprägung.
Starker Schwindel, Brainzaps, depressiv, traurig, Suizidgedanken ... später Grübelzwang (einmal), Panikattacke (2mal im Ansatz) / Versuch von Eindosieren nach intensiven Recherchen im Forum seit 25.06.2015
Absetzsymptome vor Eindosieren - schlechte Nächte abwechselnd mit gutem Schlaf, leichte Brainzaps morgens, Spannungskopfschmerz, Tinnitus, Aggression, Gewaltfantasien, Tendenz zum Grübelzwang ...
Start Eindosieren Venlafaxin am 25.06.2015

- 2mg 25.6.2015
- 1mg 26.6. / trockene Augen, leichter Kopfschmerz, leicht depressiv, leicht schwammiges Gefühl in den Beinen, Zischen in den Ohren / Fazit: leichte Besserung zum 24.6.
- 2mg 27.6.
- 2mg 28.6.
- 2mg 29.6. sehr durchlässig hinsichtlich Emotionen, Aggressionen, Tinnitus reduziert, frustriert
- 4mg 4.7. Erhöhung der Dosis da keine Besserung der Absetzsymptome
- 4mg 12.7. sehr emotional und aggressiv, Zischen im Kopf, Dosis erhöhen?!
- 6mg 13.7. Dosiserhöhung wegen Grübelzwang, zermürbend
- 6mg 18.7. leichte Brainzaps, körperliche Unruhe mit Spannungskopfschmerz, Tinnitus, emotional, Aggression
- 6mg 25.7. Verbesserung, alle Symptome da, aber abgeschwächt ... die Wohlfühldosis??, 1mg on top; 7mg
- 7mg 25.7.
- 7mg 2.8. Spannungskopfschmerz, Tinnitus, Aggressionen, Unruhe ... Wohlfühldosis??
- 10mg 2.8. Dosiserhöhung :cry:
- 10mg 7.8. an der Wohlfühldosis gekratzt, guten Nachmittag gehabt
- 10mg 8.8. Symptome da; Kopfschmerzen, Tinnitus, Gewaltfantasien
- 10mg 9.8.
- 10mg 13.8. Symptome abgeschwächt, Dosis nachgerechnet ... 10mg war gerundet // tatsächlich sind es ca. 9,6mg
- 8,6mg 25.9. Dosisreduktion
- 8,0mg 27.10. Reduktion
- 7,4mg 28.11. Reduktion Aggression, Grübelzwang noch präsent

- 6,45mg 3.01.2016 Reduktion fühle mich ziemlich stabil
- 6,25mg 22.02. ziemlich stabil
- 6,00mg 5.03. micro tapering start
- 5,50mg 30.03. morgens Symptome, Zischen, Kopfschmerzen ... Cortisolausschüttung ?!
- 5,10mg 23.05. fühle mich ziemlich stabil
- 4,50mg 26.06.
- 4,00mg 31.07.
- 3,60mg 01.09.
- 3,20mg 11.10. schlechter Schlaf, Neuroaggressionen als Dauererscheinung
- 2,70mg 15.11.
- 2,26mg 25.12.

- 2,17mg 10.01.2017 mäßiger Schlaf, Wut präsent
- 1,83mg 28.01. unruhiger Schlaf, Harndrang, Wut moderat
- 1,74mg 17.02. unverändert, vor allem nach moderaten Sport
- 1,45mg 05.03. morgendliches Cortisol hoch, Zwangsgedanken, gereizt
- 1,18mg 05.04. Symptome unverändert, aber moderat
- 0.9mg 22.05. Symptome gleichbleibend
- 0,6mg 03.07.
- 0,3mg 14.08. Zielgerade

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon padma » Dienstag, 06.06.17, 19:50

hallo Gelblack, :)

danke dir fürs Reinstellen und Übersetzen. :D
Könntest du bitte die genaue Quelle (link) noch dazu schreiben?

hallo Jay, :)

Wenn ja müsste bei allen im Entzug ja der Cortisol-Wert stark erhöht sei und die Nebenniere müsste eben ziemlich viel "arbeiten". Hat das schon mal jemand messen lassen bei sich?

In der Tat haben schon einige Foris Cortisol messen lassen und die Werte waren erhöht. Das Problem beim Messen ist, dass die Werte stark schwanken und eine Tagesprofil erforderlich ist.

Auch eine Nebenniereschwäche wurde von einigen vermutet und diskutiert. Gib die Begriffe mal in die Suche ein.

Ein Indiz für die verstärkte Cortisolausschüttung ist auch, dass viele in den frühen Morgenstunden, wenn Cortisiol circadian ausgeschüttet wird, besonders starke Sympome haben und das Befinden sich gegen Nachmittag/Abend wenn das Cortisol natürlicherweise abgebaut wird, bessert

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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aktuelle Dosis
11.06.2017: 0,55 mg


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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon JayBlue » Sonntag, 11.06.17, 10:21

Ein Indiz für die verstärkte Cortisolausschüttung ist auch, dass viele in den frühen Morgenstunden, wenn Cortisiol circadian ausgeschüttet wird, besonders starke Sympome haben und das Befinden sich gegen Nachmittag/Abend wenn das Cortisol natürlicherweise abgebaut wird, bessert

liebe Grüsse,
padma


Hallo padma,

ja das kann ich bestätigen. Morgens fühle ich mich oft schlechter als am Nachmittag/frühen Abend. Ich habe es eigentlich immer darauf geschoben, dass so langsam die Wirkung vom Duloxetin nachlässt. Es wird auch besser, sobald ich es dann nehme. Vielleicht hängt das aber auch nur damit zusammen, dass ich dann mal aufgestanden bin und sich der Cortisol-Wert wieder langsam verringert?! Kann man das irgendwie im Selbsttest messen?

Danke und viele Grüße

Jay
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In der Vergangenheit viele unterschiedliche AD's und NL genommen (kann leider nicht mehr alle aufzählen).
Derzeit (2016):
* Vor 16.07.16: Cymbalta 30mg (ca. 6 Jahre). Diagnose war damals Zwangsstörung/Angststörung, Depression.
* Seit 16.07.16 Cymbalta (30mg) -> alternierend alle 2 Tage auf Anraten des Arztes.
* In der Zwischenzeit mehrere Versuche. War auf bis zu 15mg runter und hatte heftige Symptome während des Urlaubs. Wieder hoch dosiert auf 30mg 1x täglich. Gewechselt auf Duloxetin von ALUID Pharma.
* 22.11.16: 18mg.
* 17.12.16: 15mg.
* 10.02.17: 13mg.
* 13.03.17: 12mg.
* 14.03.17: Wieder hoch auf 13mg da zu starke Symptome. Umstellung auf Kügelchenmethode da Feinwaage zu ungenau.
* 14.03.17: 13mg (52 K.).
* 22.03.17: 12,5mg (50 K.).
* 15.05.17: 12mg (48 K.)
* 11.06.17: 11,5mg (46 K.)..

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon Annanas » Sonntag, 11.06.17, 15:32

Hallo Jay :) ,
JayBlue hat geschrieben: Kann man das irgendwie im Selbsttest messen?

So viel ich weiß, gibt es die Möglichkeit, einen Speicheltest zu kaufen, bei dem man mehrmals
am Tag zu vorgegebenen Zeiten, Speichel in mitgelieferte Phiolen bringt.
Die werden dann eingeschickt u. eigentlich umfangreich ausgewertet.Cortisol Speicheltest
Das ist keine Werbung - nur ein Beispiel, es gibt auch noch andere Firmen.

Liebe Grüße von Anna

PS: geht natürlich auch übers Blut - aber ich fand das angenehmer, als 3x zum Arzt zu rennen, zumal man die oft
erst überreden muß, so einen Test vorzunehmen :roll: ! Wenn vom Arzt keine entsprechende Diagnose vorliegt,
die einen Cortisol-Test rechtfertigt, muß man den sowieso privat bezahlen.
Vorgeschichte:
► Text zeigen

Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

20.07.2017 21. Reduktion um 3,0 mg auf 19,5 mg (13,3%)

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon gelblack » Montag, 12.06.17, 16:16

https://npanth.wordpress.com/2012/07/02/dealing-with-anger-during-ssri-withdrawal/

Hallo Padma

Sorry ... hatte vergessen die Quelle mit in den Post aufzunehmen. Ist hiermit passiert ... das Altostrate Quote steht nach dem Text unten am Ende als erstes Post der Leser.

Ich finde ja die Argumentation Serotonin Ungleichgewicht führt zu Cortisol Überschuss plausibel und somit beruhigend zu wissen, dass sich das wieder einspielen wird (hoffentlich).

Viele Grüße
gelblack :)
Anpassungsstörung durch Rechtsstreitigkeiten mit Aufnahme Krisenintervention in 05.2012
Tavor, Neuroleptika und eindosieren von Venlafaxin während Klinikaufenthalts
Absetzen von Tavor während Klinikaufenthalts
Entlassung mit Venlaflaxin und Olanzapin
- Ausschleichen Olanzapin da. Ende 2013 unter ärztlicher Aufsicht
- Reduktion Venla von 75mg auf 37,5mg unter ärztlicher Aufsicht
- Reduktion Venla Januar 2015 von 37,5mg auf 18,5mg nach Rücksprache mit Arzthelferin
- ca. 3 Wo später Februar 2015 Reduktion auf "0" / Kalt abgesetzt

Ca. 6 Wochen keine Probleme / dann Absetzsymptome in unterschiedlicher Ausprägung.
Starker Schwindel, Brainzaps, depressiv, traurig, Suizidgedanken ... später Grübelzwang (einmal), Panikattacke (2mal im Ansatz) / Versuch von Eindosieren nach intensiven Recherchen im Forum seit 25.06.2015
Absetzsymptome vor Eindosieren - schlechte Nächte abwechselnd mit gutem Schlaf, leichte Brainzaps morgens, Spannungskopfschmerz, Tinnitus, Aggression, Gewaltfantasien, Tendenz zum Grübelzwang ...
Start Eindosieren Venlafaxin am 25.06.2015

- 2mg 25.6.2015
- 1mg 26.6. / trockene Augen, leichter Kopfschmerz, leicht depressiv, leicht schwammiges Gefühl in den Beinen, Zischen in den Ohren / Fazit: leichte Besserung zum 24.6.
- 2mg 27.6.
- 2mg 28.6.
- 2mg 29.6. sehr durchlässig hinsichtlich Emotionen, Aggressionen, Tinnitus reduziert, frustriert
- 4mg 4.7. Erhöhung der Dosis da keine Besserung der Absetzsymptome
- 4mg 12.7. sehr emotional und aggressiv, Zischen im Kopf, Dosis erhöhen?!
- 6mg 13.7. Dosiserhöhung wegen Grübelzwang, zermürbend
- 6mg 18.7. leichte Brainzaps, körperliche Unruhe mit Spannungskopfschmerz, Tinnitus, emotional, Aggression
- 6mg 25.7. Verbesserung, alle Symptome da, aber abgeschwächt ... die Wohlfühldosis??, 1mg on top; 7mg
- 7mg 25.7.
- 7mg 2.8. Spannungskopfschmerz, Tinnitus, Aggressionen, Unruhe ... Wohlfühldosis??
- 10mg 2.8. Dosiserhöhung :cry:
- 10mg 7.8. an der Wohlfühldosis gekratzt, guten Nachmittag gehabt
- 10mg 8.8. Symptome da; Kopfschmerzen, Tinnitus, Gewaltfantasien
- 10mg 9.8.
- 10mg 13.8. Symptome abgeschwächt, Dosis nachgerechnet ... 10mg war gerundet // tatsächlich sind es ca. 9,6mg
- 8,6mg 25.9. Dosisreduktion
- 8,0mg 27.10. Reduktion
- 7,4mg 28.11. Reduktion Aggression, Grübelzwang noch präsent

- 6,45mg 3.01.2016 Reduktion fühle mich ziemlich stabil
- 6,25mg 22.02. ziemlich stabil
- 6,00mg 5.03. micro tapering start
- 5,50mg 30.03. morgens Symptome, Zischen, Kopfschmerzen ... Cortisolausschüttung ?!
- 5,10mg 23.05. fühle mich ziemlich stabil
- 4,50mg 26.06.
- 4,00mg 31.07.
- 3,60mg 01.09.
- 3,20mg 11.10. schlechter Schlaf, Neuroaggressionen als Dauererscheinung
- 2,70mg 15.11.
- 2,26mg 25.12.

- 2,17mg 10.01.2017 mäßiger Schlaf, Wut präsent
- 1,83mg 28.01. unruhiger Schlaf, Harndrang, Wut moderat
- 1,74mg 17.02. unverändert, vor allem nach moderaten Sport
- 1,45mg 05.03. morgendliches Cortisol hoch, Zwangsgedanken, gereizt
- 1,18mg 05.04. Symptome unverändert, aber moderat
- 0.9mg 22.05. Symptome gleichbleibend
- 0,6mg 03.07.
- 0,3mg 14.08. Zielgerade

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon JayBlue » Sonntag, 18.06.17, 19:18

Annanas hat geschrieben:So viel ich weiß, gibt es die Möglichkeit, einen Speicheltest zu kaufen, bei dem man mehrmals
am Tag zu vorgegebenen Zeiten, Speichel in mitgelieferte Phiolen bringt.
Die werden dann eingeschickt u. eigentlich umfangreich ausgewertet.Cortisol Speicheltest
Das ist keine Werbung - nur ein Beispiel, es gibt auch noch andere Firmen.

Hallo Anna,

danke für den Link. Ist interessant zu wissen :-). Was gibt es denn da für Therapien wenn man an einem Cortisol-Überschuss leidet? Ich glaube jetzt mal nicht, dass das bei mir zutrifft. Und wenn, wie padma schreibt, es schwer zu messen und festzustellen ist, da der Spiegel stark schwankt, dann ist warscheinlich eine Therapie auch schwierig.

Es ist schon wirklich seltsam, dass man oft das Gefühl hat man wird von einem starken Gefühl übermannt, obwohl man sich gerade nicht schlecht fühlt. Warscheinlich ist es oft auch schwer zwischen "Neuro-Emotionen" und "richtigen Emotionen" zu unterscheiden, weil man ja nicht weiß, ob man gerade etwas verdrängt und unterbewusst einen doch etwas beschäftigt.

Viele Grüße

Jay
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In der Vergangenheit viele unterschiedliche AD's und NL genommen (kann leider nicht mehr alle aufzählen).
Derzeit (2016):
* Vor 16.07.16: Cymbalta 30mg (ca. 6 Jahre). Diagnose war damals Zwangsstörung/Angststörung, Depression.
* Seit 16.07.16 Cymbalta (30mg) -> alternierend alle 2 Tage auf Anraten des Arztes.
* In der Zwischenzeit mehrere Versuche. War auf bis zu 15mg runter und hatte heftige Symptome während des Urlaubs. Wieder hoch dosiert auf 30mg 1x täglich. Gewechselt auf Duloxetin von ALUID Pharma.
* 22.11.16: 18mg.
* 17.12.16: 15mg.
* 10.02.17: 13mg.
* 13.03.17: 12mg.
* 14.03.17: Wieder hoch auf 13mg da zu starke Symptome. Umstellung auf Kügelchenmethode da Feinwaage zu ungenau.
* 14.03.17: 13mg (52 K.).
* 22.03.17: 12,5mg (50 K.).
* 15.05.17: 12mg (48 K.)
* 11.06.17: 11,5mg (46 K.)..

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon Annanas » Sonntag, 18.06.17, 20:02

Hallo Jay :) ,
JayBlue hat geschrieben:Was gibt es denn da für Therapien wenn man an einem Cortisol-Überschuss leidet? Ich glaube jetzt mal nicht, dass das bei mir zutrifft.

Einer wirklichen ständigen Überproduktion von Cortisol (Cushing-Syndrom) müßte mit ärztlichen Untersuchungen auf den
Grund gegangen werden, meistens sind Tumore in der Nebennierenrinde der Übeltäter.
Aber dieses Syndrom läßt sich auch teilweise schon am äußeren Erscheinungsbild erkennen:
Der Cortisol-Überschuß führt zu Veränderungen des äußeren Erscheinungsbildes mit stammbetonter Fettumverteilung, Gesichtsschwellung, Büffelnacken, Vollmondgesicht, dünner Haut, Neigung zu Blutergüssen, rötlicher Streifenbildung an Bauch, Hüften und Oberarmen, unreine Haut (Aknebildung), vermehrter Körperbehaarung nach männlichem Typ (Hirsutismus) sowie zu Muskelschwäche, Knochendichteminderung (Osteoporose), Depressionen, hohem Blutdruck (Hypertonie) und zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Quelle: http://www.nerves.ag

Aber ganz ehrlich gesagt, ich denke auch nicht, daß es bei dir zutrifft.

MMn entstehen unsere "Cortisolschübe" aus dem Stress, den der Entzug verursacht. Selbst jeder negative/ängstliche Gedanke führt dazu,
daß vermehrt Cortisol gebildet wird - das sind die Regularien, die in unseren Genen liegen (Kampf/Flucht) u. ohne die wir Menschen
nicht existieren könnten.

Ohne Cortisol könnten wir nicht überleben - es ist ein Hormon, das eben bei Stress vermehrt ausgeschüttet wird u. hat aber auch
noch Einfluß auf zahlreiche andere Vorgänge im Körper z.B. auf Fettstoffwechsel, Blutzuckerregulation oder auch auf das
Immunsystem - es hemmt hier Entzündungen.

Man kann in unserem Fall nur versuchen, Stress zu minimieren, so weit es möglich ist - die Leistung, die unserem Gehirn beim
Entzug abverlangt wird, können wir leider nicht beeinflussen - deshalb denke ich, daß es eben beim Absetzen vermehrt bzw
öfter mal zu Cortisolschüben kommt.
JayBlue hat geschrieben:Es ist schon wirklich seltsam, dass man oft das Gefühl hat man wird von einem starken Gefühl übermannt, obwohl man sich gerade nicht schlecht fühlt. Warscheinlich ist es oft auch schwer zwischen "Neuro-Emotionen" und "richtigen Emotionen" zu unterscheiden, weil man ja nicht weiß, ob man gerade etwas verdrängt und unterbewusst einen doch etwas beschäftigt.

Ich kenne diese starken Gefühle aus dem Nichts auftauchend auch - aber ich finde, mit der Zeit, kann man da etwas, wenn auch
nicht immer :cry: differenzieren:
indem ich z.B. überlege, woran ich gerade gedacht habe oder was mich generell beschäftigt - dann ist das eher ein "richtiges" Gefühl.
Neuro-Emotionen erlebe ich momentan in jeder Reduktionsphase, leider - entweder sind das Heulanfälle ohne Grund oder
sehr oft Gereiztheit u. Wut, auch ohne Grund oder völlig überreagierend. Da diese z.B. gar nicht meiner Persönlichkeit entsprechen u.
sich zudem irgendwie "übergestülpt/nicht echt" anfühlen, ordne ich sie eher da ein.

Also zusammenfassend denke ich, daß du dir keine Sorgen machen mußt - es sind "nur" :cry: die ganz normalen Absetzsymptome,
die uns heimsuchen.

Liebe Grüße von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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20.07.2017 21. Reduktion um 3,0 mg auf 19,5 mg (13,3%)

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon JayBlue » Sonntag, 18.06.17, 20:33

Hallo Anna,

Annanas hat geschrieben:Einer wirklichen ständigen Überproduktion von Cortisol (Cushing-Syndrom) müßte mit ärztlichen Untersuchungen auf den
Grund gegangen werden, meistens sind Tumore in der Nebennierenrinde der Übeltäter.
Aber dieses Syndrom läßt sich auch teilweise schon am äußeren Erscheinungsbild erkennen:
Der Cortisol-Überschuß führt zu Veränderungen des äußeren Erscheinungsbildes mit stammbetonter Fettumverteilung, Gesichtsschwellung, Büffelnacken, Vollmondgesicht, dünner Haut, Neigung zu Blutergüssen, rötlicher Streifenbildung an Bauch, Hüften und Oberarmen, unreine Haut (Aknebildung), vermehrter Körperbehaarung nach männlichem Typ (Hirsutismus) sowie zu Muskelschwäche, Knochendichteminderung (Osteoporose), Depressionen, hohem Blutdruck (Hypertonie) und zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Quelle: http://www.nerves.ag

... nein das habe ich ganz sicher nicht :D . Ich denke auch wie du, dass es bei uns nicht krankhaft ist, sondern einfach von dem Stress beim Absetzen kommt.

Ich kenne diese starken Gefühle aus dem Nichts auftauchend auch - aber ich finde, mit der Zeit, kann man da etwas, wenn auch
nicht immer :cry: differenzieren:
indem ich z.B. überlege, woran ich gerade gedacht habe oder was mich generell beschäftigt - dann ist das eher ein "richtiges" Gefühl.
Neuro-Emotionen erlebe ich momentan in jeder Reduktionsphase, leider - entweder sind das Heulanfälle ohne Grund oder
sehr oft Gereiztheit u. Wut, auch ohne Grund oder völlig überreagierend. Da diese z.B. gar nicht meiner Persönlichkeit entsprechen u.
sich zudem irgendwie "übergestülpt/nicht echt" anfühlen, ordne ich sie eher da ein.

Ja das kenne ich leider auch, dass man das Gefühl hat man hat so extreme Gefühle und kann sie nicht einordnen. Ich versuche auch oft zu hinterfragen und wenn ich dann etwas finde dann weiß ich zumindest, dass das ein "richtiges" Symptom war. Es ist aber trotzdem schwer im Alltag mit den anderen Symptomen umzugehen. Ich weiß, dass ich meinen Partner ziemlich belaste damit und würde es so gern ändern, aber kann es nicht :cry: .

Also zusammenfassend denke ich, daß du dir keine Sorgen machen mußt - es sind "nur" :cry: die ganz normalen Absetzsymptome,
die uns heimsuchen.

Nein Sorgen mache ich mir keine. Selbst wenn ich wüsste an was es genau liegt kann ich es ja trotzdem nicht ändern :( .

Ich merke auf jeden Fall, dass ich z.B. morgens oft ängstlicher bin als abends. Das kann durchaus auch mit vermehrter Cortisol-Ausschüttung zu tun haben. Jetzt mal unabhängig von den Tabletten :D .

Viele Grüße

Jay
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Derzeit (2016):
* Vor 16.07.16: Cymbalta 30mg (ca. 6 Jahre). Diagnose war damals Zwangsstörung/Angststörung, Depression.
* Seit 16.07.16 Cymbalta (30mg) -> alternierend alle 2 Tage auf Anraten des Arztes.
* In der Zwischenzeit mehrere Versuche. War auf bis zu 15mg runter und hatte heftige Symptome während des Urlaubs. Wieder hoch dosiert auf 30mg 1x täglich. Gewechselt auf Duloxetin von ALUID Pharma.
* 22.11.16: 18mg.
* 17.12.16: 15mg.
* 10.02.17: 13mg.
* 13.03.17: 12mg.
* 14.03.17: Wieder hoch auf 13mg da zu starke Symptome. Umstellung auf Kügelchenmethode da Feinwaage zu ungenau.
* 14.03.17: 13mg (52 K.).
* 22.03.17: 12,5mg (50 K.).
* 15.05.17: 12mg (48 K.)
* 11.06.17: 11,5mg (46 K.)..

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon Annanas » Sonntag, 18.06.17, 21:42

Hallo Jay :) ,
JayBlue hat geschrieben:Ich merke auf jeden Fall, dass ich z.B. morgens oft ängstlicher bin als abends. Das kann durchaus auch mit vermehrter Cortisol-Ausschüttung zu tun haben. Jetzt mal unabhängig von den Tabletten .

Ja, auf jeden Fall - ich kenne das auch.

Ich weiß nicht, ob wir dir das schon mal empfohlen hatten: einfach morgens gleich etwas Süßes essen (kannst du dir
auch auf den Nachttisch legen) einen Keks o.Ä. - das ergibt einen Insulinausstoß und der verringert die
Wirkung vom Cortisol.

Ich futtere da meistens meine 2 Stück Bitterschokolade - das wars dann mit Schokolade für diesen Tag :roll: !

Lieben Gruß von Anna
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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon Monalinde » Montag, 19.06.17, 11:54

Hallo,

ich habe oft den Gedanken, dass unser Nervensystem durch die Antidepressivaeinnahme viel störanfälliger ist, als zu gesunden Zeiten, vielleicht auch durch die vorangegangenen Depressionen oder Ängste. Ich bin daher oft nicht dazu in der Lage, ich habe ja schon seit vier Jahren abgesetzt, welchen Kriterien ich meine Emotionen nun zuordnen soll oder nicht.
Das ist frühmorgens. Ich wache noch sehr oft mit fiesen Albträumen auf, was eine Folge des hohen Cortisolspiegels sein kann, aber auch umgekehrt. Oft bin ich den ganzen Tag auch über unruhig, was sich am späten Nachmittag wieder legt. Manchmal bin ich auch morgens nur erschöpft und ängstlich, ohne dass ich es begründen könnte, vielleicht doch Neuroemotionen?.

Im Verlauf der Zeit ist eine Besserung eingetreten, indem ich insgesamt mich ruhiger fühle. Mir geht es aber auch oft so wie Jay Blue, manches scheint dann auch wieder situationsbedingt zu sein. Mir hilft es dann, wenn ich mich ablenke oder versuche, mir einfach ein Wurstigkeitsgefühl zuzulegen oder blöde Gedanken einfach fürs erste auf die Seite zu schiebenl. Möglicherweise ist es auch so, dass unser ganzes Gedankensystem erst wieder lernen muss, Muster, aufzubauen, die vielleicht auch lange in Vergessenheit geraten sind.

Vielleicht entbehrt das jeglicher wissenschaftlicher Grundlage, aber ich wollte es auf jeden Fall einmal dalassen, weil es mir manchmal zu helfen scheint.

Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis

Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.

Zahlreiche körperliche Symptome:
(Tinnitus , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals, saures Aufstoßen, Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen, Hautausschläge, Angstzustände, Gelenkschmerzen, Schwindel))


2016: Nebenhöhlenentzündung, Schleim im Hals, Stimmungsschwankungen bzw. Neuroemotionen, Tinnitus, noch
leichte Schlafstörungen, lebhafte Träume, die wahrscheinlich meinen Tinnitus triggern, aber keine Albträume
mehr, Schüttelfrost

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon Mole25 » Mittwoch, 21.06.17, 21:02

Hallo Monalinde, Jay u. Anna,

Cortisol ist immer morgens stärker. Das habe ich vor 10 Jahren erlebt. Irgendwann kommt es, dass man ganz "ruhig" aufwacht.

2017: Mittlerweise akzeptiere ich diese Unruhe morgens und sage "Na ja, Charlie bist du wieder da' Dann stehe ich auf und esse ein leckeres Frühstück. Dann kommen die Gedanken - wie wird der Tag? Und leichte Ängste oder diese Neuro-Emotionen (Blips). Dumme Gedanken!! Ich kann 10.000 mal durch das Treppenhaus gehen, den Garten anschauen, Einkaufen gehen ohne Panik - trotzdem habe ich oft diese dummen Gedanken - "Hey, das kannst du nicht". Oder du schaffst es nicht"
Nachmittags bin die alter wieder.
Diese Neuro-Emotionen sind nicht ernst zu nehmen aber zu bremsen, wenn sie zuviel Spannung/Ängste im Körper verursachen - durch a) tief einatmen, Schulter senken und bewusst relaxen b) denk an Situationen, wenn du ganz ruhig bist (relaxen in der Sonne) c) Ablenken z.B durch Gartenarbeit. d) PMR - Jacobson e) Hobbies f) Wiederholung des Satzes "ich freue mich auf ....."

Wenn die Halsschmerzen zu stark sind und meine Gedanken immer mit diesen Schmerzen beschäftigt sind - dann nehme Chilli/Menthol Pflaster und putze die Wohnung (kein Wunder, dass es bei mir Pico Bello aussieht!!)
Ashwagandha ist wirklich super - es reduziert Cortisol- ich bin in den letzten Tagen viel ruhiger. Habe sogar ein Mittagsschlaf gehabt - das erste Mal seit 6 Monaten - und 8 Std in der Nacht geschlafen.
LG Mole
Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
Ziel: Ende Juli 2017 000000000mg Citalopram!!!!!

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Re: Neuro-Emotionen beim Absetzen

Beitragvon Murmeline » Donnerstag, 27.07.17, 18:40

Querverweis: Claudia hat einen Text zu Metasymptomen beim Absetzen übersetzt.

Sie schreibt:

Es folgt meine Übersetzung des Artikels Meta symptoms of SSRI withdrawal von James Heaney, dabei geht es darum, dass durch die ganzen Probleme beim Absetzen noch weitere Zusatzsymptome auftreten, weil man Angst vor der nächsten Welle hat oder weil der Umgang mit diesen so schwer ist, dass man in eine depressive Phase rutscht. Ich kenne selbst das Problem Angst vor den Wellen zu haben und der Text hilft mir das besser einzuordnen. Vielleicht ist er für den ein oder anderen auch interessant und beschreibt genau das, was er erlebt.

Artikel ist hier zu finden: viewtopic.php?f=50&t=13243
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier


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