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Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Eva » Mittwoch, 04.10.17, 18:18

Hallo,

schöner Faden!
Zum Gluck kann ich wieder 8 Stunden schlafen. Vor 5 Monaten gar nicht.
The best Satz forever! :D Dann hab ich ja noch Hoffnung.
Das Schlafzimmer muss Ruhe ausstrahlen
Ja, sehr wichtig. Freundlich und aufgeräumt sollte es sein, mit schönen Farben (dem persönlichen Geschmack entsprechend). Ich habe eine Hörmeditation mit einem "Schlafvogel", die ist seelenstreichelnd, und auch wenn ich - noch - nicht schlafen kann, so tut sie doch gut. Heute habe ich die "Gold-Milch" entdeckt: Ein Becher heißer, fettarmer Milch mit einen guten Teelöffel Kurkuma, ein wenig Ingwer und etwas Kokosöl - ich finds lecker, gerade jetzt, wenn es herbstelt.

Liebe Grüße,
Pons
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Ich habe Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

Marshmallow
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Marshmallow » Donnerstag, 05.10.17, 16:36

Hallo!

Obwohl mir danach ist, nur noch auf dem Sofa herumzugammeln und mich keinen Millimeter mehr zu rühren, werde ich heute noch "tapfer" mit meiner Freundin und dem Hund einen Abendspaziergang machen, denn ich glaube, dass mir das - trotz Erschöpfung - gut tun wird.

Liebe Grüße
Marshmallow
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Dezember 2016: Einnahmebeginn Escitalopram, Einschleichen bis 15 mg - Einnahmebeginn Olanzapin, Einschleichen bis 5 mg

Anfang August 2017: Ausschleichen laut Empfehlung meiner Neurologin:

Olanzapin:
2 Wochen lang 2,5 mg
Letzte Einnahme: 23.08.2017

Escitalopram:
2 Wochen lang 10 mg,
3 Wochen lang 5 mg
3 Wochen lang jeden 2. Tag 5 mg (Rechenfehler meinerseits: tatsächlich habe ich die letzte Ausschleichphase nur 2 Wochen gemacht!)
Letzte Einnahme: 27.09.2017

2 Tage nach der letzten Dosis Escitalopram leichte Unruhe und Grippegefühl (kurzzeitig), dann stetige Beschwerdezunahme: Überreiztheitsgefühl und visuelles und akustisches "Schwappen" im Kopf, Lärmempfindlichkeit

Gleichzeitig seit September 2017: radikaler Zuckerverzicht, Ernährungsumstellung -> 2 Entzüge auf einmal (Unwissenheit bzw. Unterschätzen)

02.10.2017 Wieder-Eindosieren Escitalopram 2,5 mg mit der Wasserlösemethode
Zu den Symptomen sind Neuroemotionen hinzugekommen.
Immer wieder Grippegefühl, Erschöpfung, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen.
ab 06.10. Besserung der Absetzsymptome

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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Kafftiga » Freitag, 06.10.17, 20:42

Hallo Marshmallow,

ich sitze auch viel rum, aber ich denke, ich glaub das nur, da ich gerade soviel mit mir selbst beschäftigt bin. Ich habe heute gearbeitet, gestaubsaugt etc.
Jegliche Bewegung ohne massive Überanstrengung ist gut. Ich war zweimal beim Yoga in den letzten Tagen und die Symptome währenddessen waren weg! So geht es mir auch beim Joggen oder wenn ich Freunde treffe, die mich verstehen, was natürlich nicht einfach ist, obwohl zuhören und nachfragen ohne komische Tipps reicht...
Toll mit Hund spazieren, das ist eine Superidee! Yoga kann man auch bei YouTube viel finden, besser ist natürlich ein Kurs.
Arbeiten hilft mir komischer Weise auch, obwohl es total anstrengend ist, da ich mit Menschen arbeite, aber ich bin dann abgelenkt und habe nicht das Gefühl, dass ich nichts mehr im Griff habe.
Einfach machen ist meiner Meinung nach immer gut, nicht so viel überlegen...
Trotzdem bin ich auch gerade voll am Grübeln, wie ich das alles schaffe mit dem Absetzen und mich nicht fertig zu machen, wenn ich es nicht schaffe.

Ich denke an dich!
Gruß vom Sofa zu Sofa:)
Kafftiga
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ca. 5 Jahre 20 mg, Citalopram, phasenweise kurzzeitig 30mg
- bis 18.08.2017 20mg
- seit 19.08.2017 10mg,
- 13.09 und 14.09 fast schlaflose Nächte
- seit 16.09. 0mg
Ich fühlte mich erst euphorisch und mindestens eine Woche sehr gut, vor allem kann ich mich besser konzentrieren.
Durch eine Erkältung könnte ich jetzt nicht mehr sagen, ob ich auch Nebenwirkungen hatte.
- 4.10. Schwindel, stehe neben mir, kleine Panikattacke, Herzrasen, Ein- und Durchschlafschwierigkeiten,
- 5.10. stehe neben mir, Herzrasen, benebelt, ich habe Angst, aber keine Panik
- 6.10. 2mg wieder eindosiert, Herzrasen, benebelt, kann aber schlafen
- 7.10. 2mg bislang gut : :roll:
- 8.10. 2mg Kreislaufprobleme, kurzzeitige Übelkeit, einschlafende Gliedmaßen, im Verlauf des Tages wieder gut
- 9.10. 2mg gut, leichte Zipperlein
-10.10.2mg extreme Verspannungen, stehe neben mir,
-11.10.2mg Druck auf den Schädel und Kiefer, stehe aber neben mir, fühlt sich an, als hätte ich einen Helm auf, Verspannungen weg
- 12.10. 2mg deutlich besser, nur 1-2 Stunden benebelt
- 13.10. 2mg gut
- seit 14.10. perfekt
- seit 2.11. Schlafstörungen und leichtes Herzrasen
- seit 10.11. stabil und fast alles vergessen :roll:
- seit 17.11 Reduktion um ca. 5%
- seit 3.12 schlapp, müde, antriebsarm, Schlafstörungen, lustlos, Rückfall
- 15.12. 5mg Citalopram
- 03.01. 6 mg Citalopram

Kafftiga
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Kafftiga » Samstag, 07.10.17, 0:25

[quote]Heute habe ich die "Gold-Milch" entdeckt: Ein Becher heißer, fettarmer Milch mit einen guten Teelöffel Kurkuma, ein wenig Ingwer und etwas Kokosöl - ich finds lecker, gerade jetzt, wenn es herbstelt.

Hallo Pons,

auf keinen Fall den Pfeffer vergessen, der ist sehr wichtig, da dadurch das Kukurma viel stärker wirkt, wenn du es nicht nur wegen des Geschmacks trinkst.

Gute Nacht
Kafftiga
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ca. 5 Jahre 20 mg, Citalopram, phasenweise kurzzeitig 30mg
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- seit 19.08.2017 10mg,
- 13.09 und 14.09 fast schlaflose Nächte
- seit 16.09. 0mg
Ich fühlte mich erst euphorisch und mindestens eine Woche sehr gut, vor allem kann ich mich besser konzentrieren.
Durch eine Erkältung könnte ich jetzt nicht mehr sagen, ob ich auch Nebenwirkungen hatte.
- 4.10. Schwindel, stehe neben mir, kleine Panikattacke, Herzrasen, Ein- und Durchschlafschwierigkeiten,
- 5.10. stehe neben mir, Herzrasen, benebelt, ich habe Angst, aber keine Panik
- 6.10. 2mg wieder eindosiert, Herzrasen, benebelt, kann aber schlafen
- 7.10. 2mg bislang gut : :roll:
- 8.10. 2mg Kreislaufprobleme, kurzzeitige Übelkeit, einschlafende Gliedmaßen, im Verlauf des Tages wieder gut
- 9.10. 2mg gut, leichte Zipperlein
-10.10.2mg extreme Verspannungen, stehe neben mir,
-11.10.2mg Druck auf den Schädel und Kiefer, stehe aber neben mir, fühlt sich an, als hätte ich einen Helm auf, Verspannungen weg
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- 13.10. 2mg gut
- seit 14.10. perfekt
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Katharina » Samstag, 07.10.17, 16:22

Hallo liebe Forenmitglieder!

Ich habe für mich gelernt akzeptiert, gezweifelt und noch mal gelernt jetzt ausschließlich auf mich zu schauen in dieser schwierigen Zeit des reduzieren/substituieren / Ausschleichen von Lorazepam.

Auf nichts anderes.
das klingt vielleicht total unfreundlich und egoistisch
aber das ist der Weg mit dem ich vorankomme.

Nicht,weil ich das möchte
sondern weil mich alles andere so sehr anstrengt

ich habe keine Kapazitäten für andere in meinem Kopf
so fühlt es sich an
ich werde aggressiv
ich kann nicht zuhören
ich kann nicht das soziale Leben führen welches ich gern führen würde
deshalb: entweder oder.
Ich sage mir: es ist ja nur für eine Zeit. -

Liebe Grüße Katharina

P.s:
( Es scheint mir oft, als würde ich mit der Nase in ein Thema hinein gestoßen werden,
welches mein Thema ist lebenslang;

nachdem man mich benutzt hat und ich niemals auf mich geschaut habe,
muss ich dies jetzt tun,
sonst komme ich nicht weiter auf den auf dem Weg zum Ziel
den ich mit Erfolg verfolge.
Das Leben ist schon eigenartig . )

:-)
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Rockola » Sonntag, 15.10.17, 23:29

Hallo zusammen

Ich bin wieder mit meinem Hund Shorty unterwegs um zu Geocachen oder Fotografieren da Habenichts ein super Gefühl dabei bei diesem Herbst Wetter geht das Herz auf.
Ich habe mein Essen Umgestellt leichte Kost die ich selber koche dann zum Morgenessen gibt es Porridge und vor dem Schlafen gehen eine Tasse warmer Milch mit Honig.
Ich bin am Absetzen von Venlafaxin 37,5 ich habe vorher Venlafaxin 75 mg redart genommen .
Bin jetzt bei 18mg, und es geht mir gut.
Ich muss noch sagen ich hätte seit 9 Monaten dauernd Bauchschmerzen aber seit ich die Medi mit Milch einnehme sind die Bauchschmerzen fast weg.
Vielleicht kann ich euch auch ein wenig Helfen.

Grüsse Nelly
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Ich nehme seit ca 13 Jahren Venlafaxin 75mg und Zolpiden
Seit Juli 2016 habe ich Venlafaxin 75mg halbiert also noch 37,5 mg ab Mai 2017 nochmals halbiert auf ca 18mg vor 14 Tagen am 25 August bin ich auf null auch Zolpiden auf null und das war keine gute Idee .
Seit dem 11 September nehme ich wieder 18 mg und das Zolpiden10 zum Schlafen.
Seit dem 14 September nehmenich wieder 37,5 Venlafaxin redart.26.08.2017 das erste mal beim Psychiater
Ausschleichen 18 mg Venlafaxin kein redart sondern Tabletten und zum Schlafen Zolpiden 10mg
Ich habe vor ca 3 Wochen von Venlafaxin 37,5 mg auf 18mg reduziert auf raten der Psychiaterin ging schief und bin jetzt wieder auf 21mg rauf.
Seit einigen Wochen bin ich am rauf Dosieren.
Zur Ueit bei 28mg

Pammy
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Pammy » Sonntag, 29.10.17, 20:09

Hallo Ihr Lieben,

wenn es mir mal wieder so richtig mies geht und die Langzeitfolgen meinen Körper und meine Seele quälen, dann gönne ich mir eine Fußreflexzonen-Massage. Ich setze mich gemütlich aufs Bett (am besten abends vor dem Schlafengehen), breite ein Handtuch unter meinen Füßen aus, nehme ein Aroma-Duftöl (wer empfindlich auf Düfte reagiert, mag vielleicht lieber ein duftneutrales Babyöl oder Olivenöl nehmen) und dann gehts los. Relaxt wunderbar und ich massier mir mittlerweile sogar einige meiner körperlichen Symptome damit weg (z.B. Nackenverspannungen - großer Zeh, zweites Zehenglied massieren - es funktioniert :-) ) Im Internet findet Ihr Reflexzonen-Schemata (sowohl für Füße als auch Hände oder Ohren, manch einer kann vielleicht aufgrund eines Handicaps seine Füße nicht erreichen, aber auch Hände und Ohren eignen sich hervorragen zur Selbstmassage).
Und wer es ganz chillig mag, der genießt das Ganze bei Kerzenlicht und seiner Lieblingsmusik...
Viel Freude und gute Entspannung wünscht Euch
Pammy
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- 12/2011 Beginn Mirtazapin 7,5 mg
Aufgrund div. NW wie Wassereinlagerungen, starke Muskel- und Gliederschmerzen, morgens Benommenheit, Kraftlosigkeit, erhöhter Augeninnendruck u.a.
- 06/2012 runter auf 3,75 mg heftiges Anschwellen der Nasenschleimhaut, wieder auf 7,5mg erhöht
17. 11.2012 in Klinik Mirta 7,5 komplett abgesetzt auf 0 mg.
Nach kurzer Zeit folgende Symptome: starke Durchfälle, grünlicher Stuhl, Ekel vorm Essen, starke Rückenschmerzen insbesondere LWS-Bereich, starke Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen, Heulkrämpfen, extreme Angstzustände
9. 1.2013 aus Klinik entlassen.
5.3.2013 Rauchstopp von 20 Zig. auf 0.
02/2013 1Woche KH: Magen- und Darmspiegelung, Diagnose: chron. Antrum Gastritis, Reflux-Ösophagitis
15., 16. + 17.05.2013 jeweils 3,75 mg Mirta abends eingenommen aus Verzweiflung wegen extremer Magen- und Blähbauch-Probleme sowie Schlaflosigkeit. Symptome fast weg, allerdings
18.05.13 morgens mit entzündetem, eitrigen Zahnfleisch aufgewacht, musste von Zahnarzt im Notdienst behandelt werden. Verdachtsdiagnose: NW AD Mirta.
seit 06/2013 extreme Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, starke (Nerven-)Muskel- und Gelenk-Schmerzen und ZNS-Irritationen, Gefühl von Schüben (aus Brustkorb in Hals/Nacken-Bereich aufsteigend, sehr heftiges Gefühl, tw. Todesangst auslösend); Schlaflosigkeit; Paradoxe Reaktionen auf Osteopathie, seit Korrektur Beckenschiefstand ständig Kiefer- und Augenmuskel-schmerzen, Nackenkrämpfe,Krampfgefühl auch im Kopf und in Gliedmaßen; Brennen/Schmerzen LWS, Füße, Unterschenkel, Arme bleischwer und ziehender Schmerz im Liegen, linkes Knie Druckschmerz hinten-innen; Haarausfall, juckende Ekzeme auf Kopf, auch Gesicht, Blähbauch/Meteorismus, Verdacht auf HIT; Absetzsymptome und Wechseljahresbeschwerden mischen bzw. triggern sich gegenseitig. Außerdem oft Angst- und Panikattacken (besonders morgens noch nach dem Aufwachen), tagsüber je nach körperlicher Verfassung und Schlaf oft Weinkrämpfe und Verzweiflung.
seit 08/2016: mehrfach Vorhofflimmern, deshalb Einnahme von Betablocker, nach divers. Unverträglichkeiten bei Beloc Zok herz gelandet, morgens und abends jeweils 23,75 mg,
Seitdem öfters Herzstolpern, Verschlimmerung Neurodermitis, depressive Episoden /zeitweise schwere, alle anderen Probleme weiterhin bestehend, insbesondere chron. Gastritis, Sodbrennen/Speiseröhrenentzündung, Verdacht auf stiller Reflux
03/2017 Diagnose: gespaltener Zahn mit Eiterzyste an Wurzel - wurde gezogen, dadurch einige Schmerzsymptome besser (endlich wieder Spazierengehen ohne heftigste Schmerzen linke Körperhälfte möglich!)
seit 09/2017 Diagnose 'Grüner Star' aufgrund einmaliger Augeninnendruckwerte von 29/27 (vorher zwar auch erhöht, aber immer so um 21-24 max.), Augenarzt verschrieb zusätzlichen Betablocker fürs Auge (Augentropfen), die ich aber nicht genommen habe bis heute, da ich bereits einen sehr niedrigen Puls und Blutdruck oftmals durch meinen 'normalen' Betablocker habe und da wären diese Tropfen kontraindiziert. Ich hatte hierzu die Augenklinik angerufen, da es WE war und mein Augenarzt nicht zu erreichen war; habe mittlerweile den Augenarzt gewechselt und werde dort zur Zeit intensiver untersucht bzw. engmaschiger überprüft bez. Augeninnendruck (Stand 10/2017)

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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 29.10.17, 20:33

Hallo ihr Lieben,

mein Tipp zum Entspannen ist summen.

Ich kenne das aus dem Krankenhaus von der Qi Gong Lehrerin.
Man macht es sich im Liegen bequem und kann, wenn man mag auch leise Entspannungsmusik dabei laufen lassen. Dann beginnt man bei jedem Ausatmer zu summen. Laut oder leise, hoch oder tief oder im Wechsel, ganz wie man mag.
Es ist ein bisschen dem Schnurren von Katzen abgeschaut. Man setzt dabei den Körper, der ja zu einem großen Teil aus Wasser besteht, sanft in Schwingung, ähnlich wie bei einer Klangschalenmassage. Das entspannt auch die tiefere und feinere Muskulatur.

Man macht das so 10 bis 15 Minuten und lässt es dann im Liegen noch etwas nachwirken. Ich fand das sehr entspannend und viele andere auch.

LG Ute
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Pammy » Dienstag, 31.10.17, 11:53

Hallo Ihr Lieben,
hier noch ein Tipp für alle, die wie ich auch starke Nackenverkrampfungen/Verspannungen haben, oder auch andere Muskel- und Gelenkschmerzen/Verspannungen.
Ich habe auf einem Handwerksmarkt vor zwei Jahren ein Rapskissen erstanden, dass mir viel besser hilft und auch wesentlich praktischer erscheint als Kirschkernkissen oder Körnerkissen.
Kirschkern sind meistens eher klein und die Kerne drücken sich unangenehm gegen unsere eh schon schmerzenden Knochen.
Und Körnerkissen sind - speziell, wenn man auch Allergie-/Asthma-Betroffener ist - nicht wirklich eine gute Alternative.

Auf das Rapskissen schwör ich! <3 :)
1. müffelt es nicht, wenn man es in der Micro- oder im Backofen erwärmt, auch nicht nach x-mal Aufwärmen!
2. hält es die Wärme unglaublich lange - bis zu mehreren Stunden
3. schmiegt es sich wunderbar um die Schultern bzw. den Nacken an (und alle anderen verkrampften/verspannten Körperteile), dank seiner Länge und mehreren Kammern
4. es eignet sich auch bei Kältetherapie (ne ausführliche Beschreibung gibts von da, wo ich es erworben habe, natürlich dazu)
5. Es sieht auch noch schön aus, wobei das natürlich Geschmackssache ist und deshalb gibt es das Rapskissen auch in ganz vielen verschiedenen Ausführungen :)
6. Es ist auch noch - wie ich finde - absolut seinen Preis wert, also, für 15 Euro habe ich es auf dem Markt erworben und ich habe selten diese Summe so sinnvoll angelegt :wink:

Und hier der Link, natürlich gibts auch noch bestimmt andere Bezugsquellen, aber mein Rapskissen habe ich halt von dieser Herstellerin auf dem Markt erworben und deshalb kann ich nur für deren Produkte 'schwören' und schwärmen :) :wink:

http://www.rapskissenstube.de/epages/78 ... /Category3

Gute Besserung und gute Entspannung wünscht Euch allen
herzlich :group:
Pammy
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- 12/2011 Beginn Mirtazapin 7,5 mg
Aufgrund div. NW wie Wassereinlagerungen, starke Muskel- und Gliederschmerzen, morgens Benommenheit, Kraftlosigkeit, erhöhter Augeninnendruck u.a.
- 06/2012 runter auf 3,75 mg heftiges Anschwellen der Nasenschleimhaut, wieder auf 7,5mg erhöht
17. 11.2012 in Klinik Mirta 7,5 komplett abgesetzt auf 0 mg.
Nach kurzer Zeit folgende Symptome: starke Durchfälle, grünlicher Stuhl, Ekel vorm Essen, starke Rückenschmerzen insbesondere LWS-Bereich, starke Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen, Heulkrämpfen, extreme Angstzustände
9. 1.2013 aus Klinik entlassen.
5.3.2013 Rauchstopp von 20 Zig. auf 0.
02/2013 1Woche KH: Magen- und Darmspiegelung, Diagnose: chron. Antrum Gastritis, Reflux-Ösophagitis
15., 16. + 17.05.2013 jeweils 3,75 mg Mirta abends eingenommen aus Verzweiflung wegen extremer Magen- und Blähbauch-Probleme sowie Schlaflosigkeit. Symptome fast weg, allerdings
18.05.13 morgens mit entzündetem, eitrigen Zahnfleisch aufgewacht, musste von Zahnarzt im Notdienst behandelt werden. Verdachtsdiagnose: NW AD Mirta.
seit 06/2013 extreme Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, starke (Nerven-)Muskel- und Gelenk-Schmerzen und ZNS-Irritationen, Gefühl von Schüben (aus Brustkorb in Hals/Nacken-Bereich aufsteigend, sehr heftiges Gefühl, tw. Todesangst auslösend); Schlaflosigkeit; Paradoxe Reaktionen auf Osteopathie, seit Korrektur Beckenschiefstand ständig Kiefer- und Augenmuskel-schmerzen, Nackenkrämpfe,Krampfgefühl auch im Kopf und in Gliedmaßen; Brennen/Schmerzen LWS, Füße, Unterschenkel, Arme bleischwer und ziehender Schmerz im Liegen, linkes Knie Druckschmerz hinten-innen; Haarausfall, juckende Ekzeme auf Kopf, auch Gesicht, Blähbauch/Meteorismus, Verdacht auf HIT; Absetzsymptome und Wechseljahresbeschwerden mischen bzw. triggern sich gegenseitig. Außerdem oft Angst- und Panikattacken (besonders morgens noch nach dem Aufwachen), tagsüber je nach körperlicher Verfassung und Schlaf oft Weinkrämpfe und Verzweiflung.
seit 08/2016: mehrfach Vorhofflimmern, deshalb Einnahme von Betablocker, nach divers. Unverträglichkeiten bei Beloc Zok herz gelandet, morgens und abends jeweils 23,75 mg,
Seitdem öfters Herzstolpern, Verschlimmerung Neurodermitis, depressive Episoden /zeitweise schwere, alle anderen Probleme weiterhin bestehend, insbesondere chron. Gastritis, Sodbrennen/Speiseröhrenentzündung, Verdacht auf stiller Reflux
03/2017 Diagnose: gespaltener Zahn mit Eiterzyste an Wurzel - wurde gezogen, dadurch einige Schmerzsymptome besser (endlich wieder Spazierengehen ohne heftigste Schmerzen linke Körperhälfte möglich!)
seit 09/2017 Diagnose 'Grüner Star' aufgrund einmaliger Augeninnendruckwerte von 29/27 (vorher zwar auch erhöht, aber immer so um 21-24 max.), Augenarzt verschrieb zusätzlichen Betablocker fürs Auge (Augentropfen), die ich aber nicht genommen habe bis heute, da ich bereits einen sehr niedrigen Puls und Blutdruck oftmals durch meinen 'normalen' Betablocker habe und da wären diese Tropfen kontraindiziert. Ich hatte hierzu die Augenklinik angerufen, da es WE war und mein Augenarzt nicht zu erreichen war; habe mittlerweile den Augenarzt gewechselt und werde dort zur Zeit intensiver untersucht bzw. engmaschiger überprüft bez. Augeninnendruck (Stand 10/2017)

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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von padma » Dienstag, 28.11.17, 18:15

von Lollarossa


Versuche dir noch hilfreiche Dinge aufzuzählen, die mir etwas Kraft geben.
Momentan probiere ich mich viel mit Kochen aus und versuche meinem Körper so etwas Gutes zu geben, in einer Zeit, wo alles im Aufruhr ist. Gegen den Schwindel nehme ich Vertigoheel, wenn es nicht mehr auszuhalten ist, das muss man aber ein wenig antesten, ob man das verträgt in so einer Zeit.
Desweiteren habe ich mir einen Stimmungsapp runtergeladen, da trage ich mein Befinden ein, kreuze an, was ich gemacht habe und auch was ich eingenommen habe, seien es Notfallmedis, wenn es nicht auszuhalten war, oder auch einfach nur der Beruhigungstee (mit Lavendel), den ich schonmal trinke.
Gibt bei der App auch immer so eine Wochen und Monatsübersicht, da behält man den Überblick und kann auch etwas abwägen, welche Mittel geholfen haben, welche Aktivitäten gut oder schlecht für einen waren usw...
Ich versuche viel spazieren zu gehen, zumindest dann, wenn es geht, meine Beine fühlen sich oft wie Wackelpudding an. Aber ich habe trotzdem einen enormen Bewegungsdrang. Dann klingel ich bei meinen Freunden durch und hoffe, dass sich jmd dazu bewegen lässt ;)
Das Herzfattern habe ich auch und das kann mir ganz schön Angst machen, vor allem, wenn es abends auftritt, wenn ich im Bett liege.
Manchmal mag ich dann gar nicht schlafen....
Was mir gegen Angst und Panik sehr gut hilft, sind Akkupressurringe, die habe ich immer bei mir und sobald ich aus dem Haus gehe, sind sie an meinem Finger, der auch dementsprechend aussieht :D Das ist eine Bereicherung für mich, dass ich die entdeckt habe und die helfen mir wieder in mein Körpergefühl zu kehren. Da kann man bzw. ich oft Druck, Panik und Wut dran auslassen.
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Angusta
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Angusta » Mittwoch, 29.11.17, 14:03

Hallo ihr Lieben

ich habe es eben nach langer Zeit mal wieder geschafft mich zu Erden ..das klingt jetzt ein wenig esoterisch ist aber für mich die totale Entspannung
ich liege auf dem Sofa und stelle mir vor wie mein Körper Wurzeln schlägt ..das holt einen unendlich runter ..klappt nur oft wegen Konzentrationsmangel nicht

ich (nicht lachen) umarme auch gerne Bäume (hab ich als Kind schon gerne gemacht ) oft fang ich dabei an zu heulen und gleichzeitig spüre ich die Tiefe Kraft und Beruhigung die von so einem Baum ausgeht .

Als mir das mal wer erzählt hat ..habe ich es mir einen milden Lächeln abgetan ..jetzt tut es mir einfach nur gut .

Wollt ich euch nur erzählen

Liebe Grüße Angusta
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LinLinaEvaRosenrotJamiepadma
Alprazolam
10 jahre sporadisch ca 2x 0,5 -1mg /Woche
Seit 3 Wochen täglich
1. Woche 2 x tgl. 1mg
2. und 3. Woche 1x tgl 1 mg
Jetzt Toleranz ab 0,5 mg

beginne Entzug

Das Alprazolam teile ich in zwei Dosen auf
morgens um 9.00 und nachmittags um 16.00
Von 14 - 17.00 Uhr leichte Entzugserscheinungen die in ihrer Intensität variieren ..ist aber bisher gut auszuhalten

ca.Werte da ich je nach Gefühl auf oder abrunde
0,75 mg tgl.
und Passedantropfen
11.12.17
0,675 mg täglich

25.12.17
0,607 mg täglich

13.1.2018
0.55 mg täglich

27.1.2018
0,5mg täglich / 20 ml (7ml morgens und 13 ml abends )
Ich bin zu müde zum rechnen, deswegen ab jetzt nur noch in ml

15.2.18
18ml täglich (7ml morgens und 11ml abends )

1.3.18
17ml täglich (0,4mg)
7ml morgens 10ml abends

17.3
15,5 ml täglich (0,4mg)
7ml morgens 8,5 ml abends

1.4
14ml täglich (0,35mg)
7 ml morgens 7ml abends

12ml täglich (0,30mg)
6ml morgens 6ml abends


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Mayborr
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Mayborr » Samstag, 13.01.18, 21:14

Mit hat Loratadin gegen das "schleimige Kloßgefühl" beim Absetzen von Citalopram geholfen. Buscopan und Pantozol in Abwechselung gegen die Reizdarmsymptomatik.
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seit 1996 Panikattacken
1999 zusätzlich Agoraphobie
1999-2001 Gesprächstherapie
2001-2004 Opipramol bis Höchstdosis ohne Erfolg
2004-2010 keine Medikamente - Angst und stark somatische Beschwerden
ab 15.01.2010 Citalopram 20-40mg - teilweise beschwerdefreie Phasen.
Kippte aber manchmal in eine Art Hyperaktivität
Mitte 2014 Absetzversuch (auf 10mg) auf Anraten eines neuen Arztes - wegen Absetzerscheinungen nach 5-6 Tagen aber schnell wieder auf 20mg aufdosiert. Seitdem Wirkverlust und stetige Verschlechterung des Zustands. Besserung bei Auslassen einer Einzeldosis, kippte dann aber schnell in Absetzsymptome.
Ende 2015 abrupt nach alternierender Einnahme abgesetzt, da nur noch Nebenwirkungen des Citaloprams vorhanden waren.
Anfang 2016 starke Magen/Darmprobleme, Schwindel, Erbrechen, Schwäche - Q2/2016 wieder auf 20mg aufdosiert und diese Absetzsymptome waren wieder weg. Nebenwirkungen waren jedoch massiver als zuvor wieder da - trotzdem weiter eingenommen. Zustand war immer 1-2 Stunden nach der Einnahme schlechter.
2017 mehrere hypertensive Krisen, verlängertes QTc, TdP mit Frequenzen um 230 - abruptes Absetzen von Citalopram in Q1/2017 auf ärztliche Veranlassung. QTc hat sich binnen 2 Monaten langsam normalisiert
Starke Angstzustände und alte Magen/Darmsymptomatik wiedergekehrt, sodass ich in Q2/2017 Citalopram 20mg eigenmächtig alternierend eingenommen habe.
Erneut Rythmusstörungen, QTc wieder verlängert, TdP Tachykardien, hypertensive Krisen mit 230/135, mehrere Notfallbehandlungen im KH.
Seit Q3/2017 wieder abrupt abgesetzt.
Mit Verzögerung starke Absetzsymptome und heftige, generalisierte Angst (24h Angst) bekommen. Nach 3 Monaten symptomatischer Bekämpfung mit Loratadin, Buscopan, Pantozol, Imodium, Baldrian, viel Ruhe, Tee - 0% Kaffee und Alkohol sowie 3 Wochen "Urlaub auf dem Sofa" scheinbar symptomfrei. Wurde von "ein auf den anderen Tag" besser, als sich die Magen/Darm Probleme gefangen hatten. War aber ein klassisches "Fenster".

10 Tage später wieder eine enorm hoffnungslose und schlimme Phase.
Das nun vom Hausarzt verordnete Opipramol habe ich nach 3-maliger Einnahme abgesetzt, da scheinbar alle alten H1-Antagonisten zu unerträglichen Verwirrtheitszuständen geführt haben.

Jan 18: Wieder ein "Fenster"
Feb 18: Massiv verunsichert. Zusammenbruch, Behandlung in der psych. Ambulanz, Tavor 0,5 für Notfälle bekommen. Tavor hat die Symptome zunindest kurzzeitig komplett gestoppt. Der Arzt aus der Notaufnahme ist der Meinung, dass wieder ein SSRI her muss.

Mehrere Termine in der Krisenambulanz. Kompetenten und sehr sorgfältigen, erfahrenen Arzt bekommen. Dieser vermutet damaliges Serotoninsyndrom aufgrund von Poor Metabolizing und bestätigt Absetzsyndrome, die sich deutlich von der ursprünglichen Störung unterscheiden. Nach gemeinsamer Abwägung von Nutzen-/Risiken vorrübergehend Pregabalin (25-150mg pro Tag) zur vorrübergehenden Symptomlinderung. Ab 150mg völlige Symptomfreiheit.
Nach 10 Tagen Verwirrtheit, grobschlägiges Zittern, "Horrorattacken". Pregabalin auf 50mg / Tag nach Rücksprache mit Ärztin in der PIA reduziert - Symptome nach 24 Stunden weg.
Nase voll von den Experimenten. Ich nehme keine Medikamente mehr gegen die Angst. Soll mich diese verdammte Angst doch holen. Ich hol mir jetzt mein Leben zurück.

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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Murmeline » Samstag, 20.01.18, 10:19

Um mit Unsicherheit und Verzweiflung besser umgehen zu können, hatte mir geholfen zu verstehen warum es mir schlecht ging. Welche Prozesse laufen in meinem Körper ab, was kam da ausser Takt.

Es ist das vegetative Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) das massive Probleme hat. Wenn der Körper im Einklang ist, ist das dem vegetativen Nervensystem zu verdanken. Alle vegetativen Körperprozesse laufen dann im Hintergrund und dir geht es blendend. Im Entzug ist das vegetative Nervensystem aufgerieben. Sympathikusfunktionen sind so stark gestört, dass der Gegenspieler Parasympathikus keine Chance mehr hat entsprechend gegen zu regeln, damit der Körper frei von Symptomen läuft. Das sind dann die Entzugssymptome, die zum Großteil echt abstrus sind. Gerade das Gedankengut solltest du skeptisch betrachten. Ich bin kein Mediziner, aber so hatte ich das verstanden, als ich im Buch von Claire Weekes, Hope and Help for your Nerves, quergelesen hatte.
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von padma » Donnerstag, 22.02.18, 19:11

von Goodluck
arbeite täglich aktiv daran, die Symptome und damit verbundenen Gefühle nicht mehr als tödliche Bedrohung wahrzunehmen sondern vielmehr all die wunderbaren Dinge zu beachten, welche an und in meinem Körper nach wie vor einwandfrei funktionieren. Dies gelingt mir allerdings besonders gut, wenn es mir gesamthaft etwas besser geht, so wie in den letzten Tagen, ansonsten ist positives Denken nach wie vor sehr schwierig aber dennoch nicht unmöglich.
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Angusta » Dienstag, 27.03.18, 9:02

Hallo
Da es so ein gravierendes Erlebnis war ..
Magnesium lindert dir schmerzen im Entzug
Das wurde mir klar als ich die Dosis reduzierte
Ich nehme jetzt von Abtei Magnesium + Calcium + D3
morgens 1/2 und abends 1
und ich bin überzeugt das es Linderung bringt
Liebe Grüße Angusta
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Alprazolam
10 jahre sporadisch ca 2x 0,5 -1mg /Woche
Seit 3 Wochen täglich
1. Woche 2 x tgl. 1mg
2. und 3. Woche 1x tgl 1 mg
Jetzt Toleranz ab 0,5 mg

beginne Entzug

Das Alprazolam teile ich in zwei Dosen auf
morgens um 9.00 und nachmittags um 16.00
Von 14 - 17.00 Uhr leichte Entzugserscheinungen die in ihrer Intensität variieren ..ist aber bisher gut auszuhalten

ca.Werte da ich je nach Gefühl auf oder abrunde
0,75 mg tgl.
und Passedantropfen
11.12.17
0,675 mg täglich

25.12.17
0,607 mg täglich

13.1.2018
0.55 mg täglich

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7ml morgens 8,5 ml abends

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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von DeeDee123 » Dienstag, 27.03.18, 9:37

Hallo Angusta,
lindert das Magnesium außer Muskelschmerzen auch Gelenkschmerzen?
Darunter leide ich nämlich ziemlich stark.
Danke, Diana
W, Sohn (12) und Tochter (6)

*seit 1996 opiathaltige Schmerzmittel, Umzug nach England, UK
*seitdem auch diverse AD
*2010 große private Probleme, Scheidung, seitdem noch mehr PP dazu :
*bis zu 18mg Bromazepam täglich
*bis zu 600mg Pregabalin (Lyrica)
*2014 Rückkehr nach Deutschland
*2015 AD weiterverschrieben, Lyrica selbst viel zu schnell ausgeschlichen, für den Opiatentzug in ambulante Tagesklinik
*2016 on und off übrige Bromazepam genommen, körperlich/psychisch am Ende
*RÜCKFALL opiathaltiges Schmerzmittel Tilidin, 6x 150mg/Tag
*Kinder versorgt ABER bin zum Jugendamt im SEPT. "brauche Hilfe"

KINDER IN OBHUT GEGEBEN

*April 2017 10-tägiger Schnellentzug vom Bromazepam 12-18mg/Tag. Nur mit Valproinsäure und Doxepin!
Psyche spielt seitdem komplett verrückt, aber bemerke Verbesserung.

*Ab 17.APRIL steht Tilidin Entzug (zwischen 600+900mg/Tag) + Therapie stationär an. Panik wieder da. Möchte nicht von einem Medikament auf ein neues, aber komme nicht klar so.

MÖCHTE FÜR DIE KINDER FIT WERDEN.

Merke IMMER NOCH den Benzo-Entzug.
*AD Venlafaxin 150mg/Tag seit 15.1. Starke NW. 15.4. Reduziert auf 75mg/Tag.
*Ergenyl (Valproinsäure) 1500mg.
Hatte 4 Krampfanfälle über die Jahre (letzter Juni'16).

Angusta
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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Angusta » Dienstag, 27.03.18, 12:59

DeeDee123 hat geschrieben:
Dienstag, 27.03.18, 9:37
Hallo Angusta,
lindert das Magnesium außer Muskelschmerzen auch Gelenkschmerzen?
Darunter leide ich nämlich ziemlich stark.
Danke, Diana
Also bei mir fühlte es sich immer an wie Gliederschmerzen bei einer Grippe ..das ist dadurch massiv besser geworden
Ob das aber jetzt genau Gelenk oder Muskeln waren kann ich dir gar nicht genau sagen

Liebe Grüße Angusta
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beginne Entzug

Das Alprazolam teile ich in zwei Dosen auf
morgens um 9.00 und nachmittags um 16.00
Von 14 - 17.00 Uhr leichte Entzugserscheinungen die in ihrer Intensität variieren ..ist aber bisher gut auszuhalten

ca.Werte da ich je nach Gefühl auf oder abrunde
0,75 mg tgl.
und Passedantropfen
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25.12.17
0,607 mg täglich

13.1.2018
0.55 mg täglich

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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Nature » Sonntag, 22.04.18, 12:13

Hallo zusammen,
Ich schaffe es leider nicht alles nach zu lesen ,da meine Konzentration auf null ist gerade.
Ich stecke gerade in der abdosierung von Diazepam.
Mich würde interessieren wie ich meinen Körper unterstützen kann?
Was tut ihr gegen den unsagbaren Drang .
Gegen das zittern und verspannungen .
Heute ist es echt schlimm dieser Drang .
Danke ❤
2012 nach dem Unfall Diazepam Ratiopharm Tropfen und mirtrazipin unregelmäßig
2013 ohne Probleme abgesetzt beides.

Januar 2017 3 ×15 Tropfen Diazepam Ratiopharm
Und 15 Tropfen Promethazin neuraxpharm.
September 2017 wir verlieren unser Baby Ende der 10ssw.
Diazepam und promethazin bedarf außer Kontrolle.
Ich nehme viel wenn ich den Schmerz die Trauer nicht trage wie viel keine Ahnung.
Dezember 2017 Diazepam Stopp komplett auf null.
So geht es nicht weiter
Versucht den Entzug aufzufangen mit promethazin immer bei Bedarf und Baldrian.
Nach 2 Wochen Abbruch ich dachte ich werde irre.
Diazepam Ratiopharm wieder eingeschlichen
Ca 8×8×8 Tropfen
Und 15 Tropfen Promethazin wieder nur Abends.
Am 5.3 nur noch 4 ×4 Tropfen Diazepam Ratiopharm und Abends 15 Tropfen Promethazin
Am Mittwoch den 14.3.2018 ich kann nicht mehr neuer Arzt
Von da an 4× 4 Diazepam und 10 mg doxipin erst mal kein Promethazin.
Am 17.3.2018 4×4 Diazepam Ratiopharm
10 mg doxipin und 15 Tropfen Promethazin ich konnte endlich mal schlafen.
Anmeldung hier im Forum .
Alles auf Anfang.
9 mg Diazepam und 15 mg Promethazin

11.04.2018
8 mg Diazepam und 15 mg Promethazin
17.04.2018
7.5 mg Diazepam und 14 mg Promethazin
22.04.2018 unruhig zittern und den Drang nach Diazepam ich versuche durchzuhalten

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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von Eva » Sonntag, 22.04.18, 12:16

Hallo!

Meinst Du den Suchtdruck? Bei mir half am besten heftige Bewegung wie schnelles Gehen.

Anschließend noch ein beruhigender Kräutertee, hauptsächich zum weiteren Ablenken.

LG Eva
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Ich habe Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

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Re: Was tut ihr konkret gegen eure Entzugssymptome?

Beitrag von LinLina » Sonntag, 22.04.18, 15:11

Hallo :-)

bei mir haben Magnesiumsulfat-Salzbäder und Ablenken geholfen. Eine Zeitlang bestand mein Tag aus Spazieren gehen - Baden - fernseh schauen und dabei entweder mit wärme entspannen oder bewegen und was knabbern - dann das ganze wieder von vorne bis zu drei oder viermal am tag. Aber es ist individuell sehr unterschiedlich und kann sich auch verändern was hilft und was nicht.

Liebe Grüße
Lina
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Ursprünglicher Grund der Einnahme: Schmerzen, PTBS, heftige Unverträglichkeitsreaktion auf Schmerzmittel und Antibiotika (anhaltende Krampfanfälle)

Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 23.4.2018: 0,05 mg Mirtazapin

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