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Liebe ADFDler,

seit alle technischen Probleme behoben sind, hat das Forum wieder täglich Neuanmeldungen. Das Team steht gern unterstützend zur Seite, kann aber aufgrund der wachsenden Teilnehmerzahl oft nicht mehr zeitnah antworten.

Daher freuen wir uns über alle, die im Sinne der Selbsthilfe andere unterstützen, sie zum Beispiel auf relevante Infothreads aufmerksam machen oder die mit ihren persönlichen Erfahrungen in den Austausch untereinander gehen. Ein Schwerpunkt des Forums ist die gegeseitige Unterstützung und Begleitung, dazu kann jeder seinen Teil beitragen!

Falls noch nicht geschehen, lest euch bitte die wichtigsten Absetz-Informationen gründlich durch und verlinkt sie gerne auch an neue Teilnehmer:

Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Viele Grüße vom Team

Sport während des Entzuges

Johanna_1
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Sport während des Entzuges

Beitragvon Johanna_1 » Mittwoch, 15.06.16, 7:48

Hallo Ihr lieben,
ich versuche regelmässig etwas Sport zu treiben trotz meiner extremen Schmerzen. Bin ja seit 4 Wochen auf 0 mit dem Setralin und immer total erschöpft. Da es ja immer wieder heißt, man solle sich schonen während des Entzuges ...sich nicht verausgaben ist meine Frage ...ist es gut Sport zu machen. Ich fahre manchmal eine halbe Stunde Fahrrad...oder gehe schwimmen..oder zum Energydancekurs einmal die Woche. Ich versuche mich jeden Tag für eine halbe Stunde sportlich zu betätigen. Manchmal geht es mir danach schlechter als vorher. Aber nur manchmal. Ich hab natürlich Angst ob ich mir damit schade ...ob mein Körper oder meine Psyche das als Überforderung sieht?....Tja...wie ihr seht steht immer das Thema " Angst" im Mittelpunkt, weil das Vertrauen zum eigenen Körper flöten gegangen ist bei den vielen Symptomen.
Hat jemand von Euch da Erfahrungen oder eine Idee?
Liebe Grüsse
Sophia
10 Jahre lang 50mg Sertralin genommen, wegen Diagnose Fibromyalgie und Depression mittelgradig ( wobei man nicht sagen konnte was zuerst da war und was was bedingt) ( viele Jahre Beschwerdefrei damit) :D
06.2015 abrupt absetzen müssen wegen QT Zeit Verlängerung
07.2015 wieder 50mg , weil QT Zeit unverändert (wieder 1 Jahr genommen, greifen nicht mehr) Trotzdem heftige Absetzsymptome trotz Wiedereinnahme
03.2016 3/4 Tbl (ca.35mg) für 4 Wochen ( Währende der Reduktion keine Veränderung, mein Hirnstoffwechsel ist so daneben, das ich nicht weiß was was ist.
04.2016 1/2 Tbl ( ca. 25mg) für 4 Wochen
05.2016 1/3 Tbl ( ca. 12,5mg) für 3 Wochen
seit 19.05.2016 auf 0 ( sehr wechselhafte Befindlichkeit, Absetzsymptome kommen immer wieder)
20.05.2016 0,5mg Lorazepam, weil schlaflose Nacht und extreme Unruhe (nehme ich nur ganz selten ca. 1x im Monat, wenn nix mehr geht und ich zur Ruhe kommen will.)
25.05.2016 bis 29.05.2016 gute Tage, kaum Symptome
danach wieder alle Symptome da
20.06.2016 bis 26.06.2016 gute Tage, wenig Symptome und wieder etwas Energie
30.06.2016 jetzt seit 6 Wochen auf 0, die Tage sind unterschiedlich von gut bis unerträglich. Es schwankt sehr.
10.07.2016 heftige Blasenentzündung. Einnahme von Antibiotika notwendig ( Fosmfomycin 3g)...bin gespannt wie es mir danach geht. :vomit:
11.07 auf 12.07.2016 nach Einnahme des Antibiotikums nachts kein Auge zu getan. Stromschläge im Kopf, komisches Körpergefühl, starke Unruhe. Diese Symptome hatte ich schon wochenlang nicht mehr. :cry:
15.07.2016 bis heute...geht es mir deutlich besser. Symptome haben sich verringert obwohl ich mehr tue, weil ich gerade umziehen muss. Mache weiter meine Achtsamkeitsmeditation und mein PMR täglich. Hoffe es geht weiter so.
Seit 26.07.2016 totaler Einbruch...alle Symptome sind verstärkt wieder da...massive Unruhe, Schlalosigkeit,Schwindel,Apetitlosigkeit, Stromschläge im Kopf u ganzen Körper, Muskelzucken im ganzen Körper, komisches Gefühl im Kopf und massive Erschöpfung. Laufe innerlich auf Hochtouren. Vlt, weil ich am 24.06.2016 eine ungesunde Beziehung beendet habe?!
Seit 06.08.2016 extreme Verschlechterung. Extreme Unruhe, Schwindel und Angst.

padma
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Re: Sport während dem Entzug

Beitragvon padma » Mittwoch, 15.06.16, 11:14

liebe Sophia, :)

danke dir für das Eröffnen dieses Threads.

Sport kann enerseits sehr hilfreich sein, andererseits aber auch Symptome auslösen/verstärken (manchmal auch zeitverzögert). Das ist individuell sehr verschieden, daher gibt es keine allgemeine Regel.

Wichtig ist vorsichtig auszuprobieren, wieviel an Sport/Bewegung gut tut.

Ich versuche mich jeden Tag für eine halbe Stunde sportlich zu betätigen. Manchmal geht es mir danach schlechter als vorher. Aber nur manchmal. Ich hab natürlich Angst ob ich mir damit schade ..

Wirklich schaden tust du dir damit nicht. Die Frage ist, wieviel schlechter es dir damit geht. Wenn wirklich Symptome getriggert werden, die dich beeinträchtigen ist es sicherlich sinnvoll, genauer zu schauen. Vielleicht mithilfe eines Art Tagebuchs:
Ging es dir an diesen Tagen sowie so schon schlechter, oder waren da noch andere anstrengende Aktivitäten oder Stress?
Gibt es einen Zusammenhang zu der Art des Sportes?

Wahrscheinlich bedarf es etwas ausprobieren und gutes Beobachten, um herauszufinden, wieviel Sport dir gut tut.

liebe Grüsse,
padma

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Re: Sport während dem Entzug

Beitragvon LinLina » Mittwoch, 15.06.16, 13:06

Hallo Sophia :-)

Danke für diesen thread :-)

Ich glaube es kommt immer individuell auf das Maß an Bewegung an, das jeder verträgt. Es ist ein achtsames ausprobieren und nachspüren, was noch gut tut, und was zu viel ist.

Ich komme auch ständig an meine Grenzen, und kann mich nicht viel Bewegen - andererseits denke ich oft, ich sollte doch mehr machen, um meine Muskel- und Gelenkprobleme nicht weiter zu verschlimmern.

Dennoch bringt es nichts, mich zu überfordern, weil ich dann jedes mal mit schlimmen Symptomen konfrontiert bin, die meinen Gesamtzustand verschlechtern.

Ich gehe jeden Tag ein wenig raus, immer so viel wie gerade geht, manchmal gehe ich (langsam und gemütlich) schwimmen. Sport, im Sinne einer starken körperlichen Anstrengung ist mir jetzt im Entzug überhaupt nicht möglich, aber ich denke es ist ein guter Kompromiss, immer so viel Bewegung einzubauen wie gerade gut tut.

Für mich, mit einer hohen körperlichen Grundanspannung die schnell zu starker innerer Unruhe kippen kann, ist starke Anstrengung zur Zeit sowieso eher kontraproduktiv, da das mein Nervensystem zu sehr puscht.

Aber oft wünsche ich mir so sehr, mich mal wieder richtig auspowern zu können. Ich war vor meinen Schmerzproblemen und der ganzen Medikamentenproblematik ein sehr aktiver Mensch, und bin damit oft an meine Grenzen gegangen (zu manchen Zeiten täglich 15 km joggen, + Hundespaziergang + Fahrrad fahren und Schwimmen, und fast jeden Tag Gymnastik/Yoga, manchmal weite Wanderungen und Radtouren), was einerseits eine Art Therapie für mich war, da ich so viele schlechte Gefühle abschütteln konnte, und das Freiheitsgefühl liebte, das die Bewegung mir gab, aber teilweise eben auch die Probleme, die ich jetzt habe, mit verursacht hat.

Ich besaß nie einen inneren "Schweinehund" was Sport und Bewegung betraf, im Gegenteil. Jetzt höre ich ständig von Ärzten/Physiotherapeuten, Bewegungsmangel und Angst vor Bewegung wären Schuld an meinen körperlichen Problemen, was bei mir überhaupt nicht zutreffen kann :-(

Deswegen denke ich jetzt, bei Sport ist es wie bei anderen Dingen sehr individuell, was und wieviel gut tut, und was eher schädlich wirken kann.

Ich würde es ganz ehrlich und aufmerksam beobachten, frei von Bewertungen wie "ich sollte mehr Sport machen" oder "ich darf im Entzug keinen Sport machen". Ich glaube, unsere Körper sagen uns ziemlich genau, was unsere Bedürfnisse sind, wenn wir lernen ihre Sprache richtig zu verstehen.

Liebe Grüße,
Lina
Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr heftig) und seit 8.2.2015 komplett abgesetzt :-)

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.

Ursprünglicher Grund der Einnahme: Seit 2014 chronische Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle) und OP wegen Tumorverdacht

Aktuell: Seit 22.6.2017 nur noch 1,01 mg Mirtazapin / Mein Thread

Mein Medikamentenverlauf:
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Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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Re: Sport während dem Entzug

Beitragvon Johanna_1 » Mittwoch, 15.06.16, 13:47

hallo lina, hallo padma,
danke für eure rückmeldung. es ist sicher richtig...auf seinen körper zu hören. früher wenn ich unruhe fühlte habe ich sport gemacht und die unruhe war danach weg. heute geht es nicht mehr...wenn ich unruhe spüre und mich dann körperlich betätige wird es schlimmer in form von massiven schmerzen und körperlichen symptomen. ach man...bin heute grad wieder verzweifelt. ich möchte so gerne mehr tun...aber ich fühle mich gefangen in dem ganzen sch :censored: . sorry
wie lange nur soll das noch dauern...was kann ein mensch aushalten?...ich bin so unsicher ob ich das alles so akzeptieren soll und aussitzen oder ob ich mich weiter um alternativen kümmern soll. manchmal glaube ich ich werde immer schwächer.
so...nun hab ich gejammert...geht es mir damit besser?...nicht wirlich. das einzig gute ist, dass ihr menschen seid, die das verstehen und die es aushalten so etwas zu lesen ohne dumme kommentare abzugeben. freunde sagen zu mir oft...du musst einfach weiter machen...arbeiten gehen und spaß haben, dann wird das alles schon wieder. sie haben keine ahnung was es heißt mit so einer massiven erschöpfung zu leben.
liebe grüsse
sophia
Zuletzt geändert von Jamie am Mittwoch, 15.06.16, 17:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kraftausdruck mit smiley versehen
10 Jahre lang 50mg Sertralin genommen, wegen Diagnose Fibromyalgie und Depression mittelgradig ( wobei man nicht sagen konnte was zuerst da war und was was bedingt) ( viele Jahre Beschwerdefrei damit) :D
06.2015 abrupt absetzen müssen wegen QT Zeit Verlängerung
07.2015 wieder 50mg , weil QT Zeit unverändert (wieder 1 Jahr genommen, greifen nicht mehr) Trotzdem heftige Absetzsymptome trotz Wiedereinnahme
03.2016 3/4 Tbl (ca.35mg) für 4 Wochen ( Währende der Reduktion keine Veränderung, mein Hirnstoffwechsel ist so daneben, das ich nicht weiß was was ist.
04.2016 1/2 Tbl ( ca. 25mg) für 4 Wochen
05.2016 1/3 Tbl ( ca. 12,5mg) für 3 Wochen
seit 19.05.2016 auf 0 ( sehr wechselhafte Befindlichkeit, Absetzsymptome kommen immer wieder)
20.05.2016 0,5mg Lorazepam, weil schlaflose Nacht und extreme Unruhe (nehme ich nur ganz selten ca. 1x im Monat, wenn nix mehr geht und ich zur Ruhe kommen will.)
25.05.2016 bis 29.05.2016 gute Tage, kaum Symptome
danach wieder alle Symptome da
20.06.2016 bis 26.06.2016 gute Tage, wenig Symptome und wieder etwas Energie
30.06.2016 jetzt seit 6 Wochen auf 0, die Tage sind unterschiedlich von gut bis unerträglich. Es schwankt sehr.
10.07.2016 heftige Blasenentzündung. Einnahme von Antibiotika notwendig ( Fosmfomycin 3g)...bin gespannt wie es mir danach geht. :vomit:
11.07 auf 12.07.2016 nach Einnahme des Antibiotikums nachts kein Auge zu getan. Stromschläge im Kopf, komisches Körpergefühl, starke Unruhe. Diese Symptome hatte ich schon wochenlang nicht mehr. :cry:
15.07.2016 bis heute...geht es mir deutlich besser. Symptome haben sich verringert obwohl ich mehr tue, weil ich gerade umziehen muss. Mache weiter meine Achtsamkeitsmeditation und mein PMR täglich. Hoffe es geht weiter so.
Seit 26.07.2016 totaler Einbruch...alle Symptome sind verstärkt wieder da...massive Unruhe, Schlalosigkeit,Schwindel,Apetitlosigkeit, Stromschläge im Kopf u ganzen Körper, Muskelzucken im ganzen Körper, komisches Gefühl im Kopf und massive Erschöpfung. Laufe innerlich auf Hochtouren. Vlt, weil ich am 24.06.2016 eine ungesunde Beziehung beendet habe?!
Seit 06.08.2016 extreme Verschlechterung. Extreme Unruhe, Schwindel und Angst.

sinua
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Re: Sport während dem Entzug

Beitragvon sinua » Freitag, 24.06.16, 12:45

Hallo Sophia,

ich habe auch mit dem Thema zu tun gehabt. Während des Ausschleichens ging gar kein Sport. Das war aber meist gar nicht fraglich, denn mir ging es so schlecht, dass Sport eh kein Thema war. Auch bei mir ist Erschöpfung eines der Hauptsymptome.
Im 2. Monat nach 0mg hat kurzer Ausdauersport bei mir noch stark getriggert. Habe dann erstmal nix gemacht, etwas später Gymnastik und dann ultralangsam Spaziergangzeit erhöht, nachdem es beim ersten Versuch (zu schnell zu lang) richtig schlimme Symptome gab.
Du kannst gerne bei mir im Thread (s. Signatur) nachlesen, wie ich es genau gemacht habe, die meisten Posts nach Erreichen der 0mg handeln davon.

Wenn ich versuche, meine Erfahrungen zusammenzufassen, dann so:
> Es ist wichtig, ein gutes Körpergefühl zu entwickeln: Höre auf deinen Körper - vor, während und nach dem Sport. Was sind deine Impulse? Wie geht es dir?
Mit Besserung meines Zustandes wuchs die Lust an und auf Bewegung. Das war auch schon beim Ausschleichen in den Tagen vor jeder neuen Reduktion so.
> Befreie dich so weit wie möglich von allgemeinen Regeln, guten Ratschlägen, universellen Empfehlungen und gut gemeinten Tipps Nicht-Betroffener (auch von Ärzten und anderen "Experten"):
Die Empfehlungen bzgl. Sport, Bewegung usw. sind auf Menschen mit einem "normalen" ZNS ausgerichtet. Nur jeder selbst kann bei sich beurteilen, ob es in der akuten Situation mehr nützt oder schadet. Siehe auch die Problematik, dass viele im Entzug keine Vitamine, NEMs etc. vertragen und das manchmal, obwohl sie da einen Mangel haben. Im Entzug gelten die "normalen Regeln" manchmal nicht.
Ich habe viel versucht und kann sagen: mein Körper sitzt am längeren Hebel. Ich konnte ihm nichts aufzwingen, wozu er nicht bereit war. Das brachte mir immer das Gegenteil.
Ich durfte/konnte meinen Körper nicht in ein Schema pressen, z.B. so wie andere trainieren oder wie schnell ich früher fit geworden bin. Weiteres Beispiel: In einer Welle muss ich anders trainieren als in einer Fenster-Phase.
> Bei mir machte hohe Herz-Kreislauf-Belastung die größten Probleme, wie bei Ausdauersport. Also alles, was einen hecheln, stark schwitzen und auspowern lässt. Diese Belastung war viel schlimmer für meinen Körper/Nervensystem als z.B. Kraftsport. Gymnastik hat mir gar keine Probleme gemacht, aber auch hier klein angefangen und langsam gesteigert.
> Wenn der Zustand es zulässt, in Richtung Ausdauersport zu gehen, aber man noch nicht wieder ganz gesund ist:
Nicht über, an oder direkt unter der Belastungsgrenze trainieren. Immer ein Stück unter der Belastungsgrenze bleiben, aber so weit oben, dass es einen Trainingeffekt bringt. Dadurch steigert man sich viel langsamer als Gesunde. Aber eben so weit wie möglich symptomfrei.
> Wenn man nach einer längeren Pause und entzugsbelastet wieder in regelmäßige Bewegung einsteigt, ist der Anfang die heikelste Phase. Mit wieviel Zeit und Intensität fängt man an? Wie schnell steigert man die Belastung in den ersten Tagen/Wochen/Monaten? Meine Erfahrung: unvorstellbar klein und langsam anfangen und wahnsinnig langsam steigern :)
> Das Ganze ist sehr individuell, jeder muss seinen eigenen Weg finden.
Mit Schmerzproblematiken und ob es Sinn macht, da reinzugehen mit Sport/Bewegung, kenne ich mich z.B. überhaupt nicht aus.

In asiatischen Philosophien und Kampfsportarten heißt es "Gehe mit, gehe nicht dagegen an."

Ich wünsche dir alles Gute,
Sinua

edit: Punkt ergänzt
Mein Ausschleich-Thread

>Diagnose schwere Depression (rezidiv.) 2014 -> Klinikaufenthalte 4 Monate
Seit Sommer 2014 psychisch stabil bis heute dank Achtsamkeit

>Medikation + Nebenwirkungen (NW)
>11 Monate Venlafaxin ret. 300mg morgens - keine positive Wirkung bemerkt:
-ca. alle 2 Wo. extreme Kopfschmerzen ("Venla-Kopfschmerz"), nichts hilft - mit Mirta ca. 1x/Monat
-extreme Kraftlosigkeit, schnell/stark erschöpft - Besserung unter Mirta
-dauerhaft: gestörte Temperaturregulierung, null Sexualtrieb
>nach 7 Wochen zusätzl. 7 Monate Mirtazapin 15mg gegen Schlafstörungen - wirkt anfangs "schlafanstoßend":
-anfangs halluzinatorische, körperlich+psychisch anstrengende Träume; morgens Kampf gegen den Sog in den Schlaf
-anfangs wie betrunken: Torkeln, Unbekümmertheit, Denken ist anstrengend
-wochenlang Schwindel/Gleichgewichtsprobleme + starke Benommenheit, danach leicht vorhanden
->Mirta deckelt die Venla-NW teilw.
>6 Wochen Lorazepam; 9 Wo. Pantoprazol 20mg

>Absetzen Mirtazapin 15mg 12/2014-2/2015 (2 Monate): 11,25-7,5-3,75-0mg (zu schnell)
Symptome: extreme Erschöpfung/Kopfschmerzen/Übelkeit, Muskelschmerzen überall, Schwitzen - nur Dahinvegetieren
-> nach einigen Wochen Mirta-Entzug vorbei; Venla-NW wieder wie anfangs -> stark eingeschränktes Leben

>Ausschleichen Venlafaxin ret. 300mg 3/2015-1/2016 (11 Monate): Reduktionen idR. alle 4 Wochen: 250-200-150-110-80-60-45-31-19-9,5-0mg, Symptome:
-bei jeder Reduktion: Kopfschmerzen extrem ("Venla-Kopfschmerz") meist tagelang & teils mehrmals; wochenlang: Durchfall/Erschöpfung extrem, hohes Schlafbedürfnis
-bei den meisten: Zyklusschwankungen/-störungen; Übelkeit; Schwindel; gestörtes Hunger- u. Sättigungsgefühl; Unwohlsein/erschwerte Achtsamkeit; viel Durst
-bei einigen: Einschlafstörung; zusammenhängende, fast bewusste Träume; Gefühl Blasenentzündung; 2x Panik "ich halte die Kopfschmerzen nicht mehr aus"
-bei einer: Konzentrationsprobleme/Wortfindungsschwierigkeiten/Vergesslichkeit; leichte Absetzgrippe 2 Tage
-> Leben stark eingeschränkt, wäre nur wenige Tage arbeitsfähig gewesen
-> Besserung aller Nebenwirkungen


>Ohne Medikamente: sehr langsame Normalisierung
-2.+3. Monat nach 0mg: Durchfall + Erschöpfung; leichter/kurzer Ausdauersport -> starke Entzugssymptome; ungewöhnlich starke+lange Erkältung; Venla-Kopfschmerzen
-4.+5.: durch noch mehr Schonung Besserung Durchfall u. Erschöpfung; monatelang erhöhtes Schlafbedürfnis; leichte Trigger -> Entzugssymptome; Hals hinten-seitl. pulsierende Schmerzen u. Zaps von dort; Zykluslänge schwankt enorm
-6+7: stärkere/mehrere Trigger -> Entzugssymptome; Einschlafstörung; starke+lange Erkältung; sehr kurzer Ausdauersport -> wochenlange Symptom-Welle + verstärkte Schlafprobleme; Migräne, keine Venla-Kopfschmerzen mehr!
-8+9: wochenlang Schwindel-Schwäche; Einschlafstörung sehr langsame Besserung + Einpendeln auf ca. 1 Std. Einschlafdauer; kurz Durchschlafstörung
-10+11.: weiter langsame Besserung des Grundzustandes, nur noch starke Trigger (zB. Menstruationsbeginn) lösen Entzugssymptome aus; Ernährungsumstellung Ende 10. Monat triggert Symptome und verschlechtert Grundzustand bis in den 14. Monat hinein, dann langsamer Übergang in Fenster

Straycat
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Re: Sport während dem Entzug

Beitragvon Straycat » Dienstag, 11.10.16, 1:01

Hallo,
ich kann mich euren Erfahrungen und Aussagen über Sport nur anschließen... Ich denke auch, dass es hier am wichtigsten ist, das eigene Maß zu finden und sehr gut in sich hinein zu hören.
Ich mache derzeit einmal die Woche eine Yogastunde, wobei ich derzeit aufgrund der starken Entzugserscheinungen in Krankenstand bin und daher nicht teilnehmen kann. Aber ich mache weiterhin - soweit es möglich ist - jeden Tag nach dem Aufstehen 4 Sonnengrüße. Das dauert ca. 8 Minuten und strengt mich körperlich nicht wirklich an - trotzdem merke ich einen deutlichen Anstieg meines Energielevels danach.
Es ist glaube ich völlig egal welche Art von Sport oder Bewegung man macht, Hauptsache man macht es eigentlich gerne. Dass es einzelne Tage gibt, an denen einem alles zu viel vorkommt, kenne ich auch. Ich habe mir für solche Tage eine Notfallliste angelegt. Da habe ich alle Kleinigkeiten notiert, die ich immer machen kann, egal wie es mir geht (zum Beispiel den Geschirrspüler ein- oder ausräumen, den Müll rausbringen, eine Dusche nehmen und mir eine Haarkur gönnen, meine Pflanzen gießen...). auch wenn das nur Winzigkeiten sind, helfen sie mir jedes Mal wenigstens irgendetwas zu tun, wenn ich das Gefühl habe gar nichts machen zu können. So baue ich mir schrittweise einige kleine Rituale auf, die ich einfach praktiziere, wenn es gerade ganz schlimm ist - ohne Druck und ohne Erwartung. Mir hilft das sehr, weil ich dann das Gefühl habe, wenigstens irgendetwas getan zu haben.
Jetzt schweife ich aber vom Thema Sport ab ;) Ich glaube, wenn es einem möglich ist, ist Bewegung in jedem Fall gut (sofern es keine physischen Gründe gibt, die dagegen sprechen). Aber auf jeden Fall sollten Dinge wie Erwartungen, Leistung und dergleichen dabei ausgeklammert werden. Es geht nicht darum Leistungen zu schaffen, sondern Freude an der Bewegung wiederzufinden. Sonst setzt man sich nur unnötig unter Druck, was wiederum den gegenteiligen Effekt hat, als der, den man erreichen will.

Ich drücke euch die Daumen, dass es bei euch gut weiterläuft und hoffe das Gleiche auch für mich ;)
Liebe Grüße,
Cat
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Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Link zu meinem Thread

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Re: Sport während dem Entzug

Beitragvon ubik » Mittwoch, 12.10.16, 9:42

Wie wäre es damit:

Man macht zunächst nur jeden zweiten Tag einen langsamen Spaziergang.

Dann dehnt man das aus auf jeden Tag Spazieren gehen.

Danach erhöht man das Tempo beim Spazierengehen.

Später noch fängt man langsame Strecken an zu joggen mit Gehpausen (!).

Man versucht dann die Gehpausen zu beseitigen.

Schließlich kann man dann langsam joggen.

Schnelles Joggen ist sowieso nicht sinnvoll!

:-)

Nach der ersten Psychose habe ich auch angefangen zu joggen. Ich schaffte gerade mal einen 1 km! Und danach war ich so erschöpft, dass ich nur noch im Bett lag.

Heute jogge ich 5-8km ohne Probleme.

In der Erschöpfungszeit sollte man meiner Meinung nach auch Bewegung ins Leben einbringen. Das bringt so viel! Es fördert die Regeneration des Gehirns.

Ich glaube auch, dass Sport heilsam bei Depressionen ist.
Symptome jetzt: Diffuse Missempfindungen und Schmerzen in verschiedenen Körperbereichen
Symptome vorher: Dyskinesie (Würgen mit der Zunge), Schlechte Kopfhaut
Noch frühere Symptome: Schmerzen in den Beinen, Unruhe in den Beinen, Schläfrigkeit tagsüber, Bewusstseinstrübung, Krämpfe am Kopf, Schluckstörungen

Medikation:

2009: Riserpdal Consta 50 mg Depotspritze, Abilify 15 mg, Orfiril 800 mg wegen Psychose

2010: Risperdal Depotspritze abgesetzt, Orfiril abgesetzt, Abilify bei 10 mg

2011: Alle Medikamente nach und nach abgesetzt

2012: Rückfall Psychose, Zeldox 40-0-60 mg und Citalopram 30 mg morgens

Anfang 2013: Alle Medikamente abgesetzt, bis auf Zeldox 20 mg

2013: Erneuter Rückfall oder Absetzerscheinungen (?) Dann Zeldox 60-0-60 mg und Venlafaxin 75,5 - 0 - 75,5 mg

Ende 2013: Venlafaxin abgesetzt, Mirtazapin 10 mg abends eingeschlichen, Zeldox auf 40-0-60 mg reduziert

Ende 2013- Mitte2014: Mirtazapin ausgeschlichen. Heftigste Symptome wie Schmerzen am ganzen Körper

2014: Escitalopram 10 mg eingeschlichen.

Ab Ende Januar 2016: Escitalopram wird auf 7 mg reduziert

Ab Mitte April 2016: Escitalopram wird auf 5 mg reduziert

Ende Mai 2016: Escitalopram auf 4 mg reduziert. Zeldox auf 30-0-40 mg. (Weil man es nicht mehr aushalten kann)

1. Juli 2016: Zeldox auf 40-0-40 mg und Escitalopram 5 mg.

4. Oktober 2016: Zeldox auf 40-0-20 mg und Escitalopram 5mg

25. Dezember 2016: Zeldox auf 20-0-40mg und Escitalopram 5mg morgens

24. Januar 2017: Zeldox auf 20-0-35mg und Escitalopram 5mg morgens.

Aktuelle Dosis: Zeldox 20-0-40 mg und Escitalopram 5-0-0 mg, seitdem bessere Bewegungsabläufe und allgemeines besseres Vitalitätsgefühl.

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Re: Sport während dem Entzug

Beitragvon Straycat » Mittwoch, 12.10.16, 11:59

Hallo ubik,

ubik hat geschrieben:
Ich glaube auch, dass Sport heilsam bei Depressionen ist.


Das ist definitiv auch so und es ist auch wissenschaftlich bereits nachgewiesen.
Hier ist ein objektiver Bericht zu diesem Thema von der Chochrane Seite medizin-transparent:
Sport als Antidepressivum?
Er gibt Auskunft über den derzeitigen Forschungsstand zur Frage, ob Sport wirksam gegen Depressionen eingesetzt werden kann.

Cochrane schätze ich vorallem ob ihrer Objektivität, da sie von keinen Pharmafirmen oder ähnlichem gesponstert werden, sondern völlig unabhängige Berichte veröffentlichen. Sie sind zwar etwas kritisch, was alternative Heilmethoden angeht, aber so wie ich das sehe aus dem Grund, dass sie einfach nur wissenschaftliche Studien zu bestimmten Themen untersuchen. Nachdem viele Heilmethoden wissenschaftlich ja (noch) nicht erklärbar sind, geben sie eben diese Forschungsergebnisse bei ihren Berichten wieder - allerdings ohne abwertende Kommentare gegenüber alternativer Heilmethoden, wie man sie sonst oft aus der Schulmedizin kennt (Zumindest wären mir solche wertenden Aussagen noch in keinem Cochrane-Bericht aufgefallen - allerdings habe ich natürlich auch nicht alle gelesen ;) )
Es gibt auch sehr viele andere interessante Artikel bei medizin-transparent und anderen Cochrane Seiten, z.B. über die Wirksamkeit von SSRI. Auch da geben sie die zusammengetragenen Fakten aus Studien wieder.

Sport hilft demnach nachweislich gegen Depressionen. Er wirkt vielleicht nicht so rasch wie Medikamente und geht Problemen nicht so auf den Grund wie Psychotherapie, aber er ist eine nebenwirkungsfreie Methode, Depressions-Symptome zu heilen. Alleine aufgrund der nicht vorhandenen Nebenwirkungen, würde ich einer Bewegungstherapie deshalb bei Depressionen, die nicht akut sind, den Vorzug geben. Befindet man sich gerade direkt in einer depressiven Episode kann es allerdings schwer sein, sich zum Sport aufzuraffen (mehr als es sonst schon für manche schwierig ist). Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Aber wenn man Sport vorbeugend und begleitend einsetzt, kann er wirklich helfen!

Liebe Grüße,
Cat
Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Diagnose: unipolare Depression (2006)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
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Re: Sport während dem Entzug

Beitragvon ubik » Mittwoch, 12.10.16, 12:27

Ja, wichtig ist auch die Regelmäßigkeit.

Wenn man 4 Wochen lang jeden zweiten Tag joggen geht und keinen positiven Effekt spürt, sollte man sich nicht wundern.

Der positive Effekt wird wahrscheinlich erst in einem halben Jahr eintreten.

Aber es ist ja natürlich bequemer Antidepressiva zu schlucken...

Ich jogge seit meinem 17. Lebensjahr. Nach den Psychosen, die ich hatte, habe ich auch regelmäßig gejoggt. Das Ergebnis ist, dass ich raus bin aus der Depression. Ich weiß gar nicht, wozu ich noch dieses Antidepressivum nehme.
Symptome jetzt: Diffuse Missempfindungen und Schmerzen in verschiedenen Körperbereichen
Symptome vorher: Dyskinesie (Würgen mit der Zunge), Schlechte Kopfhaut
Noch frühere Symptome: Schmerzen in den Beinen, Unruhe in den Beinen, Schläfrigkeit tagsüber, Bewusstseinstrübung, Krämpfe am Kopf, Schluckstörungen

Medikation:

2009: Riserpdal Consta 50 mg Depotspritze, Abilify 15 mg, Orfiril 800 mg wegen Psychose

2010: Risperdal Depotspritze abgesetzt, Orfiril abgesetzt, Abilify bei 10 mg

2011: Alle Medikamente nach und nach abgesetzt

2012: Rückfall Psychose, Zeldox 40-0-60 mg und Citalopram 30 mg morgens

Anfang 2013: Alle Medikamente abgesetzt, bis auf Zeldox 20 mg

2013: Erneuter Rückfall oder Absetzerscheinungen (?) Dann Zeldox 60-0-60 mg und Venlafaxin 75,5 - 0 - 75,5 mg

Ende 2013: Venlafaxin abgesetzt, Mirtazapin 10 mg abends eingeschlichen, Zeldox auf 40-0-60 mg reduziert

Ende 2013- Mitte2014: Mirtazapin ausgeschlichen. Heftigste Symptome wie Schmerzen am ganzen Körper

2014: Escitalopram 10 mg eingeschlichen.

Ab Ende Januar 2016: Escitalopram wird auf 7 mg reduziert

Ab Mitte April 2016: Escitalopram wird auf 5 mg reduziert

Ende Mai 2016: Escitalopram auf 4 mg reduziert. Zeldox auf 30-0-40 mg. (Weil man es nicht mehr aushalten kann)

1. Juli 2016: Zeldox auf 40-0-40 mg und Escitalopram 5 mg.

4. Oktober 2016: Zeldox auf 40-0-20 mg und Escitalopram 5mg

25. Dezember 2016: Zeldox auf 20-0-40mg und Escitalopram 5mg morgens

24. Januar 2017: Zeldox auf 20-0-35mg und Escitalopram 5mg morgens.

Aktuelle Dosis: Zeldox 20-0-40 mg und Escitalopram 5-0-0 mg, seitdem bessere Bewegungsabläufe und allgemeines besseres Vitalitätsgefühl.

Straycat
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Re: Sport während dem Entzug

Beitragvon Straycat » Mittwoch, 12.10.16, 13:02

Hallo ubik,

ja klar, es bedarf einer Regelmäßigkeit und Beständigkeit, damit es nachhaltig hilft.
Ich finde es am besten, man baut sich eine Form von Routine auf. Dabei ist es meiner Meinung nach komplett egal, welche Art von Bewegung man ausübt. Man sollte die Bewegung einfach in den Alltag integrieren, so dass man es genauso selbstverständlich macht, wie Zähne putzen.
Dabei muss ich natürlich festhalten, dass das in einer akuten depressiven Phase schlichtweg nicht möglich ist. Da kann man sich einfach nicht bewegen. Aber sobald die Phase abklingt, geht es dann und dann muss man dabei bleiben, auch wenn es einen manchmal nicht so freut. Obwohl ich es am sinnvollsten finde, wenn man tatsächlich die Freude an der Bewegung wiederfindet. Das ist - wie ich aus eigener Erfahrung weiß - nicht immer leicht. Aber es ist definitiv möglich, auch wenn man dafür vielleicht mehrere Anläufe braucht.

Ich weiß von vielen Freunden, die ebenfalls Depressionen haben, und Sport gemacht haben/haben, dass diese dann schnell in einen Leistungsdruck gekommen sind. Sie wollten viel zu schnell besser und schneller und trainierter werden. Darin sehe ich eine gewisse Gefahr, wenn man die Bewegung, die man aus therapeutischen Gründen macht, zu sehr mit einer sportlichen Leistung oder gar dem erreichen medial aufgezwungener Schönheitsideale verknüpft.
Ich versuche mir immer vor Augen zu halten, dass die Leistung ist, dass ich Bewegung mache - und nicht wie schnell, wie weit oder wie intensiv. Vielleicht kommt mir da auch meine mangelnde Konkurrenzkampf-Freude zugute ;) Ich finde das vergleichen mit anderen nämlich eher lästig und unnötig, als anspornend. Ich will nicht besser als jemand anderer sein, sondern einfach die optimale Version von mir selbst :) Klingt doof, aber so ist es wirklich!

Finde ich super, dass dir das Joggen so geholfen hat. Mir gibt regelmäßiges Yoga seit Anfang des Jahres viel mehr Kraft. Es hat einfach so viele unterschiedliche positive Effekte.
Klar helfen Antidepressiva schneller - und ich muss mir eingestehen, dass ich sie auch lange Zeit unreflektiert genommen habe, ohne zu ahnen, welche massiven Auswirkungen sie auf mich, meine Wahrnehmung und mein Leben haben. Aber jetzt bin ich - so hoffe und glaube ich - auf dem richtigen Weg die AD abzusetzen und zu neuer Lebenskraft zu finden!

Liebe Grüße,
Cat
Symptome : Weinen ohne Grund, grundlose Hoffnungslosigkeit, keine Motivation für irgendwas; Diagnose: unipolare Depression (2006)
Behandlung mit Escitalopram 10mg, später Steigerung auf 15mg und 20mg - ingsgesamt 10 Jahre
08/2016: Bupropion 300mg - eingeschlichen 1 Woche 150mg, dann 300mg
seit Volldosierung Bupropion (300mg) schrittweises Ausschleichen von Escitalopram (1 Woche 15mg, 2 Wochen 10mg, 1 Woche 5mg)
Bupropion: - 10 Tage 150mg (noch während voller Dosis Escitalopram), danach auf 300mg für 7 Wochen, dann wieder Reduzierung auf 150mg für 7 Tage aufgrund von übermäßiger Agitation und am 26.10.2016 auf 0mg (eigene Entscheidung ohne Arzt, da die Agitation und Panikattacken nicht abnahmen)
Link zu meinem Thread

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Re: Sport während des Entzuges

Beitragvon padma » Donnerstag, 02.03.17, 18:13

ein Beitrag von Carlotta:

Was Du allerdings unbedingt vermeiden solltest, ist Sport in den Abendstunden. Der verhindert speziell im Entzug den Schlaf! Wenn, dann morgens oder mittags. Überhaupt kann Sport Entzugssymptome triggern, das wird häufig unterschätzt. Es gibt Menschen, die vertragen ihn gar nicht im Entzug. Verträglichere Alternativen wären sanfte Yogaübungen und Spaziergänge, die man sicher auch abends machen kann. Aber alles, was den Körper aufputscht, ist bei uns Betroffenen kontraproduktiv. Bei Nicht-Entzügigen kann Sport gut dazu beitragen, Stresshormone abzubauen, bei uns führt anstrengendere Bewegung tendenziell zu vermehrter Stresshormon-Produktion. Das liegt daran, dass die Medikamente natürliche Prozesse völlig aus dem Lot gebracht haben. :shock:

viewtopic.php?p=181560#p181560

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Re: Sport während des Entzuges

Beitragvon Mole25 » Donnerstag, 02.03.17, 18:25

Hi Padma,
das kann ich nur bestätigen. Ich habe im Nachbars Garten bis 18:00 Uhr gearbeitet. Dachte ich könnte gut schlafen. Ich war die ganze Nacht wach.
Mole
bin übrigens bei 8,5mg Citalopram. Immer noch heftige Entzugssymptome.
Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
Ziel: Ende Juli 2017 000000000mg Citalopram!!!!!

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Re: Sport während des Entzuges

Beitragvon Arianrhod » Freitag, 03.03.17, 18:12

Hallo Johanna, ich seh es so: WEnn es dir gut tut und du merkst, es hilft dir, dich in deinem Körper wohlzufühlen dann ja, ist aber Sport oder zum Sportgehen ein weiterer Stressfaktor in deinem Leben und setzt dich gar unter Leistungsdruck dann ist das nicht so gut für den Entzug.
liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Sport während des Entzuges

Beitragvon gelblack » Sonntag, 05.03.17, 8:02

Hallo zusammen,

Carlotta trifft 100% auf mich zu. Sport war schon immer ein großer Teil meines Lebens. Aber im Entzug spielt das ZNS einfach nicht mit. Ich habe laufend die Situation dass ich mich gut fühle und Bewegungsdrang verspüre. Dem erliege ich dann, gehe ins Fitness oder mal wieder etwas in die Berge. Und es tut mir so gut im Moment ... allerdings sind massive Schlafstörungen die Quittung und meist 2 Wochen Ruhe geben erforderlich. Ich hoffe das regelt sich nach null wieder.

Euch alles Gute!!
gelblack
Anpassungsstörung durch Rechtsstreitigkeiten mit Aufnahme Krisenintervention in 05.2012
Tavor, Neuroleptika und eindosieren von Venlafaxin während Klinikaufenthalts
Absetzen von Tavor während Klinikaufenthalts
Entlassung mit Venlaflaxin und Olanzapin
- Ausschleichen Olanzapin da. Ende 2013 unter ärztlicher Aufsicht
- Reduktion Venla von 75mg auf 37,5mg unter ärztlicher Aufsicht
- Reduktion Venla Januar 2015 von 37,5mg auf 18,5mg nach Rücksprache mit Arzthelferin
- ca. 3 Wo später Februar 2015 Reduktion auf "0" / Kalt abgesetzt

Ca. 6 Wochen keine Probleme / dann Absetzsymptome in unterschiedlicher Ausprägung.
Starker Schwindel, Brainzaps, depressiv, traurig, Suizidgedanken ... später Grübelzwang (einmal), Panikattacke (2mal im Ansatz) / Versuch von Eindosieren nach intensiven Recherchen im Forum seit 25.06.2015
Absetzsymptome vor Eindosieren - schlechte Nächte abwechselnd mit gutem Schlaf, leichte Brainzaps morgens, Spannungskopfschmerz, Tinnitus, Aggression, Gewaltfantasien, Tendenz zum Grübelzwang ...
Start Eindosieren Venlafaxin am 25.06.2015

- 2mg 25.6.2015
- 1mg 26.6. / trockene Augen, leichter Kopfschmerz, leicht depressiv, leicht schwammiges Gefühl in den Beinen, Zischen in den Ohren / Fazit: leichte Besserung zum 24.6.
- 2mg 27.6.
- 2mg 28.6.
- 2mg 29.6. sehr durchlässig hinsichtlich Emotionen, Aggressionen, Tinnitus reduziert, frustriert
- 4mg 4.7. Erhöhung der Dosis da keine Besserung der Absetzsymptome
- 4mg 12.7. sehr emotional und aggressiv, Zischen im Kopf, Dosis erhöhen?!
- 6mg 13.7. Dosiserhöhung wegen Grübelzwang, zermürbend
- 6mg 18.7. leichte Brainzaps, körperliche Unruhe mit Spannungskopfschmerz, Tinnitus, emotional, Aggression
- 6mg 25.7. Verbesserung, alle Symptome da, aber abgeschwächt ... die Wohlfühldosis??, 1mg on top; 7mg
- 7mg 25.7.
- 7mg 2.8. Spannungskopfschmerz, Tinnitus, Aggressionen, Unruhe ... Wohlfühldosis??
- 10mg 2.8. Dosiserhöhung :cry:
- 10mg 7.8. an der Wohlfühldosis gekratzt, guten Nachmittag gehabt
- 10mg 8.8. Symptome da; Kopfschmerzen, Tinnitus, Gewaltfantasien
- 10mg 9.8.
- 10mg 13.8. Symptome abgeschwächt, Dosis nachgerechnet ... 10mg war gerundet // tatsächlich sind es ca. 9,6mg
- 8,6mg 25.9. Dosisreduktion
- 8,0mg 27.10. Reduktion
- 7,4mg 28.11. Reduktion Aggression, Grübelzwang noch präsent

- 6,45mg 3.01.2016 Reduktion fühle mich ziemlich stabil
- 6,25mg 22.02. ziemlich stabil
- 6,00mg 5.03. micro tapering start
- 5,50mg 30.03. morgens Symptome, Zischen, Kopfschmerzen ... Cortisolausschüttung ?!
- 5,10mg 23.05. fühle mich ziemlich stabil
- 4,50mg 26.06.
- 4,00mg 31.07.
- 3,60mg 01.09.
- 3,20mg 11.10. schlechter Schlaf, Neuroaggressionen als Dauererscheinung
- 2,70mg 15.11.
- 2,26mg 25.12.

- 2,17mg 10.01.2017 mäßiger Schlaf, Wut präsent
- 1,83mg 28.01. unruhiger Schlaf, Harndrang, Wut moderat
- 1,74mg 17.02. unverändert, vor allem nach moderaten Sport
- 1,45mg 05.03. morgendliches Cortisol hoch, Zwangsgedanken, gereizt
- 1,18mg 05.04. Symptome unverändert, aber moderat
- 0.9mg 22.05. Symptome gleichbleibend
- 0,6mg 03.07.

Gwen
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Re: Sport während des Entzuges

Beitragvon Gwen » Mittwoch, 26.04.17, 9:47

Hallo zusammen, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir mit einem gewissen Bewegungsausmass besser geht und die Müdigkeit und Erschöpfung abnehmen.

Aber nur, wenn die Akutphase (Zeit direkt nach dem Reduktionsschritt) vorbei ist. In der Akutphase bin ich so wenig belastbar, dass ich schon angestrengt bin wenn ich im Haus die Treppe schnell hoch laufe. In der Stabilisierungsphase (zwischen den Absetzschritten) hab ich es aber schon geschafft, drei Mal die Woche Laufen zu gehen und mein Körper hatte anscheinend richtig Spaß: die Beine wollten Laufen und ich fand von ganz allein einen gleichmäßigen (zugegebenermaßen langsamen) Rhythmus. Wenn ich noch in der Akutphase bin, merke ich das direkt, weil meine Beine dann nicht wollen, sich kein Rhythmus einstellt und es eher eine Quälerei ist, wenigstens eine kurze Runde durchzuhalten.

Ich versuche dann aber trotzdem wenigstebs Spazieren zu gehen, um an die "frische Luft" zu kommen. Und ich habe das Gefühl, dass ich mich zuhause wenn ich rumsitze mehr in meinen Gedanken drehe als draußen bei Bewegung.
Diagnosen: schwere rezidivierenden Depressionen seit meiner Kindheit (Therapien ab Grundschulalter), teilweise Angst-/ Panikattacken, Verdacht auf ADHS (glaube ich nicht dran, eher HSP)

Medikamente:
1999 Tavor, Insidon (hat mich total abgeschossen).
Wechsel zu Seroxat (bis ca 2005? - damals mit Seroxat-Saft langsam abgesetzt - nach schlechten Erfahrungen beim Kaltenzugsversuch im KKH. Der Stationsarzt glaubte mir nicht, schob es auf Angst vor dem Absetzen. Nachdem ich nach ein paar Tagen das Seroxat wieder bekam, war alles wieder okay. Ich hab mir damals Infos (u.a. engl. Forum) besorgt und mich beim Chefarzt beschwert. Den Stationsarzt musste ich danach nicht mehr sehen... :wink: ).

Citalopram (nach Rückfall, seit ??, bestimmt schon 10 Jahre...)
irgendwann Wechsel auf Escitalopram 10mg
zwischendurch wg Schwangerschaft auf 2,5mg

Nach der Geburt schwere postpartale Depression. Im Allgemeinkrankenhaus trotz Stillens Valium bekommen (geht eigentlich gar nicht!!!!). Meinem Kind geht es GsD super!! Dann einige Tage später Dank "Schatten und Licht eV" eine Mutter-Kind Station gefunden. Zu Anfang Tavor als Bedarf und Escitalopram wieder 10mg (für 4 Jahre so genommen).

03/2016 5mg Starke Kopfschmerzen.
04/2016 6mg. Besser. Jedoch seit Monaten schon erschöpft und müde. Auch nach 10 Stunden Schlaf. Nebenwirkung? Absetzerscheinung?

17.01.17 5,4mg. Lange Stabilisierungsphase. Es geht mir richtig gut. Viel Bewegung. Deutlich weniger Müdigkeit, viel fitter und ausgeglichener als sonst :party2:
09.04.17 3,5mg runter (Übermut -> Kopfschmerzen, müde, Gliederschmerzen...)
24.04.17 4mg erst Mal stabiler!
Dann Infektion mit EBV - lange Erholungsphase -
12.07.17 3,5mg

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Re: Sport während des Entzuges

Beitragvon Terko » Dienstag, 11.07.17, 12:59

Hallo,

meine Erfahrung zu Depresion und Sport. Auf jedenfall machen. Ich mache Fitness an Geräten, in der Klinik begonnen und weiter gemacht. Ich kann dabei die Anstrengung kontrolieren und bei den Isolationsübungen verschiedene Muskeln belasten. :sports:
Mit Ausdauer Sport wie z.B. Laufen, HotIron etc. komme ich nicht klar, dort ist mir die Anstrengung zu Kontinuierlich ansteigend.
Bei dem Grätetraining hab ich 3 mal (45sec Übung, 2min Pause) nächstes Gerät. Netter Nebenefekt die Figur ist besser geworden. :D

LG Terko
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Diagnose: mittelgradige depressive Episode, (neu Endogene Depresion)

Medikation: 10 mg Citralopram

Nahrungsergänzungsmittel: BCAA, Ceratin, Iso Whey,Magnesium Glycinate

Fitness 3x die Woche 1Std.

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Re: Sport während des Entzuges

Beitragvon Terko » Donnerstag, 13.07.17, 9:19

Ich möchte noch was ergänzen:

Meine Erfahrung, es ist eine echte Herausforderung als Normalo mit dem regelmäßigem Sport anzufangen. Mir hat zu Anfang ca. 1 Jahr lang immer irgendwas geschmerzt. Mein Sportortopähde sagte mir das es normal sei da nun alles gefordert würde, weitermachen, aushalten es geht vorbei. Stimmt, er hatte Recht. Ich hatte sogar die Sehnen der Finger gereizt :cry:
Heute habe ich nur noch Muskelkater :roll: .
Muskulärebeschwerden gehören bei mir der Vergangenheit an, keine Nacken-, Schulterverspannungen mehr. Mein Gewicht ist normal, meine Figur hat sich verbessert ich essen alles was ich will. Habe auch nie eine Diät gemacht. Und ich sitze Beruflich den ganzen Tag.

War beruflich auf einer Fortbildung zu Thema Demenz: Das wichtigste was man für ein Gehirn machen kann ist Bewegung und am besten unterschiedlichste. Was hat das mit uns tuhen, das Gehirn wird durch die Bewegung und den damit verbundenen Vorgängen aktiviert es bildet neue Verbindungen etc. auf PET Aufnahmen kann man sehen wie toll Bewegung des Körpers für ein Gehirn ist. These: Wenn sich unser Hirn beim Absetzen wieder remodulieren muss ist eine gute Aktivierung bestimmt nicht nachteilig.

Fangt an euch zu bewegen, probiert: Fitness, Yoga, X - Fit und was es noch alles gibt. :party2: Wer denkt das die Bewegung auf der Arbeit ausreichend ist irrt es sind meist immer die gleichen. :zombie: und das bringt nichts. Und Sudoku oder Kreuzworträtsel sind auch nicht geeignet das Hirn zu aktivieren, es fragt nur gelerntes ab. :frust:

Lg Terko
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Re: Sport während des Entzuges

Beitragvon Moselaner » Dienstag, 18.07.17, 17:02

Hallöchen
Für mich eine unmögliche Vorstellung. Ich brauche 20 Minuten aufzustehen, nachdem ich 1 stunde schon wach bin.
ich kann im Moment nicht mal 200m gehen um mir was zu essen zu besorgen. ich geh meist abends kaufen und koche für 4 tage zum bsp Chili, weil ich nicht mal kraft zum kochen habe.
also Sport undenkbar .
viele grüße m.
Ich denke diese Angaben sind wichtig und will mich nicht profilieren .
Diagnosen:
NSTEMI ; schwere Hypertonie ,; Nieren Insuffizienz Stadium 2 ; Bandscheibenvorfall; Wirbelgleiten 30 %;
Schlafapnoe;
50 % Schwerbehindert .
Befristet volle erwerbsminderungsrente

Blutdruckmedikamente seit 2009 :
Valsartan 320 mg 1-0-0
Eplerenon 50 mg 2-2-0
Clonidin 75 mg 1-0-1
Torasemid 10 mg 1-0-0
Carvedilol 25 mg 1-0-1
Pantoprazol 20mg 0-0-2
Amlodipin 10 mg 1-0-0
Nebivolol 0-2-0

Seit September 2015
Targin 30 mg 1 -0 - 1
Zopiclon 7,5 mg 0-0-0-1

März 2016 während eines stationären Schmerztherapie Targin sofort abgesetzt und auf Hydromorphon umgestellt .
Schwerste Entzugserscheinung
(3 Tage Überwachungsstation Anschluss an Monitoren, wegen Systolisch ständig 250 und diastole 160) höchstdosis Notfallmedikamente i.v . Nicht unter 200 zu 120 bekommen.

Seit März 2016 Hydromorphon 4mg 1-0-1

1.Juni 2017- 30.Juni 2017 : 3,75 mg zopiclon
Seit 01 Juli : 1,875 mg Zopiclon
Zur Unterstützung seit 14.07.17

Sedariston Tropfen
20-20-20

Aktuelle Symptome:
schwieriges einschlafen .
alle 2 Stunden wach , allerdings nur für toilettengang (bin ich gewöhnt durch den Blutdruck).
Insgesamt 10 bis 12 Stunden Schlaf. Früher bei 7.5 mg 14 bis 16 Stunden.
Muskelkather ganzer Körper
Leichte Kopfschmerzen sporadisch
Verschwommenes sehen .
Kraftlos müde antriebslos
Hang over sehr extrem .

Hauptproblem zopiclon Abhängig .
Seit 18.07.17 sehr starke Entzugserscheinungen, komplette Symptome einer Grippe und seit
19.07.2017 Juckreiz am ganzen Körper in Form von wiederholten Anfällen.

Morphium Abhängigkeit werde ich erst in 6 Monaten angehen


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