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Liebe ADFDler,

Wir haben eine große Softwareaktualisierung durchgeführt. Im Ideal funktioniert alles wie bevor, nur dass ein paar Details ein wenig anders aussehen. Falls es in den nächsten Tagen doch Probleme gibt, bitte beschreibt was ihr gemacht habt und was nicht so war, wie ihr es erwartet in diesem Thread:

Problemsammlung nach Softwareaktualisierung (Januar 2018)

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Euer ADFD Team

Entzug UND Abnehmen?

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Katze74
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Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von Katze74 » Dienstag, 10.11.15, 8:21

Hallo,
hat hier schon mal jemand gleichzeitig Benzodiazepine entzogen und abgenommen?

Ich bin ja GsD nicht im Hochdosis-Bereich (hab begonnen mit einer schwankenden Menge zwischen 6 und 9 mg Bromazepam und bin jetzt auf 3,75 mg runter) und will nun auch ENDLICH diese dussligen 25 kg zuviel auf den Rippen loswerden.
Das hatte ich schonmal geschafft, leider durch eine drastische Kalorien-Reduktion bis auf teilweise unter Grundumsatz - war doof und dadurch kam auch der Jojo wieder.

Diesmal will ich es mit "Low Carb" versuchen, d.h. maximal 30 g Kohlenhydrate am Tag, dafür mehr Eiweisse und Fette. Angeblich steigt und fällt dadurch der Insulinspiegel nicht dauernd und die Heißhungerattacken fallen weg.

Praktiziert das hier noch jemand parallel zum Entzug und wie sind die Erfahrungen?

LG, die Katze
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"Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern." (Konfuzius)

Always be yourself. Unless you can be a unicorn. Then always be a unicorn.

ca. Anfang 2012 - 23.08.2015: Bromazanil 6 mg, Einnahme schwankend zwischen 1,5 mg und 9 mg
ab 24.08.2015: abends 20 Tropfen Diazepam, 1 Valdoxan
25.08.2015: 3 mg Bromazanil, 10 Tropfen Diazepam, 0 Valdoxan
angedachte Therapie der Ärztin ab 31.08.2015:
morgens: 5 mg Escitalopram, abends: 4,5 mg Bromazanil, 1 Valdoxan
eigener Plan ab 01.09.2015:
krümelweises ausschleichen des Bromazanil OHNE zig weitere Psychopharmaka!
Start mit 4,5 mg
ab 12.10.2015: 4 mg
ab 22.10.2015: 3,75 mg
seit 13.11.: akuter Bandscheibenvorfall zwischen 6.+7. Halswirbel - egal, das Bromazanil wird weiter entsorgt!
ab 19.11.2015: 3 mg
ab 30.11.: 2,25 mg
ab 05.12.: 1,5 mg
ab 13.12.: 0,75 mg
ab 27.12.: 0,00 mg! :party2:
13.01.2016: Bandscheiben-OP
01.03.2016: immer noch Benzo-FREI bei 0,00 mg
13.03.2016: Rückfall mit 3 mg Bromazanil :(
14.03.2016: die restlichen 4,5 Tabletten im Klo entsorgt - NIE MEHR WIEDER!

ab 23.03.2016 wegen erneuter Schlafstörungen durch berufliche Belastung abends Opipramol 50 mg
seit 28.05.2016: Das Opipramol ist wieder GESCHICHTE, nie mehr! Die Kilos auf den Hüften, die es mir beschert hat, folgen ihm peu a peu.

als Bedarfsmedikament im absoluten Notfall Hoggar night (höchstens 1 - 2 mal pro Woche)

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Re: Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von LinLina » Dienstag, 10.11.15, 11:47

Hallo Katze,

Glückwunsch dass du schon so weit runter gekommen bist mit deinem Benzo :-)

Ich persönlich halte von dem Versuch, Entzug und gleichzeitig Diät mit dem Ziel Gewicht zu verlieren nichts. Um den Entzug erfolgreich und möglichst schonend zu schaffen ist es total wichtig, allen Zusatzstress möglichst fern zu halten.
Eine LowCarb Diät habe ich selbst nie probiert aber im Studium davon gehört und auch mal was gelesen. Diese Methode ist m.E. Stress für das Gehirn, da es dringend Glukose braucht um arbeiten zu können. Also eher beim Entzug total kontraindiziert. Möglicherweise sogar gesundheitsschädlich :-(

Was du probieren könntest, falls du es noch nicht machst, wäre deine Ernährung langsam umzustellen auf Weißmehl- und Zuckerfrei. Und dir auch mal deinen Milchproduktekonsum anschauen und dort evtl. reduzieren. Dazu die üblichen Ernährungstipps befolgen, viel frisch zubereitetes und möglichst unverarbeitete Produkte essen.

Das wichtigste im Entzug ist denke ich ein schonender und achtsamer Umgang mit sich, auch in Bezug auf die Ernährung - und das bedeutet auch keine Radikaldiät, kein Hungern.

Es kann auch sein dass du beim Entzug von alleine abnimmst, das ist sehr unterschiedlich.

Ich selbst hab auch ziemlich zugenommen durch mein Medikament und weiß wie unangenehm das ist :-( ich hoffe aber dass ich aber spätestens nach dem Entzug von alleine wieder etwas abnehme. Sonst werd ich mir dann überlegen wie ich damit umgehe.

Alles Gute,

lg Lina
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Lorazepam: 1,5 mg von 7/2014 - 10/2014, dann 4 Monate schrittweiser Entzug (sehr schwer).
Seit 8.2.2015 komplett abgesetzt

Mirtazapin: Winter 2014/15 bis 30 mg für Benzo-Entzug, langsames und mühsames Absetzen seit März 2015.
Seit 27.1.2017: 0.15 mg Mirtazapin

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Re: Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von Kimeta » Mittwoch, 11.11.15, 8:18

Liebe Katze, liebe Lina,

ich lebe seit 3,5 Jahren LCHF. Allerdings ist mein Fall sicher nicht mit Katze vergleichbar, denn ich mache es, um gegen meine starke Migräne anzugehen, war nie übergewichtig und setze ein AD ab.

Trotzdem wollte ich mich dazu äußern, weil ich Linas Aussagen nicht so stehen lassen kann.

Das Gehirn braucht nämlich nicht unbedingt Kohlenhydrate, es kann auch von Ketonkörpern leben. Allerdings erfordert das in aller Regel eine Umstellung, weil das Gehirn dies erstmal wieder lernen muss.

Ketogene Ernährung wird u.a. diskutiert bei Krankheiten wie Krebs, MS, Alzheimer, Diabetes, Demenz, Darmkrankheiten, z.B. bei der Charite Berlin. Es gibt eine ganze Community, die diese Ernährung teilweise seit Jahren und Jahrzehnten aus den unterschiedlichsten Gründen betreibt, in zahlreichen Varianten.

Von Gegnern wird angeführt, die ketogene Ernährung sei ein "Notstoffwechsel" und gesundheitsschädlich, ich glaube, es gibt dazu auch Studien. Was von Studien zu halten ist, wissen wir hier. Zur Frage, ob es ein "Notstoffwechsel" ist, äußere ich mich mal, wenn ich mehr Zeit habe. Und zum Thema Studien: es gibt natürlich auch Studien, die positive Wirkungen attestieren, aber das ist selbstverständlich kein Argument, wenn man Studien grundsätzlich erstmal skeptisch gegenübersteht :wink: .

Ich persönlich bin mit meiner Entscheidung für kohlenhydratarme Ernährung sehr zufrieden, es ist eine der besten, die ich in meinem Leben getroffen habe. Meine Werte sind top, die Wirkung auf meine Migräne war deutlich größer als bei jeder anderen Prophylaxe, die ich versucht habe, weg ist sie aber leider (noch) nicht. Heißhungerattacken sind dagegen komplett verschwunden, ich kann problemlos 16 Stunden ohne Nahrung verbringen ("Intermittierendes Fasten"), und meine Verdauung hat sich wieder normalisiert.

Als Einstieg empehle ich von Wolfgang Lutz "Leben ohne Brot" (moderate Form von LCHF, aber von einem Arzt mit jahrzehntelanger Praxiserfahrung geschrieben), Kämmerer: "Krebszellen lieben Zucker, Patienten brauchen Fett" sowie die Bücher von Peter Mersch.

Manche haben schnelle und gute Erfolge. Aber bei vielen ist eine Ernährungsumstellung ein langer Weg. Man muss sich viel damit befassen, viel ausprobieren, immer mal wieder andere Phasen einbauen, denn das ist ein Prozess, nichts Statisches - eigentlich genauso wie Absetzen :D .

Mit Hungern hat das Ganze überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil - Eiweiß und Fette machen satt und Blutzuckerschwankungen werden vermieden.

Katze, trotzdem wäre ich an Deiner Stelle sehr vorsichtig. Auch wenn ich gut reden habe und vielleicht den Leidensdruck bei Übergewicht einfach nicht richtig einschätzen kann, sehe ich es wie Lina: erst absetzen, dann abnehmen.

Viele Grüße,
Kimeta
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  • Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
  • Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013.
  • Derzeitiger Stand seit 23.10.2017: 2,5 mg
Hintergründe und Absetzverlauf:
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Re: Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 11.11.15, 11:40

Liebe Kimeta,

das ist interessant zu hören, danke! Ich wollte LowCarb nicht mit Hungern gleichsetzen, meinte nur, dass erzwungenes Hungern nicht gut ist beim Entzug wie alles andere wodurch man sich zu sehr unter Stress setzt (z.B.zu viel Sport). Letztenendes ist es wahrscheinlich individuell und man muss lernen auf den Körper zu hören, nicht auf Studien, da gebe ich dir recht.

Ich finde das Thema immer spannender und denke ich werde mich nach meinem Entzug nochmal intensiv mit Ernährungsumstellung beschäftigen und ausprobieren was mir zusagt. Ich leide ja auch schon ewig unter allen möglichen Gesundheitsproblemen, nie was ernstes, aber immer mir dem Gefühl einem Dauerstress (auch körperlich) ausgesetzt zu sein und oft keinen Zugang zu meiner Kraft und vollen Energie zu bekommen. Vielleicht findet sich da noch ein spannender Weg.

Liebe Grüße,
Lina
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Re: Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von emely » Montag, 16.11.15, 10:10

Hallo Katze ,

ich hab´s letztes Jahr sehr radikal gemacht , dabei auch wirklich ganz gut abgenommen. Allerdings habe ich in dieser Zeit beobachtet , dass ich schlechter schlafe und auch vor meinen Tagen alles viel schlimmer war.Diese Diät kann auf die Nebennieren schlagen und das ist gar nicht gut , weil die wirklich Kohlenhydrate brauchen. Es gibt auch die Paleodiät, hier kann man etwas mehr Kohlenhydrate zu sich nehmen in Form von Süsskartoffeln und Gemüse. Ich würde dir eine so strikte Diät nicht empfehlen. vor ein paar Wochen habe ich es auch noch einmal versucht mit wenigen Kohlenhydraten aber das war nicht gut ... ich lasse es jetzt erst einmal und konzentriere mich auf die Reduktion , was mir wichtiger ist als Abnehmen. Wichtig ist , dass du sehr viel gutes Gemüse und grünes Gemüse in die Nahrungsaufnahme mit einbaust und Kokosöl , Olivenöl verwendest und auf Zucker und Süssigkeiten verzichtest. Hier kann man auch Lowcarbrezepte benutzen.

Liebe Grüsse
Emely
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2008 nach Geburt meiner Tochter Seroquel 150mg wg. Depression und Schlafstörung danach komplett Symptomfrei
2009 -Radiojodtherapie der Schilddrüse und plötztliches Auftreten von Panik
2010 -75mg Venlafaxin , Seroquel von 100mg auf 25mg ( 2 Monate) Keine Absetzsymptome
2010 - Mai -Dez 300mg Seroquel
2011 - Seroquel ohne Probleme reduziert auf 50mg( innerhalb 3 Monate) und
Venlafaxin 37,5mg es ging mir sehr gut !
2011 -Kurze Zeit Lithium wegen Manie ( Verschlechterung)
2012 -Sehr schlechte SD- Werte daraufhin L- thyroxin Einnahme : nur noch Depressiv
1. mal Klinikaufenthalt :Venlafaxin von 37,5 auf 0 in 3Tagen !!
Seroquel von 150 auf 600mg und Mirtazapin 45mg für 7 Wochen
2013 - 200mg Seroquel, 10mg Cipralex seit Sept. immer noch stark depressiv , Wesensverändert , Muskelschwäche , Sehstörungen , Teilnahmslosigkeit ( ich war eigentlich immer ein lustiger Mensch)
- Umstieg auf Schweineschildrüsenhormon für SD ( das brachte den Umschwung)
2015 bis Juli Reduzierung auf 100mg Seroquel , Cipralex in 1mg Schritten auf 0mg(es ging mir sehr gut ,
symptomfrei !)
Juli : plötzlicher Kollaps :KH Aufenthalt wieder 300mg Seroquel
September : 275mg Seroquel ( es geht mir ganz gut, leichte Gelenkschmerzen, Steifigkeit )
11.09 : 250mg
25.09 :225mg
10.10: 200mg
26.12.:175mg (ohne Probleme )
2016
17.01: 150mg ( keine Probleme )
1.03 : 125mg ( bis jetzt geht´s mir super :lol: )
27.03: 100mg ( keine Probleme :) )
Acella Thyroid 3 Grain 1/2 Grain WP Thyroid( ca. 175mg L thyroxin) Vitamine : B12 , Omega 3, Zink, Spurenelemente , Vit. B Komblex , Magnesiumpulver , Basenpulver, Probiotika, Eisen, Vit. C ,Gluten und Milchfrei
frühere Symptomatik : Muskelschwäche , Verpeiltheit und Derealisation, morgens Depressionen und Angst beim Aufwachen, starke Gefühlslosigkeit, gar keinen Antrieb mehr, Erinnerungsprobleme, starke Empfindungsstörungen und Gefühlstörungen in Armen und Beinen, geringere Geschmacksintensivität und Geruchsempfinden, wenig Empathiefähigkeit , kaum Redebedarf, Brain Fog

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Re: Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von Art-Anne » Montag, 22.05.17, 20:44

Hallo ihr alle,
Also ich habe gerade erst angefangen mit dem Entzug d.h ein Medikament abgesetzt von dreien. Das abilify. Seit mehr als fünf Wochen bin ich im Entzug und habe schon abgenommen obwohl ich keinen Sport mehr machen kann durch die krasse mündigkeit und den Schlafmangel. Ausserdem achte ich nur bedingt auf meine Ernährung. Ich hab ein wenig Appetitlosigkeit aber auch heißhungerattacken. Trotzdem koche ich frisch, versuche Obst und Gemüse zu essen und esse auch viele milchprodukte. Strenge Diät ist das nicht aber will mir auch keinen Stress machen. Trotz allem ein Abwärtstrend was das Gewicht angeht. Es gibt also Hoffnung.
Ich hoffe natürlich es bleibt weiterhin so.

LG Art-Anne
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padmaPulsatilla
2009 nach länger andauernden und sich wiederholenden Angstzuständen erster Kontakt mit einem Psychiater und Psychologen. Ca. 1 Jahr Therapie und Venlafaxin. Wieviel weiss ich nicht mehr.
2010 erste depressive Episode. Teilstationärer Aufenthalt in einer Tagesklinik. Venlafaxin. Wie hoch weiss ich nicht mehr leider.
Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D

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Re: Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von Art-Anne » Freitag, 26.05.17, 9:41

Hallo an alle,
Ich feiere heute - 4kg und - 4cm bauchumfang seit den 6 Wochen Entzug! :party2: :party2: :party2:
Das ist soooo cool und ich bin richtig happy. Ausserdem voll motiviert und optimistisch das es so weitergeht. Seit den sieben Jahren Psychopharmaka habe ich ca. 30kg zugenommen und mindestens genauso lange versucht abzunehmen - ohne Erfolg leider :cry: mein Selbstwertgefühl ist extrem zurückgegangen und das Unwohlsein hatte deutlich zugenommen. Und jetzt kann ich diese Baustelle endlich angehen! Das macht mich sehr glücklich :party2:
Das hatte sooo lange nicht geklappt, bis vor 6 Wochen hab ich noch gedacht ich nehme die Psychopharmaka ewig und werde auch nicht abnehmen dadurch oder nur durch wahnsinns Aufwand und Disziplin. Die man ja nicht durchhält in der Regel. Und jetzt ist alles anders!
Da sieht man ja wie sehr die Pillen auf den Stoffwechsel /Grundumsatz gehen. Chemie weg, zack Abwärtstrend :D

Es gibt also doch was positives am Entzug. Es ist bestimmt nicht bei allen von uns gleich und bestimmt nehmen nicht alle gleichzeitig mit dem Entzug ab. Aber das so als Motivation dienen und ich glaube nachdem die chemiekeulen ausgeschlichen sind kann man die Baustelle abnehmen besser angehen. Also nicht verzweifeln und aufgeben.

Soweit der Status bei mir.
LG von einer sehr glücklichen optimistischen und motivierten Art-Anne :D
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Dann zwei Jahre lang dieses Venlafaxin genommen.
2012 stationärer Aufenthalt in einer Klinik als krisenintervention. Verschiedene Psychopharmaka wurden getestet. Eingeführt und wieder abgesetzt.
2013 wieder stationärer Aufenthalt als krisenintervention. Immer gleiche Klinik und die ganzen Jahre über tiefenpsychologische gruppentherapie. Seitdem Venlafaxin 225mg, lamatrogin 125mg und Abilify 10mg.
Seit April 2017 Reduzierung des abilify auf 5mg.
Mai 2017 eigene Reduzierung des abilify auf 0mg.
Erhebliche Schlafstörungen bis fast kein schlafen seit der ersten Reduzierung von abilify. Zusätzlich ab u an kopfschmerzen und Übelkeit.

15.5.2017 psychiaterin verschreibt promethazin gegen absetzsymptome weil sie mir diese nicht recht glaubt. Ich nehme das Zeug nicht.

Aktuell : aushalten der absetzsymptome. Mal mehr mal weniger schlimm. Konzentrationsschwierigkeiten kommen dazu. Häufig schwächegefühl. Und immer noch fast kein schlafen

20.05.2017 weniger absetzsymptome, d.h. Kein schwächegefühl mehr oder das Gefühl umzukippen, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit... Es herrscht noch wie immer Schlafmangel und damit Müdigkeit, Zähne aufeinander beißen und muskelverspannungen. Stimmung ist stabil und gut. Ich bin zuversichtlich :D

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Re: Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von Pulsatilla » Donnerstag, 01.06.17, 22:08

Hallo katze,

(Und @all)

Herzlichen Glückwunsch zum Absetzen und zum Abnehmen! :party2:

Wollte noch kurz was zum low carb sagen. Ich hab zoliakie, vertrage also den kleibereiweiss nicht. Obwohl ich leider erst etwa 1996-98 rum diagnostiziert wurde, muss ich das schon als Kind bemerkt haben. Denn ich habe all das (Brot , Nudeln, Müsli etc), instinktiv strikt abgelehnt. Kartoffeln wollte ich auch nicht essen. Wie sich auch etwa 1996 raustellte, bin ich gegen diese allergisch, ebenso wie auf tomaten.

Soll heissen: hab die meiste zeit meines Lebens einschließlich früher kindheit low carb gelebt, ohne zu wissen, was das überhaupt ist. Auch jetzt noch meistens und immer wieder monatelang, da mir die glutenfreien Produkte a) zu teuer sind und b) vielleicht aus Gewohnheit gar nicht oft Appetit auf brot, nudeln etc habe. Absolute ausnahme, dass ich so etwas esse.

Wissenschaftlich kann ich es zwar nicht beweisen, hatte aber nie den eindruck, dass es mir irgendwie schadet. Und bin mittlw Mitte 50. Im gegenteil war ich sogar immer sportlich sehr aktiv, jahrelang hochleistungssport betrieben, blut werte immer in ordnung usw. Und war halt auch immer recht schlank.
Ob es allerdings an der Ernährung liegt, wie man jetzt behauptet, weiss ich nicht.

Selber kann ich daher auch nichts zum thema abnehmen beisteuern.

Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und ich denke, man sollte wie bei allem nach Gefühl gehen: NUR wenn es Dir (Euch) persönlich mit etwas gut geht, IST es auch gut!
Darauf immer hören und nur darauf. Und nicht auf irgendeine wunder diät, von denen es mittlw hunderte gibt. Und gerade im entzug sowieso .. . .

Ganz lieb gruss
Pulsatilla



Ps: evtl ist ja so, dass es einigen Menschen bekommt, low carb zu leben und anderen nicht??.. .
Denke siehe oben, wichtig ist immer nach dem eigenem befinden zu gehen.
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Arianrhod
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Re: Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 02.06.17, 11:55

Hallo an alle,

wenn jemand die typischen Verdächtigen entzieht, also Medikamente, die schon dafür bekannt sind, dass sie hohe Gewichtszunahmen machen wie beispielsweise Olanzapin oder Clozapin , dann nimmt er meistens ab.
Komlizierter ist der Fall bei Medikamenten, bei denen es beides gibt: Gewichtszunahme - oder Abnahme, dazu zählt beispielsweise Venlafaxin oder Apriprazol. Da gibt es dann Leute, die abnehmen, aber auch welche, die gleichbleiben.

Eigene Erfahrung ist: Je öfter der Entzug erfolglos probiert wurde, desto schwieriger ist von mal zu mal die GewichtsABNAHME. Der Körper schätzt Jojo öfters hinternander gar nicht.

Wünsche allen, ob dünn ob dick, ihr Wohlfühlgewicht, mit dem sie sich sagen können: "Ich bin wieder ich." Das Gefühl, das Essverhalten nicht mehr selbst zu steuern, ist sehr unangenehm, so fühlen sich Bulimikerinnen oder Binge- Eaterinnen: ausgeliefert .
Den Begriff gibt es glaube ich nicht, aber ich nenne es eine "Psychopharmaka- induzierte Essstörung" .

liebe Grüße Arianrhod
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Pulsatilla
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von lakeSonne1 » Freitag, 02.06.17, 14:11

Hallo,

ich habe durch Citalopram ca. 15kg zugenommen. Nun bin ich ja fleißig am reduzieren und da hab ich mir gedacht, ich könnte doch auch gleichzeitig etwas Gewicht abbauen. Ums kurz zu machen: Kann ich vergessen! :x
Immer wenn ich in der Stabilisierungsphase bin (also keine Absetzsymptome mehr) krieg ich die kilos runter. Über Winter hatte ich ne längere Absetzpause (mehrere Monate) gemacht und schöne 5 kg abgenommen.
Wenn ich dann wieder in einer Dosisreduktionphase bin, kommt mein Körper wieder dermaßen durcheinander: Heißhungerattacken und das Sättigungsgefühl ist weg, ich könnte permanent essen.
Leider hab ich auch noch mit anderen Symptomen (Schwindel, Panikattacken, Hitzewallungen, Übelkeit, Zaps etc..) zu kämpfen, so das einem da echt die geistige Kraft fehlt, das mit dem korrekten Essen im Auge zu behalten. Das ist natürlich superschlecht in Kombination mit einem nicht mehr vorhanden Sättigungsgefühl. Schwups sind die kilos wieder drauf. :frust:
Mein Fazit: Beim Abdosieren kann ich das Abnehmen vergessen. Das Abdosieren ist schwer genug, sich dann noch auf ne Diät zu konzentrieren fast unmöglich.

Gruß,
lake
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PulsatillaLinLinaArianrhod
Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Thyronajod 50 morgens, Pantoprazol 20mg abends
Erster Misslungener Absetzversuch 2012:
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Neuer Absetzversuch 2016:
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ABDOSIER-PAUSE auf 15mg: 3.9.2016 - 2.3.2017

ab März 2017:
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2018:
2.1.2018: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken , geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos

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Re: Entzug UND Abnehmen?

Beitrag von Pulsatilla » Freitag, 02.06.17, 21:09

Hallo ihr lieben, :)

@arianrhod: alles unterschreib so!

@lakeSonne1: ja denke ich auch. Der Körper hat genug mit dem abdosieren zu tun. Wenn ich nur daran denke, müsste neben schwindel, durchfall, allgemeine seelische überempfindlichkeit etc; dann noch Kalorien zählen oder ähnliches, setzt mich alleine der Gedanke schon unter massiven stress und ich persönlich glaube, wäre zuviel zugemutet.
Ein paar Kilo, gottlob nur so 5-7, hätte ich auch gerne wieder weg, mag aus dem Grund da aber aktiv im Moment nichts dran ändern wollen.


Wünsche ganz lieb allen Ihr wohlfühlgewicht!

Lieb gruss Pulsatilla
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LinLinaArianrhod
"Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch 7 Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe!" (Eckart von Hirschhausen)
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