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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

MorulaMyomatosus
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Re: Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

Beitrag von MorulaMyomatosus » Dienstag, 16.08.16, 13:02

Liebe Mona,

danke! Deine Worte tun gerade echt gut und es gibt wirklich Mut, dass du das geschafft hast. Das ist wirklich großartig. Dieses ganze Thema überfordert mich gerade immens. Ich muss das jetzt erst mal sacken lassen. Irgendeine Entscheidung werde ich treffen müssen. Aber nicht heute und auch nicht morgen.

Liebe Grüße

Morula
Irgendwann 2007
Diagnose „Panikstörung“.
Erste Einnahme von Citalopram 20 mg.
Wegen Schlafstörungen Zopiclon 7,5 mg über ein halbes Jahr.
Zopiclon selbstständig innerhalb von 8 Wochen ausgeschlichen. Keine Entzugssymptome wahrgenommen.
Tiefenpsychologische Therapie über 2,5 Jahre.

Anfang/Mitte 2010
Citalopram nur noch unregelmäßig genommen, dann eigenständig kalt abgesetzt, da ich dachte ich wäre über den Berg.

Ende 2010
Nach einigen Monaten auf 0 mg setzt, von jetzt auf gleich, der verzögerte Entzug ein. Hauptsymptom: Extreme Suizidgedanken. Ich wusste allerdings nichts von einem Entzug!
Neue Diagnose: „Autoaggressive Zwangsgedanken“ und "mittelschwere bis schwere Depression".
Zweite Einnahme von Citalopram 30 mg und begleitend Lorazepam 1,5 mg
Lorazepam nach ca. 3 Wochen abgesetzt. Keine Entzugssymptome wahrgenommen.
Citalopram wirkt nach 3 Wochen wieder, die Suizidgedanken und alle anderen Symptome sind weg.
Verhaltenstherapie über 3 Jahre.

Ende 2013
Citalopram wieder unregelmäßig genommen, dann wieder eigenständig und kalt abgesetzt, da ich einigermaßen symptomfrei war.

Mai 2014
Nach ca. 5 Monaten auf 0 mg setzt wieder, von jetzt auf gleich, der verzögerte Entzug ein. Hauptsymptome: Schreckliche Suizidgedanken, Gedanken an Fremdgefährdung, völlige Appetitlosigkeit mit starkem Gewichtsverlust.
Auch hier wieder keinen Zusammenhang erkannt, deshalb Wiedereindosierung von Citalopram 40 mg, dazu Lorazepam 1,5 mg.
Lorazepam nach ca. 8 Wochen, ohne erkennbare Probleme, abgesetzt.
Auch nach wochenlanger Einnahme zeigt das Citalopram diesmal keinerlei Wirkung. Es wurde immer schlimmer.
Ich beschäftigte mich langsam mit der Problematik der Psychopharmaka.

Juli 2014
Stationärer Aufenthalt und kurze Umstellung auf Escitalopram. Auch dann kein Wirkeintritt und keine Besserung.
Viel zu schnelles und deshalb unbewusst kaltes Absetzen des Escitalopram innerhalb von 2 Wochen, unter ärtztlicher Begleitung in der Klinik.
Letzte C*pralex am 14.07.2014, seitdem im protrahierten Entzug!
Erst nach der letzen Tablette habe ich langsam verstanden was da eigentlich passiert ist und einen klaren Zusammenhang zu der SSRI-Einnahme erkannt.

Ende August/Anfang September 2014
Es stellen sich die typischen Wellen & Fenster ein.

Update Oktober 2015
Ich bin immer noch im protrahierten Entzug. Es ist extrem wechselhaft und betrifft besonders die Emotionen.

Update April 2016
Seit der letzten Tablette sind nun 21 Monate vergangen. Leider halten die Symptome immer noch an. Seit ca. Jahresbeginn wechseln sich die Wellen und Fenster fast täglich, häufig auch stündlich bis minütlich, ab. Das ist alles extrem anstrengend. Tja... Weiter geht's :schnecke:

Update Mai 2017
34 Monate nach Null. Immer noch im protrahierten Entzug.

Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende!

leo
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Re: Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

Beitrag von leo » Samstag, 20.08.16, 14:21

Liebe Morula.

Als ich deinen Text gelesen habe, sind mir nicht nur die Tränen gekommen, du sprichst mir aus der Seele.
Ich steh gerade an der gleichen Stelle wie du.

Dieses "Schaff ich es vielleicht doch wieder?", sich wieder aufrappeln, weitermachen, gleichzeitig aber genau deshalb immer mehr in Bedrängnis geraten und auch noch zu wissen : so geht es nicht weiter , ich weiß doch, dass ich es nicht schaffe, lässt einen verzweifeln und ganz sicher nicht zur Ruhe kommen.
Ich bin so müde von dieser anstrengenden und kräftezehrenden Kämpferei. :cry:

Ich mache es seit Jahren wie du.
Mit der Konsequenz, dass ich immer mehr erschöpfe, mich auch in Zeiten , wo es besser (nicht gut) wurde, nur noch durchgeschleppt habe.
Jetzt denke ich gerade ; es muss etwas passieren,
ich kann nicht mehr und es bringt mich in keinster Weise weiter.

Ich steh auch vor einem heillosen Durcheinander und weiß nicht, wo mir der Kopf steht.

Ich bin Erzieherin und liebe meinen Beruf.
Bislang habe ich ihn (auf selbständiger Basis) wenigstens an zwei Tagen a 3 Stunden ausgeübt.
Das geht über kurz oder lang krachen, weil ich ständig ausfalle.

Zusätzlich ein 450 € Job, den ich zu Hause mache.
Schlechter Verdienst, aber für mich besser zu bewerkstelligen, da ich ihn mir frei einteilen kann.
Dazu müsste ich allerdings Autofahren , was z.Zt.absolut unmöglich ist.

Ich bin im Krankheitsfall nicht abgesichert.
Lebe mit meinem Sohn allein.

Mein Einkommen ist auch in "gesundem" Zustand schon sehr gering, dazu noch abhängig von Auftragslage etc.

So geht das von Monat zu Monat.
Ich kann ohne Luxus, ohne Urlaub und Schnickschnack leben, mich einschränken.
Aber die Existenzangst machen mich noch kranker.

Ich finde die Idee, sich beraten zu lassen, unabhängig,
sehr gut.

Ich wünsch dir alles Liebe
leo :hug:
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wichtelanna
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Re: Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

Beitrag von wichtelanna » Mittwoch, 25.01.17, 18:55

Hallo Morula,

ich quäle mich genauso wie du durch die Arbeit hindurch. Dazu kommt es noch, dass ich in einer Werkstatt für Menschen mit seelischen Problemen arbeite, das zieht mich echt runter! Morgens stehe ich auf und denke, der Albtraum hört nie auf, ich spüre einfach so einen großen Widerstand zur Arbeit zu gehen. Wenn ich dann erstmal da bin wird es auch nicht wirklich besser.
Na ja, aber du sprichst wahrscheinlich von einem Job auf dem ersten Arbeitsmarkt ne? Da ist der Druck ja wesentlich höher ...
Angefangen hat es mit Depressionen in der Jugend und Anfang 20 hatte ich dann eine Schwangerschaftspsychose(2006). Ich bekam Seroquel und Timonil (ich weiß nicht mehr wie hoch die Dosis war)
Danach hatte ich noch vier weitere Psychosen, die sind leider immer nach dem Reduzieren der Medikamente aufgetreten. Irgendwann wurde ich in der Klinik auf Abilify umgestellt -- fühlte mich nicht mehr geerdet, sondern ständig abgehoben. Ichnahm nur noch Abilify. Hatte mich an den Zustand gewöhnt. Irgendwann kam Zyprexa dazu -- Gweichtszunahme (sowiso aber jetzt noch mehr)
Diagnostiziert wurde bei mir so einiges: Mittelschwere Depressionen, instabile Persöhnlichkeitsstöhrung, Borderline, Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis. Ich würde noch ergänzen: Angst-und Panikattacken.
Momentane Medikation: 15 mg Abilify, 7,5 mg Zyprexa
Reduziert am 04.01.2017 von 10 mg Zyprexa auf 7,5 mg -- ging gut. Was mir geholfen hat: Symptome aufzuschreiben. Anfangs Schlafprobleme, Atriebsschwäche und Depressionen, jedoch keine Angstzustände! Fühle mich ein wenig 'wacher'
Momentane alternative Medikation: Johanniskrauttropfen, 3 x 15 Tr. tgl. plus Omega 3 Fettsäuren (Fischöl, San Omega) 1Eßl tgl
Als körperliche Erkrankung habe ich das Lipödem.
29.07.2017: 25 mg Sertralin, einen Monat später 50 mg Sertralin
24.10.2017: 7,5 mg Zyprexa, 5 mg Zyprexa

Markus 77
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Re: Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

Beitrag von Markus 77 » Dienstag, 18.04.17, 20:47

Hallo miteinander ich bin im reha geld berunfähigkeitspension(Österreich) lg Markus
Seit 1.2 mirtazapin 15mg ca. 14tage ausgeschlichen. Psychische Krise: 25.2 .14 15mg mirtazapin ca. 15Tage u. 15 Tage 7,5 mg u.ausgeschlichen. ( schlief 15 Std. Damit)Seit.25.2 citalopram 10mg ( 65 Tage)umstieg am 5.4 30mg Duloxetin 14 Tage .. Dann Null( Grund:heftige kopfschmerzen,Augendruck , blutdruckkrise) seit. 15.5 Probleme mit starker Ermüdung/ tagesschläfrigkeit / war vorher nie/starker Erschöpfung/ am 1.6 2tage escitalopram 5mg ( starke Kopfschmerzen)26.6.14 in psychiatrischer Klinik mirtazapin 15mg u. 75mg bupropion . 2 Tage mit 150mg ... 75 mg zurückdosiert ( bekam bei 150mg blutdruckkrise zittrige Hände, übelkeit , Schwindel) ....Derzeitige Medikamente seit ca.seit ca.18.7:6,5m mirtazapin 7.8 ca 5mg Mitra. 2-3 mg Mirta seit 20.8..Seit 30.8 ..Seit 20.10 ca.6,5 mirtazapin seit 3. 11 15mg mirtazapin seit. 7.11 ca.12mg mirta weil 15 mg nicht benötigt!! 11mg Mirtazapin seit 21.11.13 13mg 2.12 .13 seit 18.1 Temsta 4,5mg reduziert auf null seit 22.2. 15 .! seit 20.2 15mg Mirtazapin seit 10.3.15 20mg stabil 18mg seit 15.4 .2015 seit 20.5 auf 16,5 mg schlaf 8 Std. Past 22.6 15,5 mg Versuch
....seit 14.7 . 14,5 mg mirtazapin seit 8.7.15 abilify 5mg abilify seit 18.7 2,5 mg mirta zapin seit 18.7 14mg , 13 mg mirta seit 11.8 12,5 mirtazapin seit 22.8 seit 3.9 12mg , seit 20.9 11mg ,seit 8.10.
...10 mg mirtazapin rezed. Depressionen .seit 1.10.15 9 mg 1.12.15 8 mg mirtazapin und seit 15.11 5 mg abilify schlaf ca.7-8 std . absetzerscheinung :erschöpfung (körperlich ,nervliche) erbrechen , übelkeit ...... ...7mg mirtazapin seit 25.12. 30.1......6,5mg mirtazpin 6 mg seit 29.2.16 .....19.3 5,5 mg
abilify 4,75mg ...!! abilify 5 mg 19.3 3.4.16 Umstieg wasserlösmethode 35ml ergibt 5,25
mg Mirtazapin 33ml ( 5 mg Mirtazapin ) 8.4. 16......30 ml ,( 4,5 mg ) 17.4 .16... 4mg ( 27ml ) 9.5 .16 .....31.5.16 ...3,5 mg ( 35 ml ) 24.6.16 3 mg ( 30ml ) 16.7
(26 ml ) 2,6 mg 18. 7 . 2,7 mg ( 27 ml ) 14 .8 ( 24 ml .. 2,4 mg 11.9.16 21 ml 2,1 mg ... 2 mg seit 25.9. 1,8 ml ( 1,8 mg ) seit 10.10 1,5 mg seit 5.11.16 ...1,2mg seit 30.11. (12ml ) .. 1mg ( 10ml ) 28.12.16....22.1 .17 ...0,8 mg .0,7 mg seit ...8.2.. 0,6 mg seit 18.2 ...0,5 mg 24.2 ..0,4mg ...3.3.17 0,3 mg 17.3 seit . 25.3 abgesetzt .....wieder eindosiert mit 0,2 mg ...ab 1.4.17....abgesetzt 27.4 .17 mit 0,15 mg Mirtazapin abgesetzt ...!!schlaf past 6-9 std.....seit 6.6.17 .........4 mg abilify 3,5 mg Abilify ....seit 29.6....21.7.. ..3mg. 2,6 mg ...seit 21.8 .....21.9.. 2,1 mg ...21.10...1,8 mg

Art-Anne
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Re: Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

Beitrag von Art-Anne » Dienstag, 23.05.17, 22:21

Hallo,
Ich möchte euch auch mal meine arbeitssituation schildern.
Also ich bin professionelle künstlerin und arbeite zusätzlich an verschiedenen Grundschulen im Rahmen der OGS.dort biete ich verschiedene AGs an.
Mein Alltag sieht meistens so aus: ich bin morgens und abends im Atelier und nachmittags an den Grundschulen. Die AGs habe ich jeden Tag aber es sind nur 1 1/2 Zeitstunden täglich. Ist also wenig Arbeit.
Würde ich mehr arbeiten, dass würde nicht gut gehen. Das habe ich in verschiedenen anderen Nebenjobs schon oft versucht. Einen 8stunden Job kriege ich einfach nicht hin. Ich fühle mich dann so gefangen und unter Druck das ich das nicht packe.
Die Arbeit im atelier sehe ich nicht als Arbeit an weil sie mir soviel Spaß macht. Außerdem bin ich da mein eigener Chef und kann mich anders verhalten. D.h. Ich kann pausieren, schlafen, essen, trinken wann ich will. Ich kann produktiv sein oder unproduktiv. Keiner bewertet das ausser mir selbst. Das nimmt enorm viel Druck.
Bei den Kindern in den Grundschulen ist das natürlich ganz anders. Man muss funktionieren und aufpassen das nix passiert das ist natürlich fürchterlich anstrengend wenn es einem nicht gut geht! Von daher ist das immer druck. Es kommen so Kleinigkeiten dazu die ihr bestimmt nachvollziehen könnt und die auch druck machen. Zum Beispiel muss man ja auf sein aüsseres achten wenn man an der Schule ist und wenn ich mich schlecht fühle fällt es mir zum Beispiel schwer mich zu schminken.

Ich bin in der Regel erleichtert wenn ich im Atelier bin und nicht in den Schulen. Obwohl mir die kreativen AGs auch Spaß machen. Verdienstmäßig ist das natürlich auch recht wenig. Ich bin auch auf Wohngeld angewiesen zum Beispiel weil ich als künstlerin kein regelmäßiges Einkommen habe... Man muss sich schon arg einschränken, genau wie ihr das auch oft beschreibt. Aber besser als ein vollzeitjob.

Im Moment klappt die Arbeit also aber ich habe auch Sorge dass es nicht mehr klappt wenn ich starke absetzsymptome bekommen würde. Das wär echt schlimm weil die Schulen nicht so lange krankheitsphasen akzeptieren. Ich bin da ja nur honorarkraft. Dann würde mir Job Verlust drohen. Außerdem kann ich meine Miete nicht zahlen wenn ich zu oft wg Krankheit Ausfalle weil ich ja kein Krankengeld bekomme.

Es ist also bei mir oft eine Gratwanderung.
Im Moment bin ich dankbar das mein Alltag funktioniert und ich alles schaffe. Auch wenn es durch die absetzsymptome sehr viel schwerer ist. Ich muss öfter Pausen machen im Atelier und bin nicht so produktiv wie ich gerne wäre. Aber das muss ich jetzt mal akzeptieren. Entzug und 100 %leistungsfähig funktioniert einfach nicht.

Soweit meine arbeitssituation.
LG Art-Anne
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padmaJamieMurmelineLinLina
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D

Without
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Umgang mit AD-Absetzsymptomen auf der Arbeit

Beitrag von Without » Dienstag, 28.11.17, 15:35

Hallo Zusammen,
zunächst einmal: schön das es dieses Forum gibt!
Wenn dieses Thema schon einmal in einem anderen Thread besprochen wurde, macht mich bitte darauf aufmerksam.

Mich interessiert wie Ihr mit euren AD-Absetztsymptomen auf der Arbeit umgeht.

Nach meinem Studium habe ich eine Doktorandenstelle bekommen.Wie ihr meinem Profil entnehmen könnt, haben sich mit Beginn dieser Arbeit die Abstezsymptome meines zweiten Absetzversuches in ihrer vollen Kraft entfaltet und sind heute noch vorhanden. Ich konnte damals Aufgrund meiner Therapierfahrung diese Symptome gleich einordnen (zwar noch nicht als Absetzsymptome einordnen) jedoch wusste ich, dass alles was passiert aufgrund einer Störung passiert, und ich nichts ernst nehmen sollte, was in meinem Kopf vor sich geht. Allerdings waren die körperlcihen beschwerden auch sehr stark.

Nach etwa 6 Monaten habe ich dann das erst mal ein Gespräch mit meinem Chef gesucht. Dieser hat sehr verständnisvoll reagiert, hat sich die ersten Wochen nach dem Gespräch immer mal wieder nach meinem Zustand erkundigt. Mein Zustand wurde jedoch nicht besser, sondern aufgrund des Druckes bei der Arbeit eher schlechter. Ich konnte meiner Tätigkeit kaum nachgehen, weil meiner Konzentration schlechter als die von einem Toastbrot war/ist. Jetzt mal ohne Witz, zum Teil bin ich froh, wenn ich lesen kann und dabei den Inhalt des Textes aufnehmen kann.

Nach weiteren 3 Monaten bin ich dann wieder zu meinem Chef gegenagen und ihm habe gesagt, dass mein Zustand sich eher verschlechtert und ich die Arbeit abbrechen will/muss. Das Ganze dahin gewendet, dass ich nun nicht mehr Doktorand bin sondern Projektingenieur. Nach dem Gespräch war ich einen Monat krank geschrieben. Mein Zustand hatte sich in dieser Zeit stark verbessert.

Mit Wiederantritt der Arbeit ging es mir jedoch abrupt wieder schlecht. Seitdem sind ca. ein Jahr vergangen und ich habe mit meinem Chef auch nicht mehr darüber gesprochen. Ich bin dann irgendwann auf dieses Forum gestoßen und habe den sehr wahrscheinlich wahren Grund für meinen Zustand erfahren. Das ganze passt auch sehr gut zu meinem Verlauf der Symptome.

Heute sitze ich auf der Arbeit und es gibt immer noch Tage an denen ich unfähig bin etwas produktives zu leisten. Der Druck von Außen ist hier zum Glück nicht groß, so dass ich diese Zeit immer aussitzen kann.

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen, welche Ihr aufgrund eurer Symptome auf der Arbeit macht? Wie geht Ihr damit um? Hat jemand mit seinem Arbeitgeber über Depressionen/Absetzsyndrom gesprochen? Ich denke immer, dass ich ein riesen Glück im Unglück habe, da nicht überall auf Leute wie mich Rücksicht genommen werden kann.

Liebe Grüße und gute Besserung
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Without für den Beitrag:
SeventhWave
Sommer 2013
---> habe mich mit stark depressiven Symptomen zu einer Notaufnahme begeben
---> Eindosierung von Venlafaxin bis auf 75 mg
Oktober 2013
---> Beginn einer tiefenpsychologischen Therapie
---> mir ging es nach ca. 4 Wochen so gut, dass ich mit Absprache der Psychiaterin Venlafaxin nach 6 Monaten in einem sehr schnellen Schritt (vllt 10 Tage 37,5 mg) komplett abgesetzt habe
---> O-Ton der Psychiaterin: "75 mg ist eine so geringe Dosis...setzen Sie es einfach ab" Heute weiß ich es besser
---> die Therapie habe ich auch kurze Zeit später beendet (10 Therapiesitzungen)
August 2014
---> Auftreten heftigster Symptomatik: trotz 25 mg Quetiapin nur 2 Std. Schlaf pro Nacht und tagsüber war ich ein Zombie auf dem Sofa, jeder Schritt tat mir weh, kein Antrieb, extremes Herzklopfen, Orientierunglosigkeit, kein Appetit, Sinnlosigkeit
---> Vor allem das AUftreten des extremen Herzklopfens war neu, die anderen Symptome waren in ihrer Ausprägung viel stärker
---> wieder 75 mg Venlafaxin: keine Verbesserung...6 Wochen kein Schlaf
Oktober 2014 - Januar 2015 stationärer Aufenthalt
---> hohe Dosis an Quetiapin: zunächst 100 mg und gegen Ende 50 mg
---> im Laufe der Therapie Erhöhung der Venlafaxin-Dosis auf 112,5 mg
---> Symptome wurden mit Wiedereintritt der Anfangserkrankung gedeutet
---> Endgültige Trennung von Freundin resultierte in erheblicher Besserung der Symptomatik (ich hatte eine sehr belastende On-Off-Beziehung)
Januar 2015
---> Venlafaxin auf 75 mg eingestellt
---> Quetiapin ausgeschlichen: Entzugssymptome waren spürbar aber sind nach ca. 2 Wochen verschwunden
---> Zustand wieder wunderbar
---> ich habe meinen Krankheitsverlauf so interpretiert, dass die Beziehung sowie ein anspruchsvolles Studium und Kiffen mich krank gemacht hatten und die Beseitigung dieser Auslöser mich wieder gesund gemacht hatten..ich dachte die Medikamente hatten gar keinen großen Einfluss auf die Besserung
Mitte - Dezember 2015 Verhaltenstherapie
---> diese habe ich provisorisch auf Anraten meiner Psychatering durchgeführt
---> Venlafaxin auf 37,5 mg reduziert (November 2015)
---> im Nachhinein betrachtet habe ich schon im Dezember leichte Konzentrationsprobleme, Wortfindungsstörungen
Februar 2016
---> Beginn meiner neuen Arbeitsstelle (erste nach dem Studium)
---> plötzliches Auftreten meiner gesamten Symptomatik: starker Schwindel, leicht depressiv, Verwirrt, keine Konzentrationsfähigkeit mehr, Schlafstörungen, starkes Herzklopfen
---> Venlafaxin eingenmächtig auf 75 mg erhöht
---> die Psychiaterin des Krankenhauses hatte wenig Zeit, deswegen begann ich mit der Suche einer neuen Psychiaterin
---> diese hat mir bis heute aber auch keine neuen Erkentnisse mehr erbracht (ich hole dort nur noch meine Rezepte ab)
---> ich habe noch einen Versuch bei einem Geistheiler gestartet... ohne Erfolg
November 2017
---> Dosis bis heute unverändert gelassen und werde auch weiterhin nach den Empfehlungen in diesem Forum handeln
---> verstärktes Herzklopfen ist weg, Konzentrationsfähigkeit ist immer noch sehr schlecht (mit Schwankungen), Schlaf ist mal besser mal schlechter, fühle mich oft noch wackelig auf den Beinen, mir wird schnell schwindelig, so gut wie gar nicht depressiv

Ululu 69
Team
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Re: Umgang mit AD-Absetzsymptomen auf der Arbeit

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 28.11.17, 17:40

Hallo without, :)

herzlich willkommen hier im Forum.

Vielleicht magst du hier
viewtopic.php?p=152686#p152686
mal rein schauen.

Es ist so unterschiedlich, wie die Absetzsymptome selbst, ob und in welchem Umfang die Betroffenen hier im Forum arbeiten gehen können.
Ich selbst habe eine 75 % Stelle bei einer Bank und stoße im Moment täglich an meine Grenzen.
Mein Problem ist momentan eine schwere Erschöpfung.
Ich Kämpfe quasi ständig gegen das Einschlafen.
Meine Kollegen wissen Bescheid über meine Erkrankung, über das Absetzen eher so allgemein.
Ich hatte in den letzten Jahren verhältnismäßig viele Krankheitszeiten, deswegen quäle ich mich im Moment so durch.

LG Ute
Schwindel, Angst und Depression immer mal wieder auftretend aber nach ein paar Monaten immer wieder Besserung
Atenolol (Betablocker) 25 mg täglich
2011 Überweisung zum Psychiater, Versuche mit Sulpirid (6 Monate genommen), Amitryptillin (nicht vertragen) und Buspiron, 3 Monate genommen


2012 stationärer Aufenthalt in Psychiatrie nach einjährigem Dauerschwindel. Diagnose :generalisierte Angststörung und schwere Depression.
Alle Medikamente wurden sofort abgesetzt. Lorazepam 1mg 3 mal täglich, nach zwei Wochen ausgeschlichen, Gesamteinnahmedauer sechs Wochen

Seitdem Mirtazapin 30 mg zur Nacht.
Cymbalta 90 mg
Seroquel prolong abends 150 mg

Ein Jahr später Reduzierung Mirtazapin auf 15 mg ohne Probleme. Darunter schwere Schlafstörungen. Daher weiter 15 mg.

2014 zusätzliche Diagnose Schlaf Apnoe Syndrom. Behandlung mit Atemmaske.

Insgesamt über 30 kg Gewichtszunahme.
Gefühlsverflachung und Tagesmüdigkeit.

Ende 2016 Reduzierung Seroquel prolong auf 100 mg.
Am 30.04. Reduzierung Seroquel prolong auf 50 mg.
Seit Juni 2017 Mönchspfeffer gegen Zyklusstörungen
Und Jaborandi Globuli bei Bedarf gegen Schwitzen mit mäßigem Erfolg

21.08.2017 Duloxetin auf 75 mg
18.10.2017 Duloxetin auf 67.5 mg
13.11.2017 Duloxetin auf 60,0 mg

01.01.2018 Mirtazapin auf 13,5 mg

padma
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Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Re: Umgang mit AD-Absetzsymptomen auf der Arbeit

Beitrag von padma » Dienstag, 28.11.17, 17:41

hallo Without, :)

willkommen im ADFD.

Zum Thema Entzugssymptome und Arbeit haben wir hier einen thread viewtopic.php?f=50&t=11945. Ich werde deinen Beitrag später dahin verschieben.

Zu deinem persönlichen Absetzverlauf mache bitte ggfs. einen neuen thread auf. Da können wir dich dann unterstützen, wenn du weiter reduzieren möchtest.

Zunächst scheint mir allerdings auch eine weitere Stabilisierung angesagt.

liebe Grüsse,
padma

überschnitten mit Ute :)
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
27.12.2017: 0,425 mg es wird weiter ge :schnecke: t


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

StefanKremer377
Beiträge: 12
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Wohnort: Gelnhausen
Kontaktdaten:

Re: Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

Beitrag von StefanKremer377 » Sonntag, 24.12.17, 9:54

Bei mir ist es so, dass letztes Jahr in der Reha eine Arbeitsunfähigkeit diagnostiziert wurde.
Begann im April eine berufliche Reha (LTA). Aber selbst da bin ich nach drei Monaten stressbedingt zusammengebrochen. Bekam Erwerbsminderungsrente plus Übergangsgeld. Nach sechs Wochen Krankheit wurde das Übergangsgeld gestrichen

Lebe seid Monaten von 450 Euro.
Beginne ab Januar wieder die Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA). Habe extreme Ängste das ich es nicht schaffe, da ich ja auch gerade den Entzug zu bewältigen habe. Beziehung geht auch den Bach runter. Alles zu viel irgendwie
2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Danach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde

Clarissa
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Re: Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 24.12.17, 11:03

Hallo Stefan.

Versuch trotzdem, Dich zuallererst auf das Gesundwerden zu konzentrieren als Voraussetzung für alles weitere. Erst dann lässt sich alles andere regeln.

Muss denn die LAT unbedingt sein? Ich fürchte, das ist nicht zu schaffen. Lieber von ganz wenig Geld leben ohne diesen furchtbaren Druck.

Alle Gute für Dich.

VG von Clarissa
bisher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
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etlenia
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Registriert: Sonntag, 01.10.17, 13:21

Wer schafft es von Euch während Benzoentzug zu arbeiten?

Beitrag von etlenia » Donnerstag, 11.01.18, 8:18

Hallo,

ich könnte eine Stelle auf 450 Euro-Basis annehmen. Die Arbeit ist interessant und ich hätte das Gefühl, wieder eigenes Geld zu verdienen, um meine Pferde zu finanzieren.

Nun stelle ich mir die Frage, kann ich das schaffen...

Meine Ehrenämter habe ich mit der Krebserkrankung aufgegeben, da ich den Stress, wer vertritt mich, wenn ich nicht kann, nicht ertragen konnte. Ich hatte den Vorsitz einer Turnabteilung mit 1200 Mitgliedern und war als Schriftführerin in einem Landschaftspflegeverein tätig.

Vor dem Benzoentzug habe ich den halben Tag mit meinen Pferden verbracht. Das geht nun, bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr. Den ganzen Tag die eigenen vier Wände um mich herum zu haben, macht mich verrückt. Ich bin froh, den Hund zu haben, mit dem ich noch spazieren gehen kann/muss/darf.

Mich würden Eure Erfahrungen interessieren. Wer schafft es, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen?

Lieben Dank im Voraus für Eure Antwort.

Ich wünsche Euch einen angenehmen Tag.

Liebe Grüße
Claudia
vor ca. 25 Jahren Stangyl 25mg abends (Angszustände und Panikattacken), Hirnanhangdrüse hat sich vergrößert nach absetzen wieder zurückgebildet, Einnahme 2 Jahre, einfach abgesetzt ohne Probleme

1997 Konisation (Krebsvorstufe)
2000 OP Endometriose
2002 Kaiserschnitt
2006 Pfeifferches Drüsenfieber (als Erwachsener richtig heftig, vor allem mit Kleinkind)
2007 Diagnose Dünndarmcrohn
2013 Spindelzelllipom OP Schlüsselbeingrube dadurch Nervenschädigung rechter Arm, Atemnerv verletzt, dadurch nun 8 cm Zwerchfellhochstand rechts, Zwerchfell drückt auf den rechten Vorhof, dadurch Probleme mit dem Herz. Vor Tavor tgl. Kopfschmerzen, extreme Verspannungen, konnte den rechten Arm ohne Schmerzen nicht heben...

2016 Brustkrebs links invasiv, rechts Vorstufe 2x operiert worden, beidseits bestrahlt und Therapie abgebrochen, weil doppelte Dosis, wie andere Patientinnen und Nebenwirkungen, die ich gar nicht aufzählen kann oder will
Tamoxifentherapie abgebrochen, gingen aufs Herz und diverse andere Nebenwirkungen, mit der Brustkrebsdiagnose auf Tavor gekommen :cry:

Tavor 1 mg abends, keine anderen Medikamente
Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
Seit 14.12. abends 6,5mg Diazepam und 0,25mg Tavor, kaum Schlaf, Puls hoch, Nervenschmerzen Kiefer,
Seit 18.12. abends 8mg Diazepam, mehrere Stunden komplett neben der Spur, schlafe von jetzt auf gleich ein paar Stunden, bin dann wach und den ganzen Tag verpeilt und unruhig. Weiterhin hoher Puls, keine Hitzewallungen und Schweißausbrüche mehr.
seit 19.12. abends 7mg Diazepam, nach ca. 5 Tagen der Dosis, alle 2 Stunden wach, schweißgebadet, hoher Puls, Muskelverspannungen nehmen zu, teilweise auch wieder Nervenschmerzen. Zustand tagsüber wacher im Kopf :-)

claudiaef
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Re: Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

Beitrag von claudiaef » Freitag, 12.01.18, 13:54

Hallo,
Ich arbeite 20h, zur Zeit 30 h und es ist ok von der Zeit her. Wenn man kann, reicht auch Teilzeit. Da kann man den Rest des Tages im Forum verbringen. :D

Herzliche Grüsse,
Claudia
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Re: Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

Beitrag von etlenia » Samstag, 13.01.18, 7:13

Liebe Claudia,

danke für Deinen Beitrag, nur habe ich nicht verstanden, ob Du während des Entzugs in der Lage gewesen bist, arbeiten zu gehen.

Da ich als erwerbsunfähig gelte, kommt bei mir sowieso nur eine Aushilfstätigkeit infrage.

Liebe Grüße
Claudia
vor ca. 25 Jahren Stangyl 25mg abends (Angszustände und Panikattacken), Hirnanhangdrüse hat sich vergrößert nach absetzen wieder zurückgebildet, Einnahme 2 Jahre, einfach abgesetzt ohne Probleme

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2007 Diagnose Dünndarmcrohn
2013 Spindelzelllipom OP Schlüsselbeingrube dadurch Nervenschädigung rechter Arm, Atemnerv verletzt, dadurch nun 8 cm Zwerchfellhochstand rechts, Zwerchfell drückt auf den rechten Vorhof, dadurch Probleme mit dem Herz. Vor Tavor tgl. Kopfschmerzen, extreme Verspannungen, konnte den rechten Arm ohne Schmerzen nicht heben...

2016 Brustkrebs links invasiv, rechts Vorstufe 2x operiert worden, beidseits bestrahlt und Therapie abgebrochen, weil doppelte Dosis, wie andere Patientinnen und Nebenwirkungen, die ich gar nicht aufzählen kann oder will
Tamoxifentherapie abgebrochen, gingen aufs Herz und diverse andere Nebenwirkungen, mit der Brustkrebsdiagnose auf Tavor gekommen :cry:

Tavor 1 mg abends, keine anderen Medikamente
Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
Seit 14.12. abends 6,5mg Diazepam und 0,25mg Tavor, kaum Schlaf, Puls hoch, Nervenschmerzen Kiefer,
Seit 18.12. abends 8mg Diazepam, mehrere Stunden komplett neben der Spur, schlafe von jetzt auf gleich ein paar Stunden, bin dann wach und den ganzen Tag verpeilt und unruhig. Weiterhin hoher Puls, keine Hitzewallungen und Schweißausbrüche mehr.
seit 19.12. abends 7mg Diazepam, nach ca. 5 Tagen der Dosis, alle 2 Stunden wach, schweißgebadet, hoher Puls, Muskelverspannungen nehmen zu, teilweise auch wieder Nervenschmerzen. Zustand tagsüber wacher im Kopf :-)

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Re: Wie macht ihr das mit der Arbeit? Geht ihr arbeiten?

Beitrag von claudiaef » Samstag, 13.01.18, 7:53

Hallo Claudia,
Mein Entzug hält sich wirklich in Grenzen. Ich bin manchmal erschöpft und mir Schmerzen die Beine, aber meist nach der Arbeit (aber ich arbeite viel im Sitzen).

Vielleicht hat der ein oder andere die Möglichkeit hier, seine Stundenanzahl zu verkürzen? Teilzeit ist recht angenehm, weil man irgendwo beschäftigt ist, aber dennoch nicht übermässig belastet ist.

Liebe Grüsse,
Claudia
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