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Wie ergeht es älteren Menschen mit einem AD -/ SSRI-Absetzsyndrom?

Britsch
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Wie ergeht es älteren Menschen mit einem AD -/ SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Britsch » Dienstag, 24.10.17, 12:24

Diese Frage betrifft mich selbst und beunruhigt mich immer mehr. Ich bin 68 Jahre alt und bin wegen einer schlimmen Ehekrise und Scheidung vor 23 Jahren durch eine wohlmeinende Psychiaterin bei Psychopharmaka gelandet und habe diese mit kurzen Unterbrechungen über 20 Jahre geschluckt, die längste Zeit waren es SSRI.

Niemals wurde die Notwendigkeit der Einnahme in Frage gestellt oder überprüft, auch nicht von mir selbst. Ich war eben depressiv und hatte eine generalisierte Angsterkrankung und Panikattacken. Die ganzen Jahre ging es mir trotz der Medikamente nicht wirklich gut, besonders die Ängste und die Panik waren nie ganz weg, für mich ein Zeichen der fortbestehenden Erkrankung. Und natürlich wusste ich nichts über die Problematik, SSRI wieder abzusetzen. Angeblich machen die ja nicht abhängig, und man kann sie innerhalb kurzer Zeit einfach weglassen...

Anfang des Jahres 2017 habe ich den Entschluss gefasst, kein Sertralin mehr einzunehmen. Ich hatte auch mit diesem Medikament alle paar Wochen sehr unangenehme Panikattacken und wollte ausprobieren, wie ich mich ohne Medikament fühle. Viel zu schnell weil falsch informiert habe ich die 50 mg Sertralin ausgeschlichen, war innerhalb von etwa 10 Wochen auf Null und fühlte mich gut damit, keine einzige Panikattacke hat sich eingestellt.

Erst nach 3 Monaten auf Null haben sich - dann allerdings massiv - Entzugssymptome eingestellt. Sie betreffen eigentlich den ganzen Körper in wechselnder Ausprägung, noch schlimmer empfinde ich die "psychischen" Stimmungsschwankungen. Bis heute, also nach 7 Monaten auf Null, ist mein Zustand mit einer Achterbahnfahrt zu vergleichen, körperliche und psychische Symptome wechseln oft im Minutentakt, und nicht selten habe ich das Gefühl, verrückt zu werden.

Ich versuche, Geduld zu bewahren und mir zu sagen, dass es besser werden wird und alles mit dem irritierten ZNS zusammenhängt. Aber die Frage, ob das auch für eine 68-Jährige nach über 20 Jahren Psychopharmakaeinnahme gilt, macht mir zunehmend Angst. Und ich frage mich, ob sich all die Mühe überhaupt lohnt, ob ich noch auf ein paar Jahre ohne Symptome hoffen kann. Manchmal denke ich, wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich das Sertralin weiter genommen. Ich bin im Moment ohne rechte Hoffnung und möchte die Frage ans Forum richten, ob es hier noch andere Betroffene in meinem Alter gibt und wie sie mit ihren Problemen umgehen.

Ich bedanke mich fürs Lesen und hoffe natürlich auf die eine oder andere Antwort.
Liebe Grüße,
Britsch

Off Topic
Verlauf von Birtsch: viewtopic.php?t=13411
Zuletzt geändert von Jamie am Montag, 11.12.17, 13:49, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Titel modifiziert
1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.

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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Clarissa » Dienstag, 24.10.17, 12:51

Hallo Britsch.

Ich bin 63 Jahre alt und habe viele Psychopharmaka bekommen und abgesetzt. Seit nunmehr über 3 Jahren nehme ich nichts mehr ein, auch kein Bedarfsbenzo, nichts.
Andere Dauermedikamente nehme ich auch nicht. Ich melde inzwischen chemische Keulen generell, so gut ich es vermag.

Mein Entzug geht nun ins vierte Jahr und ist immer noch hart.
Psychisch habe ich wenig Probleme, seit ich beschlossen habe, mein Leben mit allen Einschränkungen anzunehmen, und seit ich Frieden mit der Vergangenheit geschlossen habe.
Die körperlichen Symptome sind vielfältig, anhaltend und unangenehm. Trotzdem kann ich mit ihnen besser umgehen als mit psychischen Problemen., scheint mir.

Auch belastet mich die allgemein eingeschränkte Belastbarkeit.

Eine Rückkehr zu PP ist für mich keine Option. Ich habe mich, ähnlich wie Du, unter PP, selbst unter Benzos, nie richtig wohl gefühlt, mein Leben war irgendwie "daneben".

Natürlich hoffe auch ich auf eine gewisse weitere Besserung. Aber auch hier heisst mein Zauberwort: Akzeptanz.

Kämpferische :wink: Grüße sendet Dir sleepless.
bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon carlotta » Mittwoch, 25.10.17, 21:58

Hallo Ihr,

Siggi hat in fortgeschrittenem Alter AD abgesetzt und lange lange mit schlimmen Entzugssymptomen gekämpft; sie ist wohl auch noch nicht ganz über den Berg, aber soweit ich weiß, geht es ihr um einiges besser. Ich weiß nicht, ob sie hier reinschaut, aber Du, Britsch, kannst sie ja mal anschreiben, wenn Du magst.

Liebe Grüße :group:
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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Jamie » Mittwoch, 25.10.17, 22:16

Hallo,

Siggi geht es nicht sehr gut. Vermutlich im Vergleich mit der Akutzeit schon etwas besser, aber immer noch sehr schwierig alles bei ihr.

Ist nicht auch chalinda (AD absetzen) ein "älteres Semester"? Und was ist mit Jofab (Ilse)?
(um Gottes Willen, nicht dass ich jemand jetzt älter mache als er ist :o )
[Wenn doch, Verzeihung! :laola: ]

Vielleicht kann sich hier ja auch ein Austausch etablieren?

Grüße
Jamie
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:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Britsch » Mittwoch, 25.10.17, 22:30

Hallo liebe Jamie und alle Betroffenen,
ein Austausch wäre toll. Ich denke, dass der Entzug für ältere Menschen noch einige besondere Schwierigkeiten mit sich bringen kann. Man weiß ja, dass schon die Verstoffwechselung von Medikamenten anders ist als bei jungen. Aber auch die Frage nach der Belastbarkeit oder zusätzlichen gesundheitlichen Problemen könnte sich hier stellen. Ich fände es interessant und vielleicht hilfreich, wenn man sich hier noch speziell austauschen könnte und bin gespannt auf eure Erfahrungen.
Liebe Grüße,
Britsch
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Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon carlotta » Mittwoch, 25.10.17, 23:04

Hallo Britsch,

zu Siggi hatte ich neulich über eine Freundin die Info, dass es ihr besser ginge. Es tut mir sehr leid zu hören, dass das wohl wieder gekippt ist. :(

Als Beispiel fällt mir noch jemand aus den USA ein, nämlich Altostrata, die Gründerin des sehr empfehlenswerten Absetzforums survivingantidepressants.org. Sie hat, soweit ich weiß, mit ca. Mitte/Ende 50 Paroxetin abgesetzt (zu schnell) und ist dann im protrahierten Entzug gelandet, der sage und schreibe rund 11 Jahre gedauert hat (mit Höhen und Tiefen); es ging ihr auf weite Strecken wirklich sehr schlecht. Jetzt ist sie Mitte/Ende 60 und sagt, sie habe es überstanden.

Zwischenzeitlich hat sie sich sehr in der Betroffenenhilfe engagiert und sehr viel Forschung zum Thema betrieben (sie kommt auch beruflich aus der Forschung, soweit ich weiß), auch in Kooperation mit Fachleuten, und dadurch Mengen an wesentlichen Informationen zum AD-Entzugssyndrom zusammengetragen. M. E. haben wir alle ihr viel zu verdanken, da man in ihrem Forum sehr viel lernen kann.

Liebe Grüße :group:
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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Jofab » Freitag, 27.10.17, 18:58

Liebe Britsch,
dein Beitrag hat mich gleich angesprochen. Und die gute jamie hat ja auch gleich an mich gedacht ! :wink:
Zu Recht ! Denn ich bin jetzt 64 geworden.
Ich habe 11 Jahre Fluoxetin genommen und das auch nie in Frage gestellt ! Ich habe mich in den ganzen Jahren nicht einmal darüber informiert, was ich da eigentlich jeden Tag schlucke ! Und ich hatte vielleicht eine leichte Depression !
Mir gings die ganzen Jahre eigentlich auch ganz gut damit. Ich hatte eine unglaubliche körperliche Energie.
Das ich mich aber über die Jahre sozial ziemlich abgeschottet und meine Empathie verloren habe, ist mir nicht bewusst
gewesen. Das haben nur mein Sohn und meine Freunde gespürt.

Jedenfalls hatte ich immer mehr das Gefühl, dass das Fluox. nicht mehr richtig wirkt. Habe es abgesetzt, wieder angefangen
( genaueres steht in meiner Signatur unten) und im Mai von 20 mg aprupt abgesetzt. Wahnsinn, wie ich heute weiss !
Hat mir der Neurologe so empfohlen !
Die ersten Wochen waren wie immer.
Bis sich, genau wie bei dir, nach 3 Monaten massivste Absetzprobleme einstellten. :frust:

Das Schlimmste ist jeden Morgen das Erwachen mit Herzrasen und Panikgedanken. Ich bin bis späten Nachmittag innerlich total zttrig. Und nur Angstgefühle und rabenschwarze Gedanken. Bin seit Juli nach 45 Jahrenin Rente gegangen und hatte mir das ganz
anders vorgestellt.
Da man es mir äusserlich nicht so ansieht, kann ich zum Glück noch als Nachbarschaftshelferin arbeiten. Fällt mir schwer, aber ich habe wenigstens eine Beschäftigung. Aber es ist manchmal total anstrengend.

Seit 2 Monaten versuche ich eine winzige Menge wieder einzudosieren, um einen etwas erträglicheren Zustand zu erreichen.
Ob das klappt, weiss ich nicht.
Aber es hängt natürlich mit dem irritiertem ZNS zusammen und alle hier sagen, dass es sich mit der Zeit regeneriert.

Als ich Fluox. im Febr. nach ca. 5 Monaten wieder genommen habe, hatte ich die gleichen schrecklichen Nebenwirkungen wie
heute die Absetzerscheinungen. Habe dann die Dosis verdoppelt und damals linderten sich zwar die Beschwerden nach Wochen,
aber gut ging es mir nicht, sonst hätte ich wohl nicht wieder abgesetzt.
Heute würde es wohl gar nicht mehr wirken, vermute ich.
Die Hoffnung, dass es sich bessert nicht zu verlieren, ist im Moment die einzige Option.

Ich fühle mit dir und es tut mir sehr leid, dass ich dir im Moment nichts Positiveres berichten kann.
Zum Gück haben wir dieses Forum, wo wir zumindest merken, dass wir nicht allein sind mit unseren Problemen.
Geduld, wie du schreibst, ist das Schlüsselwort.
Lebst du denn allein, hast du Freunde, Familie,die dich unterstützen ?


Liebe Britsch - ich grüsse dich herzlich und wünsche dir viel Kaft ! :group:
Ilse
Würde mich auch freuen, von dir zu hören ! :)
Sypmtome : beim Erwachen Herzrasen, sehr negative Gedanken u.Gefühle, innerlich total zittrig, nervös, unkonzentriert, freudlos, appetitlos, Brennen auf der Haut (Schulter) ab nachmittags leichte Besserung

Diagnose : Depression wegen Wechseljahren
Fluoxetin 20mg März 2005 - Sept. 2016 / abgesetzt über 3 Mo. weil es nicht mehr wie am Anfang wirkte. Okt. 16 auf 0

Febr. 17 wieder eindosiert 10 mg, nach 10 Tagen heftigste Beschwerden. Trotzdem lt. Neurologen erhöht auf 20 mg - zusätzlich Diazepam/ aber nur 10 Tage morgens 10 Tropfen. Beschwerden nach Wochen besser, aber keine stimmungsaufhellende Wirkung mehr.
Plötzlich Gefühl, es wird wieder schlechter.

Selbst entschieden abzusetzen, wollte keine jahrelange Odysee mit verschiedenen Medikamenten und Klinikaufenthalten, so schlau war ich schon.
leider lt.Neurologen !!! abgesetzt auf 0 : 25. Mai 2017, obwohl ich 2016 beim Absetzen schon
selbst 3 Monate langsam reduziert hatte.
Absolut und blind dem Arzt vertraut.

1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
keine Beschwerden, nur wieder leicht depressiv (oder Absetzsymptome ??!), Tageslichtlampe

2. Absetzen : 25. Mai von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
Anfang Juli : leicht depressiv, total freudlos, aber noch Energie Mitte Juli : Gefühl von Unwirklichkeit - Derealisation
Anfang Aug. : beim Aufwachen wieder Angst, die den Vormittag anhält, aber kein "innerliches"
Zittern - wird aber spürbar von Tag zu Tag schlechter !!!
22.Aug. : beim Aufwachen Herzrasen (Puls 110), hält bis Nachmittags an. Völlig verzweifelt !!!
ab 28.Aug. 1mg Betablocker Bisoproplolfumarat - übel - nach 2 Tagen abgesetzt

ab 22. Aug. ca.0,5 mg Fluoxetin eindosiert
ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
ab 25. Okt. 0,92 mg - 8 %
5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
ab 14.Nov. 0,92 mg zurück
ab 28.Nov. 0,90 mg zurück

neu
seit 10. Nov. Auftreten starker Depressionen, ab 14. Nov. erstmalig Suizidgedanken,
Anfang Dez. zunehmend sehr starke Ängste nachmittags, plötzlich Angst vor Alleinsein
wird kontinuierlich schlimmer

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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Britsch » Samstag, 28.10.17, 14:47

Hallo liebe Ilse,

mir geht's wie Dir, ich finde mich in Deinen Schilderungen total wieder. Besonders, was Du über das morgendliche Aufwachen schreibst, ist bei mir ganz genauso. Es ist unendlich schwer, damit in den Tag zu starten. Oft bin ich dann so verspannt, dass der ganze Körper schmerzt.

Die Sache mit der Empathie hat sich bei mir so krass verstärkt, dass ich nicht mal eine kleine Erkältung meines Enkelkindes aushalten kann. Wahrscheinlich ist das genauso hinderlich für gute zwischenmenschliche Beziehungen wie zu wenig Mitgefühl - so wie bei Dir. Es ist wirklich schlimm, was ein ärztlich verordnetes Medikament aus einem Menschen machen kann. Und es geschieht ja immer noch weiter, da hat sich nichts geändert.

Ich habe gestern begonnen, eine kleine Menge Sertralin, nämlich 0,5 mg, mittels der Wasserlösemethode wieder einzudosieren. Mir geht es so schlecht, dass ich diesen Versuch trotz fast 8 Monaten auf Null wagen möchte. Bisher hat sich keine Unverträglichkeit gezeigt, im Gegenteil, ich spüre eine leichte Verbesserung. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet, schon gar nicht so schnell. Aber ich freue mich natürlich und hoffe, dass die positive Entwicklung anhält.

Ich lebe mit meinem Mann zusammen in einer schönen Gegend auf dem Land. Habe 3 erwachsene Söhne und einen 3-jährigen Enkel. Alle miteinander haben wir liebevolle Beziehungen, und meine Familie unterstützt mich auch jetzt im Entzug.

Ich hoffe, Du hast auch Liebe Menschen um Dich, die Die helfen und Dich auffangen.

Auch mir ist dieses Forum super wichtig und eine unersetzliche Hilfe, denn hier triffst Du liebe Menschen, denen es ebenso ergeht wie Dir und die Dich total verstehen. Das ist für einen "Außenstehenden" in dem Maße nicht möglich.

Ich freue mich, wieder von Dir zu hören und wünsche Dir von Herzen ein angenehmes und symptomarmes Wochenende!

Liebe Grüße,
Brigitte
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Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.

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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Jamie » Montag, 30.10.17, 10:45

Hallo, :)

Siggi hat gestern Abend ein Update gegeben:

viewtopic.php?f=18&p=214156#p214156


MfG
Jamie
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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Siggi » Freitag, 03.11.17, 12:36

Ihr Lieben Alle :group:

Ich vermute, dass ich die "betagteste" Userin hier in unserem wunderbaren und wertvollen Forum bin :)
(in zwei Monaten werde ich 76 Jahre :wink: )
und heute möchte kurz meine gemachten Erfahrungen bezüglich der PP und dem Alter schildern.

Nachdem ich vor ca. 10 Jahren, nach 5 jähriger Mirtazapin-Einnahme, (2002 bis 2007 ) zum ersten Mal meine geringe
Dosis Mirtazapin (4,5 µg) ausschlich, hatte ich schon damals ca. 11 Monate massive Langzeitsymptome.

Die damaligen Symptome waren Unruhe, Schlaflosigkeit, Angstgefühle, Schwindel, Kopfweh , Derealisation,
leichte Depris und eine instabile Psyche.
Doch.... gemessen an meinen jetzigen Langzeit- Entzug waren diese Symptome vor 10 Jahren "peanuts"

Im Jahr 2009 hatte ich 3 lange schwere OP's die jeweils eine Narkose von à 2-3 Std. erforderten.
Unwissend, dass es die langen Narkosen waren, die mich danach in die Hölle katapultierten,
ließ ich mich schweren Herzens überreden, erneut zu Mirta zu greifen,denn immerhin ging es mir nach Erkenntnis
meiner Hashimoto (2002 ) , der Substituierung von L.Thyroxin und der Einnahme von Mirtazapin fast 6 Jahre sehr gut!

Hätte ich das Wissen von heute ,wäre mir niemals eine erneujte Mirta. Einnahme ins Haus gekommen :frust:
denn die Einnahme im Jahr 2010 bescherte mir nur Elend, Leid,Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit,
generalisierte Ängste,permanente Panik vom Feinsten, Suizid-und Katastrophengedanken und soo Vieles mehr.

Ich vertrug Mirta nicht mehr, und je schlechtes es mir ging, desto mehr erhöhte meine Psychiaterin die Dosis
in der Annahme, dass 15 µg Mirta einfach zu wenig wären... :frust:
denn ich hoffte ja täglich, dass sich dieses menschunwürdige Leben durch die PP Einnahme bessern möge.

Durch Mirtazapin und all die langen Narkosemittel entwickelte sich eine totale Llebens- Medizin- Nahr.Erg. Mittel
Pseudo Allergie.
Auch das war mir bei erneuter PP Einnahme im Jahr 2010 nicht bewusst.
Nachdem mein Leben nun mit Einnahme von Mirta noch schlimmer wurde, und nur noch aus permanenter Angst, Panik, Depression,Unruhe ,Verzweiflung ,etc. bestand, beschloss ich, gegen den Willen der Psychiaterin meine 23.µg Mirta auszuschleichen...

Lange Rede, kurzer Sinn...seit 2010 bin ich nur am Überleben, denn die jetzigen Symptome sind,gemessen
am Entzug von 2007 mindestens um das fünffache verstärkt und vielseitiger.

Es kamen, im Vergleich zu 2007 noch neue Symptome dazu, wie z.B. permanent anhaltende
Katatrophengedanken, die in akuten Phasen , im Rhythmus von allen paar Minuten kommt! :censored:

Fenster hatte ich in diesen nun fast 8 Jahren so gut wie keine....denn es war- und ist immer noch- ein
ständiger Kampf mit dem Symptomen wie : Angst, Unruhe, Panik, Schlaflosigkeit, Schwindel, Katastrophengedanken, Depris,Hoffnungslosigkeit,und oft minütlichem Stimmungswechseln, Gelenkschmerzen etc.

Eigentlich erlebe ich aber jetzt erst- Jan. 2017 - zum ersten Mal seit 7 Jahren geöffnete Fenster, die mit viel Glück
dann 10-12 Tage anhalten....
Und lediglich von diesen " Durchblickfenstern" zehre ich, wenn mich wieder grausige Wellen überfallen...
d.h. ich schöpfe dann wieder Hoffnung, dass es irgendwann besser wird.

Der Stoffwechsel im Alter hat seinen eigenen ( langsamen) Rhythmus,so auch die Zellteilung .
Hinzu kommt das empirische Gedächtnis, das reich an Erfahrung - im Alter zwangsläufig zu sensiblen
Wahrnehmungen kommt, denn Schicksalsschläge sind schwerer als in jüngeren Jahren zu ertragen.
Es verlangt mir sehr viel Disziplin, Geduld, Demut und konstruktives Denken ab, will ich mein Leben ohne
Verbitterung , Freude- und Lebensqualität wieder wie früher meistern....
ergo, ist die Kraftanstrengung, positiv im Alter agieren, aus der gegenwärtigen Situation das Beste zu mache....,
eine enorme Herausforderung, die ein tägliches an Sicharbeiten erfordert, fürwahr......
aber ich denke und hoffe, auf dem richtigen Pfad zu sein... :party2:

Euch allen wünsche ich immer wieder, dass Tage kommen, wo Hoffnungsschimmer aufkommen und ein
kleines Licht am Ende des Tunnels, zum positiven Überleben zu erkennen ist, auch im A l t e r 8-)

Liebe Grüße
"euere strampelnde " Siggi :sports:
Mein Absetzverlauf:

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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Britsch » Freitag, 03.11.17, 17:23

Liebe Siggi,
was Du schreibst, hört sich sehr schlimm an und treibt mir die Tränen in die Augen. Dass Dein Kampf mit dem Entzug so lang und schwer ist, tut mir wahnsinnig leid. Und dann kommt auch der Zorn wieder hoch auf die Schuldigen dieses Skandals, und ist die Pharmaindustrie und ignorante Ärzte.
Ich wünsche Dir, dass es mehr und größere Fenster für Dich gibt und dass Du immer wieder die Kraft findest, weiter für Deine Gesundheit und ein gutes Leben zu kämpfen.
Herzliche Grüße,
Britsch
1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.

weg
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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon weg » Freitag, 03.11.17, 18:18

hallo siggi,

aber ich denke und hoffe, auf dem richtigen Pfad zu sein...


ich danke dir für deinen bericht und bewundere dich für deinen richtigen pfad. alles scheint so schwer und du schaffst es immer wieder und nach 7 jahren mal fenster zu haben, unglaublich. du hast ja unglaublich viel kraft und ausdauer.

ich bin aber auch froh um deine erfahrungen. ich bin nicht viel jünger als du und ich weiss dank dir und anderen foris dass ich gewarnt werde in eine pp- oder benzo-falle zu gleiten. ich weiss ja nie, wie lange ich noch als "zurechnungsfähig" gelte oder mal in ein heim muss, weil ich mich nicht mehr selber vorsorgen kann. ich habe schon eine patientenverfügung geschrieben und auch mit meiner HA besprochen, dass ich nie mehr solche medikamente nehmen will. du gibst mir durch deinen bericht wieder neu argumente und sicherheit, dass auch ich von mir denke
"ich bin auf dem richtigen weg".

herzlich
weg
beide eltern medikamentenabhängig.– psychiatrische behandlung mit traumatherapie (EMDR).
bis ins erwachsenealter PP, ab und zu speed, lsd u.ä. frühe berentung.

mit 35 jahren eingliederung ins berufsleben und seither medikamentenfrei.

dann brustkrebs, operation, chemotherapie: davon nervenschädigung am rechten arm. lymphödem, polyneuropathie. wieder kurze zeit während chemotherapie, PP - aber keine abhängigkeit.

medikamente gegen asthma: symbicort 200, 2-6 stösse, singulair 10 mg

zolpidem/stilnox ca. 20 jahre lang 5 mg, selten 10 mg (körperlich abhängig)
bis 27.02.2017 5 mg
27.02.2017 4 mg stilnox
08.03.2017 3.5 mg
17.03.2017 3 mg
22.03.2017 2.5 mg
02.04.2017 3 mg (aufdosiert auf rat vom forum)
28.04.2017 2.75 mg
18.05.2017 2.5 mg
09.06.2017 2.4 mg
18.06.2017 2.3 mg
27.06.2017 2.2 mg
08.07.2017 2.1 mg
12.07.2017 1.9 mg (10 % auf rat vom forum)
20.07.2017 1.8 mg
31.07.2017 1.75 mg pause bis 21.09.2017 (bergwandern, ladakh)
21.09.2017 1.7 mg
30.09.2017 1.5 mg
27.10.2017 1.4 mg
10.11.2017 1.3 mg
01.12.2017 1.2 mg

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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Siggi » Freitag, 03.11.17, 18:58

Ihr Lieben, :group:

es freut mich sehr , dass ich mit meinem "Alters-Resümee kleine Denkanstöße vermitteln konnte.
Dafür meinen herzlichen Dank!
Unser Forum ist aber auch wirklich ein Außergewöhnliches
Es schlichtet, wenn nötig , beruhigt, versteht, fühlt, hilft, baut auf und respektiert .
Nur so kann ein Miteinander in solch schmerzlichen Zeiten fuktionieren, denn wir brauchen einander
denn im realen Leben lässt man uns alleine!

Und dafür bin ich dankbar, denn bei so viel täglichem Leid hier , ist es nicht selbstverständlich immer wieder -
auch bei Neuankömmlingen- Kraft, Geduld, Kompetenz und Empathie aufzubringen,und auf jedes einzelne Problem
einzugehen. (man darf nicht vergessen, dass zuerst mal alles gelesen werden muss, überlegt und recherchiert
werdem muss, bevor geantwortet wird.)

Man kann nicht oft genug die immense Herausforderung unserer kompetenten und geduldigen Mods loben,
die trotz ihrer schweren Symptome immer wieder bereit sind, uns aus der Misère zu helfen.

Ein ganz dickes und liebes Dankeschön euch Allen :group:

Herzlichst Siggi

Ps, liebe Britsch, ich muss allerdings sagen, dass ich keine Wut auf die Behandler habe, denn
" sie wussten nicht was sie tun"... außerdem trage ich beim Konsumieren der PP auch eigene Verantwortung...
denn als mündiger Bürger kann mich niemand dazu zwingen 8-)
Mein Absetzverlauf:

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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Britsch » Freitag, 03.11.17, 20:00

Liebe Siggi,
Du hast natürlich recht mit dem Hinweis auf die Eigenverantwortung.
Dennoch: der Weg in die Medikamentenabhängigkeit beginnt meistens, wenn der Mensch besonders schwach und hilfsbedürftig ist. Er vertraut in dieser Situation seinem Arzt.
Der sollte es übrigens besser wissen als er es oft tut, sollte sich unabhängige Informationen beschaffen und nicht bequem den Versprechungen der Pharmalobby folgen.
Es gibt ja diese Informationen, man muss sie nur finden WOLLEN. Der Arztberuf ist mit einer besonderen Verantwortung verbunden, und stets sollte das Wohl des Patienten das Handeln bestimmen. Das ist jedenfalls meine Meinung.

Vielleicht ist aber tatsächlich Deine Milde besser für den eigenen Seelenfrieden als mein Zorn.
In diesem Sinne Dir und allen anderen einen guten Freitagabend!
Liebe Grüße,
Britsch
1995 erstmals psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung mit Opipramol und Tavor. Damals wurde ich krank im Rahmen einer Ehekrise und dann Scheidung. Die genauen Dosierungeun und Einnahmezeiten erinnere ich nicht mehr. Nach einigen Jahren wurde ich umgestellt auf Amitriptylin, darunter massive Gewichtszunahme und Umstellung auf Sertralin 50 mg, zeitweise ergänzt durch Trazodon und Mirtazapin. Innerhalb von ca. 10 Jahren 4 stationäre Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken. 2006 Erwerbsunfähigkeitsrente mit 56 Jahren. Ca. 2011 4 Wochen stationär in psychiatrischer Klinik wegen massiver Panikattacken und Einstellung auf 2 x 75 mg Lyrica und 50 mg Sertralin, ergänzt durch 1 mg Lorazepam bei Bedarf. Nach ca. 1 Jahr selbständiges Absetzen von Lyrica ohne Probleme. Seitdem 50 mg Sertralin plus Lorazepam bei Bedarf.
Anfang 2017 Ausschleichen von Sertralin wegen subjektiver Wirkungslosigkeit. Dosishalbierung alle 3-4 Wochen bis auf 12,5 mg ohne Symptome, Anfang März dann von 12,5 mg auf Null. Zunächst keine Symptome und psychisches Wohlbefinden. Erstmals Kopfschmerzen nach etwa 4-6 Wochen auf Null, dann immer neue und wechselnde Symptome wie Augenprobleme, Schwächegefühl, stundenlanges Weinen, Übelkeit, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverhärtungen, Gesichts- und Kieferschmerzen, Kribbeln am Kopf und im Gesicht, dort auch Berührungsempfindlichkeit, Appetitlosigkeit.
Seit 250.10.2017 Wiedereindosieren von 0,5 mg Sertralin Mylan Dura 50 mg mittels der Wasserlösemethode. Sehr rasche Symptombesserung, besonders die Angstgefühle und andere Neuroemotionen sind deutlich schwächer geworden.

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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Roxy » Donnerstag, 07.12.17, 7:37

Guten Morgen,

habe ich heute erst gefunden den Beitrag. Mir hat mal ein Arzt gesagt, das Gehirn ist das Organ, was bis ins hohe Alter am regenerierungsfähigsten ist. Daran halte ich mich immer fest, selbst wenn ich noch etwas jünger bin. Hoffe, kann euch damit noch ein bisschen Mut und Hoffnung mitgeben.
Liebe Grüße, Roxy

----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Depression/FMS/WS-Schäden

Längerjährige Einnahme Amitriptylin
Falsch bzw. zu schnell auf- und abdosiert in dieser Zeit, aber NWen am Ende unaushaltbar
Leute, macht langsam!
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Derzeit Versuch Homöopathie: Schüssler Salze Nr. 16 nicht gut vertragen
Amitriptylin D6 - schadet zumindest nicht; Bachblüten Notfalltropfen b.B.
0,1 mg Ami probiert, sofortige Linderung nach paar Stunden aber Luftnot und Panikattacke, wieder weggelassen,

Bittchen
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Re: Wie ergeht es älteren Menschen mit einem AD -/ SSRI-Absetzsyndrom?

Beitragvon Bittchen » Dienstag, 12.12.17, 12:27

Guten Morgen zusammen,

gerade lese ich mich hier mal rein.

Alles was ich hier gelesen habe,kommt mir sehr bekannt vor und macht mir teilweise auch Angst.
Allerdings möchte ich Britsch recht geben.
Wie ich das erste mal PP genommen habe,war ich total unwissend, hatte gerade entbunden ,wollte so schnell wie möglich wieder funktionieren.
Meine drei Kinder versorgen , aufgeklärt ,wie sich das Medikament auswirken kann, hat mich kein Arzt.
Da konnte ich,aus Unwissenheit, erst einmal keine Eigenverantwortung übernehmen.

Der weitere Verlauf der rezidivierenden Depression, wurde begleitet von Hausarzt und ärztl.Psychologen, Psychiatern ,mit immer wieder anderen PP und oft sehr schwerwiegenden Nebenwirkungen.

Auf eine Psychotherapie wurde ich mal sehr viel später ,so nebenbei hingewiesen,aber richtige Aufklärung gab es einfach nicht.
Erst nach meinem ersten Klinikaufenthalt,vor 14 Jahren,dämmerte mir,dass es auch andere Hilfen gibt.
Da habe ich schon sehr langer nicht mehr getrunken,ich war auch nie zur Entgiftung oder Therapie in der Klinik.
Trocken wurde ich mit meiner AA Gruppe.
Allerdings gab es Warnungen von einzelnen AA Freunden,die ich nicht ernst nahm,da ich den Ärzten vertraute.
Andere nahmen nach dem Alkoholentzug auch PP.
Da ist wieder die Frage bei Sucht:" Was war eher da,das Huhn oder das Ei ? "
Alkohol,ist ja auch ein Antidepressivum,nur mit noch gravierenden Nebenwirkungen.
Das durfte ich früh genug erkennen.

Das Gehirn kann sich auch ohne Chemie nach einem Entzug regenerieren,da ist Geduld gefragt.
Aber ich wollte weiter arbeiten und habe auf meine Gesundheit wenig Rücksicht genommen.
Es gab aber auch immer Absetzversuche bei mir,aber ein erneuter psychischer "Absturz" bescherte mir wieder ein PP,
verschrieben von meinem ärztl.Psychologen in der Ambulanz.
Auch Schuldgefühle wurden geweckt :"Das haben sie jetzt davon."


Später, mein langjähriger Therapeut, war ein kolossaler Befürworter dieser Medikamente.
O-Ton:"Würde ich mal depressiv werden,würde ich sofort Cipralex (Es-citalopram ) nehmen.
Ein Briefbeschwerer zur Werbung stand auf dem Schreibtisch.

Erst seit dem letztes Jahr ,kamen mir Zweifel,durch Berichte in den Medien.
Das Buch " Unglück auf Rezept " hat viel dazu beigetragen,dass ich die PP abgesetzt habe.
Mir ging es immer wieder sehr schlecht ,trotz PP, stabil war ich nie länger als ein paar Monate in den letzten Jahren.

Mein Psychologe zuckte die Schultern,wie ich ihm Anfang des Jahres sagte,dass ich absetzen will.
Die zu hohe Dosis,in meinem Alter, habe ich auch angesprochen.
Das war kein Thema,denn ich wüsste nicht wie es ohne ist.
Wohl in der Annahme,dass ich wieder angekrochen komme,wenn es mir sehr schlecht geht.
Denn ich bin da,in der Instituts Ambulanz, schon über 20 Jahre in Behandlung.
Das konnte ich bisher vermeiden,dank Unterstützung dieses Forums.

Meine Hoffnung ist,dass mir nicht so ein langer Leidensweg bevor steht,wie einigen Betroffenen hier.
Denn wenn ich hier teilweise die Verläufe lese,krampft sich mein Magen, vor Mitgefühl und Trauer zusammen.
Heute bin ich 67 Jahre alt,verheiratet und habe drei Töchter und zwei Enkel.
Mein Lebensweg ist gepflastert mit vielen Verlusten, immer wieder neuen Verletzungen.
Heute weiß ich,da helfen keine Pillen.

Jetzt erst will oder kann ich Eigenverantwortung übernehmen.
Den Umgang mit den Patienten,so wie bei mir in dem Bereich, lese ich ich hier immer wieder.
Da ist es mit der Eigenverantwortung sehr schwierig und ja,ich habe Wut auf die Ärzte und Psychologen !!!
Noch heute sind sie immer noch bestechlich und wenn es eine Fortbildung im Luxushotel ist.
Jetzt zu Weihnachten bringen die Vertreter der Pharmaindustrie auch noch sehr viele Geschenke.

Eine meiner Töchter war Arzthelferin,also Knabe an Quelle , ich habe nichts Schlimmes vermutet, wenn sie voll bepackt nach Hause kam.
Es waren nicht nur die Patienten,die den teuren Wein und was nicht alles, in Massen gebracht haben.
Erst jetzt mache ich mir da so meine Gedanken,was war ich so naiv.

Mir bleibt nur,Euch allen einen guten Tag zu wünschen.
Wir dürfen die Hoffnung ,auch im höheren Alter,nicht verlieren.
Ich will zuversichtlich bleiben.

Liebe Grüße Bittchen
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .


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