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Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon Finchen015 » Freitag, 13.05.16, 16:22

Liebe Lina, liebe Multivitamin,

tausend Dank für das Finden und Übersetzen des Artikels! Ihr seid echt genial :hug:

Viele liebe Grüße
Finchen <3

Ringelblume
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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon Ringelblume » Sonntag, 22.05.16, 15:21

ich bin neu hier und das war der erste Beitrag den ich las. und mein Gott danke.

Diese Erklärungen sind das was ich seit JAHREN suche. Ich sass vor zig "Experten" und sagte erklärt mir einfach was da wo in meinem Körper gerade passiert, damit ich es EINORDNEN kann, denn was ich kenne, macht mir keine ANGST!. Es waren Neurologen die im Studium das Gehirn auswendig lernen mussten. Und die hatten keine verdammte Ahnung. Das ist als hätte ein Maurer keine Ahnung davon was er zwischen die Steine schmiert!


vielen vielen vielen dank. werd das ausdrucken und mir an die wand kleben.

1000 x danke.

Ringelblume

Ringelblume
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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon Ringelblume » Dienstag, 24.05.16, 0:49

..muss nochmal Nachtrag liefern.. ich glaub dieser text hat mich aus der letzten welle rauskatapultiert. danke nochmal..
da hast du in deiner welle das übersetzt und mir meine welle beendet mit dem text...hach..:-)

zjawax
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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon zjawax » Freitag, 17.06.16, 0:44

Was du beschreibst klingt wirklich sehr logisch, auf den Entzug bezogen, aber was ist mit Menschen die ohne Abhängigkeit unter manchen der ENTZUGSSYMPTOME leiden, wie z.b. Angststörung ? Ist es auch ein Heilungsprozess ?
Alle Angaben sind "circa" Angaben, weil ich mich nicht mehr an die genaue Dosis und Zeitraum erinnern kann. Über die Jahre sehr selten, maximal 3x im Jahr ein paar Tropfen Diazepam, manchmal für 2 Tage und manchmal eine Woche lang. Seit meiner Jugend ca. 1994 bis ca. 2013 Alkoholproblem, mal mehr und mal weniger, im Jahr 2004 auf eigenen Wunsch zur Alkoholentgiftung ins Krankenhaus eingewiesen, für 3 Tage Distraneurin, dann 7 Tage Beobachtung und Entlassung. Seit 2013 trinke ich keinen Alkohol mehr. Ich leide seit vielen Jahren unter: Sozialphobie, Klaustrophobie, Agoraphobie, Angststörung, Panikstörung. Die Beschwerden haben sich im Laufe der Jahre stark verschlimmert.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
2002 - Moclobemid für 2 Tage, dann abgesetzt wegen Zapps.
2002 - 2003 Mianserin, half mir gar nicht, ich wurde nur müde davon.
Ich nahm es nur so lange, weil mein Arzt sagte, dass ich warten soll, bis die Wirkung einsetzt. 2013 - Escitalopram für 3 Monate, dann abgesetzt, da keine Wirkung. 2014 - 2015 Opipramol, Promethazin, Sertralin, Pregabalin, nacheinander, jeweils kurz eingenommen, maximal 2 Wochen lang, dann abgesetzt, wegen starker Nebenwirkungen und Verschlimmerung meiner Beschwerden. Von dem Sertralin bin ich fast durchgedreht, wegen der antriebssteigernden Wirkung. Seit Dezember 2015 Mirtazapin 30mg abends. 2016 - Seit Mai Reduzierung des Mirtazapin von 30mg auf 15mg, dann 2 Wochen später auf 7,5mg. Viel zu schnell, enormste ENTZUGSSYMPTOME nach ca. 4 Wochen seit dem ersten Reduzierungsschritt. Seit 01.06 Baclofen 30mg täglich, gegen Ängste und PANIK. 16.05 - 30.05 Diazepamtropfen 5mg täglich. 13.06 - 15.06 Diazepamtropfen 5mg bis 10mg täglich. 16.06 - 17.06 Diazepamtropfen 2,5mg täglich. 18.06 - 20.06 Diazepamtropfen 1mg täglich. Seit 20.06 Baclofen 25mg täglich. Seit 21.06 kein Diazepam mehr eingenommen. 08.07.16 bis 08.08.16 Diazepamtropfen 5-15mg oder Oxazepam 10-30mg. 08.07 bis 08.08. Baclofen ausgeschlichen und Mirtazapin wieder höherdosiert bis 30mg täglich. Seit 09.08. kein Diazepam, Oxazepam und Baclofen. Seit 09.08.2016 Mirtazapin 30mg täglich. Trotz Dosissteigerung und Rückkehr zur letzten stabilen Ursprungsdosis nur leichte Besserung der Symptome.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
01.02.2017 - 26,25 mg
03.03.2017 - 22,50 mg
31.03.2017 - 18,75 mg
18.05.2017 - 15,00 mg
01.09.2017 - 11,25 mg
01.10.2017 - 7,50 mg

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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon Annanas » Freitag, 17.06.16, 11:40

Hallo zjawax :) ,

zjawax hat geschrieben:aber was ist mit Menschen die ohne Abhängigkeit unter manchen der ENTZUGSSYMPTOME leiden, wie z.b. Angststörung ? Ist es auch ein Heilungsprozess ?

für mich sind diese Symptome dann eher das Gegenteil. Die Psyche "schreit" um Hilfe - das kann
dann verschiedene Ursachen haben, z.B. Überforderung, nichtverarbeitete Traumata usw- ist sehr individuell.
Dadurch können auch noch somatische Beschwerden dazukommen oder auch ohne Angststörung auftreten, die wir auch als Absetzsymptom (z.B.
Rückenschmerzen) kennen.

Wenn aber ein zeitlicher Zusammenhang mit dem Absetzen oder auch der Einnahme eines Psychopharmakons besteht, evtl auch um Monate verzögert,
sind das für mich Anzeichen eines irritierten, gereizten ZNS.
Während des Absetzens, in den Stabilisierungsphasen bedeuten diese Symptome, daß das Gehirn sich umbaut, um seine natürliche
Balance wiederzufinden - diese bedeuten für mich ein Zeichen der Heilung - das ZNS erlangt sein biologisches Gleichgewicht wieder.

LG von Anna
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

05.12.2017 27. Red. um 1 mg auf 9,5 mg (9%)


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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon zjawax » Freitag, 17.06.16, 13:08

Anna, du wärst eine gute Ärztin, danke Dir ...
Alle Angaben sind "circa" Angaben, weil ich mich nicht mehr an die genaue Dosis und Zeitraum erinnern kann. Über die Jahre sehr selten, maximal 3x im Jahr ein paar Tropfen Diazepam, manchmal für 2 Tage und manchmal eine Woche lang. Seit meiner Jugend ca. 1994 bis ca. 2013 Alkoholproblem, mal mehr und mal weniger, im Jahr 2004 auf eigenen Wunsch zur Alkoholentgiftung ins Krankenhaus eingewiesen, für 3 Tage Distraneurin, dann 7 Tage Beobachtung und Entlassung. Seit 2013 trinke ich keinen Alkohol mehr. Ich leide seit vielen Jahren unter: Sozialphobie, Klaustrophobie, Agoraphobie, Angststörung, Panikstörung. Die Beschwerden haben sich im Laufe der Jahre stark verschlimmert.
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2002 - Moclobemid für 2 Tage, dann abgesetzt wegen Zapps.
2002 - 2003 Mianserin, half mir gar nicht, ich wurde nur müde davon.
Ich nahm es nur so lange, weil mein Arzt sagte, dass ich warten soll, bis die Wirkung einsetzt. 2013 - Escitalopram für 3 Monate, dann abgesetzt, da keine Wirkung. 2014 - 2015 Opipramol, Promethazin, Sertralin, Pregabalin, nacheinander, jeweils kurz eingenommen, maximal 2 Wochen lang, dann abgesetzt, wegen starker Nebenwirkungen und Verschlimmerung meiner Beschwerden. Von dem Sertralin bin ich fast durchgedreht, wegen der antriebssteigernden Wirkung. Seit Dezember 2015 Mirtazapin 30mg abends. 2016 - Seit Mai Reduzierung des Mirtazapin von 30mg auf 15mg, dann 2 Wochen später auf 7,5mg. Viel zu schnell, enormste ENTZUGSSYMPTOME nach ca. 4 Wochen seit dem ersten Reduzierungsschritt. Seit 01.06 Baclofen 30mg täglich, gegen Ängste und PANIK. 16.05 - 30.05 Diazepamtropfen 5mg täglich. 13.06 - 15.06 Diazepamtropfen 5mg bis 10mg täglich. 16.06 - 17.06 Diazepamtropfen 2,5mg täglich. 18.06 - 20.06 Diazepamtropfen 1mg täglich. Seit 20.06 Baclofen 25mg täglich. Seit 21.06 kein Diazepam mehr eingenommen. 08.07.16 bis 08.08.16 Diazepamtropfen 5-15mg oder Oxazepam 10-30mg. 08.07 bis 08.08. Baclofen ausgeschlichen und Mirtazapin wieder höherdosiert bis 30mg täglich. Seit 09.08. kein Diazepam, Oxazepam und Baclofen. Seit 09.08.2016 Mirtazapin 30mg täglich. Trotz Dosissteigerung und Rückkehr zur letzten stabilen Ursprungsdosis nur leichte Besserung der Symptome.
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01.02.2017 - 26,25 mg
03.03.2017 - 22,50 mg
31.03.2017 - 18,75 mg
18.05.2017 - 15,00 mg
01.09.2017 - 11,25 mg
01.10.2017 - 7,50 mg

chalinda
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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon chalinda » Freitag, 07.10.16, 17:38

Hallo Lina,
ich bin zwar noch ein Neuling in diesem Forum,
aber dieser Artikel hat mir insOfen geholfen, dass ich die unangenehmen Auswirkungen beim Absetzen besser nachvollziehen kann und aufbauend als Heilungsprozess betrachten kann.
Vielen herzlichen Dank für die Infos von Chalinda
1962 Entf. Zyste - war aber SD - ohne Info darüber. 1996 HA hat die fehl. SD b Ultraschall festgest. bis dahin auch k. Med.
Depr. Zust. u. chr. Schmerzen HWS und a. Gelenke.
1990-1992 Extr. depr Phase d. Trennung
07-2011 Paroxat 37,5 mg
11.2011 Paroxat 75 mg
11.2011 Neu:Venla 37,5 dann 75 mg - Übelk.
6.12.-
15.12.2011 w. st NW - lt. Mitarb. das Medi sof. abs - o. Rückspr. m.d. Arzt d.h. k Entz!!! Horror
6-2012 Trazodon 100 mg v. 1 Tabl. n 10 T. auf 1/2 red.
10-2012 Citalo 30 mg - mo 1/2 - abds Trazodon 1/4
11-2012 Citalo 30 mg - mo 1 - Meloxicam 20 mg - mo 1 - mit 1 - abds 1
11-2014 Mirta 15 mg - (Schmerzth)
12-2014 Targin 2,5 mg zus. + zus. Ibu, Arcoxia, Arthrotec-Forte
12-2014 Inj. mit Procain
02-2015 Abs. v. Targin, Palexia 50 mg - 2 x t. + Mirta 15 mg (Schmerzth)
Depr. stärker
23.02.2015 zus. CYMB 30mg mo / Mirta 15 mg abds / kein Palexia (Schmerzth)
02.03.2015 mo Citalo 10 mg - abds CYMB 60mg (Psych)
15.03.2015 mo Citalo 20 mg
Beh. bei Psych abgebr. weil doppelte Verord.
14.04.2015 VENLA 75mg + Citalo 15 mg (Schmerzth)
27.04.2015 VENLA 75 mg - k e in Citalo mehr (Schmerzth)
07-2015 - 10.2016 Gesprächsth.
28.07.2015 VENLA 75mg red. (Schmerzth)
18.08.2015 Ami 10 mg (Schmerzth)
08.09.2015 Ami 25 mg (Schmerzth)
lfd. Schmerz-Beh. HWS - Fibro
12-15 - 03-16 Schmerz-Infus.
15.03.16 Ami 25 mg (Schmerzth)
11.05.16 Ami 10,5 mg (Schmerzth)
bis ca. 20.05.16 - dann abgesetzt.
31.05.16 - 4 Procain-Behandl. im Nacken aber w. stark. Schmerzen i.d. HWS
abgebr. Vorschlag Opiate
29.07.16 Schwindel, Übelk und benommen MRT - o.B.
viell. schon Absetz-Symp.?
NE: CURCUMA (1) + RHODIOLA (1) - Kapseln seit ca. 3 Wo OMEGA 3 (2)
03.10.16 Safran-Kaps.
11.10.16 Ami - 3 Tr
18.10.16 SD neu: TSH: 1,9 - ft3: 3,5 /ft4: 1,6
L-Tyroxin 125 mg - bish. 1/2 = 62,5 mg
18.10. 16 HA ab sof. L-Tyroxin 50 mg + AMI 4 Tr ab
20.10. 16 LIORAN 3 Kaps /T AMI 3 Tr
24.10.16 LIORAN - 2-2-1 - k. Wirk AMI 3 Tr
10.11.16 neu Dysto-Loges 1-1-1 AMI 3 Tr b. Bed. Notfalltr
18.11.16 Red. AMI - 2 Tr zus. Salz Nr. 5 10 Tbl. in h. Wasser
22.11.16 lt. HA unbed. b. 3 Tr AMI bleiben
01.12.16 SD: TSH: 2,54 (Ref-0,30-3,60) Ft3: 3,2 (Ref-2,2-4,5) Ft4: 1,4(Ref-0,7-1,6) Vit.D-27(Ref.20-70)
14.01.17 AMI - auf 2 Tr
st. Erkältung
16.02.17 SD: TSH 2,45 - 50 mg Thyrox + 50 mg Jod
03.03.17 Fühle mich schlecht - Todesf. gute Bek. im Haus
14.03.17 w. st. Schm. - DICLO 75 ret. - - Angst, zittern -
30.03.17 tagsü besser -
31.03.17 Keine Angst etc.
01.04.17 Unr. zittern
07.04.17 K. Angst etc. - NE:
16.04.17 - 23.4. keine Tr.
24.04.17 AMI 1 Tr17.05.17 Sympt. Zittern, Frieren, Druck im Brustk. m. wenigen kurzen Zeiten sehr stark
AMI - 2 Tr19.05.17 k. Verbess. - HA - Vit.-B-Spritze, empf. Tavor
21.05.17 Tavor - 2 x 1/4 + 1/2 ges.0,5 mg
25.5. 3 TrAMI
07.6. k. Verbess.
23.6. SD-Werte - TSH-2,34/FT3-3,2/FT4-1,3 - Tyroxin 1/4 v.50mg
12.7. Alles gut !!!
20.8. Angstgefühle mor + depr. Gefühle? :x
3.12. Ami 3 T - TSH 3,9

Gisela59
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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon Gisela59 » Freitag, 07.10.16, 20:43

Liebe LinLina, ein liebes Dankeschön für das erstellen dieser Mamut-Mutmachzeilen. Ich werde sie mir ausdrucken und als Motivationshilfe nehmen wenn es schlimm wird. Bin erst seit gestern dabei und bin froh dass ich dieses Forum per Zufall gefunden habe.
Gisela59
Von ca. 2005 bis 2015 Fluoxetin 40 mg nie besondere Nebenwirkungen außer Dauerhitze
Von Sommer 2015 bis November 2015 ausgeschlichen ohne Komplikationen
Mai 2016 15mg Mirtazapin wegen Durchschlafstörungen nach Todesfall von Schwiegervater und beruflichem Stress
Ende Mai von Mirtazapin 15 mg auf 10 bzw. 15 mg Fluoxetin versucht zu wechseln innerhalb 4 Tagen Suizidgedanken Tage im Bett
Anfang Juni 2016 gleich wieder auf 15 mg Mirtazapin gewechselt kein Fluoxetin mehr
August 2016 Mirtazapin 22,5 mg Gefühl das Leben und die Aufgaben nicht mehr zu schaffen
12.9.2016 30mg Mirtazapin Gefühl das Leben und die Aufgaben nicht mehr zu schaffen
16.9.2016 30mg Mirtazapin, 37,5 Venlafaxin = voller Hoffnung
17.9.2016 30mg Mirtazapin, 37,5 Venlafaxin = morgens so na ja mittags kpl. gut
18.9.2016 30mg Mirtazapin, 37,5 Venlafaxin = Übelkeit, Hitzewallung, kein Apetitt, abends besser fast gut
19.9.2016 30mg Mirtazapin, 37,5 Venlafaxin = Übelkeit, Hitzewallung, kein Apetitt, zittern
20.9.2016 30mg Mirtazapin, 37,5 Venlafaxin = Übelkeit, Hitzewallung, kein Apetitt, zittern, Selbstmordgedanken von Heilpraktikerin Akupunktur bekommen und Regenaplextherapie (Homöopathie)
21.9.2016 30mg Mirtazapin, 75 Venlafaxin = Venlafaxin = Übelkeit, Hitzewallung, frieren, kein Apetitt, zittern, alles durcheinander am Tag verteilt
bis 28.9.2016 30mg Mirtazapin, 75 Venlafaxin 2 mal die Woche Akupunktur und Regenaplex tägl.= Übelkeit, Hitzewallung, frieren,kein Apetitt, zittern, extremer Laufdruck, alles durcheinander am Tag verteilt
29.9.2016 30mg Mirtazapin, 102.5mg Venlafaxin = nach ca. 50 min beginnt sich der Horror zu verschlimmern alle negativen Symptome ab und zu Schüttelfrost im Wechsel
4.10.2016 30mg Mirtazapin, 10mg Fluoxetin = extremes Körperzittern kein Apetitt und Laufdruck, abends etwas besser
5.10.2016 30mg Mirtazapin, 10mg Fluoxetin = zittern in Schüben wird besser mittags Apetitt Laufdruck lässt nach
6.10.2016 27mg Mirtazapin, 10mg Fluoxetin = immer noch zittern in Schüben alle Symptome verstärken sich wieder inkl. Schüttelfrost
7.10.2016 27mg Mirtazapin, erst um 14.00 Uhr 10 mg Fluoxetin = vormittags zittern, Schweißausbruch, kein Apetitt, nachmittags etwas gegessen, zittern etwas weniger
8.10.2016 27mg Mirtazapin(nur noch), morgens Appetit hatte Elan zum Arbeiten
9.10.2016 27mg Mirta, wenig Appetit, leichtes Intervallzittern, Sorge dass ich alles hinbekomme und von den Medis weg komme.
10.10.2016 27 mg Mirta, psychisch guten bis sehr guten Tag, leider Fressatacken
11.10.2016 27 mg Mirta, schlecht geschlafen, morgens kein Appetit, Sorge dass ich alles hinbekomme
13.10.2016 27 mg (Wassermethode) Mirtazapin auf anderen Hersteller gewechselt,(Heumann) da KK das vorherige nicht mehr bezahlt

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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon LinLina » Sonntag, 15.01.17, 15:08

Hallo :group:

passend zu "Entzugssymptome sind Symptome der Heilung" noch ein kleiner Mutmach-Auszug aus einem Text von Monica Cassani (Beyond Meds - Übersetzung von mir).

Monica Cassani hat nach jahrzehntelanger Dauer-Einnahme unzähliger Psychopharmaka aufgrund einer bipolar-Diagnose (zuletzt 6 verschiedene Medikamente) alle Medikamente ausgeschlichen und ist jetzt seit über 6 jahren Medikamentenfrei. Ihr Entzug war sehr schwer, die Medikamente und das Absetzen haben sie körperlich sehr krank gemacht und sie war (und ist noch) sehr beeinträchtigt, erfährt aber immer mehr nach und nach eine grundlegende Heilung und Transformation.
Mein Lieblingsarzt ist ein ungewöhnlicher, verständnisvoller Mensch mit vielen Kenntnissen und er ist Wissenschaftler und Forscher. Er ist ein Mensch der mir niemals gesagt hat was ich zu tun habe, einfach nur meinen Prozess begleitet und miterlebt hat und mir Erkenntnisse mitgeteilt hat wenn sie anwendbar/passend waren. Ich bin auf ihn während des Entzugsprozesses gestoßen, nachdem ich die krankmachenden Medikamente die mich geschädigt haben abgesetzt hatte.

Ich war zu diesem Zeitpunkt immer noch bettlägerig. Er hat mit Sicherheit die schlimmsten medikamenten-induzierten Schäden mitbekommen. Er sagte einmal zu mir, dass jene, die die extremsten Reaktionen auf die Medikamente erleben eigentlich diejenigen sind, die die größte Wahrscheinlichkeit haben zu heilen und sich zu wandeln, zu transformieren. Er sagte, allein die Tatsache, dass wir so grundlegend duch die Medikamente geschädigt werden können, ist ein Beweis unseres äußerst stark neuroplastischen Gehirns. Und dass, während der Prozess der Heilung manchmal radikal und sogar brutal sein kann, wir letztlich wenn wir geheilt sind gleichzeitig auch eine grundlegende Transformation durchlaufen haben.

Und in der Tat entspricht dies meiner Erfahrung.


https://beyondmeds.com/2015/03/15/emoti ... egulation/

Die Seite beyond meds zeigt für mich auch in vielen weiteren (englischen) Texten eindrucksvoll wie innere Wandlung und Wachstum entstehen und eine ganzheitliche Sicht, Achtsamkeit und Liebe zum Leben und Bereitschaft zur bewussten Wahrnehmung aller Zustände Heilung ermöglichen können, auch und besonders nach starker Beeinträchtigung und extremer Medikation.

Liebe Grüße
Lina

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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon carlotta » Sonntag, 15.01.17, 16:13

Liebe Lina,

das ist ein ganz tolles Zitat, vielen lieben Dank fürs Posten sowie die Übersetzung! <3

Ich bin großer Fan von Monica Cassani (siehe auch meine Signatur :) ) und habe die wertvollsten Texte zum Aufbau im Entzug auf ihrem Blog "Everything Matters" (ehemals "Beyond Meds") finden können. Sie schafft es immer wieder, anderen im (protrahierten) Entzug auch in Zeiten tiefster Verzweiflung Kraft zu geben, ist so ein toller, bewusster Mensch und hat selbst schon so viel durchgestanden, ohne aufzugeben. Und es zeigt sich immer wieder, dass es sich lohnt! Auch wenn der Weg ein weiter ist.

Die Diagnose "Bipolar" wurde übrigens im Nachhinein nicht nur von ihr in Frage gestellt, sondern auch ärztlicherseits widerrufen. Es gab, wenn ich mich recht erinnere, wohl - wie so oft- einen Zusammenhang mit einem Versuch mit illegalen Drogen. :wink:

Liebe Grüße :hug: :group:
Carlotta

P.S.: Made my day! :)
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)

Pulsatilla
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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon Pulsatilla » Freitag, 24.03.17, 14:58

Liebe LinLina,

Auch von mir ein ganz dickes dankeschön für's übersetzen! <3

Dieser Beitrag ist sehr interessant und beschreibt sehr gut und anschaulich, (auch für anfänger wie mich), was da in zns und gehirn abläuft. Bislang habe ich nur etwa 1/2 lesen können, bin langsam mit der aufnahme geworden.. . Aber jetzt schon restlos begeistert!

Ich stand leider schon oft davor, dass viele texte betreffs zns und hirnchemie nur in englisch verfasst sind. Vor vielen Jahren, als mein Rls diagnostiziert wurde, wollte ich schon mal mehr darüber lernen. Meine bescheidenen englisch kenntnisse reichten dafür dann aber leider nicht.. . Um so mehr bin ich dankbar, dass ich hier einen lesen darf / kann!

Und dann gleich sooo einen langen Text ins deutsche zu übertragen.. . Das muss wahnsinnig viel Arbeit gewesen sein. Chapaue und dankeschön! <3

Lieb gruss Pulsatilla
"Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch 7 Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe!" (Eckart von Hirschhausen)

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Fussel
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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon Fussel » Freitag, 11.08.17, 17:19

Einfach großartig, diese Übersetzung. Und so hilfreich.
Danke.

Liebe Grüße
Fussel
Langzeiteinname wegen Angst mit Zitterattacken bei Stress und Aufregung
1992 Tavor verordnet : Lästiges Zittern und Angst sehr viel besser

1992 - 2002 Tavoreinnahme nur morgens 1,0 mg, - 2,0 mg Toleranz entwickelt

2003 - 2009 Tavoreinnahme 1,5mg - 1,0 mg

2009 Diagnose CML (Chronisch Myeloische Leukämie)
Medkament Dasatinib 80mg täglich mit Nebenwirkungen

2009 - 2015 Tavoreinahme morgens 1,0 mg

März 2015 Tavor reduziert auf 0,75 mg ( Herzrasen,Zittern)
Dosis bis Mai 2016 beibehalten

Juni - Dezember 2016 Tavor reduziert auf 0,70 mg - ging relativ gut

Januar 2017 Tavor reduziert auf 0,62 mg
Symtome nach 3 Tagen: Brennen in Halsbereich und Gesicht, glühendes heißes Gefühl, nerviges Zittern bei Stress und Aufregung, gelegentlich Ohrrauschen links

Mai 2017 Tavor reduziert auf 0,56 mg, geht kaum, zittern und Schleimhautprobleme im Halsbereich


1.Juni 2017 Umstellung auf Diazepam 3,0 mg und Opipram 50 mg

10. Juni 2017 Diazepam 2,0 mg , 50 mg Opipram

20. Juni 2017 Diazepam 1,5 mg, 50 mg Opipram

1..Juli 2017 Diazepam 1,0 mg, 50 mg Opipram

11.Juli 2017 Diazepam Null :party2: nehme "nur" noch das Opipram ( 25 mg früh, 25 mg abends)



Aktuelle Medikamente:

Opipramol ( 25 mg früh, 12,5 mg abends )
0,31,5 mg L Thyroxin
80mg Dasatinib ( Thyrokinasehemmer CML)

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Re: Entzugssymptome sind Symptome der Heilung

Beitragvon padma » Dienstag, 21.11.17, 18:45

von Leni :)


Wenn du über deine jetzigen Symptome und das Durchdrehen schreibst, dann habe ich immer das Gefühl, dass du (die Ärzte leider auch) sie als krankhaft betrachtest und deshalb immer wieder nach einer medikamentösen Lösung suchst:

Lilly71 hat geschrieben:
Aber ich bin schon wieder durchgedreht und musste 15mg Truxal nehmen



Sofern das so ist, glaube ich, dass es hilfreich sein kann, wenn du die Symptome und das Durchdrehen mal aus einer anderen Perspektive betrachtest. Diese Symptome sind nicht Ausdruck einer Krankheit, sondern der Ausdruck dafür, dass dein Körper sich selbst in ein Gleichgewicht bringen will. Leider geht das nun mal nicht ohne Symptome und leider fühlt sich das Ganze bei dir so heftig an, dass es zunächst normal ist, das als krankhaft zu bezeichnen. Aber genau das ist es eben nicht.

Wenn du nun diese Anfälle medikamentös unterdrückst, stellst du deinen Selbstheilungskräften nur wieder ein ordentliches Bein. Und es muss wieder von vorn anfangen. Im Grunde müsstest du bei jedem "Anfall" denken: "Oh endlich, jetzt arbeitet mein Körper wieder an einem Gleichgewicht. Weiter so, ich halte still und warte bis es vorüber ist." Aber ich weiß, dass das in deinem jetzigen Zustand unglaublich, fast höhnisch klingt. Und ich weiß, was es dir abverlangt, stillzuhalten und abzuwarten. Es fühlt sich für dich im Moment sicher unmöglich an. Leider ist es deine einzige Chance.

Vielleicht ist es ein kleiner Beweis für dich, wenn du an das Weinen denkst, auch wenn dieser Vergleich sehr hinkt, weil sich deine Symptome und Weinen nicht ansatzweise vergleichen lassen. Aber es geht um das Prinzip: Trauriges Weinen fühlt sich furchtbar an und man kann damit auch nicht einfach so aufhören, aber danach geht es einem meistens (für eine Zeit) besser, es wirkt entstressend. Und das nicht ohne Grund. Durch Weinen regelt der Körper, grob gesagt, etwas im Stoffwechsel. Das macht dein Körper auch gerade, aber natürlich leider auf einem ganz anderen Level. Ich denke trotzdem, wenn du es nur einmal schaffst, diese schlimme Situation auszuhalten (und damit meine ich nicht, dass du dich zusammenreißen sollst, im Gegenteil, raus damit), dann hast du auch einen Beweis dafür.

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